Verfilmungen von Videogames

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Verfilmungen von Videogames

Beitrag von Retro am Do Okt 02, 2014 12:44 am

Ich habe diesen Bericht nach den Entstehungsdaten der Filme aufgelistet.
Lediglich bei Fortsetzungen werden diese (mit extra erwähntem Drehjahr) hintereinander aufgezählt.
Die meisten Animationsfilme, sowie alle Trickfilme und im speziellen Mangas habe ich unerwähnt gelassen,
da ich an diesen absolut kein Interesse habe, somit sind nur normale Spielfilme und ein paar CGI-Filme aufgelistet.

SPIELE-VERFILMUNGEN

Noch bevor jemand auf die Idee kam damalige Computer oder Konsolengames zu verfilmen,
gab es eine Verfilmung eines auch heute noch bekannten Brettspieles:
CLUEDO, im original als „Clue“ bekannt, wurde unter diesem Namen auch verfilmt-
und in Deutschland als „Alle Mörder sind schon da“ vermarktet.

1985

ALLE MÖRDER SIND SCHON DA



Die 50'er Jahre:
Sechs Menschen, eine Gewitternacht, ein unheimliches Haus, diverse Mordwaffen, ein Mörder, und alle Anwesenden sind verdächtig.
Wie im Brettspiel kann jeder der Mörder sein, jeder hätte dazu einen Grund- und jeder darf miträtseln.

Der Schlussgag war damals wohl absolut einmalig, wird aber hier natürlich nicht verraten.
Das ganze ist als äusserst unterhaltsame schwarze Komödie inszeniert,
und erinnert vom Stil an Agatha Christie-Filme oder auch den inhaltlich recht ähnlichen Klassiker „Eine Leiche zum Dessert“.
Regisseur Jonathan Lynn hat hiermit sein Debüt abgeliefert, und ist auch später im Komödien-Genre noch positiv aufgefallen.
(Keine halben Sachen, Mein Vetter Winnie...)
Die Besetzung ist mit unter anderem Tim Curry, Madeline Kahn und Christopher Lloyd perfekt gewählt und durchgehend überzeugend.

8/10

Lange Zeit gab es dann nichts mehr in dieser Richtung.
1993 war dann das Jahr, in dem gleich zwei Verfilmungen bekannter Spieleserien ins Kino kamen-
und somit eine Welle teils unglaublich schlechter Filme losgetreten wurde...



1993

SUPER MARIO BROS.



Die Forscherin Daisy ruft die besten Klempner der Stadt zu Hilfe, da eine Ausgrabungsstätte überflutet wird.
Als die Brüder Mario und Luigi ankommen, wird Daisy jedoch von seltsam aussehenden Gestalten in die Kanäle unter der Stadt entführt.
Die beiden nehmen die Verfolgung auf- und landen in Dinohattan, einer Stadt, die von King Koopa regiert wird...

Was für ein unglaublicher Mist!
Fans der Games werden hier das kotzen kriegen, hat der Film doch kaum etwas mit den Games gemeinsam.
Aus der bekannten bunten Spielewelt wurde eine dreckige und düstere Stadt, die eher ältere Zuschauer ansprechen dürfte als Kinder.
Dummerweise ist der Rest des Films wiederum so dermaßen lächerlich und kindisch,
dass kein Erwachsener sich für diesen Film interessieren dürfte.
Was namhafte Schauspieler wie Bob Hoskins, John Leguizamo und Dennis Hopper dazu gebracht hat,
in diesem Film mitzuspielen ist ebenso rätselhaft wie die Frage, wofür man hier zwei Regisseure gebraucht hat.

0/10

DOUBLE DRAGON



New Angeles:
Nachdem eine von einem Erdbeben ausgelöste riesige Flutwelle den Großteil des ehemaligen Los Angeles zerstört hat, herrscht Chaos.
Banden regieren die Stadt, deren Boss im Besitz eines halben Amulettes ist,
welches zusammen mit der anderen Hälfte grenzenlose Macht verleiht.
Die gutherzigen Brüder und Karatekämpfer Jimmy und Billy Lee sind im Besitz eben dieser zweiten Hälfte-
und nebenbei auch den hässlichsten Klamotten und Frisuren, die es zu dieser Zeit gibt.
Gut kämpft gegen Böse...  

In der Kinofasung sind beinahe alle Kampfszenen entfernt oder stark gekürzt, inzwischen gibt es den Film aber auch ungekürzt auf DVD.
Besser macht ihn das allerdings nicht, die FSK 12 bleibt ebenfalls bestehen.
Ein bunter Trashfilm für Kinder, schwachsinnige Ideen (Autos mit Papier-Antrieb und Joystick-Steuerung),
die Klamotten einiger Darsteller tun einem in den Augen weh, wenig bis gar kein schauspielerisches können,
peinliche Dialoge die lustig sein sollen, und generell lächerliche Gestalten wohin man blickt.
Ach ja...: Ein Erdbeben samt Flutwelle hat die Stadt zerstört? Warum stehen dann alle Häuser noch?

0/10

1994

STREET FIGHTER



Ein böser Diktator, General M.Bison (Raul Julia), will die Weltherrschaft an sich reissen.
Colonel Guile (Van Damme) wird mit der Elitekämpferin Cammy (Kylie Minogue) auf ihn angesetzt.
Über den Waffenhändler Sagat (Wes Studi) erhofft man, das Versteck von Bison ausfindig zu machen,
doch als sich Reporterin Chun-Li einmischt, geht einiges schief...

Von Raul Julia ist man deutlich besseres gewohnt, Van Damme nervt mit Pseudo-Coolness, Dauergrinsen und Overacting-
lediglich Wes Studi kommt einigermaßen überzeugend rüber.
Die Handlung ist natürlich nicht gerade überraschend oder gar innovativ-
aber damit könnte man ja leben, sowas erwartet man ja auch nicht unbedingt.
Die Dialoge sind teils bemüht (un)lustig, teils unfreiwillig lustig- Humor für Kinder,
Actionszenen ab 16, welche problemlos auch ab 12 durchgehen könnten-
ein kämpferisch unterforderter, dafür schauspielerisch überforderter Van Damme, knallbunte Optik- hier passt nichts zusammen.
Interessant ist immerhin, dass wirklich viele der Figuren aus den Games hier vorkommen,
wenn auch teils nur in kleinen Rollen- oder unpassend eingebaut.
Das schlimmste für Fans der Games ist aber,
dass die Verfilmung eines reinen Martial Arts-Games hauptsächlich mit Waffeneinsatz und weniger mit Fights daherkommt.
Auch Special Moves, wie bei den Games üblich, gibt es nur wenige zu sehen- dafür aber einige schlecht choreografierte Kampfszenen.
Vor allem der recht peinlich anzusehende Schlusskampf mit dem herumfliegenden General Bison reisst dann alles noch weiter runter.

2/10

STREET FIGHTER – THE LEGEND OF CHUN LI (2009)



Konzertpianistin und Martial Arts-Expertin Chun-Li ist auf der Suche nach ihrem Vater.
Dieser wurde, als sie noch ein Kind war, vom bösen Gangsterboss Bison entführt...

Klingt doof und nach genauso wenig Story wie im ersten Street Fighter-Film? Stimmt!
Klingt ausserdem, als als würde der erste Film vollkommen ausser acht gelassen? Stimmt!
Dazu kommt Hauptdarstellerin Kristin Kreuk, der man zu keiner Sekunde auch nur den Hauch kämpferischen Talents abnimmt,
und die wohl auch des öfteren gedoubelt werden musste.
Michael Clarke Duncan als Balrog ist aber recht passend besetzt.
Leider hat man trotz Hochglanz-Optik durchgehend den Eindruck, dass der Film doch nur Trash ist.
Vielleicht wäre ein annehmbarer Film daraus geworden, wenn die Kampfszenen besser aussehen würden-
aber die vielen Wirework-Kämpfe sind schon eher peinlich als ansehnlich...

3/10

STREET FIGHTER – ASSASSIN'S FIST (2014)



Die Freunde Ryu und Ken lernen bei ihrem Meister Gouken einen Kampfstil, der nicht nur lange geübt,
sondern auch erst mit einer gewissen Reife und Erfahrung beherrscht werden kann.
Denn diese Art zu kämpfen hat zwei Seiten-
eine gute und eine böse, welcher ungeduldige und unbeherrschte Kämpfer sehr schnell verfallen können.
Meister Gouken legt sehr viel Wert auf eine lange und genaue Ausbildung,
denn sein Bruder Gouki verfiel vor langer Zeit der bösen Seite, und verwandelte sich in eine Art Dämon.
Gouki tötete ihren damaligen Lehrmeister, und ist inzwischen auch auf der Suche nach Gouken,
denn in jeder Generation soll es nur einen Meister geben, welcher die gesamte Kraft des Kampfstils beherrschen darf...

Hier handelt es sich um eine Webserie, die sich hauptsächlich auf Ryu und Ken konzentriert.
Das hat den Vorteil, dass man sich bei der Charakterentwicklung Zeit lassen konnte,
und nicht möglichst viele Kämpfer in eine platte Story einbauen musste, wie im diesbezüglich beinahe schon katastrophalen Kinofilm.
Bis auf eine Nebenfigur sind hier die Darsteller besser, die Handlung nicht Trashig, und die Kampfszenen absolut gelungen.
Lediglich der nervige alte zu Beginn und am Ende des Films, welcher am Fluss herumschreit und wohl lustig gemeint sein soll, nervt.
Einfach, weil er weder witzig, noch glaubwürdig ist- der Kerl sieht einfach zu sehr nach Faschingskostüm mit falschem Bart aus.
Die am Ende öfter auftauchenden Special Effects sind gelungen, und unaufdringlich in den Film eingefügt-
hier ist weniger mehr, im Gegensatz zu den teils Effekte-überladenen Vorgängerfilmen.
Doch es gibt leider auch eine richtig schlechte Nachricht...
Die Laufzeit von über 140 Minuten birgt einige Durchhänger,
die ersten 90 Minuten bestehen beinahe ausschließlich aus Trainingskämpfen und etwas Hintergrundhandlung.
Hier wäre es besser gewesen, das ganze für die Auswertung als zusammenhängender Film ein wenig zu straffen.
Trotzdem ganz klar der beste der Street Fighter-Verfilmungen- besonders für Fans durchaus sehenswert.

6/10

1995

MORTAL KOMBAT



Der Zauberer Shang Tsung, Herrscher der sogenannten Outworld,
fordert die besten Kämpfer der Welt auf, am Mortal Kombat Turnier teilzunehmen.
Neunmal gab es dieses Turnier, jedesmal haben die übermenschlichen Kämpfer von Shang Tsung gewonnen.
Wenn auch das zehnte Turnier in Reihe gewonnen wird, ist die Welt der Menschen für immer unter der Kontrolle von Shang Tsung.
Einige menschliche Kämpfer nehmen die Herausforderung an,
unterstützt werden sie vom Donnergott Lord Raiden und der geheimnisvollen Prinzessin Kitana...

Dass hier nicht viel Story geboten wird, dürfte niemanden überraschen.
Eher überraschend ist es da schon, dass Regisseur Paul Anderson aus einem Spiel welches wenig Tiefgang bot,
sondern größtenteils von Gewaltdarstellung lebte, einen Film drehen konnte der durchaus gut ansehbar ist-
obwohl das ganze sehr Jugendfrei,ohne die brutalen Gewaltspitzen der Vorlage dargeboten wird.
Die Darsteller sind größtenteils optisch passend ausgewählt, lediglich Christopher Lambert als Lord Raiden wirkt etwas deplaziert,
scheint aber durchaus Spaß an dieser Rolle zu haben.
Die Kämpfe sind nett anzusehen, die Effekte für das Alter des Films gutes Mittelmaß,
und man erkennt die Handlung und Charaktere aus dem Spiel definitiv wieder.
Das Ende ist dann leider ein dicker Minuspunkt:
Schlecht getrickst, Pseudo-cool, arg klischeehaft, und allzu offensichtlich auf eine Fortsetzung ausgelegt.
Auch den Soundtrack fand ich eher ärgerlich,
billigster Techno mit dauerndem "Mortal Kombat" Geschrei soll wohl die Kämpfe passend untermalen, nervt (zumindest mich) aber nur.
Alles in allem passable Unterhaltung- mehr als Mittelmaß ist aber auch hier nicht drin.

5/10

MORTAL KOMBAT – ANNIHILATION (1997)



Shang Tsung ist ein schlechter Verlierer, und missachtet die Regeln des Mortal Kombat.
Obwohl die Menschen das letzte Turnier gewonnen haben, versucht er nun die Erde zu erobern.
Er tötet Johnny Cage, und gibt bekannt, dass er als eine Art neuer Gott die Erde in sechs Tagen vernichten wird,
um am siebten Tag seine Ruhe vor den Menschen zu haben.
Doch Lord Raiden hat noch einige gute Kämpfer unter den Menschen, welche sich der Herausforderung stellen...

Regie-Neuling John Leonetti versagt hier komplett. Die Story ist nur Nebensache- und sowieso kaum vorhanden.
Es sind zwar einige neue Kämpfer aus den Games vertreten,
aber die Hauptfiguren aus dem ersten Teil sind bis auf Liu Kang und Prinzessin Kitana mit anderen Schauspielern besetzt.
Sah Christopher Lambert im ersten Teil schon irgendwie unpassend als Raiden aus, wirkt James Remar hier nur noch lächerlich.
Dass die Rolle von Johnny Cage hier sehr kurz abgehandelt wird, ist auch schade-
immerhin hatte er im ersten Film ein paar der besten Szenen, und hat das ganze mit seinen Sprüchen aufgelockert.

Die Kämpfe sind leider größtenteils billig, die meisten Schauspieler haben wohl auch keinerlei Kenntnisse von Kampftechniken.
Da war im ersten Film deutlich besseres geboten!
Aber dafür gibt’s hier jede Menge schlechte CGI, vermutlich aus einem 16bit Heimcomputer.
Im Ernst: Manche Szenen sind dermaßen billig, dass es schon weh tut.
Und warum ist dieser Film ab 18??? Hier hätte eine FSK 12 absolut ausgereicht.
Gegen den knallbunten und komplett blutleeren Annihilation war der FSK 16-Vorgänger regelrecht Brutal...
Das noch schlechtere Technogedudel bei allen Kampfszenen als im ersten Film beleidigt die Ohren-
aber im Abspann laufen Songs von Rammstein, KMFDM und Pitchshifter. Was soll das? Warum nicht auch im Film passende Musik?
Der Abspann ist dann auch das einzig gute am Film... schade, nach dem durchaus genießbaren Vorgänger.

0/10

MORTAL KOMBAT – CONQUEST (1998)




Nachdem Kung Lao im Mortal Kombat Turnier den bösen Shang Tsung besiegen konnte, und somit die Eroberung der Erde durch Outworld-Herrscher Shao Khan zunächst verhindern konnte,
ist seine neue Aufgabe bis zum nächsten Turnier die Rekrutierung und das Training neuer Kämpfer für das gute.
Dabei unterstützt ihn Donnergott Raiden, was auch zwingend nötig ist- denn Shao Khan versucht auch ausserhalb der offiziellen Turniere Kung Lao zu töten.
Hierzu bedient er sich unter anderem Scorpion und Sub-Zero, sowie das Volk der Reptiles.
Allerdings gibt es noch auch noch weitere gefahren: Magier Quan Chi mit seiner Untoten-Armee, sowie Königin Kreeya wollen ebenfalls die Erde erobern...

Von den ursprünglich 22 Folgen der Serie wurden nur 10 in Deutschland auf DVD veröffentlicht- und das auch noch in teils willkürlicher Reihenfolge.

"Mortal Kombat Conquest - Der Kampf um die Erde ist nie zu Ende" enthält die Pilot-Doppelfolge, also Folge 1 & 2 (Warrior Eternal Part 1 & 2)
"Mortal Kombat Conquest 2 - Die letzte Entscheidung" enthält die Folgen 3 (Cold Reality) und 15 (The Serpent And The Ice)
"Mortal Kombat Conquest - Immortal Kombat" enthält die Folgen 4 (Immortal Kombat)  und 17 (The Master)
"Mortal Kombat Conquest - Kreeya" enthält die Folgen 16 (Kreeya) und 20 (Balance of Power)
"Mortal Kombat Conquest - Final Battle" enthält die letzten Folgen der Serie, also 21 (Stolen Lies) und 22 (Vengeance)

Miese Schauspieler, billige, lächerliche Masken und Plastik/Gummiklamotten. Die Dialoge passen dazu.
Lediglich einige Kampfszenen sind ansehnlich geworden, ein paar der Stuntmen waren wohl recht Fit was Martial Arts angeht- die Hauptrollen eher weniger.
Sonst beherrschen billigste CGI-Tricks die Szenen, im Studio gebastelte Städte in der Pampa auf durchgehend glattem, sauberen Betonboden inclusive.
Das einzig halbwegs bekannte Gesicht in der Serie ist Kristanna Loken, welche bekanntlich zwar hübsch, Schauspielerisch aber eher mittelmäßig ist.
In den letzten Jahren sah man Loken meist in Filmen von Uwe Boll und The Asylum- was eigentlich schon alles aussagt.
Wer sich diesen Mist freiwillig antut ohne einen Bericht darüber zu schreiben, muss schon eine stark masochistische Ader haben...

0/10

MORTAL KOMBAT – LEGACY (2011)



Mortal Kombat Legacy ist eine Webserie mit 9 Episoden, welche die Vorgeschichte einiger Charaktere der Games erzählen.

Episode 1 & 2: Jax, Sonya & Kano
Eine Spezialeinheit der Polizei im Kampf gegen Kano, welcher illegal mit Cyborg-Technik experimentiert.
Stylisch gefilmte Kampfszenen, welche aber gegen die toll inszenierten Schießereien und Explosionen verlieren.
Hier erfährt man auch, woher Kano sein Implantat im Gesicht hat.
Episode 3: Johnny Cage
Als Schauspieler erfolglos, als Kämpfer dagegen ein Meister.
Seine Filme sind Flops, aber er erregt die Aufmerksamkeit eines Mannes, der die besten Kämpfer sucht...
Mit einem Augenzwinkern inszeniert, gibt’s hier tolle Kampfszenen und beabsichtigt trashige Filmtrailer.
Episode 4 & 5: Kitana & Mileena
Shao Khan erobert durch seinen besten Mann Baraka fremde Welten.
Prinzessin Kitana und ihre geklonte und genetisch veränderte Schwester Mileena kämpfen dagegen.
Öde Mischung aus hässlichem Trick- und Realfilm, in dem eine Stimme aus dem Off mehr erzählt, als man sieht.
Episode 6: Raiden
Mit einem Blitz erscheint der Donnergott auf der Erde- mitten im Hof einer Anstalt für Geisteskranke.
Klingt lustig, wird aber leider zu ernsthaft erzählt.
Ob Raiden eine solche Behandlung über sich ergehen lassen würde sei dahingestellt- aber die Episode sieht gut aus, und endet nett.
Episode 7 & 8: Scorpion & Sub-Zero
Die Feindschaft von Scorpion und Sub-Zero steht hier im Mittelpunkt, leider ohne groß zu erklären warum.
Action und sehr schön choreografierte Kämpfe sind allerdings auf hohem Niveau, hier rührt sich eine Menge.
Selbst die CGI-Effekte sehen toll aus, rein Kampftechnisch sind diese beiden Episoden das Highlight.
Episode 9: Cyrax & Sektor
Die künstlich geschaffenen Kämpfer Cyrax, Sektor und Smoke treten in einem Testkampf gegeneinander an.
Sehr schöne CGI-Kampfszenen, die sich nicht hinter teuren Produktionen verstecken müssen.
Das ganze endet mit einem Fatality, was ein schönes Ende der Episoden darstellt.

MORTAL KOMBAT – LEGACY II (2014)



Im Gegensatz zur ersten Season ist hier nun eine durchgehende Handlung enthalten, welche in einzelne, namentlich benannte Kapitel unterteilt wurde.
Hier wird die Geschichte des Mortal Kombat Tournaments und einiger der Kämpfer erzählt.
Zudem kann man inzwischen mit bekannten Namen aufwarten, hier sind immerhin Mark Dacascos und Casper Van Dien zu sehen.
Seltsam: Auf dem Backcover sind "10 Episoden" aufgeführt.
Wenn man aber den Film als ganzes startet, sind nur eine Vorgeschichte sowie 7 Chapters, welche die Geschichte erzählen vorhanden?

Chapter 1: The Heartbreak of Liu Kang
Chapter 2: The Tragedy of fallen Brothers
Chapter 3: Relax
Chapter 4: Hear no evil
Chapter 5: Sisters
Chapter 6: Casting Call
Chapter 7: Deadly Reunions

Auch wenn es sich hier nur um Webserien handelt, muss man doch anmerken dass das gezeigte deutlich besser aussieht und gespielt ist,
als der Kinofilm, sein Nachfolger- und natürlich die indiskutable TV-Serie.
Schade, dass man daraus nicht gleich richtige Kinofilme gebastelt hat,
denn ausser der Geschichte um Kitana und Mileena sind alle Episoden von Season 1 meiner Meinung nach durchaus gelungen.
Season 2 geht dann eh schon in die Richtung "kompletter Film", und manche Szene ist durchaus recht "saftig" geworden. Fatality!
Leider lässt die angekündigte Fortsetzung immer noch auf sich warten- "Deadly Reunions" endet offen mit "To be continued..."
Bisher ist Mortal Kombat - Legacy ausschließlich als US-Import auf DVD (Code 1) und Blu-ray (Codefree!) erhältlich.
Für Fans absolut zu empfehlen, auch wenn (noch?) das Ende der Geschichte aus Season 2 fehlt...

8/10

1999

WING COMMANDER



Im Jahr 2654 herrscht Krieg zwischen den Menschen und einer Katzenmenschen-Rasse namens Kilrathi.
Die Sternenflotte der Menschen ist weit entfernt, nur ein paar wenige Kampfpiloten können die Vernichtung der Erde verhindern...

Zu erwähnen gibt es eigentlich nur negative Punkte des Films, da es einfach keine positiven gibt.
Wing Commander enthält dämliche Dialoge, schlechte Schauspieler, billige Kilrathi-Fachingsmasken, Altkleidersammlungs-Uniformen,
ein Überraschungsfreies und ideenloses Drehbuch, peinliche Computertricks und gnadenlos hirnlose Unlogik.
Hauptdarsteller Freddie Prinze Jr. ist so ziemlich das untalentierteste Bubi, das man sich vorstellen kann-
wer hat dem denn gesagt, er sei ein Schauspieler? Jürgen Prochnow und Tcheky Karyo schaffen es immerhin, nicht negativ aufzufallen.
Dass Chris Roberts persönlich hier Regie geführt hat, klingt zwar theoretisch gut-
aber es hat wohl einen Grund, warum dies sein einziger Film war.
Der Mann sollte bei seinen Games bleiben, dafür hat er Talent. Aber bitte keine Filme mehr drehen.
Schade um die eigentlich wirklich Filmreife Story-
da wäre doch mal ein Remake mit großem Budget, guten Schauspielern und einem begabten Regisseur interessant...

1/10

2000

DUNGEONS AND DRAGONS



Ursprünglich eine Brettspiel, bzw eine Pen & Paper Serie, gab es später auch Computer und Konsolengames unter diesem Namen-
also lassen wir das ganze mal als Spieleverfilmung gelten.

Der böse Zauberer Profian (Jeremy Irons) und sein Handlanger Damador (Bruce Payne)
wollen die Kaiserin (Thora Birch) des Reiches Izmir stürzen, die für eine Gleichbehandlung aller Bewohner ihres Reiches eintritt,
da es sie ärgert, dann nicht mehr zu den bevorzugten Bewohnern zu gehören.
Hierzu bedrohen sie das Reich mit den durch Magie unter Kontrolle gebrachten goldenen Drachen.
Doch es gibt da noch die roten Drachen, welche mächtiger sind als die goldenen.
Das Problem ist nur: Um diese zu kontrollieren, braucht man ein magisches Artefakt.
So werden zwei Diebe (Marlon Wayans & Justin Whalin) ausgeschickt, um dieses zu finden...

Durchschnittliche bis schlechte CGI-Tricks, nervige und/oder schlecht geschminkte Darsteller, schlechte Masken, falsche Bärte,
witzig gemeinte Dialoge die größtenteils einfach nur peinlich sind, und natürlich die übliche Lovestory.
Marlon Wayans mit seiner Pieps-Stimme nervt hier unglaublich.
Bleibt wieder mal die Frage: Warum haben dermaßen schlechte Filme oft bekannte Schauspieler zu bieten?

2/10

DUNGEONS AND DRAGONS 2 – DIE MACHT DER ELEMENTE (2005)



Damodar (Bruce Payne) ist wieder da- diesmal nicht ganz so peinlich geschminkt,
aber ziemlich angepisst, da er von Profian verflucht wurde, und nun als Untoter sein Dasein fristet.
Mit Hilfe einer Zauberkugel will er den Fluch brechen,
und vor allem auch den legendären schwarzen Drachen erwecken, der das Reich Ismir endgültig zerstören soll.
Eine Rollenspielmäßig zusammengewürfelte Gruppe verschiedener Charaktere versucht, das zu verhindern...

Die Story ist natürlich nicht gerade Originell, und alle Darsteller sind bis auf Bruce Payne unbekannt und neu in dieser Geschichte-
aber eine klare Steigerung zum ersten Film ist vorhanden.
Immerhin spielen alle recht überzeugend, zumindest sind keine Totalausfälle wie im ersten Film dabei.
Auch die Effekte sind trotz niedrigerem Budget nicht schlechter als im ersten Film,
und an diversen Fantasy-Gestalten wie Drachen, Zauberern, Geistern und sonstigen Kreaturen mangelt es hier auch nicht.
Mit einer interessanteren Story und größerem Budget für die Effekte wäre hier noch deutlich mehr drin gewesen.

5/10

DUNGEONS AND DRAGONS 3 – DAS BUCH DER DUNKLEN SCHATTEN (2013)



Der Vater des jungen Kriegers Grayson, welcher gerade in den edlen Ritter-Orden „Knights of the new Sun“ aufgenommen wurde,
wird von einem bösen Zauberer entführt.
Unterwegs zur Festung, in welcher sein Vater gefangen gehalten wird, lauern Drachen und andere böse Wesen-
weshalb sich Grayson einer zwielichtigen Gruppe Gesetzloser Krieger und Magier mit demselben Ziel anschließt,
was ihn zwar moralisch belastet, aber die Chancen bei kämpfen deutlich erhöht.
Nicht die ganze Gruppe ist böse und durchtrieben, aber auf wen kann er sich verlassen, als es zum Kampf gegen den Zauberer kommt?

Mit den ersten beiden Filmen hat dieser dritte von der Handlung her nichts mehr zu tun,
aber immerhin kriegt man hier einen richtigen Fantasy-Streifen zu sehen,
der alles bietet was man von einem solchen erwartet- und sogar wirklich nette Anspielungen auf Games hat.
Charakterklassen wie Krieger, Magier, Barbar, Assassine oder Vermin-Lord gibt es hier ebenso,
wie eine nette Item-Shop-Szene, die für Zocker wirklich witzig geraten ist- und für den normalen Zuschauer unauffällig wirkt.
Die Schauspieler sind solide, aber nicht herausragend, die Tricks schwanken zwischen äusserst mittelmäßig und erstaunlich gut-
zumindest für eine B-Movie Produktion, die nicht für's Kino gedreht wurde.
Jedenfalls ist dieser Film in allen Punkten ganz klar dem ersten, der eine teure Kinoproduktion war, überlegen!
Auch der zweite Teil wird übertroffen, was wohl auch an der veränderten Storyline liegt.
Generell tut es dem Film auch gut, dass er eine relativ düstere Atmosphäre hat, frei von Hollywood-Kitsch ist,
und sogar eher böse Ideen wie das Zombiekind, welches die Rechtschaffenheit der Gruppe prüft, bietet.
Mit größeren Budget für die Tricks und bekannten Schauspielern hätte aus diesem Film ein Hit werden können.
Alles in allem wurde ich trotz ein paar eher schlechter Tricks sehr gut unterhalten:

7/10

2001

DER HEXER - GERALT VON RIVA



Der Polnische Film von 2001 basiert auf den Romanen rund um Geralt von Riva.
Die "Witcher"-Spiele, die ebenfalls auf den Romanen beruhen, kamen erst später, ab 2007 auf den Markt.
insofern ist "Der Hexer" natürlich keine richtige Spieleverfilmung, aber doch in diesem Zusammenhang erwähnenswert.
Die Spiele sind mir übrigens nicht bekannt, ob es einen Zusammenhang gibt, kann ich daher nicht sagen.

Geralt von Riva, ein im Schwertkampf ausgebildeter Hexer, zieht durch sein Heimatland,
welches von Krieg, Monstern und Intrigen bedroht wird.
Er ist ein Einzelgänger der nicht jeden Auftrag annimmt, und tötet nicht wahllos-
sondern nur böse Wesen, welche es seiner Ansicht nach verdient haben, zu sterben.
Als die Königstochter sich in einen verfluchten Mann verliebt welcher Tagsüber mit einem putzigen Igelgesicht herumläuft,
tötet er diesen nicht, wie es die Königin wünscht, sondern versucht ihm zu helfen, den Fluch loszuwerden.
Unterwegs hat er Mitleid mit hässlichen CGI-Drachen,
und trifft auf böse Ritter sowie eine Räuberbande deren Anführerin er aus früheren Zeiten kennt.

Dass es sich wohl um einen TV-Film handelt merkt man nicht nur am offensichtlich fehlenden Budget,
sondern auch daran, dass das 16:9 Format der DVD mit Sicherheit nicht Original ist.
Auffällig oft sieht man am oberen Bildrand abgeschnittene Köpfe,
was darauf schließen lässt, dass man einen Vollbild-TV-Film unprofessionell auf Pseudo-Kinoformat getrimmt hat.
Der Film wirkt, als wäre er trotz seiner eh schon viel zu langen Laufzeit von über 2 Stunden, stark in der Handlung gekürzt worden.
Besonders am Anfang fallen viele hektische Schnitte und fehlende Übergänge auf.
Schauspielerisch ist das ganze einfach nur peinlich:
Michal Zebrowski als "Witcher" ist bestenfalls durchschnittlich, der Barde kommt als einziger sympathisch rüber-
so gut wie alle anderen Darsteller dürfen sich mit der Beschreibung "unbegabt" schon geschmeichelt fühlen.
Passend dazu ist auch der Rest:
Miese Choreographie der Schwertkämpfe, extremst billige knuffige CGI-Drachen und Gummimonster wie aus einem Kinderfilm,
und die Locations wurden wohl auf einem Mittelaltermarkt um die Ecke gefunden...
Von einem "Hexer" hätte ich auch mehr Magie als Schwertkämpfe erwartet.
Aber diese waren wohl einfacher umzusetzen, als die wenigen billigst gemachten "magischen" Tricks.
Die 2 Stunden Laufzeit ziehen sich dahin wie Kaugummi und werden absolut ernsthaft rübergebracht-
ein wenig Witz hätte hier definitiv gut getan, dass er sich viel zu ernst nimmt, macht den Film nicht besser- im Gegenteil.
Auf dem Backcover der DVD steht ernsthaft:
"Voller spektakulärer Kampfszenen und außergewöhnlicher Spezialeffekte glänzt diese erstklassige Fantasy-Produktion".
Für diese dreiste Lüge gibt's die Höchststrafe:

0/10

FINAL FANTASY – DIE MÄCHTE IN DIR



Seit dem Einschlag eines Meteors bevölkern ausserirdische Wesen die Erde.
Die letzten Menschen leben in großen Städten innerhalb riesiger Schutzkuppeln.
Während das Militär wie üblich versucht,alle Probleme mit Waffengewalt zu lösen,
indem man mit einem riesigen Laser auf den Herkunftsort der Aliens, nämlich den Krater den der Meteor verursacht hat schießen will,
versuchen einige Wissenschaftler auf andere weise das Problem zu lösen.
Der Laser wäre nämlich auch kräftig genug um den ganzen Planeten zu zerstören...

Wie die meisten wohl wissen dürften, handelt es sich hier um einen vollständig im Computer entstandenen Film.
Technisch ist hier alles recht beeindruckend gelungen, der Soundtrack ist ebenfalls sehr passend.
Ein eigenständiger, aber durchaus gut ansehbarer Film.
Sofern man keinen Bezug zu den Games erwartet- denn den gibt es hier meines Wissens nicht...

7/10

FINAL FANTASY – ADVENT CHILDREN (2005)



Der Schwertkämpfer Cloud bekommt Besuch von drei Gestalten, welche seinem alten Feind Sephiroth ähnlich sehen,
ihn als Bruder ansprechen- und von der Erweckung einer Mutter Jenova sprechen.
Er schnappt sich sein Schwert, und versucht Licht ins Dunkel zu bringen...

Es mag sein, dass man den Film nur versteht, und dementsprechend darauf eingehen kann, wenn man die zugehörigen Games kennt.
Ich jedenfalls kenne diese nicht- da ich mit Japan-RPG's mal so ziemlich gar nichts anfangen kann.
Dementsprechend stehen während des Großteils der Story viele Fragezeichen über meinen Kopf...
Technisch gesehen ist dieser CGI-Film nett anzusehen, scheint sich aber mehr an der Spiele-Optik zu orientieren,
als der meines Erachtens deutlich schöner anzusehende Vorgängerfilm.
Ich jedenfalls kann mit Charakteren wie Cloud mit seiner Sonic-Frisur, und seinem viel zu großen,
lächerlich aussehenden Schwert nicht viel anfangen, aber zumindest rührt sich einiges, speziell in der zweiten Filmhälfte.
Für Fans eventuell eine tolle Sache, für mich leider beinahe komplett uninteressant- daher ohne Wertung!

TOMB RAIDER



Die Planeten unseres Sonnensystems stehen alle 5000 Jahre in einer bestimmten Konstellation.
Diese macht es angeblich möglich, mit einem bestimmten Artefakt die Zeit zu kontrollieren.
Das wissen auch die Illuminaten, welche natürlich darauf aus sind, dieses in ihre Hände zu kriegen.
Eben jenes Artefakt ist ein mystisches Dreieck, welches man schon bei der Erschaffung in zwei Hälften geteilt,
und in entgegengesetzten Teilen der Welt versteckt hat, um es vor missbrauch zu schützen.
Den Schlüssel zum Versteck der einen Hälfte, einer alten Uhr, hat die Archäologin Lara Croft in ihrem Besitz- ohne davon zu wissen.
Als der Anführer der Illuminaten in Lara's Schloss einbricht, und den Inhalt der Uhr stiehlt,
macht sie sich auf die Suche nach den Dieben- und entdeckt nach und nach deren Geheimnis...

Angelina Jolie ist hier eine gute Besetzung, passt sie doch optisch recht gut in die Rolle der Lara-
und genügend Schauspieltalent ist für Edel-Trash wie diesen Film ebenfalls vorhanden.
In Nebenrollen glänzen noch Daniel Craig sowie Angelina's Vater Jon Voight.
Da man hier mit Simon West einen Action-erfahrenen Regisseur gefunden hat ,ist der Film auch insgesamt recht gut inszeniert worden.
Natürlich ist die Story nicht gerade anspruchsvoll, sondern eher eine weibliche Variation der Indiana Jones-Filme,
und dementsprechend teils auch arg übertrieben- aber immerhin zu keiner Minute langweilig.
Schade ist nur, dass hier schon bei der Produktion des Films ganz offensichtlich auf eine FSK 12-gerechte Inszenierung geachtet wurde.
So gibt es zwar genug Actionszenen, aber irgendwie wirkt das alles doch ein wenig steril.

7/10

TOMB RAIDER – DIE WIEGE DES LEBENS (2003)



Lara Croft ist in Griechenland auf der Suche nach einer geheimnisvollen Kugel,
welche den Weg zur legendären Büchse der Pandora weisen soll.
Allerdings ist sie nicht die einzige, die das Versteck entdeckt- die Kugel wird ihr abgenommen, sie selbst kann aber flüchten.
Zurück in England bittet sie der Geheimdienst darum, die Kugel wiederzubeschaffen-
da sie in den Händen eines kriminellen chinesischen Wissenschaftlers ist, der Chaos über die Menschheit hereinbrechen lassen könnte.
Für diesen Auftrag holt Lara ihren Ex-Liebhaber Terry (Gerard Butler) aus dem Knast, um gemeinsam die Menschheit zu retten...

Wie es nun mal leider nicht selten ist, sind Fortsetzungen meist schwächer als ihre Vorgänger-
leider auch in diesem Fall, trotz eigentlich recht guten Voraussetzungen.
Als Regisseur hat man Jan De Bont gewählt, der zwar nicht gerade unfähig ist- aber bisher eher größtenteils Mittelmaß abgeliefert hat.
So gibt es hier zwar wieder viel jugendfreie Action wie im ersten Film,
aber leider mit dem Hai-Angriff auch eine Szene, die an Blödheit kaum zu überbieten- und nebenbei auch nur sehr billig getrickst ist.
Auch dass  Lara diesmal einen Partner bekommen hat, passt nicht so ganz ins Bild,
vor allem da so natürlich auch noch eine unpassende Lovestory mit ins Spiel kommt, die aber immerhin anders endet als man denkt.
Positiv hervorheben kann man die exotischen Schauplätze des Films, was das angeht ist optisch mehr geboten als im Vorgänger-
was leider durch teils billig wirkende Kulissen wieder zunichte gemacht wird.
Auch die Schauspieler in Nebenrollen sind in der Fortsetzung generell deutlich schwächer:
Angelina Jolie spielt die Lara wieder solide wie im ersten Teil, aber Gerard Butler, der eigentlich nicht unbegabt ist,
kann hier nicht überzeugen- und der komplett fehlbesetzte Til Schweiger zieht den Film noch weiter runter.

4/10

2002

BALLISTIC - ECKS VS SEVER



Der heruntergekommene FBI-Agent Ecks (Antonio Banderas) ist am vermeintlichen Tod seiner Frau zerbrochen.
Von seinem ehemaligen Vorgesetzten erfährt er, dass seine Frau noch lebt-
genauere Infos erhält er allerdings nur, wenn er einen äusserst gefährlichen Auftrag annimmt.
Eine mikroskopisch kleine neu entwickelte Waffe, welche ihre Opfer tötet ohne Spuren zu hinterlassen, muss gefunden werden.
Dummerweise ist auch die Profikillerin Sever (Lucy Liu) hinter der Waffe her, wenn auch aus anderen Gründen...

Scheinbar ist dieser Film nicht ganz sicher einzuordnen.
Angeblich beruht das Spiel auf einem frühen, aber verworfenen Entwurf des Scripts für den Film.
Allerdings kam das Spiel dann sogar ein Jahr vor dem Film auf den Markt, was ihn wiederum interessant für diesen Thread macht.

Die Handlung dient eigentlich nur dazu, möglichst viele Actionszenen aneinanderzureihen-
von daher darf man sich nicht wundern, dass es keine Überraschungen gibt.
Action gibt es allerdings reichlich, egal ob Zweikampf, Schießereien oder Explosionen.
Anfangs freut man sich noch über die stylisch gefilmten Szenen,
schon bald beginnen allerdings die dauernde Techno-Untermalung und vielen Zeitlupen-Szenen zu nerven.
Die Hauptrollen wurden gut besetzt, die Choreografie der Kampfszenen ist okay, generell ist alles handwerklich solide inszeniert.
Trotzdem kommt der Film nur leicht über das Mittelmaß hinaus.

6/10

RESIDENT EVIL



Im Hive, einer unterirdischen Forschungseinrichtung der Umbrella Corporation, wird der gefährliche T-Virus freigesetzt,
der sämtliche anwesenden Wissenschaftler und Mitarbeiter in  Zombies verwandelt.
Eine Spezialeinheit des Militärs soll den Virus ausschalten, ehe er aus dem Hive entkommen,
und somit zuerst die Stadt Raccoon City- und danach die ganze Welt befallen kann.
Am Hive trifft man auf Alice (Milla Jovovich), eine junge Frau mit Gedächtnisschwund, und nimmt sie mit.
Im inneren warten allerdings schon jede Menge zu Zombies mutierte Menschen-
und auch die als Versuchstiere gehaltenen, und jetzt mutierten Hunde sind unterwegs...

Hier war nach Mortal Kombat zum zweiten mal bei einer Spieleverfilmung Regisseur Paul Anderson am Werk.
Und auch in diesem Fall ist ein eher mittelmäßiger, aber gut aussehender Film dabei herausgekommen.
Die Verfilmung des Spiels ist nur bedingt gelungen,
was wohl zum Großteil daran liegt, dass auch hier wieder ganz klar auf eine Jugendfreigabe geschielt wurde.
Über die Besetzung der Hauptrolle mit dem klapperdürren Model Milla Jovovich kann man wohl getrennter Meinung sein,
meines Erachtens wirkt sie eher, als würde sie vor Hunger bald umfallen, als dass sie wie ein harte Kämpferin rüberkommt.
Andere, vor allem das jugendliche Zielpublikum, werden das wohl anders sehen.
Was aber die zweite weibliche Hauptrolle, nämlich Michelle Rodriguez angeht, ist ja wohl alles zu spät.
Wieder mal schafft es diese Pseudocoole Tussi mit ihrem immer gleichen ich-bin-krass-brutal-und-cool Gesicht
und ihren blöden Sprüchen einen Film komplett zu versauen.
Wenn man jetzt noch dazurechnet dass, vor allem für einen Zombiefilm, recht wenig Blut fließt,
das meiste halbwegs brutale im off geschieht, die Dialoge teils einfach nur dämlich sind, und oft nur wenig Spannung aufkommen mag,
kann man sagen, dass es schlimmer hätte kommen können- aber eben auch besser.

4/10

RESIDENT EVIL: APOCALYPSE (2004)



Inzwischen hat sich in ganz Raccoon City das Virus ausgebreitet und es gibt kaum noch überlebende Menschen,
so dass Alice mit wenigen anderen versucht, aus der Stadt zu fliehen.
Die Umbrella Corporation will alles vertuschen, und die überlebenden an der Flucht hindern.
Dazu schicken sie ihren extra herangezüchteten Mutanten Nemesis los...

Was soll das denn jetzt sein?
Kein Horror, aber viel geballer, dumme Sprüche und ein Mann im lächerlich aussehenden Gummikostüm als Mutant.
Regie-Neuling Alexander Witt hat hier alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann-
kein Wunder, dass man nach diesem Desaster nie wieder von dem Mann gehört hat. Meines Erachtens leider ein Totalausfall.

0/10

RESIDENT EVIL: EXTINCTION (2007)



Der T-Virus hat sich mittlerweile über die Erde ausgedehnt und fast die gesamte Menschheit dahingerafft.
Alice macht sich mit ein paar Freunden auf den Weg durch die Wüste- eigentliches Ziel ist Alaska, wo das Virus angeblich nicht aktiv ist.
Allerdings gibt es neben den überall umherwandelnden Zombies auch noch die Umbrella Corporation,
deren Anführer Dr. Isaacs die Kontrolle über die Untoten erlangen, und eine Klon-Armee der ehemals gefangenen Alice herstellen will...

Nach Paul Andersons auf Familientauglich getrimmten ersten Teil, und Alexander Witt's peinlichem Nachfolger,
der mehr ein schlechter Actionfilm war, habe ich vom dritten Film nichts mehr erwartet...
Mit Russel Mulcahy steht nun aber zumindest wieder ein bekannter Name hinter der Regie.
Von Anfang an hat man hier zum ersten mal in dieser Serie das Gefühl, einen richtigen Zombiefilm zu sehen.
Zwar geht die Story weit weg von den Games, aber hier stimmen die Zutaten: Zombies, Blut und brutale Szenen.
Das Wüstensetting kommt passend trostlos und böse daher- und langweilig wird es auch nicht.

7/10

RESIDENT EVIL: AFTERLIFE (2010)



Alice ist mit einer kleinen Propellermaschine unterwegs nach Alaska, wo sie hofft, andere Überlebende zu treffen.
Allerdings findet sie dort nur Flugzeuge- und Claire Redfield, welche ihr Gedächtnis verloren hat.
Zusammen fliegen die beiden nach Los Angeles, wo sie auf dem Dach eines großen Gefängniskomplexes andere Menschen entdecken.
Trotz nur kurzer Fläche auf dem Dach können die beiden gerade so dort landen.
Dummerweise ist das Gebiet um sie herum verseucht- und tausende Zombies warten schon auf frisches Futter.
Allerdings steigt auch die Hoffnung auf ein weiteres "normales" Leben,
denn hier empfängt man laufend Funksprüche von einem Ort namens Arcadia, wo sich noch überlebende Menschen befinden sollen...

Der vierte Film ist wieder unter der Regie von Paul Anderson entstanden- und ratet mal...
wieder ist ihm ein gut aussehender, aber insgesamt nur durchschnittlicher Film gelungen.
An Action wird nicht gespart, auch der Härtegrad ist dem Vorgänger entsprechend passend.
Kämpfe in Zeitlupe, der Henker mit seinem Axt-Hammer, Bullet-Time- Langeweile kommt nicht auf,
mir ist der Film jedoch zu stylisch für diese Thematik, alles erinnert eher an die Matrix-Filme, als an Resident Evil.

5/10

RESIDENT EVIL: RETRIBUTION (2012)



Arcadia wird von Umbrella angegriffen- und das scheinbar unter der Führung von Jill Valentine.
Beim Angriff verliert Alice das Bewusstsein, und erwacht wieder an einem friedlichen Ort- bei ihrer Familie.
Doch schon bald dringen Zombies in das Haus ein, und infizieren ihren Mann.
Auf der Flucht bemerken sie, dass sich wohl nichts geändert hat- Raccoon City wird von Zombies überrannt.
Als Alice im Kampf gegen einen Zombie getötet wird, erwacht sie kurz darauf wieder- in einem Gefängnis der Umbrella Corporation.
Ihr gelingt die Flucht, doch zu ihrem erstaunen befindet sie sich in Tokyo, wo ebenfalls Zombies unterwegs sind.
Es dauert nicht lange, da trifft sie auf Ada Wong, und  kriegt von Albert Wesker über eine Videobotschaft erklärt,
dass sie sich in einem alten Sowjetischen Bunker befinde, in dem Umbrella Versuche mit ihr anstellt...

Das ist auch ein kleines Kunststück:
Man entfernt sich inhaltlich zwar immer weiter von den Games,
lässt das ganze aber erscheinen als wäre der Film selbst ein Spiel mit diversen Levels, in denen Alice bestehen muss.
Wieder sitzt Anderson auf dem Regiestuhl, wieder sieht der Film gut aus-
aber man kriegt immer mehr den Eindruck einen perfekt gestylten Videoclip zu sehen.
Wieder gibt es massig Bullet-Time-Szenen, Matrix-Fights und tolle Optik. Aber es langweilt einfach nur noch...

3/10

RESIDENT EVIL: DEGENERATION (2008 )



Technisch ordentlicher CGI-Trickfilm, der Storytechnisch bisher am besten das Flair der Games einfängt.

Die Umbrella Corporation existiert nicht mehr.
Raccoon City wurde vernichtet, als das T-Virus, der alle Bewohner zu Zombies mutieren ließ, nicht mehr kontrollierbar war.
In der nähe der zerstörten Stadt wurde ein neues Unternehmen gegründet,
welches sich der Forschung an Gegenmitteln für Biologische Waffen wie eben dem T-Virus verschrieben hat.
Chef der Firma ist Senator Davis, welcher durch seine Forschungen in der Öffentlichkeit nicht sehr beliebt ist.
Zufällig befinden sich am gleichen Tag der Senator, gegen den demonstriert wird,
und Claire Redfield, welche mit den Geschehnissen aus Raccoon City bestens vertraut ist, am Flughafen der Stadt.
Ein paar Demonstranten laufen mit Zombiemasken herum- bis echte Zombies auftauchen, und Chaos ausbricht.
Die Regierung ruft den Agenten Leon S.Kennedy zu Hilfe, der schon bald auf Informationen zum neuartigen G-Virus, stößt-
der nun wie schon damals der T-Virus ausser Kontrolle geraten ist...

Der bisher definitiv beste Resident Evil-Film, obwohl (oder weil) der ganze Film am Computer entstanden ist.
Durchgehend Actionreich und mit der richtigen Stimmung der Games ist dieser Film Pflichtprogramm für Fans.

8/10

RESIDENT EVIL: DAMNATION (2012)



Leon S.Kennedy geht in Osteuropa Gerüchten nach, dass dort Bio-Organische Waffen eingesetzt werden sollen.
Die Gerüchte bewahrheiten sich, das ihm schon bekannte Virus ist aktiv- doch Leon wird von der Regierung zurückgerufen.
Im Wissen, was das Virus anrichten kann, handelt er nun auf eigene Faust,
und kämpft zwischen Politikern, Kriegstreibern und Zombies um sein überleben- und das der Menschheit.

Wie schon im Vorgänger stimmen hier die Grundzutaten zu einem richtigen Resident Evil-Film.
Scheinbar klappt das wirklich nur bei CGI-Filmen...
Fans der Games wird jedenfalls einiges geboten, auch dieser zweite CGI-Film geht als Pflichtprogramm durch!

8/10

2003

HOUSE OF THE DEAD



Auf einer einsamen Insel namens Isla del Muerte soll eine große Rave-Party steigen.
Dort sind allerdings jede Menge Zombies unterwegs, und die Partygäste müssen um's überleben kämpfen.
Wie gut, dass auf der Insel ein altes Haus steht,denn da kann man sich verstecken- und der Film hätte ohne das Haus noch weniger mit dem Spiel zu tun...

Ein Film von Uwe Boll. Genau genommen sein erster, der auf einem Videospiel basiert.
Die Party soll als großer Event verkauft werden, obwohl kaum jemand dort ist- und ausser Jürgen Prochnow, der routiniert den Waffenschmuggelnden Kapitän Kirk spielt,
sind alle Darsteller unbegabtes Kanonenfutter.
Ausserdem habe ich schon Faschingspartys mit besser geschminkten Zombies gesehen.
Zudem wurde übertrieben viel mit Zeitlupe gearbeitet, was schon bald beginnt zu nerven.
Auch die Dialoge tun echt weh: „Das Kreuz wird sie beschützen!“ - „Nicht nötig, ich nehm' die Pille“-
und der Soundtrack mit nervigem Billig-Techno macht das ganze nicht besser.
Der Film ist ein einziges Ärgernis und  größtenteils langweilig- trotz viel Geballer in der zweiten Filmhälfte.

0/10

HOUSE OF THE DEAD – FUNNY VERSION



Die Grundgeschichte ist natürlich identisch zum Original...
Allerdings wurden viele Alternativszenen gedreht, und für diese Version hergenommen-
sowie größtenteils andere Texte und extrem unpassende Sprecher mit blöden Akzenten genommen.
Zudem werden massenhaft Sprechblasen mit dummen Kommentaren eingeblendet, diverse Publikumslacher und "lustige" Geräusche eingespielt-
und Boll darf gelegentlich Kommentare mitten im Film zum besten geben.
Wer sich über andauernde Pups-Geräusche freut, immer wenn man diverse Darsteller von hinten sieht, der wird sich hier sicher toll amüsieren.
Da glaubt man, schlechter als im Original geht’s nicht- da kommt die Funny-Version daher.
Eigentlich muss ich dem Original jetzt einen Punkt geben, um hervorzuheben dass es NOCH schlechter geht.
Aber nö, ich hab die Lösung:

-1/10

HOUSE OF THE DEAD 2 (2005)



Dr. Curien (Gastauftritt: Sid Haig) forscht auf einem Universitätsgelände an der Wiederbelebung toter Menschen.
Bei seinem neuesten Versuchsobjekt hat er Erfolg- wird jedoch von diesem getötet und verwandelt sich daraufhin selbst in einen Zombie.
Es dauert nicht lange, bis alle Menschen rund um das Gelände zu Zombies werden- doch eine Spezialeinheit des Militärs ist schon unterwegs.

Uwe Boll hat mit dieser Fortsetzung nichts zu tun. Macht das den Film besser?
Leider nicht, denn der auserwählte Regisseur Michael Hurst  ist bei schlechten Fortsetzungen kein unbekannter-
er hat auch Pumpkinhead 4 schon in den Sand gesetzt, und sonst hauptsächlich TV-Serienfolgen gedreht.
Die Darsteller sind unbekannt oder unerträglich, und versagen beinahe alle komplett- Sid Haig als bekanntestes Gesicht wird schon nach wenigen Minuten gekillt.
Hier treffen peinlicher Humor und  lächerliche Soldaten auf totale Vorhersehbarkeit der Story, garniert mit größtenteils miserablen tricks.

0/10

2004

AUTOBAHN-RASER



Der Polizeineuling Karl-Heinz hat Mist gebaut, und muss zur Strafe Blitzgeräte aufstellen und überwachen.
Dabei trifft er auf eine Gruppe junger Raser die illegale Autorennen fahren, und freundet sich mit ihnen an.
Weil zur Zeit auch eine Bande von Autodieben unterwegs ist beschließen die Raser und Karl-Heinz die Diebe gemeinsam zu fangen-
denn wenn weniger Polizei unterwegs ist, kann man wieder ungestört rasen...

Ein deutscher Film mit den wohl unbegabtesten Darstellern, die man irgendwo finden konnte.
Peinliche Dialoge treffen hier auf extrem lächerliche Rasereien, die zu allem Überfluss auch noch klar sichtbar mit höherem Tempo laufen als sie gefilmt wurden.
Klischee's wohin man sieht:
Die Russen sind böse Autoschieber, Polizisten sind Saudumm, die Mädels sehen ganz nett aus, und alle Raser sind die coolsten Geschöpfe auf Gottes Erde.

0/10

2005

DOOM



Eine Forschungsstation auf dem Mars: Die Kommunikation zur Besatzung ist abgebrochen, die vorher durchgesickerten Nachrichten sind nicht sehr beruhigend.
Man schickt eine Gruppe von Marines, mit genug Feuerkraft, um alles auszuschalten, was sie erwarten könnte- so denkt man zumindest.
Die Forschungen in der Station haben ein Portal geöffnet, durch das alle möglichen Kreaturen eingedrungen sind, die bereits den Großteil der Forscher infiziert haben,
so dass diese erst sterben- um sich dann ebenfalls in eine solche Kreatur zu verwandeln.
Der Auftrag ist klar: Nichts darf die Station lebend verlassen, ob infiziert oder nicht.
Das gilt natürlich auch für die Marines selbst...

Positiv hervorzuheben ist, dass über die komplette Lauflänge Action geboten wird, langweilig wird's also nicht.
Teils baut der Film sogar wirklich Spannung auf und bietet, was man in einem solchen Film erwartet:
Hier spritzt das Blut, fliegen die Körperteile und wird hemmungslos geballert.
Auch dass der Film generell recht düster gehalten wurde ist vorteilhaft, zum einen ist's gut für die Atmosphäre,
zum anderen erkennt man so die teils eher nicht so toll getricksten Kreaturen nicht so genau.
Interessanterweise wurden einige Kreaturen wirklich toll realisiert, andere hingegen wirken eher billig.
Kurz vor Ende gibt’s dann eine längere Sequenz, die in klassischer Egoshooter-Optik gedreht wurde- und (beabsichtigt) auch optisch eher wie ein Spiel daherkommt.
Kommen wir zu den eher negativen Punkten des Films:  
Mit den Doom-Games hat das nicht mehr viel zu tun, das Resultat ist eher ein üblicher Zombiefilm, der in einer Forschungsstation mit vielen dunklen Gängen spielt.  
Die Schauspieler sind größtenteils typisches Kanonenfutter:
Passend: Dwayne Johnson als Anführer der Marines, der gegen jede Menschlichkeit nur auf Befehle hört.
Desweiteren haben wir hier:
Die übliche Tittenmaus, Rosamund Pike, blond, in engem Shirt und deutlich ohne BH, Hirn und Schauspieltalent, den Sympathieträger des Trupps, Karl Urban,
einen typischen Witzereissenden Quotenfarbigen, der natürlich das Mädel anbaggert, der junge Freak, der nur unter Drogen kämpfen kann,
sowie die üblichen Ultra-krass-coolen, sexistischen und Machohaften Standard-Marines.
Insgesamt gesehen ist der Film durchaus gut ansehbar, und trotz aller Hirnlosigkeit mag ich ihn irgendwie...

7/10

ALONE IN THE DARK



Detektiv Edward Carnby (Christian Slater), der sich auf übernatürliche fälle spezialisiert hat, bringt von einer Expedition ein uraltes, unbekanntes Artefakt mit.
Kurz darauf wird er von einem Mann mit übernatürlichen kräften angegriffen, der aus einem Tor zu einer anderen Dimension kommt.
Beim Versuch  näheres darüber herauszufinden stellt er fest, dass das mysteriöse verschwinden von einigen Kindern vor 22 Jahren etwas mit dem Artefakt zu tun hat-
und dies auch seine eigene Vergangenheit betrifft...

Der Film hat eher wenig mit den Games zu tun, was bei Regisseur Uwe Boll ja nicht selten vorkommt.
Die Actionszenen sind teils langweilig inszeniert, die Dialoge meist bescheiden- und überflüssige Zeitlupe wird auch wieder gerne eingesetzt...
Aber fehlt da nicht was? Ach ja... Alone in the dark ist ja ursprünglich eine Horrorserie.
Horror gibt's wenig zu sehen, sondern eher viel Geballer- aber immerhin passt Slater optisch gut in seine Rolle.
Zu bewundern sind: Tara Reid, Stephen Dorff und eben Christian Slater in der Rolle des Edward Carnby.
Besser als seine erste Spieleverfilmung House of the Dead - aber trotzdem weit von einem guten Film entfernt.

3/10

ALONE IN THE DARK 2 (2008 )



Edward Carnby wird von einem ziemlich fertigen Kerl namens Xavier angeheuert, um herauszufinden, was es mit einem alten Dolch auf sich hat,
an dem dieser sich verletzt hat- und seitdem von Visionen geplagt wird.
Dieser Dolch ist als einziger dazu imstande, einen alten Fluch zu brechen, denn mit ihm muss eine Hexe getötet werden, welche schon vor langer Zeit herbeigerufen wurde,
und immer noch Opfer für einen damals nicht erfüllten Handel fordert...

Hier war Boll nur als Produzent beteiligt, und wohl zumindest teilweise als Vermittler der Schauspieler.
Von der katastrophalen Fehlbesetzung der Hauptrolle abgesehen (Rick Yune. Carnby ist also auf einmal Asiate)
kann man sich über Lance Henriksen, Bill Moseley, Ralf Moeller und Danny Trejo in einer kleinen Rolle freuen.
Der Rest ist Boll-typische Besetzung: Natassia Malte, Zack Ward und natürlich, wie so oft Michael Paré.
Erstaunlicherweise ist die Fortsetzung sogar besser gelungen als der erste Teil,
zumindest wenn man ihn als eigenständigen Film ansieht, der nichts mit den Games zu tun hat.
Vom unpassenden Asia-Carnby abgesehen haben wir hier ein unterhaltsames B-Movie mit durchschnittlichen CGI-Tricks und erträglichen Schauspielern-
nur über die 18er Freigabe und den fetten Uncut-Aufdruck auf dem Cover muss man sich wundern.
Ne FSK 16 hätte es da locker getan, auch hier hält sich der „Horror“ in Grenzen.

5/10

BLOODRAYNE



Rumänien, im 18. Jahrhundert:
Rayne (Kristanna Loken) ist die Tochter eines Vampirs, der ihre menschliche Mutter vergewaltigte.
Als sie in Notwehr jemanden tötet, und dabei etwas Blut abkriegt, wird aus ihr Bloodrayne- ein Vampir, der durch die menschlichen Gene auch am Tag existieren kann.
Sie will diese neuen Kräfte nutzen, und zusammen mit zwei Vampirjägern beginnt sie die suche nach ihrem Vater,
der angeblich der mächtigste Vampir der Welt sein soll- um ihn zu töten ...

Waaaahnsinn, was für eine Scheisse!
Im Zirkus, bei der unglaublich schlechten Kampfszene mit dem Gummimasken-Mutanten war's mir eigentlich schon zuviel des blöden-
ich denke wer den Film kennt, versteht mich...
Nach nicht mal der hälfte des Films habe ich dann bei der ersten Sichtung entnervt abgeschalten.
Inzwischen habe ich ihn mir doch noch komplett angetan- und es wird im weiteren nicht viel besser.
Immerhin kann man sagen, dass die Locations und Kostüme durchaus gelungen sind- und Kristanna Loken als Bloodrayne passend besetzt ist. Das war's aber auch schon.
Uwe Boll schafft es nicht, sich in seiner dritten Spieleverfilmung zu steigern- lediglich seine Darsteller werden von mal zu mal bekannter- was mir völlig unverständlich ist.
Hier spielt neben Michael Madsen, Kristanna Loken, Michael Paré und Meat Loaf sogar Ben Kingsley mit!  

3/10

BLOODRAYNE – DELIVERANCE (2007)



Deliverance, eine kleine unbedeutende Stadt im „Wilden Westen“.
Hier wird an einer Bahnstation gearbeitet, die das kleine Kaff mit dem Rest der Welt verbinden soll.
Das lockt den Vampir Billy the Kid (Zack Ward) an, welcher die Eisenbahn als Chance sieht, den Vampirismus über die ganze Welt zu verbreiten.
Bloodrayne (Natassia Malthe) ist mit Hilfe von Pat Garret (Michael Paré) auf der Jagd nach den Vampiren...

Klingt doch gar nicht mal so schlecht. Zumindest ist das Western-Setting noch nicht so extrem ausgelutscht wenn es um Vampire geht.
Aber auf Boll ist verlass- und leider kommt wieder eine Gurke dabei heraus.
Es beginnt bei Natassia Malthe als Rayne, die zwar hübsch anzusehen ist- aber schauspielerisch ziemlich blass bleibt, und endet  mit der generellen Billigst-Optik des Films.
Ein paar Bretterbuden sind eben keine überzeugende Westernstadt...
Ansonsten das übliche: Wackelige Kamera, peinliche Dialoge, und wer auf blutige Szenen hofft wird auch enttäuscht. Warum ist dieser Mist überhaupt ab 18?
Nette Idee, miserable Umsetzung.

1/10

BLOODRAYNE – THE THIRD REICH (2010)



1943, zweiter Weltkrieg:
Der deutsche Arzt Dr. Mangler (Clint Howard) betreibt Experimente an Menschen, welche durch Vampirblut zu übermenschlichen Superkämpfern werden sollen.
Halbvampirin Bloodrayne (Natassia Malthe) stellt sich auf die Seite der Widerstandskämpfer.
Kommandant Brandt (Michael Paré) infiziert sich daraufhin selbst mit dem Vampirblut, um seine Armee schnell zu vergrößern-
und am Ende auch den Führer unsterblich zu machen...

Immerhin hat der dritte Film zum ersten mal insofern etwas mit den Games zu tun, dass Rayne Nazis schnetzelt.
Ansonsten: Viel CGI-Blut, Lesben-Sex-Szenen, schlampige Schnitte, schlechte Kameraführung, null Spannung.

1/10


Zuletzt von Retro am Sa Aug 12, 2017 10:36 pm bearbeitet; insgesamt 44-mal bearbeitet
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Re: Verfilmungen von Videogames

Beitrag von Retro am Do Okt 02, 2014 12:45 am

2006

D.O.A. – DEAD OR ALIVE



Vier junge Frauen, allesamt Meisterinnen diverser Kampfkünste, erhalten eine Einladung zum Dead or Alive Wettbewerb auf einer abgelegenen Insel.
Doch  wer hat ihnen diese Einladung geschickt? Und warum?

Die Story ist so belanglos wie uninteressant- der gesamte Film wird eigentlich nur von zwei Punkten getragen:
Viele Kampfszenen, und Frauen in knapper Bekleidung- in den unterschiedlichsten Kamerawinkeln präsentiert.
Dummerweise sind beide Punkte nicht gerade überzeugend...
Die Kampfszenen bestehen aus massig Wirework und CGI, auch wenn die Choreografie ansonsten nicht die schlechteste ist.
Was die Mädels angeht: Bis auf Devon Aoki sind sie nett anzusehen- aber den Games werden sie nicht gerecht.
Anspielungen auf die Xtreme Beach Volleyball-Games sind ebenso vorhanden, auch wenn man gerade hier bemerkt, dass im Gegensatz zu den Games nur der Volleyball hüpft.
In einer kleinen Rolle taucht Robin Shou auf, der Liu Kang-Darsteller aus dem ersten Mortal Kombat-Film.

3/10

SILENT HILL



Die kleine Sharon ist Schlafwandlerin- und hat einen immer wiederkehrenden Traum.
Sie erwähnt immer wieder den Ort Silent Hill, so das sich Mutter Rose mit Sharon ins Auto setzt-
und sich auf den weg dorthin macht, um herauszufinden woher die seltsamen Träume kommen.
Unterwegs erfahren sie dass ein unterirdischer Schwelbrand die Stadt unbewohnbar gemacht hat.
Dass sie trotzdem unbedingt dorthin wollen, erregt das Misstrauen von Motorradpolizistin Cybil, welche den beiden daraufhin folgt.
Am Ortseingang von Silent Hill verliert Rose kurzzeitig das Bewusstsein- als sie wieder zu sich kommt ist Sharon verschwunden,
und Rose macht sich auf den weg in die Stadt, in welcher dichter Nebel herrscht und Asche vom Himmel fällt, um Sharon zu suchen.
Schon bald passiert sie eine Art unsichtbare Grenze, hinter der sich das Bild der Stadt noch einmal deutlich verändert, düsterer und bedrohlicher wird.
Auch Cybil ist inzwischen in Silent Hill angekommen- und ist ihrerseits auf der suche nach Rose, deren Auto sie verlassen am Ortseingang gefunden hat.
Irgendwo in der Stadt scheinen zudem noch andere Menschen zu leben, doch warum geben sich diese nicht zu erkennen?

Meines Erachtens haben wir hier die bisher beste Verfilmung einer Spieleserie.
Der schon mit Mystery-Themen erfahrene Regisseur Christophe Gans war für diesen Stoff wohl Idealbesetzung:
Er erzählt hier auf durchgehend hohem Niveau eine düstere, spannende und sehr atmosphärische Story.
Sogar der Einsatz einiger CGI-Tricks wirkt hier nicht übertrieben sondern eher effektiv.
Der Soundtrack könnte passender nicht sein, stammt er doch von Akira Yamaoka, der auch schon bei den Games für die musikalische Untermalung sorgte.
Die gesamte Optik des Films ist perfekt passend:
Alles grau und düster, die Sicht ist durch dauernden Ascheregen begrenzt, die Stadt wirkt verkommen, ist Rußbedeckt und bedrohlich.
Auch wird diese Verfilmung endlich mal wirklich mal der Bezeichnung Horror gerecht,
was hier an düsteren und missgebildeten Figuren auftaucht ist schon erstaunlich nahe an den Spielen.
Perfekte Horror-Unterhaltung- sowohl für den Fan der Spiele, als auch für den Zuschauer ohne Vorkenntnisse.

10/10

SILENT HILL REVELATIONS (2011)



Ein paar Jahre nach dem ersten Film:
Sharon ist inzwischen mit ihrem Vater umgezogen, um unerkannt zu bleiben wurden die Namen gewechselt.
Als Heather versucht sie nun, ein neues Leben zu führen.
Doch schon am ersten Tag in der neuen Schule wird sie von einem Fremden angesprochen, der sie auch nach der Schule zu beobachten scheint.
Heather versucht, den Fremden in einem Einkaufszentrum abzuhängen, doch dort geschieht seltsames...:
Auf Luftballons einer Geburtstagsfeier steht ihr Name, und die anwesenden verwandeln sich vor ihren Augen.
Sie versucht zu fliehen, wird aber von ihrem Verfolger gestellt- der sich als Privatdetektiv vorstellt, und kurz danach getötet wird.
Als sie nach Hause flüchtet, muss sie feststellen, dass ihr Vater verschwunden ist- und eine Nachricht mit Blut an die Wand geschrieben wurde: „Komm nach Silent Hill“...

Ganz ehrlich: Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Film so oft schlechtgemacht wird.
Regisseur Michael J.Basset hat hier einen durchaus soliden Nachfolger gedreht,
und sich auch, wie Regisseur Christophe Gans, mit seinen vorherigen Filmen einen Namen im Genre gemacht.
Effekte, Masken und Schauspieler sind daher erwartungsgemäß gehobener Durchschnitt.
So düster wie der Vorgänger kommt der zweite Film zwar definitiv nicht daher, und man bewegt sich weiter von den Games weg-
aber als Fortsetzung des ersten Films funktioniert Revelations doch recht gut.

7/10

2007

POSTAL



Der Dude, ein arbeitsloser, heruntergekommener Verlierer,
lebt mit seiner extrem übergewichtigen Frau Bitch in einer Wohnwagensiedlung in der amerikanischen Kleinstadt Paradise.
Sein Onkel Dave, der Anführer einer Weltuntergangssekte, gibt ihm den Tip in einem Nazi-Vergnügungspark einzubrechen,
und dort gelagerte, wertvolle Puppen zu stehlen um sie zu Geld zu machen.
Allerdings stecken in den Puppen Vogelgrippe-Erreger, die Osama Bin Laden in die USA eingeschmuggelt hat...

Wieder ein Film von Uwe Boll, diesmal direkt als Komödie ausgelegt- somit stimmt hier zumindest der Ansatz.
Viel konnte ich aber auch diesem Film nicht abgewinnen- er ist meines Erachtens nur selten witzig, sondern meist primitiv-
und nicht satirisch, sondern eher geschmacklos.
Eine Katze als Schalldämpfer zu benutzen ist jedenfalls nicht meine Art von Humor...
Diesmal gibt’s ausser Ralf Moeller und Verne Troyer in Nebenrollen eher unbekannte und auch entsprechend unbegabte Schauspieler,
so dass man sich zumindest in diesem Punkt nicht erneut wundern muss.
Die Boll-Dauerdarsteller Zack Ward (Hauptrolle) und Michael Paré sind wie so oft mit dabei.
Ob der Film nahe am Spiel ist, oder wieviel er damit zu tun hat kann ich nicht sagen- da ich dieses nicht kenne.
Immerhin glänzt Boll selbst hier mit dem Satz "Ich hasse Videogames".  Ja. Merkt man an deinen Filmen.

3/10

HITMAN – JEDER STIRBT ALLEINE



Der Hitman ist ein Auftragskiller, dem der Strichcode 47 auf den kahlen Schädel tätowiert wurde.
Er ist gefährlich, erledigt seine Aufträge gewissenlos und zuverlässig- und wird jetzt vom Jäger zum gejagten.
Angeblich habe er bei seinem letzten Auftrag versagt und noch dazu eine Zeugin hinterlassen-
so dass jetzt mehrere Profikiller ihrerseits den Hitman jagen. Doch wer hat ihn verleumdet und will ihn jetzt loswerden?
Interpol? Der russische Geheimdienst? Oder gar die Organisation, die ihm seine Aufträge zuschiebt?
Alles ist möglich- und Feinde hat er viele...

Wenn ich mich recht erinnere war 47 im ursprünglichen Spiel ein genetisch erschaffener Killer,
im Film ist er ein von Kindheit an zum töten ausgebildeter normaler Mann.
Mit dieser Änderung kann man leben, immerhin ist der Film im Gesamteindruck nicht schlecht geworden.
Reichlich Action, aufwendige Produktion- und ein paar gelungene Querverweise und Gags sind auch vorhanden.
Meiner Meinung nach gibt es eigentlich nur einen einzigen richtigen Schwachpunkt:
Der optisch fehlbesetzte Timothy Olyphant in der Hauptrolle als Hitman.
Leider kann ich ihm absolut nicht abnehmen, ein knallharter Killer zu sein- auch wenn er sich zugegebenermaßen wirklich bemüht.

7/10

HITMAN – AGENT 47 (2014)



Agent 47 ist ein genetisch als perfekte Tötungsmaschine erschaffener Elitekiller,
welcher als das beste der 46 vor ihm erschaffenen Agenten in seinen Genen trägt.
Mit überdurchschnittlicher Stärke, Schnelligkeit, Ausdauer und Intelligenz ist sein Ziel ein Konzern,
welcher hinter sein Geheimnis kommen will- um eine Armee von Killern zu schaffen, deren Fähigkeiten die seinen übertreffen sollen.
Der Erfinder des Hitman-Programms ist aber schon seit langer Zeit untergetaucht, und nur seine Tochter kennt seinen Aufenthaltsort...

Rupert Friend als Hitman kommt hier optisch etwas besser rüber als sein (in dieser Rolle) eher erfolgloser Vorgänger Timothy Olyphant.
Auch sonst kann dieser zweite Versuch, aus den Hitman-Games einen Actionfilm zu machen, etwas mehr überzeugen als der erste Film.
Action gibt es mehr als genug- sogar schon beinahe zu viel, da man hier wohl vergessen hat,
dass in den Games der Hitman nicht immer auf brachiale Gewalt und Schusswaffengebrauch setzen muss.
Von diesem Punkt abgesehen wird man ordentlich unterhalten. Als beliebiger Actionfilm gesehen ist Hitman - Agent 47 gelungen.
Beinharte Fans der Games mögen natürlich, wie schon beim Vorgänger, eventuell ein paar Punkte abziehen...

8/10

DUNGEON SIEGE – SCHWERTER DES KÖNIGS



Ein böser Zauberer will mit dunkler Magie das Reich des guten Königs erobern.
Ein angeblicher Farmer, von allen Farmer genannt, der in Wirklichkeit Sohn des Königs ist, kämpft dagegen an.

Schon mal gehört, die Handlung? Uwe Boll hat wieder zugeschlagen. Wieder mit einer Besetzung, die einen ungläubig staunen lässt:
Jason Statham, Ray Liotta, Burt Reynolds, Ron Perlman, John Rhys-Davies und Leelee Sobieski.
Rein zufällig steht auf dem Frontcover erstmals NICHT der Name Uwe Boll,
so dass man als nichts ahnender Käufer eventuell erst zuhause merkt, was man da für einen Müll mitgenommen hat.
Kann es etwa sein, dass der Name Boll inzwischen abschreckend wirkt? Ist nur so eine Vermutung...
Scheinbar hat Boll diesmal ein hohes Budget zur Verfügung gehabt, welches er in die Schauspieler investiert hat-
die aber wieder mal größtenteils eher lustlos spielen.
Einzige Ausnahme ist Jason Statham, der sich wirklich bemüht, seine Rolle glaubhaft rüberzubringen.
Die Ersatz-Orks tragen starre Gummimasken- und auch sonst gibt es wohl aus Kostengründen keine Effekte oder Tricks zu sehen.
Bezug zum Spiel? Schwer zu sagen, ich kenne es nicht.
Es ist immerhin ein Fantasyfilm, passt also zum Spiele-Genre. Mehr braucht's bei Boll doch eh nicht...

1/10

DUNGEON SIEGE II - SCHWERTER DES KÖNIGS – ZWEI WELTEN (2011)



Handlung? Siehe erster Teil. Einziger Unterschied:
Diesmal wird ein Nachfahre von König Farmer aus unserer Gegenwart durch Zauberei ins Königreich geholt.

Kann man den eher schlechten ersten Teil noch unterbieten? Ja, Boll schafft das problemlos.
Diesmal darf Dolph Lundgren für die guten kämpfen, wie bei Filmen von Boll so üblich, spielt dieser eher lustlos seine Rolle.
Die restlichen Darsteller sind größtenteils unbegabt und unbekannt-
nur Natassia Malte darf nach den Bloodrayne Fortsetzungen nochmal bei Boll mitspielen.
Geld für Effekte oder Drehgenehmigungen gab es hier wohl gar nicht, so dass nicht mal eine Burg oder ähnliches zur Verfügung stand.
Hier gibt es nur ein paar Ruinen im Wald und eindeutig künstlich aussehende Pappmauern-
die uns aber natürlich als Burg verkauft werden sollen...

0/10

DUNGEON SIEGE III – SCHWERTER DES KÖNIGS – DIE LETZTE MISSION (2013)



Hazen Kaine (Dominic Purcell) ist ein Söldner, und nimmt illegale Aufträge aller Art an.
Aktuell soll er die Töchter eines Milliardärs entführen und für seine Auftraggeber einsperren.
Eines seiner Opfer trägt eine Kette mit einem Symbol, welches Hazen als Tattoo auf dem Arm trägt.
Als er die Kette daraufhin an sich nimmt, gerät er in einen Zeitstrudel-
und findet sich im Mittelalter wieder, wo man in ihm eine Art Erlöser sieht, der einen gefährlichen Drachen töten soll.
Dumm nur, dass Hazen kaum noch Kugeln in seiner Waffe hat, und  weder reiten noch mit dem Schwert kämpfen kann...

Ich bin ehrlich überrascht... Nach zwei kompletten Gurken ist der dritte Teil sogar halbwegs gelungen.
Mit den Games haben die Dungeon Siege-Filme spätestens seit dem zweiten Teil wohl eh nichts mehr zu tun,
aber als eigenständige Geschichte wird man hier durchaus akzeptabel unterhalten- und das ganz ohne große Namen.
Lediglich Dominic Purcell in der Hauptrolle ist halbwegs bekannt,
spielt aber deutlich besser und sympathischer als alle bisher in dieser Filmreihe verheizten großen Namen.
Die CGI-Effekte sind wie bei Boll üblich nicht sehr toll, aber zumindest sieht der Drache selbst recht gut aus.
Die Kulissen und Masken sind guter Durchschnitt für eine Billigproduktion, lediglich die wackelige Kamera nervt mit der Zeit.

4/10

LIKE A DRAGON - YAKUZA



Der Yakuza Kiryu kommt nach zehn Jahren Haft aus dem Gefängnis.
Auf der Suche nach dem Mann, wegen dem er im Gefängnis saß, trifft er auf ein kleines Mädchen das seine Mutter sucht,
einen Auftragskiller, zwei Bankräuber, Ladendiebe und natürlich Polizisten.
Doch was haben all diese Personen miteinander zu tun? Haben sie überhaupt etwas miteinander zu tun?

Ob Regisseur Takashi Miike der richtige Mann für eine Spieleverfilmung ist?
Zumindest hat er die richtige Spieleserie für sich ausgesucht- Sega's Yakuza-Games für die Playstation.
Er kennt sich mit Yakuzafilmen aus, und ist ein Freund abgedrehter Geschichten und drastischer Gewaltdarstellungen-
letztere sind hier aber kaum vorhanden- Like a Dragon ist eher eine Actionreiche Komödie, die sich absolut nicht ernst nimmt.
Leider ist die Synchro eine Katastrophe, die teils extrem nervigen Stimmen der Figuren tun in den Ohren weh.
Andererseits ist der Film rein optisch sehr gelungen- nichts wirkt billig, und alles ist sehr bunt ohne aufdringlich zu wirken.
Auch die Schauspieler überzeugen größtenteils, nett aussehende Zweikämpfe gibt es ebenfalls.
Zocker werden mit dem Film vielleicht noch eher warm, als der durchschnittliche Filmschauer-
alleine schon weil er teils wie ein Spiel aufgebaut ist:
Beispielsweise hat der Yakuza mehr Kampfkraft, wenn er blau leuchtet-
und die letzten Minuten erinnern generell an einen Kampf gegen einen Level-Endgegner.

5/10

2008

DEAD SPACE – DOWNFALL



Die Mannschaft des Raumschiffs Ishimura findet auf einem Planeten ein Artefakt mit seltsamen Zeichen darauf, und bringt es an Bord.
Kurz darauf beginnen sich einige der Mannschaft zu verwandeln, werden aggressiv und töten andere Beatzungsmitglieder.
Als dann auch noch ein Necromorph-Alien von einem Erkundungsschiff dazukommt,
welches alle getöteten in Alien-Zombie-Hybride verwandelt, beginnt für den Rest der Mannschaft ein blutiger Kampf um's überleben...

Dies ist nicht direkt eine Spieleverfilmung, sondern die Vorgeschichte zum Game Dead Space.
Hier handelt es sich um einen Trickfilm, der leider nicht sehr aufwendig gezeichnet wurde.
So sind alle Bewegungen der Menschlichen Charaktere recht hölzern und unecht,
einige Figuren sehen seltsam unrealistisch aus, und auch die Gesichter wirken recht billig.
Die Story an sich ist zwar nicht überraschend, spart aber nicht an Ekelszenen, und ist alles andere als langweilig.
Hier hätte ich lieber einen CGI-Film gesehen, welcher auch optisch besser zum Handlungstechnisch anschließenden Spiel gepasst hätte.
Wer wissen will, was vor der Geschichte des Games passierte, kann aber durchaus mal ein Auge riskieren.

7/10

DEAD SPACE – AFTERMATH (2011)



Eine Einheit Space-Marines rettet die überlebenden Crewmitglieder des Raumschiffs O'Bannon.
Die O'Bannon war offiziell auf Bergbau-Mission auf dem Planeten Aegis VII,
ein paar Mitglieder der Mannschaft waren jedoch auf der Suche nach dem Artefakt aus dem Vorgängerfilm-
und haben dieses offensichtlich auch gefunden.
Die Überlebenden werden verhört, und so erfährt man in Rückblicken, dass sich die Geschichte wiederholt hat.
Wieder verwandelten sich einige Männer, wieder gab es tote...

So wie Downfall die Einleitung zum ersten Spiel erzählte, ist Aftermath nun die Einleitung zum zweiten Teil.
Der Zeichenstil wurde umgekrempelt- und kommt jetzt in einer Mischung aus Trickfilm und CGI daher.
Leider ist Aftermath schwächer als der Vorgänger- alleine schon, weil die Handlung nichts neues bietet,
und lediglich in anderer Reihenfolge durch Rückblicke erzählt wird.
Nur der Gewaltgrad hat hier nochmal eine Spur angezogen,
es ist erstaunlich was alles mit einer FSK 16 abgesegnet wird, wenn es sich um einen Trickfilm handelt...

4/10

MAX PAYNE



Max Payne war früher einer der besten Cops- bis seine Frau und sein Baby von Einbrechern ermordet wurden.
Seitdem hofft er auf alte Spuren oder neue Erkenntnisse zu stoßen, weshalb er sich in die Abteilung für ungelöste Fälle versetzen ließ-
und dort zu einem fast schon Menschenfeindlichen, zynischen Cop wurde.
Eines Tages soll Max einen neuen Hinweis kriegen, dem er natürlich sofort nachgehen will-
doch am Treffpunkt findet er nur noch eine Leiche vor, und wird von da an sogar als Hauptverdächtiger an dem Mord gehandelt.
Bei weiteren Ermittlungen stößt er auf die eine neue Droge, und eine Verschwörung gegen ihn.
Um zum einen seine Unschuld zu beweisen, und zum anderen die Spur am Mord seiner Familie nicht zu verlieren,
rutscht max immer tiefer in einen Alptraum aus Drogen und Gewalt...

Rein Visuell gesehen ist der Film durchaus gelungen, auch Mark Wahlberg verkörpert Max Payne recht gut.
Abwandlungen zu den Games muss man hinnehmen,
dass der Film relativ ruhig, aber immerhin atmosphärisch düster erzählt wird, mag einige stören- aber das Gesamtbild als Film passt.

7/10

FAR CRY



Jack Carver, Ex-Special Forces Agent, führt jetzt ein ruhiges Leben als Boots-Tourenführer für Touristen.
Sein aktueller Auftrag führt ihn allerdings an den Rande einer vom Militär besetzten Insel,
worauf seine Auftraggeberin entführt, und Jack's Boot gesprengt wird.
Und schon ist man mitten in einer zusammengeklauten Mischung aus Die Insel des Dr.Moreau,
den Dschungelszenen von Predator und jedem beliebigen Dummgeballerfilm.
Der böse Forscher Dr.Krieger (Udo Kier)  führt nämlich Gen-Experimente auf der Insel durch, um Supersoldaten zu erschaffen...

Uwe Boll mal wieder.
Til Schweiger in der Hauptrolle als Jack Carver. Eine schlimmere Fehlbesetzung ist kaum noch denkbar.
In weiteren Rollen sieht man hier neben Boll-Dauerbesetzung Michael Paré noch Ralf Möller, der solide spielt- und Udo Kier,
der es tatsächlich schafft, ein wenig Boshaftigkeit rüberzubringen.
Die wenigen Actionszenen sind größtenteils genauso misslungen wie die Erotikszene,
von den Dialogen welche wohl witzig sein sollen, und dem penetrant-unlustigen Partner von Carver will ich gar nicht erst reden.
Auch die Tricks sind billig, und der ganze Film ist ein einziger Logik-und Anschlussfehler.

1/10

ZOMBIE KILLER – SEXY AS HELL - ONECHANBARA



Japan, im Jahr 2020: Der Wissenschaftler Dr.Sugita versucht, tote Menschen wieder zum Leben zu erwecken.
Dies gelingt ihm zwar, doch die so erschaffenen Zombies sind nicht kontrollierbar und greifen Menschen an.
Schon bald beherrschen Zombies große Teile des Landes.
Einige Menschen versuchen, möglichst viele Zombies wieder zu vernichten-
unter ihnen die Ninja-Kriegerin Aja, welche aus privaten gründen auch daran interessiert ist, bis zu Dr.Sugita vorzudringen...

Nobel-Trash vom feinsten:
Zombieschnetzeln im Bikini und mit Katanas, untermalt von billigstem Technogedudel und mit viel CGI-Blut und billigen Effekten.
Da sich der Film nicht ernst nimmt, ist er sogar halbwegs genießbar, zudem die Games ja nichts anderes bieten.
Trotzdem stellt sich, eben wie auch bei den Games, trotz Dauer-Action irgendwann Langeweile ein...

4/10

ZOMBIE KILLER 2 - VORTEX (2009)



Ninja-Kämpferin Aja kämpft mit ihrer Halbschwester Saki immer noch gegen eine Übermacht an Zombies.
Als die Halbschwestern in Erfahrung bringen, dass ihr Blut besondere Kräfte hat, wechselt Saki die Seiten,
denn sie glaubt mit der Kraft ihres Blutes ihre toten Eltern zurück ins Leben holen zu können...

Wer glaubt dass der Vorgänger schon wenig Story bot, und zudem recht billig inszeniert war, wird hier heulen.
Die Story ist an Belanglosigkeit kaum zu überbieten, die schlechten CGI-Tricks sind noch schlechter geworden,
alle Schauspieler wurden ausgetauscht, und die Kämpfe sind durchgehend hektisch, aber gleichzeitig langweilig anzusehen.
Das billige Techno-Gedudel des Vorgängers hat man durch billige E-Gitarren ersetzt, und die Kamera ist die meiste Zeit am wackeln.

0/10

2009

ASSASSINS CREED - LINEAGE



Italien, 1476. Giovanni Auditore ist ein Assassine zur Zeit der Renaissance.
Es herrscht ein Krieg der verschiedenen Familien, vor allem die Borgias wollen die Herrschaft an sich reissen,
und töten den Herrscher Mailands, Galeazzo Maria Sforza.
Giovanni wird daraufhin entsandt, die Borgias und ihre Anhänger zu töten, und  kommt dabei einer großen Verschwörung auf die Spur,
welche sich ganz nach oben, in die Herrscherhäuser Italiens zieht...

Lineage ist ein Kurzfilm von 35 Minuten, der aus einer dreiteiligen Webserie zusammengeschnitten wurde.
Die DVD gab es nur in den Special Editions der Games Assassins Creed II und Brotherhood, nicht einzeln.
Gute Choreografie der Kampfszenen, passende Darsteller- hier wurde durchaus ein hoher Aufwand betrieben, alles wirkt stimmig.
Zwar sind die CGI-Szenen durchaus als solche erkennbar, da der Kurzfilm aber sehr nah an den Games ist,
genau genommen eine Geschichte zu Assassin's Creed 2 erzählt, ist das in diesem Fall nicht störend.
Für Fans der Games durchaus sehenswert!

8/10

DRAGONBALL EVOLUTION



Okay, der Film basiert auf den Comics, bzw der Manga-Serie-
aber da es ja auch nicht wenige Games mit diesem Namen gibt, zähle ich ihn mal hier mit auf.

Goku, gerade 18 Jahre alt und Highschool-Loser ohne Freunde, kriegt von seinem Großvater einen Dragonball.
Dieser kann zwar nix, aber wenn man 7 davon zusammen hat, erfüllen einem die Kullern einen Wunsch. Toll.
Wie gut, dass Goku ein trainierter Kämpfer ist (bzw. gute Doubles hat),
denn der böse Lord Piccolo ist auch auf der Suche nach den Dingern...

Bisher dachte ich, die schlechtesten hier relevanten Filme stammen von unser aller Liebling, Billigfilmer Dr.Uwe Boll.
Aber nein, man kann auch trotz offensichtlich großem Budget noch schlechte Filme drehen...
Es ist mir ein Rätsel, was Chow Yun Fat in diesem Film verloren hat-
aber immerhin passt er sich gut an, und liefert die wohl peinlichste Vorstellung seiner Karriere ab.
Der Rest der Darsteller ist unbekannt, und unbegabt-
vor allem Goku ist ein peinlicher Schönling, der in beinahe jeder Actionszene ein Double braucht.
Was die Kampfszenen angeht:
Wirework ohne Ende, Meterhohe Sprünge aus dem Stand, viele schnelle Schnitte damit man die Doubles nicht sofort erkennt,
miese CGI-Effekte, peinliche Kostüme...
Aber scheinbar dachte man, mit Schönlingen und protzigen aufgemotzten Karren wird der Film ein Erfolg.
Keine Ahnung, inwieweit der Film den Mangas entspricht, denn diese haben mich nie interessiert.
Ich kenne auch nicht alle Games, denn diejenigen welche ich kenne fand ich übelst schlecht.
Insofern kann ich nicht sagen ob der Film passend umgesetzt wurde- ich hoffe es doch aber mal nicht...

0/10


Zuletzt von Retro am Sa Aug 12, 2017 9:32 am bearbeitet; insgesamt 14-mal bearbeitet
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Re: Verfilmungen von Videogames

Beitrag von Retro am Do Okt 02, 2014 12:45 am

2010

HALO LEGENDS



Halo Legends besteht aus 8 kurzen Episoden, wobei die ersten beiden zusammengehören.

1/2: Die Ursprünge
Die künstliche Intelligenz Cortana erzählt von den Blutsvätern,
der Ausbreitung der Menschen in der Galaxie, dem Angriff der Flood, und der Aktivierung der Halos.
Beide Episoden sind recht einfach, aber ordentlich gezeichnet, und werden nur von Cortana's Stimme begleitet.
3: Das Duell
Der Sangheili-Gebieter Thel Vadam muss sich in einem Duell gegen einen ehemaligen Verbündeten behaupten,
der ihm seine Frau genommen hat.
Keine Ahnung wie man den Zeichenstil dieser Episode beschreiben soll, ich würde ihn verwaschen, unscharf und hässlich nennen.
4: Die Heimkehr
Eine Spartan II Kämpferin befindet sich mitten im Gefecht gegen die Allianz, als sie Flashbacks ihrer Vergangenheit heimsuchen.
Die Spartanerin ist in einem billig wirkenden Manga-Zeichenstil mit seltsam spitzem Gesicht und riesigen Augen dargestellt,
der komplette Rest dagegen deutlich aufwändiger im "westlichen" Stil wie die erste Episode.
5: Der Aussenseiter
Der Spartaner 1337 fällt aus seinem Transportschiff auf einen Planeten, und trifft dort auf Kinder und Dinosaurier.
Die Allianz schickt einen Brute dorthin, um den Spartaner zu töten. Zum Glück helfen ihm die seltsamen Dragonball-Kiddies...
Hier treffen billigster TV-Zeichenstil mit hakeligen Animationen auf komplett missglückten Humor und lächerliche Figuren.
6: Der Prototyp
Einige UNSC-Marines verteidigen eine Forschungseinrichtung gegen die Allianz.
Als die Bedrohung zu groß wird, entscheidet ein Soldat, einen neu entwickelten, aber ungetesteten Prototyp einzusetzen,
welcher eigentlich beschützt- oder zerstört werden sollte.
Manga-Zeichenstil, der aber weit weniger negativ auffällt als bei Episode 4.
7: Der Babysitter
Ein ODST-Trupp und ein Spartan II-Scharfschütze müssen zusammenarbeiten, um einen Propheten der Allianz zu töten.
Allerdings herrschen Rivalitäten zwischen den beiden Einheiten...
Gelungener Zeichenstil mit leichtem Manga-E.inschlag.
8: Das Paket
Fünf Spartaner, darunter der Master Chief, müssen auf dem Flaggschiff der Allianz ein Paket erobern.
Hier werden sowohl Raumschlachten, als auch klassische Kämpfe geboten.
Nette, aber nicht herausragende CGI-Grafik im Stil einer Videogame-Zwischensequenz.

Abgesehen von den ersten beiden Episoden, welche die Anfänge der Halo-Saga erzählen,
und der kurzzeitig sogar als Egoshooter inszenierten letzten Episode, dürften Einsteiger hier wenig Spaß haben.
Insgesamt ist Halo Legends daher eher für Fans der Games geeignet, ohne Vorkenntnisse dürften einige Episoden eher verwirren.
Ausser der in allen Belangen vollkommen missglückten Episode 5, sind für Halo-Fans alle Geschichten zumindest inhaltlich interessant.

7/10

HALO 4 – FORWARD UNTO DAWN (2012)



Die Menschen kolonisieren seit langer Zeit fremde Planeten, und breiten sich immer mehr aus.
Doch es gibt auch Gegner der Regierung, welche nichts davon halten, und in der Ausbreitung eine Bedrohung sehen.
Auch innerhalb der Truppen und der Akademie des United Nations Space Command sind nicht alle begeistert,
viele befürchten dass es zu Aufständen, und vor allem Angriffen anderer Rassen im Universum kommen könnte.
Als die Akademie schließlich wirklich von Ausserirdischen angegriffen wird,
kommt Hilfe in Form eines besonderen Kämpfers, dem legendären Master Chief...

Es gab viele Pläne, um Halo ins Kino zu bringen- doch bis heute ist nichts daraus geworden.
Hier handelt es sich um eine Webserie, die zu einem langen Film zusammengeschnitten wurde.
Man bemerkt anhand der Schnitte zwar seine Herkunft,
aber als ganzes gesehen haben wir hier sogar eine der besseren Verfilmungen, wenn auch nicht für's Kino.
Das vorhandene wohl eher kleine Budget wurde jedenfalls ordentlich ausgenutzt.
Die Vorlage ist gut umgesetzt, die Schauspieler sind natürlich eher unbekannt, aber zumindest guter Durchschnitt-
Uniformen und Rüstungen sehen ebenfalls ordentlich aus.
Selbst die Digitalen Effekte sehen besser aus, als in mancher Kinoproduktion.
Es dauert zwar, bis die Handlung interessant wird, die erste Filmhälfte mit der Ausbildung der Rekruten zieht sich etwas zu lange hin,
aber in der zweiten Filmhälfte rührt sich dann doch einiges.
Alles erinnert ein wenig an "Starship Troopers", was ja nicht die schlechteste Film-Referenz ist.

7/10

HALO - NIGHTFALL (2014)



Eine Einheit des UNSC (United Nations Space Command) unter der Führung von Commander Locke
ist in der entfernten Kolonie Sedra auf der Suche nach einem Terroristen der Covenant.
Dieser wird zwar gefunden, kann aber vor seinem Selbstmord noch eine Kapsel mit einem biologischem Kampfstoff aktivieren,
welcher den Großteil der dort lebenden Menschen befällt, und genetisch verändert.
Nachforschungen zum Ursprung der Kapsel ergeben, dass diese vom größtenteils zerstörten Halo-Ring stammt.
Gemeinsam mit einem Trupp Soldaten des örtlichen Militärs macht man sich auf den weg zur zerstörten Ringwelt.
Dort aber gibt von Anfang an nur Probleme: Das Lande-Raumschiff hat einen Schaden und stürzt ab,
die Temperaturen dort sind nur bei Nacht in einem Bereich, den Menschen überleben können-
und sogenannte Lekgolo-Würmer, welche auf jegliche Art elektrische Signale aggressiv werden, machen es den Männern nicht einfach.

Wer hier auf die Rückkehr des "Master Chief" gehofft hat, wird enttäuscht sein- dieser wird lediglich kurz erwähnt, das war's.
Ansonsten gibt es hier aber nicht viel zu meckern, wie schon der Vorgänger, ist auch dieser Film der Zusammenschnitt einer Webserie.
Produziert wurde das ganze von Ridley Scott, und es wurde wohl ein durchaus anständiges Budget zur Verfügung gestellt.
Die CGI-Szenen der Raumschiffe sind sehr gut gelungen, ebenso die gesamte "dreckige" Atmosphäre des Films,
welche zur Location der größtenteils zerstörten Ringwelt passt.
Man muss die Spiele und Bücher zum Thema nicht zwingend kennen, um "Nightfall" zu verstehen, der Film funktioniert eigenständig.
Das einzige was man bemängeln kann, ist, dass es insgesamt relativ wenig Action gibt-
gerade für eine Verfilmung einer der bekanntesten Shooter-Serien.

7/10

HALO - THE FALL OF REACH (2015)



Dr. Catherine Halsey, welche für das "Spartan II" Programm zuständig ist,
rekrutiert, oder genauer gesagt entführt dafür geeignete Kinder, und ersetzt diese durch Klone.
Die Kandidaten durchlaufen ein Jahrelanges, hartes militärisches Trainingsprogramm, welches nur die besten der besten überleben.
Übrig bleibt nur die absolute Elite, welche vor ihren ersten echten Einsätzen noch genetisch modifiziert werden-
und dann die modernsten Kampfanzüge besteigen dürfen, die man sich vorstellen kann.
Unter ihnen ist der in allen Bereichen herausragende John 117, welcher zum Anführer, dem "Master Chief" gemacht wird-
und in die Schlacht gegen die Covenant geschickt wird...

Der nächste Webserien-Zusammenschnitt,
diesmal allerdings als billig wirkender CGI-Film, der schlechter aussieht und animiert ist, als einige Ingame-Grafiken der Spieleserie.
Bei der Story des Films orientierte man sich am ersten Band der Halo-Romane, was im Grunde ja nun nicht das schlechteste ist...
allerdings auch mit eher wenig Action versehen ist, da es hier größtenteils nur um die Herkunft und Ausbildung der "Spartans" geht.
Die Kämpfe gegen Ende des gerade mal ca. einstündigen Filmchens fallen dann leider auch eher unspektakulär aus.
Und was das ganze jetzt mit dem "Fall of Reach" zu tun hat? Gute Frage.
Das gleichnamige erste Buch der Reihe hat jedenfalls deutlich mehr erzählt.
Vielleicht kommt ja irgendwann noch ein Film mit dem Titel  "Halo - The Fall of Reach II - The Fall of Reach".
Was ich nach dieser Gurke allerdings nicht so recht glaube.

4/10

TEKKEN



In naher Zukunft: Die Erde wird von Großkonzernen kontrolliert.
Verschiedene Regierungen und Länder existieren nicht mehr,
alle Menschen ausserhalb der Führungsetagen der Konzerne dienen nur noch als Arbeitskräfte.
Die einzige Abwechslung ist der jährliche Iron Fist-Kampfwettbewerb, zu dem jeder Konzern einen Kämpfer schicken darf.
Ein weiterer Platz ist für Kämpfer aus dem Arbeitervolk reserviert.
Aus privaten Gründen kämpft auch Jin mit, er will sich am Chef des Tekken-Konzerns rächen,
welchen er für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht.
Während er sich nach oben kämpft, stößt er auf diverse Geheimnisse, so dass schon bald die Regeln geändert werden:
Jeder Kampf endet jetzt erst mit dem Tod des Gegners- und die besten Kämpfer hat Jin noch vor sich...

Die Choreografie der Kämpfe ist okay, darstellerisch sind weder Highlights noch Katastrophen zu verzeichnen.
Optisch ist der Film durchaus gelungen, wenn auch irgendwie ein Hauch von Nobel-Trash über ihm schwebt.
Kann man sich ansehen, muss man aber nicht.

5/10

TEKKEN – KAZUYA'S REVENGE (2014)



Kazuya (Kane Kosugi) erwacht in einem billigen Hotel, und hat keine Erinnerung daran, wer er ist, und wie er hierher kommt.
Allerdings bleibt ihm auch keine Zeit das herauszufinden, denn bewaffnete Truppen stürmen das Hotel, und sind hinter ihm her.
Er kann aus dem Hotel entkommen, wird aber auf der Straße angefahren- und von der Fahrerin des Autos entführt...
Kazuya kommt in den Slums vor Tekken City zu sich , und man erklärt ihm, dass er von nun an ein Kämpfer für einen Geheimbund sei,
der gegen hochrangige und korrupte Machthaber in Tekken City eingesetzt wird, und diese töten soll- oder selbst getötet wird.
Als Absicherung wurde ihm eine Sprengkapsel eingepflanzt, die per Fernbedienung vom Herrscher der Slums, gezündet werden kann.
Bei einem seiner Aufträge, welcher ihn gegen Bryan Fury (Gary Daniels) antreten lässt, erfährt er von diesem allerdings,
dass der Geheimbund eigene Ziele verfolgt, und auch Kazuya selbst ein finsteres Geheimnis umgibt, woraufhin er Fury am leben lässt.
Nachforschungen führen zu Heichachi Mishima, dem Chef des Tekken-Konzerns...

Kazuya's Revenge ist ein Prequel zum Vorgänger, will also die Vorgeschichte erzählen.
Dummerweise bleibt der Film dabei noch weiter hinter den Möglichkeiten zurück,
aus der Tekken-Story einen interessanten Film zu machen, als der auch nur mittelmäßige Vorgängerfilm.
Er beginnt recht flott mit einigen temporeichen und gut choreografierten Kämpfen, wird im weiteren verlauf aber immer langweiliger,
und verläuft sich in endlosen Flashbacks, Zeitlupenszenen, Spaziergängen, einer Lovestory und nicht Storyrelevantem Gelaber.
Gegen Ende gibt es dann nochmal nette Kämpfe, allerdings größtenteils immer recht Jugendfrei inszeniert, und daher harmlos.
Schauspielerisch sind wirklich alle Nebenrollen, belanglos bis richtig schlecht, hier kann der Film also nicht Punkten.
Was bleibt übrig? Ein paar nette Kämpfe- und viel Leerlauf.

3/10

PRINCE OF PERSIA – DER SAND DER ZEIT



Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal), adoptierter Sohn von Persiens König, ist im Besitz eines mysteriösen Dolches,
in dessen Griff der Sand der Zeit eingearbeitet ist.
Einer Legende nach kann man mit diesem Sand den Verlauf der Zeit beeinflussen,
was natürlich auch finstere Gestalten wie Scheich Amar (Alfred Molina) und seinen Bruder Nizam (Ben Kingsley) anlockt.
Der König wird ermordet- und Prinz Dastan als sein Mörder hingestellt, worauf ihm nur noch die Flucht bleibt.
Er muss nun seine Unschuld beweisen- und darauf achten, dass der Dolch nicht in falsche Hände gerät...

Zwei Stunden lang wird einem hier optisch herausragende, aber absolut jugendfreie Action geboten.
Die Story ist flach und vorhersehbar, die bösen sind schon rein optisch als solche erkennbar- und das übliche Happy End gibt es auch.
Trotzdem ist die Verfilmung dank der tollen Optik, der guten Effekte und auch der gut gecasteten Darsteller durchaus einen Blick wert.
Wäre das ganze nicht in jeder Minute als harmlose Disneyproduktion erkennbar, hätte ein Highlight aus dieser Lizenz werden können-
so reicht es aber immerhin trotzdem noch zu sehenswerter, guter Unterhaltung.

7/10

THE KING OF FIGHTERS



Ein Turnierkampf wird aufgerufen, um den besten aller Kämpfer, den King of Fighters zu küren.
Rugal, einer der Kämpfer, stiehlt drei magische Artefakte, die es ermöglichen, in verschiedene Dimensionen zu wechseln-
und welche einem auch mehr Kraft verleihen, weil er als der King of Fighters die Welt beherrschen will.

Hier darf man knappe 90 Minuten zuschauen wie sich mittelmäßige Schauspieler gegenseitig verkloppen.
Ideenlose Story, langweilige Dialoge, peinliche Kostüme, öder Soundtrack, lahme Kämpfe, billige CGI-Tricks.
Lediglich die Kameraführung ist teils interessant, und die generelle Optik wirkt teurer als der Film wohl war.

2/10

2011

RED FACTION - DIE REBELLEN



Das Jahr 2145: der Mars wird als Mine genutzt, in welcher Kriminelle als Arbeitssklaven schuften müssen.
Beherrscht wird das ganze von einem diktatorischem Regime, welches es schon als Verbrechen ansieht, das ganze zu hinterfragen.
Natürlich gibt es aber auch eine Rebellen-Miliz, welche sich gegen das System auflehnt.
Der Anführer der Rebellen trifft allerdings eines Tages auf eine Gegnerin, mit der er nicht gerechnet hat:
Seine eigene Schwester, welche jetzt für die Regierung arbeitet- und die Rebellen vernichten soll...

Große Überraschungen in der Story gibt es nicht, eine komplexe Geschichte sieht definitiv anders aus.
Immerhin: Für eine SyFy-Produktion sehen die CGI-Tricks recht ordentlich aus,
und man hat es wirklich geschafft, den Games einigermaßen gerecht zu werden.
Zudem hat man mit Robert Patrick sogar einen halbwegs zugkräftigen Namen in eine der Hauptrollen gesteckt,
aber auch der unbekanntere Rest muss sich nicht verstecken.
Allerdings ist der Film recht Dialoglastig geworden, und konzentriert sich mehr auf die Story, als auf Actionszenen.
Ich denke mal, das war auch eine Frage des Budgets- Story kostet eben weniger als Effekte...
Ich bin jedenfalls positiv überrascht, da ich aus dem hause SyFy bisher hauptsächlich Totalausfälle kenne.
Hier hat man die Lizenz jedenfalls passabel ausgenutzt.

5/10

2012

PHOENIX WRIGHT – ACE ATTORNEY



Eine Anwältin wird ermordet aufgefunden, und ihre Schwester des Mordes verdächtigt.
Phoenix Wright, ein Kollege der toten Anwältin, übernimmt die Verteidigung-
und gewinnt gegen den gefürchteten Staatsanwalt, der vorher noch nie einen Fall verloren hat.
Allerdings kommt bei der Verhandlung heraus, dass die Anwältin an einem Fall arbeitete, bei dem der Staatsanwalt eine Rolle spielte...

Vorab: Ich kenne die Games nicht.
Wenn der Film den Games allerdings gerecht wird, bestätigt das nur meine Meinung, diese nicht kennen zu müssen.
Hier muss man über 2 Stunden lang schlechte Schauspieler mit seltsamen Frisuren und gnadenlosem Overacting ertragen.
Seltsame Fälle, aus dem Ärmel gezogene Überraschungszeugen wie ein Kakadu (welcher hier Papagei genannt wird...),
und generell schräge Darsteller sind die Hauptzutaten für diesen deutlich zu lang geratenen Gerichtsfilm.
Lediglich der Gag mit dem (vermeintlichen) SeeMonster war meines Erachtens gelungen.
Aber "Polly will Keks" ist einfach nicht lustig, egal wie oft der Gag wiederholt wird.
Wer auf Mangas im allgemeinen steht, und auch den Games zumindest nicht abgeneigt ist, kann sich den Film ja mal ansehen-
für MICH ist der Film nichts. Technisch und handwerklich gelungen, inhaltlich und optisch aber definitiv Geschmackssache.

3/10

2014

NEED FOR SPEED



Tobey Marshall ist ein Autofreak, der die Werkstatt seines verstorbenen Vaters übernommen hat,
diese aber kaum noch rentabel betreiben kann.
Zum Glück hat er Freunde, die zusammen mit Tobey illegale Autorennen um Geld fahren, womit die Werkstatt finanziert werden kann.
Eines Tages kommt Tobey's ehemaliger Kumpel Dino Brewster (Dominic Cooper) in die Werkstatt,
obwohl die beiden nach einem Streit lange Zeit den Kontakt abbrachen.
Dino bietet Tobey eine Menge Geld, wenn er einen seltenen Mustang restauriert und Renntauglich macht.
Kein Problem für Tobey und seine Freunde-
doch als der Mustang wieder auf der Straße steht, entbrennt erneut ein Streit über die Fahrkünste der beiden.
Dino fordert Tobey und seinen Kumpel Pete zu einer Wettfahrt mit drei baugleichen Koenigsegg Agera Rennwagen heraus,
welche Dino's reichem Vater gehören, und mal eben aus der Garage "geliehen" werden.
Als Tobey und Pete bei dem illegalen Rennen allerdings in Führung liegen, rammt Dino den Wagen von Pete bei voller Geschwindigkeit,
so dass das Fahrzeug von Pete abhebt, und er tödlich verunglückt.
Tobey dreht sofort um, aber Dino rast davon- sichert sich schon mal ein Alibi für diesen Tag, und meldet die Fahrzeuge als gestohlen.
So kommt es, dass Tobey für das illegale Rennen mit einem gestohlenen Fahrzeug,
und den daraus resultierenden Tod eines Fahrers, in den Knast wandert.
Als er wieder entlassen wird, will er den Tod von Pete aufklären, und Dino bei einem Rennen schlagen.
Unterstützung erhält er vom Veranstalter illegaler Autorennen, dem Milliardär Monarch (Michael Keaton).
Dieser stellt ihm einen Ford Mustang zur Verfügung, mit dem er an einem Rennen teilnehmen soll, bei dem auch Dino Brewster mitfährt.
Als Dino das erfährt, setzt er ein Kopfgeld auf Tobey aus...

Ich bin ehrlich erstaunt...
Erwartet hatte ich einen Fast and Furious Klon, gekriegt habe ich über 2 Stunden gute Unterhaltung, die jeden F&F-Teil locker schlägt.
Klar, die Handlung bietet auch hier nicht viel Tiefgang, ist aber doch absolut ausreichend.
Immerhin geht man hier mehr auf die Hintergründe der Figuren ein, nicht nur auf deren Muskeln.
Ausserdem geht es hier nicht so extrem übertrieben zu wie bei der CGI-verseuchten Konkurrenz-Reihe,
es stehen toll gefilmte Rennen mit blubbernden Motoren im Vordergrund,
und keine krass-coolen Pseudo-Gangstas mit Plastik-Tuning-Fahrzeugen und massig CGI-Stunts.
Mit Digitalen Effekten hält man sich weitgehend zurück,
dass man aber Fahrzeuge wie einen Koenigsegg nicht mal eben in echt zerstört, ist verständlich und verschmerzbar.
Und was hat der Film jetzt mit den Games zu tun? Genau genommen eher wenig... Es dreht sich eben um Straßenrennen.
Immerhin hat man einige Szenen bewusst Videospiel-Typisch inszeniert- mit den typischen "Kamera-Einstellungen" aus Games,
inclusive einer Innensicht vom Fahrersitz aus, samt Händen am Lenkrad.

9/10

2015

DEAD RISING - WATCHTOWER



Eine Art Virus macht Menschen zu Zombies, große Teile der amerikanischen Bevölkerung sind schon infiziert.
Allerdings gibt es ein Mittel, welches das Virus unterdrückt: Zombrex.
Alle 24 Stunden eine Spritze, und das Virus bricht beim infizierten nicht aus.
Eines Tages allerdings scheint das Mittel nicht mehr zu wirken, und es droht eine Invasion von Zombies.
Staat und Militär reagieren schnell- die betroffene Stadt wird komplett abgeriegelt, und ein neues Gegenmittel angepriesen.
Der Journalist Chase ist mit einigen anderen in der Quarantänezone eingeschlossen-
unter anderem einer infizierten Frau, bei der Zombrex noch Wirkung zeigt.
Gemeinsam versuchen sie zu überleben- und decken nebenbei eine große Verschwörung auf...

"Dead Rising: Watchtower" funktioniert eigenständig, ohne genaueren Bezug auf die Story der Spiele zu nehmen.
Das kann man gut oder schlecht finden.
Jedenfalls gibt es trotzdem genug Anspielungen und Querverweise auf die Games, um auch als Zocker sehr gut unterhalten zu werden.
Generell muss man sagen, dass hier durchaus geklotzt und nicht gekleckert wurde.
Offensichtlich war ein ordentliches Budget vorhanden, die Macher des Films kannten scheinbar die Games dazu-
und auch der (teils recht derbe) Humor kommt nicht zu kurz.
Action und Splatter halten sich die Waage, die Story bietet immerhin einen noch nicht komplett ausgelutschten Ansatz,
die Schauspieler nerven nicht, die Kamera wird gut eingesetzt...
Kurz gesagt: Hier passt eigentlich alles. Kein absoluter Spitzenfilm, aber doch ordentliche Unterhaltung. Auch für den geneigten Zocker!

8/10

DEAD RISING - ENDGAME (2016)



Nach wie vor wütet der Zombie-Virus, und Journalist Chase ist mit seinen Informationen über die geheimen Pläne des Militärs immer noch mittendrin.
Zombrex wird immer noch in der Bevölkerung verteilt, und wird inzwischen als "Jahresdosis" mit einem Chip, der immer die geforderte Menge abgibt, bei infizierten Menschen unter die Haut implantiert.
Allerdings kann man diesen Chip auch von aussen manipulieren.
Der Plan sieht vor, sobald alle infizierten Menschen mit dem Chip versehen sind, eine Überdosis freizusetzen, um somit den Virus aus der Welt zu schaffen. Natürlich würde dies keiner der Infizierten überleben...

"Endgame" ist eine direkte Fortsetzung des ersten Films- und auch mit den gleichen Hauptrollen besetzt.
Allerdings hat man hier den leicht überdrehten, gewollt trashigen Touch des ersten Films heruntergefahren- und versucht generell etwas ernster rüberzukommen.
Das Resultat ist ein langsamerer Aufbau der Story, mehr Dialoge, weniger Action und weniger abgedrehte Waffen, wie man sie aus den Spielen kennt.
Wirklich schlecht ist auch dieser zweite Teil nicht, aber doch deutlich schwächer als der erste. Das betrifft im übrigen leider auch die Masken der Zombies, welche teilweise ziemlich billig wirken.

6/10

2016

WARCRAFT - THE BEGINNING



Draenor, die Welt der Orks, steht vor dem Untergang, doch deren Schamane hat die Macht über ein magisches Portal.
Durch dieses Portal dringen die Orks in Azeroth ein, eine bis dahin friedliche, von Menschen bevölkerte Welt.
Der Anführer der Orks startet sofort einen Eroberungsfeldzug, um die Menschen auszulöschen, doch auch diese sind nicht ganz wehrlos...

Laut Cover erleben wir hier die Ursprünge vom PC-Spiel "World of Warcraft", welches mir selbst unbekannt ist.
Klar, das Grundthema ist "Orks gegen Menschen", soviel haben Spiel und Film also sicher gemeinsam.
Wer ein Faible für Fantasy-Filme hat, wird hier jedenfalls nicht enttäuscht werden- auch ohne das Spiel dazu zu kennen.
Der gesamte Look des Films ist extrem künstlich gehalten, CGI wohin man blickt- was in diesem Fall aber nicht einmal großartig stört, da man den Spielebezug im Kopf hat.
Ebenfalls positiv anmerken muss ich, dass man dem Film seine Laufzeit von 2 Stunden kaum anmerkt. Kampfszenen sind jede Menge geboten, langweilig wird es nie.
Aber irgendwie wirkt das ganze am Ende dann trotzdem nur wie ein (immerhin gelungener) "Herr der Ringe" Klon.

7/10

ASSASSIN'S CREED



Callum Lynch kennt in seinem Leben nur Chaos und Gewalt. Sein Vater tötete seine Mutter- und später wurde auch Callum zum Mörder.
Nun sitzt Callum in der Todeszelle, und wartet auf seine Hinrichtung.
Diese wird scheinbar auch vollstreckt- aber kurze Zeit später erwacht Callum, und wird vor die Wahl gestellt zu helfen- oder erneut, und diesmal wirklich hingerichtet zu werden.
Ein Mitglied eines geheimen Templerordens erklärt ihm, dass er ein Nachkomme des letzten Menschen sei, welcher das Versteck einer heiligen Reliquie kannte.
Dieser war ein Assassine im Spanien des 15. Jahrhunderts, und mordete im Dienste des Sultans.
Dank neuester Technik wird er mit dem "Animus Projekt" verbunden, und taucht so in die Vergangenheit, und den Geist seines Vorfahren ein.
Doch je mehr er in Erfahrung bringt, desto größer wird sein Misstrauen gegen den Templerorden...

Ob der Film jetzt nah an den Games ist, kann ich nicht wirklich sagen- ich bin mit dieser Reihe nicht sehr vertraut...
Als auf Spielen basierender Film, ohne genauere Kenntnisse der Games gesehen, tendiere ich allerdings zur Aussage, dass hier eine der besten Spiele-Verfilmungen überhaupt vorliegt.
Schon die Besetzung ist mit Michael Fassbender, Marion Cotillard, Jeremy Irons, Brendan Gleeson und Charlotte Rampling äusserst gelungen.
Dazu kommt, dass Regisseur Justin Kurzel im Jahr davor, ebenfalls mit Fassbender und Cotillard, eine bei Kritikern gut angekommene "Macbeth" Verfilmung abgeliefert hat.
Insofern darf man hier durchaus einiges erwarten.
Auch Tricktechnisch muss sich der Film nicht verstecken, zwar sind die CGI natürlich als solche erkennbar, sehen aber nicht schlecht aus.
Sterile, kalte Szenen in der Gegenwart wechseln sich ab mit schöner Mittelalter-Optik und tollen Kampfszenen.
Definitiv sehenswert!

9/10



Das waren jetzt alle, die mir bekannt sind. Falls jemand noch andere Verfilmungen kennt, bin ich froh um jeden Hinweis.
Generelle Diskussionen oder Beschimpfungen von Uwe Boll-Fans sind ebenfalls erwünscht...



Als Bonus, weil thematisch absolut passend- wenn auch nicht auf ein bestimmtes Spiel bezogen:

FPS - FIRST PERSON SHOOTER (2014)



In einem Krankenhaus macht ein Virus alle Menschen erst zu einer Art Zombies, und zerfrisst dann das Fleisch seiner Opfer-
so dass sich das Problem eigentlich schnell von alleine erledigt haben sollte.
Unser Held muss aber natürlich trotzdem in das Krankenhaus aufbrechen, da seine Frau dort arbeitet...

Gezeigt wird das ganze, entsprechend dem Namen, zum großen Teil aus der Sicht des "Spielers", bzw der Hauptfigur.
Gelegentlich gibt es Zwischensequenzen in denen man "sich" sieht, den Level erfolgreich beendet hat, oder ähnliches.

"Ich liebe Zombies! Egal was man ihnen antut, man fühlt sich nie schlecht."

FPS ist eine Deutsche Produktion, die irgendwo wie ein besserer Amateurfilm daherkommt, und sicher auch gut gemeint ist-
aber meines Erachtens trotzdem auf ganzer Linie versagt.
Unglaublich peinliche und lächerliche Oneliner oder blöder Singsang kommen im Minutentakt,
vorgetragen von einer unsagbar "coolen" Stimme, die einfach nur nervt.

"Ein Zombie steht im Walde, verfault und dumm. Ich hab ne tolle Knarre, die macht BummBumm"

Im Grunde hat man mehr davon, wenn man einem Kumpel beim zocken zusieht,
denn hier kommt bei zuschauen eigentlich nur eines auf: Langeweile.
Die kurze Egoshooter-Szene am Ende der "Doom" Verfilmung hat schon nur bedingt funktioniert,
war aber flott, und man hat sich zumindest nicht gelangweilt.

"Schlaf, Zombie Schlaf. Ich mach mein Messer scharf. Die Klinge haut dich klitzeklein, es könnte kaum noch schöner sein..."

Die "Story" ist natürlich nur Alibi für ein paar teils recht herbe, aber immer billigst gemachte Splatterszenen.
Überhaupt hat die Hauptfigur im "Spiel" nur ein Tempo: Langsam!
Herumschleichen, Blöd daherreden, einen Zombie killen. Herumschleichen, Blöd daherreden, einen Zombie killen. Herumschleichen...
Das Cover erweckt ja den Anschein, gegen ganze Horden von Zombies anzutreten... Ist aber nicht.

Die Gedanken sind frei, ich schlag dich zu Brei.

Das einzige was ich jetzt noch als "ganz nett" empfand, und was Punkte bringt, waren diverse Zitate aus anderen Filmen:
Von "Ich sehe tote Menschen" über "Groovy" bis zu "Du bist totes Fleisch" und "Schau mir in die Augen, kleines"
kann man ein lustiges Zitateraten veranstalten.
Immerhin ist der Anfang ganz nett gemacht:
In 8 Bit-Optik wird die Vorgeschichte erzählt, und auch mittendrin gibt's kurzes 8 bit-gesplatter zu sehen.
Warum jetzt aber ausgerechnet 8 Bit-Grafik?
Gab es da schon "richtige" FPS??? Die ersten einigermaßen spielbaren kamen doch erst im 16 Bit-Zeitalter auf den Markt...?!
Pure Zeitverschwendung!
Spannung? Dramatik? Tempo? Fehlanzeige. Gibt's hier einfach nicht. Ein FPS mit angezogener Handbremse. Nö, funktioniert nicht!

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