The Howling / Das Tier - Die komplette Reihe

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The Howling / Das Tier - Die komplette Reihe

Beitrag von Retro am Mo Feb 29, 2016 3:32 pm

The Howling - Das Tier (1981)



TV-Reporterin Karen White (Dee Wallace) berichtet über eine brutale Mordserie in Vollmondnächten, bei der die Opfer immer vollkommen zerfetzt zurückgelassen werden.
Der geheimnisvolle Killer ist fasziniert von Karen's Berichten über ihn, und nimmt Kontakt zu ihr auf.
Die Polizei sieht darin natürlich ihre Chance, dem Killer auf die Spur zu kommen- und nutzt Karen als Köder.
Allerdings geht einiges bei der Überwachung schief, der Kontakt reisst ab, und Karen wird später traumatisiert aufgefunden.
Ein hinzugezogener Therapeut schickt Karen samt ihrem Mann Bill in ein abgelegenes Sanatorium, welches wie eine Kommune aufgebaut ist.
Doch schon bald mehren sich die Anzeichen, dass sie dem Alptraum nicht entkommen, sondern sogar nähergekommen zu sein scheint-
Bill beginnt sich nach dem Angriff eines Wolfes im nahe gelegenen Wald merkwürdig zu benehmen, und gerissene Tiere werden gefunden...

Unter der erfahrenen Regie von Joe Dante ist hier ein (meiner Meinung nach) leicht überbewerteter, aber keinesfalls schlechter Werwolf-Klassiker entstanden.
Die erste Hälfte des Films wird eher sehr gemächlich erzählt, und nur von den Schauspielern getragen-
bevor man sich allerdings zu sehr langweilt, kriegt der Film doch noch die Kurve, und der Spannungslevel steigt stetig an.
Dee Wallace in der Hauptrolle kommt überzeugend rüber, mit John Carradine und Slim Pickens sind auch andere Rollen gut besetzt.
Tricktechnisch muss man sich größtenteils nicht verstecken- das meiste sieht für seine Zeit sehr ordentlich aus, und kann auch heute noch überzeugen.
Lediglich die Verwandlung von Karen am Ende ist nicht ganz überzeugend- technisch gesehen zwar okay, aber als Wolf sieht sie fast schon etwas putzig aus.

7/10

Howling II - Das Tier II (1985)



Ben White (Reb Brown), der Bruder von Karen White, wird auf der Beerdigung seiner Schwester vom Werwolf-Experten Stefan Crosscoe (Christopher Lee) angesprochen.
Zunächst glaubt Ben nicht an die Geschichten von Werwölfen, doch Stefan zeigt ihm eine Videoaufnahme aus dem TV-Studio, welche die Verwandlung und den Tod seiner Schwester enthält.
Stefan erzählt ihm, wie man den Werwolf-Kult vernichten kann, damit nicht noch weitere Menschen Opfer der Werwölfe werden: Die Königin der Werwölfe, Stirba (Sybil Danning), muss vernichtet werden.
Diese schart derweil in Transsylvanien alle noch existierenden Werwölfe um sich...

Regisseur Philippe Mora hat hier einen eher trashigen Film geschaffen, welcher aber immerhin wirklich als Fortsetzung des ersten Films daherkommt.
Spätere Filme tragen nur noch den Titel, bauen aber nicht mehr auf das Original auf.
Die Tricks in Howling 2 sind eine ganze Ecke billiger, aber immer noch ansehbar- und teils sogar recht splatterig geraten.
Lediglich die Lichteffekte gegen Ende sind dann doch etwas zu viel des guten.
Der Soundtrack geht zunächst gut ins Ohr, dummerweise hört man im ganzen Film immer nur diesen einen Track- so dass man leider doch schon bald genervt wird.
Erwähnen muss man aber noch die überraschend gute Besetzung in den Hauptrollen, so dass man als Trash- und Werwolf-Fan hier durchaus mal einen Blick riskieren kann.

4/10

Howling III - The Marsupials (1987)

(aka "Wolfmen")



Die Australierin Jerboa wird in Sydney als Schauspielerin für einen Horrorfilm gecastet.
Als die Filmcrew am Abend eine Party mit Disco veranstaltet, wird Jerboa durch das Stroboskoplicht sehr unruhig und verlässt die Party fluchtartig.
Kurz darauf wird sie bewusstlos aufgefunden, und in ein Krankenhaus gebracht.
Dort stehen die Ärzte vor einem Rätsel: Jerboa hat keinen normalen menschlichen Organismus, sondern scheint eine Art Beutelwolf zu sein, welche als ausgestorben gelten.
Als sie wieder erwacht tötet sie alle die ihr im weg stehen- und flüchtet aus dem Krankenhaus, eine Spur von Leichen hinterlassend.
Es wird ermittelt woher Jerboa kommt, und neben der suche nach ihr soll auch ihr gesamtes Heimatdorf in Australien von den dort lebenden "Wesen" gesäubert werden.
Doch Jerboa ist noch immer frei- und unterwegs...

Mit den beiden Vorgängern hat Howling III nichts mehr zu tun, ausser das hier, wie beim Vorgänger, noch einmal Philippe Mora Regie führt.
Alles wirkt leider noch einmal deutlich billiger als im eher schon trashig angehauchten Vorgängerfilm, für den dritten Film war wohl um einiges weniger Budget vorhanden.
Billigste Gummimasken und Fell-Anzüge wechseln sich mit unbeweglichen Plastik-Monsterköpfen und schlecht getricksten Verwandlungsszenen ab.
Die drei auftauchenden Nonnen-Werwölfe sind schon wieder unfreiwillig komisch, wirken diese doch eher wie haarige Schweinsgesichter, als wie Wölfe.
Ebenso ist der Sturz vom Hochhaus ein Fest für Trash-Fans: Die unbewegliche Puppe ist dermaßen leicht, dass sie der Wind beim Sturz seitlich wegträgt...
Schauspielerisch herrscht meist Mittelmaß (mit ausreissern nach unten) aber immerhin ist das allgemeine Erzähltempo erstaunlich hoch, so dass zumindest keine Langeweile entsteht.
Trash-Fans können mal ein Auge riskieren, als ernsthafter Werwolf-Film ist Howling III aber ein schlechter Witz.

3/10

Howling IV - The Original Nightmare (1988)

(aka "Howling")



Die Schriftstellerin Marie (Riomy Windsor) leidet unter seltsamen Visionen.
Ihr Freund Richard fährt daraufhin mit ihr und ihrem kleinen Pudel in eine abgeschiedene Hütte im Wald, wo sie sich erholen soll.
Nachts hört man allerdings im Wald Wölfe heulen, und der Pudel verschwindet spurlos.
Auf der Suche nach ihrem Hund im nahe gelegenen Dorf trifft Marie nur auf sich seltsam benehmende Bewohner-
und auf die Nonne Janice, welche den mysteriösen Selbstmord einer ihrer Ordensschwestern aufklären will.
Die beiden tun sich zusammen, und haben schon bald den Verdacht, dass es sich um ein Dorf voller Werwölfe handeln könnte.
Wieder in der Waldhütte angekommen, benimmt sich auch Richard auf einmal sehr seltsam...

Was ist hier nur schiefgegangen? Kein Geld für Schauspieler? Kaum Geld für Tricks? Auftragsarbeit für's US-TV?
Von Regisseur John Hough, der unter anderem auch den Haunted House-Klassiker "Legend of Hell House" (Tanz der Totenköpfe),
sowie direkt nach Howling IV den extrem düsteren und teils verstörenden "Dark Paradise" gedreht hat, hätte ich definitiv einiges mehr erwartet.
Von den etwa 90 Minuten Laufzeit sind die ersten 80 Minuten wirklich größtenteils sinnlose Dialoge zum Thema "Existieren Werwölfe oder nicht?"
Ernsthaft? In einem Film der Werwolf-Reihe "The Howling"? Wie spannend. Unglaubliche Überraschung: Es gibt sie. Zumindest im Film. Gähn.
Die letzten 10 Minuten können dann durchaus mit einigen schönen Tricks und Masken punkten, aber bis dahin dürften die meisten schon abgeschalten haben. Schade.
Immerhin haben wir es hier wieder mit einem "ernsthafteren" Vertreter der Reihe zu tun. Nicht so trashig wie die beiden Vorgänger, dafür aber größtenteils langweilig.
Die deutsche Version macht den eh schon schwachen Film leider noch deutlich schlechter:
Eine komplett "sterile" deutsche Tonspur, auf der es kaum Nebengeräusche gibt fällt ebenso negativ auf, wie die generell schlechte Synchro und teils unpassende Sprecher.
Auch sehr auffällig ist das vermutlich falsche Bildformat von 4:3, denn an den Rändern scheint oft einiges zu fehlen.

3/10

Howling V - The Rebirth (1989)



Ein starker Schneesturm zwingt verschiedene, einander unbekannte Personen dazu, in einer alten Burg Schutz zu suchen.
Schon bald verschwinden nach und nach einzelne Personen der zusammengewürfelten Gruppe, und man findet auf der Suche nach ihnen Geheimgänge- und zerfetzte Leichen...
Einer Legende nach war das alte Gemäuer früher der Sitz einer Werwolf-Sippe. Lebt einer von ihnen noch? Und ist das zusammentreffen nur ein Zufall- oder steckt ein Sinn dahinter?

Da hat Neal Sundstrom, ein weitgehend unbekannter Regisseur, es doch glatt geschafft den zweitbesten Film der Reihe zu inszenieren.
Ein großes Budget stand zwar offensichtlich nicht zur Verfügung, dafür kann der Film mit der schaurig-schönen Atmosphäre einer alten Burg punkten-
und wirkt ganz allgemein ein wenig wie ein deutlich älterer Gothic-Horrorfilm im Stil der Hammer-Filme.
Schauspielerisch ohne höhen und tiefen, Synchro und Dialoge gehen in Ordnung- der Soundtrack ist passend.
Relativ ruhig kommt die Geschichte in Gang, wobei man nicht allzu lange auf den Beginn des recht gut gemachten, aber nicht sehr brutalen Bodycounts warten muss.
Ein wenig mehr Werwolf-Szenen hätten es in einem Film der "Howling" Reihe aber schon sein dürfen.

6/10

Howling VI - The Freaks (1991)

(aka "Final Attack")



Ian Richard ist ein Werwolf. Dies ist ihm bewusst, und er kämpft dagegen an. Nachdem er trotzdem in verwandeltem Zustand ein junges Mädchen getötet hat, verlässt er seinen letzten Wohnort.
Er kommt in die kleine Stadt Canton Grove, und kommt dort beim örtlichen Prediger unter, dem er beim restaurieren der alten Kirche helfen soll.
Als ein kleiner mobiler Zirkus samt Freakshow unter der Leitung von R.B. Harker (Bruce Payne) in die Stadt kommt, ist es wieder vorbei mit dem unauffälligen Leben.
Harker kennt Ian von früher, und sieht in ihm nebenbei eine neue Sensation für seine Freakshow. Er entführt ihn, hält ihn gefangen- und zeigt seine Verwandlung dem Publikum.
Zeitgleich geschehen seltsame Morde in der Umgebung- wen wundert es, dass Ian für den Täter gehalten wird- doch ist er es wirklich?

Bruce Payne spielt hier genüsslich den Fiesling und Leiter der Freak-Truppe, was ihm scheinbar Spaß macht- aber mich als Zuschauer irgendwie nicht überzeugt.
Als einer der Freaks taucht noch Antonio Fargas auf, der Rest der Schauspieler ist eher unbekannt, fällt aber immerhin auch nicht extrem negativ auf.
Regie führte hier Hope Perello, welcher ausser diesem Film lediglich noch 2 Komödien gedreht hat.
Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Horrorfilm, aber das Ergebnis ist gar nicht mal so übel geworden.
Natürlich hat auch dieser, mittlerweile sechste Film inhaltlich nichts mehr mit dem Original zu tun, schlägt aber immerhin, wie schon der Vorgänger, eine eher "klassische" Richtung des Horrorfilms ein.
Tricks und Masken gehen in Ordnung, und der Wanderzirkus ist auch optisch eine nette Abwechslung zu ähnlichen Filmen.

5/10

Howling VII - New Moon Rising (1995)



Ein fremder Motorradfahrer kommt in die kleine Wüstenstadt Pioneer Town, und nimmt einen Job in der örtlichen Country-Kneipe an.
Etwa zur selben Zeit wird bei Farmern das Vieh gerissen- und schon bald werden nachts Menschen angegriffen.
Natürlich fällt der Verdacht auf den Fremden, und man geht davon aus, dass er ein Werwolf sein könnte.
Dieser ist allerdings aus einem völlig anderen Grund nach Pioneer Town gekommen...

Unglaublich was man einem hier, mit einem zugegebenermaßen netten Cover, als "Werwolf"-Film verkaufen will...
Hauptrolle, Drehbuch, Produktion und Regie übernahm Clive Turner, der theoretisch genug Erfahrung mitbringen sollte-
immerhin war er schon als Darsteller in Howling 4 und 5 mit dabei.
Auf dem Backcover wirbt man dann noch mit "Fulminante Fortsetzung der Howling-Reihe", und "Basierend auf Howling 1-3".
Und was kommt dabei heraus?
Ein unglaublich langweiliger Mistfilm, in dem dauernd billige Countrysongs laufen, Countrybands auftreten, und die Stadtbewohner beim Einheitsschritt-Tanz gezeigt werden.
Ansonsten gibt es viele langweilige Dialoge, die meist nichts zur Handlung beitragen- und natürlich schlechtestmögliche "Schauspieler".
Ein Bezug zur Howling-Reihe wird durch ein paar Rückblicke geschaffen, welche dann auch die einzigen Werwolf-Szenen im Film beinhalten.
Ansonsten verwandelt sich am Ende der Bösewicht noch schnell mittels billigster CGI und einer Faschingsmaske aus Gummi in einen Werwolf, wird erschossen- und das war's.

2/10

The Howling Reborn (2011)

(aka "Blue Moon - Als Werwolf geboren")



Highschool-Loser verliebt sich in die Freundin des Klassenmachos. So nebenbei ist er auch ein Werwolf.
Dummerweise ist er damit nicht der einzige, auch andere Werwölfe laufen in der Schule herum.

Alleine schon das Cover macht mir Angst. Und dass der Film bei uns auch noch unter einem schwülstigen Phantasie-Titel herauskommt, macht die bösen Vorahnungen nicht besser...
Eine Mischung aus Teenwolf und Twilight- mit stylischen Twens, die uns als Teenies verkauft werden, damit auch das letzte bisschen düstere Werwolf-Stimmung verschwindet.
Die Explosion am Anfang stammt offensichtlich aus dem Rechner, Stuntmen braucht's auch nicht, da lassen wir lieber eine offensichtliche Puppe einige Stockwerke tief fallen.
Am Ende gibt's dann einen extrem hektisch geschnittenen Zweikampf zwischen den CGI-Werwölfen,
in Großaufnahmen auch mal als annehmbare Faschingsmasken mit Fellklamotten erkennbar, davor nur Andeutungen.
Kaum zu glauben, dass dieser Vollschrott wirklich das "offizielle" Howling-Reboot Darstellen soll... aber kein Wunder, dass der Film komplett untergegangen ist.
War wohl nix mit dem Hochglanz-Optik-Neustart der Reihe. Schlecht. einfach nur schlecht.

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