Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Sa Jan 30, 2016 10:56 am

Bei dem extrem großen Angebot an DVD's und inzwischen auch Blu-ray Filmen auf dem Markt sollte man doch meinen,
dass inzwischen zumindest jeder Film den es auf VHS gab, in Deutschland auch schon als Disc erhältlich ist.
Erstaunlicherweise sind aber sogar recht viele Filme mit bekannten Schauspielern oder von bekannten Regisseuren lediglich auf VHS erhältlich.
Auch mehr oder weniger erfolgreiche Filmreihen sind betroffen, von denen es bis heute einige Teile nicht auf DVD geschafft haben.

Hier will ich nach und nach meine komplette VHS-Sammlung vorstellen,
da es diese Filme zum größten Teil gar nicht, oder nur in anderen Schnittfassungen oder sogar schlechterer Qualität als deutsche DVD gibt.
Generell gilt: Werden im Text keine Angaben zu eventuellen DVD's gemacht, existiert auch keine. Zumindest keine offizielle.
Natürlich überprüfe ich aber nicht alle paar Wochen oder Monate, ob nicht doch inzwischen einer der hier aufgezählten Filme erschienen ist,
im großen und ganzen sollte die Auflistung aber dem aktuellen Stand entsprechen.
Ausnahmen sind ein paar wenige inzwischen schon nicht mehr als DVD erhältliche Filme, deren DVD-Release ich schlicht und einfach versäumt habe-
sowie limitierte und anderweitig teure DVD-Sammlereditionen wie Hartboxen und Mediabooks, deren übertriebenen Preise ich nicht bereit bin zu bezahlen.
Aktueller Stand der Liste: November 2017



ALIEN PREDATORS



Über Spanien stürzt ein Skylab-Labor der Apollo 14 Mission ab, welches gefährliche ausserirdische Sporen mit zur Erde gebracht hat.
Zunächst infizieren sich nur Tiere, doch schon bald greifen die Mikroorganismen auch auf die Menschen über.
Nach einiger zeit beginnen sich die betroffenen zu verwandeln, drehen komplett durch, und bringen jeden um, der in der Nähe ist.
Drei Amerikaner, die mit ihrem Wohnmobil in der Gegend unterwegs sind, stecken bereits mittendrin,
als sie auf einen NASA-Wissenschaftler treffen, der sie um Hilfe bittet...

In Deutschland und UK auf VHS nur stark geschnitten, und selbst in den USA nicht auf DVD erhältlich, musste hier eben ein NTSC-Tape her.
Deran Sarafian's Regiedebüt kann zwar keine eigenen Akzente setzen,
hat aber immerhin ein paar wenige durchaus gelungene Spezialeffekte, die wohl das meiste Budget verschlungen haben dürften.
Darstellerisch herrscht der typische 80'er Jahre B-Movie Durchschnitt, hier darf man ausser blödem verhalten nicht viel erwarten.
In der Mitte hängt der Film ziemlich durch, und der Bodycount ist generell eher gering-
man muss auch bis zum Ende darauf warten, dass eine Kreatur sichtbar auftaucht, welche dem Titel einigermaßen entspricht.
Da merkt man dann doch das vermutlich recht schmale Budget des Films.
Man muss dem Film übrigens zugute halten, dass er zwei Jahre VOR dem ersten "Predator" gedreht wurde,
insofern ist der Titel nicht mal reisserisch "zusammengeklaut", auch wenn man das aus heutiger Sicht natürlich denken könnte.

4/10

ALIENATOR - DER KILLER AUS DER GALAXIS



Als auf der Erde ein Meteor niedergeht, übernimmt eine ausserirdische Macht den Körper des Rentners Max Page.
Unter dem Einfluss der fremden Lebensform entwickelt Max ein starkes Verlangen nach menschlichem Blut, so dass er mehrere Morde begeht.
Das FBI wird auf den Fall angesetzt, und nimmt die Spur des mordenden Rentners auf-
doch je näher sie ihm kommen, desto wenige passt die Beschreibung des Mannes auf den Täter.
Je mehr Blut er zu sich nimmt, desto stärker verjüngt sich sein Körper, was ihn natürlich auch kräftiger und gefährlicher macht...

Mit dem anderen "Alienator" (Untertitel "Der Vollstrecker aus dem All") hat dieser Film trotz identischem Titelschriftzug (zum Glück) nichts zu tun.
David Schmoeller's wie bei ihm üblich billiger, aber unterhaltsamer Film kann immerhin mit John Saxon in der Hauptrolle punkten,
Michael J. Pollard sowie Stuart Gordon haben einen Gastauftritt, auch Schmoeller selbst hat eine kleine Rolle übernommen.
Der Science-Fiction-Anteil ist hier äusserst gering, der Film ist im Grunde eher ein Thriller mit übernatürlichem Einschlag.
Sicher kein Highlight, und nichts was man gesehen haben muss- aber auch nichts, worüber man sich am Ende ärgert.

4/10

ALPTRÄUME



Episodenfilm im Stil von "Creepshow" oder "Unheimliche Schattenlichter".
Vier thematisch völlig verschiedene Geschichten werden hier ohne Rahmenhandlung aneinandergereiht, und sorgen so für ordentlich Abwechslung.
Ein Serienmörder, ein gefährlicher Arcade-Automat, ein vom Teufel besessenes Auto und eine riesige Ratte sind die Themen dieses Films.

1. Terror in Topanga
Ein aus einer Anstalt ausgebrochener Serienmörder ist in Topanga unterwegs, weshalb Nachts eine Ausgangssperre gilt.
Weil einer Frau die Zigaretten ausgehen, missachtet sie die Warnung, um zu einer nahegelegenen Tankstelle zu fahren.
Der Angestellte dort kommt ihr allerdings ein wenig unheimlich vor...

2. Bishop of Battle
Cooney (Emilio Estevez) ist ein in Spielhallen bekannter Zocker, der besonders vom Automaten "Bishop of Battle" besessen ist.
Bisher ist er jedesmal auf Ebene 12 des Spiels gescheitert, noch niemand hat die letzte Ebene 13 zu Gesicht bekommen.
Eines Nachts bricht er in die Spielhalle ein, und schafft es tatsächlich die zwölfte Ebene zu beenden- doch Ebene 13 ist etwas anderes, als erwartet...

3. Benediction
Der Priester Frank McLeod (Lance Henriksen) verliert langsam seinen Glauben an Gott, und dementsprechend auch an den Teufel.
Er verlässt seine Gemeinde und fährt ziellos durch die Wüste, um irgendwo neu anzufangen.
Schon bald attackiert ihn scheinbar grundlos ein großer schwarzer Pick Up, ohne dass ein Fahrer erkennbar wäre...

4. Night of the Rat
Eine Familie hört nachts Geräusche in ihrem Haus, die auf Ratten in den Wänden schließen lassen. Also wird eine Falle aufgestellt.
Es wird auch tatsächlich eine Ratte gefangen, allerdings hören die Geräusche nicht auf- und die Katze der Familie verschwindet über Nacht.
Als man die Katze am Tag darauf tot im Keller findet, und überall starke Kratzspuren im Haus entdeckt, wird klar, dass dies keine normale Ratte sein kann...

Alle vier Geschichten haben die gleichen Stärken und Schwächen.
Die Schauspieler sind allesamt passend gewählt, der Spannungsaufbau passt trotz der kurzen Laufzeit der Geschichten, und auch der Soundtrack passt.
Allerdings ist der komplette Film sehr dunkel gehalten, was besonders in der ersten und letzten Geschichte negativ auffällt.
Was aber ein absolutes Rätsel ist, ist die Freigabe ab 18 Jahren.
Die Geschichten sind zwar durchaus recht spannend, aber brutal oder gar blutig wird es nie.
Heute würde sowas vermutlich mit einer 12er-Freigabe durchgehen, und problemlos ungekürzt im TV laufen.

7/10

UND DIE ALPTRÄUME GEHEN WEITER



Ein weiterer Episodenfilm, genau genommen der Pilotfilm zur bei uns nie gelaufenen TV-Serie "Night Gallery", was auch der Originaltitel ist.
Da die Serie bei uns unbekannt ist, wurde lediglich der Pilotfilm veröffentlicht- und als Fortsetzung des ähnlich gelagerten "Alpträume" vermarktet.
Rod Serling (bekanntester Produzent und Drehbuchschreiber der "Twilight Zone") präsentiert hier anhand dreier Gemälde seiner Sammlung
zu jedem eine passende, unheimliche Geschichte:

1. The Cemetary
Jeremy Evans (Roddy McDowall) kann es nicht erwarten, das Haus seines reichen Onkels zu erben- und hilft ein wenig nach.
Kaum ist sein Onkel tot, macht er sich im Haus breit, und schikaniert Osmond Portifoy (Ossie Davis), den Butler seines Onkels.
Doch schon bald fällt ihm auf, dass eines der Bilder im Flur ständig andere Szenen zeigt:
Den Friedhof mit dem Grab seines Onkels, das geöffnete Grab, den offenen Sarg... kommt der tote aus dem Grab zurück um sich zu rächen?

2. Eyes
Die blinde Miss Claudia Menlo (Joan Crawford) war einst eine gefeierte Schönheit, ist heute aber eine verbitterte, alte Frau.
Ihr größter Wunsch ist es, sich selbst einmal, wenigstens für kurze Zeit, sehen zu können.
Eine neuartige Operationsmethode verspricht ihr genau das, allerdings wird dafür ein Spender benötigt, der danach natürlich ebenfalls blind ist.
Sie nötigt einen Mann in einer Notlage zur Spende seiner Augen- doch die Folgen sind für sie unerwartet...

3. Escape Route
Joseph Strobe, ein flüchtiger Nazi der wegen seiner Verbrechen gesucht wird, will seine Vergangenheit vergessen.
Er hat in Südamerika ein neues Leben angefangen, allerdings kommt ihm ein Nazijäger auf die Spur.
Als er bemerkt, dass er verfolgt wird flüchtet er in ein Museum, wo er auf einen KZ-Überlebenden trifft,
und ihn ein bestimmtes Bild fasziniert, auf dem er sich selbst zu erkennen glaubt...

Hier befindet sich mit der zweiten Geschichte, "Eyes", eine sehr frühe Regiearbeit von Steven Spielberg, was den Film noch interessanter macht.
Aber auch die beiden anderen Geschichten sind sehenswert, alle drei sind überzeugend besetzt, teils auch durchaus prominent.
Generell gilt hier das gleiche wie bei "Alpträume": Die Geschichten sind spannend erzählt, aber niemals brutal oder blutig.

8/10

AMITYVILLE HORROR 4



Das berüchtigte Amityville-Haus wird von einer Gruppe Exorzisten besucht, welche es auch wirklich schaffen, den bösen Dämon aus dem Haus zu treiben-
allerdings schlüpft dieser in eine alte Stehlampe, welche bei einem Verkauf der Möbel aus dem Haus nach Kalifornien gelangt.
Schon bald geschehen im Haus der neuen Besitzer der Lampe mysteriöse Unfälle...

Der Originaltitel "Amityville 4 - The Evil Escapes" war absolut passend, in Deutschland musste man daraus wieder Blödsinn machen, und Poltergeister hinzudichten.
Immerhin startet der Film noch im "echten" Amityville-Haus, geht danach aber komplett eigene Wege.
Man kann nun positiv bemerken, dass der Film sich um Abwechslung bemüht, und nicht die vorherigen Teile kopiert-
andererseits ist es dadurch natürlich genau genommen auch kein richtiger Amityville-Film mehr...
Wie auch immer: Besser als der wirklich ziemlich üble Vorgänger ist der vierte Film durchaus, kommt aber niemals über das Mittelmaß hinaus.
Schauspielerisch gibt es weder herausragendes, noch nerviges zu sehen- nur der Sohn der Familie nervt mit seinem aufgesetzten Dauergrinsen ein wenig.
Die Freigabe ab 18 ist, besonders aus heutiger Sicht, allerdings übertreiben- es fliesst zwar etwas Blut, aber wirklich brutale Szenen gibt's nicht.
Heute würde der Film locker mit einer 16er Freigabe durchkommen.

4/10

AMITYVILLE - FACE OF TERROR



Jacob Sterling ist Architekt, und bringt von einem seiner Aufenthalte in anderen Städten eine alte Standuhr mit nach Hause zu seiner Familie.
Diese stammt aus dem verfluchten Haus in Amityville, und wie nicht anders zu erwarten, geschieht schon bald seltsames.
Der Nachbarshund dreht durch und greift an, Räume im Haus verändern sich, scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen- und Jacob benimmt sich zunehmend seltsamer.
Als Sohn Rusty eine mehrstündige Raum- und Zeitverschiebung direkt neben der Uhr erlebt, obwohl er nur Sekunden weg war, wird ihm klar, dass mit der Uhr etwas nicht stimmt.
Allerdings glaubt ihm zunächst niemand, er wird sogar selbst beschuldigt, die mysteriösen Vorfälle zu verursachen.
Erst als Jacob sich zunehmend aggressiv benimmt, glauben alle, dass mit der Uhr etwas böses ins Haus kam- aber was genau? Und wie kann man sich dagegen wehren?

Hier durfte man wirklich etwas erwarten, denn immerhin hat Regisseur Tony Randel schon Erfahrung im Genre, und zuvor mit "Hellbound - Hellraiser 2" einen kleinen Klassiker abgeliefert.
Und wirklich: Von der ersten Minute an wirkt der Film deutlich professioneller als alles, was nach dem zweiten Teil kam.
Ein paar der Darsteller sind durch diverse TV-Serien halbwegs bekannt, und es sind keine Totalausfälle zu vermelden.
Im Grunde hat man sich bei der Idee des vierten Teils der Reihe bedient, so dass wenigstens wieder ein kleiner Bezug zu den Anfängen vorhanden ist.
Somit spielt auch dieser Film nicht in Amityville, bietet aber wenigstens wieder Horror und gute Effekte- man kann "Face of Terror" definitiv als härtesten Film der Reihe bezeichnen.
Zudem ist die Idee mit der Uhr, welche auch Raum und Zeit verändern kann, deutlich interessanter ausgearbeitet, als einfach nur einen Dämon oder böse Geister darin wohnen zu lassen.

7/10

AMITYVILLE - A NEW GENERATION



Keyes ist Fotograf, und als solcher immer an aussergewöhnlichen Motiven interessiert.
Als er eines Tages Bilder von einem alten Stadtstreicher macht, und ihm dafür als Gage ein wenig Geld gibt, revanchiert sich dieser mit einem alten Spiegel dafür.
Kaum hängt der Spiegel wieder in einem Haus, geschieht seltsames: Wer in den Spiegel sieht, sieht sein Ende voraus- und wird so in den Selbstmord getrieben.
Bei Ermittlungen der Polizei kommt heraus, dass der alte Mann scheinbar Keyes' ihm unbekannter Vater gewesen sein könnte-
dieser war allerdings ein Mörder, der in Amityville eine ganze Familie getötet hat...

So allmählich ist die Idee mit diversen Gegenständen aus dem Amityville-Haus ziemlich abgedroschen, aber auch hier kommt der Horror wieder aus genau dieser Ecke.
Trotzdem gehört auch diese Fortsetzung noch zu den besseren der Reihe, obwohl das Erzähltempo eher gemächlich ist, und vor allem in der Mitte des Films nur wenig passiert.
Während die Hauptrollen mit durchschnittlichen, aber eher unbekannten Schauspielern besetzt sind, und dadurch immerhin nicht nerven, sind hier eher die kleinen Nebenrollen interessant:
Horror- und Thriller-Fans entdecken hier Terry O'Quinn (Stepfather 1&2) und David Naughton (American Werewolf)- sogar Richard Roundtree (Shaft) ist mit dabei.

6/10

DAS ATTENTAT



1963, Jackson, Mississippi. Byron De La Beckwith (James Woods), Mitglied des KKK,
schießt dem schwarzen Bürgerrechtler Medgar Evers vor seinem Haus in den Rücken. Evers stirbt in den Armen seiner Frau (Whoopi Goldberg).
Vor Gericht wird Beckwith vom Gouverneur wie ein Freund begrüßt, und am Ende wird er von einer weißen Jury freigesprochen.
1989. Der Fall Evers wird neu aufgerollt, was sich über mehrere Jahre hinzieht.
Staatsanwalt Bobby DeLaughter (Alec Baldwin) sucht damalige Zeugen auf, findet Beweismittel-
und gewinnt so im Laufe der Zeit das Vertrauen der Witwe. Dabei wird er allerdings selbst zur Zielscheibe...

Unter der Regie von Rob Reiner spielen Alec Baldwin, Whoopi Goldberg, James Woods, Diane Ladd, William H. Macy, Virginia Madsen, Craig T. Nelson und Terry O'Quinn.
Verfilmt wurde ein wahrer Fall, die Aufklärung eines Mordes aus Rassenhass, 30 Jahre nach der Tat. Trotzdem gibt es bis heute keine deutsche DVD.
"Das Attentat" ist überzeugend gespielt, bietet eine gute Balance aus Gerichtsszenen und Ermittlungen- und berichtet von einem durchaus interessanten Fall.
Trotz etwas mehr als 2 Stunden Laufzeit, und keinerlei hineinkonstruierten Wendungen in der Geschichte wird es zu keiner Zeit langweilig.
In den USA war "Ghosts of Mississippi" (OT) ein Flop, und spielte nicht mal die Hälfte seiner Kosten wieder ein. Da reagierte man wohl etwas empfindlich...

8/10

AUF LEISEN SOHLEN KOMMT DER TOD



Im 87. Polizeirevier in Boston geht ein anonymer Anruf ein: Deponiert 5000$ auf einem Friedhof, oder ein Polizeibeamter stirbt.
Da man hier an einen Telefonstreich glaubt, und zur gleichen Zeit auch andere schwere Fälle zu bearbeiten hat, wird der Anruf nicht besonders ernst genommen-
und bald darauf wird einer der Beamten im Dienst erschossen.
Beim nächsten Anruf werden schon 50.000$ gefordert- oder der stellvertretende Bürgermeister stirbt.
Natürlich wird der Anruf diesmal ernst genommen, und eine Falle gestellt- der Killer kann trotzdem zuschlagen und entkommen, während sein Opfer stirbt.
Für sein nächstes Opfer verlangt der Killer nun 500.000$, während die Ermittler alle Spuren verfolgen, und im Zuge der Ermittlungen auch einem geplanten Überfall,
einem Vergewaltiger, sowie einigen Jugendlichen, welche zum Spaß Obdachlose anzünden, langsam auf die spur kommen...

Hochkarätig besetzt kommt dieser Krimi daher, welcher gekonnt zwischen Komödie und ernsthaftem Thriller schwankt.
Trotz der recht brutal erscheinenden Fälle wird auf Gewaltdarstellungen verzichtet, dafür wird einiges an Humor aufgefahren, was aber nie störend wirkt.
Der tolle Soundtrack tut sein übriges dazu, aus diesem Film ein kleines, leider ziemlich unbekanntes Juwel zu machen, das man sich immer wieder mal ansehen kann.

9/10

BAD MOON



Eine Expedition in Nepal wird von einem Werwolf angegriffen. Journalist Ted Harrison Überlebt schwer verletzt, seine Frau wird getötet.
Seitdem verwandelt er sich im Mondschein selbst zu einem Werwolf, was ihm durchaus bewusst, aber nicht zu verhindern ist.
Nachdem ihm immer mehr Menschen zum Opfer fallen, bleibt ihm nur noch ein letzter Versuch, das ganze verhindern zu können.
Er zieht zu seiner Schwester und deren Sohn auf's Land, und hofft, dass die starke Bindung der Familie hilft, die Verwandlungen zu unterdrücken.
Schon bei seiner Ankunft spürt Thor, der Schäferhund der Familie, dass mit Ted etwas nicht stimmt- und beobachtet ihn argwöhnisch.
Ted erklärt, dass er Nachts gerne Waldläufe unternimmt, doch in Wirklichkeit kettet er sich Nachts an einen Baum, um niemanden zu gefährden.
Doch nicht immer schafft er das vor der Verwandlung- und schon bald findet man im Wald eine zerfetzte Leiche.
Die Polizei verdächtigt Thor, da er einige unerklärliche blutige Schrammen hat, und daraufhin von Hundefängern der Familie entrissen wird.
Dumm nur, dass Thor der einzige Schutz der Familie war, welcher sich die Verletzungen bei einem Kampf gegen den Werwolf zugezogen hat...

Eric Red's "Bad Moon" gehört meines Erachtens bis heute zu den gelungensten Werwolf-Filmen überhaupt.
Der Film präsentiert zudem mit Michael Paré und Mariel Hemingway zwei überzeugende Hauptdarsteller,
welche beide von durchaus "besseren" Produktionen irgendwann zu Asylum (Hemingway) oder Boll-Produktionen (Paré) abgestürzt sind.
Immerhin ist zumindest Michael Paré heute auch immer wieder in teureren Filmen wie "Bone Tomahawk" oder "Der Mandant" zu sehen.
Ein großer Teil des Films spielt in einem Wald, und es gibt nur wenige Darsteller im Film-
viel Geld war für "Bad Moon" vermutlich nicht vorhanden, aber das fällt kaum auf.
Die Atmosphäre des Films ist schön düster, und obwohl recht schnell klar ist, um wen es sich bei dem Werwolf handelt, bleibt es spannend.
Auch die Tricks (kein CGI!) sind größtenteils gelungen, lediglich die Verwandlung gegen Ende wirkt, wohl dem Budget geschuldet, eher billig.
Trotz FSK 16 ist "Bad Moon" übrigens mit seinen kurzen 77 Minuten ungekürzt, und hat auch ein paar blutige Szenen zu bieten.
Hervorheben muss man auch "Thor", den Schäferhund: Sehr gut dressiert- und das "Augenduell" mit dem Werwolf ist sehr intensiv dargestellt.
Zu guter letzt kann der Film auch noch mit ein wenig (passendem) schwarzen Humor punkten.

8/10

BATES MOTEL



Norman Bates hat die letzten Jahre seines Lebens in einer Heilanstalt verbracht, wo er sich mit dem jungen Alex West anfreundete.
Als Bates stirbt, hinterlässt er Alex, welcher bald darauf entlassen wird, das Bates Motel.
Er beginnt das Motel zu sanieren, wobei auch die Leiche der Mutter von Norman Bates gefunden wird.
Diese wird begraben, doch kurz danach geschehen seltsame Dinge.

1987 gab es den ersten Versuch, aus der Geschichte rund um Norman Bates eine Serie zu machen.
Allerdings hat man hier so ziemlich alles falsch gemacht, was man sich nur denken kann-
weswegen nach den miserablen Kritiken zum Pilotfilm das Vorhaben auch schon wieder gestorben war.
Regisseur Richard Rothstein, welcher zuvor lediglich an der auch eher schwachen TV-Serie "Hitchhiker" mitgearbeitet hat,
und danach nie wieder in Erscheinung trat, hat mit "Bates Motel" einen unglaublichen Langweiler abgedreht.
Hauptdarsteller Bud Cort beherrscht genau zwei Gesichtsausdrücke (traurig oder blöd grinsend),
und besitzt maximal genug schauspielerische Fähigkeiten, um einen geistig instabilen Hamster spielen zu können.
Auch sonst passt hier absolut nichts. Der Film hat keinerlei Spannung, Thrill oder gar Horror, und ist zudem billigst inszeniert.
Wen wundert es da, dass aus der Serie (zum Glück) nichts wurde?

0/10

BEASTMASTER - DER BEFREIER



Der junge Dar entdeckt schon als Kind seine Fähigkeit mit wilden Tieren zu kommunizieren, kann sich aber nicht erklären warum.
Als der komplette Stamm bei dem er auzfwuchs von einer Horde Krieger getötet wird, überlebt er als einziger.
Jahre später durchstreift er mit einem Tiger, einem Adler und zwei Frettchen das Land,
und trifft auf ein Volk welches von Hohepriester Maax unterjocht wird, und diesem immer wieder Menschenopfer zu bringen hat.
Da ihm Kiri, eine der Sklavinnen von Maax gefällt, greift er in eine Opferzeremonie ein, und verhindert dank seines Adlers den Opfertod eines Kindes.
Als Dar erfährt, dass Maax damals für die Vernichtung seines Dorfes verantwortlich war, nimmt er mit Kiri, ein paar Verbündeten aus dem Volk,
und seinen Tieren den Kampf gegen den Tyrannen auf...

Nach seinem Überraschungserfolg im Horror-Bereich mit "Phantasm" (Das Böse), drehte Don Coscarelli mit "Beastmaster"
einen Fantasy-Film, welchen ich persönlich als den besten der damals vielen Conan-Konkurrenten ansehe.
Klar, die Geschichte ist bis auf die Tiere quasi identisch: Junge überlebt als einziger das Massaker an seinem Stamm- und rächt sich später an den Bösen.
Trotzdem macht der Film Spaß, kommt nicht zu billig daher- und bietet neben den gut dressierten Tieren eine nicht zu ernste Mischung aus Fantasy und Horror.
Mit Marc Singer in der Rolle als "Beastmaster" Dar, und Tanya Roberts in der weiblichen Hauptrolle der Kiri,
gab es für männliche wie weibliche Zuschauer zumindest schon mal optische Gründe, sich den Film anzusehen.
Ansonsten tummeln sich hier noch Rip Torn und John Amos, der Rest der Darsteller ist eher unauffällig.
Die Ausstattung und die Tricks sind durchaus ansehnlich, der Soundtrack passend- und auch mit der Synchro kann man gut leben.
Die VHS enthält die damalige Kinofassung mit 90 Minuten Laufzeit, welche nicht auf DVD veröffentlicht wurde.
Mir persönlich gefällt die kürzere Kinofassung deutlich besser als der Director's Cut, der doch ein paar Längen aufweist.

8/10

Auf DVD wurde der "Beastmaster" von Schröder Media veröffentlicht, allerdings nur in der langen Director's Cut-Fassung mit 114 Minuten.
Die neu eingefügten Szenen laufen dort im Originalton mit deutschen Untertiteln. Die Kinofassung gibt es bis heute nur auf VHS.

BEASTMASTER II - DER ZEITSPRINGER



Die Heimat des Beastmasters (Marc Singer) ist wieder in Gefahr.
Der Magier Arklon (Wings Hauser) verbündet sich mit der Hexe Lyranna, welche einen Zugang in ein magisches Zeitportal entdeckt hat.
Durch dieses kann man in unsere Gegenwart reisen, und dort mächtige Waffen stehlen, um das Land zu unterdrücken.
Als Arklon von der mächtigsten Waffe überhaupt, der Neutronenbombe erfährt, macht er sich mit Lyranna auf den Weg durch das Portal,
um eben diese Waffe in seinen Besitz zu bringen.
Doch auch der Beastmaster hat das Portal durchschritten- natürlich zusammen mit seinen tierischen Freunden.
Dummerweise fällt ein Mann mit Tiger, Adler und zwei Frettchen im Gepäck deutlich mehr auf, als ein böser Magier,
was die Suche und den Kampf gegen Arklon im Los Angeles der Gegenwart deutlich erschwert...

Ein Film, von dessen Regisseur Sylvio Tabet wohl noch nie jemand gehört hat.
Wie schlägt sich sein erster und einziger Film im Vergleich zu Kultregisseur Don Coscarelli's erstem Teil?
Die Voraussetzungen sind nicht übel, immerhin ist Marc Singer wieder als Beastmaster dabei.
Diesmal zwar mit anderer deutscher Synchro, an die man sich erst mal gewöhnen muss- aber da kann der Film ja nichts dafür.
Auch die restliche Besetzung kann sich sehen lassen, neben Wings Hauser und Kari Wuhrer
sind in Nebenrollen auch noch Michael Berryman und Robert Z'Dar zu sehen.
War der erste Teil noch ein Actionbetonter Fantasy-Film mit leichtem Horror-Einschlag, der sich aber trotzdem nicht ernst nahm,
setzt man im zweiten Teil beinahe ausschließlich auf Humor.
Anders wäre die Geschichte aber auch noch schwerer zu ertragen, als sie es eh schon ist-
Neutronenbomben und Barbaren passen einfach nicht besonders zusammen.
Zudem frage ich mich immer wofür ein Magier, welcher sogar Laserstrahlen verschießen kann, eine Neutronenbombe braucht...
Da wundert es auch nicht, dass nach der durchaus netten ersten halben Stunde der Film mit dem Sprung in die Gegenwart
extrem stark nachlässt, und dank dem überhand nehmenden Blödelhumor sogar zu nerven beginnt.
Dass Lyranna ständig betont, wie unwiderstehlich sie doch aussieht, und des öfteren ihre tollen Brüste lobt, macht das ganze nicht besser.
Der einzige wirklich gut sitzende Gag des Films hat mit dem Kino zu tun, an dem unsere Helden vorbeifahren.
Spannend inszeniert ist das ganze auch nicht, lediglich die gewohnt gut dressierten Tiere fallen positiv auf.

3/10

BERSERKER



Eine Legende besagt, dass die Wikinger bei ihren Raubzügen und der Entdeckung Amerikas sogenannte "Berserker" dabei hatten, welche die Kraft von Bären besaßen, und von Menschenfleich lebten.
Einer davon war als besonders grausam bekannt, und wurde von Odin dazu verdammt, ewig zu leben...
USA, Heute: Eine Gruppe Studenten will im Wald campen, doch ein Bär schleicht in der Gegend herum. Schon bald gibt es ein erstes Opfer.
Doch war das wirklich ein Bärenangriff? Blöde Frage, bei dem Filmtitel...

Positiv kann man herausstellen, dass hier nicht einfach nur wieder irgendein Backwoods-Massenmörder herumläuft, sondern man das ganze auf eine alte Sage aufbaut.
Und immerhin kommt hier auch ein echter Bär vor, der offensichtlich wirklich für den Film zur Verfügung stand- erstaunlich für so eine No-Budget Produktion.
Leider ist das dann auch schon alles, was heraussticht.
Die Inszenierung ist leider unglaublich billig, auch wenn man wohl wirklich versucht hat, aus dem wenigen bis gar keinem Budget das zur Verfügung stand alles herauszuholen.
Schauspielerisch herrscht wie zu erwarten unterstes Mittelmaß, aber immerhin sind keine Totalausfälle zu vermelden. Das für solche Filme aus den 80'ern typisch nervige Kanonenfutter eben.
Atmosphäre ist zwar durchaus stellenweise vorhanden, auch wenn manches eher daneben ging, wie der sauberst abgeschliffene Rumpf des Drachenboots am Anfang.
Wirkt (und ist wohl), wie frisch aus Sperrholzplatten geschreinert.
Ich möchte auch nicht wissen, wie viele Nebelwerfer für diesen Film im Einsatz waren. Die dürften einen Großteil des Budgets aufgefressen haben.
Spannung? Naja, das Rätsel ob nun Bär oder Berserker klärt ja schon der Titel auf. Wer wird dann wohl der Täter sein?
Es kommt im Film übrigens auch nur eine Person vor, welche der Berserker sein kann...
Die Angriffe passieren meist im Off, die paar wenigen blutigen Szenen bestehen aus Kratzern im Gesicht sowie ein wenig aufgetragenem Kunstblut.
Genau einmal wird ein Angriff auch gezeigt: In Form eines unbeweglichen Bärenkopfes, der auf einen Arm seines Opfers gehalten wird- und jemand spritz Kunstblut dazu.
Wie gesagt: Auf dem Arm. Die Bärenzähne berühren den Arm nicht einmal...
Schade um die eigentlich nette Idee- aber der Berserker ist 'ne ziemliche Gurke.

2/10

BLACK MAGIC WOMAN



Brad Travis (Mark Hamill) ist verheiratet und betreibt eine erfolgreiche Kunstgalerie.
Dort trifft er eines Tages auf die geheimnisvolle Cassabdra, mit welcher er eine Affäre beginnt.
Als ihn dann doch irgendwann das schlechte Gewissen gegenüber seiner Frau plagt, beendet er das ganze wieder.
Doch Cassandra ist damit nicht einverstanden- und bedient sich schwarzer Magie, um sich an Brad zu rächen...

Die Geschichte klingt irgendwie nach "Eine verhängnisvolle Affäre" mit einem Schuss Voodoo- und mehr ist es auch nicht.
"Black Magic Woman", welcher seinen Titel vom Santana-Song entliehen hat welcher in der Liebesnacht mit der Affäre läuft,
kommt einfach viel zu schleppend in Gang.
Erst gegen Ende wird der Film halbwegs spannend, wobei aber der Schlussgag wieder überhaupt nicht überzeugt.

3/10

BLACKOUT - BESTIE IN SCHWARZ



Eine Mutter mit ihren Kindern wird brutal ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Der Ehemann ist verschwunden, und somit Hauptverdächtiger.
Kurz darauf wird nach einem schweren Autounfall ein unbekannter, durch Feuer entstellter Mann mit Gedächtnisverlust in ein Krankenhaus eingeliefert.
Einige Jahre lang gibt es in beiden Fällen nichts neues,
der Mörder der Familie wurde nie gefunden, und die wahre Identität des Unfallopfers ist weiterhin unbekannt.
Dieser hat inzwischen ein neues Leben angefangen, und seine damalige Krankenschwester geheiratet.
Ein Polizist stößt zufällig beim aufarbeiten alter Fälle auf den damaligen Verkehrsunfall, der sehr kurz nach den Morden passierte-
besteht etwa eine Verbindung zwischen den beiden Vorkommnissen?
Oder steckte jemand anderes hinter dem Mord der durch die erneuten Ermittlungen nun wieder aufgescheucht wird?

Der leider letzte Film von Regisseur Douglas Hickox (Theater des Grauens) ist ein gut besetzter TV-Thriller, der zu unrecht in Vergessenheit geraten ist.
In den Hauptrollen sind Keith Carradine, Kathleen Quinlan, Richard Widmark und Michael Beck zu sehen.
"Blackout" ist sehr spannend inszeniert, und war vermutlich ein Vorbild für die zwei Jahre später startende "Stepfather"-Reihe,
die es sogar zu einem Remake brachte.

8/10

BLIND SIDE



Doug und Lynn Kaines waren geschäftlich in Mexiko unterwegs, und sind jetzt mit dem Auto unterwegs zurück in Richtung Heimat.
Es ist Nacht, neblig und regnet stark- und beide sind nicht mehr sehr konzentriert, da taucht wie aus dem nichts eine Gestalt vor dem Auto auf.
Ausweichen und bremsen ist nicht mehr möglich, der unbekannte wird überfahren.
Als sie sich um den Mann kümmern wollen, stellen sie fest dass er sowohl tot, als auch ein mexikanischer Polizist ist.
Aus Angst vor der berüchtigten mexikanischen Polizei, und in dem glauben, dass sie niemand gesehen hat,
lassen sie den toten liegen und fahren unbehelligt über die Grenze nach Hause.
Eines Tages taucht jedoch der mysteriöse Jack Shell bei ihnen auf, der angeblich einen Job will, und Andeutungen über Mexiko macht.
Zunächst lehnen sie ihn ab, doch Shell kontert mit immer mehr Wissen über die beiden- so dass ihnen nichts anderes übrig bleibt,
als zu versuchen ihn mit ihrem Anwalt loszuwerden, welcher ein Freund der beiden ist- und auch über das geschehen in Mexiko informiert ist.
Shell spielt sein Wissen im Gespräch aus, und hat danach alle in seiner Hand.
Ein gnadenloser Psychoterror beginnt, ohne genau zu wissen, was Shell eigentlich damit bezweckt...

Geoff Murphy's Psychothriller ist zwar nur ein für das amerikanische TV gedrehter Fernsehfilm, dafür aber am Ende ziemlich hart,
und mit Rutger Hauer, Rebecca De Mornay, Ron Silver und Jonathan Banks sehr gut besetzt.
Die Geschichte erzählt inhaltlich nichts neues, ist aber ziemlich flott, glaubwürdig und spannend erzählt.

7/10

Auf DVD ist der Film nur in einer über 2 Minuten gekürzten Fassung ab 16 erhältlich.

BLINK



Emma Brody ist seit ihrer Kindheit blind. Durch eine gerade eben durchgeführte Hornhauttransplantation kann Emma zwar wieder sehen,
jedoch die erste Zeit ziemlich verschwommen, und teils werden die Bildinformation von ihrem Gehirn erst deutlich später verarbeitet.
Als vor ihrer Haustüre eine Frau ermordet wird, kann sie den Täter zwar sehen, aber nicht erkennen.
Auch die Polizei nimmt sie aufgrund ihrer Krankengeschichte als Zeugin nicht Ernst.
Nur einer tut es: Der Mörder. Denn der ist nun auch hinter Emma her...

Regisseur Michael Apted ist mit "Blink" ein hervorragender Psychothriller gelungen,
welcher mit Madeline Stowe, Aidan Quinn , James Remar und Laurie Metcalf auch erstklassig besetzt ist.
Nur in der Mitte hängt der Film ein wenig durch, da die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen Emma und einem Cop hier etwas zu viel Platz einnimmt.

8/10

BLOOD TIDE



Auf einer kleinen, griechischen Insel glauben die Einwohner noch an alte Sagen wie die vom Ungeheuer, welches unter der Insel einer Höhle leben soll.
Als ein amerikanischer Schatzsucher auf die Insel kommt und von der Geschichte erfährt, sucht und entdeckt er den Eingang zu besagter Höhle...

Eigentlich klang das ganze recht vielversprechend:
Ein zwar unbekannter Regisseur, aber ein Drehbuch von Nico Mastorakis, und Brian Trenchard-Smith, John D. Schofield sowie Nico Mastorakis als Produzenten.
Was kann da bei einem B-Horrormovie schiefgehen? Leider eine ganze Menge...
Gut, der Film ist im gesamten schwierig zu bewerten, da die deutsche VHS massiv (in der Handlung) gekürzt wurde- und so gerade mal auf 74 Minuten kommt.
Allerdings sind selbst in dieser kurzen Fassung spannende Momente eher selten zu finden, so das man uncut wohl auch nicht viel mehr erwarten könnte.
Die bekanntesten Gesichter im Film sind James Earl Jones und José Ferrer, doch auch die beiden können hier nicht viel herausreissen.
Die Geschichte klingt besser, als der Film daherkommt- man hat zwar versucht, eine bedrohliche Stimmung aufzubauen, aber es nicht überzeugend hingekriegt.
Erst ganz am Ende taucht dann mal kurz ein Mann im billigen Gummikostü... ähhh... das Monster auf, davor ist es nie wirklich zu sehen.

3/10

BLUTIGER ENGEL



Bei der reichen Familie Coverdale stellt sich Eunice Parchman, ein freundliches, perfekt erscheinendes neues Hausmädchen vor.
Da sie sich so gut verkauft, wurde sie erst gar nicht nach eventuellen Zeugnissen gefragt, sondern sofort eingestellt.
Sie ist freundlich, aber reserviert, hält das Haus sauber, und ist eine perfekte Köchin.
Eunice hat allerdings ein dunkles Geheimnis: Sie hat nie Lesen gelernt.
Klingt nicht weiter tragisch, allerdings hat sie schon einmal jemanden getötet, der sie deswegen genervt und als dumm abgestempelt hat.
Der Fall wurde nie aufgeklärt, und Eunice will ein neues Leben anfangen.
Blöd nur, dass Melinda, die Tochter der Familie zufällig hinter ihr Geheimnis kommt...

Gar nicht übel, was der komplett unbekannte Regisseur Ousama Rawi in seinem einzigen Film hier abgeliefert hat.
Auch die Besetzung ist weitgehend unbekannt, kann aber durchaus überzeugen.
"A Judgement in Stone", so der Originaltitel, basiert auf dem gleichnamigen Roman (Deutsch: "Urteil in Stein") der Autorin Ruth Rendell.
Ist einem das bewusst, kriegt man auch genau das, was man von Rendell's Geschichten erwartet: Einen recht spannenden Thriller.
Das einzige, was dem Film im Weg steht ist der plakative deutsche Titel, welcher eher auf ein brutales Werk schließen lässt...
Die Geschichte wird ruhig, aber spannend erzählt, endet dann allerdings wirklich relativ brutal, was aber nicht unpassend wirkt.
Nicht umsonst hat 10 Jahre später Regisseur Claude Chabrol mit attraktiver Besetzung ein Remake unter dem Titel "Biester" gedreht-
welches aber deutlich Spannungsärmer ausfiel als sein Vorbild.

7/10

DAS CAMP DES GRAUENS 2



In einem Feriencamp werden nach und nach alle Jugendlichen umgebracht.

Klingt nach wenig Handlung? Und wie schon diverse male dagewesen? Stimmt auffallend...
Das einzige, was diesen lahmen "Freitag der 13te"-Klon interessant macht sind ein paar derbe Morde,
welche in der VHS-Erstauflage von New Vision trotz FSK 18 beinahe komplett entfernt wurden.
Screen Power hat den Film einige Jahre später uncut mit dem Originaltitel veröffentlicht.
Okay, die Anspielungen auf andere Horrorklassiker sind auch noch ganz nett, können den Film aber bei weitem nicht retten.
Alle Darsteller, auch Angela Springsteen in der Hauptrolle als Angela, sind komplett unbegabt, benehmen sich komplett bescheuert,
und haben keinerlei sinnvolle Dialoge abgekriegt. Und ich bezweifle, dass das im Originalton anders ist.

3/10

CAMPFIRE TALES



Vier junge Leute sind Nachts in ihrem Auto unterwegs, als sie mitten im Wald eine Panne haben.
Zu Fuß ist es zu weit, vernünftiges Licht haben sie auch nicht- also beschließen sie ein Lagerfeuer zu machen,
und sich bis zum morgen mit Gruselgeschichten wachzuhalten.

Honeymoon
Ein junges Paar ist mit einem Campingbus unterwegs.
Nachts machen sie einen Zwischenstop, wobei ein seltsamer Mann sie warnt, das Fahrzeug nicht zu verlassen.
Bei der Weiterfahrt geht allerdings das Benzin aus...

People Can Lick Too
Die Eltern der 11-jährigen Amanda sind unterwegs, ihre ältere Schwester soll aufpassen, geht aber mit einer Freundin weg.
Amanda vertreibt sich die Zeit in Internet-Chatrooms, doch sie hätte dort besser nicht erzählt, dass sie alleine zu Hause ist-
denn ihre vermeintliche Internetfreundin Jessica entpuppt sich als psychopathischer Killer...

The Locket
Scott, ein junger Motorradfahrer, hat Nachts und mitten im starken Regen in einer einsamen Gegend eine Panne.
Er geht zu einem nahegelegenen Haus, wo er von der stummen, aber freundlichen Heather hereingelassen wird.
Die beiden sind sich sofort sympathisch, doch seine Anwesenheit scheint Visionen von Geistern bei beiden auszulösen...

Eingepackt in eine Rahmenhandlung werden hier drei Kurzgeschichten erzählt, welche, wie oft in solchen Filmen,
qualitativ ziemlich unterschiedlich daherkommen- aber für eine Kurzgeschichtensammlung sogar blutig ausgefallen sind.
"Honeymoon" ist komplett vorhersehbar, und wird noch dazu durch die Pseudo-Sexszene gestreckt. Eher unspannend.
"People" dagegen ist sehr spannend, Psychoterror, der schon 1997 die Gefahren von unbekannten Internetkontakten zeigt.
"Locket" beginnt ruhig, ist aber sehr atmosphärisch und angenehm altmodisch gruselig erzählt.
Auch die Rahmenhandlung endet nach der dritten Geschichte interessant, so dass man "Campfire Tales" empfehlen kann.

7/10

CLONE MASTER



Doctor Simon Shane und sein Partner Ezra Louthin experimentieren im Auftrag der Regierung mit Klontechnologie, und stehen kurz davor, den ersten Menschen zu klonen.
Als der "Geburtstermin" des ersten Klones ansteht, verschwindet Ezra Louthin jedoch spurlos, und Simon Shane wird schon bald unter Druck gesetzt,
seine Forschungsunterlagen zu übergeben, und die Klone seinen Auftraggebern zu überlassen.
Was noch keiner ausser den beiden Forschern wusste: Das Experiment ist schon vor der geplanten Zeit gelungen. Und nicht nur ein mal...
Mit Hilfe seine Klone, welche Telepathisch mit ihrem "Vater" kommunizieren können, macht sich Simon auf die Suche nach seinem Partner Ezra-
und stößt dabei auf Hinweise, die nicht auf die Regierung, sondern ein Verbrechersyndikat als seinen Auftraggeber hinweisen...

Die Story ist nicht uninteressant, durchdacht erzählt- und auch mit ein paar damals aus dem TV bekannten Gesichtern besetzt.
Stichwort TV: Der Film wirkt nicht zuletzt dank seinem Ende wie ein geplanter Pilotfilm zu einer TV-Serie, auch die gesamte Ausstattung und das vermutliche Budget deuten in diese Richtung.
Nichts wirkt zu billig, aber es sieht eben auch nicht unbedingt nach einer teuren Kinoproduktion aus.
Alles in allem wird trotz wenig Action spannende Unterhaltung geboten.

7/10

DEAD MAN ON CAMPUS



Der zielstrebige Josh will in seinem Leben einiges erreichen. Doch als er im College ankommt, wird ihm das nicht gerade leicht gemacht.
Sein Zimmerkollege Cooper ist ein Partysüchtiger Kiffer, und auch alle seine Kumpels denken nur an Drogen, Alkohol und Mädchen.
Mit solchen Kameraden ist es nicht einfach zu lernen- und recht schnell lässt sich auch Josh auf diesen Lebensstil ein.
Als Ergebnis werden natürlich seine Noten schlechter, der bisher eher Streberhafte Josh lässt stark nach, und verhaut seine Zwischenprüfung.
Schon bald taucht auch noch der Vater von Cooper auf, und macht extremen Druck. Jetzt müssen beide versuchen, ihre Noten zu verbessern.
Zum Glück erfahren sie von einem komplett versoffenen und abgestürzten ehemaligen College-Absolventen von einer Ausnahmeregelung:
Studenten, welche während ihrer Collegezeit stark traumatisiert wurden, etwa durch Selbstmord eines Zimmerkollegen,
kriegen ungeachtet ihres Bildungsstandes automatisch Höchstnoten. Klingt nach einer einfach Lösung für ihr Problem.
Die beiden suchen nach labilen, und somit eventuellen Selbstmordkandidaten im College, um einen solchen in ihr Zimmer aufzunehmen.
Klingt einfacher, als es ist- schon bald sind sich Josh und Cooper einig, dass sie wohl ein wenig nachhelfen müssen...

Ich bin eigentlich generell kein Freund dieser ganzen, in meinen Augen oft komplett unlustigen und meist primitiven Teenie-Komödien...
Um so erstaunlicher, dass mich ausgerechnet ein beinahe komplett unbeachteter Film ohne namhafte Darsteller begeistern kann.
MTV Productions präsentiert hier eine nach dem ersten drittel erfrischend andere, weil ziemlich schwarzhumorige Komödie-
welche auch mit tollem Soundtrack punkten kann (Marilyn Manson, Creed, Powerman 5000...).
"Dead Man on Campus" beginnt klischeehaft mit den in solchen Filmen üblichen Charakteren, Flachwitzen und Parties,
mausert sich dann aber dank einiger schräger Ideen und teils völlig kaputten Charakteren zu einem kleinen Highlight.

7/10

DELTA FORCE 3 - THE KILLING GAME



Ein arabischer Terrorist droht, mitten in Amerika eine Atombombe zu zünden.
Die Regierung schickt die Delta Force los, welche allerdings diesmal auf die Hilfe einer russischen Speznaz-Einheit angewiesen ist...

Die Namen auf dem Cover klingen teils seltsam vertraut... zumindest die Familiennamen.
Und tatsächlich: "Delta Force 3" ist eine kleine Ansammlung von Söhnen bekannter Schauspieler und Regisseure.
Neben Mike Norris spielen hier noch Nick Cassavetes (Sohn von John Cassavetes), Eric Douglas (Sohn von Kirk, Bruder von Michael Douglas), und Matthew Penn (Sohn von Regisseur Arthur Penn).
Regie führte hier Sam Firstenberg, Schauspielerisch ist das ganze irgendwo im unteren Mittelmaß angesiedelt, auch wenn die Delta Force teilweise ein wenig wie eine Teenie-Kampfgruppe daherkommt.
Was die Kampfszenen angeht regiert hier allerdings leider allgemein ziemlich schlechte Choreografie.
Ansonsten ist fast alles wie gehabt, nur schnarchiger inszeniert: Geballer und Explosionen sind vorhanden, aber alles dümpelt vor sich hin.
Überraschend ist hier lediglich, dass die US-Kämpfer sich mit Russen zusammentun müssen.

4/10

DUDES



Drei Punks wollen von New York nach Kalifornien, und schmeissen dafür ihr letztes Geld zusammen.
Unterwegs, bei einer übernachtung im freien, werden sie von Rednecks überfallen und ausgeraubt.
Als einer der drei versucht zu flüchten, wird er vom Anführer erschossen, was zu einem Streit unter den Rednecks führt, während dem die beiden anderen abhauen können.
Nach überlegungen wie es nun weitergehen soll, beschließen die beiden ihren Freund zu rächen- und begeben sich auf die Suche nach den Rednecks...

Was als Teeniekomödie beginnt, schlägt später in ein klassisches Revenge-Szenario um.
Diese Mischung funktioniert erstaunlich gut, der Film macht Spaß und ist recht spannend inszeniert.
Die Besetzung ist mit Jon Cryer und Catherine Mary Stewart erstklassig, und auch Regisseurin Penelope Spheeris ist keine unbekannte.
Dazu kommt ein passender Soundtrack, und das amerikanische Wüsten-Setting bietet auch was für's Auge.

8/10

EDDIE AND THE CRUISERS



Eddie Wilson, Sänger der Band "Eddie and the Cruisers", verunglückte unter seltsamen Umständen mit seinem Wagen.
Seine Leiche wurde nie gefunden, die Band löste sich auf, und auch die letzten Aufnahmen sind seit dem spurlos verschwunden.
18 Jahre später wird die Musik der Band in den Medien abgefeiert- und eine Reporterin will alle damaligen Bandmitglieder interviewen.
Zeitgleich wird in die Wohnungen der Bandmitglieder eingebrochen, scheinbar sucht jemand die alten, unveröffentlichten Tapes,
welche jetzt ein Vermögen wert sein dürften. Doch was geschah damals wirklich?
Je mehr nachgeforscht wird, und je mehr Erinnerungen hochkommen, desto mehr stellen sich alle die Frage: Ist Eddie wirklich tot?

Auf dem Cover steht der Satz "Ein Film wie Rock'n'Roll". Und besser kann man es auch nicht beschreiben.
Ein Film über Legendenbildung, Verehrung, Idole- und den Wahnsinn, welchen der Kommerz und die Medien mit toten Stars auslösen.
Die Besetzung ist absolut herausragend und perfekt:
Tom Berenger, Helen Schneider, John Stockwell, Ellen Barkin, Joe Pantoliano und Míchael Paré in seiner besten Rolle als Eddie Wilson.
Der Soundtrack stammt von "John Cafferty and the Beaver Brown Band", welcher sich auch längere Zeit in den Charts halten konnte.
Wer Rockmusik im Stil von Bruce Springsteens 80'er Scheiben mag, wird hier begeistert sein.

10/10

EDDIE AND THE CRUISERS II - EDDIE LEBT



Die verschollenen Aufnahmen von Eddie Wilson und den Cruisers sind aufgetaucht- und werden als "Seasons in Hell" veröffentlicht.
Um die Sensation noch größer zu machen, lässt die Plattenfirma Satin Records Gerüchte streuen, dass Eddie Wilson noch lebt.
Das unerwartete ist allerdings wahr: Eddie Wilson lebt, hat sich zurückgezogen und ein neues Leben angefangen.
Unter dem Namen Joe West arbeitet er auf Baustellen für seinen Lebensunterhalt, für Musik interessiert er sich nur noch am Rande.
Das ändert sich, als er zufällig auf die Band des jungen und begabten, aber großkotzigen und von sich überzeugten Rick Diesel stößt.
In einer kleinen Bar zeigt er diesem, wie man Rock'n'Roll spielt, und freundet sich mit dem Saxophonisten Hilton an.
Dieser meint nach "Joes" Auftritt auch erkannt zu haben, dass es sich um Eddie Wilson handelt- schweigt in der Band aber darüber.
Eddie spricht sich mit Rick Diesel aus, und stößt zu seiner Band- allerdings zu seinen musikalischen Bedingungen.
Erste Auftritte in kleinen Clubs sind erfolgreich, und schon bald tauchen auch die Männer von Satin Records auf-
denn Gesang und Musikstil sind dem momentan extrem angesagten Stil der Cruisers doch sehr ähnlich...

Die Fortsetzung von Eddie and the Cruisers ist perfekt gelungen.
Míchael Paré spielt wieder Eddie Wilson, und auch ein paar andere Charaktere aus dem ersten Film tauchen wieder auf.
Der Soundtrack ist wieder von John Cafferty. Alles richtig gemacht, kann man da nur sagen.
Wie schon der erste Teil ein perfekter Musikfilm mit Aussage.

10/10

EVIL ALTAR



In einer amerikanischen Kleinstadt hat sich ein Teufelsanbeter, welcher sich selbst "Necromancer" nennt, versteckt.
Dieser will Unsterblichkeit erlangen, wofür er die Seelen von 103 Jugendlichen braucht. Aber keine aus dem Ort, denn das würde ja auffallen.
Das letzte Opfer muss eine weibliche Jungfrau sein. Um diese Opfer zu kriegen schickt er seinen Diener, den sogenannten "Collector" los.
Als eines Tages ein Rechtsanwalt mit seinem Sohn auf der Durchreise an der örtlichen Tankstelle anhält, verschwindet sein Sohn spurlos.
Er ruft zwar die Polizei, der örtliche Sheriff (Robert Z’Dar) ist aber nicht bereit zu helfen- denn auch er untersteht dem Necromancer.
Also macht sich der Vater zunächst alleine auf die Suche, bis er auf Teri trifft, welche seit der Necromancer da ist, Visionen von ihm hat.
Teri soll sein letztes Opfer werden, und beschließt zusammen mit einem Freund dem Anwalt auf der Suche nach seinem Sohn zu helfen...

Regisseur Jim Winburn's erster (und letzter) Film ist eine einzige Katastrophe.
Wenn man nicht gerade Sammler obskurer, nicht auf DVD erhältlicher Horrorfilme ist, sollte man einen großen Bogen um das Tape machen.
"Evil Altar" ist ein billigst abgedrehter Schundfilm ohne jegliche Schauwerte, ohne Spannung, ohne Effekte, ohne Atmosphäre.
Hier ist wirklich jeder einzelne Darsteller eine Katastrophe, selbst Robert Z’Dar, das einzig halbwegs bekannte Gesicht im Film, wirkt gelangweilt.
Dazu passt, wie so oft, die miserable deutsche Synchronistation, welche mit gelangweilten Sprechern glänzt- und oft nicht Lippensynchron ist.
Soundtrack? Belanglos. Action? Null. Splatter? Nö, ein paar etwas blutige Szenen, aber nur sehr kurz.
Warum es von dieser Gurke auch eine geschnittene FSK 16 Version gibt, ist ein Rätsel, die Uncut-Erstauflage ist nämlich auch ab 16...
Das interessanteste am Film ist dann wohl die Verbeugungen vor einem Klassiker des Horror-Genres,
wer ein Auge dafür hat dürfte sich in einer Szene stark an "Das Böse" (Phantasm) erinnert fühlen.
Mit der Logik nimmt man es hier dafür überhaupt nicht genau. Alleine schon die Grundidee:
Der Necromancer versteckt sich in einer winzigen Kleinstadt, um über hundert Opfer zu kriegen, deren verschwinden nicht auffallen soll?
Er gibt seinen gefangenen Opfern sogar Tips, wie sie ihn besiegen können? ("Wenn Blut auf das Pentagramm fällt, kostet mich das meine Macht")
Jep, alles sehr glaubwürdig, und sorgt für unglaubliche Spannung.

0/10

EXQUISITE TENDERNESS



Julien muss als Kind mit ansehen wie sein Bruder in einer Klinik stirbt, weil der operierende Arzt bei einem Luftröhrenschnitt abrutscht, und die Schlagader trifft.
Viele Jahre später ist Julien selbst Arzt, und versucht heimlich, abgestorbene Zellen an Testpersonen wieder zu reaktivieren.
Als das entdeckt wird, versucht er zu flüchten, springt aus einem Fenster der Klinik- und endet als Querschnittsgelähmter.
Der umstrittene Dr.Stein führt im Krankenhaus grausame Tests mit Tieren durch,
und hat dadurch ein Mittel entdeckt, welches alles körperlichen Schäden heilen kann. Allerdings nur kurzzeitig.
Um genaueres zu erfahren, führt nun auch Dr.Stein ein Experiment an einer unwissenden Testperson durch.
Die Ärztin Theresa greift zwar ein, kann den Tod der Patientin aber nicht verhindern.
Da die Umstände sehr undurchsichtig scheinen wird Theresa zunächst vom Dienst suspendiert, stellt aber mit einem anderen Kollegen Nachforschungen an.
Es dauert nicht lange, da finden die beiden die Leiche von Dr.Stein im Labor des Krankenhauses- es muss also noch jemand unterwegs sein, der beteiligt ist...

Thriller-Spezialist Carl Schenkel (Abwärts, Knight Moves) steckt hinter der Regie von "Exquisite Tenderness",
welcher extrem düster, spannend, und teils auch recht brutal daherkommt.
Aufgrund der ziemlich fiesen Tötungsszenen dürfte hier auch so mancher Horror-Fan begeistert sein,
und es würde mich nicht wundern, wenn man nach diesem Film in Krankenhäusern generell ein mulmiges Gefühl entwickelt.
Carl Schenkel hat es verstanden, mit dem unguten Gefühl zu spielen, welches wohl jeder speziell in Krankenhäusern und bei Ärzten hat.
Schließlich ist es nicht unvorstellbar, dass man gegen seinen Willen auch mal unwissend zu einem "Versuchsobjekt" werden könnte.
Im Gegensatz zum thematisch ähnlichen, aber sehr viel ruhigeren "Coma" werden hier allerdings auch drastische Bilder gezeigt.
Die Besetzung ist mit James Remar, Peter Boyle und Malcolm McDowell hervorragend und überzeugend,
für die blutigen Szenen war Steve Johnson zuständig, welcher sein können zuvor schon in vielen Horrorfilmen beweisen durfte.

9/10

FLASH UND FIRECAT



Das sympathische Gaunerpärchen Flash und Firecat plant einen Banküberfall.
Nicht mit Gewalt, sondern mit dem schlauen Plan den 13-jährigen Sohn des Bankdirektors zu entführen-
ohne dass dieser das ganze als Entführung auffasst, aber ein "Lösegeld" von 33.000$ für ihn gezahlt wird.
Kein Problem für die hübsche Flash, sie überredet Söhnchen einfach zu einer Fahrt in ihrem Buggy, so dass er eine Weile nicht auffindbar ist
Währenddessen schnappt sich Firecat das Geld des Bankdirektors, sammelt auf der Flucht Flash ein-
und los geht die wilde Jagd von Polizei und einem ziemlich rigorosen Versicherungsermittler der Bank auf die beiden in ihrem Buggy...

Das Regie-Ehepaar Ferd und Beverly Sebastian hat nicht viele Filme gedreht, doch diejenigen welche ich kenne sind durchaus gelungen.
Dass die Namen Heute kaum bekannt sind, dürfte auch daran liegen, dass bis auf ihren letzten Film (Running Cool, 1993- und der auch erst seit 2013)
kein einziger in Deutschland auf DVD erhältlich ist.
Ursprünglich wurde "Flash and the Firecat" mit dem dämlichen Titel "Die Buggy-Bumser" in Deutschland veröffentlicht,
was auch nicht gerade hilfreich gewesen sein dürfte. Die letzte Auflage, welche auch in meiner Sammlung steht, trägt aber quasi den Originaltitel.
Von Richard Kiel in einer etwas größeren Nebenrolle abgesehen, tummeln sich hier nur unbekannte Namen, welche aber nicht negativ auffallen.
Die Story ist natürlich eher dünn, und dient nur als Alibi für viele Verfolgungsjagden durch Stadt und Wüste,
wer aber genau das mag, und vielleicht auch noch auf alte Strandbuggies steht, kommt hier voll auf seine kosten.

8/10

FLIPPING - FALSCHES SPIEL



Hooker und seine Freunde arbeiten für den Gangsterboss Leo.
Ausgerechnet in Hooker's Hochzeitsnacht sollen die Männer für Leo in einem von ihm "beschützten" Nachtclub Geld eintreiben,
erfahren vor Ort aber, dass schon Schutzgeld gezahlt wurde- an einen anderen Gangster, den "Fat Boy".
Sie treiben trotzdem Geld ein, was natürlich Streit zwischen den Gangs provoziert-
und mittendrin meinen die Jungs dann auch noch, selbst abkassieren zu können, und Leo umzulegen...

Es ist schon komisch mit "Flipping". Meist wird der Film schlecht gemacht, und billiger Tarantino-Verschnitt genannt.
Mit den meisten von Tarantino's Filmen kann ich nichts anfangen- während mir aber eben "Flipping" recht gut gefällt.
Die Gemeinsamkeiten sind schräge Charaktere, und eine sehr Dialoglastige Handlung.
Während mich Tarantino's oft komplett Sinnfreie, und nichts mit dem Film zu tun habenden Dialoge aber meist unglaublich nerven,
ist "Flipping" zwar geschwätzig, aber immer im Sinne des Films.
Die Besetzung ist mit David Proval, Mike Starr und Keith David zwar nicht sehr bekannt, aber sehr gut ausgewählt.
Regisseur Gene Mitchell hat allerdings nur diesen einen Film gedreht.

7/10

FOOD OF THE GODS - DIE INSEL DER UNGEHEUER



Auf einer Insel wird ein Mann von einer riesigen Wespe angegriffen und getötet.
Als daraufhin auf der Insel nachgeforscht wird, landet man schnell bei einer Farm, auf der riesige Hühner gezüchtet werden-
und sieht sich bald von ebenso großen Ratten bedroht.
Eine unbekannte Masse kommt aus dem Boden der Insel, welche an die Tiere verfüttert wird, und alle übernatürlich groß heranwachsen lässt...

Der auf einem Roman von H.G.Wells basierende Film gilt zurecht als Trash-Klassiker, macht aber durchaus Spaß.
Mit der Logik nehmen es die handelnden Personen nicht so genau, Schauspielerisch herrscht ebenfalls größtenteils niedriges Niveau-
und die Tricks schwanken zwischen erträglich (die vergrößert einkopierten Ratten) und katastrophal mies (Staudammbruch).
Dass sich die Tierchen allesamt wie Raubkatzen anhören, anstatt erwartungsgemäß herumzupiepsen, wirkt ebenfalls eher peinlich als bedrohlich.
Immerhin ist der Film nicht langweilig, und bietet definitiv mehr Action, als Dialogszenen.

5/10

FOOD OF THE GODS 2 - DIE STUNDE DER RATTE



Forscher arbeiten an einem Mittel, welches kleinwüchsige Menschen wachsen lassen soll.
Bei Pflanzen im Labor angewendet, zeigt dieses auch Erfolg-
nur dumm, dass die Pflanzen nahe an den Käfigen der Versuchs-Ratten des Labors stehen, welche davon fressen...

Thematisch ist der Film natürlich zum Teil ähnlich (Riesenratten greifen Menschen an), aber eine "echte" Fortsetzung ist der Film nicht.
Allerdings ist hier der deutsche Titel auch nicht, wie so oft, als Fortsetzung ausgelegt- aber der Originaltitel lautet wirklich "Food of the Gods II".
Man kriegt die üblichen Tierhorror-Klischees vorgesetzt, die Tricks sind zwar besser als im Quasi-Vorgänger, aber immer noch auf Trash-Niveau,
und die Schauspieler sind allesamt eher unbegabt.
Immerhin gibt es hier durchaus ein paar blutige und eklige Szenen zu bestaunen, was die 18er Freigabe rechtfertigt.
Warum man allerdings in dieser Auflage der VHS das Cover vom ersten Film nochmal recycelt hat, ist mir ein Rätsel...

5/10


Zuletzt von Retro am Fr Nov 17, 2017 11:29 am bearbeitet; insgesamt 77-mal bearbeitet
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Mi Nov 01, 2017 11:20 pm

GHETTO BUSTERS



Jack Spade (Keenen Ivory Wayans) war 10 Jahre in der Army, und kehrt jetzt nach Hause zurück.
Schon am ersten Tag muss er erfahren, dass sein Bruder June Bug an einer Überdosis Goldketten gestorben ist.
Die Schuld daran gibt er Mr.Big (John Vernon), dem Drogenkönig der Stadt, und schwört, seinen Bruder zu rächen.
Zum Glück kennt seine Mutter den richtigen Mann, der Jack dabei helfen soll: John Slade (Bernie Casey).
Dieser trommelt seine zwielichtigen Kumpels zusammen,
und gemeinsam mit Kung-Fu-Joe (Steve James), Flyguy (Antonio Fargas), Hammer (Isaac Hayes) und Slammer (Jim Brown)
soll jetzt im Viertel aufgeräumt werden...

Keenen Ivory Wayans Regiedebüt ist noch ein ganzes Stück von seinen späteren Filmen entfernt- und das ist gut so.
Der hyperaktive, primitive und entsprechend unlustige "Humor" seiner späteren Filme ist hier noch nicht so stark zu erkennen.
Viel mehr lehnt er sich hier noch an die Klassiker von Zucker/Abrahams/Zucker oder Mel Brooks an,
deren Humor zwar auch sehr schräg, aber doch einige Etagen höher angesiedelt ist.
Die Besetzung ist dabei erstklassig gewählt, neben den schon erwähnten sind auch noch die anderen Wayans-Brüder,
ausserdem Clu Gulager und Chris Rock in kleinen Gastauftritten zu sehen.
Der Film hat nur einen Nachteil: Wer kein großer Filmfreak ist, und sich für die Blaxploitation-Welle der 70'er Jahre nicht interessiert,
der dürfte eine ganze Menge Anspielungen und Gags nicht verstehen- und die Besetzung nicht zu würdigen wissen.
Auch der Soundtrack geht in diese Richtung- sehr Funky!
Wer Rap erwartet wird größtenteils enttäuscht- den gibt's nur im Abspann, und auch nur in Form eines Filmgags.
Schräger Humor ist aber definitiv Voraussetzung für diesen Film- wer (beabsichtigt) sofort erkennbare Stuntmen
oder Klischee-Zuhälter mit Aquarien in den Plateausohlen blöd findet, sollte die Finger von "I'm gonna git you, Sucka" (OT) lassen.

7/10

HAUCH DES TODES



Zwei Brüder spielen unerlaubterweise auf einer nicht gut gesicherten Großbaustelle.
Einer der beiden klettert an einem Seil in ein frisch ausgehobenes tiefes Loch, welches allerdings giftige Gase enthält.
Da er nicht mehr herauskommt, holt sein Bruder zwar sofort Hilfe, aber für den Jungen kommt jede Rettung zu spät.
Die Baugesellschaft versucht das ganze als Unfall darzustellen, der Junge sei einfach in das Loch gefallen und habe sich das Genick gebrochen.
Denn wenn es Untersuchungen gäbe, würde lange Zeit alles lahmgelegt werden- und Verluste in Milliardenhöhe wären vorprogrammiert.
Die Eltern glauben aber natürlich der Geschichte ihres Sohnes, und wollen die Wahrheit ans Licht bringen-
schließlich geht es scheinbar um generell verseuchten Boden, auf dem gebaut werden soll.
Schon bald sind von der Baugesellschaft angeheuerte Männer unterwegs, welche die Familie zum schweigen bringen sollen...

Regisseur Alan J. Levi ist kein unbekannter, der Mann hat viele TV-Serienfolgen und TV-Filme gedreht.
Auch "Hauch des Todes" ist eine TV-Produktion, allerdings eine recht gute- und ist mit ein paar halbwegs bekannten Darstellern besetzt.
Eine glaubwürdige Geschichte, routiniert gedreht, und mit durchweg akzeptablen Darstellern ausgestattet.
Trotzdem ging der Film wohl ziemlich unter, was eventuell auch am reisserisch gestalteten Cover liegt- welches falsche Erwartungen weckt.
"Hauch des Todes" ist mehr Ökothriller als Actionfilm mit Killern und Schießereien, auch wenn es durchaus nicht nur ruhig zur Sache geht.

6/10

HELLBOUND



Jerusalem, 1186: Richard Löwenherz besiegt mit seinen Kreuzrittern den Dämon Prosatanos, und sperrt ihn in einen Sarg, welcher mit heiligen Schlössern gesichert wird.
Seine Macht bezog dieser aus einem Zepter, das in mehrere Teile zerschlagen wurde, welche auf der ganzen Welt verteilt wurden.
1951: Plünderer zerstören die Schlösser, und befreien somit unwissentlich den Dämon.
Gegenwart: Prosatanos ist noch immer auf der Suche nach Teilen des Zepters- und zieht eine blutige Spur hinter sich her.
Der harte Cop Shatter (Chuck Norris) wird mit seinem Partner Jackson (Calvin Levels) auf den Fall angesetzt, so begeben sich zwei Cops aus Chicago nach Israel, wohin alle Spuren deuten.
Dort treffen sie an einer Ausgrabungsstätte auf Leslie (Sheree Wilson), die Assistentin von Professor Lockley (Christopher Neame), welcher die Ausgrabungen leitet...

Die Mittelalter-Szenen sind nett anzusehen, ein paar blutige Szenen sind auch zu bestaunen- und man denkt beinahe schon an einen richtigen Horrorfilm.
Leider hat man diesen Stil nicht komplett durchgezogen, und schon bald wandelt sich Hellbound nicht nur immer mehr in einen Actionfilme mit leichtem Horror-Einschlag,
sondern wird mit dem "üblichen" ungleichen Cop-Duo genervt.
Norris spielt routiniert, und hat einige nette Szenen- sein Sprücheklopfer-Partner, ein Eddie Murphy für Arme, nervt allerdings gewaltig.
Kaum eine Szene, in der er nicht irgendeinen "coolen" Spruch von sich geben muss.
Immerhin sind die weiteren Rollen passend besetzt:
Sheree Wilson als Leslie kennt man aus "Walker - Texas Ranger", und Christopher Neame sieht man deutlich an, dass ihm seine Rolle Spaß gemacht an.
Immerhin ist die Story, erst recht für einen Chuck Norris-Film, nicht alltäglich, wird mit teils atmosphärischen Bildern erzählt- und wird zu keiner Zeit langweilig.
Leider hat man hier versucht, verschiedene Stile unter einen Hut zu bringen- hätte man den Anfang weiter durchgezogen, wäre da durchaus potential vorhanden gewesen.
So versumpft Hellbound leider nur im Mittelmaß, und wurde ohne Kinostart direkt als Video-Premiere veröffentlicht.

5/10

HELTER SKELTER - DIE NACHT DER LANGEN MESSER



Erzählt wird die wahre Geschichte der "Hollywood-Morde" durch die sogenannte "Manson-Familie" im damaligen Anwesen von Roman Polanski.
Das ganze wird Halbdokumentarisch erzählt, und beleuchtet nicht nur die Morde selbst, sondern auch die Hintergründe der Beteiligten.

Nicht nur, dass dieser hervorragende TV-Film bei uns bisher nicht auf DVD erhältlich ist,
es gibt sogar nur eine extrem Handlungsgekürzte Fassung davon auf VHS.
Das liegt daran, dass man den ursprünglichen TV-Film bei uns auch im Kino ausgewertet hat- und dafür die Handlung ordentlich straffen musste.
So sind von den ursprünglich 188 Minuten gerade mal 88 Minuten übrig geblieben.
Man muss zwar durchaus zugeben, dass der Schnitt hervorragend gelungen ist, und man eigentlich nichts vermisst-
trotzdem würde ich den Film gerne mal ungeschnitten sehen, auch wenn 95% des Films nur im Gericht spielen.
Ich kenne schon einige Verfilmungen des Themas, doch bis heute reicht keine einzige an den 1976 von Tom Gries gedrehten Film heran.
Das liegt natürlich mit Sicherheit auch daran, dass Steve Railsback als Charles Manson eine absolute Idealbesetzung war,
dessen diabolisches Schauspiel hier kaum zu übertreffen ist.
Auch der Rest der Darsteller muss sich nicht verstecken,
und mit Marilyn Burns als Linda Kasabian ist sogar eine der Original Texas Chainsaw Massacre-Darstellerinnen dabei,
welche auch in späteren Teilen noch kurze Auftritte hatte.
Wer Gerichtsfilme mag, und / oder sich für das Thema Charles Manson interessiert, wird hier bestmöglich bedient.
Eine DVD mit beiden Fassungen, also geschnittene Kino, und komplette TV-Version, wäre ein Traum...

10/10

HETZJAGD IM SUMPF



Desiree, ein hübsches Cajun-Mädchen, lebt mit ihren jüngeren Geschwistern in den Sümpfen Louisianas, und lebt vom Schlangen und Alligatorenfang.
Die beiden notgeilen Rednecks Billyboy, Sohn des örtlichen Sheriffs, und Ben lauern ihr im Sumpf auf, mit dem Ziel die junge Frau zu vergewaltigen.
Desiree kann allerdings mit ihrem Motorboot entkommen- und wirft einen Beutel mit gefangenen Schlangen in das Boot der beiden Rednecks.
In Panik schießt Billyboy wild um sich- und tötet dabei versehentlich seinen Freund Ben.
Es fällt ihm nichts besseres ein als seinem Vater zu erzählen, dass Desiree den armen Ben erschossen hat, weil die beiden sie beim wildern erwischt hätten.
Der Sheriff beginnt mit einer Meute Hinterwäldler die Jagd auf die vermeintliche Mörderin-
sie finden schon bald die Hütte, in welcher die beiden jüngeren Geschwister alleine sind, denn Desiree ist wieder auf Alligatorenjagd.
Ihren stummen Bruder lassen sie laufen, doch ihre Schwester wird vergewaltigt und grausam getötet.
Als Desiree zurückkommt, dreht sie den Spieß um. Niemand kennt sich in den Sümpfen so gut aus wie sie- und die Jäger werden zu gejagten...

Wieder ein nur auf VHS erhältlicher Film von Ferd und Beverly Sebastian (siehe weiter oben "Flash und Firecat").
"Gator Bait" (OT) lebt von seiner Atmosphäre, ein paar brutalen, aber nicht direkt gezeigten Szenen-
und natürlich der hübschen Claudia Jennings (Ex-Playmate) als Desiree.
Schauspielerisch ist da nicht viel zu erwarten, zumal alle anderen Schauspieler nur dreckige, fiese Hinterwäldler darstellen müssen.
Auch ist die Story wieder recht dünn, ein klassischer früher Rape and Revenge-Vertreter eben.
Nur, vermutlich auch dank dem eher schmalem Budget, nicht so brutal in den gezeigten Szenen wie manche heutigen Filme.
Der Soundtrack mit viel Banjo im Hintergrund ist passend, gefilmt ist auch alles recht ordentlich, Langeweile kommt nicht auf.
Jahre später erhielt der Film mit "Gator Bait 2" eine Fortsetzung (ebenfalls nur auf VHS und von den Sebastians),
welche mir aber nicht bekannt ist- und wohl, auch wegen des dümmlichen Titels "Abrechnung im Dschungel" untergegangen sein dürfte.

7/10

HOCHZEIT DES GRAUENS



Die selbsternannte Architektin Barbara präsentiert ihrem Verlobten David ihr selbst entworfenes und gebautes Traumhaus.
Ein unförmiges, seltsam verbautes Ungetüm aus Holz, welches mitten im Wald, fernab jeglicher Zivilisation liegt.
David ist zwar wenig begeistert, willigt aber trotzdem in die Hochzeit mit Barbara,
und dem damit zusammenhängenden Umzug in ihr "Traumhaus" ein.
Schließlich hat die Verbindung zu Barbara auch Vorteile, denn David arbeitet in der Firma von ihrem Vater,
welcher aber nicht sonderlich viel von ihm hält- und ihn am liebsten loswerden möchte.
Durchaus zu Recht, denn schon auf der Hochzeitsfeier findet Barbara ihren Ehemann im Bett mit seiner Ex.
Sie greift ihn mit einer herumliegenden Schere an, verletzt ihn, und verschwindet danach spurlos.
Worum es genau ging, hat keiner der Gäste mitgekriegt, so dass David nach wie vor seinen Arbeitsplatz behält,
und sogar auf privater Ebene mit Barbara's Vater besser klar kommt.
Denn dieser denkt, seine etwas durchgeknallte Tochter habe einfach Panik gekriegt, und sei mal wieder abgehauen.
David macht es sich nun mit Ellen, seiner Ex-und-jetzt-wieder-Freundin in seiner alten Wohnung gemütlich.
Allerdings nicht lange- denn anonyme Anrufe, seltsame Geschenke per Post und blutige Hinterlassenschaften in der Wohnung
werden zum festen Bestandteil im Leben der beiden.
Auch Barbara's Vater erfährt von David's Geliebter, was diesem natürlich nicht gefällt-
und so wird es zuviel für Ellen, welche aus dem gemeinsamen Liebesnest verschwindet.
Die anonyme Anruferin richtet David schöne Grüße von Barbara aus, und bestellt ihn in das Holzhaus...

Ein kleines Highlight, welches komplett ohne bekannte Namen auskommt, und wohl mit nur kleinem Budget gedreht wurde.
Regie, Kamera und Darsteller arbeiten ordentlich, nur die Synchro wirkt leider mal wieder arg billig.
An Effekten wurde bewusst gespart, die unheilvolle Stimmung kommt durch das Spiel der Darsteller,
die durchweg gelungenen Alptraumsequenzen, und die im späteren Verlauf des Films meist unheimliche Musik auf.
Leider ist der in gruseligen Szenen so gut passende Soundtrack gleichzeitig ein Schwachpunkt des Films,
da dieser ansonsten absolut nervig und unpassend rüberkommt. Was man sich dabei gedacht hat, ist mir ein Rätsel...
Das Auflösung des Films kommt allerdings wirklich überraschend, und vergleichsweise brutal daher.

7/10

HÖLLE VOR DEM TOD



"Hast du dich der Politik gewidmet? Die Erfahrungen eines Gangsters sind doch vielleicht eine Voraussetzung dafür!"
"Nein, das ist nichts für mich. Dafür bin ich nicht skrupellos genug."
In der Unterwelt herrscht Krieg- sowohl die Mafia, als auch kleinere Banden bekämpfen sich wo es nur geht-
und mittendrin steht die Polizei dem ganzen ziemlich machtlos gegenüber.
Ein ehemaliger Safeknacker erfährt vom Tod seiner Schwester, und wird gebeten die Leiche zu identifizieren.
Ehrensache, dass er erstmal seine alten Kontakte bemüht, um zu erfahren was genau passiert ist-
und natürlich um seine Schwester zu rächen.

Immerhin hat Regisseur und einer der Hauptdarsteller Alfio Caltabiano (Bekannter unter dem Pseudonym "Al Northon")
das Drehbuch zusammen mit Dario Argento entworfen, und die Musik stammt von Ennio Morricone.
Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass Argento auch dem Kameramann ein paar Tips gegeben hat-
viele eher unübliche Einstellungen erinnern durchaus an Argento's Filme.
Eigentlich hat "Hölle vor dem Tod" nur einen großen Nachteil- die ziemlich schwache Synchronisation mit teils unpassenden Sprechern.
Offensichtlich hat man mit der Synchro auch versucht, den Film auf "lustiges" Spencer/Hill-Niveau herunterzudrücken,
denn so mancher blöde Spruch ist absolut unpassend- und einige davon kommen an Stellen, wo niemand zu sehen ist, der gerade spricht...
Dumme Sprüche passen nur leider absolut nicht zu diesem ansonsten recht harten und ohne jeglichen Humor erzählten Film,
nicht eine einzige der Personen hat auch nur einmal ein Grinsen im Gesicht, kein einziger ist auch nur im Ansatz sympathisch.
Schade, hier würde ich mir durchaus eine Neusynchro wünschen, sollte der Film jemals auf DVD erscheinen.

7/10

HORRORBABY



Als Alan Marlowe nach hause kommt, ist neben seiner Frau Kate und den vier kindern der beiden auch eine fremde, hochschwangere Frau anwesend.
Als er seine Frau fragt wer diese sei, kommt die Antwort "Ich habe keine Ahnung, sie ist einfach mitgegangen als ich nach Hause ging". Alles klar...
Die Olle gebiert ein Mädchen im Haus der Marlowes, verschwindet dann spurlos, das Kind wird adoptiert- und killt nach und nach die anderen Kinder.
Kann es sein, dass das Mädel böse ist? Oder zu oft "Das Omen" und ähnliche Filme gesehen hat?

Miese Regie, miese Schauspieler, miese Synchro, dumme Dialoge, hirnloses Verhalten der Mutter,
und eine geradezu unerträglich quietschende Stimme eines Mädchens der Familie.
Vorbild war wohl "Das Omen", nur nicht bei den Morden- die sieht man hier nämlich nicht, passieren nur im Off.
Langweilig, braucht kein Mensch.

0/10

HYDRA



Eine durch einen technischen Fehler abgeworfene Atombombe aus einem Flugzeug explodiert im Meer.
Dummerweise mutiert dadurch eine Seeschlange zu einem riesigen Monster, welches Schiffe angreift.

Der letzte Film von Trash-Regisseur Amando De Ossorio (Nacht der reitenden Leichen 1-4) kann leider in keinem Punkt überzeugen.
Da ist es wohl kein Wunder, dass diese Gurke nur unter einem Pseudonym veröffentlicht wurde.
Konnten seine "Reitenden Leichen" wenigstens noch mit einer schön düsteren Grusel-Atmosphäre punkten,
ist das einzig düstere hier generell das Bild- vermutlich um die unglaublich miesen Tricks nicht noch besser zu erkennen.
Die Explosion der Bombe ist das einzig überzeugende im Film- weil diese wohl aus einer alten Doku oder ähnlichem einkopiert wurde.
Dafür ist die "Hydra" in den meisten Szenen eine eindeutig als solche erkennbare Handpuppe mit Glubschaugen,
in den Großaufnahmen, wenn Menschen weggeknuspert werden, ein großer, vollkommen starrer Plastikkopf mit Klappmaul.
Moment... EIN Plastikkopf? Ja, denn die angebliche "Hydra" ist ja nur eine größere Seeschlange.
Der spanische Originaltitel lautet ja auch "Serpiente de Mar", bzw "The Sea Serpent"- also nix mit einer angeblichen "Hydra".
Nun gut, für den (wie so oft damals) dämlichen deutschen Titel kann der Film ja nichts,
man erwartet aber unter einem solchen Titel natürlich trotzdem etwas anderes.
Generell sind auch dalle anderen Tricks auf dem Niveau alter Godzilla-Filme, Spielzeughubschrauber, Modelleisenbahn usw.
Immerhin sind hier Timothy Bottoms und Ray Milland zu sehen, welche aber nicht gerade motiviert wirken-
alle anderen Darsteller sind dagegen mit "vollkommen unbegabt" schon fast zu wohlwollend beschrieben.
Die meisten Personen tapsen vollkommen gelangweilt durch den Film,
die Synchronsprecher bemühen sich scheinbar noch zusätzlich ebenso gelangweilt zu wirken. Oder noch gelangweilter.
Das ist so ein typischer Film, der in einer Runde mit Trashfreunden durchaus für Heiterkeit sorgen kann,
alleine angesehen oder gar als ernsthafter Film ist "Hydra" aber ein absoluter Totalausfall.

0/10

IN DER HITZE VON NEW YORK



New York: Während einer Gerichtsverhandlung, bei der gleich mehrere in verschiedenen Punkten straffällige junge Frauen
im Schnellverfahren verurteilt werden sollen, versuchen einige zu fliehen.
Das ganze endet in einem Massaker auf beiden Seiten,
in dessen Verlauf der farbigen Tracy (Irene Cara) und der weißen Scarlet (Tatum O'Neal) die Flucht gelingt.
Die beiden Frauen sind grundverschieden, und sich zunächst auch nicht sonderlich sympathisch- müssen sich aber gegenseitig helfen.
Die Jagd geht durch die dreckigsten Straßen New Yorks, und sogar die Kanalisation-
wobei ein Polizist der die beiden verfolgt hat bei einem Unfall ums Leben kommt.
Die Jagd auf die beiden jetzt auch noch mutmaßlichen Polizistenmörder wird immer erbarmungsloser...

Regisseur Stephen Gyllenhaal's erster Spielfilm ist eine durchaus überzeugende Mischung aus (hauptsächlich) Action und (ein wenig) Drama.
Seine späteren Filme waren teils zwar nicht besonders erfolgreich, aber im Bereich der TV-Serien ist er inzwischen ein bekannter Name.
(Twin Peaks, The Shield, The Mentalist, Blue Bloods...)
Natürlich kann man das ganze auch als Variante des Klassikers "Flucht in Ketten" abtun, welcher ein Jahr nach diesem Film ein Remake erhielt,
aber spannend inszeniert und annehmbar besetzt ist das ganze auf jeden Fall. In einer kurzen Gastrolle taucht Peter Fonda auf.

7/10

DER IRRE VOM ZOMBIEHOF



Bayern: In einem entlegenen Tal inmitten der Alpen liegt ein Bauernhof (der Zombiehof), geleitet vom tyrannischen Familienoberhaupt.
Der erstgeborene Sohn, Felix, lebt zusammen mit seiner Freundin Rosa und deren Tochter Anna auf dem Hof, ebenso wie der Rest der Sippschaft:
Der zweitgeborene Sohn Kurt, der geistig zurückgebliebene Franz (der Irre), und die Oma, die es kaum erwarten kann zu sterben, und jeden tag darum betet,
endlich in den Himmel zu kommen (der Zombie?).
Wie das so bei deutschen Heimatfilmen (ach neee... Zombiefilmen) ist, sind Familiendramen vorprogrammiert:
Rosa will endlich Felix heiraten, damit Töchterchen Anna nicht mehr als uneheliches Kind dasteht.
Felix will aber erst heiraten, wenn er das Familienoberhaupt wird, also der Vater stirbt- und er somit den Hof erbt.
Anna ist zunächst begeistert von Kurt, der aber natürlich nichts von ihr wissen will.
Oma betet, dass sie... ach nee, hatten wir ja schon.
Eines schönen Tages tauchen Zigeuner in der Gegend auf, und machen es sich in der nähe des Hofes mit ihrem Wohnwagen gemütlich.
Die kreuzbraven Bauersleut sind davon nicht begeistert, dass solches "Gesindel" sich in der Nähe aufhält.
Eingesperrt oder ausgerottet gehören die, arbeiten tun sie nicht, und am schlimmsten: Katholisch sind sie auch nicht!
Eines Tages geht Anna, gut gelaunt ein Lied über dreckige Zigeuner singend, von der Schule nach Hause-
und trifft im Wald auf den gleichaltrigen Zigeunerjungen Joschi, welcher ihr ein Lied auf seiner Geige spielt.
Anna beginnt sich für das fremde Volk, und speziell natürlich Joschi zu interessieren, was zuhause aber natürlich nicht erwünscht ist.
Schon bald besuchen Joschi's Mutter und Schwester den Hof, um Lebensmittel zu besorgen-
was dem durch die fremdenfeindlichen Sprüche in der Familie angestachelten, zurückgebliebenen Franz gar nicht gefällt,
so dass er eine der Frauen in seiner geistigen Verwirrung tötet...

Der ursprüngliche Filmtitel war angeblich "Das Mädchen vom Hof"- das klang aber wohl zu langweilig, so wurde für den Kinoeinsatz daraus "Die Totenschmecker".
Vermutlich weil es zwar Tote im Film gibt, diese aber keiner geschmeckt hat,
wurde dann daraus Anfang der achtziger, als Zombiefilme gerade gefragt waren, eben "Der Irre vom Zombiehof".
Unter diesem Titel ist der Film dann auch auf Video erschienen.
Natürlich gibt's hier weder einen echten Irren noch Zombies, aber was einem hier an Rassismus entgegengeworfen wird, ist schon erstaunlich.
Genau genommen handelt es sich hier um ein Drama, welches mit William Berger auftrumpfen kann- und nicht so schlecht ist, wie es der dämliche Titel erscheinen lässt.

Fazit: Auf da Alm, da gibt's koa Sinti !

4/10

KADAICHA



Sydney, Australien: Einige Schüler der Kangalooga-Highschool leiden unter Alpträumen, in denen ein Aborigine-Medizinmann vorkommt.
Nach dem erwachen finden die von Träumen geplagten Teenager mysteriöse Kristalle, sogenannte "Kadaicha" Steine in ihren Betten.
Eine alte Legende besagt, dass diese Steine Todesboten sind, Relikte alter Aborigine-Magie.
Und tatsächlich sterben nach und nach immer mehr der betroffenen unter mysteriösen Umständen.
Die noch lebenden Empfänger der Steine beginnen nachzuforschen, und stoßen auf Hinweise,
dass die neue, exclusive Wohnsiedlung aus der alle kommen, unrechtmäßig auf einer heiligen Stätte der Aborigines gebaut wurde...

Ein Mystery-Horrorfilm aus Australien, in dem es um einen alten Aborigine-Fluch, nämlich todbringende "Kadaicha-Steine" geht.
Das ist doch immerhin mal kein ausgelutschtes Grundszenario, auch wenn sonst alles nach den typischen Teenie-Horror-Klischees abläuft-
und sich hier offensichtlich in einigen Punkten auch bei anderen Vorbildern bedient wurde.
Ein wenig "Nightmare", ein wenig "Poltergeist"- und eine Prise Tierhorror sind aber immerhin eine abwechslungsreiche Mischung.
Leider hat man nicht deutlich mehr aus der Aborigine-Grundidee und der Landschaft Australiens herausgeholt,
von wenigen Szenen abgesehen könnte "Kadaicha" auch ein typischer US-Kleinstadt-Horrorfilm von der Stange sein.
Alle am Film beteiligten Personen, von Regie bis zu den Darstellern sind weitgehend unbekannt,
aber zumindest auf dem typischen Niveau der 80'er Jahre Horrorfilme. Immerhin ist kein Totalausfall dabei.
Auch die Effekte sind im erwarteten Rahmen, und die Balance aus Story und Gruselszenen passt.
Das VHS Tape ist ungekürzt, aber hat ein ziemlich dunkles Bild.

6/10

KAMPF UM DIE FÜNFTE GALAXIS



Irgendwann, in einer anderen Galaxis (Nein, nicht der fünften, die kommt im Film nicht vor),
ist der böse Lord Graal (Ivan Rassimov als Darth Vader-Ersatz) im Auftrag von Imperator Kraspin in seinem Plastikraumschiff unterwegs,
um ein geheimnisvolles Element namens Kapatron zu finden.
Mit Hilfe des Kapatron kann man aus normalen Menschen bösartige, unzerstörbare Humanoiden erschaffen.
Diese werden gebraucht um der schönen, aber bösen Lady Agatha (Barbara Bach mit Darth Vader-Helmfrisur) jeden Tag ein weibliches Opfer zu beschaffen,
weil sie sich mit deren Blut ewige Schönheit bewahren will.
Das erste Opfer welches in einen Humanoiden umgewandelt wird, ist der Raumfrachterpilot Golob (Richard Kiel als Han Solo-Ersatz),
der mit seinem piepsenden Robodog (R2-D2-Ersatz) alleine unterwegs war, und als Versuchsperson gefangen genommen wurde
Sein erster Auftrag: die Wissenschaftlerin Barbara (Corinne Cléry als Prinzessin Leia-Ersatz) vom Planeten Metropolis (früher als Erde bekannt) töten,
denn diese könnte ihm gefährlich werden.
Doch natürlich geht das ganze schief- und Barbara schafft es mit Hilfe ihres Schülers Tomtom, welcher eine geheimnisvolle "Macht" beherrscht,
aus dem Humanoiden wieder einen Menschen zu machen.
Mit seiner Hilfe können der böse Lord Graal und der Imperator jetzt endlich eins auf die Mütze kriegen...

Ach ja, die Italiener. In den 80'ern Weltmeister im schaffen schlechter Plagiate.
Trotz einiger bekannter Namen ist der gesamte Film natürlich extremster Trash.
Tricktechnisch wird mit Pappschablonen und Plastikraumschiffchen gearbeitet, die Musik ist unglaublich grausam (Laut Vorpann von Ennio Morricone? Kaum zu glauben),
die Soundeffekte der Raumschiffe und Plastikwaffen tun in den Ohren weh, und die komplette Optik ist natürlich von Star Wars geklaut.
Sowohl die Figuren, als auch die Klamotten, Raumschiffe, Gleiter, einfach alles. Nur in extrem billig.
Eigentlich eine Qual für Augen und Ohren- für einen gepanten Trashfilme-Abend bestens geeignet, als normaler Film gilt aber:

0/10

DER KAMPFKOLOSS



In der nahen Zukunft, nach den sogenannten "Ölkriegen":
Brutale Banden terrorisieren die Gegend, alles dreht sich um Wasser, Nahrung- und vor allem um Öl, bzw Treibstoff.
Als bgrausamste Bande gilt die Truppe um den Ex-Militär Straker, der in einem schwer bewaffneten und gepanzerten Truck umherfährt.
Eines Tages kommt Straker mit seinen Männern in die Nähe einer Siedlung friedlicher unbewaffneter Bauern,
welche vom Ackerbau leben, aber auch ein gut gefülltes Lager an Treibstoff besitzen.
Der in der Nähe lebende Einzelgänger Hunter, der den Siedlern freundlich gesonnen ist, aber lieber alleine lebt, kommt den Siedlern zu Hilfe...

US-Regisseur Harley Cokeliss, der (ausschließlich) in den 80'er Jahren einige durchaus beachtenswerte Filme drehte (und danach auf TV-Niveau abrutschte),
hat dieses Endzeit-Spektakel in den teils trostlosen Weiten von Neuseeland gedreht.
Mit Michael Beck und Annie McEnroe in den Hauptrollen auch passabel besetzt,
ist der im Fahrwasser der ersten beiden "Mad Max" Filme gedrehte "Kampfkoloss" definitiv einer der besten Nachahmer der beiden genannten Erfolgsfilme.
Actionreich, teils brutal und mit einigen schönen Stunts geht es routiniert inszeniert zur Sache, es gibt einige nett anzusehende Verfolgungsjagden-
und natürlich den wirklich beeindruckenden eigentlichen Star des Films, den rundum gepanzerten und schwer bewaffneten Kampfkoloss-Truck.
Der "typische" Look solcher Filme mit dem unvermeidbaren Wüsten-Setting ist zwar auch hier vorhanden,
wirkt aber durch die weiten Landschaften Neuseelands nicht so unglaubwürdig und billig wie viele ähnlich gelagerte Filme,
die oft aussehen, als wären sie in in einer Kiesgrube gedreht worden. Für Fans solcher Filme empfehlenswert!

7/10

"Der Kampfkoloss" ist vom "Alive!" Label auf einer empfehlenswerten DVD erhältlich.
Die DVD ist zwar um ein paar Sekunden gekürzt, hierbei handelt es sich aber nur um zwei unwichtige Szenen ohne jeglichen Dialog.
Michael Beck schraubt im Lager etwas länger an seinem Fahrzeug herum, und Annie McEnroe schneidet im Garten der Siedlung ein paar Äste mehr ab.
Insofern ist die VHS wohl nur für Hardcore-Uncut-Fetischisten oder Sammler wie mich interessant, die DVD ist definitiv ausreichend und empfehlenswert.

KILLER-PIRATEN GREIFEN AN



Jaques Burrifous (Christopher Plummer) und sein Neffe Louis (Jonathan Banks) sind Moderne Piraten,
welche auf Hoher See Funksprüche abhören, und daraus schließen, ob die abgehörten als Opfer in Frage kommen.
Bisher gibt es keine Hinweise auf die beiden Seeräuber, da sie erbeutete Schiffe nach dem plündern immer versenken, und die jeweilige Besatzung nie am Leben lassen.
Die mit zwei Paaren besetzte kleine Segelyacht Valhalla sendet ein Hilferuf, da eine der Frauen stark seekrank ist, und mit ihrem Mann schnellstmöglich wieder an Land will.
Das zweite Paar will die fahrt aber fortsetzen, so dass man froh ist, "zufällig" auf das motorisierte Boot der beiden "Fischer" zu stoßen- welche scheinbar bereitwillig das Paar mitnehmen.
Kaum wieder unterwegs, zeigen Jaques und Louis ihr wahres Gesicht, und finden heraus, dass es sich lohnt, die "Valhalla" zu kapern und auszuplündern.
Sie nehmen die Verfolgung auf, und stellen die Valhalla- ahnen aber nicht, dass die beiden anderen nicht so leichte Opfer sind, wie das zuvor aufgenommene Paar...

Der Originaltitel "Desperate Voyage" klingt natürlich nicht halb so reisserisch wie der Deutsche Titel- dafür wirkt er aber auch nicht so peinlich.
Hinter dem blöden Titel verbirgt sich ein durchaus recht spannend inszenierter, und recht gut besetzter Hochsee-Thriller,
der nur ein wenig an den Synchronsprechern, und einem billig einkopierten Effekt am Ende des Films krankt.

7/10

DIE KILLERTOMATEN SCHLAGEN ZURÜCK



Der verrückte Tomatenexperte Professor Gangreen (John Astin) will noch immer mit seinen Tomaten die Welt zu erobern.
Als Moderator einer TV-Show versucht er, trotz der vorangegangenen zwei "Tomatenkriege",
die Welt von der Ungefährlichkeit der Tomaten zu überzeugen, um danach einen weiteren Angriff zu starten.
Detektiv Lance Boyle und die Tomatologin Kennedi Johnson wollen das verhindern-
und auch der Tomatenkriegs-Veteran Wilbur Finletter ist immer noch aktiv.

Regie führte, wie schon im Original und dem zweiten Teil, wieder John De Bello. Auf in Runde 3 gegen das böse Gemüse!
Im Vergleich zu den beiden Vorgängern hat sich der dritte Teil in allen Punkten wirklich gesteigert:
Die Musik nervt nicht mehr, die Schauspieler sind trotz aller Dummheit sympathischer- und die Tomaten haben richtige Gesichter.
Überhaupt haben die Tomaten auch dazugelernt: Sie benutzen Waffen, und tarnen sich mit falschen Schnurrbärten.
Die zahlreichen Gags sind natürlich plattester Slapstick, trotzdem kommt manche Szene, besonders die Anspielungen auf andere Filme,
auch mit flachem Niveau durchaus recht witzig rüber.
"Angriff der Killertomaten" ist natürlich unschlagbar, und einer DER Trash-Klassiker schlechthin, aber Teil drei schlägt den zweiten um Längen.
Der Film wird flott erzählt, es gibt Action und Klamauk im Minutentakt. Das muss man nicht mögen- aber Langeweile gibt es hier nicht.
Am ehesten lässt sich dieser Film mit dem teils debilen Humor von John Landis' "Schlock" vergleichen- nur ein paar Niveau-Etagen niedriger.

5/10 Tomaten

KING OF THE MOUNTAIN



Der Mulholland Drive... Eine lebensgefährliche, kurvige und unübersichtliche Strecke, die für einige den ultimativen Kick bei illegalen Autorennen darstellt.
Steve (Harry Hamlin), ein junger Porschefahrer, ist seit Jahren unangefochtener Sieger jedes Rennens auf dem Mulholland Drive.
In der Werkstatt, die seinen Wagen regelmäßig frisiert, arbeitet jedoch auch Cal, der ehemalige „King of the Mountain“ (Dennis Hopper),
welcher nach einem Unfall vor zwanzig Jahren mit dem fahren aufhörte, jetzt jedoch wieder einen Rennwagen zusammenbastelt, um Steve zu schlagen...

In weiteren Rollen mit Joseph Bottoms, Dan Haggerty, Deborah Van Valkenburgh und in einer Nebenrolle Cassandra Peterson recht gut besetzt,
geht es hier um Partys, Rockmusik- und natürlich illegale Rennen in schnellen Autos.
Die Rennen sind dann auch recht gut gefilmt, das Tempo kommt gut rüber- und für Freunde aufgemachter älterer Sportwagen ist der Film sowieso pflicht!

8/10

KISS - THE PHANTOM OF THE PARK  



Ein verrückter Erfinder, der für den Vergnügungspark Magic Mountain arbeitet ist beleidigt,
weil die Parkbetreiber lieber Geld in einen Auftritt der Rockband KISS investieren, als ihn seine Ideen verwirklichen zu lassen.
Also erfindet er mal eben schnell ein paar KISS-Roboter welche den Park zerstören sollen, um so die Band als die schuldigen dastehen zu lassen...

Selten einen solch billig produzierten Müll gesehen.
Für Fans sind höchstens die Auftritte der Band sehenswert- die ganze Geschichte drumherum ist aber purer Blödsinn- und billigst gemacht.

3/10

Als Einzelveröffentlichung ist der Film nicht auf DVD zu kriegen, lediglich in der schon länger nicht mehr neu erhältlichen "Kissology Vol.2" DVD-Box,
welche auf drei DVD's Doku-Material, Live-Auftritte und Videoclips von Kiss zeigt, ist auch der Film als Bonus enthalten.

DIE LEGENDE VOM WERWOLF



Frankreich, Anfang des 19. Jahrhunderts:
Etoile wurde als Kind von Wölfen aufgezogen und beschützt, bis er als 10-jähriger im Wald angeschossen, und von einem Wanderzirkus entdeckt wird.
Dort sieht man in dem "Wolfsjungen" natürlich eine Sensation, welche die zukünftige Hauptattraktion werden soll.
Jahre später ist Etoile zu einem zivilisierten Mann geworden, und arbeitet in einem kleinen, heruntergekommenen Dorf-Zoo.
Als Menschen von Wölfen angefallen werden, vermutet man, dass die alten Wölfe des Zoo dahinterstecken- weshalb alle getötet werden müssen.
Widerwillig übernimmt Etoile diese Aufgabe, doch diese Tat verändert sein Leben für immer...

Es gibt immer noch Perlen des UK-Horrorfilms der 70'er, welche auf eine DVD-Veröffentlichung warten.
"Legend of a Werewolf" wurde 1975 von Kult-Regisseur Freddie Francis gedreht,
welcher auch einige Filme für die "Hammer" und "Amicus" Studios ablieferte. In der Hauptrolle ist Peter Cushing zu sehen.
Klingt gut? Stimmt. Ist auch durchaus in Ordnung , sofern man Fan der erwähnten Filmstudios ist,
und ein wenig Geduld für die sehr ruhige erste Hälfte des Films aufbringt.
"Die Legende vom Werwolf" beginnt nämlich eher wie ein klassischer Sherlock Holmes-Krimi, bevor er später in den Horror-Bereich abdriftet.
Die Werwolf-Maske ist überzeugend, und die Morde angenehm blutig wie man es von einem Film diese Alters erwartet.
Leider zieht das Ende den ansonsten durchaus eher positiven Gesamteindruck doch etwas herunter.
Und das Cover der VHS... was soll DAS denn? Albert Einstein verwandelt sich in einen Löwen? In einem Werwolf-Film??

6/10

DER LIQUIDATOR



Der Profikiller Holland (Charles Bronson) hat sich zur Ruhe gesetzt.
Als er erfährt, dass George, ein alter Freund von ihm in Lateinamerika zu Tode gefoltert wurde, greift er noch einmal zur Waffe.
Der Täter, von allen nur "Der Doktor" genannt, ist ein Spezialist im Foltern- und "bestraft" im Auftrag der Staatsführung rebellische Personen.
Bei seinen Nachforschungen stößt Holland auf eine extrem hohe Anzahl an absolut unmenschlichen Folterungen-
welche oft sogar als Video aufgezeichnet wurden, und als eine Art "Wissenschaftliche Untersuchung" dargestellt werden.
Durch die Entführung der Schwester vom "Doktor" kann er ihn zu einer abgelegenen Mine locken, wo der Film anders endet, als gedacht...

Charles Bronson's thematisch wohl härtester Film, obwohl die Darstellung der Gewalttaten nicht übermäßig gezeigt wird.
Regisseur J.Lee Thompson hat ja schon oft mit Bronson gearbeitet, und generell einige durchaus brauchbare Filme gedreht-
auch wenn er nie zu den "ganz großen" Regisseuren gehörte.
Auch der "Liquidator" ist ein durchaus gelungener Film, lebt aber weniger von seiner Story, sondern mehr von brutaler Action.
Schließlich geht es hier ausschließlich um Folter und Selbstjustiz.

8/10

"Der Liquidator" ist zwar schon 2002 offiziell von Columbia auf DVD erschienen, wurde aber nie neu aufgelegt.
Der Grund dürfte die immer noch gültige, 2010 sogar verlängerte Indizierung des Films sein.
Von daher leider schwer zu finden, und wenn dann eher teuer- das gilt für VHS und DVD.

MADE IN USA



Die Kumpels Dar (Adrian Pasdar) und Tuck (Chris Penn) leben in einer öden Kleinstadt in Pennsylvania,
stammen aus zerrütteten Familien, die Industrie hat das Land zerstört, und Jobs gibt es auch nirgends mehr.
Eines Tages haben beide die Schnauze voll, klauen ein Auto- und fahren quer durch die USA in Richtung Kalifornien.
Was man zum Leben braucht wird geklaut, ebenso wie immer wieder andere Autos.
Das ändert sich, als die beiden Annie (Lori Singer) kennenlernen und mitnehmen- allerdings nicht zum guten.
Annie's komplette Familie starb an Dioxinvergiftung, und auch sie sieht keinen Sinn mehr in diesem Leben.
Ihr reicht allerdings nicht das was man zum Leben braucht, sie will richtig absahnen-
einen Truck klauen und einen Banküberfall starten zum Beispiel...

Ein Roadmovie, welches mich seit damals als der Film aktuell war, immer wieder beeindruckt.
Hervorragend besetzt und mit einer perfekten Mischung aus Drama, Abenteuer und Action ausgestattet,
kann "Made in USA" ausserdem noch mit einem absolut herausragenden Soundtrack begeistern:
Timbuk 3, Sonic Youth, Tito Larriva, John Hiatt, Fabulous Thunderbirds, Mojo Nixon, Tail Gators.
Die düstere Grundstimmung ist allgegenwärtig, der Film ist so ziemlich das Gegenteil anderer Roadmovies.
Von Centralia, Pannsylvania, wo seit langer Zeit ein unterirdischer Kohlebrand schwelt geht es nach
Harrisburg, Pennsylvania, wo es einen Unfall im Atomkraftwerk gab, weiter nach Times Beach, Missouri,
wo die komplette Gegend Dioxinverseucht ist- über ein dreckiges Indianerreservat in New Mexiko...
Keine schönen Bilder also, welche dieser Film bietet- sondern eher Abbruchhäuser, Ruinen und Elend.
Eine trostlose Wüste in New Mexiko ist noch der schönste Ort, den es hier zu sehen gibt.
Ein Eappy End gibt es für die beiden Freunde trotzdem- wenn auch anders als gedacht.

10/10

MURDERED INNOCENCE



Die Eltern von Scott wurden getötet, dank seiner Aussage wurde der Täter aber gefasst und ins Gefängnis gesteckt.
20 Jahre später bricht dieser aus, und hat nur einen Gedanken: Rache an Scott, der ihn ins Gefängnis brachte.
Scott ist zur gleichen Zeit mit einer mysteriösen Tramperin unterwegs- hat sie mit dem Fall zu tun?

Regisseur Frank Coraci's erster Film ist auch sein einziger, nicht sehr überzeugender Thriller.
Danach drehte er nur noch äusserst flache und (für meinem Geschmack) komplett unlustige Komödien.
Scheinbar hat er im Komödienfach mehr Erfolg, auch wenn mir keine davon zusagt- zumindest diejenigen, welche ich kenne.
Abgesehen von Jason Miller (Exorzist 1 & 3) sind die Darsteller hier komplett unbekannt- und das hat auch einen Grund.
Darstellerisch ist der Film extrem schwach, alles wirkt sehr billig, ist meist langweilig und es kommt nur selten Spannung auf.
Auf dem Backcover steht allerdings "Action-Thriller bester Hitchcock-Klasse", sowie "Rasant, spannend, lebensgefährlich".
Dann ist mein Filmgeschmack und Verständnis von zumindest etwas Qualität in allen Bereichen wohl komplett im Eimer.

3/10


Zuletzt von Retro am Sa Nov 18, 2017 12:16 am bearbeitet; insgesamt 45-mal bearbeitet
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Di Nov 07, 2017 2:48 am

DIE NACHT DER ZOMBIES



Bayern, irgendwo in den Bergen: Zwei Historiker suchen nach Resten des zweiten Weltkrieges.
Nachts hören sie seltsame Geräusche, entdecken Soldaten in Wehrmachtsuniformen- und werden am Tag drauf tot aufgefunden.
Da man sich schon lange Geschichten von militärischen Aktivitäten im Wald in der Gegend erzählt, wobei man desertierte amerikanische Soldaten im Verdacht hat,
schickt die CIA einen Agenten nach Bayern.
Bei seinen Nachforschungen in München stößt er auf einen alten Nazi-Arzt, welcher ihm interessantes berichtet:
Während des zweiten Weltkrieges gab es eine Einheit Soldaten, welche man einem speziellen Gas namens Gamma 693 ausgesetzt hatte-
dieses sollte die deutschen Soldaten unsterblich machen.
Das funktionierte auch soweit- jedoch gab es einige Nebenwirkungen...

Ein Film, viele Titel. Der Originaltitel "Night of the Zombies" ist ausnahmsweise sogar richtig übersetzt worden.
Allerdings wäre in diesem Fall einer der vielen Alternativtitel deutlich passender gewesen- denn genau genommen gibt es hier keine "Zombies"...
Am passendsten wäre hier schlicht und einfach der Titel "Gamma 693" gewesen, in England ist der Film als "The Chilling" bekannt-
ansonsten gibt es noch Veröffentlichungen als "Battalion of the living dead", "Night of the Wehrmacht Zombies" und "Night of the SS-Zombies".
Das große problem: Als Zombiefilm fällt dieses Werk gnadenlos durch...
Die Geschichte an sich ist durchaus nicht uninteressant- sie hätte nur eindeutig ein deutlich höheres Budget, bessere Darsteller, und einen anderen Titel gebraucht.
So scheitert der Film zum einen an den Erwartungen durch den Titel, zum anderen an der generell überaus billigen Optik und den kaum vorhandenen Effekten.
Von Versuchen an Soldaten, welche nach Behandlung durch das Gas zwar ewig leben-
aber dazu immer wieder eine Dosis des Gases und Menschenfleisch brauchen, da ihr Körper sonst verfällt, hört man nun wirklich nicht jeden tag.
So kommt es auch, dass die "Zombies" allesamt normal und intelligent reagieren, und je nach Ernährung und Gasdosis noch sehr menschlich wirken.
Selbst lockere Gespräche zwischen den Zombies gibt es, bei denen man mitkriegt, dass sich der gesamte Trupp noch immer im Krieg wähnt- und von Urlaub schwärmt.
Die Voraussetzung für einen eher dramatischen Ansatz der Geschichte (schließlich sind die "Zombies" auch nur Opfer),
oder zumindest derben Splatter (der Hunger nach Menschenfleisch wird nur erwähnt- aber nie gezeigt) wären ja durchaus gegeben.
Von Regisseur Joel M.Reed (Bloodsucking Freaks) hätte man doch zumindest ein paar trashige Brutalitäten erwartet, doch der Film plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin.
Lediglich die Dialoge bieten einige Lacher, wobei ich nicht sagen kann ob es an einer schlechten deutschen Übersetzung liegt,
oder ob diese im Original schon so Grenzwertig waren- ich kenne lediglich das deutsche VHS-Tape des Films.

Für Münchner allerdings hat der Film ein paar nette Szenen zu bieten:
Ob nun Marienplatz oder Viktualienmarkt- man sieht so einige vertraute Orte, wie sie eben 1981 aussahen.
Als Zombiefilm ganz klar ein Totalausfall, wenn man mit den richtigen Erwartungen herangeht, vermittelt er aber durchaus trashigen Charme.
Münchner dürfen noch einen Punkt draufpacken!

3/10

Es existiert auch eine DVD des Films, die jedoch komplett überarbeitet- und noch einmal umbenannt wurde.
Unter dem Titel "Zombie War Games" ist eine neu synchronisierte, mit anderer Musik unterlegte, generell veränderte Fassung erschienen.
Der komplette Anfang sowie einzelne andere Szenen wurden entfernt, und dafür nachträglich gedrehte Szenen neu hinzugefügt.

NACKT UND ZERFLEISCHT



Ein Team Fernsehreporter ist in den brasilianischen Urwald unterwegs, um eine Reportage über die vermeintlich grausamen Kannibalen dort zu drehen.
Als man zwei Monate nichts mehr von ihnen hört, wird ein weiteres Team hinterhergeschickt-
welches allerdings nur einige Skelette, sowie die Technik und Aufnahmen des ersten Teams vorfindet.
Zurück in der Heimat wird das aufgenommene Material gesichtet- und der Inhalt erstaunt alle:
Während die Kannibalen trotz uns grausam und ekelhaft erscheinender Rituale eher friedlich leben, entpuppt sich das TV-Team als Sadisten,
welche das Volk der "Wilden" misshandeln und vergewaltigen.
Wen wundert es da, dass sich die Kannibalen das nicht lange gefallen lassen?

Es ist kaum zu glauben, aber Ruggero Deodato's Kannibalengemetzel gehört wirklich zu den besseren Werken dieses Genres.
Das liegt wohl in erster Linie daran, dass man hier sogar eine nicht uninteressante Geschichte erzählt,
und die Kannibalen genau genommen nur eine Nebenrolle einnehmen, und die wahren "Wilden" die Sensationsgeilen Pressefuzzis sind.
Einige Darsteller hat man etwa zur selben Zeit in meist ähnlichen Produktionen schon mal gesehen- fallen aber sonst nicht auf.
Die teils extrem grausamen Szenen sind sehr realistisch gehalten,
es hielten sich auch lange Zeit Gerüchte, dass für einige der Szenen echte Leichen verwendet wurden.
Diese Szenen konnten allerdings später mittels Aufnahmen vom Dreh als (extrem gute) Tricks nachgewiesen werden.
Leider sind auch in diesem Film die damals in dem Genre üblichen Tiersnuff-Szenen zu sehen,
was auch ein Grund ist, warum ich den handwerklich ansonsten gut gemachten Film keinesfalls empfehlen kann, und nicht bewerte.

Es existieren diverse VHS, DVDs und Blu-rays von verschiedenen Anbietern, von stark geschnitten bis komplett uncut ist alles dabei.
Die gezeigte VHS ist ungeschnitten, in Deutschland ist der Film allerdings nicht mehr legal zu kriegen.

NIGHT EYES



Am Hafen von New York wird seit einiger Zeit Mais gelagert, welcher mit Steroiden verseucht ist, und deshalb nicht in den Verkauf gelangen darf.
Für die Ratten der Hafengegend ist das natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen, und sie bedienen sich ausgiebig.
Durch die Steroide wachsen die Ratten allerdings recht schnell auf unnatürliche Größe heran.
Als der Mais schließlich vernichtet wird, müssen sich die Tiere andere Nahrung suchen- und schrecken auch nicht vor Angriffen auf Menschen zurück...

Wieder mal ein Tierhorror-Exemplar, welches es bis heute nur geschnitten in Deutschland zu sehen gibt.
Ich kann nicht mal sagen, WAS geschnitten wurde, da ich die Originalfassung nicht kenne- vermute aber nur Handlungsschnitte.
Im Film ist so oder so keine einzige brutale Szenen erkennbar, man hat den kompletten Film nämlich dermaßen übel abgedunkelt,
dass man in vielen Szenen nur noch raten kann, was dort gerade passiert. Was sollte man da also noch rausschneiden?
Das wundert mich auch nicht besonders, denn wenn man sich die Mühe macht das Bild manuell aufzuhellen,
kann man in manchen Szenen die Tricks (viel zu) gut erkennen:
Die Ratten werden nämlich in einigen Szenen von dressierten und verkleideten Dackeln dargestellt...
Davon abgesehen: Regisseur Robert Clouse hat neben diversen Action und Martial Arts-Filmen auch schon Erfahrung im Tierhorror-Bereich (Die Meute).
Nett ist auch die Anspielung beim Angriff der Ratten im Kino: Dort läuft gerade "Game of Death" mit Bruce Lee- von Robert Clouse.
Die Regie von "Night Eyes" ist ebenso routiniert wie die größtenteils unbekannten Darsteller.
Da wäre durchaus mehr möglich gewesen, alleine schon weil die literarische Vorlage immerhin von James Herbert stammt.
Etwas mehr Budget für die Tricks, und dementsprechend ein normal helles Bild hätten hier einiges rausgerissen.
Denn besonders die Szenen im Kino und das Ende in der U-Bahn kommen durchaus atmosphärisch und spannend rüber.
Nur die Datten... ähhh... Rackel... ach, ihr wisst schon. Die gehen gar nicht. Schade

3/10

NIGHTFLYER



Ein Team Wissenschaftler ist mit dem gecharterten Raumschiff Nightflyer unterwegs, um ausserirdisches Leben zu erforschen,
und eine angeblich seit Anbeginn der Zeit existierende Rasse zu finden.
Die Nightflyer wird überraschenderweise von einem Computer gesteuert, welcher als Hologramm-Captain auftritt.
Schon bald geschehen seltsame Unfälle an Bord, es gibt tote- und auch der Holo-Captain scheint hier nicht das sagen zu haben...

Die Grundidee ist mal etwas anders, zumindest keine Standard-Story.
Allerdings war hier wohl kaum Budget am Start, denn das innere das Raumschiffs sieht nie nach einem solchen aus-
eher nach alten Lagerhallen oder der Eingangshalle eines Hotels.
Alles im inneren wirkt inszeniert, künstlich und unecht- die wenigen Außenaufnahmen der Nightflyer sehen aber ganz nett aus.
Den großteils unbekannten Darstellern muss man zwar diverse Frisurenverbrechen vorwerfen, sonst ist alles im Durchschnitt-
lediglich Catherine Mary Stewart habe ich schon in vielen Filmen gesehen- auch schon in diesem VHS-Thread.
Die Geschichte ist generell sehr ruhig erzählt, es passiert gerade genug damit man sich nicht langweilt-
aber wirklich Spannend wird es auch nicht.
Immerhin überrascht Nightflyer mit einer ziemlich fiesen Szene- da wundert es mich, dass der Film ungekürzt eine FSK 16 gekriegt hat.
Trotz deutlich vorhandener Schwächen bietet der Film noch angenehme Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

5/10

NOT OF THIS EARTH



Paul Johnson (Michael York), ein sich sehr merkwürdig verhaltender Mann,
kommt eines Tages zu einem Arzt und bittet um eine sofortige Bluttransfusion.
Der Mann verfügt über Unmengen an Geld- und auch sonst spezielle Fähigkeiten, die Menschen zu überzeugen ihm zu geben was er will.
Er wirbt Amanda, die Krankenschwester der Arztpraxis ab, um sich von ihr täglich bei sich zu Hause behandeln zu lassen.
Mit der Zeit bemerkt Amanda allerdings, dass einiges im Haus des Fremden nicht mit rechten Dingen zugeht-
er empfängt Obdachlose als Gäste, welche man danach nie wieder sieht, und er braucht täglich neues Blut.
Was ihr noch nicht klar ist: Paul Johnson ist ein Ausserirdischer, dessen Rasse an einer seltenen Blutkrankheit leidet-
und Heilung durch das Blut der Menschen sucht- welche sie dann als "Blutlager" nutzen wollen...

Billiges Trash-Remake des Klassikers "Gesandter des Grauens" von 1957.
Michael York spielt sehr lustlos und hölzern, seine Figur soll zwar durchaus sehr reserviert rüberkommen, aber überzeugend ist das nicht.
Die restlichen Darsteller sind eher unbekannt und unbegabt, und das Budget war offensichtlich gering- dementsprechend sehen die Tricks aus.
Unterhaltsam erzählt ist das ganze schon- aber nicht unbedingt empfehlenswert.

3/10


Zuletzt von Retro am Fr Nov 17, 2017 10:28 pm bearbeitet; insgesamt 17-mal bearbeitet
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Mi Nov 08, 2017 10:10 pm

OPEN SEASON - JAGDZEIT



Drei Vietnamveteranen fahren jedes Jahr im Sommer zur Jagd in eine abgelegene Waldhütte-
und entführen unterwegs ihre Beute, junge, zufällig aufgelesene Pärchen.
Zunächst werden die Opfer freundlich behandelt, später der Mann zur Hausarbeit und die Frau zum Sex gezwungen.
Nach ein paar Tagen eröffnet man den beiden, dass sie 30 Minuten Vorsprung kriegen, und dann gejagt werden.
Allerdings ist der Vater eines früheren Opfers den drei Männern auf der Spur...

Mit Peter Fonda und William Holden recht fies besetzter Thriller, der sich zwar nur langsam entwickelt, aber doch recht intensiv daherkommt.

9/10

Von diesem Film existiert eine deutsche DVD. Leider hat eben diese DVD unterirdische Qualität, das Bild ist extrem unscharf, nicht Anamorph und der Ton dumpf.
Hier hat der Hersteller vermutlich ein altes, oft verliehenes VHS-Band als Master benutzt. Meine VHS bietet jedenfalls deutlich bessere Qualität in Bild und Ton als die DVD.
So kann ich leider, trotz dem durchaus sehenswerten Film von der DVD nur abraten. Wer noch einen VHS-Player hat, sollte bei Gelegenheit zuschlagen.

THE OUTSIDERS - REBELLEN OHNE GRUND



1966 in Tulsa, Oklahoma: Zwei rivalisierende Gangs, die "Greasers", welche aus ärmlichen Verhältnissen kommen, und die "Socs", geschniegelte reiche Kids,
bekriegen sich wo es nur geht- immer wieder kommt es zu Streit und Prügeleien.
Als es der Anführer der Socs eines Tages übertreibt, und einen Greaser beinahe ertränkt, kommt ihm einer der anderen zu Hilfe- und ersticht den reichen Jungen.
Somit machen die Socs jetzt Jagd auf die beiden beteiligten Greaser- und ihnen bleibt nichts anderes übrig als sich zu verstecken,
während der Rest der beiden Gangs zur großen Schlacht aufruft...

Regisseur Francis Ford Coppola hat mit den "Outsiders" eine perfekt funktionierende Mischung aus Gangfilm und Drama gedreht, der komplett überzeugt.
Die Besetzung ist beinahe schon unglaublich gut, hier sind neben Tom Waits auch einige später große Stars zu sehen:
Matt Dillon, Ralph Macchio, C. Thomas Howell, Patrick Swayze, Rob Lowe, Emilio Estevez, Tom Cruise und Diane Lane.

10/10

Ja, die "Outsiders" gibt es in diversen Variationen für jeden Geldbeutel auf DVD und Blu-ray.
Allerdings ausschließlich in der 110 Minuten langen Director's Cut-Version. Die alte Kinofassung mit 87 Minuten ist ausschließlich auf VHS zu kriegen.

OVERKILL - DURCH DIE HÖLLE ZUR EWIGKEIT



Aus einem Forschungslabor in Leipzig wird ein von der US-Armee entwickelter tödlicher Virus geschmuggelt.
Das Flugzeug, mit dem der Virus transportiert wird, stürzt jedoch ab- und der Virus kann entweichen...
In nur wenigen Tagen breitet sich eine tödlich endende Epidemie rund um die Welt aus, die anfänglich wirkt wie eine normale Erkältung.
Ein Gegenmittel ist bisher nicht bekannt.
Während der Großteil der Erdbevölkerung schon gestorben ist, oder langsam dahinsiecht, gibt es einige bisher nicht betroffene Überlebende-
wie z.B. die Besatzungen von schwer bewaffneten Atom U-Booten mehrerer Nationen, welche nur gefilterte Luft einatmen, und sich jetzt quasi im Krieg wähnen.
Doch wer ist der Feind, auf wen richtet man seine Atomraketen?
Überlebt haben auch Wissenschaftler einer arktischen Forschungsstation- diese finden heraus, dass der Virus sich bei kälte passiv verhält.
Ist das die Gelegenheit, den Virus zu untersuchen und ein Gegenmittel zu finden, bevor Atomraketen abgefeuert werden- oder steht das Leben auf der Erde am Abgrund?

Japanisch/Amerikanischer Film von 1980, der zwischen Thriller und Drama pendelt, und mit damals durchweg großen Schauspielern glänzt:
(George Kennedy, Glenn Ford, Chuck Connors, Sonny Chiba, Edward James Olmos, Olivia Hussey, Henry Silva, Bo Svenson, Robert Vaughn)
Es gibt neben der Arcade-VHS mit 95 Minuten noch eine Vision-VHS mit 70 Minuten.
Bei der 95 Minuten-Version handelt es sich um die sogenannte "internationale Fassung", welche überall ausser in Japan und den USA veröffentlicht wurde.
Diese Fassung wurde nicht nur in der Handlung gekürzt, sondern auch inhaltlich in der Szenenfolge verändert- und beginnt z.B. mit dem eigentlichen Ende des Films.
Die 70 Minuten Schnittfassung basiert ebenfalls auf dieser- nur eben stark in der Handlung gekürzt- aber trotzdem verständlich.

10/10

Auf DVD gibt es eine 114 Minuten-Version in einer Science Fiction Sammelbox unter dem Namen "Apocalypse – Das Ende der Welt", welche auch die Original Handlungsfolge bietet,
sowie eine komplett ungekürzte Fassung mit 156 Minuten, die es neben einer DVD auch als Blu-ray gibt. Die Blu-ray enthält noch eine weitere Schnittfassung mit 110 Minuten.
Insofern sind die VHS-Versionen ein Kuriosum mit interessanter, komplett veränderter Schnittfassung.

PLAY DEAD



Nach dem Tod ihrer Eltern bekommt Audrey von ihrer Tante Hester (Yvonne DeCarlo) die Rottweiler-Hündin Greta geschenkt.
Doch Greta wird durch Hester, welche den Teufel anbetet, mittels schwarzer Magie beeinflusst und tötet jeden, der Audrey nahe steht.
Ihr Ziel: Rache an der ganzen Familie, denn ihre inzwischen tote Schwester hat ihr mal den Freund ausgespannt.

"Play Dead" ist so ein Film, der eigentlich halbwegs potential gehabt hätte, der sich aber selbst mit blöden und unnötigen Ideen im Weg steht.
Die Geschichte um den "Killerhund" hätte ebenso gut, und sogar deutlich glaubwürdiger, ohne den Schwachsinn mit Teufelsanbetung funktioniert.
Alleine schon weil im Film mehrmals betont wird, wie intelligent gerade dieser Rottweiler sei.
Greta ist auch durchaus gut trainiert, und wirkt als Rottweiler alleine schon durch die Kampfhunde-Klischee's gegen diese Rasse bedrohlich.
Doch der offensichtlich reichlich unbegabte Regisseur Peter Wittmann konnte daraus kein Kapital schlagen.
(Er ist nach diesem Film nie wieder in Erscheinung getreten, davor hat er lediglich eine flache Teenie-Komödie gedreht)
Warum lässt man den potentiell gefährlichen Hund nicht bedrohlich agieren, ihn selbst angreifen und beissen?
Statt dessen erschreckt er Menschen, die dann vor ein fahrendes Auto fallen, oder wirft Elektrogeräte in Badewannen.
Das ganze ist zudem dermaßen schnarchig und ohne jegliche Spannung oder Überraschungen inszeniert,
dass das beinahe komplette fehlen auch nur halbwegs gruseliger oder brutaler Szenen schon gar nicht mehr auffällt.
Das Cover der VHS verspricht da deutlich mehr, als im Film zu sehen ist.
Die Darsteller sind allesamt eher unbegabt, selbst das einzig bekannte Gesicht im Film, die kultige Yvonne De Carlo, kann nicht überzeugen.
Auch die deutsche Synchro passt sich perfekt dem eher gelangweilten Geschehen an.

2/10

"Play Dead" wurde inzwischen von "Troma" lizensiert, und ist seit einiger Zeit als DVD-Hartbox in der "Troma-Edition" erhältlich.
Allerdings bin ich kein großer Freund von Hartboxen, welche meiner Meinung nach einfach nur überteuert sind,
aber keinerlei Mehrwert gegenüber einer Standard-Veröffentlichung bieten.
Da zudem auch der Film selbst nicht unbedingt ein Highlight des Genres darstellt, ist "Play Dead" einer der wenigen Filme,
welche ich trotz DVD-Release auf VHS behalten habe. Da müsste die DVD schon mal sehr günstig hergehen, um hier ein Update zu machen.
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Fr Nov 17, 2017 11:47 am

RAMPAGE - ANKLAGE MASSENMORD



Charles Reece (Alex McArthur), ein sympathischer junger Mann der noch bei seiner Mutter wohnt, begeht Morde in der Nachbarschaft.
Er sucht sich seine Opfer wahllos aus, klingelt an Häusern, drängt die Bewohner hinein- und schlachtet sie grausam ab.
Die Morde selbst sind schon grausam genug- doch die Polizei findet auch noch heraus, dass er das Blut seiner Opfer trinkt,
und deren Innereien getrennt sortiert in speziellen Behältern im Keller aufbewahrt.
Als er gefasst wird, ist das Ausmaß seiner Taten noch größer als zunächst gedacht-
und selbst der zuständige Staatsanwalt Fraser (Michael Biehn) plädiert zum ersten mal in seinem Leben zur Todesstrafe für den Angeklagten.
Dieser hat allerdings ziemlich gute Verteidiger. Reece denkt das richtige zu tun, und folgt inneren Stimmen die ihm sagen was zu tun ist.
Ist er ein unzurechnungsfähiger Psychopath, oder ein intelligenter, eiskalt berechnender Killer?

Regisseur William Friedkin hat hier einen spannenden Film geschaffen, der trotz seines Kammerspiel-Charakters überzeugt.
Die Hälfte des Films spielt im Gerichtssaal, aber auch sonst lebt der Film von ruhigen Bildern und zeigt kaum Gewaltdarstellung.
Themen wie Nazikult und Kannibalismus werden angesprochen aber nicht gezeigt- Friedkin überlässt einiges der Phantasie der Zuschauer.
Trotzdem überzeugt der Film, und wirkt relativ hart- was auch an den sehr guten Darstellern liegt.
Michael Biehn als Staatsanwalt passt sehr gut, und Alex McArthur spielt den Killer sehr überzeugend-
kaum zu glauben, dass der Mann karrieretechnisch inzwischen zu Asylum und SyFy-Produktionen abgestürzt ist.
In weiteren Rollen sind noch Deborah Van Valkenburgh und Art LaFleur zu sehen.
Klare Empfehlung- man darf sich nur nicht vom arg reisserischen Titel in die Irre führen lassen.

8/10

REBELLEN DES GRAUENS



Im amerikanischen Bürgerkrieg hat der Befehlshaber der 44. Division der Nordstaatler einen Trupp Südstaatler gefangen genommen.
Da vor ihnen ein großes Minenfeld liegt, werden die Gefangenen, unter denen auch eine zivile Frau und ihr Sohn sind,
in das Minenfeld vorausgeschickt, welche so beinahe komplett in den Tod laufen- nur der Junge überlebt.
Über 100 Jahre später ist in dieser Gegend eine Truppe Soldaten wegen einer Feldübung unterwegs, welche zur aktuellen 44. Division gehören.
Sie treffen im Wald auf eine geheimnisvolle Frau, welche den Trupp warnt von hier zu verschwinden-
denn die Geister der damals genau hier getöteten sinnen noch immer auf Rache.
Schon bald geschieht unheimliches, aus der Übung scheint eine echte Angriffssituation zu werden.
Als einige der Männer allerdings die damals getöteten Südstaatler aus ihren Gräbern kommen sehen,
wird der Truppe langsam klar, dass sie hier nicht gegen normale menschliche Gegner antreten müssen...

Der ursprüngliche deutsche Titel der VHS-Erstauflage (siehe Coverscan) ist gar nicht mal so unpassend.
Spätere Veröffentlichungen haben deutlich unpassendere Titel gekriegt:
"Brigade der Zombies", "Rebellion der Zombies", und "Die Rückkehr der Lebenden Toten IV". Der Originaltitel lautet "The Supernaturals".
Mal ausgehend vom Original-und ursprünglichem deutschen Titel kann ich einfach nicht nachvollziehen,
woher die oft extrem miesen Reviews in Richtung "schlechter Zombiefilm," kommen.
"Rebellen des Grauens" ist kein Zombiefilm, und will auch gar keiner sein.
Ja, Tote kommen zurück und rächen sich an den lebenden. Ist z.B. bei Carpenter's Klassiker "The Fog" auch so. Gilt der als Zombiefilm?
Hier gibt es keine "Fleischfresser-Szenen" sondern untote Soldaten, welche einfach nur die Nachfolger ihrer damaligen Mörder töten wollen.
Von dem Zombie-Gedanken sollte man also mal wegkommen, fehlender (weil wegen "Zombies" erwarteter) Splatter ist kein Kritikpunkt hier!
Geht man einfach von einem übernatürlichen Film aus, sieht man das ganze schon anders.
Klar, "Rebellen des Grauens" ist ein billig produziertes B-Movie. Keine Frage, das kann man nicht schönreden.
Er ist auch sicher kein Highlight im Genre, aber bei weitem nicht so schlecht, wie er oft gemacht wird.
Die Ausgangsposition ist nicht uninteressant, mit größerem Budget (und besseren Schauspielern) hätte das durchaus was werden können.
In der Hauptrolle als Befehlshaber des Trupps ist Nichelle Nichols ("Uhura" aus Star Trek) zu sehen, und macht ihre Sache erstaunlich gut.
Einer etwas größere Nebenrolle spielt LeVar Burton (Geordie LaForge aus Star Trek Next Generation), kann aber nicht besonders herausstechen.
Der Rest der Schauspieler ist mit dem Begriff "Laiendarsteller" sehr treffend beschrieben.
Die meist vollkommen unpassende, "fröhliche" Militärmusik im Film kostet dem Werk allerdings durchaus noch einen Punkt.
Diese fällt schon in der ersten Szene negativ auf, während die Kamera über ein Schlachtfeld voller Leichen aus dem Bürgerkrieg fährt.
Wer nichts anderes als einen B-Grusler erwartet, und vielleicht sogar mal ein paar Star Trek-Veteranen in anderen Rollen sehen will,
muss dann nur noch mit einem Logikfehler- oder zumindest einer nicht sehr glaubwürdigen Erklärung gegen Ende leben.
Ansonsten sollte man sich den Film wirklich mal Vorurteilsfrei ansehen, auch wenn so oder so nicht mehr als Mittelmaß drin ist.
Speziell bei diesem Film würden mich daher andere Meinungen durchaus sehr interessieren...

4/10

Auf DVD ist der Film vom Müll-Label "Best Entertainment" erhältlich. Sowohl cut als auch uncut, beide sind ab 18.
Und was haben beide DVD's gemeinsam?
Unterirdisches, unscharfes Bild, und in der uncut-Version sind die nachträglich wieder eingefügten Szenen qualitativ NOCH schlechter als der Rest.
Warum habe ich wohl noch immer meine alte VHS im Regal? Weil dort Bild und Ton besser sind- und der Film uncut ist...

REPTILIAN (YONGARY)



Bei Ausgrabungen wird das Skelett eines riesigen Dinosauriers entdeckt.
Einer Legende nach handelt es sich dabei um Yongary, der nach Millionen von Jahren wieder auferstehen soll, und die Erde zerstören wird.
Zufälligerweise schwirren zur selben Zeit Ausserirdische durch's All, welche die Erde erobern wollen- da passt es doch ganz gut, dass da so ein Monster-Skelett herumliegt.
Mithilfe irgendwelcher nicht näher definierten Strahlen wird der Yongary zum Leben erweckt, ihm ein Artefakt auf die Stirn platziert-
und somit von den Ausserirdischen kontrolliert auf Zerstörungstour geschickt.
Durch normale Waffen ist das Monster nicht aufzuhalten, erst einer Spezialeinheit mit Raketenrucksäcken gelingt es, das Artefakt auf seiner Stirn zu zerstören-
woraufhin Yongary sofort friedlich wird, und nur noch doof in die Gegend guckt.
Doch die Ausserirdischen haben irgendwoher noch ein zweites Monster, welches auf die Erde geschickt wird.
So beginnt Yongary für die Menschen zu kämpfen, und greift das andere Monster an...

Die Koreaner haben über 30 Jahre nach dem Original-Yongary wieder zugeschlagen-
und ihren Film beinahe ausschließlich mit Amerikanischen "Schauspielern" besetzt, und auch in Amerika spielen lassen.
Nun ist der Film thematisch weder eine Fortsetzung, noch ein Remake geworden, und erzählt eine völlig andere Geschichte mit einem völlig anders aussehenden Monster.
Inhaltlich ist aber auch dieser Film eine Godzilla-Kopie, sogar eine deutlich schlechtere als das Original von 1967.
Sowohl die Schauspieler, als auch deren Dialoge- ganz besonders aber die Tricks sind dermaßen schlecht, dass es schon weh tut.
Im Gegensatz zu den Godzilla-Filmen kommen hier fast alle Tricks aus dem Computer, und wurden deutlich sichtbar und schlecht einkopiert.

1/10

SCANNER COP



Der Vater von Samuel Staziak (Daniel Quinn) war ein Scanner- und wurde erschossen, weil er seine Medikamente absetzte und durchdrehte.
Daraufhin wurde der junge Samuel von einem Polizisten adoptiert, der verhindern wollte, dass man wegen seiner vererbten Begabung Experimente mit Samuel anstellt.
15 Jahre später: Samuel ist inzwischen selbst Polizist geworden, sein Adoptivvater Polizeichef.
Eine unerklärliche Gewaltwelle bricht los, scheinbar harmlose, bisher unbescholtene Bürger greifen plötzlich Polizisten an.
Da man sich das nicht erklären kann, wird Samuel von seinem Vater gebeten seine Begabung einzusetzen, und einen der Gefangenen zu scannen.
Dadurch bemerkt Samuel, dass der Mann scheinbar unter einer Art Hypnose steht- und nicht mehr Herr seiner Sinne ist.
Als Samuels Partner getötet wird, setzt er seine Medikamente komplett ab, um seine Scannerkraft zu erhöhen, und so mehr herauszufinden-
doch schon bald wird er von Schmerzen geplagt und kann kaum noch klar denken...

Genau genommen haben wir hier einen Cop-Thriller, der sich ein wenig an der Thematik der Scanners-Kinofilme bedient.
Dementsprechend rührt sich hier weniger als in den Vorbildern, sowohl was Action als auch Gewalt angeht.
Trotzdem bietet der Film eine spannend erzählte Geschichte, die mit einigen bekannten B-Darstellern gut besetzt wurde- und ein paar kurze Splatter-Effekte.
Auch dass hier wieder die Frage nach Fluch oder Segen der Scannerfähigkeit angesprochen wird, bekommt dem Film gut-
und hebt ihn klar über den eher misslungenen dritten Teil der ursprünglichen Filme.
Regisseur Pierre David war übrigens Produzent des ersten Scanner-Films von David Cronenberg.

7/10

SCANNER COP 2



Der geistig verwirrte Karl Volkin (Patrick Kilpatrick) wird vom Polizisten Samuel Staziak (wieder Daniel Quinn) und seinen Kollegen aufgegriffen und eingesperrt.
Doch dieser ist ein Scanner- und es dauert nicht lange bis er seine Kräfte einsetzt, ausbricht- und dabei seine Bewacher tötet.
Samuel hat inzwischen eine neu entwickelte Medizin, welche ihm ermöglicht, seine Scannerfähigkeiten gezielt einzusetzen-
somit sollte er in der Lage sein, jeden anderen Scanner erfolgreich zu bekämpfen.
Doch Volkin hat eine besondere Gabe- er kann anderen Scannern die Kraft entziehen, und sich dadurch stärken, was sich aber auf seinen Geisteszustand auswirkt...

Pierre David, Regisseur des Vorgängers, hat hier lediglich die Produktion übernommen- Regie führte Steve Barnett,
der zuvor nur unterdurchschnittliche B-Movies zustande brachte (und von dem man nach diesem Film nichts mehr hörte).
Samuel ist einfach nur noch ein Polizist, der wie selbstverständlich nebenbei Scanner ist, Nebenhandlungen fehlen völlig- selbst die Action wurde zurückgeschraubt.
Vor allem in der Mitte hängt der Film durch und wird teils öde- was aber zugenommen hat, ist die Gewaltdarstellung.
Wenn man schon kein Originelles Drehbuch mehr hat, muss man eben die Effekte hochschrauben-
welch Zufall, dass hier beide Hauptfiguren stärkere Scannerfähigkeiten denn je haben...
Dementsprechend regieren hier auch deutlich die Splatterszenen, welche für die damalige zeit recht ordentlich aussehen.

4/10

STARFIGHT




Alex Rogan (Lance Guest) spielt nichts lieber als das Arcade-Game "Starfighter", niemand ist darin besser als er. Als sich eines Tages ein Mann namens Centauri (Robert Preston) bei Alex vorstellt und ihm offenbart er seiner einer der Erfinder des Spiels und Alex schließlich auch noch einlädt ihn zu begleiten zögert Alex nicht lang. Kurz darauf fliegt jedoch der völlig überraschte Alex zusammen mit Centauri in einem DeLorean durchs Weltall! Vollkommen perplex vom soeben erlebten und angekommen auf einer Raumstation wird Alex erzählt, dass die "Starfighter"-Spielautomaten nur aufgestellt wurden um fähige Piloten zu finden die die Galaxie vor einer drohenden Invasion retten können (und müssen) - Alex ist aufgrund seiner Fähigkeiten einer dieser Piloten.
Trotzdem bittet er darum wieder nach Hause zu können, er fühlt sich mit der Aufgabe und der Situation vollkommen überfordert. Zu Hause angekommen merkt Alex, das ihm offenbar einige der außerirdischen Jäger gefolgt sind und er sein normales Leben vorerst nicht wieder aufnehmen kann. Er kehrt wieder zur Raumstation zurück. Dort hat allerdings in der Zwischenzeit ein verheerender Angriff der Invasoren stattgefunden, dem alle anderen Piloten zum Opfer gefallen sind.
Nur Alex vebleibt als letzte Hoffnung und als letzter Kampfpilot eines Starfighters um die Invasion noch zu verhindern ...









DAS STUMME UNGEHEUER



John Kirby ist in psychiatrischer Behandlung, kommt jedoch mit seinem Leben nicht klar.
Er startet einen Amoklauf mit einer Axt, und wird erst durch mehrere Schüsse der Polizei aufgehalten.
Im Krankenhaus versucht man noch, sein Leben zu retten, doch Kirby ist Gehirntot.
Allerdings hat einer der Ärzte ein neues, ungeprüftes Mittel zur Selbstheilung entwickelt, welches er an Kirby testet.
Dieses funktioniert jedoch besser als gedacht, Kirby's Körper erholt sich rasend schnell- er entkommt, und wird nur noch vom Mordinstinkt getrieben.
So sieht sich die Stadt jetzt einer beinahe unverwundbaren Killermaschine gegenüber,
und Sheriff Dan Stevens (Chuck Norris) ist Dank seiner Kampfkünste der einzige, der auch nur annähernd eine Chance hat gegen Kirby anzukommen...

Das klingt jetzt in der Beschreibung besser, als das Ergebnis geworden ist.
Irgendwie will hier nichts so recht zusammenpassen.
Eine Art unverwundbares "Frankenstein-Monster", Kneipenschlägereien, ein wohl lustig geneinter Sidekick in Form des dicken Hilfssheriffs, welcher aber unglaublich nervt,
eine eingefügte Lovestory samt lustiger Musik, und relativ wenige Actionszenen sorgen eher für Langeweile, Unverständnis und Kopfschütteln, als für gute Unterhaltung.
Kaum Spannung, kaum Action, kaum "Horror"- und noch dazu miese Nebendarsteller,
und teils sogar auffällig schlechte Kampf-Choreographie (in der Kneipenschlägerei) enttäuschen auf ganzer Linie.
Lediglich Ron Silver als Dr. Halman fällt hier positiv auf.

3/10

TEUFLISCHE KLASSE



An der Vista Verde Highschool haben sich einige Schüler zu einer Organisation namens "Wächter" zusammengetan.
Der Sinn dahinter war ursprünglich, unter den Schülern für Recht und Ordnung zu sorgen- doch irgendwann ist das ganze umgekippt.
Inzwischen sorgen die "Wächter" für Terror und Gewalt an der Schule- und jeder der ihnen nicht passt, lebt gefährlich...

"Teuflische Klasse" ist einer der besseren Filme von Schundregisseur Albert Pyun, und ein typischer "Cannon"-Film der 80'er.
Stylische Optik, Action, Gewalt- und die damals beliebten Themen Selbstjustiz und Schulterror.
Dazu kriegt man einen herausragenden Soundtrack mit Depeche Mode, Robert Palmer, T.S.O.L. und Lords of the New Church auf die Ohren.
Zwar sind die Schauspieler nicht die bekanntesten, aber John Stockwell, Carey Lowell, und Don Michael Paul können sich sehen lassen.

7/10

THUNDER RUN - GEHEIMCODE CHARLY



Der Kriegsveteran Charly soll für das Militär möglichst unauffällig eine Ladung Plutonium von Nevada nach Arizona transportieren.
Charly besorgt sich einen Truck, und freut sich über vermeintlich leicht verdientes Geld- doch als er erfährt, dass eine Gruppe Terroristen
von dem Plan, das Plutonium zivil zu transportieren erfahren haben, wird im klar, dass das ganze nicht so leicht wird, wie gedacht.
Doch Charly ist kein Mann, der so schnell aufgibt.
Mit Hilfe seines Enkels wird der Truck modifiziert, und gemeinsam begibt man sich auf die gefährliche Fahrt nach Arizona...

Gary Hudson, der sonst eher als Darsteller in diversen Filmen zu sehen ist, hat diesen typischen 80'er Jahre Action-Vertreter gedreht.
Meist hirnlos, oft übertrieben, und mit den "typischen" Nerv-Teenies der damaligen Zeit besetzt
kann "Thunder Run" trotzdem mit ein paar netten Actionszenen und Stunts punkten.
Aus heutiger Sicht ist der Film eher schwach, für Kinder der 80'er, die genau sowas kennen und mögen, gilt aber:

6/10

Auf DVD gibt es den Film vom Müll-Label "Best Entertainment"- und das sogar ausnahmsweise mal ungekürzt.
Dafür ist das Bild wie bei Best Entertainment üblich extrem unscharf, und das Cover der DVD zeigt Motive, die im Film nicht vorkommen.
Dazu kommt, dass der komplette Film stark abgedunkelt wurde- was aber leider schon in der VHS-Vorlage so war.
Dafür ist das Bild der VHS aber wenigstens schärfer als auf der DVD...

TIMERIDER



Lyle Swann (Fred Ward), der Favorit des Wüsten-Motocross-Rennens "Baja 1000" verfährt sich mit seiner Motocross-Maschine in der Wüste,
und gerät mitten in ein Zeitreise-Experiment, welches ihn 105 Jahre in die Vergangenheit befördert.
Zunächst bemerkt er nichts davon, bis er auf einige ängstliche Mexikaner trifft- und schließlich von einigen schießwütigen Desperados angegriffen wird.
Deren Anführer Porter Reese (Peter Coyote) ist fasziniert von dem unbekannten "Stahlpferd", und will dieses unbedingt in seinen Besitz bringen.
Auf der Flucht vor den Desperados findet er ein kleines Dorf,
in welchem er Hilfe von der hübschen Claire (Belinda Bauer) und dem Priester Quint (Ed Lauter) bekommt, welche ihn verstecken.
Claire ist fasziniert von dem Fremden, und auch Swann verguckt sich in die hübsche Frau.
Allerdings schaffen es Reese und seine Bande, das Motorrad in ihr Camp zu verschleppen, und auch Claire zu entführen.
Mit Hilfe von Marshall Ben Potter (L.Q.Jones), welcher die Bande um Reese schon länger verfolgt,
machen sich Reese und Quint auf, Claire zu befreien, und das Motorrad zurückzuholen.
In der Zwischenzeit arbeiten die Wissenschaftler im Jahre 1982 daran, den Zeitreisenden zurückzuholen,
welchen sie auf ihren Kameras am Ort des Experiments gerade entdeckten, als er verschwand...

Eine spaßige und spannende, aber leicht trashige Mischung aus Western und Science Fiction,
welche sich nicht sehr ernst nimmt- und dadurch trotz einiger Ungereimtheiten sehr gut funktioniert.
Der Gitarrenlastige Rock-Soundtrack passt gut zu den Motocross-Szenen, welche den Anfang des Filmes dominieren,
später, nach seiner Zeitreise passt sich die Musik der Western-Thematik an.
Spätestens ab dem Zeitsprung kommen auch nicht Motorrad-Interessierte auf ihre kosten, langweilig ist der Film zu keiner Zeit.
Auch optisch passt alles: Das Western-Setting kommt glaubwürdig rüber, die Schauspieler sind perfekt gecastet, und auch Schnitt und Kamera geben sich professionell.
Im Kino lief der Film trotz ein paar fieser Szenen ungekürzt ab 12 Jahren, bei der Veröffentlichung auf Video prangte dann das FSK 16-Siegel auf dem Backcover.
Trotz guter Besetzung und einer netten Story hat es dieses kleine Highlight bis heute nicht auf DVD oder Blu-ray in Deutschland geschafft.

8/10

DER TOD AUS DEM NICHTS



Colorado, Bannon County:
Auf den Weiden der umliegenden Rancher werden immer öfter verstümmelte Rinderkadaver gefunden.
Da man aber nirgends Spuren der Täter entdecken kann, steht auch die gerufene Polizei vor einem Rätsel.
Schon bald machen Gerüchte von Ausserirdischen die Runde, woran aber natürlich keiner der Ermittler glaubt.
Als eine verlassene, ehemalige Raketenbasis der US-Armee entdeckt und untersucht wird,
kommt man dem Geheimnis langsam auf die Spur...

Laut Cover basiert der Film auf einer wahren Geschichte.
Mit Robert Urich, JoBeth Williams, Peter Coyote und Bill Moseley ist der Film einigermaßen Prominent besetzt,
trotzdem überzeugt dieser Mystery-Thriller, auch aufgrund des sehr langsamen Erzähltempos, nur bedingt.
Vermutlich lag auch nur ein kleines Budget vor, welches aber bestmöglich genutzt wurde.

6/10

DER TODESJÄGER



Ein Barbar, der von allen nur "Todesjäger" genannt wird, wird in König Tulag's Reich von diesem dazu aufgefordert, gegen den bösen Magier Munkar zu kämpfen,
welcher Codille, die Tochter des Königs entführt hat, um dadurch an die Macht zu gelangen.
Um Tochter Codille zurückzubringen, und das Königreich wieder für Tulag zu erobern,
kriegt er von der Hexe Toralva ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machen soll...

Die Story ist also alles andere als herausragend. Gut gegen Böse, Held kriegt Prinzessin.
Kann der Film wenigstens anders punkten?
Ein Jahr nach dem erfolg des ersten Conan Films gab es ja eine wahre Flut an Barbarenfilmen, welche größtenteils schlecht waren, und wovon nur wenige etwas Erfolg hatten.
Scheinbar gehörte auch der "Deathstalker" dazu, denn der Film hat es zu 3 Fortsetzungen gebracht.
Für einen eher billig produzierten B-Film hat man einiges aus dem knappen Budget herausgeholt.
Die Masken sind in Ordnung, die Schwertkämpfe ansehbar, die Landschaften in denen gedreht wurde schön-
und ein paar etwas billig wirkende, aber blutige Schnetzelszenen gibt es auch.
Hier war man übrigens nicht zimperlich:
Von einer Enthauptung, über einen abgerissenen Arm, mit dem dann noch zugeschlagen wird, bis hin zu einer Vierteilung gibt es hier genug, um die FSK 18 zu rechtfertigen.
Wohl dank des dünnen Budget wird das ganze nicht übermäßig genau gezeigt, sondern ist immer beabsichtigt recht schnell geschnitten.
Mit der Liebesgeschichte wird sich nicht lange aufgehalten, hier regiert die Action- so wird einem, auch dank der kurzen Laufzeit von 80 Minuten immerhin niemals langweilig.
Ein wenig Humor darf auch nicht fehlen, vor allem die Szene mit dem Schweinegesichtigen Kämpfer, als ihm ein komplettes Spanferkel vorgesetzt wird, ist nett anzusehen.
Auch die Dialoge sind nett, und weniger dümmlich, als man annehmen dürfte-
Deathstalker und König Tulag, beim Hundebraten-essen im Wald:
T: "Ein tapferer Mann könnte in das Schloss gelangen, und ihn töten."
D: "Du suchst einen Idioten?"
T: "Nein, einen Helden!"
D: "Held oder Idiot- das ist das selbe."
Dem Film tut es einfach gut, dass er sich nicht komplett ernst nimmt- aber auch nicht mit all zu platten Sprüchen daherkommt.
Hinter dem Film stehen übrigens ein paar bekanntere Namen im B-Bereich, kein Wunder also, dass er zumindest ansehbar geworden ist.
Produziert hat Roger Corman, die Masken und Kreaturen stammen von John Carl Buechler, und Playboy-Hasi Barbi Benton darf ihre Dinger mal wieder in die Kamera halten,
wie sie es schon ein Jahr zuvor, im Horror-Slasher "X-Ray" erfolgreich getan hat.
Für Kinoplakat, und dementsprechend auch Video-Cover, hat man den im Fantasy-Bereich nicht unbekannten Zeichner Boris Vallejo gewonnen.
Schade nur, dass das Motiv nur bedingt etwas mit dem Film zu tun hat...
Auf DVD ist bisher keiner der Deathstalker-Filme erschienen, auch eine Auflage als Kauf-VHS gab es nie.
Von daher ist das Tape (und die Nachfolger) recht selten und schwer zu bekommen- lohnt sich aber nur bedingt.
Wer sich von dem mittelmäßigen Film an sich nicht abschrecken lässt, kriegt mit dem VHS Tape zwar eine ungekürzte Veröffentlichung zu sehen,
welche aber leider stark abgedunkelt wurde.

5/10

THE TOWER



Tony Minot hat einen neuen Job: Computerexperte im sogenannten "Tower", dem modernsten Gebäude der Welt.
Der Tower ist komplett Computergesteuert und überwacht, von "CAS", einem System mit künstlicher Intelligenz,
welches auch alleine Entscheidungen treffen kann, und wenn es sein muss, auch ziemlich brutal für die Sicherheit des Hauses sorgt.
Entsprechend streng sind dort die Regeln, welche schon im Parkhaus beginnen- was Tony gleich zu Anfang missachtet.
Erster Minuspunkt im System für den Neueinsteiger. Als er am Abend vor Dienstschluss versucht, seinen Terminal zu manipulieren,
und Zugangsberechtigungen auszutricksen, stuft ihn CAS als illegalen Eindringling ein, freigegeben zur Beseitigung.
Die folgende Nacht wird zum gefährlichen Spießrutenlauf, denn der "Tower" hat diverse Möglichkeiten, gegen Eindringlinge vorzugehen...

Ein für das US-TV gedrehter High-Tech-Thriller, welche zwar aus heutiger Sicht Computertechnisch etwas angestaubt wirkt,
aber Dank seiner nicht gerade alltäglichen Ideen durchaus Spaß macht- auch wenn es teils ein wenig unlogisch wird.
Darstellerisch kennt man zumindest Paul Reiser und Richard Gant vom sehen, auch der Rest fällt zumindest nicht negativ auf.
Einige optisch nette Szenen gibt es zu entdecken, spannend inszeniert ist der Film nach einem etwas lahmen Einstieg auch-
wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um eine TV-Produktion handelt, kann man durchaus eine Empfehlung aussprechen.

7/10

DER VOODOO FLUCH



1857 in den Südstaaten der USA: Plantagenbesitzer Masterson hält auf seinem Gelände einige Sklaven, welche er wie Dreck behandelt.
Diese belegen ihn und seinen Besitz mit einem grausamen Fluch.
130 Jahre später wird die lange Zeit leerstehende Plantage erstmals vermietet,
der Psychiater David Young zieht mit seiner Frau Kate und dem gemeinsamen Sohn dort ein.
Auf dem Dachboden, dessen Eingang seltsamerweise verschlossen und die Türe übertapeziert wurde,
finden sie eine große Kiste... in welcher die verrotteten Körper einer Frau und eines Kindes liegen.
Kurz darauf leiden Frau und Sohn unter Alpträumen und Visionen-
und David findet ein altes Tagebuch von Elisabeth Masterson, welches ihn nach dem Lesen immer mehr verändert...

"Der Voodoo Fluch" ist ein durchaus nicht unspannend inszenierter Grusler mit ein paar wenigen blutigen Szenen,
auch wenn so manche Ideen ganz offensichtlich aus anderen Filmen entliehen wurden.
Die Mischung funktioniert aber recht gut, Langeweile kommt nicht auf- und gegen Ende zieht der Film die Spannung noch deutlich an.

6/10

W - WAHNSINN



Katie's Ex-Ehemann William hat sie in ihrer Ehe schlecht behandelt, weshalb sie einfach verschwindet.
Als William dann wegen vermuteten Mordes an seiner verschwundenen Frau vor Gericht steht, bleibt sie untergetaucht,
obwohl sie ihn natürlich vor dem Gefängnis hätte bewahren können.
William kommt in's Gefängnis, Katie lernt mit Ben einen netten, neuen Mann kennen.
Jahre später: Das Leben der beiden hat sich weitgehend normalisiert, als plötzlich seltsame Unfälle passieren:
Bei Katie's Auto klemmt das Gaspedal (sie ist aber blöd genug trotzdem einen Gang einzulegen und Vollgas loszufahren),
und bei Ben versagen die Bremsen. Auf beide Autos hat jemand ein großes "W" hinterlassen.
Ist William wieder frei, und will sich rächen?
Der windige Privatdetektiv Charles Jasper meldet sich bei ihnen, ist bestens informiert- und verspricht zu helfen.
Als nächstes werden, trotz Hilfe des Detektivs, die Hunde der beiden brutal abgeschlachtet.
Doch William sitzt laut der Gefängnisleitung noch ein, und Jasper kommt dem Geheimnis von Katie auf die Spur...

Ex-Model Twiggy bedient jedes Klischee: Hübsch, Blond, zu blöd zum Autofahren- und als Schauspielerin unbegabt. Hauptsache sie sieht nett aus.
Selten hat mich eine Hauptrolle so sehr genervt wie hier. Ihr (Film)Partner, gespielt von Dirk Benedict, ist da leider auch nur minimal besser.
Und auch die restlichen Darsteller haben wohl keinen Grund gesehen, das Niveau zu heben.
Das ist schade, denn im Grunde ist die Geschichte nicht einmal schlecht, der Covertext vergleicht "W" sogar mit Hitchcock-Filmen.
Spannung kommt allerdings erst ab der hälfte des Films auf, auch mit der Logik hat man es generell nicht so.
Führungen von Privatpersonen durch das Gefängnis gehen z.B. ungesichert mitten durch den Hof,
in dem diverse Mörder und sonstige Straftäter die dort einsitzen frei herumlaufen.
Es werden zwar genug Hinweise gelegt, um den Zuschauer zu verunsichern, wer denn nun dahintersteckt-
aber die genannten Negativpunkte ziehen den Film doch ziemlich runter. Mittelmaß.

5/10

DIE WILDEN ENGEL VON HONGKONG



Zwei Pärchen wollen auf einer Insel vor Hongkong ein gemeinsames ruhiges Wochenende verbringen.
Auf der Fähre zur Insel werden sie von einigen Motorradfahrern belästigt, die sich einen Spaß daraus machen, die Frauen zu bedrängen.
Schon am ersten Tag auf der Insel treffen die vier wieder auf die Biker, und deren Provokationen steigern sich bis zu gewalttätigen Angriffen.
Da auf der Insel nur wenig Bevölkerung lebt, gibt es dort auch keine Polizei- und die Fähre zum Festland fährt erst am Sonntag wieder-
so dass auch der Versuch, die Insel wieder zu verlassen fehlschlägt.
Bei einem Angriff auf das Haus in dem die vier das Wochenende wohnen, wird eines der Mädchen getötet.
Deren Freund flippt daraufhin aus, und startet einen Amoklauf unter den Bikern, den er aber nicht überlebt.
Sein Kumpel schafft es daraufhin, einen der Biker zu überwältigen und in das Haus zu schleppen, in dem er sich mit seiner traumatisierten Freundin verbarrikadiert.
Der Rest der Biker versammelt sich inzwischen vor dem Haus, und macht sich bereit, dieses zu stürmen. Ein letzter Kampf auf Leben und Tod beginnt...

Klingt doch alles ganz gut- und hätte hier ein Sam Peckinpah Regie geführt, wäre wohl auch ein guter Film daraus geworden.
Regisseur Kuei Chih-Hung hat jedoch kein erkennbares Talent, wenigstens einen spannenden Handlungsaufbau zu zeigen.
Erst am Ende des Films wird richtig Gas gegeben, was Spannung und Gewalt angeht- leider ist zweiteres in der Deutschen Fassung massiv geschnitten.
Dazu kommt die Tatsache, dass die "Wilden Engel" hier eine eher peinlich herumhampelnde Truppe sind,
welche von Amerikanischen Biker-Gangs wohl nur ausgelacht worden wären.
Anschlussfehler, wie verschiedene Abstände zwischen dem flüchtenden Mädchen und der Bikern,
die es auch trotz deutlich höherem Tempo nie in ihre nähe schaffen, nerven ebenso, wie der lächerliche "Angriff" einer Seegurke,
welche eines der Mädchen beisst- und die immer wieder zu schnell ablaufenden Szenen, um ein höheres Fahrtempo vorzutäuschen.
Aber auch das gegenteil wird bis zum erbrechen zelebriert: Immer wieder Zeitlupen-Aufnahmen von Bikern, die oftmals offensichtlich keine guten Fahrer sind...
An Unlogik und/oder Blödheit nur schwer zu überbieten ist auch die Idee, nur zu zweit zum Speedboat in der Bucht zu Rudern,
um danach die anderen zwei mit diesem abzuholen- und dann erst zu flüchten.
Die Synchro ist ziemlich übel, was bei Filmen aus dem asiatischen Raum aber damals fast schon die Regel war.
Die VHS ist leider, vor allem am Ende, stark gekürzt, uncut könnte man wohl, dank dem starken Ende, wohl noch einen oder zwei Punkte dazuzählen.

3/10

"Die wilden Engel von Hongkong" ist auch uncut, aber nur in einem teuren und auf 1000 Stück limitierten DVD-Mediabook in Deutschland veröffentlicht worden.
Mir ist aufgrund der übertrieben hohen Preise für (meiner Meinung nach) sinnlose Mediabooks, welche ich nicht bereit bin zu zahlen, aber nur die VHS bekannt.


Zuletzt von Retro am Fr Nov 17, 2017 10:24 pm bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Retro am Fr Nov 17, 2017 11:47 am

SERIEN:

HITCHHIKER



Das Konzept hinter Hitchhiker klingt vertraut- und dadurch vielversprechend.
Wie bei der bekannten "Tales from the Crypt" (Geschichten aus der Gruft) Serie gibt es auch hier diverse Kurzfilme aus dem Horror- und Thriller-Bereich,
welche von einem Erzähler, dem Namensgebenden Hitchhiker, eingeleitet werden.
Ebenso hat man, wie im Vorbild, auch hier einige (damals) bekannte Namen für einzelne Folgen gewinnen können.
Robert Vaughn, Harry Hamlin, Steven Railsback, Gary Busey, Franco Nero, Klaus Kinski und diverse andere.
Gerade um die Episode mit Kinski ist es allerdings sehr schade-
er spielt zwar gewohnt exzentrisch einen Psycho-Dirigenten, aber man hat ihm, warum auch immer, eine völlig unpassende und lustlose Synchro verpasst.
Die Serie ging über 4 Staffeln mit insgesamt 85 Geschichten, wovon in Deutschland nur insgesamt 12 Folgen auf 4 VHS-Tapes erschienen sind.
Auf DVD gibt es bis heute keine Veröffentlichung bei uns,
als UK oder US-Import gibt es auch nur drei DVD-Sets mit willkürlichen Zusammenstellungen von insgesamt 27 Folgen.
An die Qualität der Tales from the Crypt reicht keine der mir bekannten Folgen heran, alles wirkt relativ billig, was mal mehr, mal weniger störend ist.
Schade um einige gute Ideen, aber insgesamt kann man die Serie nur bedingt empfehlen. Ansehbar. Mehr nicht.

4/10

TALES FROM THE DARKSIDE



Das gleiche Konzept wie beim oben genannten "Hitchhiker", also diverse Kurzfilme aus dem Thriller und Horror-Bereich,
nur dass diese Serie bei uns unter dem Titel "Geschichten aus der Schattenwelt" ein wenig bekannter sein dürfte.
Hier hat man allerdings weniger auf prominente Darsteller, sondern auf die Namen Stephen King und George Romero gesetzt-
welche beide aber nur an ein paar wenigen Drehbüchern und Produktion der Serie beteiligt waren.
Immerhin führte teils sogar Tom Savini Regie, welcher aber nicht beworben wurde...
Im Gegensatz zum "Hitchhiker" oder dem "Cryptkeeper" gibt es hier aber keinen Erzähler,
die Geschichten sind ohne Übergänge oder Einleitungen hintereinander zu sehen.
Die Serie ging über 4 Staffeln mit insgesamt 90 Geschichten, wovon in Deutschland nur insgesamt 12 Folgen auf 4 VHS-Tapes erschienen sind.
Auf DVD gibt es bis in Deutschland Veröffentlichungen einiger einzelner Geschichten, unter völlig verschiedenen Namen wie
"Golden Tales", "Book of Death", "Book of Evil", und "House of the creeping Death"-
das ganze auch mit den Namen "Stephen King" oder "George Romero" davor. Pures Chaos...
In meiner Sammlung stehen neben den hier gezeigten VHS-Tapes alle 4 Seasons als UK-DVD, weshalb ich mir die deutschen DVD's nie angetan habe.
Ich kann daher in diesem Fall nicht sicher sagen, ob es die hier auf den Covers genannten Folgen auch auf DVD bei uns gibt.
An die Qualität der "Tales from the Crypt" reichen auch die "Tales from the Darkside" nicht ganz heran, sind aber etwas besser als die des "Hitchhiker"
Insgesamt kann man auch diese Serie nur bedingt empfehlen.
Nach dem Ende der Serie im TV kam noch ein Kinofilm mit dem selben Titel- welcher erstaunlicherweise sehr gut gelungen ist.

5/10

TRICKFILME:

GUTE REISE, CHARLIE BROWN



Charlie Brown, Peppermint Patty, Marcie und Linus reisen im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms nach Frankreich.
Mit dabei sind natürlich auch Snoopy und Woodstock, welche im Gegensatz zu den anderen erster Klasse reisen, und den meisten Spaß haben.
Vor Ort müssen sich die Peanuts trennen, Patty und Marcie werden in einem Bauernhof freundlich empfangen, Charlie und Linus fahren weiter.
Deren angebliche Unterkunft erweist sich allerdings als nicht zugängliches Schloss mit dem Namen "Chateau des bösen Nachbarn"...

Mit den Peanuts ist es so eine Sache: jeder kennt sie, aber nicht jeder mag sie.
Ich persönlich bin Fan seit Kindheit, und mochte die Filme und TV-Folgen rund um Pechvogel Charlie Brown schon immer.
Wer die Peanuts mag, wird auch den Film lieben, bei nur etwas über 70 Minuten Laufzeit hat man auf überflüssiges Füllmaterial verzichtet,
und setzte auf den von den Comics und der TV-Serie gewohnten, teils recht tiefsinnigen Humor.
Die vier alten, klassischen Trickfilme, welche zwischen 1969 und 1980 herauskamen sind allerdings in Deutschland gar nicht so leicht zu kriegen.
Charlie Brown und seine Freunde (1969) gab es als VHS zu kaufen, wurde aber nie neu aufgelegt- daher selten, und leider nicht in meiner Sammlung.
Snoopy (1972) kam auf Video und auch auf DVD auf den Markt, unter dem Originaltitel "Snoopy come home". Diese steht in meiner Sammlung.
Lauf um dein Leben, Charlie Brown (1977) wurde in Deutschland nur im Kino gezeigt, VHS oder DVD gibt's bei uns nicht.
Gute Reise, Charlie Brown (1980) ist, wie man sieht, immerhin als VHS erschienen, sogar in mehreren Auflagen.
Für Fans sind die Filme pflicht, wer die Peanuts noch nie mochte, wird auch mit den Kinofilmen nichts anfangen können.

9/10

DOKUS:

DARIO ARGENTO'S WORLD OF HORROR (MONDO DI DARIO ARGENTO)



Unter der Regie von Michele Soavi ist diese Doku über die Filme entstanden, an denen Argento bis 1985 auf irgendeine Art beteiligt war.
Dies ist besonders erfreulich, da Soavi sich später mit seinen Filmen wie Aquarius, The Sect oder The Church offensichtlich an seinem Vorbild Argento orientierte.
Der Großteil der Doku dreht sich um Argento's bekannteste Filme Suspiria, Inferno, Tenebrae und hauptsächlich den zu diesem Zeitpunkt aktuellen Phenomena,
aber auch die von ihm produzierten Dawn of the Dead (Zombie) und Dämonen finden Erwähnung.
Viele Ausschnitte aus den Filmen vermischen sich mit Szenen vom Set und Interviews,
die meisten natürlich mit Dario Argento selbst, der über seine Arbeitsweise und Inspirationen spricht.
Am interessantesten sind die Szenen, in denen die Umsetzung der teils aufwändigen Kamerafahrten erklärt wird, sowie die Infos über die Insekten aus Phenomena.
Aber auch Effekte-Spezialist Tom Savini, Inferno Soundtrack-Komponist Keith Emerson und Maskenbildner Sergio Stivaletti kommen zu Wort.

Die Doku ist auch in Deutsch erhältlich, als Bonus auf der "Dragon" DVD von Suspiria, und als VHS von "Focus". Allerdings sind beide Versionen geschnitten.
Das hier gezeigte NL-Tape ist ungekürzt, in Englisch mit niederländischen Untertiteln.
Das Tape enthält als Bonus den Niederländischen Kurzfilm "Burp", in dem es um eine Menschenfressende Telefonzelle geht.

DARIO ARGENTO - MASTER OF HORROR (MONDO DI DARIO ARGENTO II)



Schwerpunkt ist hier Opera (Terror in der Oper), aber auch der nachfolgende Kurzfilm The Black Cat wird behandelt.
Ansonsten werden wie im Vorgänger auch die älteren Filme nochmal (eher kurz) neu erwähnt,
diesmal unter der Regie von Luigi Cozzi (unter seinem Pseudonym Lewis Coates).
Hier werden dann auch The Sect und The Church von Michele Soavi, dem Regisseur des ersten Teils dieser Doku vorgestellt, allerdings mit nur wenigen Infos.
Eine Deutsche Version ist mir nicht bekannt, das hier gezeigte UK-Tape ist ungekürzt.

MONTY PYTHON LIVE AT ASPEN



1998, in Aspen, Colorado, treffen sich die fünf noch lebenden Monty Pythons (John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin),
zusammen mit der Urne des 1989 verstorbenen Graham Chapman, und der Moderator Robert Klein Live auf einer TV-Bühne.
Der knapp eine Stunde laufende Film ist weder Doku noch Live-Show, sondern eine gelungene Mischung aus beidem.
Es werden Filmausschnitte und Sketche gezeigt, dazu gibt es teils chaotische Interviews, natürlich alles auf typische Monty Python-Art.
Auch auf die deutschen Folgen des "Fliegenden Zirkus" wird eingegangen-
Fragen und Antworten dazu in Deutsch, und mit beabsichtigt komplett falsch Übersetzten Untertiteln.
Es gibt nicht wenige Dokus und sonstige Zusammenstellungen der Pythons auf DVD-
nur "Live at Aspen" ist nirgends enthalten, auch nicht in der großen "Almost everything" DVD-Box, welche somit ihrem Namen alle Ehre macht.
(Der komplette Titel lautet "Almost Everything Ever In One Gloriously Fabulous Ludicrously Definitive Outrageously Luxurious Monty Python Box Set")
Monty Python-Fans mit dem Hang dazu, jeden Release der Pythons im Regal haben zu wollen, müssen somit auf die UK-VHS zurückgreifen.

SONSTIGES:

KUNG FURY



Miami, 1985: Als Jugendliche in einer Arcade-Spielhalle einen Automaten treten, verwandelt sich dieser in einen Roboter und läuft Amok.
Kung Fury, der härteste und beste Cop der Welt, wird gerufen um der Kiste in den Arsch zu treten. Dabei wird allerdings einiges zerstört.
Um die Schäden seiner Einsätze unter Kontrolle zu halten, soll er mit einem neuen Partner, dem Dinosauriermenschen Triceracop zusammenarbeiten.
Da er seinen letzten Partner im Dienst verloren hat, weigert sich Kung Fury- und quittiert seinen Dienst.
Direkt danach klingelt das Telefon in der Polizeistation, und fast alle anwesenden Cops werden durch das Telefon erschossen.
Der Täter: Adolf Hitler, auch bekannt als der gefürchtete Kung Führer.
Kung Fury schnappt sich seine Marke wieder, und begibt sich auf die Suche nach Hitler.
Der Plan ist, ihn mittels Zeitreise in der Vergangenheit zu töten, damit er das Attentat auf seine Kollegen nie durchführen kann.
Doch das schafft er nicht alleine, nun muss er sich unter anderem auf Freunde, Kollegen und Götter verlassen...
Neben Triceracop helfen ihm dabei Hackerman, Thor höchstpersönlich, Barbarianna nebst Freundin und Reit-Dinosaurier, sowie das Super-Auto "Hoff 9000".

Ein ganz normaler 80'er Jahre Action-Videofilm eben.
Eine Gewaltorgie im Retro-Look, inclusive Manga-Zeichenstil, massig Videogame-Anspielungen, leierndem Ton und Bildaussetzern.
Mit den damals typischen Onelinern in rauhen Mengen: "Tank you!", "Stop! Hammer Time!" oder "Disarming you!"
Hier darf man sich über nichts wundern. Alles ist dermaßen überdreht, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt.
Den Titelsong "True Survivor" darf David Hasselhoff trällern- besser geht es echt nicht mehr!

10/10

Offiziell ist der Film nur als Download zu haben, mein VHS-Tape incl. Making of, Musik Video und Soundtrack ist ein selbsterstelltes Einzelstück.

LEGION OF THE DEAD



Die beiden Kumpels William und Luke ziehen zusammen durch die Wüste Kaliforniens.
Der scheinbar zufällig mit seinem Auto an den beiden vorbeifahrende Mike hält an, und bietet an, sie mitzunehmen.
Dummerweise entpuppt sich Mike recht schnell als Psychopath, welcher die beiden nicht mehr aussteigen lassen will.
Als ein vorbeifahrender Cop den Wagen kontrollieren will, tötet Mike den Polizisten, wobei William und Luke fliehen können.
Nach einer Weile geraten sie in eine Bar des Wüstenstädtchens Rich Crest, wo sie sich erstmal vom erlebten erholen wollen-
und mit der hübschen Bardame Geena flirten.
Was keiner ahnt: Zwei durchgeknallte Killer sind auf dem Weg in die Bar, um im Auftrag ihres "Meisters" möglichst viele Leute zu töten.
Dieser will mit den Leichen eine "Legion der Toten" erschaffen. Doch nicht alle Besucher der Bar sind normale Menschen, auch nicht Geena...

Das komplett ungekürzte Vorab-Tape in meinem Besitz hat sowohl auf dem Cover als auch im Film selbst
noch den ursprünglich angedachten Titel "Legion - For we are many".
Die offizielle Veröffentlichung erfolgte dann unter dem Titel "Legion of the Dead", und das weltweit!!! unterschiedlich stark gekürzt.
Seinerzeit war dieses Tape die weltweit längste Version des im Jahr 2000 gedrehten ersten Films von Olaf Ittenbach,
welcher nicht nur mit deutschen Amateuren, sondern auch mit amerikanischen Schauspielern besetzt wurde- und teilweise in den USA gedreht wurde.
Erst 2007 kam in Österreich eine limitierte DVD-Auflage mit der ungeschnittenen Fassung heraus, welche aber schnell ausverkauft war.
Nach wie vor sind alle weltweit aktuell erhältlichen Fassungen des Films mehr oder weniger stark geschnitten.
Insofern ist das Tape natürlich ein echtes Highlight meiner Sammlung- auch wenn der Film selbst nur mittelmäßig ist.
Immerhin aber zumindest deutlich besser als alle Ittenbach-Filme zuvor, welche ich allesamt wieder aus meiner Sammlung geschmissen habe.
Die gesamte Laufzeit über ist im unteren drittel des Bildes der Schriftzug "Property of X-Vision Filmproduktion" eingeblendet,
das Tape stammt zwar aus Deutschland, der Film ist aber im englischen Originalton gehalten, da Ittenbach hier erstmals auch in den USA gedreht hat.
Die Darsteller sind weitestgehend unbekannt, aber deutlich besser als alle bisherigen Amateure in seinen vorherigen Filmen,
zumindest Michael Carr in der Hauptrolle hatte auch schon Filmerfahrung- beging 2 Jahre nach diesem Film allerdings Selbstmord.
Schnittechnik und Kameraführung wirken ebenfalls deutlich professioneller als bisher, die blutigen F/X waren bei Ittenbach ja schon immer gut gelungen.
Wer jetzt allerdings ein weiteres Splatter-Highlight erwartet, wird enttäuscht sein.
Mit "Legion" setzt Ittenbach erstmals mehr auf eine Story als auf derbe Effekte. Unblutig ist aber auch "Legion" nicht ausgefallen.
Die Erzählweise erinnert eher an Filme von Tarantino, ist also eher geschwätzig denn dauerhaft mit Blut durchtränkt.
Der Soundtrack, sowohl Score als auch Songs, fällt durchgehend positiv auf, und ist immer zur jeweiligen Situation passend.
Auch nett ist die Idee, auf andere Filme mehr oder weniger deutlich anzuspielen- wobei manches wohl nur wenigen Filmfreaks auffallen dürfte.

6/10

WOLPODZILLA - DER SCHRECKEN VOM TEGERNSEE



Ausserirdische Marihuana-Bauern wollen in München auf der Theresienwiese eine große Plantage anlegen,
und von dort aus die ganze Stadt, und später den ganzen Planeten begrünen.
Zu diesem Zweck müssen aber natürlich erstmal die Menschen beiseite geschafft werden.
Einer Legende nach lebt im Tegernsee ein großes Monster namens Wolpodzilla,
welches auch flott von den Ausserirdischen durch In-den-See-pissen herbeigerufen wird.
Aus dem Tegernsee steigt eine Mischung aus Wolpertinger und Godzilla- und macht sich auf den Weg nach München.
Jetzt können nur noch der Bayerische Wolpertinger-Jäger Toni, und die berühmte japanische Godzilla-Forscherin Mariko helfen...

Handlung? Blödsinn! Tricks? Unterirdisch! Musik? Hausmeister Thomas D.
Godzilla? Nicht mal eine winzige Ähnlichkeit... nur Anspielungen.
Schauspieler? Von der Straße gecastet. Vermutlich Freunde des Regisseurs. Obwohl: Sissi Perlinger und Elmar Wepper sind dabei...
Doch wer braucht das schon alles, wenn man 32 Minuten lang mit kuriosem Blödsinn wunderbar unterhalten wird?
Man kann sagen was man will- an kreativen Ideen und Anspielungen auf Godzilla und andere Filme mangelt es hier nicht.
Über einen unsichtbaren Polizisten sollte man sich allerdings ebensowenig wundern, wie über den Hinweis relativ früh im Film,
dass das Budget zu Ende ist, was sich in NOCH schlechteren Tricks und Schwarz/Weiss-Bildern bemerkbar macht.
Leider ist diese Perle des schlechten Geschmacks damals nur in minimaler Auflage veröffentlicht worden,
so dass es heute wohl beinahe unmöglich ist, den Film auf VHS zu kriegen.
Amateurtrash aus Bayern, der beinahe ohne Budget auskommt- mit dem man aber durchaus Spaß haben kann!

Eine Wertung spare ich mir aber trotzdem mal- der Film ist einfach zu speziell...
avatar
Retro
Admin

Anzahl der Beiträge : 63
Anmeldedatum : 01.10.14
Alter : 46
Ort : Altomünster

Benutzerprofil anzeigen http://geldfresser.forumieren.com

Nach oben Nach unten

Re: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten