Filme auf VHS

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Filme auf VHS

Beitrag von Retro am Sa Jan 30, 2016 10:56 am

Bei dem extrem großen Angebot an DVD's und inzwischen auch Blu-ray filmen auf dem Markt, sollte man doch meinen, dass inzwischen so ziemlich jeder Film schon auf Disc erhältlich ist.
Allerdings ist das keinesfalls so- erstaunlicherweise sind sogar recht viele Filme mit bekannten Schauspielern oder von bekannten Regisseuren bis heute in Deutschland lediglich auf VHS erhältlich.
Auch mehr oder weniger erfolgreiche Filmreihen sind betroffen, von denen es bis heute einige Teile nicht auf DVD geschafft haben.

Hier will ich nach und nach immer wieder mal verschiedene Filme aus meiner Sammlung vorstellen,
welche es allesamt nicht, oder nur in anderen Schnittfassungen oder sogar schlechterer Qualität auf DVD gibt.
Generell gilt:
Werden im Text keine Angaben zu eventuellen DVD's gemacht, existiert auch keine. Zumindest keine offizielle.



ALPTRÄUME



Episodenfilm im Stil von "Creepshow" oder "Unheimliche Schattenlichter".
Vier thematisch völlig verschiedene Geschichten werden hier ohne Rahmenhandlung aneinandergereiht, und sorgen so für ordentlich Abwechslung.
Ein Serienmörder, ein gefährlicher Arcade-Automat, ein vom Teufel besessenes Auto und eine riesige Ratte sind die Themen dieses Films.

1. Terror in Topanga
Ein aus einer Anstalt ausgebrochener Serienmörder ist in Topanga unterwegs, weshalb Nachts eine Ausgangssperre gilt.
Weil einer Frau die Zigaretten ausgehen, missachtet sie die Warnung, um zu einer nahegelegenen Tankstelle zu fahren.
Der Angestellte dort kommt ihr allerdings ein wenig unheimlich vor...

2. Bishop of Battle
Cooney (Emilio Estevez) ist ein in Spielhallen bekannter Zocker, der besonders vom Automaten "Bishop of Battle" besessen ist.
Bisher ist er jedesmal auf Ebene 12 des Spiels gescheitert, noch niemand hat die letzte Ebene 13 zu Gesicht bekommen.
Eines Nachts bricht er in die Spielhalle ein, und schafft es tatsächlich die zwölfte Ebene zu beenden- doch Ebene 13 ist etwas anderes, als erwartet...

3. Benediction
Der Priester Frank McLeod (Lance Henriksen) verliert langsam seinen Glauben an Gott, und dementsprechend auch an den Teufel.
Er verlässt seine Gemeinde und fährt ziellos durch die Wüste, um irgendwo neu anzufangen.
Schon bald attackiert ihn scheinbar grundlos ein großer schwarzer Pick Up, ohne dass ein Fahrer erkennbar wäre...

4. Night of the Rat
Eine Familie hört nachts Geräusche in ihrem Haus, die auf Ratten in den Wänden schließen lassen. Also wird eine Falle aufgestellt.
Es wird auch tatsächlich eine Ratte gefangen, allerdings hören die Geräusche nicht auf- und die Katze der Familie verschwindet über Nacht.
Als man die Katze am Tag darauf tot im Keller findet, und auch überall starke Kratzspuren im Haus entdeckt, wird klar, dass dies keine normale Ratte sein kann...

Alle vier Geschichten haben die gleichen Stärken und Schwächen.
Die Schauspieler sind allesamt passend gewählt, der Spannungsaufbau passt trotz der kurzen Laufzeit der Geschichten, und auch der Soundtrack ist immer passend gewählt.
Allerdings ist der komplette Film sehr dunkel gehalten, was besonders in der ersten und letzten Geschichte negativ auffällt.
Was aber ein absolutes rätsel ist, ist die Freigabe ab 18 Jahren.
Die Geschichten sind zwar durchaus recht spannend, aber brutal oder gar blutig wird es nie.
Heute würde sowas vermutlich mit einer 12er-Freigabe durchgehen, und problemlos ungekürzt im TV laufen.

7/10

AMITYVILLE HORROR 4



Das berüchtigte Amityville-Haus wird von einer Gruppe Exorzisten besucht, welche es auch wirklich schaffen, den bösen Dämon aus dem Haus zu treiben-
allerdings schlüpft dieser in eine alte Stehlampe, welche bei einem Verkauf der Möbel aus dem Haus nach Kalifornien gelangt.
Schon bald geschehen im Haus der neuen Besitzer der Lampe mysteriöse Unfälle...

Der Originaltitel "Amityville 4 - The Evil Escapes" war absolut passend, in Deutschland musste man daraus wieder Blödsinn machen, und Poltergeister hinzudichten.
Immerhin startet der Film noch im "echten" Amityville-Haus, geht danach aber komplett eigene Wege.
Man kann nun positiv bemerken, dass der Film sich um Abwechslung bemüht, und nicht die vorherigen Teile kopiert-
andererseits ist es dadurch natürlich genau genommen auch kein richtiger Amityville-Film mehr...
Wie auch immer: Besser als der wirklich ziemlich üble Vorgänger ist der vierte Film durchaus, kommt aber niemals über das Mittelmaß hinaus.
Schauspielerisch gibt es weder herausragendes, noch nerviges zu sehen- nur der Sohn der Familie nervt mit seinem aufgesetzten Dauergrinsen ein wenig.
Die Freigabe ab 18 ist, besonders aus heutiger Sicht, allerdings übertreiben- es fliesst zwar etwas Blut, aber wirklich brutale Szenen gibt's nicht.
Heute würde der Film locker mit einer 16er Freigabe durchkommen.

4/10

AMITYVILLE - FACE OF TERROR



Jacob Sterling ist Architekt, und bringt von einem seiner Aufenthalte in anderen Städten eine alte Standuhr mit nach Hause zu seiner Familie.
Diese stammt aus dem verfluchten Haus in Amityville, und wie nicht anders zu erwarten, geschieht schon bald seltsames.
Der Nachbarshund dreht durch und greift an, Räume im Haus verändern sich, scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen- und Jacob benimmt sich zunehmend seltsamer.
Als Sohn Rusty eine mehrstündige Raum- und Zeitverschiebung direkt neben der Uhr erlebt, obwohl er nur Sekunden weg war, wird ihm klar, dass mit der Uhr etwas nicht stimmt.
Allerdings glaubt ihm zunächst niemand, er wird sogar selbst beschuldigt, die mysteriösen Vorfälle zu verursachen.
Erst als Jacob sich zunehmend aggressiv benimmt, glauben alle, dass mit der Uhr etwas böses ins Haus kam- aber was genau? Und wie kann man sich dagegen wehren?

Hier durfte man wirklich etwas erwarten, denn immerhin hat Regisseur Tony Randel schon Erfahrung im Genre, und zuvor mit "Hellbound - Hellraiser 2" einen kleinen Klassiker abgeliefert.
Und wirklich: Von der ersten Minute an wirkt der Film deutlich professioneller als alles, was nach dem zweiten Teil kam.
Ein paar der Darsteller sind durch diverse TV-Serien halbwegs bekannt, und es sind keine Totalausfälle zu vermelden.
Im Grunde hat man sich bei der Idee des vierten Teils der Reihe bedient, so dass wenigstens wieder ein kleiner Bezug zu den Anfängen vorhanden ist.
Somit spielt auch dieser Film nicht in Amityville, bietet aber wenigstens wieder Horror und gute Effekte- man kann "Face of Terror" definitiv als härtesten Film der Reihe bezeichnen.
Zudem ist die Idee mit der Uhr, welche auch Raum und Zeit verändern kann, deutlich interessanter ausgearbeitet, als einfach nur einen Dämon oder böse Geister darin wohnen zu lassen.

7/10

AMITYVILLE - A NEW GENERATION



Keyes ist Fotograf, und als solcher immer an aussergewöhnlichen Motiven interessiert.
Als er eines Tages Bilder von einem alten Stadtstreicher macht, und ihm dafür als Gage ein wenig Geld gibt, revanchiert sich dieser mit einem alten Spiegel dafür.
Kaum hängt der Spiegel wieder in einem Haus, geschieht seltsames: Wer in den Spiegel sieht, sieht sein Ende voraus- und wird so in den Selbstmord getrieben.
Bei Ermittlungen der Polizei kommt heraus, dass der alte Mann scheinbar Keyes' ihm unbekannter Vater gewesen sein könnte-
dieser war allerdings ein Mörder, der in Amityville eine ganze Familie getötet hat...

So allmählich ist die Idee mit diversen Gegenständen aus dem Amityville-Haus ziemlich abgedroschen, aber auch hier kommt der Horror wieder aus genau dieser Ecke.
Trotzdem gehört auch diese Fortsetzung noch zu den besseren der Reihe, obwohl das Erzähltempo eher gemächlich ist, und vor allem in der Mitte des Films nur wenig passiert.
Während die Hauptrollen mit durchschnittlichen, aber eher unbekannten Schauspielern besetzt sind, und dadurch immerhin nicht nerven, sind hier eher die kleinen Nebenrollen interessant:
Horror- und Thriller-Fans entdecken hier Terry O'Quinn (Stepfather 1&2) und David Naughton (American Werewolf)- sogar Richard Roundtree (Shaft) ist mit dabei.

6/10

AUF LEISEN SOHLEN KOMMT DER TOD



Im 87. Polizeirevier in Boston geht ein anonymer Anruf ein: Deponiert 5000$ auf einem Friedhof, oder ein Polizeibeamter stirbt.
Da man hier an einen Telefonstreich glaubt, und zur gleichen Zeit auch andere schwere Fälle zu bearbeiten hat, wird der Anruf nicht besonders ernst genommen-
und bald darauf wird einer der Beamten im Dienst erschossen.
Beim nächsten Anruf werden schon 50.000$ gefordert- oder der stellvertretende Bürgermeister stirbt.
Natürlich wird der Anruf diesmal ernst genommen, und eine Falle gestellt- der Killer kann trotzdem zuschlagen und entkommen, während sein Opfer stirbt.
Für sein nächstes Opfer verlangt der Killer nun 500.000$, während die Ermittler alle Spuren verfolgen, und im Zuge der Ermittlungen auch einem geplanten Überfall,
einem Vergewaltiger, sowie einigen Jugendlichen, welche zum Spaß Obdachlose anzünden, langsam auf die spur kommen...

Hochkarätig besetzt kommt dieser Krimi daher, welcher gekonnt zwischen Komödie und ernsthaftem Thriller schwankt.
Trotz der recht brutal erscheinenden Fälle wird auf Gewaltdarstellungen verzichtet, dafür wird einiges an Humor aufgefahren, was aber nie störend wirkt.
Der tolle Soundtrack tut sein übriges dazu, aus diesem Film ein kleines, leider ziemlich unbekanntes Juwel zu machen, das man sich immer wieder mal ansehen kann.

9/10

BERSERKER



Eine Legende besagt, dass die Wikinger bei ihren Raubzügen und der Entdeckung Amerikas sogenannte "Berserker" dabei hatten, welche die Kraft von Bären besaßen, und von Menschenfleich lebten.
Einer davon war als besonders grausam bekannt, und wurde von Odin dazu verdammt, ewig zu leben...
USA, Heute: Eine Gruppe Studenten will im Wald campen, doch ein Bär schleicht in der Gegend herum. Schon bald gibt es ein erstes Opfer.
Doch war das wirklich ein Bärenangriff? Blöde Frage, bei dem Filmtitel...

Positiv kann man herausstellen, dass hier nicht einfach nur wieder irgendein Backwoods-Massenmörder herumläuft, sondern man das ganze auf eine alte Sage aufbaut.
Und immerhin kommt hier auch ein echter Bär vor, der offensichtlich wirklich für den Film zur Verfügung stand- erstaunlich für so eine No-Budget Produktion.
Leider ist das dann auch schon alles, was heraussticht.
Die Inszenierung ist leider unglaublich billig, auch wenn man wohl wirklich versucht hat, aus dem wenigen bis gar keinem Budget das zur Verfügung stand alles herauszuholen.
Schauspielerisch herrscht wie zu erwarten unterstes Mittelmaß, aber immerhin sind keine Totalausfälle zu vermelden. Das für solche Filme aus den 80'ern typisch nervige Kanonenfutter eben.
Atmosphäre ist zwar durchaus stellenweise vorhanden, auch wenn manches eher daneben ging, wie der sauberst abgeschliffene Rumpf des Drachenboots am Anfang.
Wirkt (und ist wohl), wie frisch aus Sperrholzplatten geschreinert.
Ich möchte auch nicht wissen, wie viele Nebelwerfer für diesen Film im Einsatz waren. Die dürften einen Großteil des Budgets aufgefressen haben.
Spannung? Naja, das Rätsel ob nun Bär oder Berserker klärt ja schon der Titel auf. Wer wird dann wohl der Täter sein?
Es kommt im Film übrigens auch nur eine Person vor, welche der Berserker sein kann...
Die Angriffe passieren meist im Off, die paar wenigen blutigen Szenen bestehen aus Kratzern im Gesicht sowie ein wenig aufgetragenem Kunstblut.
Genau einmal wird ein Angriff auch gezeigt: In Form eines unbeweglichen Bärenkopfes, der auf einen Arm seines Opfers gehalten wird- und jemand spritz Kunstblut dazu.
Wie gesagt: Auf dem Arm. Die Bärenzähne berühren den Arm nicht einmal...
Schade um die eigentlich nette Idee- aber der Berserker ist 'ne ziemliche Gurke.

2/10

CLONE MASTER



Doctor Simon Shane und sein Partner Ezra Louthin experimentieren im Auftrag der Regierung mit Klontechnologie, und stehen kurz davor, den ersten Menschen zu klonen.
Als der "Geburtstermin" des ersten Klones ansteht, verschwindet Ezra Louthin jedoch spurlos, und Simon Shane wird schon bald unter Druck gesetzt,
seine Forschungsunterlagen zu übergeben, und die Klone seinen Auftraggebern zu überlassen.
Was noch keiner ausser den beiden Forschern wusste: Das Experiment ist schon vor der geplanten Zeit gelungen. Und nicht nur ein mal...
Mit Hilfe seine Klone, welche Telepathisch mit ihrem "Vater" kommunizieren können, macht sich Simon auf die Suche nach seinem Partner Ezra-
und stößt dabei auf Hinweise, die nicht auf die Regierung, sondern ein Verbrechersyndikat als seinen Auftraggeber hinweisen...

Die Story ist nicht uninteressant, durchdacht erzählt- und auch mit ein paar damals aus dem TV bekannten Gesichtern besetzt.
Stichwort TV: Der Film wirkt nicht zuletzt dank seinem Ende wie ein geplanter Pilotfilm zu einer TV-Serie, auch die gesamte Ausstattung und das vermutliche Budget deuten in diese Richtung.
Nichts wirkt zu billig, aber es sieht eben auch nicht unbedingt nach einer teuren Kinoproduktion aus.
Alles in allem wird trotz wenig Action spannende Unterhaltung geboten.

7/10

DELTA FORCE 3 - THE KILLING GAME



Ein arabischer Terrorist droht, mitten in Amerika eine Atombombe zu zünden.
Die Regierung schickt die Delta Force los, welche allerdings diesmal auf die Hilfe einer russischen Speznaz-Einheit angewiesen ist...

Die Namen auf dem Cover klingen teils seltsam vertraut... zumindest die Familiennamen.
Und tatsächlich: "Delta Force 3" ist eine kleine Ansammlung von Söhnen bekannter Schauspieler und Regisseure.
Neben Mike Norris spielen hier noch Nick Cassavetes (Sohn von John Cassavetes), Eric Douglas (Sohn von Kirk, Bruder von Michael Douglas), und Matthew Penn (Sohn von Regisseur Arthur Penn).
Regie führte hier Sam Firstenberg, Schauspielerisch ist das ganze irgendwo im unteren Mittelmaß angesiedelt, auch wenn die Delta Force teilweise ein wenig wie eine Teenie-Kampfgruppe daherkommt.
Was die Kampfszenen angeht regiert hier allerdings leider allgemein ziemlich schlechte Choreografie.
Ansonsten ist fast alles wie gehabt, nur schnarchiger inszeniert: Geballer und Explosionen sind vorhanden, aber alles dümpelt vor sich hin.
Überraschend ist hier lediglich, dass die US-Kämpfer sich mit Russen zusammentun müssen.

4/10

DUDES



Drei Punks wollen von New York nach Kalifornien, und schmeissen dafür ihr letztes Geld zusammen.
Unterwegs, bei einer übernachtung im freien, werden sie von Rednecks überfallen und ausgeraubt.
Als einer der drei versucht zu flüchten, wird er vom Anführer erschossen, was zu einem Streit unter den Rednecks führt, während dem die beiden anderen abhauen können.
Nach überlegungen wie es nun weitergehen soll, beschließen die beiden ihren Freund zu rächen- und begeben sich auf die Suche nach den Rednecks...

Was als Teeniekomödie beginnt, schlägt später in ein klassisches Revenge-Szenario um.
Diese Mischung funktioniert erstaunlich gut, der Film macht Spaß und ist recht spannend inszeniert.
Die Besetzung ist mit Jon Cryer und Catherine Mary Stewart erstklassig, und auch Regisseurin Penelope Spheeris ist keine unbekannte.
Dazu kommt ein passender Soundtrack, und das amerikanische Wüsten-Setting bietet auch was für's Auge.

8/10

FOOD OF THE GODS - DIE INSEL DER UNGEHEUER



Auf einer Insel wird ein Mann von einer riesigen Wespe angegriffen und getötet.
Als daraufhin auf der Insel nachgeforscht wird, landet man schnell bei einer Farm, auf der riesige Hühner gezüchtet werden-
und sieht sich bald von ebenso großen Ratten bedroht.
Eine unbekannte Masse kommt aus dem Boden der Insel, welche an die Tiere verfüttert wird, und alle übernatürlich groß heranwachsen lässt...

Der auf einem Roman von H.G.Wells basierende Film gilt zurecht als Trash-Klassiker, macht aber durchaus Spaß.
Mit der Logik nehmen es die handelnden Personen nicht so genau, Schauspielerisch herrscht ebenfalls größtenteils niedriges Niveau-
und die Tricks schwanken zwischen erträglich (die vergrößert einkopierten Ratten) und katastrophal mies (Staudammbruch).
Dass sich die Tierchen allesamt wie Raubkatzen anhören, anstatt erwartungsgemäß herumzupiepsen, wirkt ebenfalls eher peinlich als bedrohlich.
Immerhin ist der Film nicht langweilig, und bietet definitiv mehr Action, als Dialogszenen.

5/10

FOOD OF THE GODS 2 - DIE STUNDE DER RATTE



Forscher arbeiten an einem Mittel, welches kleinwüchsige Menschen wachsen lassen soll.
Bei Pflanzen im Labor angewendet, zeigt dieses auch Erfolg-
nur dumm, dass die Pflanzen nahe an den Käfigen der Versuchs-Ratten des Labors stehen, welche davon fressen...

Thematisch ist der Film natürlich zum Teil ähnlich (Riesenratten greifen Menschen an), aber eine "echte" Fortsetzung ist der Film nicht.
Allerdings ist hier der deutsche Titel auch nicht, wie so oft, als Fortsetzung ausgelegt- aber der Originaltitel lautet wirklich "Food of the Gods II".
Man kriegt die üblichen Tierhorror-Klischees vorgesetzt, die Tricks sind zwar besser als im Quasi-Vorgänger, aber immer noch auf Trash-Niveau,
und die Schauspieler sind allesamt eher unbegabt.
Immerhin gibt es hier durchaus ein paar blutige und eklige Szenen zu bestaunen, was die 18er Freigabe rechtfertigt.
Warum man allerdings das Cover vom ersten Film nochmal recycelt hat, ist mir ein Rätsel...

5/10

HELLBOUND



Jerusalem, 1186: Richard Löwenherz besiegt mit seinen Kreuzrittern den Dämon Prosatanos, und sperrt ihn in einen Sarg, welcher mit heiligen Schlössern gesichert wird.
Seine Macht bezog dieser aus einem Zepter, das in mehrere Teile zerschlagen wurde, welche auf der ganzen Welt verteilt wurden.
1951: Plünderer zerstören die Schlösser, und befreien somit unwissentlich den Dämon.
Gegenwart: Prosatanos ist noch immer auf der Suche nach Teilen des Zepters- und zieht eine blutige Spur hinter sich her.
Der harte Cop Shatter (Chuck Norris) wird mit seinem Partner Jackson (Calvin Levels) auf den Fall angesetzt, so begeben sich zwei Cops aus Chicago nach Israel, wohin alle Spuren deuten.
Dort treffen sie an einer Ausgrabungsstätte auf Leslie (Sheree Wilson), die Assistentin von Professor Lockley (Christopher Neame), welcher die Ausgrabungen leitet...

Die Mittelalter-Szenen sind nett anzusehen, ein paar blutige Szenen sind auch zu bestaunen- und man denkt beinahe schon an einen richtigen Horrorfilm.
Leider hat man diesen Stil nicht komplett durchgezogen, und schon bald wandelt sich Hellbound nicht nur immer mehr in einen Actionfilme mit leichtem Horror-Einschlag,
sondern wird mit dem "üblichen" ungleichen Cop-Duo genervt.
Norris spielt routiniert, und hat einige nette Szenen- sein Sprücheklopfer-Partner, ein Eddie Murphy für Arme, nervt allerdings gewaltig.
Kaum eine Szene, in der er nicht irgendeinen "coolen" Spruch von sich geben muss.
Immerhin sind die weiteren Rollen passend besetzt:
Sheree Wilson als Leslie kennt man aus "Walker - Texas Ranger", und Christopher Neame sieht man deutlich an, dass ihm seine Rolle Spaß gemacht an.
Immerhin ist die Story, erst recht für einen Chuck Norris-Film, nicht alltäglich, wird mit teils atmosphärischen Bildern erzählt- und wird zu keiner Zeit langweilig.
Leider hat man hier versucht, verschiedene Stile unter einen Hut zu bringen- hätte man den Anfang weiter durchgezogen, wäre da durchaus potential vorhanden gewesen.
So versumpft Hellbound leider nur im Mittelmaß, und wurde ohne Kinostart direkt als Video-Premiere veröffentlicht.

5/10

DER IRRE VOM ZOMBIEHOF



Bayern: In einem entlegenen Tal inmitten der Alpen liegt ein Bauernhof (der Zombiehof), geleitet vom tyrannischen Familienoberhaupt.
Der erstgeborene Sohn, Felix, lebt zusammen mit seiner Freundin Rosa und deren Tochter Anna auf dem Hof, ebenso wie der Rest der Sippschaft:
Der zweitgeborene Sohn Kurt, der geistig zurückgebliebene Franz (der Irre), und die Oma, die es kaum erwarten kann zu sterben, und jeden tag darum betet,
endlich in den Himmel zu kommen (der Zombie?).
Wie das so bei deutschen Heimatfilmen (ach neee... Zombiefilmen) ist, sind Familiendramen vorprogrammiert:
Rosa will endlich Felix heiraten, damit Töchterchen Anna nicht mehr als uneheliches Kind dasteht.
Felix will aber erst heiraten, wenn er das Familienoberhaupt wird, also der Vater stirbt- und er somit den Hof erbt.
Anna ist zunächst begeistert von Kurt, der aber natürlich nichts von ihr wissen will.
Oma betet, dass sie... ach nee, hatten wir ja schon.
Eines schönen Tages tauchen Zigeuner in der Gegend auf, und machen es sich in der nähe des Hofes mit ihrem Wohnwagen gemütlich.
Die kreuzbraven Bauersleut sind davon nicht begeistert, dass solches "Gesindel" sich in der Nähe aufhält.
Eingesperrt oder ausgerottet gehören die, arbeiten tun sie nicht, und am schlimmsten: Katholisch sind sie auch nicht!
Eines Tages geht Anna, gut gelaunt ein Lied über dreckige Zigeuner singend, von der Schule nach Hause- und trifft im Wald auf den gleichaltrigen Zigeunerjungen Joschi,
welcher ihr ein Lied auf seiner Geige spielt.
Anna beginnt sich für das fremde Volk, und speziell natürlich Joschi zu interessieren, was zuhause aber natürlich nicht erwünscht ist.
Schon bald besuchen Joschi's Mutter und Schwester den Hof, um Lebensmittel zu besorgen-
was dem durch die fremdenfeindlichen Sprüche in der Familie angestachelten, zurückgebliebenen Franz gar nicht gefällt, so dass er eine der Frauen in seiner geistigen Verwirrung tötet...

Der ursprüngliche Filmtitel war angeblich "Das Mädchen vom Hof"- das klang aber wohl zu langweilig, so wurde für den Kinoeinsatz daraus "Die Totenschmecker".
Vermutlich weil es zwar Tote im Film gibt, diese aber keiner geschmeckt hat,
wurde dann daraus Anfang der achtziger, als Zombiefilme gerade gefragt waren, eben "Der Irre vom Zombiehof".
Unter diesem Titel ist der Film dann auch auf Video erschienen.
Natürlich gibt's hier weder einen echten Irren noch Zombies, aber was einem hier an Rassismus entgegengeworfen wird, ist schon erstaunlich.
Genau genommen handelt es sich hier um ein Drama, welches mit William Berger auftrumpfen kann- und nicht so schlecht ist, wie es der dämliche Titel erscheinen lässt.

Fazit: Auf da Alm, da gibt's koa Sinti !

4/10

KAMPF UM DIE FÜNFTE GALAXIS



Irgendwann, in einer anderen Galaxis (Nein, nicht der fünften, die kommt im Film nicht vor),
ist der böse Lord Graal (Ivan Rassimov als Darth Vader-Ersatz) im Auftrag von Imperator Kraspin in seinem Plastikraumschiff unterwegs,
um ein geheimnisvolles Element namens Kapatron zu finden.
Mit Hilfe des Kapatron kann man aus normalen Menschen bösartige, unzerstörbare Humanoiden erschaffen.
Diese werden gebraucht um der schönen, aber bösen Lady Agatha (Barbara Bach mit Darth Vader-Helmfrisur) jeden Tag ein weibliches Opfer zu beschaffen,
weil sie sich mit deren Blut ewige Schönheit bewahren will.
Das erste Opfer welches in einen Humanoiden umgewandelt wird, ist der Raumfrachterpilot Golob (Richard Kiel als Han Solo-Ersatz),
der mit seinem piepsenden Robodog (R2-D2-Ersatz) alleine unterwegs war, und als Versuchsperson gefangen genommen wurde
Sein erster Auftrag: die Wissenschaftlerin Barbara (Corinne Cléry als Prinzessin Leia-Ersatz) vom Planeten Metropolis (früher als Erde bekannt) töten,
denn diese könnte ihm gefährlich werden.
Doch natürlich geht das ganze schief- und Barbara schafft es mit Hilfe ihres Schülers Tomtom, welcher eine geheimnisvolle "Macht" beherrscht,
aus dem Humanoiden wieder einen Menschen zu machen.
Mit seiner Hilfe können der böse Lord Graal und der Imperator jetzt endlich eins auf die Mütze kriegen...

Ach ja, die Italiener. In den 80'ern Weltmeister im schaffen schlechter Plagiate.
Trotz einiger bekannter Namen ist der gesamte Film natürlich extremster Trash.
Tricktechnisch wird mit Pappschablonen und Plastikraumschiffchen gearbeitet, die Musik ist unglaublich grausam (Laut Vorpann von Ennio Morricone? Kaum zu glauben),
die Soundeffekte der Raumschiffe und Plastikwaffen tun in den Ohren weh, und die komplette Optik ist natürlich von Star Wars geklaut.
Sowohl die Figuren, als auch die Klamotten, Raumschiffe, Gleiter, einfach alles. Nur in extrem billig.
Eigentlich eine Qual für Augen und Ohren- aber hier muss man wirklich zwei Wertungen bringen:

Als normaler Film: 0/10
Als Trash-Granate: 10/10

KILLER-PIRATEN GREIFEN AN



Jaques Burrifous (Christopher Plummer) und sein Neffe Louis (Jonathan Banks) sind Moderne Piraten,
welche auf Hoher See Funksprüche abhören, und daraus schließen, ob die abgehörten als Opfer in Frage kommen.
Bisher gibt es keine Hinweise auf die beiden Seeräuber, da sie erbeutete Schiffe nach dem plündern immer versenken, und die jeweilige Besatzung nie am Leben lassen.
Die mit zwei Paaren besetzte kleine Segelyacht Valhalla sendet ein Hilferuf, da eine der Frauen stark seekrank ist, und mit ihrem Mann schnellstmöglich wieder an Land will.
Das zweite Paar will die fahrt aber fortsetzen, so dass man froh ist, "zufällig" auf das motorisierte Boot der beiden "Fischer" zu stoßen- welche scheinbar bereitwillig das Paar mitnehmen.
Kaum wieder unterwegs, zeigen Jaques und Louis ihr wahres Gesicht, und finden heraus, dass es sich lohnt, die "Valhalla" zu kapern und auszuplündern.
Sie nehmen die Verfolgung auf, und stellen die Valhalla- ahnen aber nicht, dass die beiden anderen nicht so leichte Opfer sind, wie das zuvor aufgenommene Paar...

Der Originaltitel "Desperate Voyage" klingt natürlich nicht halb so reisserisch wie der Deutsche Titel- dafür wirkt er aber auch nicht so peinlich.
Hinter dem blöden Titel verbirgt sich ein durchaus recht spannend inszenierter, und recht gut besetzter Hochsee-Thriller,
der nur ein wenig an den Synchronsprechern, und einem billig einkopierten Effekt am Ende des Films krankt.

7/10

KING OF THE MOUNTAIN



Der Mulholland Drive... Eine lebensgefährliche, kurvige und unübersichtliche Strecke, die für einige den ultimativen Kick bei illegalen Autorennen darstellt.
Steve (Harry Hamlin), ein junger Porschefahrer, ist seit Jahren unangefochtener Sieger jedes Rennens auf dem Mulholland Drive.
In der Werkstatt, die seinen Wagen regelmäßig frisiert, arbeitet jedoch auch Cal, der ehemalige „King of the Mountain“ (Dennis Hopper),
welcher nach einem Unfall vor zwanzig Jahren mit dem fahren aufhörte, jetzt jedoch wieder einen Rennwagen zusammenbastelt, um Steve zu schlagen...

In weiteren Rollen mit Joseph Bottoms, Dan Haggerty, Deborah Van Valkenburgh und in einer Nebenrolle Cassandra Peterson recht gut besetzt,
geht es hier um Partys, Rockmusik- und natürlich illegale Rennen in schnellen Autos.
Die Rennen sind dann auch recht gut gefilmt, das Tempo kommt gut rüber- und für Freunde aufgemachter älterer Sportwagen ist der Film sowieso pflicht!

8/10

KISS - THE PHANTOM OF THE PARK  



Ein verrückter Erfinder, der für den Vergnügungspark Magic Mountain arbeitet ist beleidigt,
weil die Parkbetreiber lieber Geld in einen Auftritt der Rockband KISS investieren, als ihn seine Ideen verwirklichen zu lassen.
Also erfindet er mal eben schnell ein paar KISS-Roboter welche den Park zerstören sollen, um so die Band als die schuldigen dastehen zu lassen...

Selten einen solch billig produzierten Müll gesehen.
Für Fans sind höchstens die Auftritte der Band sehenswert- die ganze Geschichte drumherum ist aber purer Blödsinn- und billigst gemacht.

Für normale Zuschauer: 0/10
Für Trash und/oder KISS-Fans: 5/10

DIE NACHT DER ZOMBIES



Bayern, irgendwo in den Bergen: Zwei Historiker suchen nach Resten des zweiten Weltkrieges.
Nachts hören sie seltsame Geräusche, entdecken Soldaten in Wehrmachtsuniformen- und werden am Tag drauf tot aufgefunden.
Da man sich schon lange Geschichten von militärischen Aktivitäten im Wald in der Gegend erzählt, wobei man desertierte amerikanische Soldaten im Verdacht hat,
schickt die CIA einen Agenten nach Bayern.
Bei seinen Nachforschungen in München stößt er auf einen alten Nazi-Arzt, welcher ihm interessantes berichtet:
Während des zweiten Weltkrieges gab es eine Einheit Soldaten, welche einem speziellen Gas namens Gamma 693 ausgesetzt hatte-
dieses sollte die deutschen Soldaten unsterblich machen.
Das funktionierte auch soweit- jedoch gab es einige Nebenwirkungen...

Ein Film, viele Titel. Der Originaltitel "Night of the Zombies" ist ausnahmsweise sogar richtig übersetzt worden.
Allerdings wäre in diesem Fall einer der vielen Alternativtitel deutlich passender gewesen- denn genau genommen gibt es hier keine "Zombies"...
Am passendsten wäre hier schlicht und einfach der Titel "Gamma 693" gewesen, in England ist der Film als "The Chilling" bekannt-
ansonsten gibt es noch Veröffentlichungen als "Battalion of the living dead", "Night of the Wehrmacht Zombies" und "Night of the SS-Zombies".
Das große problem: Als Zombiefilm fällt dieses Werk gnadenlos durch...
Die Geschichte an sich ist durchaus nicht uninteressant- sie hätte nur eindeutig ein deutlich höheres Budget, bessere Darsteller, und einen anderen Titel gebraucht.
So scheitert der Film zum einen an den Erwartungen durch den Titel, zum anderen an der generell überaus billigen Optik und den kaum vorhandenen Effekten.
Von Versuchen an Soldaten, welche nach Behandlung durch das Gas zwar ewig leben-
aber dazu immer wieder eine Dosis des Gases und Menschenfleisch brauchen, da ihr Körper sonst verfällt, hört man nun wirklich nicht jeden tag.
So kommt es auch, dass die "Zombies" allesamt normal und intelligent reagieren, und je nach Ernährung und Gasdosis noch sehr menschlich wirken.
Selbst lockere Gespräche zwischen den Zombies gibt es, bei denen man mitkriegt, dass sich der gesamte Trupp noch immer im Krieg wähnt- und von Urlaub schwärmt.
Die Voraussetzung für einen eher dramatischen Ansatz der Geschichte (schließlich sind die "Zombies" auch nur Opfer),
oder zumindest derben Splatter (der Hunger nach Menschenfleisch wird nur erwähnt- aber nie gezeigt) wären ja durchaus gegeben.
Von Regisseur Joel M.Reed (Bloodsucking Freaks) hätte man doch zumindest ein paar trashige Brutalitäten erwartet, doch der Film plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin.
Lediglich die Dialoge bieten einige Lacher, wobei ich nicht sagen kann ob es an einer schlechten deutschen Übersetzung liegt,
oder ob diese im Original schon so Grenzwertig waren- ich kenne lediglich das deutsche VHS-Tape des Films.

Für Münchner allerdings hat der Film ein paar nette Szenen zu bieten:
Ob nun Marienplatz oder Viktualienmarkt- man sieht so einige vertraute Orte, wie sie eben 1981 aussahen.

Es existiert auch eine DVD des Films, die jedoch komplett überarbeitet- und noch einmal umbenannt wurde.
Unter dem Titel "Zombie War Games" ist eine neu synchronisierte, mit anderer Musik unterlegte, generell veränderte Fassung erschienen.
Der komplette Anfang sowie einzelne andere Szenen wurden entfernt, und dafür nachträglich gedrehte Szenen neu hinzugefügt.

Als Zombiefilm ganz klar ein Totalausfall: 0/10
Wenn man mit den richtigen Erwartungen herangeht, vermittelt er aber durchaus ein wenig trashigen Charme. 4/10
Münchner dürfen noch einen Punkt draufpacken!

OPEN SEASON - JAGDZEIT



Drei Vietnamveteranen fahren jedes Jahr im Sommer zur Jagd in eine abgelegene Waldhütte-
und entführen unterwegs ihre Beute, junge, zufällig aufgelesene Pärchen.
Zunächst werden die Opfer freundlich behandelt, später der Mann zur Hausarbeit und die Frau zum Sex gezwungen.
Nach ein paar Tagen eröffnet man den beiden, dass sie 30 Minuten Vorsprung kriegen, und dann gejagt werden.
Allerdings ist der Vater eines früheren Opfers den drei Männern auf der Spur...

Mit Peter Fonda und William Holden recht fies besetzter Thriller, der sich zwar nur langsam entwickelt, aber doch recht intensiv daherkommt.

Von diesem Film existiert durchaus eine Deutsche DVD.
Leider hat eben diese DVD unterirdische Qualität, das Bild ist extrem unscharf, nicht Anamorph und der Ton dumpf.
Hier hat der Hersteller vermutlich ein altes, oft verliehenes VHS-Band als Master benutzt. Meine VHS bietet jedenfalls deutlich bessere Qualität in Bild und Ton als die DVD.
So kann ich leider, trotz dem durchaus sehenswerten Film von der DVD nur abraten. Wer noch einen VHS-Player hat, sollte bei Gelegenheit zuschlagen.

9/10

OVERKILL - DURCH DIE HÖLLE ZUR EWIGKEIT



Aus einem Forschungslabor in Leipzig wird ein von der US-Armee entwickelter tödlicher Virus geschmuggelt.
Das Flugzeug, mit dem der Virus transportiert wird, stürzt jedoch ab- und der Virus kann entweichen...
In nur wenigen Tagen breitet sich eine tödlich endende Epidemie rund um die Welt aus, die anfänglich wirkt wie eine normale Erkältung.
Ein Gegenmittel ist bisher nicht bekannt.
Während der Großteil der Erdbevölkerung schon gestorben ist, oder langsam dahinsiecht, gibt es einige bisher nicht betroffene Überlebende-
wie z.B. die Besatzungen von schwer bewaffneten Atom U-Booten mehrerer Nationen, welche nur gefilterte Luft einatmen, und sich jetzt quasi im Krieg wähnen.
Doch wer ist der Feind, auf wen richtet man seine Atomraketen?
Überlebt haben auch Wissenschaftler einer arktischen Forschungsstation- diese finden heraus, dass der Virus sich bei kälte passiv verhält.
Ist das die Gelegenheit, den Virus zu untersuchen und ein Gegenmittel zu finden. bevor Atomraketen abgefeuert werden- oder steht das Leben auf der Erde am Abgrund?

Japanisch/Amerikanischer Film von 1980, der zwischen Thriller und Drama pendelt, und mit damals durchweg großen Schauspielern glänzt:
(George Kennedy, Glenn Ford, Chuck Connors, Sonny Chiba, Edward James Olmos, Olivia Hussey, Henry Silva, Bo Svenson, Robert Vaughn)
Es gibt neben der Arcade-VHS mit 95 Minuten noch eine Vision-VHS mit 70 Minuten.
Bei der 95 Minuten-Version handelt es sich um die sogenannte "internationale Fassung", welche überall ausser in Japan und den USA veröffentlicht wurde.
Diese Fassung wurde nicht nur in der Handlung gekürzt, sondern auch inhaltlich in der Szenenfolge verändert- und beginnt z.B. mit dem eigentlichen Ende des Films.
Die 70 Minuten Schnittfassung basiert ebenfalls auf dieser- nur eben stark in der Handlung gekürzt- aber trotzdem verständlich.
Auf DVD gibt es eine 114 Minuten-Version in einer Science Fiction Sammelbox unter dem Namen "Apocalypse – Das Ende der Welt", welche auch die Original Handlungsfolge bietet,
sowie eine komplett ungekürzte Fassung mit 156 Minuten, die es neben einer DVD auch als Blu-ray gibt. Die Blu-ray enthält noch eine weitere Schnittfassung mit 110 Minuten.
Insofern sind die VHS-Versionen ein Kuriosum mit interessanter, komplett veränderter Schnittfassung.

10/10

SCANNER COP



Der Vater von Samuel Staziak (Daniel Quinn) war ein Scanner- und wurde erschossen, weil er seine Medikamente absetzte und durchdrehte.
Daraufhin wurde der junge Samuel von einem Polizisten adoptiert, der verhindern wollte, dass man wegen seiner vererbten Begabung Experimente mit Samuel anstellt.
15 Jahre später: Samuel ist inzwischen selbst Polizist geworden, sein Adoptivvater Polizeichef.
Eine unerklärliche Gewaltwelle bricht los, scheinbar harmlose, bisher unbescholtene Bürger greifen plötzlich Polizisten an.
Da man sich das nicht erklären kann, wird Samuel von seinem Vater gebeten seine Begabung einzusetzen, und einen der Gefangenen zu scannen.
Dadurch bemerkt Samuel, dass der Mann scheinbar unter einer Art Hypnose steht- und nicht mehr Herr seiner Sinne ist.
Als Samuels Partner getötet wird, setzt er seine Medikamente komplett ab, um  seine Scannerkraft zu erhöhen, und so mehr herauszufinden-
doch schon bald wird er von Schmerzen geplagt und kann kaum noch klar denken...

Genau genommen haben wir hier einen Cop-Thriller, der sich ein wenig an der Thematik der Scanners-Kinofilme bedient.
Dementsprechend rührt sich hier weniger als in den Vorbildern, sowohl was Action als auch Gewalt angeht.
Trotzdem bietet der Film eine spannend erzählte Geschichte, die mit einigen bekannten B-Darstellern gut besetzt wurde- und ein paar kurze Splatter-Effekte.
Auch dass hier wieder die Frage nach Fluch oder Segen der Scannerfähigkeit angesprochen wird, bekommt dem Film gut-
und hebt ihn klar über den eher misslungenen dritten Teil der ursprünglichen Filme.
Regisseur Pierre David war übrigens Produzent des ersten Scanner-Films von David Cronenberg.

7/10

SCANNER COP 2



Der geistig verwirrte Karl Volkin (Patrick Kilpatrick) wird vom Polizisten Samuel Staziak (wieder Daniel Quinn) und seinen Kollegen aufgegriffen und eingesperrt.
Doch dieser ist ein Scanner- und es dauert nicht lange bis er seine Kräfte einsetzt, ausbricht- und dabei seine Bewacher tötet.
Samuel hat inzwischen eine neu entwickelte Medizin, welche ihm ermöglicht, seine Scannerfähigkeiten gezielt einzusetzen-
somit sollte er in der Lage sein, jeden anderen Scanner erfolgreich zu bekämpfen.
Doch Volkin hat eine besondere Gabe- er kann anderen Scannern die Kraft entziehen, und sich dadurch stärken, was sich aber auf seinen Geisteszustand auswirkt...

Pierre David, Regisseur des Vorgängers, hat hier lediglich die Produktion übernommen- Regie führte Steve Barnett,
der zuvor nur unterdurchschnittliche B-Movies zustande brachte (und von dem man nach diesem Film nichts mehr hörte).
Samuel ist einfach nur noch ein Polizist, der wie selbstverständlich nebenbei Scanner ist, Nebenhandlungen fehlen völlig- selbst die Action wurde zurückgeschraubt.
Vor allem in der Mitte hängt der Film durch und wird teils öde- was aber zugenommen hat, ist die Gewaltdarstellung.
Wenn man schon kein Originelles Drehbuch mehr hat, muss man eben die Effekte hochschrauben-
welch Zufall, dass hier beide Hauptfiguren stärkere Scannerfähigkeiten denn je haben...
Dementsprechend regieren hier auch deutlich die Splatterszenen, welche für die damalige zeit recht ordentlich aussehen.

4/10

DAS STUMME UNGEHEUER



John Kirby ist in psychiatrischer Behandlung, kommt jedoch mit seinem Leben nicht klar.
Er startet einen Amoklauf mit einer Axt, und wird erst durch mehrere Schüsse der Polizei aufgehalten.
Im Krankenhaus versucht man noch, sein Leben zu retten, doch Kirby ist Gehirntot.
Allerdings hat einer der Ärzte ein neues, ungeprüftes Mittel zur Selbstheilung entwickelt, welches er an Kirby testet.
Dieses funktioniert jedoch besser als gedacht, Kirby's Körper erholt sich rasend schnell- er entkommt, und wird nur noch vom Mordinstinkt getrieben.
So sieht sich die Stadt jetzt einer beinahe unverwundbaren Killermaschine gegenüber,
und Sheriff Dan Stevens (Chuck Norris) ist Dank seiner Kampfkünste der einzige, der auch nur annähernd eine Chance hat gegen Kirby anzukommen...

Das klingt jetzt in der Beschreibung besser, als das Ergebnis geworden ist.
Irgendwie will hier nichts so recht zusammenpassen.
Eine Art unverwundbares "Frankenstein-Monster", Kneipenschlägereien, ein wohl lustig geneinter Sidekick in Form des dicken Hilfssheriffs, welcher aber unglaublich nervt,
eine eingefügte Lovestory samt lustiger Musik, und relativ wenige Actionszenen sorgen eher für Langeweile, Unverständnis und Kopfschütteln, als für gute Unterhaltung.
Kaum Spannung, kaum Action, kaum "Horror"- und noch dazu miese Nebendarsteller,
und teils sogar auffällig schlechte Kampf-Choreographie (in der Kneipenschlägerei) enttäuschen auf ganzer Linie.
Lediglich Ron Silver als Dr. Halman fällt hier positiv auf.

3/10

DER TODESJÄGER



Ein Barbar, der von allen nur "Todesjäger" genannt wird, wird in König Tulag's Reich von diesem dazu aufgefordert, gegen den bösen Magier Munkar zu kämpfen,
welcher Codille, die Tochter des Königs entführt hat, um dadurch an die Macht zu gelangen.
Um Tochter Codille zurückzubringen, und das Königreich wieder für Tulag zu erobern,
kriegt er von der Hexe Toralva ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machen soll...

Die Story ist also alles andere als herausragend. Gut gegen Böse, Held kriegt Prinzessin.
Kann der Film wenigstens anders punkten?
Ein Jahr nach dem erfolg des ersten Conan Films gab es ja eine wahre Flut an Barbarenfilmen, welche größtenteils schlecht waren, und wovon nur wenige etwas Erfolg hatten.
Scheinbar gehörte auch der "Deathstalker" dazu, denn der Film hat es zu 3 Fortsetzungen gebracht.
Für einen eher billig produzierten B-Film hat man einiges aus dem knappen Budget herausgeholt.
Die Masken sind in Ordnung, die Schwertkämpfe ansehbar, die Landschaften in denen gedreht wurde schön-
und ein paar etwas billig wirkende, aber blutige Schnetzelszenen gibt es auch.
Hier war man übrigens nicht zimperlich:
Von einer Enthauptung, über einen abgerissenen Arm, mit dem dann noch zugeschlagen wird, bis hin zu einer Vierteilung gibt es hier genug, um die FSK 18 zu rechtfertigen.
Wohl dank des dünnen Budget wird das ganze nicht übermäßig genau gezeigt, sondern ist immer beabsichtigt recht schnell geschnitten.
Mit der Liebesgeschichte wird sich nicht lange aufgehalten, hier regiert die Action- so wird einem, auch dank der kurzen Laufzeit von 80 Minuten immerhin niemals langweilig.
Ein wenig Humor darf auch nicht fehlen, vor allem die Szene mit dem Schweinegesichtigen Kämpfer, als ihm ein komplettes Spanferkel vorgesetzt wird, ist nett anzusehen.
Auch die Dialoge sind nett, und weniger dümmlich, als man annehmen dürfte-
Deathstalker und König Tulag, beim Hundebraten-essen im Wald:
T: "Ein tapferer Mann könnte in das Schloss gelangen, und ihn töten."
D: "Du suchst einen Idioten?"
T: "Nein, einen Helden!"
D: "Held oder Idiot- das ist das selbe."
Dem Film tut es einfach gut, dass er sich nicht komplett ernst nimmt- aber auch nicht mit all zu platten Sprüchen daherkommt.

Hinter dem Film stehen übrigens ein paar bekanntere Namen im B-Bereich, kein Wunder also, dass er zumindest ansehbar geworden ist.
Produziert hat Roger Corman, die Masken und Kreaturen stammen von John Carl Buechler, und Playboy-Hasi Barbi Benton darf ihre Dinger mal wieder in die Kamera halten,
wie sie es schon ein Jahr zuvor, im Horror-Slasher "X-Ray" erfolgreich getan hat.
Für Kinoplakat, und dementsprechend auch Video-Cover, hat man den im Fantasy-Bereich nicht unbekannten Zeichner Boris Vallejo gewonnen.
Schade nur, dass das Motiv nur bedingt etwas mit dem Film zu tun hat...

Auf DVD ist bisher keiner der Deathstalker-Filme erschienen, auch eine Auflage als Kauf-VHS gab es nie.
Von daher ist das Tape (und die Nachfolger) recht selten und schwer zu bekommen- lohnt sich aber nur bedingt.
Wer sich von dem mittelmäßigen Film an sich nicht abschrecken lässt, kriegt mit dem VHS Tape zwar eine ungekürzte Veröffentlichung zu sehen,
welche aber leider stark abgedunkelt wurde.

5/10

WOLPODZILLA - DER SCHRECKEN VOM TEGERNSEE



Ausserirdische Marihuana-Bauern wollen in München auf der Theresienwiese eine große Plantage anlegen, und von dort aus die ganze Stadt, und später den ganzen Planeten begrünen.
Zu diesem Zweck müssen aber natürlich erstmal die Menschen beiseite geschafft werden.
Einer Legende nach lebt im Tegernsee ein großes Monster namens Wolpodzilla, welches auch flott von den Ausserirdischen durch In-den-See-pissen herbeigerufen wird.
Aus dem Tegernsee steigt eine Mischung aus Wolpertinger und Godzilla- und macht sich auf den Weg nach München.
Jetzt können nur noch der Bayerische Wolpertinger-Jäger Toni, und die berühmte japanische Godzilla-Forscherin Mariko helfen...

Handlung? Blödsinn!
Schauspieler? Von der Straße gecastet. Vermutlich Freunde des Regisseurs. Obwohl: Sissi Perlinger und Elmar Wepper sind dabei...
Tricks? Unterirdisch!
Musik? Hausmeister Thomas D.
Godzilla? Nicht mal eine winzige Ähnlichkeit... nur Anspielungen.
Doch wer braucht das schon alles, wenn man 32 Minuten lang mit kuriosem Blödsinn wunderbar unterhalten wird?
Man kann sagen was man will- an kreativen Ideen und Anspielungen auf Godzilla und andere Filme mangelt es hier nicht.
Über einen unsichtbaren Polizisten sollte man sich allerdings ebensowenig wundern, wie über den Hinweis relativ früh im Film, dass das Budget zu Ende ist,
was sich in NOCH schlechteren Tricks und Schwarz/Weiss-Bildern bemerkbar macht.
Leider ist diese Perle des schlechten Geschmacks damals nur in minimaler Auflage auf VHS veröffentlicht worden, so dass es heute recht schwierig ist, den Film zu kriegen.
Amateurtrash aus Bayern, der beinahe ohne Budget auskommt- mit dem man aber durchaus Spaß haben kann!

Eine Wertung spare ich mir aber trotzdem mal- der Film ist einfach zu speziell...

SERIEN:

HITCHHIKER



Das Konzept hinter Hitchhiker klingt vertraut- und dadurch vielversprechend.
Wie bei der bekannten „Tales from the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft) Serie gibt es auch hier diverse Kurzfilme aus dem Horror- und Thriller-Bereich,
welche von einem Erzähler, dem Namensgebenden Hitchhiker, eingeleitet werden.
Ebenso hat man, wie im Vorbild, auch hier einige (damals) bekannte Namen für einzelne Folgen gewinnen können.
Robert Vaughn, Harry Hamlin, Steven Railsback, Gary Busey, Franco Nero, Klaus Kinski und diverse andere.
Gerade um die Episode mit Kinski ist es allerdings sehr schade-
er spielt zwar gewohnt exzentrisch einen Psycho-Dirigenten, aber man hat ihm, warum auch immer, eine völlig unpassende und lustlose Synchro verpasst.
Die Serie ging über 4 Staffeln mit insgesamt 85 Geschichten, wovon in Deutschland nur insgesamt 12 Folgen auf 4 VHS-Tapes erschienen sind.
Auf DVD gibt es bis heute keine Veröffentlichung bei uns.
An die Qualität der Tales from the Crypt reicht keine der mir bekannten Folgen heran, alles wirkt relativ billig, was mal mehr, mal weniger störend ist.
Schade um einige gute Ideen, aber insgesamt kann man die Serie nur bedingt empfehlen. Ansehbar. Mehr nicht.

4/10
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