RoboCop: Filme und Spiele

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RoboCop: Filme und Spiele

Beitrag von Retro am Mi Okt 01, 2014 11:52 pm

FILME

RoboCop (1987)



Detroit in naher Zukunft:
Die Polizei wird vom mächtigen Privatkonzern OCP geleitet, und schafft es kaum noch, die Bürger vor einer immer mehr eskalierenden Verbrechenswelle zu schützen.
Als neue Hoffnung gilt ein Projekt von OCP, welches sich um Cyborg-Technik dreht.
Bei einem Einsatz gegen eine brutale Drogengang wird Officer Murphy lebensgefährlich verletzt.
Man flickt ihn bei OCP mit Biomechanischen Bauteilen wieder zusammen, und löscht sein Gedächtnis.
Das Experiment gelingt, und RoboCop räumt erfolgreich in der Unterwelt auf.
Probleme tauchen auf, als RoboCop sich teilweise wieder an seine Vergangenheit als Mensch erinnern kann, dadurch auch Korruption innerhalb von OCP aufdeckt-
und das ganze zu einer persönlichen angelegenheit macht...

RoboCop war der erste Film, den ich mir damals noch per Brief-Bestellung und hoffnungslos überteuert als Import-VHS holte,
da selbst die deutsche FSK 18-Erstauflage, die ich aus einer Videothek gekauft hatte, stark gekürzt war.
Man konnte ihn sich durchaus ansehen, es war auch alles verständlich- aber man bemerkte eben doch einige der Schnitte...
Ungekürzt, wie man ihn heute problemlos auf jeder DVD oder Blu-ray kriegt, gehörte RoboCop seinerzeit wohl zum härtesten, was man in Actionfilmen sehen konnte.
Damals war ich auch generell von den Tricks noch begeistert, heute muss man sagen, dass zumindest die Szenen um ED-209 verdammt schlecht gealtert sind.
Das macht den Film an sich natürlich nicht schlechter, sein Kultstaus ist durchaus berechtigt.
Der Zynismus in diesem Film wurde bis heute nur selten erreicht,
er überzeugt sowohl als Actionfilm, wie auch als boshafte Satire in Richtung Polizeistaat, Technisierung und Medien.
Sowohl Peter Weller als RoboCop, als auch Kurtwood Smith als Drogenbaron Clarence Boddicker sind eine perfekte Wahl,
auch die anderen Darsteller wurden sehr gut ausgesucht (Nancy Allen, Miguel Ferrer...).
Der sehr gelungene Soundtrack von Basil Poledouris krönt das ganze.
Regisseur Paul Verhoeven hat mit RoboCop einen wahren Klassiker unter den Actionfilmen geschaffen!

10/10

RoboCop 2 (1990)

In Detroit herrscht Chaos. Die Verbrechensrate sowie die Drogenproblematik sind inzwischen so extrem, dass die Polizei oft nicht mal mehr eingreift-
mit Ausnahme von RoboCop und seiner Partnerin.
Neben der neuen Designerdroge "Nuke" gibt es ein weiteres Problem- als Drogenbaron Cain es schafft, RoboCop zu überwältigen und in seine Einzelteile zu zerlegen,
wird er zwar noch einmal zusammengeflickt und umprogrammiert, aber bei OCP auch gleichzeitig an einem Nachfolgemodell gearbeitet-
denn der Konzern plant immer noch, die Stadt zu beherrschen.
Robocop steht zwischen den Fronten von Verbrechern, seiner eigenen drohenden Deaktivierung und dem Gesetz...

Hier hat man durchaus einiges richtig gemacht, mit Irvin Kershner ist immerhin auch kein unbekannter auf dem Regiestuhl.
Peter Weller und Nancy Allen sind wieder mit dabei, die zynischen Seitenhiebe und einiges an Action sind auch vorhanden.
Auch die Effekte sind gelungen... aber irgendwie springt der Funke nicht mehr ganz über.
Tom Noonan als Caine ist ein brauchbarer Gegenspieler, kommt aber an Kurtwood Smith nicht heran.
Die Story bietet nicht viel neues, und die Idee seine Erinnerungen, und dementsprechend auch Murphy's Ex-Frau einzubinden wirkt ebenso deplaziert,
wie die Idee aus Robocop kurzzeitig einen besseren Kinderbetreuer zu machen.
Der Fortsetzung fehlt einfach etwas besonderes, ein wenig Tiefgang, neue Ideen- und die Boshaftigkeit des Vorgängerfilmes.
Als reiner Actionfilm ist er trotzdem durchaus brauchbar.

7/10

RoboCop 3 (1993)

In den Slums von Detroit herrscht Bürgerkrieg. Der inzwischen von Japanern geleitete OCP-Konzern terrorisiert die Bewohner, um diese loszuwerden.
Dort soll ein von OCP geleitetes Geschäftsviertel entstehen, was sich einige der Bewohner aber nicht gefallen lassen wollen.
Als einige der rebellierenden Zivilisten das Waffenlager von OCP überfallen, um sich gegen die illegalen Methoden des Konzerns zu wehren,
will OCP auch RoboCop auf die Rebellen ansetzen.
Dieser hat jedoch schon bemerkt, dass er in diesem Fall für die falsche Seite kämpfen würde, und schlägt sich auf die Seite der Zivilisten.
Doch OCP hat noch eine neue Waffe- Ninja-Roboter, die jetzt auf RoboCop angesetzt werden...

Was hat man hier nur aus Robocop gemacht... Zynismus? Fehlanzeige! Gewaltdarstellung? Fehlanzeige!
Alles, was die ersten beiden Filme ausgemacht hat, fehlt hier vollkommen.
Der gesamte Film ist zwanghaft auf Jugendfrei getrimmt, was in einem absolut peinliche Finale mit einem herumfliegenden RoboCop gipfelt.
(Dass man teils die Seile sieht, an denen er aufgehängt herumfliegt, macht es nur um so lächerlicher)
Auch die Besetzung wurde komplett ausgetauscht, Robert John Burke als RoboCop geht zwar halbwegs in Ordnung, aber störend ist das trotzdem.
Viel enttäuschender ist da schon die Regie:
Von Fred Dekker, der ein paar Jahre zuvor mit seinem Debütfilm "Die Nacht der Creeps" einen Achtungserfolg landete, erwartete man einfach mehr.
Interessanterweise war dies bis heute sein letzter Film- scheinbar hat er sich mit dieser Gurke seine Karriere zerstört...
Schade, denn die Handlung klingt erstmal besser, als sie im Film dann umgesetzt wurde.

3/10

RoboCop (2014)



In naher Zukunft ist der amerikanische Konzern Omnicorp weltweit der Marktführer in Robotertechnologie.
Überall werden die vom Konzern produzierten Kriegs- und Polizei-Roboter ED-208 und ED-209 erfolgreich eingesetzt, nur im eigenen Land nicht.
Dies liegt an einem Gesetz, welches Maschinen verbietet, Polizeiarbeit zu leisten, da diese völlig gefühllos handeln.
In Detroit herrschen Kriminalität und Korruption, auch bei einigen Polizisten- was dem gesetzestreuen Cop Alex Murphy zum Verhängnis wird,
als er entdeckt, dass Waffen aus Polizeigewahrsam auf der Straße auftauchen.
Murphy wird daraufhin bei einem Sprengstoff-Anschlag schwer verletzt, und von Omnicorp auserkoren, eine neue Art Polizist zu werden-
ein Cyborg, zwar mehr Maschine als Mensch, aber eben mit menschlichen Gefühlen.
Doch mit einem hat niemand gerechnet: Der menschliche willen lässt sich trotz Operation am Gehirn nicht so einfach unterdrücken-
schon bald nimmt sich RoboCop entgegen seiner Programmierung des Falles "Versuchter Mord an Alex Murphy" an, und stößt dabei tiefer in Polizeikreise vor, als er dachte...

Ein "Remake" würde ich diesen Film nicht nennen. Eher ein Reboot.
Dass der neue RoboCop moderner daherkommen würde war klar, und die Umsetzung ist meiner Meinung nach auch hervorragend gelungen.
Der Score klingt etwas modernisiert, aber wuchtig wie gewohnt, RoboCop's Rüstung wirkt ebenfalls modern, aber absolut passend- das selbe gilt für sein Motorrad.
Aufgrund der Freigabe ab 12 Jahren war klar, dass es sich hierbei nicht um einen zynisch-brutalen Splatter-Actionfilm handeln wird, wie es das Original war.
Aber dass man es hier geschafft hat, die perfekte Balance aus Action, und, fast möchte ich sagen Drama, auf die Leinwand zu bringen, hätte ich nicht geglaubt.
Die erste Filmhälfte gönnt sich die Zeit, die Charaktere einzuführen, die ethischen und rechtlichen Fragen aufzugreifen, die bei der erschaffung eines Cyborgs aufkommen,
und generell die Entstehung RoboCops zu veranschaulichen- was völlig ohne überflüssige Füllszenen, und somit interessant umgesetzt wurde.
In der zweiten Hälfte regiert dann brachiale Action, wenn auch auf einem Jugendfreien Level- was mich aber nicht im geringsten störte.
Immerhin hat man es geschafft, den neuen RoboCop ebenso wuchtig aussehen zu lassen wie das Original- nur das Splatter-Element fehlt hier völlig.
War das Original "nur" eine ätzende Anklage an Technisierung und die Medien,
kommen hier noch aktuelle Themen wie Daten-überwachung, Amerika's Einsätze im Ausland, und Whistleblower hinzu.
Die Besetzung ist gelungen, Joel Kinnaman nimmt man den RoboCop durchaus ab- auch Gary Oldman, Jackie Earle Haley, und Michael Keaton wurden gut ausgewählt.
Samuel L.Jackson als Moderator einer Fernsehsendung ist ebenfalls sehr passend, auch wenn sein Style hier etwas gewöhnungsbedürftig rüberkommt.
Nicht schlechter. Nicht besser. Anders.

9/10



SERIEN

RoboCop – Die Serie (1994)



Ein Wissenschaftler entwickelt im Auftrag der OCP einen "Neuro-Net" genannten Computer mit künstlicher Intelligenz, welche dieser aus menschlichen Gehirnen beziehen soll.
Der Chef von OCP will sein Gehirn letztendlich selbst an den Computer anschließen, um somit durch Gedankenkraft ganz Detroit kontrollieren zu können,
was seiner Sekretärin Diana Powers allerdings nicht gefällt.
Da Intelligente Köpfe für den Computer gebraucht werden, verschwindet diese schon bald- lebt jedoch als Hologramm im Neuro-Net Computer weiter.
Gleichzeitig ist im Slum-Viertel der Stadt der sogenannte "Dogtown-Ripper" unterwegs, welcher scheinbar wahllos Obdachlose tötet, und verschwinden lässt.
RoboCop ist mit seiner Partnerin Madigan unterwegs, um die Fälle verschwundener und getöteter Menschen aufzuklären...

Der Pilotfilm wurde auch unter dem zweideutig zu verstehenden Titel "RoboCop 4 Law and Order" einzeln vermarktet.
Vermutlich hat man so versucht, den Eindruck eines vierten Kinofilms zu erwecken...
Die einzelnen Folgen bauen auf dem Piloten auf, und bieten Serientypisch meist eine neue Handlung- auch wenn immer wieder mal die Grundgeschichte aufgegriffen wird.
Leider hat diese Serie nichts mehr von dem, was RoboCop in den ersten beiden Filmen noch ausmachte.
Der Zynismus der auch hier vorkommenden TV-Werbung ist größtenteils eher harmlosen und blöden Witzen in Zeichentrick-Folgen gewichen,
auch Gewaltdarstellung sucht man generell vergebens- wenn geschossen wird, dann auf Gegenstände.
Die Effekte sind immerhin solides TV-Niveau, was auch auf die meisten Darsteller zutrifft. Positiv fällt allerdings wirklich kein einziger auf-
was aber wohl auch an den Dialogen liegen mag, welche teils wirklich schlecht sind.
Und das schlimmste:
Man stellt RoboCop nicht nur ein jederzeit beratendes Hologramm zur Seite, sondern auch noch eine neue "Freundin", ein nerviges, neunmalkluges und schlecht spielendes
8-jähriges Mädchen, welches als Wissenschaftliche Beraterin einem Computerexperten und Mechaniker hilft, RoboCop in Schuss zu halten.
Überhaupt fällt hier extrem auf, wie oft Kinder in die Handlung einbezogen werden- das sagt wohl schon einiges über die gewünschte Zielgruppe der Serie aus...
Warum die Serie eine Freigabe ab 16 hat, wissen wohl nur die Götter- eine FSK 12 hätte aufgrund der generellen Thematik vollkommen ausgereicht.
Dass nach der ersten Staffel die Serie wieder abgesetzt wurde, verwundert daher nicht wirklich.

3/10

RoboCop – Prime Directives (2000)



TV-Miniserie, bestehend aus 4 Folgen in Filmlänge.

Dark Justice:
Zehn Jahre ist der vom Konzern OCP aus dem toten Polizisten Alex Murphy geschaffene RoboCop nun schon bei der Polizei im Einsatz,
und Delta City ist in dieser Zeit zum "sichersten Ort der Erde" geworden.
Doch jetzt ist der mit mechanischen Hilfsmitteln und Panzerung arbeitende "Bone Machine" als selbsternannter Vigilant unterwegs,
und räumt mit aller Gewalt selbst Kleinverbrecher aus dem Weg.
Aufgrund des Equipment von Bone Machine liegt der Verdacht nahe, dass dieses von OCP stammt.
Schon bald findet RoboCop heraus, dass OCP mit der machtgierigen Gruppe "Trust" die Herrschaft über Delta City übernehmen will-
doch OCP gelingt es, ihn umzuprogrammieren, und auf seinen alten Freund und jetzt Polizeichef John Cable anzusetzen...

Meltdown:
John Cable wird nach seinem Tod ebenfalls zum Cyborg umgebaut, welcher gegen RoboCop eingesetzt wird.
Dieser scheint nach seiner umprogrammierung von OCP inzwischen den letzten Rest seiner Menschlichkeit verloren zu haben,
und geht jetzt selbst mit äußerster Brutalität gegen jeden Verbrecher vor.
Da er dadurch seine Direktiven verletzt, wird er öffentlich zum Staatsfeind erklärt, und RoboCable soll ihn ausschalten.
Es dauert nicht lange, da treffen die beiden Cyborgs aufeinander...

Resurrection:
Beide Cyborgs haben starke Schäden davongetragen, werden jedoch von unterschiedlichen Gruppen entdeckt, und wieder instandgesetzt.
Während RoboCop von einer Rebellengruppe wieder in seinen ursprünglichen Zustand als Gesetzeshüter versetzt wird,
programmiert der wahnsinnige Dr. Kaydick RoboCable um, und will mit seiner Hilfe einen gefährlichen Bio-Virus in der Stadt freisetzen.
Inzwischen wird bei OCP ein neuer Mann an die Spitze der Robo-Jäger gesetzt: James Murphy, welcher nur Hassgefühle gegen seinen Vater hegt.
In Kaydick's Versteck kommt es zum Showdown, bei dem sich alle Gruppen gegenüberstehen...

Crash & Burn:
Es kommt heraus, dass OCP-Präsident Lowe aus Delta City eine komplett automatisierte Stadt machen will, über die er dann alleine herrscht.
Der Bio-Virus von Kaydick könnte zwar die Pläne von OCP vereiteln, da dieser auch auf Maschinen übergreift, aber auch alle Menschen wären dadurch gefährdet.
RoboCop sieht nur eine möglichkeit, Delta City zu retten: Er muss einen elektronischen Impuls freisetzen, der ihn selbst zerstören würde...

Diese Miniserie erreicht erwartungsgemäß nicht das Niveau des ersten Kinofilms, kann mit dem zweiten aber durchaus mithalten, und übertrifft den dritten bei weitem.
Von manchen eher schlechten Schauspielern abgesehen, stimmen hier alle Zutaten:
Zynischer Humor in Form von Werbung und TV-Berichten gibt es hier ebenso zu sehen, wie manche erstaunlich harte Szene.
Diese haben der Serie dann auch eine Indizierung eingebracht.
Tricktechnisch ist das ganze für eine TV-Serie durchaus aufwendig inszeniert, und generell ziemlich düster präsentiert.
Nur die schon erwähnten Schauspieler...
Page Fletcher als RoboCop geht in Ordnung, solange man ihn nicht ohne Helm sieht.
Leider passt er optisch nicht in das Bild, welches man durch die Kinofilme von RoboCop hat.
Das größte Problem sind aber die bösen Jungs, welche so ziemlich alle durch extrem nerviges Overacting auffallen.

Die erhältlichen Boxen mit deutschem Ton sind alle geschnitten, nur die vergriffenen Erstauflagen von Sunfilm, in jeweiliger Einzelveröffentlichung der Folgen sind Uncut.
Empfehlenswert ist hier die UK-Box "RoboCop: Prime Directives - The Full Saga"
Zwar nur Englischer Ton, aber gute Qualität und komplett ungeschnitten.

7/10

RoboCop (1988 )



Trickfilm-Serie mit 12 Folgen, welche sich teilweise am ersten Film orientiert, aber auch abgefahrene Gegner wie eine riesige "Killerpflanze" präsentiert.
Der Zeichenstil ist billig, die Geschichten sind schnell und hektisch erzählt- aber immerhin ist die Synchro erträglich, und man erkennt manche bekannte Synchronstimme.
Viel Action und Gewalt gibt es auch hier- aber natürlich alles völlig Blutleer und ohne Sarkasmus- eben auf dem Niveau einer Kinderserie.

4/10

Es existiert noch eine weitere Trickfilm-Serie, "RoboCop Alpha Commando" von 1998- mit immerhin 40 Folgen lief diese wohl erfolgreicher als die erste.
"Alpha Commando" wurde bisher allerdings ausschließlich im TV gezeigt, und ist mir daher nicht näher bekannt.



SPIELE

RoboCop



Auf der XBOX hat man natürlich einen Ego-Shooter aus RoboCop gemacht.
Grafisch kommt das Game fast schon klinisch rein daher, alles wirkt glattpoliert, sauber und sehr Detailarm.
Die Figuren und deren Animationen kann man am ehesten mit "durchschnittlich" bezeichnen, da hat man auf der XBOX jedenfalls schon deutlich schöneres gesehen.
Die Soundeffekte stammen aus den Filmen, RoboCop's Stimme scheinbar ebenfalls.
Was recht gut gefällt, ist dass man so manches in den Levels beschädigen, oder komplett sprengen kann.
Mit etwas Taktik ist es daher auch möglich, mehrere Gegner mittels Explosionen auszuschalten.
Das gilt ebenso für Fensterscheiben, Autos, wie auch für diverse Kisten und Tonnen, die manchmal auch eine Extrawaffe oder ähnliches beinhalten.
Die Steuerung ist sehr eingängig ausgefallen, die Buttons sind verschieden belegbar.
Es gibt diverse Waffen im Verlauf des Spiels dazu, und es ist sogar möglich, mehrere Ziele anzuvisieren, und diese gezielt nacheinander auszuschalten.
Die Idee, dass sich einige Gegner ergeben, und diese daher nicht mehr angegriffen werden dürfen,
da man sonst mit schlechterer Sicht und Steuerung bestraft wird, gefällt ebenfalls recht gut.
Kann man spielen, muss man aber nicht.

5/10



Auf dem Gameboy Color handelt es sich um ein Top-down Actiongame.
Es lässt sich halbwegs ordentlich spielen- obwohl die Grafik generell und die Animationen im speziellen schon extrem peinlich rüberkommen.
Nein, ein gutes Game ist RoboCop auf dem GBC nicht- aber zumindest spielbar.
Man versuchte sogar die gesamte Präsentation an den Film anzulehnen, auch wenn TV-Nachrichten-Standbilder usw auf dem GBC natürlich nicht wirklich toll rüberkommen.
Letztlich fehlt es für eine erträgliche Wertung auch einfach an Abwechslung: Herumlaufen, böse Buben abknallen, Zivilisten verschonen, Ausgang des Levels suchen, bzw Mission erfüllen. Fertig.

2/10



RoboCop für NES ist ein typischer Sidescroller im Double Dragon-Stil.
Grafisch bestenfalls mittelmäßig, mit teils übel abgehackten 2-Stufen-Animationen- und gelegentlichem flackern, wenn zwei oder mehr Figuren nahe zusammen sind.
Es mangelt an Abwechslung in allen belangen- die Gegner sehen alle gleich aus, und lassen sich auch alle gleich besiegen- selbst die Endgegner.
Nach jeweils 2 Levels gibt es eine Bonusrunde, bei der man mit einem Fadenkreuz auf Zielscheiben ballern muss.
Musikalisch gibt's das RoboCop-Theme in Dauerschleife, was sich nur bei den Endgegner und den beiden Bonuslevels ändert.
Immerhin hat man die Lizenz ausgenutzt, erzählt in groben Zügen die Geschichte nach, und es kommen auch Gegner aus dem film vor (ED-209, Clarence Boddicker...).
Die Steuerung ist denkbar einfach: Schlagen und Ballern auf den Standard-Buttons, Blocken auf Select (wird aber nie gebraucht). Springen ist nicht...
In unter einer Stunde ist man locker durch, gerade mal 6 normale, und 2 Bonuslevels erwarten den Spieler.

4/10



Im Vergleich zum NES ist die GameBoy-Version sogar etwas besser gelungen.
Ebenfalls ein klassischer Sidescroller, grafisch in Ordnung, gut animiert, verschiedene Gegnertypen- und flackern hält sich in Grenzen.
Die Steuerung ist eingängig, Springen auf A, Schießen, bzw Schlagen bei Kontakt auf B- nur der Sound ist eher nervig als passend.
Auch hier wird sich grob an den Film gehalten, entsprechende Namen der Gegner und sonstiger Charaktere tauchen auf,
die "Directive 4" wird zum Problem- und auch ED-209 ist als Gegner mit dabei.
Zwischen den Levels gibt es Minigames wie Fadenkreuz-Shooting auf Geiselnehmer, Gegner-Identifizierung durch wählbare Karten mit Gesichtsausschnitten,
und schießt per Fadenkreuz auf Zielscheiben sowie bewegliche Ziele.
Das klingt jetzt fast besser, als das Spiel an sich ist- denn genau genommen gibt es nur wenig Abwechslung.
Den Großteil das Spiels rennt man von links nach rechts (zurück ist auch möglich) durch die Straßen, und ballert und schlägt auf diverse Gegner ein.
Wie auf dem NES braucht man keine Stunde, um das Spiel zu beenden, für einen netten Quickie ist es aber durchaus in Ordnung.

5/10

RoboCop 2



Ein klassischer Sidescroller, der extrem sparsam programmiert wurde- da hat wohl die Lizenz das Geld für die Programmierer gefressen...
Ausser geradeaus schießen und springen kann man hier gar nichts, nicht mal ein Stück den Level zurückgehen, wenn man mal an einem Extra vorbeigesprungen ist.
In einem Level darf man mit einem Jetpack auch mal auf höhere Ebenen der Häuser fliegen, am Gameplay ändert das ganze aber nichts.
Die einzige Abwechslung die das Spiel bietet, sind ein paar belanglose Schiebepuzzles zwischen den Levels, ansonsten herrscht stumpfes ballern.
Auch der immer gleiche Zwischengegner ED-209 ist einfach nur langweilig und unspektakulär, und wird auch immer gleich bekämpft.
Einziger unterschied: Mal kann man ihn überall treffen, mal nur unten, mal nur oben.
Als letzter Gegner fungiert Drogenboss Cain als Roboter- mit fast gleicher Optik und gleichem langweiligem Kampfsystem wie vorher ED-209.
Trotz mieser Steuerung und dadurch schlechter spielbarkeit ist man in deutlich unter einer Stunde durch.
Auch optisch kann das Spiel nicht punkten, kaum Animationsphasen und immer gleiche Gegner sind selbst für GameBoy-Verhältnisse zu sparsam.
Der Sound ist unauffällig, aber immerhin nicht nervig.
Von daher kann man dieses Spiel definitiv nicht empfehlen...

1/10



Mit der GameBoy-Version hat dieses Spiel absolut nichts gemeinsam. Ist das ein gutes Zeichen?
Hier gibt es Scrolling nach links und rechts, und auch schräge Schüsse nach oben sind möglich.
Allerdings wird hier vorrangig über Hindernisse und Fallen gesprungen- und eher wenig geballert.
Um an diesem Spiel auch nur ein wenig Spielspaß zu finden, muss man schon sehr Stressresistent sein.
Die Kollisionsabfrage ist eine Frechheit, die Steuerung hakelig und nervös, die Grafik zu bunt und die Animationen sind sparsam.
Wer den ersten Level übersteht, darf sich an einem "Memory Bank" Minispielchen erfreuen,
bei dem man durch verschieben von Leiterbahnen Computerchips einsammeln muss.
Danach folgt ein Schießstand, auf welchem man per Fadenkreuz möglichst viele Gangster, aber keine Zivilisten abballern sollte.
Danach wiederholt sich die obige Level-Reihenfolge mit gleichen Aufgaben, aber veränderter Grafik-
bis man schließlich, im siebten und letzten Level, dem Endgegner gegenübersteht.
Ich muss ehrlich sagen, ich hab's nicht durchgezockt- weil der vierte Level ebenso stressig zu steuern war wie der erste.
Zum Glück wird die Reihenfolge der Levels im Handbuch beschrieben, so dass ich euch diese trotz Abbruch berichten kann,
und ich mir sicher sein kann nichts versäumt zu haben.
Die Lizenz zum Film bleibt weitgehend ungenutzt, ausser dass die Droge Nuke erwähnt wird.
Anders und vor allem abwechslungsreicher als auf dem GameBoy, aber trotzdem nicht viel besser zu spielen.
Für Hardcore-Zocker, die sich mal richtig durchbeissen wollen.

3/10

RoboCop 3



Für dieses Spiel hat man sich die Lizenz zum dritten Film geschnappt, und kann so darauf aufbauen.
Es handelt es sich auf dem NES um einen klassischen Sidescroller, das klassische von Links-nach-rechts-gehen-und-ballern" Prinzip
wird auch durch das erhalten eines Jetpacks nicht wirklich erweitert, man fliegt eben mal kurz von links nach rechts statt zu gehen.
Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch angesetzt, alleine schon, weil Robo nur geradeaus oder schräg nach oben schießen kann.
Immerhin kann man auch Granaten werfen, um Gegner auf tieferen Ebenen zu erledigen.
Rein grafisch gesehen sieht das Game für NES-Verhältnisse recht gut aus, Robo ist schön animiert,
die Hintergründe gehen in Ordnung- nur die immer gleichen Gegner nerven ein wenig.
Soundtechnisch gibt es nichts spektakuläres- unauffällige, aber passende Musik und ebensolche Schussgeräusche.
Das ganz große Manko ist allerdings die Spielzeit- in etwa einer halben Stunde ist man durch.
Für ein Lizenzspiel, welche ja nicht gerade den besten Ruf haben, ist "Robocop 3" einigermaßen brauchbar.
Sicher kein Highlight, aber doch spielbar, ein durchschnittlicher, aber kurzer Actiontitel, den sich Robo-Fans antun können.

5/10



Für dieses Spiel hat man sich die Lizenz zum dritten Film geschnappt, und kann so darauf aufbauen.
Es handelt es sich größtenteils um einen klassischen Sidescroller, welcher aber immerhin ein wenig Abwechslung bietet.
Das klassische von Links-nach-rechts-gehen-und-ballern" Prinzip wird auf dem Mega Drive durch einen Jetpack-Level aufgelockert,
in dem man wie im Film-Vorbild fliegend in einem Vertikalscroller-Level auf die Gegner ballert.
Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus hoch angesetzt, aber leider nicht immer fair.
Viele Gegner verstecken sich hinter Gegenständen oder schießen aus Fenstern, während RoboCop immer ohne Deckung auskommen muss.
Dass die Gegner einen unbegrenzten Munitionsvorrat haben, unsere Munition aber begrenzt ist, macht es auch nicht gerade einfacher-
vor allem, da das Gegneraufkommen durchaus sehr hoch ist.
Immerhin gibt es manchmal Munition, einen Raketenwerfer, und auch eine bessere Waffe mit Streuschuss aufzusammeln,
aber mit durchgehendem ballern kommt man hier nicht sehr weit, Munition sparen und Waffen gezielt wechseln ist angesagt.
Zudem lässt sich mit der Standardwaffe nicht nach unten schießen, was bei einigen Gegnern allerdings durchaus nötig ist.
Einzige Möglichkeit ist hier eben der Streuschuss, den man sich daher besonders gut einteilen sollte.
Ist die Munition aufgebraucht, hilft nur noch der Nahkampf mit Fäusten- was bei der Masse an Gegnern mit Schusswaffen kaum zu überleben ist.
Grafisch sieht das ganze erstmal nicht übel aus, auch wenn ich persönlich das Game als etwas zu bunt für die eher düstere Thematik empfinde.
Bei den Animationen hapert es aber, RoboCop selbst ist ausreichend animiert, spielt sich aber recht steif und unbeweglich,
die Gegner hätten dagegen durchaus mehr als zwei Animationsphasen vertragen können.
Da wäre durchaus noch mehr dringewesen, ich habe aber auch schon schlechteres gesehen.
Soundtechnisch gibt es nichts spektakuläres- unauffällige, aber passende Musik und ebensolche Schussgeräusche.
Für ein Lizenzspiel, welche ja nicht gerade den besten Ruf haben, ist "Robocop 3" einigermaßen brauchbar.
Sicher kein spielerisches oder technisches Highlight, aber doch spielbar, sofern man das Game nicht mit reinem Ballern durchlaufen will.
Ein leicht unterdurchschnittlicher Actiontitel, den sich Robo-Fans antun können, aber nicht müssen.

4/10

RoboCop versus the Terminator



Auch dieses Spiel ist ein Sidescroller, allerdings kaum Vergleichbar mit "Robocop 3".
Im Gegenteil, fast alles was dort genervt hat, ist hier deutlich besser gelöst.
Das Waffensystem ist zwar gleich angelegt, also eine Standard-Pistole zu Beginn, welche man durch bessere Waffen erweitern kann,
allerdings kann RoboCop hier in alle Richtungen schießen.
In Verbindung mit der einfachen, sehr präzisen Steuerung sind unfaire Situationen Mangelware,
noch dazu sind eventuelle Deckungen der Gegner auch für Robocop nutzbar.
Das Spiel bietet generell schöne Grafik, einen sehr schön animierten Robocop, und einen Soundtrack der ins Ohr geht-
auch der Schwierigkeitsgrad ist hart, aber fair.
Nur beim erschießen der Gegner hat man es übertrieben...
Das ist zwar optisch spektakulär, aber welcher Gegner zerplatzt denn schon bei nur einem Treffer in einer wahren Blutföntäne?
Nett ist im übrigen auch die aus den Filmen entliehene Animation, wenn man RoboCop mal kurz stehen lässt, ohne etwas zu tun.
Natürlich kann man aber auch ein paar Punkte bemängeln:
Die Animationen der Gegner sind deutlich sparsamer ausgefallen, aber noch im Rahmen-
ausserdem die Tatsache, dass man aufgrund des Titels etwas anderes erwarten könnte...
Der Terminator hat hier nur die Rolle des Endgegners, ist aber nicht selbst spielbar.
Davon abgesehen wird hier ein reines Actionspiel auf gutem technischen Niveau geboten, sollte man durchaus mal gespielt haben!

7/10
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