Filmreviews von A-Z

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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mo Dez 04, 2017 12:53 am

Ein Review der anderen Art, eine Box mit 4 Filmen auf 2 DVD's, welche nichts miteinander zu tun haben.
Auch wenn einem das Cover, dank teilweise erfundener neuer Titel, etwas anderes vorgaukeln will.
Trotzdem ist die Box aufgrund des sehr niedrigen Preises (etwa 5€) nicht uninteressant...
(Stand 5.12.17: Amazon 3,39€, ofdb: 5,98€, expert: 4,99€)
...da auch die anderen vertretenen Filme inhaltlich zumindest allesamt keine Totalausfälle- und qualitativ besser sind.

MANHUNT COLLECTION



OPEN SEASON - JAGDZEIT (1974)

Drei Vietnamveteranen fahren jedes Jahr im Sommer zur Jagd in eine abgelegene Waldhütte-
und entführen unterwegs ihre Beute, junge, zufällig aufgelesene Pärchen.
Zunächst werden die Opfer freundlich behandelt, später der Mann zur Hausarbeit und die Frau zum Sex gezwungen.
Nach ein paar Tagen eröffnet man den beiden, dass sie 30 Minuten Vorsprung kriegen, und dann gejagt werden.
Allerdings ist der Vater eines früheren Opfers den drei Männern auf der Spur...

Mit Peter Fonda und William Holden recht fies besetzter Thriller, der sich zwar nur langsam entwickelt, aber doch recht intensiv daherkommt.
Die Einzelveröffentlichung des Films auf DVD von KNM ist schon lange nicht mehr erhältlich- und auch absolut nicht empfehlenswert.
Die Qualität von Bild und Ton erreicht noch nicht einmal VHS-Standard, ist extrem unscharf, nicht anamorph und hat dumpfen Ton.
Was somit natürlich auch auf diese Veröffentlichung des selben Labels zutrifft.
Was es keinesfalls besser macht ist die Tatsache, dass hier gleich zwei Filme jeweils auf einer DVD zu sehen sind.
Zudem handelt es sich auch auf dieser DVD nur um die (in der Handlung) gekürzte Fassung, identisch zur Einzel-DVD und der VHS.
Inhaltlich ist der Film allerdings eine klare Empfehlung!

9/10

OPEN SEASON 2 - DIE JAGDZEIT GEHT WEITER  (FAIR GAME / HUNTING SEASON) (1985)

Jessica lebt mit ihrem Mann, welcher gerade auf einer Geschäftsreise ist,
zurückgezogen auf einer kleinen Farm in Australien, wo sie sich um verletzte Tiere kümmert.
Bei einer Einkaufsfahrt in die Stadt wird sie von drei Känguruhjägern in einem auffrisierten Jeep von der Straße abgedrängt
In der Stadt erstattet sie Anzeige, wird aber nicht ernst genommen- und kurz darauf wieder von den dreien bedrängt.
Die Känguruhjäger machen sich einen Spaß daraus, Jessica zu terrorisieren und zu jagen, zerstören sogar Teile ihrer Farm.
Als sie Jessicas Pferd erschießen, beginnt sie mit gleichen Mitteln zurückzuschlagen, denn Hilfe ist nicht zu erwarten...

Ein Thriller aus Australien, dessen Originaltitel "Fair Game" lautet,
und der in Deutschland ursprünglich als "Hunting Season" auf VHS veröffentlicht wurde.
Nun gibt es ihn auf auch DVD- mit dem frei erfundenen Titel "Open Season 2 - Die Jagd geht weiter".
Gut, auch hier wird ein Mensch gejagt, wenn auch auf ganz andere Art als im "echten" Open Season.
Mit Gewaltdarstellung wird sich weitgehend zurückgehalten,
trotz einiger brutalerer Szenen am Ende setzte man hier gekonnt mehr auf Psychothriller als auf Splatterszenen.
Die Menschenleere Gegend Australiens kommt optisch gut rüber, das Erzähltempo ist hoch, der Soundtrack passend,
und die Aktionen beider Parteien steigern sich langsam und nachvollziehbar in eine Gewaltspirale.
Trotz unbekannter Darsteller überzeugend, obwohl "Fair Game" mit weit weniger Gewalt auskommt, als vergleichbare Filme,
denn Inhaltlich ist man näher am Klassiker "Last House on the left" als am Original "Open Season".
Die Qualität von Bild und Ton sind in Ordnung, der Film ist ungekürzt.

7/10

THE NEW OPEN SEASON (THE HUNTERS / DIE JÄGER) (2011)

Der Kriegsveteran LeSaint hat einen Job bei der Polizei in einer Kleinstadt angenommen.
Dort verschwinden schon seit Jahren auf mysteriöse Weise immer wieder Menschen spurlos, aber keinen scheint das zu interessieren.
Er kümmert sich um eben diese Fälle- und stößt schon bald auf Fort Goben, eine verlassene Militärfestung tief im Wald.
Rund um Fort Goben sind Jäger unterwegs, die schon lange keinen Kick mehr bei der Jagd auf Tiere kriegen-
und sich daher auf intelligente, menschliche Beute spezialisiert haben.
Dazu kommt, dass rundum im Wald tödliche Fallen versteckt sind- und niemand kennt sich dort besser aus als die Jäger...

Größter Schwachpunkt des Film ist eindeutig die schlechte Synchro, und die ziemlich gelangweilten Sprecher.
Originalton ist allerdings, vermutlich aus Platzgründen, nicht vorhanden (2 Filme pro DVD)- alle Filme haben nur deutschen Ton.
Die Idee, den Zuschauer durch die neutrale Einführung der Jäger erstmal im unklaren zu lassen warum dort Menschen verschwinden, 
hat sich in dieser Box aufgrund des Titels "Manhunt Collection" natürlich auch erledigt.
Daher langweilen auch die 45 Minuten Dialoge und Ermittlungen am Anfang des Films, weil uns von Beginn an klar ist, worum es geht.
Dafür kann der Film zwar nichts, aber der Gesamteindruck wird natürlich trotzdem runtergezogen...
Die unbekannten Darsteller sind im erträglichen Bereich, aber es gibt durchaus auch einige positive Punkte zu vermelden:
Mit der Ankunft von LeSaint im Fort nimmt der Film ordentlich fahrt auf, wird spannend und zeigt einige brutale Szenen.
Die Umgebung ist wie geschaffen für düstere, atmosphärische Bilder, und es ist auch durchaus gelungen, dies mit der Kamera einzufangen.
Ebenso ist der Soundtrack sehr passend, meist ruhig und unheimlich, aber niemals aufdringlich.
Die Qualität von Bild und Ton sind in Ordnung, der Film ist ungekürzt.

5/10

THE HUNT - MENSCHENJAGD (2012)

Der Journalist Alex nimmt jeden Auftrag an, der ihm Geld einbringt- und ist sich auch für Porno-Fotoshootings nicht zu schade.
Von Sara, einer ihm bekannten Hure die auch als Domina arbeitet, kriegt er Hinweise auf einen reichen Geschäftsmann,
welcher sich für seine Sünden von ihr bestrafen lässt- und ein wenig zuviel dabei ausgeplaudert hat.
Der Mann ist Mitglied einer geheimen Gesellschaft von Menschenjägern, was natürlich eine unglaubliche Story für Alex wäre.
Er versucht sich in die Geheimgesellschaft der maskierten Jäger aufnehmen zu lassen, was ihm irgendwann auch gelingt.
Nachts werden wahllos Zivilisten entführt, ihnen die Zungen herausgeschnitten, 
und am Tag darauf in einem abgelegenen Gebiet ausgesetzt, um gejagt zu werden.
Als Alex im Wald die Maske abnimmt, und unmaskiert einen der anderen Jäger bei einem Mord beobachtet, 
wird er von diesem entdeckt, kann ihn aber im Zweikampf besiegen.
Er begegnet einem weiteren Opfer, und versucht diesem zur Flucht zu helfen- doch wieder wird er dabei gesehen, 
und so selbst zur Beute der anderen- denn Verräter und Zeugen können die maskierten Jäger natürlich nicht brauchen...

"The Hunt" beginnt mit schmieriger, billiger Optik- und das auch noch im Porno-Milieu.
Ein denkbar schlechter Start für einen Thriller- vor allem da sich das ganze auch noch recht lange hinzieht.
Erst nach 30 Minuten beginnt die eigentliche Handlung, was um so schlimmer ist, da der Film gerade mal 74 Minuten läuft.
Hätte man sich den öden und vor allem zum Rest des Films nicht passenden Anfang gespart, bzw in nur wenigen Minuten erklärt,
wäre immerhin ein dreckiger, gelungener Kurzfilm dabei herausgekommen.
Denn sobald die Jagd beginnt wird es durchaus spannend, und auch ziemlich brutal. Ganz ohne CGI übrigens.
Schauspielerisch kann man hier zumindest nach den unsäglich öden ersten 30 Minuten des Films nicht viel bemängeln, 
da beinahe alle Personen durchgehend maskiert sind, und auch kein Wort sprechen.
Die Qualität von Bild und Ton sind in Ordnung, der Film ist ungekürzt.

5/10
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Di Mai 29, 2018 1:40 pm

Retro schrieb:A

A SERBIAN FILM



Milos, ein ehemals sehr gefragter Pornodarsteller, hat diesen Job aufgegeben, und lebt jetzt mit Frau und Sohn.
Allerdings ist vom damals angesparten Geld nicht mehr allzu viel übrig, für Rente ist es noch viel zu früh- und ausser in Pornos mitspielen hat er nie etwas getan oder gelernt.
Da kommt es ihm natürlich gerade recht, dass ihn eine ehemalige Filmpartnerin aufsucht, und ihm ein Angebot unterbreitet,
in einem vermeintlich künstlerischen Pornofilm für einen privaten Auftraggeber mitzuspielen.
Seine Frau ist einverstanden, und die Bezahlung ist extrem gut, also nimmt Milos trotz bedenken den Job an, ohne zu erfahren worum es genau geht-
alles soll realistisch und spontan wirken.
Zunächst scheint das ganze auch wie besprochen abzulaufen: Skurrile Situationen, aber alles wirkt künstlerisch und kontrolliert.
Schon bald allerdings kommt Gewalt ins Spiel, die offensichtlich echt und nicht nur gestellt oder von den Darstellerinnen gewollt ist- und Milos will aussteigen.
Das Filmteam ist damit allerdings nicht einverstanden- und beginnt Milos gegen seinen willen unter Drogen zu setzen, um ihn zu immer grausameren Szenen anzutreiben...

Ohne Zweifel ist der Film hart. Sehr hart. Hier werden auch wirklich Grenzen überschritten-
auch wenn die grausamste Szene des Films, im Gegensatz zu allen anderen Brutalitäten, nur halb verdeckt zu sehen ist.
Fakt ist: Die Machart des Films ist professionell, hier handelt es sich definitiv nicht um ein Schmuddelfilmchen, welches mit einer VHS-Kamera gedreht wurde,
sondern um eine größere Produktion, in die Geld gesteckt wurde.
Der Soundtrack ist geradezu perfekt- ich habe selten einen so kranken, aber passenden Score in einem Film gehört.
Auch die Schauspieler sind absolut überzeugend, zumindest die Hauptrollen gar schon teils beängstigend.

10/10

A STAR IS BORN



Der gefeierte Rockstar John Norman Howard (Kris Kristofferson) ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere, was sich äusserst negativ auf seinen Lebensstil auswirkt.
Alkohol, Drogen und Frauen sind ihm wichtiger, als pünktlich zu seinen Konzerten zu erscheinen.
Als er mal wieder ein Konzert platzen lässt, und sich direkt von der Bühne in die nächste Kneipe fahren lässt,
lernt er dort die Barsängerin Esther Hoffmann (Barbra Streisand) kennen- und ist fasziniert von ihrer Stimme.
Bald schon nimmt er sie mit zu einem seiner Konzerte- und kündigt sie, mitten in einem seiner Songs, den er mal wieder abbricht, als gute Freundin und Sängerin an,
welche eine Chance auf den Durchbruch verdient hätte.
Zuerst widerwillig erscheint sie auf der Bühne, singt- und erntet am Ende mehr Applaus, als Howard.
Aus den beiden wird ein Paar, sie heiraten- und Esther nimmt ihre erste eigene Platte auf.
Parallel zu ihrem Aufstieg verschwindet aber Howard's Karriere in der Versenkung- seine Band verlässt ihn, er betrügt seine Frau und betrinkt sich maßlos...

Die Story klingt und ist kitschig, wurde schon mehrmals verfilmt und bietet eigentlich nicht wirklich etwas aufregendes.
Trotzdem muss ich sagen, dass der Film zu meinen absoluten Lieblingen gehört, ja mir sogar der Soundtrack ausgesprochen gut gefällt.
Kristofferson, der sonst meist Country-Balladen singt, rockt hier ganz ordentlich,
und auch die Streisand hat unter anderem mit ihrem Oscar-prämierten Song „Evergreen“ was für's Ohr zu bieten.
Wer nicht auch mal gerne ne Liebesgeschichte, bzw ein Drama im bereich der Rock/Popmusik ansieht, sollte aber die Finger von diesem Film lassen...  

10/10

AFTERSHOCK



Gringo (Eli Roth) und zwei seiner Freunde machen einen Aufreiss-Urlaub in Chile.
Gerade als sie in einer Disco ein paar interessante Frauen treffen, und sich langsam näherkommen, kommt es zu einem Erdbeben, welches die gesamte Stadt verwüstet.
Die Gruppe versucht gemeinsam, sich zu einem Krankenhaus auf einem großen Hügel durchzuschlagen- dabei müssen sie schmerzhaft erfahren,
dass nicht nur die Naturgewalten selbst gefährlich sind, sondern durch das Erdbeben auch einige gefährliche irre aus dem nahe gelegenen Gefängnis befreit wurden,
welche nun Jagd auf Menschen, und ganz besonders auf Frauen machen...

Was hier an Möglichkeiten verschenkt wurde, ist schon fast traurig.
Grundgeschichte und Setting hätten einen tollen Film ergeben können- aber leider erinnert alles von der Machart her extrem an Hostel (Regie: Eli Roth...)
Anders gesagt: Die erste hälfte des Films pure Langeweile, die zweite hälfte Gewaltdarstellung im Überfluss.
Wenn die vielen Logiklöcher nicht wären, könnte man vielleicht noch über oben genanntes hinwegsehen-
rein vom optischen her ist der Film nämlich durchaus gelungen, auch die Darsteller nerven nicht.
Jedenfalls bezweifle ich, dass Regisseur Nicolas Lopez hier ohne Hilfe von seinem Hauptdarsteller Eli Roth am Werk war, zu sehr erinnert alles eben an Roth's eigenen Hostel.
Immerhin fand ich das Ende, trotz aller Unlogik kurz vor der Schluss-Szene, gelungen- zumindest hat man den Film konsequent und passend enden lassen.

4/10

AGAINST THE DARK



Irgendein Virus hat mal wieder den Großteil der Menschheit zu Mutanten gemacht.
In einem zerstörten Krankenhaus treffen zwei Gruppen überlebender aufeinander:
Die Jäger, angeführt von Steven Seagal, welche sich auf das abschlachten der Mutanten spezialisiert haben-
und ein paar einfache überlebende, die Medikamente gesucht haben.
Draussen ist das Militär, und will das ganze Gebiet mit Kampfbombern reinigen, obwohl bekannt ist, dass noch Menschen überlebt haben, und die Jäger unterwegs sind...

Man könnte auch sagen: 28 days later & Die Horde zusammengewürfelt, mit einem geschätzten Budget im maximal fünfstelligen bereich.
Quasi der komplette Film spielt in dem Krankenhaus, welches aussieht als wäre es seit Jahren verlassen- obwohl der Virus angeblich erst vor kurzem ausbrach.
(Schimmlige Wände, rostige Rohre, allgemein komplett versiffte Einrichtung...)
Steven Seagal fuchtelt ein wenig mit der Katana umher und ballert manchmal mit ner Schrotflinte, da er zum kämpfen zu fett und unbeweglich ist,
da hilft auch der kaschierende lange Ledermantel nichts.
Ein paar nette blutige Szenen und beinahe durchgehende Action sind die Pluspunkte des Films, wenn man denn unbedingt welche finden will.
Die Logiklöcher und oft unglaublich dämlichen Handlungen und Dialoge der Figuren sind so penetrant im Vordergrund, dass es fast schon wieder Spaß macht, den Film anzusehen.
Das Krankenhaus scheint die Größe einer Kleinstadt zu haben, denn den ganzen Film hindurch latscht man durch versiffte Gänge, ohne den Ausgang zu finden.
Warum arbeitet das Militär mit den Jägern zusammen, wenn man ja eh nur vor hat, das gesamte Gebiet zu zerbomben und damit alle zu töten?
Warum schickt man einen Zivilisten mit einem Messer bewaffnet zur Erkundung in den Fahrstuhlschacht, während die schwer bewaffneten Jäger herumstehen und ihm zusehen?
Wie blöd muss man sein, um beim anblick einer Decke auf dem Fußboden sich diese zu schnappen, und sich mitten in einem Hauptgang ohne sich zu verstecken schlafen zu legen?
Warum sind Leichenteile und Blutspuren beinahe immer nur rechts und links am Rand der Gänge verteilt, während die Mitte sauber ist?
Wie ist es zu erklären, dass man sich nach dem einstieg ins Krankenhaus immer weiter nach unten durchschlägt, um wieder zum Ausgang zu finden?
Ich hab keine lust mehr noch weiter abzulästern...

2/10

AGE OF THE DRAGONS



Ishmael und Queequeg sind Jäger, die schon fast alles im Tierreich erlegt haben, und daher auf der Suche nach Abenteuern und Herausforderungen sind.
Daher werden sie von dem Drachenjäger Stubb (Vinnie Jones) auf der Pequod, einem fahrbaren Schiff unter dem Kommando von Kapitän Ahab (Danny Glover) angeheuert.
Diesem allerdings geht es nur um einen bestimmten, besonders gefährlichen großen weißen Drachen, welcher vor vielen Jahren seine Schwester getötet hat...

Die meisten werden es schon bei der Inhaltsbeschreibung gemerkt haben:
Hier handelt es sich um eine neue Interpretation des Klassikers "Moby Dick", umgesiedelt in eine Fantasy-Welt.
Der Action-Anteil ist leider generell etwas zu kurz geraten, manchmal zieht sich der Film ein wenig in die Länge- ist aber noch im vertretbaren Bereich.
Natürlich war auch das Vorbild nicht gerade reich an Action, konnte aber mit sehr interessant herausgearbeiteten Charakteren glänzen- was hier eher vernachlässigt wurde.
(CGI) Tricktechnisch ist erstaunlicherweise alles im grünen Bereich- die Drachen sehen gut aus, und sind auch sehr gut animiert-
einen so guten Standard bei den Tricks hätte ich nicht erwartet.
Bei den Darstellern gibt es ebenfalls keine Ausfälle, Vinnie Jones ist zwar verschenkt, da seine Figur nach 30 Minuten vom Drachen knusprig gegrillt wird,
und Danny Glover taucht überhaupt erst in der zweiten Filmhälfte auf, aber auch der eher unbekannte Rest fällt zumindest nicht negativ auf.
Nach Logik, oder Erklärungen für manche Punkte (Wie bewegt sich die Pequod, was ist der Antrieb? Wofür braucht man an Land einen Anker?)
sollte man allerdings nicht suchen, dann wird man hier durchaus annehmbar unterhalten.

6/10

AIRWOLF



Airwolf, ein mit neuesten Technologien und Waffen ausgestatteter Kampfhubschrauber,
wird bei einer Vorführung von seinem Erbauer Charles Moffet gestohlen, und nach Lybien gebracht.
Der einzige, der ausser Moffet schon Erfahrung mit Airwolf hat, ist der ehemalige Testpilot Stringfellow Hawke.
Dieser wird darauf angesetzt, Airwolf zurückzuholen...

Es gibt zwar schon länger die komplette Serie auf DVD, aber die Kinofassung des Pilotfilms ist nicht in den Serienboxen dabei.
Im Gegensatz zur Pilot-Fassung fehlen hier zwar knappe 15 Minuten, dafür hat diese Version eine bessere Synchro
(es werden die Originalnamen verwendet, für die TV-Fassung wurden diese teils geändert), sparsamer eingesetzte Musik
(Der Score von Sylvester Levay ist gleich, wird aber in der TV-Fassung teils mit unpassenden Übergängen eingeleitet),
und das meines Erachtens passendere Ende.
Wer will, kann auch die TV-Synchro einschalten, beide deutschen Tonspuren sind (neben der englischen) enthalten,
die zur TV-Fassung fehlenden Szenen sind als Bonusmaterial anwählbar, aber nicht in den Film integrierbar.
Original Bildformat 4:3 in guter Qualität, der Stereo-Ton ist ebenfalls einwandfrei!
Ich persönlich fand die Serie schon damals einfach nur schlecht, und daher uninteressant-
weshalb ich bis zum Release dieser DVD meine alte Original-VHS mit der Kinofassung der DVD-Serienbox mit Pilotfilm vorgezogen habe.
Die zusätzlichen knapp 15 Minuten der TV-Version finde ich auch ziemlich unnötig, die Kinofassung ist verständlich, man merkt zu keiner Zeit, dass etwas fehlt.
Das früher einsetzende Ende ist auch passender, den mehrere Minuten langen Dialog in der TV-Version am Ende empfand ich eher als störend,
war aber auch wohl als Übergang zur folgenden Serie gedacht.
Für eine 10/10 hätte man auch noch die TV-Fassung mit dazupacken müssen- das wäre dann das volle Paket Airwolf!

9/10

AKTION MUTANTE



Ein paar Jahre in der Zukunft:
Eine Gruppe geistig oder körperlich Behinderter militanter Freaks hat sich zur Terror-Organisation "Aktion Mutante" zusammengeschlossen.
Hinter dem Anführer, und einzig geistig einigermaßen klaren Mitglied der Truppe, Ramon, stehen noch die siamesischen Zwillinge Alex und Juan,
Cesar, der sich 5 kilo Sprengstoff in die Brust einsetzen lassen hat, der 50-fach vorbestrafte Mechaniker Jose,
ausserdem noch Gonzales, mit dem niedrigsten IQ der Welt ausgestattet-
und der bucklige, homosexuelle, zwergwüchsige Montero, im weiteren noch Jude, Freimaurer und Kommunist.
Die "Aktion Mutante" hat sich zum Ziel gesetzt, alles was schön ist zu töten und zu zerstören.
Schlechte Zeiten für alle reichen und schönen, aber auch für Spermabanken, Fitness-Studios und Ärzte...
Als sie eine noble Hochzeitsparty stürmen, und die hübsche Braut entführen um an Geld zu kommen, entsteht Streit innerhalb der Gruppe,
welche sich daraufhin langsam gegeneinander ausspielt...

Alex de la Iglesia's erster Film lebt noch mehr von seinen kruden Ideen, als von seinem sich danach schnell entwickelndem Talent,
skurrile Themen und Charaktere in teils hintergründigen Komödien oder Thrillern einzusetzen.
Nicht alle Gags zünden, das ganze wirkt auch recht trashig- man kann aber definitiv seinen Spaß mit dem Film haben.

6/10

ALIEN VS PREDATOR



In der Antarktis wird ein Wärmefeld von einem Sateliten des Weyland Konzerns  lokalisiert.
Daraufhin wird eine Expedition zusammengestellt, die tief unter dem Eis eine riesige Pyramide entdeckt,
zu der offensichtlich erst in den letzten Stunden von unbekannten ein Zugang unter das Eis erschaffen wurde.
Trotz des bedenkens, woher dieser Zugang kommen mag, steigt die Expedition hinab- und entdeckt nach und nach das Geheimnis der Pyramide,
die sowohl ein Trainigslager für junge Predatoren, als auch eine Falle ist, die Menschen anlocken sollte- damit diese als Wirtskörper für Aliens dienen können,
gegen die widerum die Predatoren kämpfen müssen...

Anfangs noch enttäuschen die Effekte ein wenig (Hubschrauber und Eisbrecher hätten nicht unbedingt aus dem Rechner sein müssen),
aber sobald die Gruppe in der Pyramide ist, fühlt man sich wie in den anderen Alien, bzw Predator-Filmen:
Gute Tricks, schleimige Aliens, coole Predatoren, stylisch gefilmte Kämpfe und düstere Atmosphäre werden geboten.  
Hier wurde schon beim Dreh ganz klar auf eine Jugendfreigabe geschielt,
so dass man seine Erwartungen was Gewaltdarstellung betrifft etwas zurückschrauben muss, ansonsten gilt aber:
Ein interessantes Kapitel in der Geschichte der Aliens und Predatoren, welches auch einiges über Herkunft und Ziele der Rassen erklärt.

8/10

ALIENS VS PREDATOR 2



Aliens landen auf der Erde. Predator erfährt davon und landet auch auf der Erde.
Aliens vs Predator vs Menschen. Pengpengsplatterbummbumm.

Der erste Teil war zwar etwas zu harmlos für diese Thematik geraten,
hat aber immerhin eine interessante Story und einiges an Informationen über die beiden Rassen geboten.
Beim zweiten Teil ist das genaue Gegenteil der Fall: Keine richtige Story, nur gute Effekte sowie durchgehend Action und Gewalt.
Leider ist der komplette Film dermaßen dunkel, dass man teils kaum etwas erkennen kann.
Dazu kommt noch, dass es zwei verschiedene 18er-Fassungen gibt, die beide als uncut gelten:
Die Blu-ray enthält die Kinofassung, die DVD enthält die Extended Fassung.
Das Problem: Die beiden Fassungen unterscheiden sich nicht nur in der Laufzeit, sondern auch durch teils andere Szenen.
In der Kinofassung gibt es Szenen, welche trotz längerer Laufzeit der Extended dort nicht enthalten sind...

4/10

ALTITUDE



Fünf Freunde wollen ein weit entferntes Konzert besuchen- da trifft es sich doch gut, dass eines der Mädels, Sara, einen Pilotenschein hat.
Kurzerhand wird eine kleine Maschine gechartert, und los geht der Flug.
Die Stimmung an Bord ist zunächst ausgelassen, lediglich Sara's neuer Freund Bruce leidet an Flugangst- was relativ schnell zu Differenzen mit den anderen führt.
Als überraschend eine Unwetterfront auftaucht wird die Stimmung kritisch,
und als beim Versuch auszuweichen auf einmal wegen einer losen Schraube die Steuerung blockiert, liegen die Nerven blank.
Das Flugzeug steigt langsam höher, lässt sich weder lenken noch nach unten drücken.
Zu allem überfluss glaubt einer in der Gruppe auch noch, am Himmel eine riesige Kreatur mit Fangarmen gesehen zu haben...

Einsteigen, anschnallen, Gehirne abschalten- und los geht der Flug!
Mit der Logik nahm man es hier absolut nicht genau, die ist ehrlich gesagt teils absolut nicht vorhanden.
In 10.000 Meter höhe, in einem Unwetter aus dem steigenden Flugzeug zu klettern um das Höhenruder freizukriegen ist jedenfalls mehr als nur unrealistisch.
Extremer Wind, kälte, Druckabfall...
all das existiert hier nicht, man kann relativ problemlos die Tür des Flugzeuges öffnen, um einen am Seil gesicherten Mann zum Leitwerk gleiten zu lassen.
Wenn man von solchen Punkten aber absieht kriegt man hier ein spannendes Filmchen zu sehen, welches ohne großes Blutvergießen auskommt,
überzeugende, aber weitgehend unbekannte Darsteller bietet, und für eine Direct-to-DVD Veröffentlichung sehr ordentliche CGI-Tricks zeigt.
Erfahrene Filmgucker werden zwar vielleicht nicht allzu überrascht sein, aber das Ende ist definitiv gelungen!

7/10

AMERICAN PSYCHO



Patrick Bateman ist ein erfolgreicher, gut aussehender Wallstreet-Yuppie.
Seine äussere Erscheinung ist perfekt, wichtig für ihn ist nur eines:
Zu den obersten, schönsten, besten, und wichtigsten Menschen in seinem kleinen Yuppie-Universum zu gehören.
Hinter der glatten Fassade lauert jedoch ein ganz anderes ich, das zum psychopathischen Mörder wird, sobald etwas nicht bestens läuft.
Bateman lässt seine Wut zunächst an Tieren, später aber auch an seinen Kollegen, und an unbeteiligten aus...

Sehr gute Verfilmung des Romans von Bret Easton Ellis, mit geradezu beängstigender, eindrucksvoller schauspielerischer Leistung von Christian Bale!
Spannend, aber nicht halb so Brutal in der Darstellung wie das Buch- trotzdem (oder deshalb) genial umgesetzt.

10/10

AMERICAN PSYCHO 2



Rachel hat als Kind Patrick Bateman getötet, der sie und ihren Babysitter entführte und gefangen hielt.
Jetzt als Teenager wird sie selbst immer mehr zur psychopathischen Mörderin- alle, die ihr auf der Schule im Weg stehen, werden einfach getötet...

Ausser dass kurz angesprochen wird, dass die Hauptdarstellerin als Kind Bateman getötet haben soll, hat der Film nichts mit seinem Vorgänger zu tun.
Die Erklärung warum will nur leider absolut nicht zu Bateman's Charakter aus dem ersten Teil passen...
Schlechte Darsteller, lahme Handlung und einfach nix neues-
ein Quasi-Remake des ersten Teils, nur an einem College, mit einer Killerin- und sehr viel schlechter!

2/10

ANACONDA



Ein Amazonas-Expeditionstrupp, der einen Film über die Ureinwohner drehen will, sammelt auf dem Fluss einen Schlangenjäger auf, dessen Schiff zerstört ist.
Als ein Mitglied des Trupps von einem Insekt gestochen wird, und allergische Reaktionen zeigt, gibt der Schlangenjäger vor, eine Abkürzung zur nächsten Stadt zu kennen.
Allerdings ist sein Ziel etwas anderes- er will eine riesige Anaconda fangen, die laut einer Legende der Wächter einer Schlangen-Kultstätte ist.
Natürlich dauert es nicht lange, bis das Tierchen auftaucht- und die Gruppe recht schnell dezimiert...

Die Dschungelatmosphäre geht durchaus in Ordnung, die Schauspieler sind durchweg bekannt (Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Eric Stoltz, Owen Wilson, Kari Wuhrer),
und die CGI-Schlange kann man für das alter des Films als Durchschnittlich bezeichnen.
Hätte man das Geld für die namhaften Schauspieler gespart, und in bessere CGI-Effekte gesteckt, wäre ein wirklich guter Tierhorror-Streifen daraus geworden.
Immerhin hat der Film ein paar gute Momente, ist weder langweilig noch Kindertauglich, und gelegentlich kommt auch Spannung auf.
Man merkt zumindest, dass mit Luis Llosa ein nicht unerfahrener Regisseur am Werk war. (The Specialist, Sniper)
So bleibt immer noch ein überdurchschnittlicher Film übrig, der sogar mit einem der schönsten Filmfehler aller Zeiten glänzen kann...
Gegen Ende des Films sieht man eine wunderschöne Dschungelaufnahme mit Wasserfall im Hintergrund- welcher nach oben fließt!

7/10

ANACONDAS - DIE JAGD NACH DER BLUT-ORCHIDEE



Eine Gruppe Wissenschaftler hat herausgefunden, dass ein Extrakt der sogenannten Blut-Orchidee, welche allerdings nur im Regenwald von Borneo wächst,
eine stärkende und lebensverlängernde Wirkung auf den Menschen hat.
Natürlich wird also eine Expedition losgeschickt, um diese zu suchen- doch man findet nicht nur die Orchidee, sondern auch eine ganze menge Anacondas,
die durch eben diese Orchidee wesentlich schneller, größer und gefährlicher geworden sind...

Auch hier hat man mit Dwight H. Little auf einen erfahrenen Regisseur zurückgegriffen, der sich zwar hauptsächlich Fernsehserien widmete,
aber auch mit Filmen wie Rapid Fire, Halloween 4 und Zum töten freigegeben schon Erfahrungen hat.
Dummerweise war wohl die Vorgabe des Geldgebers, einen Jugendfreien Film abzuliefern- anders kann ich mir diesen blutleeren Film nicht erklären.
Nicht, dass nichts passiert... Wie erwartet stirbt ein Großteil der Expedition. Allerdings geschieht dies meist im off,
oder wird nur angedeutet, indem die Schlangen die Opfer packen und aus dem Bild ziehen.
Irgendwie wirkt der gesamte Film wie ein billigeres Remake vom ersten Teil, mit mehr Schlangen,
dafür aber unbekannten Schauspielern und etwas schlechteren, aber noch erträglichen CGI-Effekten.
Langweilig ist er nicht- wirklich gut aber auch nicht...

4/10

ANACONDA 3 - OFFSPRING



In einem Labor wird im Auftrag eines Milliardärs mal wieder an Orchideen-Extrakten herumgefummelt,
da diese nun auch ein Heilmittel gegen Krebs sein sollen, an dem der gute Mann leidet.
Natürlich wird an Schlangen experimentiert, die dadurch riesengroß werden, und schon bald ausbrechen.
Da kann nur der Schlangenjäger und Spurenleser David Hasselhoff helfen...

Als Regisseur hat man sich diesmal, wie auch beim vierten teil, Don E. Fauntleroy geholt-
der seine Sache macht, wie man es vom Regisseur einiger mieser Steven Seagal-Filme der letzten Jahre erwartet- also eher schlecht.
Das merkt man schon an den Actionlastigeren Szenen, wie einem (eigentlich voll besetzen) Auto-Überschlag, der deutlich sichtbar mit einem leeren Fahrzeug gedreht wurde.
Auch die CGI-Tricks sind diesmal absolut indiskutabel. Nicht nur, dass die Schlange unglaublich mies und unecht aussieht,
selbst Szenen in fahrenden Autos finden nicht nur vor einer Leinwand statt, sondern die Schauspieler wurden noch dazu teils Digital ins Auto kopiert.
Ergebnis: Schauspieler scharf, Auto komplett unscharf, Hintergrund verschwommen.
Auch sehr schön sind die Todesszenen- die meisten werden durch Kopf-abknuspern der Schlange (die laut Dialogen mal eine Anaconda, und mal eine Python ist) getötet-
wobei danach teilweise das Blut schön aus dem Stumpf spritzt... aber nur ca einen halben Meter, dann verschwindet es auf unerklärliche weise in der Luft.
Im Vorgänger gab es zwar ausnahmslos eher unbekannte Schauspieler, aber das war in Ordnung. 
Hier hatte jemand die geniale Idee, einen versoffen aussehenden, dreitagebärtigen David Hasselhoff in die Hauptrolle als Schlangenjäger und Fährtensucher zu setzen.
Ach ja: Wusstet ihr schon, dass Schlangen je nach Lust und Laune knurren wie Löwe (Bedrohung der Opfer) oder brüllen wie ein Elefant (beim Angriff)?
Ausserdem muss die Schlange irgendwann mal einen Ferrari verschluckt haben, das würde das extrem hohe Tempo des Tierchens erklären, mit dem es sich teils fortbewegt.
Dass man teilweise verschieden große Schlangen zu Gesicht kriegt (Nein, nicht weil es zwei sind...) ist genauso toll,
wie die wohl einzig echten Schlangen im Film, die immer nur stark herangezoomt zu sehen sind- auf Terrarien-Humusboden...

0/10

ANACONDAS - TRAIL OF BLOOD



Der Milliardär aus dem Vorgänger lebt immer noch, hat immer noch Krebs- lässt immer noch an Anacondas forschen,
die sich mittlerweile sogar regenerieren können, irgendwann ausbrechen, und weiter gehts...

Immerhin sind die CGI-Effekte etwas besser geraten als im indiskutablen Vorgänger-
selbst die Autos, in denen man fährt sind diesmal echt- wenn auch der Hintergrund immer noch einkopiert wird.
Ausserdem ist Hasselhoff nicht dabei, was dem Film noch einen Bonuspunkt verschafft:

2/10

ANATOMIE EINER ENTFÜHRUNG



Wohlhabend ist Wayne Hayes (Robert Redford) bereits- so könnte er sein leben mit seiner Frau Eileen eigentlich genießen, wäre er nicht der Typ Mensch,
der immer nach seinem Vorteil oder nach etwas noch besserem als er schon hat, suchen müsste.
Eines Tages wird Wayne während einer Autofahrt von dem arbeitslosen Arnold Mack (Willem Dafoe) entführt, welcher Wayne noch von früher kennt,
auch wenn dieser sich nicht daran erinnern kann.
Während Eileen mit dem FBI, das ihr Haus bevölkert, auf eine möglich Lösegeldforderung des Entführers wartet,
führt Mack sein Opfer zu Fuß immer tiefer in einen abgelegenen Wald, um ihn zu einer alten Hütte zu bringen.
Dabei kommen sich die beiden Männer im Gespräch immer näher, dunkle Geheimnisse werden enthüllt, während Wayne gleichzeitig sich selbst und sein Leben,
aber auch das seines Entführers überdenkt...

Weniger Thriller, sicher kein Actionfilm- eher ein handfestes Drama mit erstklassiger Besetzung .

8/10

ANDROMEDA - TÖDLICHER STAUB AUS DEM ALL



In New Mexico, nahe einem kleinen Dorf, stürzt eine Raumkapsel ab, welche einen bisher unbekannten tödlichen Virus mitgebracht hat.
Alle Dorfbewohner bis auf ein Baby und einem alten Mann sind tot, erste Analysen ergeben dass sich das Virus durch die Luft überträgt...

Dieser bereits 1971 gedrehte spannende, glaubwürdig besetzte und realistisch gehaltene Film nimmt vorweg,
was Jahre später in Blockbustern wie Outbreak nochmal ähnlich erzählt wurde.
Ein kleiner Klassiker der zwar aufwendig, aber doch eher ruhig inszeniert wurde- und auch heute noch  überzeugt.

8/10

APOCALYPSE OF THE LIVING DEAD



Ein Bahnhof, irgendwo in Serbien: Ein Zug mit Giftmüll ist gerade angekommen, als ein paar Soldaten auftauchen und die Wachmänner des Zuges,
die in Schutzanzüge gekleidet sind dumm anzureden.
Es entwickelt sich ein handgemenge, ein erster Schuss fällt und tötet einen der Wachmänner- ein zweiter Schuss trifft einen Gastank auf dem Zug.
Grüner Nebel tritt aus, alle Menschen ohne Gasmasken und Schutzanzüge kotzen Blut und werden in kürzester zeit zu Zombies.
Gleichzeitig, ganz in der Nähe: Einige Polizisten eskortieren einen Schwerverbrecher in ein Gefängnis, der weg dorthin führt natürlich genau durch die verseuchte Zone,
in der jetzt fast nur noch Zombies herumlaufen...

Nein, das ist kein Film aus George A.Romero's „...of the dead“ Serie- obwohl Ken Foree (Dawn of the dead) die Hauptrolle spielt, was mich zum kauf bewegt hat.
Diese spanisch/italienisch/serbische Produktion wird quasi alleine von Ken Foree getragen- der auch heute noch einen guten Zombiekiller abgibt.
Der Rest der Schauspieler ist unbekannt, und beim betrachten des Filmes wird man sich sicher, dass das auch so bleiben wird.
Leider wirkt der komplette Film von Anfang an trashig, aber auf eine billige Art, die eher nervt als amüsiert.
Immerhin gibt' s ein paar nette Splatterszenen zu bestaunen, die zwar billig wirken, aber wenigstens nicht aus dem Rechner, sondern handgemacht sind.

4/10

ASSAULT - ANSCHLAG BEI NACHT (DAS ENDE) (1976)



Das Polizeirevier 13 in der übelsten Gegend von Los Angeles wird aufgelöst und soll geschlossen werden.
Als in der Gegend die Polizei eine komplette Jugendgang auslöscht, eskaliert die Situation:
Sämtliche kriminellen Jugendlichen des Viertels rotten sich zusammen, um sich an der Polizei zu rächen.
Das Ziel: Revier 13.
Kurz nachdem ein Gefangenentransport wegen eines erkrankten Häftlings dort Zwischenstop macht, beginnen die Angriffe...

John Carpenter's erster als solcher geplanter Kinofilm gehört bis heute zu seinen besten.
(Der zuvor gedrehte "Dark Star" war ursprünglich ein Studentenprojekt von Carpenter und Dan O'Bannon für eine Filmschule)
Die Grundgeschichte an sich bietet nichts neues, und wurde so ähnlich z.B. auch schon in älteren Western erzählt.
Allerdings wurde das ganze selten so spannend und düster umgesetzt, wie es John Carpenter mit nur wenig Budget geschafft hat.
Auch der von Carpenter selbst komponierte Soundtrack wurde zum Klassiker-
es gab sogar Disco-Remixe und (mindestens) einen davon deutlich inspirierten Videogame-Soundtrack (Xenon II - Megablast).
In Deutschland wurde der Film sowohl mit seinem Originaltitel, als auch unter dem Titel "Das Ende" vermarktet.

9/10

DAS ENDE - ASSAULT ON PRECINCT 13 (2005)



Das Polizeirevier 13 in einem abgelegenen Teil von Detroit steht kurz vor der Schließung,
nur ein paar Polizisten sind noch im Gebäude um aufzuräumen, und einzupacken, was noch gebraucht wird.
Während draussen schlechte Wetterverhältnisse herrschen, trifft ein unangekündigter Gefangenentransport ein, um besseres Wetter abzuwarten.
Das Problem ist nur: Hinter dem Gefangenen sind einige kriminelle Gestalten her, die immer extremere Angriffe auf das Polizeirevier starten...

Das Remake des John Carpenter-Klassikers...
Hier wurde die Grundidee des Originals übernommen, die Geschichte aber sinnvoll erweitert und leicht abgeändert.
Es wird jede Menge Spannung und Action geboten, Explosionen, optisch und akustisch hervorragende Schießereien, gut ausgesuchte Schauspieler-
und es gibt erstaunlich hohe, aber nie übertriebene Gewaltdarstellung.
Es geht doch: Selbst einen John Carpenter-Klassiker kann man noch sinnvoll variieren.
Nicht besser als das Original, aber etwas anders- und durchaus sehenswert!

8/10
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