Filmreviews von A-Z

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Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Di Okt 07, 2014 11:55 pm

#9



Irgendwann in naher Zukunft: Die Welt wie wir sie kennen ist vollkommen zerstört-
alle Menschen sind tot, gestorben im Kampf gegen Maschinen, die sie einst selbst schufen.
In einem zur hälfte zerstörten Haus und neben einem toten Mann wacht die Stoffpuppe #9 auf.
Ein blick nach draussen präsentiert eine vollkommen zerstörte Stadt ohne Lebenszeichen.
#9 versucht herauszufinden was passiert ist, trifft dabei auf feindliche Maschinenwesen sowie weitere 8 Puppen, die allesamt durchnummeriert sind-
und erfährt dass sie alle kurz vor dem Tod des letzten lebenden Menschen, einem Wissenschaftler, eine Seele erhalten haben.
Der Sinn ihrer Existenz ist es, die Maschinen aufzuhalten- aber nicht alle der Puppen sind mit diesem Vermächtnis einverstanden...

Produziert wurde dieser Animationsfilm von Tim Burton, was man ihm teilweise auch anmerkt.
Und wie das ja oft ist, wenn Burton seine Finger wo drin hat, kommt auch hier ein sehr passender Score von Danny Elfman zum Einsatz.
Storymäßig zwar nichts neues, an sich das selbe wie Terminator- nur mit Puppen statt Menschen, aber interessant umgesetzt.
Sehr gut animierte Puppen und bedrohliche Maschinen überzeugen hier ebenso wie das Erzähltempo der Geschichte,
welches immer schön geschickt zwischen Action und Dialoglastigen Szenen pendelt.

8/10

30 DAYS OF NIGHT



In der kleinen Stadt Barrow in Alaska herrscht Aufbruchstimmung.
Am letzten Sonnentag vor einer 30 Tage dauernden Phase ohne Sonnenlicht verlassen viele Bewohner für diese Zeit jedes Jahr die Stadt.
Doch diesmal geschieht seltsames: Telefone werden verbrannt aufgefunden, Schlittenhunde getötet und Fahrzeuge sabotiert.
Zunächst glaubt man an Vandalismus, bis ein geheimnisvoller Fremder in der Stadt auftaucht, welcher die  bevorstehende Ankunft einiger andersartiger Wesen ankündigt.
Kaum wird es dunkel, erscheint eine Gruppe von Vampiren, welche den Monat ohne Sonne nutzen wollen, um sich zu stärken- und zu vermehren.
Schon der erste Angriff ist ein Massaker, die meisten in der Stadt zurückgebliebenen Bewohner werden getötet.
Ein paar wenige können sich in verschiedene Häuser retten und vorerst verstecken- doch 30 Tage sind eine lange Zeit, und die Vampire können Menschenblut riechen...

Der Film, der ruhig und mit einer guten Einleitung der Hauptpersonen beginnt, wird schon nach kurzer Zeit bedrückend düster und vor allem sehr spannend.
Hier gibt es ab dem ersten Angriff der Vampire keine Minute, die irgendwie überflüssig oder kitschig wäre- bis zum bitterbösen Ende.

9/10

30 DAYS OF NIGHT - DARK DAYS



Einige Zeit nachdem die Vampire Barrow überfallen hatten, reist Stella, eine Überlebende des damaligen Massakers durch das Land.
Sie hält Vorträge zum Thema Vampirismus, den Geschehnissen in Barrow- und will allgemein die Menschen vor Vampiren warnen.
Da ihr zum einen klar ist, das die meisten Menschen nicht an Vampire glauben- und zum anderen, dass die Vampire sie so finden können,
hat sie zu ihrem Schutz in den Vortragssälen UV-Strahler angebracht.
Eines Tages sind auch wirklich Vampire im Saal, und werden von den Lichtern getötet-
dummerweise sind auch ausserhalb des Hörsaales einige Vampire unterwegs, welche nur auf Stella warten.
Eine Gruppe Vampirjäger ist allerdings ebenfalls auf Stella aufmerksam geworden, und eilt ihr zu Hilfe.
Die Jäger erzählen Stella, dass sie auf der Suche nach Lilith, der Königin der Vampire sind, kurz vor ihrer Entdeckung stehen- und ihre Hilfe brauchen könnten.
Zunächst zögernd schließt sich Stella an, und kommt schon bald einem Geheimnis auf die Spur...

Das erste was auffällt, ist dass Stella nicht mehr von Melissa George gespielt wird.
Kiele Sanchez hat die Rolle übernommen, füllt diese aber nur eher mittelmäßig aus.
Dazu kommen die auffälligen Klischee-Vampire, welche alle schwarz gekleidet und mit Sonnenbrillen herumlaufen, sowie ziemlich billige CGI-Tricks.
Dass große Teile des Films eher wie ein Kammerspiel in wenigen Locations rüberkommt, macht das ganze auch nicht besser.
Keine Überraschungen in der Geschichte, keine aufkommende Spannung, und das geringere Budget des Films ist deutlich sichtbar.
Die letzte Szene im Film ist zwar nett, gleichzeitig aber auch das einzige Highlight der ansonsten eher langweiligen "Dark Days"...

3/10

44 INCH CHEST



Colin ist ein harter Mann- bullige Statur und trainierte Fäuste. Seine einzige Schwachstelle ist seine Frau Jill.
Als diese ihm gesteht, dass sie ihn betrügt, und ihn jetzt für den anderen Mann verlassen will, flippt er aus- und prügelt den Namen des Liebhabers aus ihr heraus.
Danach bricht er zusammen, und suhlt sich in Selbstmitleid.
Doch Colin hat Freunde. Freunde, die wissen, was man in solchen fällen tun kann.
Der Mann wird entführt und soll leiden- und langsam sterben. Doch dann kommen Colin zweifel...

Kleines, schwarzhumoriges Drama- besetzt mit einigen bekannten, schon älteren Gesichtern.
Ray Winstone, Ian McShane, Tom Wilkinson und vor allem John Hurt kommen hier herrlich fies rüber.
Auffällig sind hier die Dialoge, welche zu gefühlten 50% aus Schimpfwörtern bestehen.
Der Vergleich auf dem Cover mit Reservoir Dogs geht zumindest in die richtige Richtung,
auch wenn man durch das Covermotiv selbst einen Actionlastigeren Film erwarten würde.

7/10

71 INTO THE FIRE



1950, der Krieg zwischen Nord und Südkorea.
Im Süden geht man davon aus, den Angriffsplan der feindlichen Truppen zu kennen- und schickt seine Soldaten an strategisch wichtige Stellen.
Am Nakdong River erwartet niemand einen Angriff,
so dass dieser eher unwichtige Aussenposten nur von 71 freiwilligen bewaffneten Studenten ohne militärische Erfahrung bewacht werden soll.
Es kommt wie es kommen muss: Der Feind greift unerwartet genau hier an,
Militärische Truppen, welche die Studenten zur Verstärkung herbeirufen, brauchen von ihrem Standort Stunden um zu Hilfe zu kommen.
Bis dahin müssen die unerfahrenen Jugendlichen versuchen, zu überleben- und bestenfalls noch den Feind zurückzuschlagen und zu töten...

Der Film erzählt eine wahre Geschichte, ist auch dementsprechend realistisch, dramatisch und teils recht brutal.
Gut gespielt, und aufwendig inszeniert- klare Empfehlung!

9/10

96 HOURS - TAKEN



Als die bei seiner Ex-Frau (Famke Janssen) lebende Tochter des ehemaligen CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson)
auf einer Reise nach Paris von albanischen Menschenhändlern entführt wird,
greift er auf alte Kontakte, seine CIA-Ausbildung und Selbstjustizmethoden zurück, um sie zu befreien...

Mal von der recht fragwürdigen Grundaussage des Films abgesehen, welche Selbstjustiz als einziges mittel zum Erfolg darstellt,
und alle anderen Opfer der Menschenhändler quasi übersieht, kriegt man hier einen erstklassigen Action-Thriller geboten.
Liam Neeson hat mich hier sehr überrascht- kommt er doch extrem hart, und vor allem kämpferisch daher, was man ihm aber jederzeit abnimmt.

10/10

96 HOURS - TAKEN 2



Am Grab seines Sohnes, welcher in Paris von Bryan Mills getötet wurde, schwört Murad Krasniqi Rache.
Mills befindet sich gerade in Istanbul und soll nun getötet werden, einige Albaner haben seine Spur schon aufgenommen...

Nach dem hervorragenden, und daher erfolgreichen ersten Film war klar, dass eine Fortsetzung kommen musste.
Teil 2 ist ein durchaus solider Action-Thriller, inhaltlich wird das ganze nun einfach umgedreht. Diesmal ist eben Mills der gejagte.
Nicht originell, nicht immer logisch- aber handwerklich einwandfrei und größtenteils auch spannend.

7/10

96 HOURS - TAK3N



Bryan Mills wollte sich mit seiner Ex-Frau treffen- doch als er ankommt, liegt diese Tot im Bett.
Wenige Sekunden später ist schon die Polizei vor Ort- und es ist klar, dass Mills in eine Falle gelockt wurde, und als Mörder verhaftet werden soll.
Es gelingt ihm aber zu entkommen- nun gilt es, im Alleingang gegen den oder die Mörder, sowie Cops zu bestehen, wenn er seine Unschuld beweisen will...

Trotz guter Darsteller, und eigentlich auch guter Balance von Handlung und Action, beginnt die Reihe hier erstmals teilweise zu langweilen- und zu nerven.
Die Kameraführung ist teils arg hektisch, und einige Stunts sind leider deutlich als CGI erkennbar.
Neues oder überraschendes kann man hier nicht erwarten, zudem wird Neeson hier fast schon als unbesiegbar dargestellt- was der Spannung deutlich schadet.

5/10

388 ARLETTA AVENUE



James (Nick Stahl) und Amy (Mia Kirshner) sind ein normales, unauffälliges paar, und wohnen zusammen in einem Haus in der 388 Arletta Avenue.
Schon seit einiger Zeit werden die beiden unbemerkt beobachtet- der unbekannte kennt schon bald deren Gewohnheiten und das Versteck des Zweitschlüssels auf der Veranda.
Als James eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt, ist Amy spurlos verschwunden- und er kriegt rätselhafte musikalische Botschaften auf CD und per email zugeschickt.
Zunächst denkt er an einen schlechten Scherz von bekannten oder Arbeitskollegen, doch spätestens als der abgehackte Kopf seiner Katze im Briefkasten liegt, wird die Lage ernst.
Dumm nur, dass sowohl die Schwester seiner Frau, als auch die gerufene Polizei glauben, dass James am verschwinden von Amy schuld ist-
und der Entführer offenbar über jeden Schritt von James genauestens informiert ist...

Der komplette Film wird über teils installierte, teils mobile Handkameras erzählt- komplett aus der Sicht des Unbekannten.
Die Handlung baut sich nur langsam auf, bietet aber genug Spannung um mitzufiebern was als nächstes geschieht.
Das Ende des Films wird vermutlich die Meinungen spalten-
ich für meinen Teil behaupte, dass man hier eine der gemeinsten (und somit besten) Auflösungen vorgesetzt kriegt, die ein solcher Film nur haben kann.
Abgesehen von einigen eher unglaubwürdigen, bzw sehr schwer zu realisierenden Kameraverstecken habe ich hier nichts zu meckern gefunden.
Böse!

9/10

1911 - Revolution



Jackie Chan in einer Hauptrolle, als Co-Regisseur, und als Produzent.
Der Mann macht es einfach richtig.
Anstatt bis ins hohe Alter den (irgendwann unglaubwürdigen) Action & Comedy-Hampelmann zu geben, sucht er sich inzwischen immer ernsthaftere Themen für seine Filme aus.
"1911 - Revolution" ist, wie der Name schon verrät, ein historisches Kriegsdrama, welches die chinesische Revolution zum Thema hat.
Am Budget wurde hier offensichtlich nicht gespart, die Schlachten im Film stehen großen Hollywood-Produktionen in nichts nach- und auch die Darsteller sind bis auf eine Ausnahme überzeugend.
Joan Chen als Kaiserwitwe, welche durch ständiges hysterisches geflenne versucht ihren Hofstaat zu regieren, nervt unglaublich...
Mag sein, dass das sogar historisch korrekt ist, keine Ahnung- aber für mich ein dicker Minuspunkt in einem Film, der ansonsten ohne Overacting auskommt.
Chan spielt einen der Führer der Revolution, welche die Monarchie stürzen, und die Chinesische Republik errichten will.
Wer flotte Sprüche und Martial-Arts-Einlagen von Jackie Chan erwartet ist hier vollkommen falsch (obwohl es eine kurze sehenswerte Nahkampf-Szene gibt),
wem aber schon der gelungene "Stadt der Gewalt" mit Chan gefallen hat, und zumindest ein wenig Interesse an der Geschichte hat, dürfte hier zufrieden sein.
Bildgewaltig, aber auch voller Pathos- ein ernstes Thema, aber nicht zu trocken, und anspruchsvoll genug erzählt.

7/10

2001: ODYSSEE IM WELTRAUM



In einer Zeit, als noch Affenmenschen die Erde bevölkerten, erscheint plötzlich ein schwarzer Monolith.
Unter seinen Einfluss lernen die Affenmenschen Werkzeuge und Waffen zu benutzen- ein großer Schritt in Richtung Mensch.
Im Jahr 2001: Der Mensch erforscht den Weltraum.
In einem Mondkrater wird ein schwarzer Monolith entdeckt, der offensichtlich ein Signal aussendet.
Das vom intelligenten Computer HAL 9000 gesteuerte Raumschiff Discovery wird mit einer Besatzung im Tiefschlaf in Richtung der Signale ausgesendet.
Als man sich dem Ziel, Jupitermond Io nähert, trifft der Computer seltsame Entscheidungen- und wird zu einer Bedrohung.
Was erwartet die Besatzung des Raumschiffes am Ende ihrer Reise?

Hier regiert die Langweile, dicht gefolgt von der extrem nervigen Geräuschkulisse und dem dauernden Klassikgedudel.
Über lange Strecken des Films gibt es kaum Dialoge, und das Ende erscheint mir einfach nur unverständlich.
Ich werde da wohl recht alleine mit meiner Meinung stehen, schließlich gilt 2001 als Kultfilm- aber pure Langeweile, nervige Musik und Geräusche,
sowie ein seltsames Ende stehen hier meines Erachtens lediglich den auch heute noch sehr guten Tricks gegenüber.

2/10

2010: DAS JAHR IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN



Nach dem scheitern der Discovery-Mission 2001 wurde das "Projekt Jupiter" beendet.
2010 bricht eine russisch-amerikanische Besatzung zum Jupitermond Io auf, um das Geheimnis des Monolithen,
und des letzten Funkspruchs von Dr.Bowman, welcher zur Discovery-Besatzung gehörte, zu klären.
Die Discovery wird gefunden, auch der intelligente Bordcomputer HAL 9000 ist noch funktionsfähig- kann sich aber an nichts erinnern.
Als man versucht, die Krater von Io zu erkunden, scheint sich eine fremde, scheinbar organische Macht dagegen zu wehren.
Und wieder werden dabei alle zuvor gefundenen Daten im System gelöscht.
Zur gleichen Zeit erscheint Astronaut Bowman wie aus dem nichts auf der Erde- mit der Botschaft "Etwas wunderbares wird geschehen"...

Schon viel besser. Die Besetzung ist mit Roy Scheider, John Lithgow und Helen Mirren hervorragend gewählt,
und unter der Regie von Peter Hyams wird die Fortsetzung deutlich flotter und interessanter erzählt.
Man darf natürlich auch hier keinen Actionfilm im Sci/Fi-Gewand erwarten, aber es gibt durchaus einige spannende Momente-
und im Vergleich zum Vorgänger ist 2010 (glücklicherweise) sehr Dialoglastig geworden.
Auch Tricktechnisch ist alles im grünen Bereich, für diese Fortsetzung hat man sichtlich einiges an Geld investiert.

7/10


Zuletzt von Retro am Mi Sep 27, 2017 1:24 am bearbeitet; insgesamt 31-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 12:16 am

A

A SERBIAN FILM



Milos, ein ehemals sehr gefragter Pornodarsteller, hat diesen Job aufgegeben, und lebt jetzt mit Frau und Sohn.
Allerdings ist vom damals angesparten Geld nicht mehr allzu viel übrig, für Rente ist es noch viel zu früh- und ausser in Pornos mitspielen hat er nie etwas getan oder gelernt.
Da kommt es ihm natürlich gerade recht, dass ihn eine ehemalige Filmpartnerin aufsucht, und ihm ein Angebot unterbreitet,
in einem vermeintlich künstlerischen Pornofilm für einen privaten Auftraggeber mitzuspielen.
Seine Frau ist einverstanden, und die Bezahlung ist extrem gut, also nimmt Milos trotz bedenken den Job an, ohne zu erfahren worum es genau geht-
alles soll realistisch und spontan wirken.
Zunächst scheint das ganze auch wie besprochen abzulaufen: Skurrile Situationen, aber alles wirkt künstlerisch und kontrolliert.
Schon bald allerdings kommt Gewalt ins Spiel, die offensichtlich echt und nicht nur gestellt oder von den Darstellerinnen gewollt ist- und Milos will aussteigen.
Das Filmteam ist damit allerdings nicht einverstanden- und beginnt Milos gegen seinen willen unter Drogen zu setzen, um ihn zu immer grausameren Szenen anzutreiben...

Ohne Zweifel ist der Film hart. Sehr hart. Hier werden auch wirklich Grenzen überschritten-
auch wenn die grausamste Szene des Films, im Gegensatz zu allen anderen Brutalitäten, nur halb verdeckt zu sehen ist.
Fakt ist: Die Machart des Films ist professionell, hier handelt es sich definitiv nicht um ein Schmuddelfilmchen, welches mit einer VHS-Kamera gedreht wurde,
sondern um eine größere Produktion, in die Geld gesteckt wurde.
Der Soundtrack ist geradezu perfekt- ich habe selten einen so kranken, aber passenden Score in einem Film gehört.
Auch die Schauspieler sind absolut überzeugend, zumindest die Hauptrollen gar schon teils beängstigend.

10/10

A STAR IS BORN



Der gefeierte Rockstar John Norman Howard (Kris Kristofferson) ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere, was sich äusserst negativ auf seinen Lebensstil auswirkt.
Alkohol, Drogen und Frauen sind ihm wichtiger, als pünktlich zu seinen Konzerten zu erscheinen.
Als er mal wieder ein Konzert platzen lässt, und sich direkt von der Bühne in die nächste Kneipe fahren lässt,
lernt er dort die Barsängerin Esther Hoffmann (Barbra Streisand) kennen- und ist fasziniert von ihrer Stimme.
Bald schon nimmt er sie mit zu einem seiner Konzerte- und kündigt sie, mitten in einem seiner Songs, den er mal wieder abbricht, als gute Freundin und Sängerin an,
welche eine Chance auf den Durchbruch verdient hätte.
Zuerst widerwillig erscheint sie auf der Bühne, singt- und erntet am Ende mehr Applaus, als Howard.
Aus den beiden wird ein Paar, sie heiraten- und Esther nimmt ihre erste eigene Platte auf.
Parallel zu ihrem Aufstieg verschwindet aber Howard's Karriere in der Versenkung- seine Band verlässt ihn, er betrügt seine Frau und betrinkt sich maßlos...

Die Story klingt und ist kitschig, wurde schon mehrmals verfilmt und bietet eigentlich nicht wirklich etwas aufregendes.
Trotzdem muss ich sagen, dass der Film zu meinen absoluten Lieblingen gehört, ja mir sogar der Soundtrack ausgesprochen gut gefällt.
Kristofferson, der sonst meist Country-Balladen singt, rockt hier ganz ordentlich,
und auch die Streisand hat unter anderem mit ihrem Oscar-prämierten Song „Evergreen“ was für's Ohr zu bieten.
Wer nicht auch mal gerne ne Liebesgeschichte, bzw ein Drama im bereich der Rock/Popmusik ansieht, sollte aber die Finger von diesem Film lassen...  

10/10

AFTERSHOCK



Gringo (Eli Roth) und zwei seiner Freunde machen einen Aufreiss-Urlaub in Chile.
Gerade als sie in einer Disco ein paar interessante Frauen treffen, und sich langsam näherkommen, kommt es zu einem Erdbeben, welches die gesamte Stadt verwüstet.
Die Gruppe versucht gemeinsam, sich zu einem Krankenhaus auf einem großen Hügel durchzuschlagen- dabei müssen sie schmerzhaft erfahren,
dass nicht nur die Naturgewalten selbst gefährlich sind, sondern durch das Erdbeben auch einige gefährliche irre aus dem nahe gelegenen Gefängnis befreit wurden,
welche nun Jagd auf Menschen, und ganz besonders auf Frauen machen...

Was hier an Möglichkeiten verschenkt wurde, ist schon fast traurig.
Grundgeschichte und Setting hätten einen tollen Film ergeben können- aber leider erinnert alles von der Machart her extrem an Hostel (Regie: Eli Roth...)
Anders gesagt: Die erste hälfte des Films pure Langeweile, die zweite hälfte Gewaltdarstellung im Überfluss.
Wenn die vielen Logiklöcher nicht wären, könnte man vielleicht noch über oben genanntes hinwegsehen-
rein vom optischen her ist der Film nämlich durchaus gelungen, auch die Darsteller nerven nicht.
Jedenfalls bezweifle ich, dass Regisseur Nicolas Lopez hier ohne Hilfe von seinem Hauptdarsteller Eli Roth am Werk war, zu sehr erinnert alles eben an Roth's eigenen Hostel.
Immerhin fand ich das Ende, trotz aller Unlogik kurz vor der Schluss-Szene, gelungen- zumindest hat man den Film konsequent und passend enden lassen.

4/10

AGAINST THE DARK



Irgendein Virus hat mal wieder den Großteil der Menschheit zu Mutanten gemacht.
In einem zerstörten Krankenhaus treffen zwei Gruppen überlebender aufeinander:
Die Jäger, angeführt von Steven Seagal, welche sich auf das abschlachten der Mutanten spezialisiert haben-
und ein paar einfache überlebende, die Medikamente gesucht haben.
Draussen ist das Militär, und will das ganze Gebiet mit Kampfbombern reinigen, obwohl bekannt ist, dass noch Menschen überlebt haben, und die Jäger unterwegs sind...

Man könnte auch sagen: 28 days later & Die Horde zusammengewürfelt, mit einem geschätzten Budget im maximal fünfstelligen bereich.
Quasi der komplette Film spielt in dem Krankenhaus, welches aussieht als wäre es seit Jahren verlassen- obwohl der Virus angeblich erst vor kurzem ausbrach.
(Schimmlige Wände, rostige Rohre, allgemein komplett versiffte Einrichtung...)
Steven Seagal fuchtelt ein wenig mit der Katana umher und ballert manchmal mit ner Schrotflinte, da er zum kämpfen zu fett und unbeweglich ist,
da hilft auch der kaschierende lange Ledermantel nichts.
Ein paar nette blutige Szenen und beinahe durchgehende Action sind die Pluspunkte des Films, wenn man denn unbedingt welche finden will.
Die Logiklöcher und oft unglaublich dämlichen Handlungen und Dialoge der Figuren sind so penetrant im Vordergrund, dass es fast schon wieder Spaß macht, den Film anzusehen.
Das Krankenhaus scheint die Größe einer Kleinstadt zu haben, denn den ganzen Film hindurch latscht man durch versiffte Gänge, ohne den Ausgang zu finden.
Warum arbeitet das Militär mit den Jägern zusammen, wenn man ja eh nur vor hat, das gesamte Gebiet zu zerbomben und damit alle zu töten?
Warum schickt man einen Zivilisten mit einem Messer bewaffnet zur Erkundung in den Fahrstuhlschacht, während die schwer bewaffneten Jäger herumstehen und ihm zusehen?
Wie blöd muss man sein, um beim anblick einer Decke auf dem Fußboden sich diese zu schnappen, und sich mitten in einem Hauptgang ohne sich zu verstecken schlafen zu legen?
Warum sind Leichenteile und Blutspuren beinahe immer nur rechts und links am Rand der Gänge verteilt, während die Mitte sauber ist?
Wie ist es zu erklären, dass man sich nach dem einstieg ins Krankenhaus immer weiter nach unten durchschlägt, um wieder zum Ausgang zu finden?
Ich hab keine lust mehr noch weiter abzulästern...

2/10

AGE OF THE DRAGONS



Ishmael und Queequeg sind Jäger, die schon fast alles im Tierreich erlegt haben, und daher auf der Suche nach Abenteuern und Herausforderungen sind.
Daher werden sie von dem Drachenjäger Stubb (Vinnie Jones) auf der Pequod, einem fahrbaren Schiff unter dem Kommando von Kapitän Ahab (Danny Glover) angeheuert.
Diesem allerdings geht es nur um einen bestimmten, besonders gefährlichen großen weißen Drachen, welcher vor vielen Jahren seine Schwester getötet hat...

Die meisten werden es schon bei der Inhaltsbeschreibung gemerkt haben:
Hier handelt es sich um eine neue Interpretation des Klassikers "Moby Dick", umgesiedelt in eine Fantasy-Welt.
Der Action-Anteil ist leider generell etwas zu kurz geraten, manchmal zieht sich der Film ein wenig in die Länge- ist aber noch im vertretbaren Bereich.
Natürlich war auch das Vorbild nicht gerade reich an Action, konnte aber mit sehr interessant herausgearbeiteten Charakteren glänzen- was hier eher vernachlässigt wurde.
(CGI) Tricktechnisch ist erstaunlicherweise alles im grünen Bereich- die Drachen sehen gut aus, und sind auch sehr gut animiert-
einen so guten Standard bei den Tricks hätte ich nicht erwartet.
Bei den Darstellern gibt es ebenfalls keine Ausfälle, Vinnie Jones ist zwar verschenkt, da seine Figur nach 30 Minuten vom Drachen knusprig gegrillt wird,
und Danny Glover taucht überhaupt erst in der zweiten Filmhälfte auf, aber auch der eher unbekannte Rest fällt zumindest nicht negativ auf.
Nach Logik, oder Erklärungen für manche Punkte (Wie bewegt sich die Pequod, was ist der Antrieb? Wofür braucht man an Land einen Anker?)
sollte man allerdings nicht suchen, dann wird man hier durchaus annehmbar unterhalten.

6/10

AIRWOLF



Airwolf, ein mit neuesten Technologien und Waffen ausgestatteter Kampfhubschrauber,
wird bei einer Vorführung von seinem Erbauer Charles Moffet gestohlen, und nach Lybien gebracht.
Der einzige, der ausser Moffet schon Erfahrung mit Airwolf hat, ist der ehemalige Testpilot Stringfellow Hawke.
Dieser wird darauf angesetzt, Airwolf zurückzuholen...

Es gibt zwar schon länger die komplette Serie auf DVD, aber die Kinofassung des Pilotfilms ist nicht in den Serienboxen dabei.
Im Gegensatz zur Pilot-Fassung fehlen hier zwar knappe 15 Minuten, dafür hat diese Version eine bessere Synchro
(es werden die Originalnamen verwendet, für die TV-Fassung wurden diese teils geändert), sparsamer eingesetzte Musik
(Der Score von Sylvester Levay ist gleich, wird aber in der TV-Fassung teils mit unpassenden Übergängen eingeleitet),
und das meines Erachtens passendere Ende.
Wer will, kann auch die TV-Synchro einschalten, beide deutschen Tonspuren sind (neben der englischen) enthalten,
die zur TV-Fassung fehlenden Szenen sind als Bonusmaterial anwählbar, aber nicht in den Film integrierbar.
Original Bildformat 4:3 in guter Qualität, der Stereo-Ton ist ebenfalls einwandfrei!
Ich persönlich fand die Serie schon damals einfach nur schlecht, und daher uninteressant-
weshalb ich bis zum Release dieser DVD meine alte Original-VHS mit der Kinofassung der DVD-Serienbox mit Pilotfilm vorgezogen habe.
Die zusätzlichen knapp 15 Minuten der TV-Version finde ich auch ziemlich unnötig, die Kinofassung ist verständlich, man merkt zu keiner Zeit, dass etwas fehlt.
Das früher einsetzende Ende ist auch passender, den mehrere Minuten langen Dialog in der TV-Version am Ende empfand ich eher als störend,
war aber auch wohl als Übergang zur folgenden Serie gedacht.
Für eine 10/10 hätte man auch noch die TV-Fassung mit dazupacken müssen- das wäre dann das volle Paket Airwolf!

9/10

AKTION MUTANTE



Ein paar Jahre in der Zukunft:
Eine Gruppe geistig oder körperlich Behinderter militanter Freaks hat sich zur Terror-Organisation Aktion Mutante zusammengeschlossen.
Hinter dem Anführer, und einzig geistig einigermaßen klaren Mitglied der Truppe, Ramon, stehen noch die siamesischen Zwillinge Alex und Juan,
Cesar, der sich 5 kilo Sprengstoff in die Brust einsetzen lassen hat, der 50-fach vorbestrafte Mechaniker Jose, Gonzales, mit dem niedrigsten IQ der Welt ausgestattet-
und der bucklige, homosexuelle, zwergwüchsige Montero, im weiteren noch Jude, Freimaurer und Kommunist.
Die Aktion Mutante hat sich zum Ziel gesetzt, alles was schön ist zu töten und zu zerstören.
Schlechte Zeiten für alle reichen und schönen, aber auch für Spermabanken, Fitness-Studios und Ärzte...
Als sie eine noble Hochzeitsparty stürmen, und die hübsche Braut entführen um an Geld zu kommen, entsteht schnell streit innerhalb der Gruppe,
welche sich daraufhin langsam gegeneinander ausspielt...

Alex de la Iglesia's erster Film lebt noch mehr von seinen kruden Ideen, als von seinem sich danach schnell entwickelndem Talent,
skurrile Themen und Charaktere in teils hintergründigen Komödien oder Thrillern einzusetzen.
Nicht alle Gags zünden, das ganze wirkt auch recht trashig- man kann aber definitiv seinen Spaß mit dem Film haben.

6/10

ALIEN VS PREDATOR



In der Antarktis wird ein Wärmefeld von einem Sateliten des Weyland Konzerns  lokalisiert.
Daraufhin wird eine Expedition zusammengestellt, die tief unter dem Eis eine riesige Pyramide entdeckt,
zu der offensichtlich erst in den letzten Stunden von unbekannten ein Zugang unter das Eis erschaffen wurde.
Trotz des bedenkens, woher dieser Zugang kommen mag, steigt die Expedition hinab- und entdeckt nach und nach das Geheimnis der Pyramide,
die sowohl ein Trainigslager für junge Predatoren, als auch eine Falle ist, die Menschen anlocken sollte- damit diese als Wirtskörper für Aliens dienen können,
gegen die widerum die Predatoren kämpfen müssen...

Anfangs noch enttäuschen die Effekte ein wenig (Hubschrauber und Eisbrecher hätten nicht unbedingt aus dem Rechner sein müssen),
aber sobald die Gruppe in der Pyramide ist, fühlt man sich wie in den anderen Alien, bzw Predator-Filmen:
Gute Tricks, schleimige Aliens, coole Predatoren, stylisch gefilmte Kämpfe und düstere Atmosphäre werden geboten.  
Hier wurde schon beim Dreh ganz klar auf eine Jugendfreigabe geschielt,
so dass man seine Erwartungen was Gewaltdarstellung betrifft etwas zurückschrauben muss, ansonsten gilt aber:
Ein interessantes Kapitel in der Geschichte der Aliens und Predatoren, welches auch einiges über Herkunft und Ziele der Rassen erklärt.

8/10

ALIENS VS PREDATOR 2



Aliens landen auf der Erde. Predator erfährt davon und landet auch auf der Erde.
Aliens vs Predator vs Menschen. Pengpengsplatterbummbumm.

Der erste Teil war zwar etwas zu harmlos für diese Thematik geraten,
hat aber immerhin eine interessante Story und einiges an Informationen über die beiden Rassen geboten.
Beim zweiten Teil ist das genaue Gegenteil der Fall: Keine richtige Story, nur gute Effekte sowie durchgehend Action und Gewalt.
Leider ist der komplette Film dermaßen dunkel, dass man teils kaum etwas erkennen kann.
Dazu kommt noch, dass es zwei verschiedene 18er-Fassungen gibt, die beide als uncut gelten:
Die Blu-ray enthält die Kinofassung, die DVD enthält die Extended Fassung.
Das Problem: Die beiden Fassungen unterscheiden sich nicht nur in der Laufzeit, sondern auch durch teils andere Szenen.
In der Kinofassung gibt es Szenen, welche trotz längerer Laufzeit der Extended dort nicht enthalten sind...

4/10

ALTITUDE



Fünf Freunde wollen ein weit entferntes Konzert besuchen- da trifft es sich doch gut, dass eines der Mädels, Sara, einen Pilotenschein hat.
Kurzerhand wird eine kleine Maschine gechartert, und los geht der Flug.
Die Stimmung an Bord ist zunächst ausgelassen, lediglich Sara's neuer Freund Bruce leidet an Flugangst- was relativ schnell zu Differenzen mit den anderen führt.
Als überraschend eine Unwetterfront auftaucht wird die Stimmung kritisch,
und als beim Versuch auszuweichen auf einmal wegen einer losen Schraube die Steuerung blockiert, liegen die Nerven blank.
Das Flugzeug steigt langsam höher, lässt sich weder lenken noch nach unten drücken.
Zu allem überfluss glaubt einer in der Gruppe auch noch, am Himmel eine riesige Kreatur mit Fangarmen gesehen zu haben...

Einsteigen, anschnallen, Gehirne abschalten- und los geht der Flug!
Mit der Logik nahm man es hier absolut nicht genau, die ist ehrlich gesagt teils absolut nicht vorhanden.
In 10.000 Meter höhe, in einem Unwetter aus dem steigenden Flugzeug zu klettern um das Höhenruder freizukriegen ist jedenfalls mehr als nur unrealistisch.
Extremer Wind, kälte, Druckabfall...
all das existiert hier nicht, man kann relativ problemlos die Tür des Flugzeuges öffnen, um einen am Seil gesicherten Mann zum Leitwerk gleiten zu lassen.
Wenn man von solchen Punkten aber absieht kriegt man hier ein spannendes Filmchen zu sehen, welches ohne großes Blutvergießen auskommt,
überzeugende, aber weitgehend unbekannte Darsteller bietet, und für eine Direct-to-DVD Veröffentlichung sehr ordentliche CGI-Tricks zeigt.
Erfahrene Filmgucker werden zwar vielleicht nicht allzu überrascht sein, aber das Ende ist definitiv gelungen!

7/10

AMERICAN PSYCHO



Patrick Bateman ist ein erfolgreicher, gut aussehender Wallstreet-Yuppie.
Seine äussere Erscheinung ist perfekt, wichtig für ihn ist nur eines:
Zu den obersten, schönsten, besten, und wichtigsten Menschen in seinem kleinen Yuppie-Universum zu gehören.
Hinter der glatten Fassade lauert jedoch ein ganz anderes ich, das zum psychopathischen Mörder wird, sobald etwas nicht bestens läuft.
Bateman lässt seine Wut zunächst an Tieren, später aber auch an seinen Kollegen, und an unbeteiligten aus...

Sehr gute Verfilmung des Romans von Bret Easton Ellis, mit geradezu beängstigender, eindrucksvoller schauspielerischer Leistung von Christian Bale!
Spannend, aber nicht halb so Brutal in der Darstellung wie das Buch- trotzdem (oder deshalb) genial umgesetzt.

10/10

AMERICAN PSYCHO 2



Rachel hat als Kind Patrick Bateman getötet, der sie und ihren Babysitter entführte und gefangen hielt.
Jetzt als Teenager wird sie selbst immer mehr zur psychopathischen Mörderin- alle, die ihr auf der Schule im Weg stehen, werden einfach getötet...

Ausser dass kurz angesprochen wird, dass die Hauptdarstellerin als Kind Bateman getötet haben soll, hat der Film nichts mit seinem Vorgänger zu tun.
Die Erklärung warum will nur leider absolut nicht zu Bateman's Charakter aus dem ersten Teil passen...
Schlechte Darsteller, lahme Handlung und einfach nix neues-
ein Quasi-Remake des ersten Teils, nur an einem College, mit einer Killerin- und sehr viel schlechter!

2/10

ANACONDA



Ein Amazonas-Expeditionstrupp, der einen Film über die Ureinwohner drehen will, sammelt auf dem Fluss einen Schlangenjäger auf, dessen Schiff zerstört ist.
Als ein Mitglied des Trupps von einem Insekt gestochen wird, und allergische Reaktionen zeigt, gibt der Schlangenjäger vor, eine Abkürzung zur nächsten Stadt zu kennen.
Allerdings ist sein Ziel etwas anderes- er will eine riesige Anaconda fangen, die laut einer Legende der Wächter einer Schlangen-Kultstätte ist.
Natürlich dauert es nicht lange, bis das Tierchen auftaucht- und die Gruppe recht schnell dezimiert...

Die Dschungelatmosphäre geht durchaus in Ordnung, die Schauspieler sind durchweg bekannt (Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Eric Stoltz, Owen Wilson, Kari Wuhrer),
und die CGI-Schlange kann man für das alter des Films als Durchschnittlich bezeichnen.
Hätte man das Geld für die namhaften Schauspieler gespart, und in bessere CGI-Effekte gesteckt, wäre ein wirklich guter Tierhorror-Streifen daraus geworden.
Immerhin hat der Film ein paar gute Momente, ist weder langweilig noch Kindertauglich, und gelegentlich kommt auch Spannung auf.
Man merkt zumindest, dass mit Luis Llosa ein nicht unerfahrener Regisseur am Werk war. (The Specialist, Sniper)
So bleibt immer noch ein überdurchschnittlicher Film übrig, der sogar mit einem der schönsten Filmfehler aller Zeiten glänzen kann...
Gegen Ende des Films sieht man eine wunderschöne Dschungelaufnahme mit Wasserfall im Hintergrund- welcher nach oben fließt!

7/10

ANACONDAS - DIE JAGD NACH DER BLUT-ORCHIDEE



Eine Gruppe Wissenschaftler hat herausgefunden, dass ein Extrakt der sogenannten Blut-Orchidee, welche allerdings nur im Regenwald von Borneo wächst,
eine stärkende und lebensverlängernde Wirkung auf den Menschen hat.
Natürlich wird also eine Expedition losgeschickt, um diese zu suchen- doch man findet nicht nur die Orchidee, sondern auch eine ganze menge Anacondas,
die durch eben diese Orchidee wesentlich schneller, größer und gefährlicher geworden sind...

Auch hier hat man mit Dwight H. Little auf einen erfahrenen Regisseur zurückgegriffen, der sich zwar hauptsächlich Fernsehserien widmete,
aber auch mit Filmen wie Rapid Fire, Halloween 4 und Zum töten freigegeben schon Erfahrungen hat.
Dummerweise war wohl die Vorgabe des Geldgebers, einen Jugendfreien Film abzuliefern- anders kann ich mir diesen blutleeren Film nicht erklären.
Nicht, dass nichts passiert... Wie erwartet stirbt ein Großteil der Expedition. Allerdings geschieht dies meist im off,
oder wird nur angedeutet, indem die Schlangen die Opfer packen und aus dem Bild ziehen.
Irgendwie wirkt der gesamte Film wie ein billigeres Remake vom ersten Teil, mit mehr Schlangen,
dafür aber unbekannten Schauspielern und etwas schlechteren, aber noch erträglichen CGI-Effekten.
Langweilig ist er nicht- wirklich gut aber auch nicht...

4/10

ANACONDA 3 - OFFSPRING



In einem Labor wird im Auftrag eines Milliardärs mal wieder an Orchideen-Extrakten herumgefummelt,
da diese nun auch ein Heilmittel gegen Krebs sein sollen, an dem der gute Mann leidet.
Natürlich wird an Schlangen experimentiert, die dadurch riesengroß werden, und schon bald ausbrechen.
Da kann nur der Schlangenjäger und Spurenleser David Hasselhoff helfen...

Als Regisseur hat man sich diesmal, wie auch beim vierten teil, Don E. Fauntleroy geholt-
der seine Sache macht, wie man es vom Regisseur einiger mieser Steven Seagal-Filme der letzten Jahre erwartet- also eher schlecht.
Das merkt man schon an den Actionlastigeren Szenen, wie einem (eigentlich voll besetzen) Auto-Überschlag, der deutlich sichtbar mit einem leeren Fahrzeug gedreht wurde.
Auch die CGI-Tricks sind diesmal absolut indiskutabel. Nicht nur, dass die Schlange unglaublich mies und unecht aussieht,
selbst Szenen in fahrenden Autos finden nicht nur vor einer Leinwand statt, sondern die Schauspieler wurden noch dazu teils Digital ins Auto kopiert.
Ergebnis: Schauspieler scharf, Auto komplett unscharf, Hintergrund verschwommen.
Auch sehr schön sind die Todesszenen- die meisten werden durch Kopf-abknuspern der Schlange (die laut Dialogen mal eine Anaconda, und mal eine Python ist) getötet-
wobei danach teilweise das Blut schön aus dem Stumpf spritzt... aber nur ca einen halben Meter, dann verschwindet es auf unerklärliche weise in der Luft.
Im Vorgänger gab es zwar ausnahmslos eher unbekannte Schauspieler, aber das war in Ordnung. 
Hier hatte jemand die geniale Idee, einen versoffen aussehenden, dreitagebärtigen David Hasselhoff in die Hauptrolle als Schlangenjäger und Fährtensucher zu setzen.
Ach ja: Wusstet ihr schon, dass Schlangen je nach Lust und Laune knurren wie Löwe (Bedrohung der Opfer) oder brüllen wie ein Elefant (beim Angriff)?
Ausserdem muss die Schlange irgendwann mal einen Ferrari verschluckt haben, das würde das extrem hohe Tempo des Tierchens erklären, mit dem es sich teils fortbewegt.
Dass man teilweise verschieden große Schlangen zu Gesicht kriegt (Nein, nicht weil es zwei sind...) ist genauso toll,
wie die wohl einzig echten Schlangen im Film, die immer nur stark herangezoomt zu sehen sind- auf Terrarien-Humusboden...

0/10

ANACONDAS - TRAIL OF BLOOD



Der Milliardär aus dem Vorgänger lebt immer noch, hat immer noch Krebs- lässt immer noch an Anacondas forschen,
die sich mittlerweile sogar regenerieren können, irgendwann ausbrechen, und weiter gehts...

Immerhin sind die CGI-Effekte etwas besser geraten als im indiskutablen Vorgänger-
selbst die Autos, in denen man fährt sind diesmal echt- wenn auch der Hintergrund immer noch einkopiert wird.
Ausserdem ist Hasselhoff nicht dabei, was dem Film noch einen Bonuspunkt verschafft:

2/10

ANATOMIE EINER ENTFÜHRUNG



Wohlhabend ist Wayne Hayes (Robert Redford) bereits- so könnte er sein leben mit seiner Frau Eileen eigentlich genießen, wäre er nicht der Typ Mensch,
der immer nach seinem Vorteil oder nach etwas noch besserem als er schon hat, suchen müsste.
Eines Tages wird Wayne während einer Autofahrt von dem arbeitslosen Arnold Mack (Willem Dafoe) entführt, welcher Wayne noch von früher kennt,
auch wenn dieser sich nicht daran erinnern kann.
Während Eileen mit dem FBI, das ihr Haus bevölkert, auf eine möglich Lösegeldforderung des Entführers wartet,
führt Mack sein Opfer zu Fuß immer tiefer in einen abgelegenen Wald, um ihn zu einer alten Hütte zu bringen.
Dabei kommen sich die beiden Männer im Gespräch immer näher, dunkle Geheimnisse werden enthüllt, während Wayne gleichzeitig sich selbst und sein Leben,
aber auch das seines Entführers überdenkt...

Weniger Thriller, sicher kein Actionfilm- eher ein handfestes Drama mit erstklassiger Besetzung .

8/10

ANDROMEDA - TÖDLICHER STAUB AUS DEM ALL



In New Mexico, nahe einem kleinen Dorf, stürzt eine Raumkapsel ab, welche einen bisher unbekannten tödlichen Virus mitgebracht hat.
Alle Dorfbewohner bis auf ein Baby und einem alten Mann sind tot, erste Analysen ergeben dass sich das Virus durch die Luft überträgt...

Dieser bereits 1971 gedrehte spannende, glaubwürdig besetzte und realistisch gehaltene Film nimmt vorweg,
was Jahre später in Blockbustern wie Outbreak nochmal ähnlich erzählt wurde.
Ein kleiner Klassiker der zwar aufwendig, aber doch eher ruhig inszeniert wurde- und auch heute noch  überzeugt.

8/10

APOCALYPSE OF THE LIVING DEAD



Ein Bahnhof, irgendwo in Serbien: Ein Zug mit Giftmüll ist gerade angekommen, als ein paar Soldaten auftauchen und die Wachmänner des Zuges,
die in Schutzanzüge gekleidet sind dumm anzureden.
Es entwickelt sich ein handgemenge, ein erster Schuss fällt und tötet einen der Wachmänner- ein zweiter Schuss trifft einen Gastank auf dem Zug.
Grüner Nebel tritt aus, alle Menschen ohne Gasmasken und Schutzanzüge kotzen Blut und werden in kürzester zeit zu Zombies.
Gleichzeitig, ganz in der Nähe: Einige Polizisten eskortieren einen Schwerverbrecher in ein Gefängnis, der weg dorthin führt natürlich genau durch die verseuchte Zone,
in der jetzt fast nur noch Zombies herumlaufen...

Nein, das ist kein Film aus George A.Romero's „...of the dead“ Serie- obwohl Ken Foree (Dawn of the dead) die Hauptrolle spielt, was mich zum kauf bewegt hat.
Diese spanisch/italienisch/serbische Produktion wird quasi alleine von Ken Foree getragen- der auch heute noch einen guten Zombiekiller abgibt.
Der Rest der Schauspieler ist unbekannt, und beim betrachten des Filmes wird man sich sicher, dass das auch so bleiben wird.
Leider wirkt der komplette Film von Anfang an trashig, aber auf eine billige Art, die eher nervt als amüsiert.
Immerhin gibt' s ein paar nette Splatterszenen zu bestaunen, die zwar billig wirken, aber wenigstens nicht aus dem Rechner, sondern handgemacht sind.

4/10

ASSAULT - ANSCHLAG BEI NACHT (DAS ENDE) (1976)



Das Polizeirevier 13 in der übelsten Gegend von Los Angeles wird aufgelöst und soll geschlossen werden.
Als in der Gegend die Polizei eine komplette Jugendgang auslöscht, eskaliert die Situation:
Sämtliche kriminellen Jugendlichen des Viertels rotten sich zusammen, um sich an der Polizei zu rächen.
Das Ziel: Revier 13.
Kurz nachdem ein Gefangenentransport wegen eines erkrankten Häftlings dort Zwischenstop macht, beginnen die Angriffe...

John Carpenter's erster als solcher geplanter Kinofilm gehört bis heute zu seinen besten.
(Der zuvor gedrehte "Dark Star" war ursprünglich ein Studentenprojekt von Carpenter und Dan O'Bannon für eine Filmschule)
Die Grundgeschichte an sich bietet nichts neues, und wurde so ähnlich z.B. auch schon in älteren Western erzählt.
Allerdings wurde das ganze selten so spannend und düster umgesetzt, wie es John Carpenter mit nur wenig Budget geschafft hat.
Auch der von Carpenter selbst komponierte Soundtrack wurde zum Klassiker-
es gab sogar Disco-Remixe und (mindestens) einen davon deutlich inspirierten Videogame-Soundtrack (Xenon II - Megablast).
In Deutschland wurde der Film sowohl mit seinem Originaltitel, als auch unter dem Titel "Das Ende" vermarktet.

9/10

DAS ENDE - ASSAULT ON PRECINCT 13 (2005)



Das Polizeirevier 13 in einem abgelegenen Teil von Detroit steht kurz vor der Schließung,
nur ein paar Polizisten sind noch im Gebäude um aufzuräumen, und einzupacken, was noch gebraucht wird.
Während draussen schlechte Wetterverhältnisse herrschen, trifft ein unangekündigter Gefangenentransport ein, um besseres Wetter abzuwarten.
Das Problem ist nur: Hinter dem Gefangenen sind einige kriminelle Gestalten her, die immer extremere Angriffe auf das Polizeirevier starten...

Das Remake des John Carpenter-Klassikers...
Hier wurde die Grundidee des Originals übernommen, die Geschichte aber sinnvoll erweitert und leicht abgeändert.
Es wird jede Menge Spannung und Action geboten, Explosionen, optisch und akustisch hervorragende Schießereien, gut ausgesuchte Schauspieler-
und es gibt erstaunlich hohe, aber nie übertriebene Gewaltdarstellung.
Es geht doch: Selbst einen John Carpenter-Klassiker kann man noch sinnvoll variieren.
Nicht besser als das Original, aber etwas anders- und durchaus sehenswert!

8/10


Zuletzt von Retro am Sa Okt 21, 2017 12:46 am bearbeitet; insgesamt 32-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:19 am

B

DER BABADOOK



Die Krankenschwester Amelia führt ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hyperaktiven Sohn Samuel.
Der Vater starb am Tag von Samuels Geburt, bei einem Unfall auf der fahrt zum Krankenhaus.
Amelia ist überarbeitet, und mit Samuel auch überfordert- vor allem da er auch zu Träumen neigt, in denen ein Monster vorkommt.
Eines Tages findet Samuel im Bücherschrank ein vermeintliches Kinderbuch mit dem Titel "Mister Babadook", und bittet seine Mutter, ihm daraus vorzulesen.
In der Figur des Babadook glaubt Samuel allerdings, das Monster aus seinen Träumen zu erkennen, welches er, um sich und seine Mutter zu schützen, töten will.
Schon bald geraten Mutter und Sohn in einen unaufhaltsamen Sog in Richtung Wahnsinn-
denn wenn der Babadook erstmal da ist, lässt er sich laut dem Buch nicht mehr vertreiben...

Wer hier einen Horrorfilm erwartet, liegt zumindest teilweise falsch- ein großer Teil des Films ist eher eine tiefgehende Psychostudie über Traumatisierung.
Der "Horror" entsteigt hier dem in schwarz/weiss gehaltenen, verstörenden Kinderbuch,
welches auch optisch parallelen zum tristen und farblosen Leben von Mutter und Sohn erkennen lässt.
Essie Davis als Mutter Amelia spielt ihre Rolle herausragend, Noah Wiseman als Samuel kann zwar durchaus ordentlich auf die Nerven gehen-
doch genau das ist wohl auch seine Rolle die er so spielen soll, was er auch überzeugend hinkriegt.

Wer unter "Horror" mehr Psycho als Splatter versteht, und wem düstere Atmosphäre wichtiger ist als Hochglanz-Tricks aus dem Rechner, der sollte hier ein Auge riskieren.
Doch Vorsicht: Wenn der Babadook erstmal da ist...

10/10

BIG FISH



Edward Bloom hat ein Leben voller Abenteuer und phantastischer Erlebnisse gelebt, zumindest wenn man glauben darf was er erzählt...
Er hat sich mit einem Riesen angefreundet, lernte siamesische Zwillinge kennen, war ein gefeierter Kriegsheld,
hat im Zirkus große Erfolge gefeiert und war natürlich auch ein Frauenschwarm.
Als Edward im sterben liegt, besucht ihn sein Sohn, der von den Erzählungen seines Vaters nie viel gehalten hat-
und wegen seiner dauernden Märchengeschichten den Kontakt zu ihm an seinem Hochzeitstag abgebrochen hatte.
Doch jetzt will er endlich wissen wer sein Vater wirklich ist, und was die Wahrheit über sein eigenes Leben ist...

Ein eigentlich kitschiges Märchen im typischen Tim Burton Stil, aber mit soviel Liebe zum Detail erzählt, dass man nicht davon loskommt.
Bis in die Nebenrollen ist der Film ausserdem durchweg gut und passend besetzt.
Lustig, nett, tragisch, rührend- einfach ein sehr schöner Film, der sicher nicht jedem gefallen wird, aber für Fans von Tim Burton ein muss darstellt.

10/10

BLACK DEATH



Das 14. Jahrhundert: Die Pest beherrscht das Land, tausende Menschen sterben.
Auch die Kirche macht sich sorgen, zum einen da man bisher immer versuchte die Pest als eine Strafe Gottes zu erklären, aber natürlich auch viele gläubige sterben,
zum anderen weil das Gerücht herumgeht, dass ein Dorf existiert, dessen Bewohner dem Glauben abgesagt haben, und welches frei von der Pest ist- und auch immer war.
Klar, dass solche Geschichten nicht gerade gut für die Kirche sind.
Der junge Mönch Osmond wird mit einigen Söldnern losgeschickt, um herauszufinden ob an dem Gerücht etwas dran ist- und gegebenenfalls etwas dagegen zu unternehmen...

Severance-Regisseur Christopher Smith hat sich hier an eine mittelalterliche Thematik gewagt, welche natürlich wie geschaffen für blutige Szenen sein könnte...
Aber was schon recht früh auffällt: Der Film ist zwar wirklich alles andere als unblutig, trotzdem wird erstaunlich oft auf brutale Darstellung im Kampf verzichtet,
die meisten Brutalitäten nur angedeutet oder ausserhalb des Bildes durchgeführt.
Im Gegensatz zum lustig/blutigen Severance steht hier die düstere Geschichte im Vordergrund, und wird spannend und interessant erzählt.

8/10

BLAIR WITCH PROJECT



Seinerzeit wurde der Film angepriesen als reale Filmszenen der angeblich wirklich verschwundenen jungen Leute,
die in einem Wald auf der Suche nach Spuren der Hexe von Blair waren.
Lediglich die Kamera mit eben diesem unbearbeiteten Filmmaterial wurden angeblich gefunden.

Ich hatte den Film schon lange vor dem deutschen Release als NTSC-VHS Tape, da lief er hier gerade erst im Kino.
Der komplette Film ist der oben erwähnten Werbung nach entsprechend mit wackliger Handkamera gefilmt.
Die Tatsache der Zuschauerverarschung, die man spätestens im DVD-Zeitalter dank Dolby Digital 5.1 sofort durchschaut,
das nervige verhalten aller Akteure, und vor allem das dauernde Kreischen und Heulen der Frau im Team sind hier aber leider der einzige Horror.
Als dann das erste mal (die letzte Minute) ein wenig Spannung aufgebaut wird, ist der Film auch schon aus.
Einer der langweiligsten und zugleich nervigsten Filme, die ich jemals gesehen habe.
Das änderte sich jetzt auch bei erneuter Sichtung auf Blu-ray nicht...

0/10

BLAIR WITCH 2



Eine Gruppe Touristen lässt sich zu den Orten führen an denen der erste Film gedreht wurde, und verbringt dort die Nacht.
Am nächsten Tag ist die Lagerstelle verwüstet und keiner kann sich an die letzten Stunden erinnern...
Als sie in der Wohnung ihres Gruppenführers anhand der am Tag zuvor gemachten Filme und Fotos herausfinden wollen was passiert ist, geschieht seltsames-
die Zeit läuft rückwärts, Symbole erscheinen auf der Haut, Dinge verschwinden...

Hier hat man sich bemüht eine Handlung in den Film zu bringen, welche sich um das angeblich gefundene Videoband (Teil 1) dreht.
Leider sind die Schauspieler größtenteils untalentiert, und ausserdem extrem klischeehaft dargestellt-
aber immerhin kann man in der zweiten Hälfte des Films durchaus ein wenig unheimliche Atmosphäre aufbauen.
Sicher kein Highlight, aber deutlich besser als der Vorgänger.

3/10

BLAIR WITCH



20 Jahre nach dem geschehen im ersten Teil glaubt der Bruder (dürfte selbst nicht viel älter als 20 sein) des im ersten Film verschwundenen Mädels (ebenfalls so um die 20, auch jetzt noch...)
seine Schwester auf einem aktuellen Foto entdeckt zu haben, welches im Wald von Burkittsville aufgenommen wurde.
Also schnell noch drei Freunde, sowie modernste Technik und Handkameras eingepackt, und ab auf die Suche nach der Schwester.
Vor Ort schließt sich der Truppe noch ein einheimisches Pärchen an, welches einiges über die Hexenlegende zu erzählen hat.
Schon bald geschieht seltsames, merkwürdige Figuren aus Ästen tauchen überall im Wald auf, was sich aber als Scherz des Pärchens entpuppt- welches daraufhin weggeschickt wird.
Kurz darauf versagt allerdings das GPS, die Zeit scheint sich teilweise zu verschieben- und die Gruppe entdeckt das alte Haus im Wald, wo die Hexe umgehen soll...

"Blair Witch 2" wird zwar komplett übergangen, macht aber nichts- die Handlung des zweiten Teils könnte durchaus zwischen den beiden anderen passiert sein.
Allerdings ist die ganze Geschichte von vorneherein ein einziger Logikfehler, bietet von der Story her nichts neues- und wird wieder mit der wackeligen Handkamera erzählt.
Es geht schon los mit dem "Altersproblem", was bei den gezeigten Figuren niemals hinkommt.
Auf eine mögliche Zeitverschiebung wird zwar hingewiesen, aber 20 Jahre?
Und Brüderchen wundert sich nicht, dass Schwesterchen immer noch exakt so aussieht, wie er sie eigentlich selbst aufgrund seines Alters nie gesehen haben dürfte?
Genau genommen könnte man auch sagen, wenn man die Erklärung mit der Schwester weglässt, ist der Film quasi ein Remake des ersten Teils.
Aber:
Die Darsteller nicht so nervig wie in den Vorgängern, im Wald kommt durchaus ein wenig unheimliche Atmosphäre auf-
und mit dem entdecken des Hauses, worin die zweite Hälfte des Films spielt, wird die Spannungsschraube deutlich angezogen. Ein paar schöne Schocks für ängstliche Naturen inklusive.
Somit macht der dritte Film einiges richtig, was die Vorgänger komplett vergurkt haben.
Über die komplett unlogischen Altersangaben am Anfang habe ich mich zwar geärgert, das muss man wirklich abhaken und das Hirn auf Standby stellen-
aber den größten Teil des Films habe ich mich durchaus sehr gut unterhalten gefühlt.
Ein zwar unlogischer, aber atmosphärischer, fast schon klassischer Grusler mit wenig Blut aber Spannung und Schocks.

7/10

BLOODY BEACH



Ein paar Leute, die sich bisher nur aus dem Internet kennen, beschließen sich im Sommer an einem Strand für einen Kurzurlaub zu treffen.
Natürlich haben alle auch im Urlaub ihre Laptops dabei,
und schon in der ersten Nacht erhält eine der anwesenden eine Email von einer weiteren Internetbekanntschaft, Sandman genannt.
Kurz darauf verschwindet sie, der Rest der Gruppe geht auf die Suche, findet aber nur Blutspuren.
Zurück am Treffpunkt erkennen die anderen: Sie alle haben eine Mail von Sandman bekommen...

Absolut durchschnittlicher Slasher, diesmal allerdings nicht aus dem englischsprachigen Raum, sondern aus Korea.
Brutal, vorhersehbar, überraschungslos, durchschnittliche Schauspieler.
Lediglich das Ende fand ich gar nicht mal schlecht.

5/10

BLUEBERRY UND DER FLUCH DER DÄMONEN



Nachdem der junge, rebellische Mike Blueberry (Vincent Cassel) von seiner überforderten Familie zu seinem gewalttätigen Onkel abgeschoben wurde,
findet er die große Liebe bei einer schönen Prostituierten.
Doch gerade als beide verschwinden und eine gemeinsame Zukunft beginnen wollen, kommt es zu einer Konfrontation mit dem skrupellosen Wally Blount (Michael Madsen).
Am Ende ist die junge Dame tot, und Blueberry schwer verletzt.
Indianer finden seinen leblosen Körper in der Wüste und nehmen ihn im folgenden in ihrer Mitte, nach ihren Regeln und in ihrer Sprache auf.
Jahre später: Blueberry ist inzwischen Sheriff und bemüht sich um Frieden zwischen den Indianern und den Bewohnern seiner Stadt,
denn letztere vermuten in den heiligen Bergen des Stammes große Goldvorkommnisse.
Blueberry hat sich in die Tochter (JulietteLewis) eines Großgrundbesitzers verliebt, da kehrt Blount zurück–
er hat sich der spiritualität angenommen und ist hinter dem Indianerschatz her, der jedoch nicht aus Gold ist, wie seine Helfer es vermuten.
Am Ende stellt sich Blueberry seinem Erzfeind in den heiligen Bergen- jedoch nicht in dieser, sondern der indianischen Geisterwelt, wo ihre inneren Dämonen kollidieren...

Blueberry ist ein stimmungsvoller, erstklassig besetzter Western der etwas anderen art,
angereichert mit schönen Landschaftaufnahmen und einblicken in die indianische Mythologie.
Die Handlung ist allerdings nicht sehr massentauglich- was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Wer einen starken Bezug zu den Comics erwartet könnte aber enttäuscht werden...

8/10

BRICK MANSIONS



Detroit: Der Stadtteil "Brick Mansions" ist vom Rest der Stadt durch eine hohe Mauer abgetrennt, und wird von Gangs beherrscht.
Drogenbaron Tremaine steht hier unangefochten an oberster Stelle.
Als es seinen Männern gelingt, eine Massenvernichtungswaffe zu entwenden und nach Brick Mansions zu bringen,
will Tremaine seine Macht ausweiten- und erpresst ganz Detroit.
Undercover-Cop Damien Collier (Paul Walker) wird zusammen mit dem Ex-Häftling Lino nach Brick Mansions geschickt...

Remake von "Ghetto Gangz - Die Hölle vor Paris".
Hier haben sich ausnahmsweise mal nicht die Amerikaner an ein Remake des französischen Erfolgsfilmes gemacht.
Es handelt sich um eine Französisch-Kanadische Produktion mit hohem Budget und Paul Walker in seinem letzten abgeschlossenen Film.
Optisch absolut gelungen, mit schönen Kamerafahrten und flotten Schnitten ausgestattet-
und mit überzeugenderen Gangs ohne gepimpte Plastik-Protzkarren wie im Original, kommt das Remake schön dreckig daher.
Dazu kommen auch hier wieder sehr gute Parcour-Szenen, alleine die Jagd über die Dächer am Anfang macht den Film schon sehenswert.
Inhaltlich zwar beinahe komplett identisch, gefällt mir das Remake aber eine Spur besser als das (auch recht gute) Original.

8/10

BROKEN – KEINER KANN DICH RETTEN



Eine Alleinerziehende Mutter wird Nachts entführt, und wacht am nächsten morgen in einer Holzkiste im Wald auf.
Als sie aus der Kiste kommt, wird sie niedergeschlagen und findet sich in einem kleinen Waldcamp an einen Baum gekettet wieder,
wo ihr ein Mann erklärt, dass sie nun seine Frau sei- und sich um essen und abwasch zu kümmern habe.
Was mit ihrer Tochter ist, verrät ihr der Mann aber trotz vieler fragen und sogar einiger gespielter Annäherungsversuche nicht.
Ein Fluchtversuch scheitert, und wird mit Folter bestraft.
Kurz darauf kommt der Mann mit einer zweiten Frau an, die auf der anderen Seite des Camps angekettet wird...

Teils atmosphärisch, teils recht sadistisch- andererseits aber auch stellenweise etwas langweilig,
wird hier eine Geschichte mit nur wenigen Überraschungen erzählt, die zwar schauspielerisch  in Ordnung geht...
...aber mit derart schlechten und unmotivierten Synchronsprechern gestraft wurde, dass es echt keinen Spaß mehr macht.

5/10

BROKEN 2 – THE CELLAR DOOR



Ein Mann hält in seinem Keller eine Frau gefangen. Ihr gelingt kurzzeitig die Fucht- doch der Mann erwischt sie, und tötet sie.
Ersatz für die Frau muss her- denn der Mann will nicht alleine leben.
Er beobachtet zwei junge Frauen die zusammen leben- bricht nachts dort ein, betäubt sie- und entführt eine der beiden in seinen Keller.
Die Frau wird wie ein Tier im Käfig gehalten, damit sie nicht flüchten kann wie ihre Vorgängerin- ansonsten geschieht ihr aber nichts schlimmes,
der Mann will nur auf diese Art mit ihr zusammenleben und reden.
Ein psychologischer Krieg beginnt zwischen den beiden, während die Freundin der Frau nach ihr sucht...

Wieder mal ein Fall, bei dem in Deutschland die Kunden verarscht werden.
The cellar door, was uns hier als Untertitel verkauft wird, ist der Originaltitel.
Anders gesagt: Mit Broken - Keiner kann dich retten hat der Film nichts zu tun, lediglich die Grundstory ist ähnlich.
Im Grunde kann man hier das gleiche kritisieren wie bei oben genanntem Quasi-Vorgänger:
Teils schön atmosphärisch, teils recht sadistisch- stellenweise etwas langweilig, Schauspielerisch in Ordnung.
Lediglich die Synchro ist hier um einiges besser gelungen, was den Film an sich aber natürlich nicht aus seiner Mittelmäßigkeit heraushebt.

5/10

THE BUTCHER



In einem verdreckten Lagerraum werden einige Leute für Snuff-Videos gefoltert, vergewaltigt und getötet.

Das ist alles. Keine Vorgeschichte, am Ende kann einer abhauen, Abspann- Das war's.
Ich dachte bisher, der erste „Hostel“ wäre das inhaltsloseste Gemetzel überhaupt- falsch gedacht.
Das einzige erwähnenswerte ist, dass beinahe der komplette Film aus Sicht der Opfer mittels an deren Köpfen befestigter Kameras abläuft.
Dummerweise hat das natürlich zur folge, dass man dauernd vom extremen Kamerawackeln und Bildaussetzern genervt wird.
Welch ein Glück, dass der Film nur knappe 75 Minuten läuft...
Schauspielerische Leistungen? Gibt's nicht- wie denn auch?
Die Opfer sind gefesselt und schreien durchgehend, die Täter sind maskiert und reden über's vergewaltigen und foltern. Viel mehr gibt's hier ja nicht.
Für die an sich interessante, aber hier übertrieben eingesetzte Idee der Kopfkameras gebe ich einen Punkt...
Die US-DVD hat koreanischen Originalton und englische Untertitel.

1/10

BYZANTIUM



Clara (Gemma Arterton) und Eleanor (Saoirse Ronan) sind nicht nur Mutter und Tochter, sondern auch Vampire- geben sich allerdings als Schwestern aus.
Seit über 200 Jahren sind die beiden nun schon auf der flucht, und können nirgends längere Zeit bleiben.
Sowohl, weil Vampire nun mal leergesaugte Opfer hinterlassen- als auch, weil sie von einem Vampir-Orden gejagt werden.
Weiblichen Vampiren ist es in der Vampir-Gesellschaft nämlich nicht gestattet, andere Vampire zu erschaffen.
Doch genau das hat Clara getan- und inzwischen steht auch Eleanor kurz vor diesem schritt...

Hier hat Neil Jordan mal wieder ein kleines Meisterwerk abgeliefert.
Wer einen klassischen Horror, bzw Vampirfilm erwartet, hat sich getäuscht. Trotz der Vampir-Thematik ist der Film eher Drama und Thriller als Horror.
Byzantium lebt von seinen beiden überzeugenden Hauptdarstellerinnen, und von seiner herausragenden Optik- 
mystische Orte wie die Höhle und der Wasserfall aus Blut passen ebenso ins Gesamtbild, wie die dreckigen Absteigen und die generell triste Wohngegend.
Und das schönste: Kein einziger Klischee-Vampir in sicht. Keine Fangzähne, Tageslicht-tauglich, menschliche Kraft. Trotzdem überzeugend.
Der einzige leichte Kritikpunkt: Mit zwei Stunden ist der Film vielleicht doch ein wenig zu lang. Aber wirklich nur ein wenig.

9/10


Zuletzt von Retro am Mi Okt 18, 2017 12:36 pm bearbeitet; insgesamt 30-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:19 am

C

CABIN FEVER



Einige junge Leute feiern ihren Studienabschluß in einer abgelegenen Waldhütte.
Ein Fremder, der die Studenten um Hilfe bittet, ist mit einem Virus infiziert, welcher schon bald furchtbare folgen zeigt:
Das Virus zerfrisst menschliches Fleisch.
Bei berührung der Opfer infizieren sich auch die anderen Mitglieder der Gruppe,
die sich alsbald in einem Kampf gegen den Tod und gegen sich selbst verstricken...

Eli Roth's Regiedebüt hat keine großartige Story, und alles spielt nur in und um eine Waldhütte-
der Film ist aber einigermaßen spannend, ziemlich blutig und auch annehmbar gespielt.
Lediglich die witzig gemeinten Szenen sind eher blöd als lustig.
Aber wenigstens handelt es sich hier mal ausnahmsweise nicht um einen irren Killer der im Wald Teenager meuchelt.
Für Fans von Backwood Horror-Movies empfehlenswert!

7/10

CABIN FEVER 2 - SPRING FEVER



Die Killerviren aus dem ersten Film haben sich inzwischen im Quellwasser der Umgebung verteilt-
und sind somit auch im Mineralwasser des örtlichen Herstellers, welches gerade zur Highschool geliefert wird.
Dort wird Abends der Abschlussball gefeiert- mit einer Bowle incl. Mineralwasser,
und der Pisse eines genervten, auch schon nicht mehr ganz gesunden Schulhausmeisters.
Alkohol macht Birne hohl, also wird die Bowle trotz des üblen Geschmacks auch schnell geleert.
Schon bald gleicht die Party einem Massaker von Killerviren-verseuchten Teenagern-
während draussen das Schulgelände komplett abgeriegelt wird, damit niemand hinauskommt...

Gab es im ersten Teil zwar einige blöde Sprüche, war der Film trotzdem eher ein "ernster" Horrorfilm mit derben Szenen.
Derbe Szenen gibt es hier ebenfalls zuhauf- aber diesmal im Gewand einer reinen, unlustigen Splatterkomödie.
Wer auf blutige Szenen aus ist wird hier glücklich, das Niveau sollte man aber am besten vor der Türe lassen.
Primitive Sexwitzchen, nervige Schauspieler und diverse ekelhafte Szenen stehen lediglich den guten Effekten gegenüber.

2/10

CABIN FEVER 3 - PATIENT ZERO



Porter ist ein sogenannter "Patient Null", der Träger eines üblen, normalerweise schnell tödlich endenden Virus.
Deshalb ist er auch auf einer abgelegenen Karibischen Insel in einer Forschungsstation gefangen,
wo der mysteriöse Dr. Edwards mit ihm Versuche anstellt, da das Virus Porter seltsamerweise nicht tötet.
Zur gleichen Zeit im Gewässer vor der Insel: Ein paar Freunde sind mit einer Yacht unterwegs, und wollen Spaß haben.
Als zwei Leute von der Yacht zum tauchen ins Wasser gehen, entdecken sie unheimliches: Fische treiben halb zersetzt im Wasser.
Kurz nachdem sie wieder aus dem Wasser kommen und alle auf der Insel an Land gehen,
zeigen sich bei den Tauchern beunruhigende Hautausschläge. Zum Glück ist ja ein Haus auf der Insel, wo man bestimmt Hilfe findet...

Splatter ohne Hirn, die dritte. Immerhin geht man hier wieder eher in Richtung des ersten Films,
und bietet ein paar nette Splatterszenen ohne kreischende Highschool-Teenies.
Größtenteils kommt "Patient Zero" ohne dümmlichen Humor aus, ein paar Ekelszenen wie im zweiten Teil sind aber drin.
Die Darsteller sind annehmbares Kanonenfutter, wer nichts als hirnlosen Splatterspaß erwartet, kriegt genau das.
Wer den ersten mochte, kann sich den dritten mal ansehen, sollte aber nicht zu viel erwarten.

5/10

CECIL B.



Eine Gruppe "Filmterroristen" unter dem Kommando von Cecil B. Demented (Stephen Dorff) kidnappt den Hollywoodstar Honey Whitlock (Melanie Griffith),
und zwingt sie, die Hauptrolle im ultimativen Anti-Hollywood Trashfilm zu übernehmen, welcher immer überraschend, irgendwo an öffentlichen Orten gedreht wird.
Das Motto lautet: Echte Menschen- echter Terror.
Die Filmcrew setzt sich aus völlig abgefahrenen Charakteren zusammen, unter anderem einem Pornostar, einer Satanistin und einem Junkie,
der sich wirklich in beinahe jeder Szene irgendwas reinpfeift.
Nachdem sie zwangsweise die ersten Takes mitgemacht hat, und einige negative Kritiken über ihren letzten Film gehört hat, gefällt sich Honey bald in ihrer neuen Rolle,
und findet sich als Star im Krieg zwischen spießigen Mainstream-Anhängern und rebellischen Trashfilmern wieder...

Regisseur John Waters teilt in alle Richtungen aus: Andere Filme, die Studios, die Stars, die Zuschauer, die Zensur, sie alle werden treffend verarscht.
Der Soundtrack ist ebenfalls klasse- und immer passend eingesetzt.
Auch sehr nett ist die Idee Cecil quasi als bekannten Volkshelden darzustellen, den wohl jeder zu kennen scheint.
Ob jetzt die Horde wichsender Pornokinobesucher, die um hilfe gebeten wird- oder der LKW-Fahrer, den man um seinen Laster erleichtert,
der aber trotzdem noch brav nach einem Autogramm fragt.
Wenn auf einer Galaveranstaltung einem Filmemacher die Waffe ins Gesicht gehalten wird, und man ihn auffordert nie wieder eine Videospieladaption zu machen,
und sich dieser herauswindet indem er erklärt, er brauchte das Geld, und hätte im übrigen eh keine Ahnung, worum es bei dem Stoff ginge,
muss man heute unweigerlich an Uwe Boll denken- obwohl Boll erst nach diesem Film genau damit daherkam...
Ergo: Demented forever- macht gute Filme oder sterbt!

10/10

CHUCKY - DIE MÖRDERPUPPE



Der Cop Mike Norris (Chris Sarandon) ist schon lange auf der Jagd nach dem Serienmörder Charles Lee Ray (Brad Dourif).
Als er diesen nach einer Verfolgungsjagd in einem Spielzeugladen stellen kann, nutzt Charles Lee Ray einen Voodoozauber.
Dieser bewirkt, dass seine unsterbliche Seele in einen anderen Körper "übersiedelt"-
dummerweise ist lediglich eine "Good Guy" Spielzeugpuppe in der Nähe, so dass er diese nutzt.
Die Puppe wird von einem Obdachlosen gefunden, und Karen Barclay als Geburtstagsgeschenk für ihren Sohn Andy (Alex Vincent) verkauft.
Charles Lee Ray offenbart sich gegenüber Andy, wohl wissend dass dem Jungen keiner glauben wird.
Chucky's erstes Opfer in seiner neuen Gestalt ist Andy's Babysitterin, welche aus einem Fenster in den Tod stürzt.
Der ermittelnde Cop in diesem Todesfall ist Mike Norris, welcher natürlich Andy's Geschichte über seine "böse" Puppe keinen Glauben schenkt.
Das soll sich allerdings schon bald ändern...

Tom Holland's zweiter Horrorfilm (nach dem ersten "Fright Night") ist trotz der etwas seltsam anmutenden Grundidee durchaus gelungen.
Tricktechnisch sieht Chucky wirklich toll aus, wenn er fiese Grimassen schneidet und mordet.
Bei den menschlichen Darstellern sieht es dagegen etwas schwächer aus.
Der einzige wirklich überzeugende Darsteller ist Brad Dourif- und der kommt nur am Anfang ein paar Minuten vor.
Ansonsten sind die Darsteller allesamt eher durchschnittlich, und so manche Synchronstimme, besonders die von Andy, nervt unglaublich.
Für einen Horrorfilm ist "Chucky" eher ruhig inszeniert, in der Darstellung der Morde zurückhaltend, und mit nur geringem Bodycount ausgestattet.
Langweilig wird es dennoch nicht, was wohl auch daran liegt, dass Chucky recht ernst daherkommt und schön düster gefilmt ist.

7/10

CHUCKY 2



Nachdem Chucky am Ende des ersten Films zerstört wurde, wird versucht anhand des zwar teils geschmolzenen,
aber eben noch vorhandenen Kopfes der Puppe, eben diese zu rekonstruieren und somit wieder herzustellen.
Natürlich gelingt dieses vorhaben ein wenig zu gut, so dass auch der Geist von Charles Lee Ray wieder in der Puppe erwacht.
Erneut beginnt Chucky zu morden, und metzelt sich auf der Suche nach Andy (Alex Vincent) durch den Film,
da er nur über dessen Körper, da dieser ihn als erstes in dieser Gestalt gesehen hat, wieder menschliche Gestalt annehmen kann.
Andy lebt inzwischen in einer Pflegestelle, da seine Mutter nach den Vorfällen im ersten Film in der Psychiatrie gelandet ist.
Als er bemerkt, dass Chucky wieder hinter ihm her ist, warnt er natürlich seine Pflegeeltern- doch erneut will ihm keiner glauben...

Regisseur John Lafia hat ausser TV-Serien und Filme gerade mal vier Filme gedreht- zwei davon im Horror-Genre.
Und genau diese beiden sind auch durchaus nette B-Filme geworden: Eben "Chucky 2", sowie "Man's best Friend".
Die Fortsetzung ist etwas Temporeicher inszeniert, kommt aber komplett ohne inhaltliche Überraschungen daher.
Andy wird wieder von Alex Vincent gespielt, und seine Synchronstimme ist leider immer noch nervig.
Ansonsten gibt es nicht viel zu bemängeln, die Tricks sind wieder gelungen, die Geschichte wird akzeptabel weitererzählt,
und das Finale ist im zweiten Teil sogar interessanter gestaltet als im Vorgänger.
Wer den ersten Film mochte, wird auch mit dem zweiten zufrieden sein-
zumal das Ende eigentlich wirklich ein schöner Abschluss ist, und keine weitere Fortsetzung ankündigt.

7/10

CHUCKY 3



Acht Jahre nach den Vorkommnissen in Teil zwei: Die Spielzeugfirma nimmt die Produktion der Good Guy-Puppen wieder auf,
und natürlich plumpsen wieder ein paar Reste der Originalpuppe in die Kunststoffmischung für die neuen.
Ergebnis: die erste Puppe der neuen Produktion beherbergt mal wieder den Geist von Charles Lee Ray, alias "Chucky".
Und weiter geht die Suche nach Andy, welcher inzwischen in einer Militärschule ausgebildet wird.

Aufgrund des Zeitsprunges zum letzten Film hat Andy hier natürlich einen anderen Darsteller,
und somit zum Glück auch nicht mehr seinen extrem nervigen Synchronsprecher.
Ansonsten ist hier, ausser den wieder gelungenen Tricks, alles eine Ecke schwächer.
Spannung will nicht so recht aufkommen, die Ereignisse und Personen in der Militärakademie sind eher unglaubwürdig,
die Schauspieler sind durchschnittlich, die dargestellten Figuren allesamt äusserst Klischeehaft,
und Chucky mutiert zum Sprücheklopfer, hat aber ansonsten eher wenig zu tun.
Das Finale in der Geisterbahn passt zum einen nicht zum Rest des Films- und wirkt zum anderen generell recht billig.
Keine Katastrophe, aber doch schon schwächer als die beiden gutklassigen Vorgänger.

5/10

CHUCKY UND SEINE BRAUT



Als Serienkiller Charles Lee Ray vor zehn Jahren seinen menschlichen Körper verlor, blieb seine damalige Freundin Tiffany alleine zurück.
Da Tiffany ebenso schräg drauf ist wie Charles, und seitdem auch keinen Sex mehr hatte, ist sie auf der Suche nach Chucky's Überresten.
Eben diese lässt sie von einem korrupten Polizisten aus der Asservatenkammer der Polizei stehlen,
flickt Chucky wieder zusammen, und erweckt ihn mittels einem Voodoo-Zauberspruch zum Leben.
Als Tiffany dann allerdings von Chucky erfährt, dass er sie damals entgegen ihrer Meinung nicht heiraten wollte,
und das auch jetzt nicht vorhat, sperrt sie ihn ein und überlässt ihm als Gesellschaft lediglich eine weibliche Puppe.
Es kommt, wie es kommen musste: Chucky kann entkommen, tötet Tiffany- und transferiert ihren Geist mittels Voodoo in besagte Puppe.
Fortan ist ein Killerpuppen-Pärchen unterwegs...

Der vierte Film macht aus der Reihe das beste, was passieren konnte:
Er nimmt sich überhaupt nicht mehr ernst- und kommt als gelungene Horrorkomödie daher.
Es gibt einige andere Anspielung auf andere Horrorfilme,
schon die ersten Sekunden in der Asservatenkammer zaubern ein grinsen in das Gesicht des Horrorfilm-Fans.
Dass nun auf einmal eine alte Freundin von Charles Lee Ray im Spiel ist wirkt zwar aufgesetzt, aber das Ergebnis der Geschichte überzeugt.
Die Morde sind fies, die Sprüche der Killerpuppen sarkastisch, die Tricks wieder gelungen,
und der Soundtrack überrascht mit passenden Songs wie dem Titellied "Living Dead Girl" (Rob Zombie)
und generell zu den jeweiligen Situationen passender Musik.
Die einzige Schwachstelle im Film ist meines Erachtens die nervige Jennifer Tilly, welche aber schon bald in Chucky's Braut verwandelt wird.
Seltsamerweise nervt sie als Puppe deutlich weniger, obwohl sie ihrem Vorbild in Optik und Art durchaus ähnelt.
Ist aber auch kein großes Kunststück, die Tilly ähnelt ja auch in echt, zumindest teilweise, eher einem Stück Plastik.

9/10

CHUCKY'S BABY



Die Mörderpuppe Chucky und seine Braut Tiffany haben vor ihrem ableben im letzten Film ein Kind mit dem passenden Namen Shitface gezeugt,
welches ein unauffälliges leben als Bauchrednerpuppe führt.
Zufällig erfährt Shitface, dass ein Film über seine Eltern gedreht werden soll- er reist daher nach Hollywood, um seine Eltern wieder zum Leben zu erwecken.
Wieder auferstanden gibt’s natürlich gleich einige Morde, und leider auch jede Menge schlechte, dumme und unlustige Sprüche der Killerpuppen.
Als Chucky & Tiffany bemerken, dass sich ihr Nachwuchs nicht mal sicher ist, ob er jetzt Männlein oder Weiblein sein will, sich ständig in die Hosen pisst-
und noch dazu nichts mit der Mordlust seiner Eltern anfangen kann, ja sogar Ekel davor empfindet, bahnt sich ein Familienstreit an.

Was hat man nur aus dieser Serie gemacht? War der erste Teil noch ein gelungener Horrorstreifen, und Teil zwei theoretisch ein schöner Abschluss der Geschichte,
wurde Teil drei dann schon deutlich schwächer-um mit dem vierten Teil, Chucky's Braut, eine neue Richtung einzuschlagen:
Horror-Comedy, mit einigen durchaus gelungenen Gags.
Teil fünf gehört nun zum schlechtesten, was man sich in diesem Genre ansehen kann.
Generell peinliche schauspielerische Leistungen und die fürchterlich nervige Jennifer Tilly welche sich selbst spielt, versauen einem den Film.
Der ganze Film ist ein einziger nicht-zündender Gag, es kommt keinerlei Spannung auf, die Sprüche sind peinlich schlecht,
die lustig gemeinten Ideen der Filmemacher sind größtenteils einfach nur primitiv.
Die unrated-Fassung erschien übrigens nur in den USA und Kanada, in Deutschland gibt's nur die R-Rated. Macht den Film aber nicht besser oder schlechter.

1/10

CLOVERFIELD



Einige Yuppies feiern in Manhattan eine Abschiedsparty für ihren Kumpel Rob, der für einen neuen Job nach Japan gehen will.
Mit dabei war auch Beth, das Mädchen welches Rob eigentlich liebt, von der er sich aber jetzt wegen seines neuen Jobs trennen musste-
weshalb sie die Party vorzeitig verlassen hat.
Die ganze Party wird von einem Freund mit einer Handkamera gefilmt.
Während der Party bebt auf einmal die Erde- und nachdem die ganze Partygesellschaft auf das Dach des Hauses gegangen ist,
um die Auswirkungen des vermeintlichen Erdbebens zu sehen, bemerkt man auch schon, dass hier etwas schlimmeres passiert sein muss-
sehen sie doch nicht allzu weit entfernt eine gigantische Explosion.
Von Panik ergriffen rennen alle nach unten auf die Straße und versuchen aus der Stadt zu kommen.
Rob und eine handvoll seiner besten Freunde, unter anderem eben der Mann mit der Handkamera, welcher alles filmt, versuchen mitten hinein in die Stadt zu gelangen,
da Beth's Wohnung dort liegt- und sie von dort aus über Handy nach Hilfe gerufen hat.
Es dauert nicht lange, da sehen sie was hier passiert ist- ein riesiges Monster, welches die Stadt zerstört, ist aufgetaucht-
und mit ihm viele kleine Spinnen-ähnliche Parasiten, die alles angreifen, was sich bewegt...

Die Effekte im Film sind zwar etwas sparsam, aber sehr effektvoll und überzeugend eingesetzt, die Grundgeschichte ist auch nicht verkehrt,
die Soundeffekte sind zwar bombastisch, aber unglaubwürdig, da der Film logischerweise (Handkamera) komplett ohne Musik auskommt.
Allerdings kommen auch sonst mal wieder selten dämliche Fehler vor, wie das Mädel, das mit hohem Absätzen in den vierzigsten Stock geht,
unterwegs ihre Schuhe auszieht, dann oben angekommen mit sich herumträgt, und beim abstieg auf einmal flache Schuhe anhat.
Und vor allem: Mich persönlich hat die andauernd wackelige Handkamera extrem stark genervt,
so dass für meinen Geschmack nicht wirklich Spannung und Atmosphäre aufkommen konnten,
sondern diese eher zunichte gemacht wurden- Pseudo-realistische Darstellung hin oder her.

5/10

THE COLLECTOR



Arkin ist ein kleiner Handwerker mit großen Geldproblemen. Was er ausserdem hat, ist eine Menge kriminelle Energie...
Wie gut, dass seine neuesten Auftraggeber, die Familie Chase, einen Safe in ihrer Wohnung haben, in dem einiges an Geld liegt.
Als er erfährt dass die Familie in den Urlaub fahren will, bricht er in deren Haus ein, um ganz ohne Zeitdruck deren Safe zu knacken.
Als er während seiner Arbeit am Safe seltsame Geräusche hört, und bemerkt dass überall im Haus lebensgefährliche Fallen aufgestellt wurden,
versucht er irgendwie hinauszukommen- doch die Ausgänge sind verriegelt.
Auf der suche nach einer Fluchtmöglichkeit findet er im Keller Vater und Mutter Chase, die grausam gefoltert wurden, und ihm erklären,
dass sich irgendwo im Haus noch deren Tochter versteckt- und ein brutaler Irrer, welcher Menschen sammelt um sie zu foltern, auf der Suche nach ihr ist.
Dummerweise ist jetzt natürlich auch Arkin im Haus gefangen- und lediglich der Vorteil der Überraschung, weil mit ihm nicht gerechnet wird, ist auf seiner Seite...

Wenn man von einigen Logiklöchern absieht, funktioniert der Film erstaunlich gut, ist recht spannend und teils schon sadistisch grausam.
Das hohe Erzähltempo gönnt dem Zuschauer keine Pause, das düstere Setting, die teils wirklich fiesen Fallen und die Kameraführung fallen auch positiv auf-
wie auch das untypische Ende, mit dem man nicht unbedingt rechnet...
Achtung: Hier gibt es eine geschnittene Fassung, und eine Uncut-Fassung- beide sind ab 18!
Ohne Uncut-Schriftzug auf dem Cover sollte man die deutsche Fassung des Films stehen lassen. Meine NL-Version enthält deutschen Ton.

7/10

THE COLLECTOR 2 - THE COLLECTION



Ein altes Hotel welches seit Jahren verlassen ist, hat sich als ideale neue Behausung für den Collector herausgestellt.
Hier werden Gäste zur exclusiven Disco-Party geladen, welche kaum einer überleben wird.
Als die Party gerade auf dem Höhepunkt ist, metzelt eine im Hauptraum installierte Falle den Großteil der Gäste brutalst nieder.
Die wenigen Überlebenden welche der Falle entfliehen konnten, finden sich in einer Zelle wieder- und werden dort grausam getötet.
Lediglich die junge Elena hat in einem anderen Raum überlebt- und trifft dort auf Arkin, den Überlebenden des ersten Films.
Arkin kann Elena aufgrund seiner Erfahrungen vor einer tödlichen Falle retten und danach entkommen, während Elena zurückbleibt.
Elena's Vater ist allerdings nicht gerade untätig, und auf der Suche nach ihr.
Er heuert einen Söldnertrupp an, und bittet Arkin um Hilfe- da dieser ja den letzten Aufenthaltsort des Collectors kennt.
Als die Truppe ankommt, stellen sie fest, dass sich der Collector nicht die Mühe gemacht hat abzuhauen.
Warum auch? Das komplette Hotel ist eine einzige tödliche Falle...

Auch im zweiten Film sollte man nicht nach Logik suchen, und einen stabilen Magen haben- zumindest bei der Uncut-Version.
Schon nach 10 Minuten gibt es eine regelrechte "Massenschlachtung", und im Verlauf des Films wird dieser nicht weniger brutal.
Wieder ist das Tempo des Films hoch, eine Handlung kaum vorhanden bzw Nebensache, und alles extrem düster inszeniert.
Splatterfans werden hier glücklich, der zweite Film steht dem ersten in nichts nach.
Wie schon bei Teil 1 gibt es eine geschnittene, und eine Uncut-Fassung, beide ab 18. Am "Uncut" Schriftzug ist die "richtige" erkennbar.

7/10

COME OUT AND PLAY



Tom und seine schwangere Freundin Evelyn machen Urlaub in Spanien.
Am eigentlichen Zielort ist ihnen jedoch zuviel los, da dort gefeiert wird, und man dadurch kein gutes Hotelzimmer kriegt-
so dass sie beschließen, ein Boot zur nahe gelegenen Insel Almanzora zu mieten, um sich dort einzuqartieren.
Dort angekommen, bemerken sie recht schnell, dass auf der Insel scheinbar nur Kinder sind-
alle Läden und das einzige Hotel sind zwar offen, aber kein einziger Erwachsener ist zu sehen.
Als sie jedoch Zeuge werden, wie ein kleines Mädchen einen alten Mann tot prügelt, der versucht hatte sich zu verstecken-
und sie kurz darauf weitere tote finden, vermuten sie, dass die Kinder von einer seltsamen Krankheit besessen sind, die sie alle Erwachsenen als Feinde ansehen lässt.
Scheinbar wussten sich die Erwachsenen nicht gegen die eigenen Kinder zu wehren- und schon bald werden auch Tom und Evelyn angegriffen...

Sehr gelungenes Remake von "Ein Kind zu töten", in Deutschland auch als "Tödliche Befehle aus dem All" bekannt.
So kann man sich das gefallen lassen. 36 Jahre nach dem Original kann man durchaus mal ein Remake abliefern-
vor allem, wenn das Original zwar durchaus einen gewissen Kultstatus genießt, trotzdem aber nur wenigen bekannt ist.
Man hält sich hier ziemlich exakt an das Vorbild, trotzdem kommt durch die sehr gute Inszenierung auch für Kenner der Geschichte Spannung auf.
Die meist friedlich wirkenden Aufnahmen des beinahe ausgestorbenen Ortes,
in Verbindung mit der fast durchgehend bedrohlichen Musik, erzeugen trotz herrlichstem Sommerwetter eine düstere Grundstimmung.
Die Darsteller der Erwachsenen sind in Ordnung, und agieren nicht ganz so leichtgläubig-bescheuert wie im Original.
Auch die Kinder kommen, wie im Original, durchaus bedrohlich rüber- gerade weil sie sogar regelrecht "fröhlich" bei ihren Taten wirken.
Hervorheben muss man auch noch, dass grausame Szenen entgegen dem Trend zu immer mehr Gewaltdarstellung nicht ausgewalzt werden.
Wenig wird gezeigt- aber nur kurz, manches geschieht im off, anderes wird nur angedeutet- wer Splatter erwartet ist hier trotz ein paar herber Szenen falsch.
Nervig sind lediglich die nicht ausblendbaren englischen Untertitel, welche sich durch den gesamten Film ziehen.

9/10

COMMAND PERFORMANCE



Joe (Dolph Lundgren), ein ehemaliges Mitglied einer kriminellen Biker-Gang in den USA, ist auf der Flucht vor dem Gesetz nach Russland ausgewandert.
Dort verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Drummer einer Rockband.
Bei einem Charity-Konzert, bei dem auch der russische Präsident und seine beiden Töchter anwesend sind, stürmen Geiselnehmer die Halle,
platzieren Bomben an den Ausgängen, und nehmen den Präsidenten und seine Töchter, sowie einige der Besucher die nicht flüchten konnten, als Geiseln.
Eine Milliarde Pfund Lösegeld werden gefordert, sonst sterben die Geiseln.
Die einzigen vor Ort, die Kampferfahrung haben, sind ein russischer Agent und Joe- welche nun versuchen die Geiseln zu retten...

Dolph Lundgren hat ja schon einige Gurken abgeliefert, aber langsam scheint es wieder aufwärts mit ihm zu gehen.
Der Film ist zwar alles andere als Originell, sondern bei Stirb langsam abgeschaut, aber zumindest wird ordentlich Action geboten.
Die Drummer-Parts hat Dolph übrigens wirklich selbst übernommen, und ist dabei nicht mal unbegabt.
Finger weg von der deutschen Cut-Version- hier lohnt der Import!

7/10

CREEPOZOIDS



1998, nach einem Atomkrieg.
Die Erde ist verwüstet (sieht man aber nie) und es fällt radioaktiver Regen vom Himmel (sieht man auch nicht).
Fünf überlebende suchen Schutz in einem großen Gebäude, in dem früher Experimente stattgefunden haben (und in dem der komplette Film spielt).
Dort lauern allerdings riesige (Plüsch)Killer-Ratten, und ein offensichtlich von Giger's Alien inspirierter (Mann im Gummikostüm) Mutant.

Die Tricks als schlecht zu bezeichnen wäre hier schon geschmeichelt.
Völlig unbewegliche Plüschratten die man sich an den Körper hält, sollen Angriffe darstellen?
Der Mann im Gummikostüm, der damit kaum gehen kann, soll ne Bedrohung sein?
Die Dialoge... ach, lassen wir das.
Lediglich die Idee mit dem Mutantenbaby am Ende war noch halbwegs gelungen...
Der Film existiert auch als deutsche Uncut-Version (Creepzone), aber dann versäumt man dieses "schöne" Import-Cover da oben...
Trashfans dürfen ein paar Punkte drauflegen, aber als normaler Film:

1/10


Zuletzt von Retro am Mi Okt 18, 2017 11:37 am bearbeitet; insgesamt 37-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:21 am

D

DAKOTA HARRIS



Indiana... ähhh... Dakota Harris, seines Zeichens Pilot und generell Abenteuerer, gerät in eine Art "Zeit und Raumstrudel".
Er erblickt unter anderem die Osterinseln und die USS Eldridge, kriegt einen Funkspruch der gerade untergehenden Titanic,
und stürzt mit seiner Frachtmaschine unter seltsamen Umständen im Bermuda-Dreieck ab.
Schuld daran scheint die Fracht seines Flugzeuges gewesen sein, ein mystisches Artefakt mit geheimnisvollen Kräften- hinter dem jetzt einige Leute her sind...

Hat da irgendjemand "Indiana Jones" gesagt?
Das Cover ist schon eindeutig vom großen Vorbild inspiriert, auch der Schriftzug- und erst recht der Name. Ebenso allerdings die Handlung, und die Musik sowieso.
Beim Soundtrack hat's wohl nur für ein einziges, immer wiederkehrendes, extrem am Indy-Soundtrack angelehntes Stück gereicht...
Die Darsteller sind in Ordnung, Actionszenen gibt es ausreichend (einige kennt man aber schon fast 1:1 von einem gewissen Archäologen),
die Tricks schwanken zwischen ordentlich und liebevoll Dilettantisch- der Film nimmt sich nicht ernst, bietet ein paar nette Sprüche, und langweilt zu keiner Minute.
Anders gesagt: Das Ding macht Spaß! Doch, ehrlich!
Und das trotz dem mehr als offensichtlich übernommenen Vorbild. Irgendwas haben die Macher also richtig gemacht.
Was man allerdings bemängeln muss, sind einige auffällige Sprünge in der Handlung-
ich vermute, dass der Film radikal in der Handlung gekürzt wurde, denn einige Szenen erscheinen leider reichlich unzusammenhängend.

7/10

DEATH PROOF – TODSICHER



Ein paar Freundinnen sind auf Männerjagd in ihrer Lieblingsbar.
Dort treffen sie auf Stuntman Mike (Kurt Russel), einen schmierig-prolligen Kerl, welcher anbietet, eines der Mädels heimzufahren.
Dummerweise ist Stuntman Mike ein Psychopath, der nur eines mit ihr vorhat: Sie in seinem „todsicheren“ Stunt-Auto mit Käfig umzubringen.
Ein Jahr später:
Stuntman Mike sucht sich immer noch Opfer, doch diesmal hat er sich mit Mädels angelegt, die zurückschlagen...

Was soll ich da sagen...? Ist eben mal wieder ein Tarantino-Film.
Der Anfang ist ganz okay, danach langweilt man sich erstmal längere Zeit, bevor eine lange und sehr gut gefilmte Autojagd zum Ende des Films noch punkten kann.
Das Ende selbst fand ich dann leider wieder blöd, weil komplett abgehackt.
Für Fans amerikanischer Musclecars sicher empfehlenswert, für Fans von Kurt Russel ebenfalls, aber alles in allem ist der Film bestenfalls Mittelmaß.

5/10

DEATH RACE



Private Firmen regieren das Land, und stellen somit auch das Gesetz und die Gefängnisse.
Um die von Arbeitslosigkeit und Gewalt gestresste Bevölkerung abzulenken und ruhig zu halten, hat man auf eine alte Idee zurückgegriffen:
Gladiatorenspiele aus dem privaten Gefängnis von Knast-Chefin Hennessy, welche gegen Gebühren im Internet angesehen werden können.
Irgendwann reicht aber auch das nicht mehr- und die Idee des "Death Race" wird geboren.
Ein Autorennen um Leben und Tod aller Teilnehmer, rund um und durch die Gefängnisinsel "Terminal Island".
Wer 5 rennen gewinnt, wird mit der Freiheit belohnt. Wird zumindest behauptet.
Der Star des mörderischen Autorennens mit schwer bewaffneten und gepanzerten Fahrzeugen ist der maskierte "Frankenstein", dessen Gesicht niemand kennt.
Als dieser sein viertes Rennen gewinnt, stirbt er kurz danach- was jedoch nicht nach aussen dringt.
Da "Frankenstein" der Publikumsliebling ist, muss ein Ersatzmann her. Wer wäre da besser geeignet, als ein ehemaliger Profi-Rennfahrer?
Ex-Nascar Champion Jensen Ames (Jason Statham) wird zufällig auserwählt.
Seine Frau wird im Auftrag von Hennessy getötet- und er selbst als Mörder hingestellt und verhaftet. Ab nach Terminal Island.
Ames durchschaut das ganze aber schon bald- auch er soll nicht gewinnen, da er ja sonst freigelassen werden müsste. Zeit für einen Plan B...

Regisseur Paul W.S. Anderson, Spezialist für hirnlose Action, ist genau der richtige Mann für diesen Film.
Basierend auf dem Trash-Klassiker "Death Race 2000" (Frankenstein's Todesrennen), aber gehörig modernisiert und mit geänderter Grundstory,
gibt es auch hier Gewalt und Action satt. "Hochglanz-Trash", wenn man so will.
Der Film sieht gut aus, ist gut besetzt, rasant gefilmt- und macht Spaß.

8/10

DEATH RACE 2



Eine Reporterin filmt zufällig einen Gefängnisaufstand- und stellt fest, dass die Zuschauerquoten ihrer Sendung aufgrund der gezeigten Gewalt steigen.
Da liegt es doch nahe, dem Konzernchef, welchem nicht nur der Fernsehsender, sondern auch der privatisierte Knast Terminal Island gehören, eine Idee vorzutragen,
die mit Sicherheit die Einschaltquoten hochtreibt: Death Matches in eingezäunten bereichen bis zum Tod eines Kämpfers.
Inzwischen, ausserhalb von Terminal Island: Ein Banküberfall geht gehörig schief. Egentlich sollte keinerlei Gewalt angewendet werden- doch es tauchen zufällig Polizisten auf.
Fluchtwagenfahrer Carl Lucas versucht seine Kumpanen zu warnen, steht plötzlich inmitten einer Schießerei- und tötet einen Cop.
Eine rasante flucht durch die Stadt endet schließlich an einer Baustelle- und Carl landet als Mörder in Terminal Island.
Dort geht inzwischen das Medien-Interesse an den kämpfen wieder zurück-
und als Carl mit einem schrottigen Mustang aus der Knast-Werkstatt eine unerlaubte Runde auf der Gefängnisinsel dreht,
kommt man auf die Idee, etwas völlig neues anzufangen: Deathmatches in schwerbewaffneten Fahrzeugen, ausgetragen von Mördern, die nichts zu verlieren haben.
Das Death Race ist erfunden- und schon beim ersten Rennen sterben beinahe alle beteiligten.
Nur einer überlebt, schwer verletzt und entstellt ist er für die öffentlichkeit tot- Frankenstein ist geboren...

Scheinbar war der erste Death Race nicht erfolgreich genug, um eine Fortsetzung ins Kino zu bringen.
Immerhin hat es für eine relativ teuer produzierte, überdurchschnittliche Direct-to-DVD Fortsetzung gereicht.
Es handelt sich hier allerdings um ein Prequel, wodurch immerhin recht gut erklärt wird, dass Jason Statham nicht dabei ist.
Einige Charaktere aus dem Vorgängerfilm sind hier aber dabei- und von den jeweiligen Schauspielern dargestellt.
Auch der Rest muss sich nicht verstecken:
Luke Goss gibt einen passablen Hauptdarsteller ab, desweiteren tauchen auch noch Danny Trejo, Sean Bean und Ving Rhames auf.
Für Fans des ersten Teils (also des Remakes mit Jason Statham) ist der Film jedenfalls einen Blick wert.
Man merkt nur selten, dass hier weniger Budget als im Vorgänger vorhanden war, auch weil hier generell alles beabsichtigt noch etwas dreckiger rüberkommt.
Während im ersten Death Race-Film das Spektakel schon in vollem Gange ist, und mit protzigen Karren medienwirksam um Einschaltquoten gebuhlt wird,
ist im Prequel diese Idee ja gerade erst geboren worden- und wird anfangs noch mit recht gammligen, schnell zusammengeschweißten Schrotthaufen gefahren.
Kameratechnisch ist der Film auf dem Niveau des Vorgängers, die Gewaltdarstellung wurde allerdings etwas zurückgenommen.
Kein Highlight, aber als leicht trashiges Actionspektakel durchaus sehenswert!

7/10

DEATH RACE: INFERNO



Nachdem der eigentlich lebenslang einsitzende "Frankenstein" (Luke Goss) im Death Race 4 von 5 Rennen gewonnen hat, und ihm versprochen wurde,
dass er nach einem fünften Sieg die Freiheit erlangt, werden kurzerhand die Regeln geändert: wenn er siegt, wird er von der Knastleitung getötet.
Zudem verlegt man das Rennen von der Gefängnisinsel Terminal Island in die afrikanische Wüste, und lässt keinerlei abwehrmechanismen der Fahrzeuge mehr zu.
Wie in solchen Szenarien üblich, kriegen die Fahrer und Beifahrerinnen einen Chip eingepflanzt, damit sie die vorgegebene Route nicht verlassen.
Und ebenso wie üblich versucht gleich zu Beginn einer zu fliehen, und kriegt ne Rakete hinterhergeschickt. Bumm.
Das Rennen geht unter anderem durch Slums, dessen Bewohner mal begeistert sind wenn sie plattgefahren werden,
und mal feindlich reagieren, indem sie sinnlos mit Steinen schmeissen-
aber auch durch ein Gebiet, welches von Waffenschmugglern regiert wird, die ebenfalls noch lustig herumballern.
Frankenstein liegt im Rennen natürlich vorne, weil die anderen teils fahren als hätten sie nie einen Führerschein gemacht-
so dass er sich was einfallen lassen muss, um nicht ebenfalls eine Rakete abzukriegen weil er gegen den willen der Death Race-Macher gewinnt...

Nachdem der Vorgänger trotz anderer Besetzung als im Statham-Remake, deutlich weniger Budget und Direct to DVD-Release nicht mal übel war,
hatte ich auch beim nunmehr dritten Teil die Hoffnung, gut unterhalten zu werden.
Immerhin sind ja auch alle Schauspieler aus dem Vorgänger wieder mit dabei.
Dummerweise stimmt bei diesem Film einfach so gut wie nichts mehr, lediglich der Twist am Ende war noch ganz nett,
auch wenn die minutenlange Erklärung nach der "Überraschung" am Ende so lange drauf herumreitet, dass auch der letzte Trottel diesen Film kapieren muss.
Alleine schon, dass Frankenstein im Vorgänger schwere Brandwunden erlitt,
und hier mit minimaler Narbenbildung im Gesicht wieder als Schönling ohne seine Maske herumläuft nervt von Beginn an.
Ansonsten sieht man hier extrem viele unnötige und nervige Zeitlupenszenen, einer der schlechtesten Soundtracks die ich je gehört habe,
und ausserhalb der Stammbesetzung vom Vorgänger einfach nur peinlich schlechte, klischeebeladene Schauspieler.
Und wenn man schon keine neuen Ideen hat ausser den Ort des Rennens zu ändern, sollte man wenigstens bei bewährtem bleiben.
Aber nein, hier hat man auch noch die taktische Komponente der Waffen und/oder Abwehrfunktionen für die Fahrzeuge herausgenommen,
so dass die Beifahrerinnen nichts mehr zu tun haben- ausser nett auszusehen.
Die extremen Logiklöcher und hirnlosen Dialoge sind für Trashfans sicher ein großer Spaß, wie auch der Rest:
Hauptsache Bummbumm, hübsche Frauen und viel cooooole Zeitlupe...

3/10

DEATHWATCH



Erster Weltkrieg: Eine englische Einheit verirrt sich im Kampfeinsatz in dichtem Nebel, und findet einen deutschen Schützenbunker voller toter Soldaten-
die sich scheinbar gegenseitig umgebracht haben.
Sie beschließen dortzubleiben und Hilfe anzufordern, doch schon in der ersten Nacht geschieht seltsames- einer nach dem anderen stirbt oder dreht durch...

Der Film bietet nicht gerade tolle optische Schauwerte- lediglich Schützengräben, Dreck, Matsch und Nebel.
Trotzdem ist er spannend, düster und mit weitestgehend unbekannten Darstellern überzeugend besetzt!

7/10

DÉDALES - WÜRFEL UM DEIN LEBEN



Ein Serienkiller geht um. Scheinbar völlig willkürlich wurden bisher 27 Menschen getötet, nachdem sie zu einem Würfelspiel aufgefordert wurden- und verloren haben.
Der Täter ist schon bald gefasst, doch der Fall ist schwieriger als man denkt: Claude leidet unter multipler Persönlichkeitsstörung.
Dr. Karl Freud, Leiter der Psychiatrischen Hochsicherheitsanstalt, wird beauftragt die einzelnen Persönlichkeiten in Claude herauszuarbeiten,
um ein mögliches Motiv für die Morde zu klären, und um herauszufinden ob Claude überhaupt schuldfähig ist.
Es stellt sich heraus, dass in Claude's Kopf das "Labyrinth von Knossos" aus der griechischen Mythologie herrscht- mitsamt vier verschiedenen Persönlichkeiten,
welche Claude's wahres ich unterdrücken.
Teils lassen sich auch interessante und tiefgründige Gespräche führen- je nachdem welche Persönlichkeit gerade am stärksten aus Claude hervorkommt.
Daedalus reagiert wissend und cool, bleibt aber verschlossen.
Ariadne versucht zu vermitteln, scheint die klarste und zugänglichste Persönlichkeit zu sein, und gibt Hinweise.
Theseus reagiert ängstlich und verschrocken wie ein Kind.
Und dann gibt es noch Minotaurus, der zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen neigt.
Sie alle haben eines gemeinsam: Sie wollen Claude's wahre Persönlichkeit nicht erwecken und herauslassen.
Schon bald geraten Polizei und Psychiater bei den nachforschungen in einen Strudel aus Kindesmisshandlung, Gewalt, verschiedener Zeugenaussagen und Wahnsinn...

Spannende Mischung aus Psychothriller und Drama, eine Reise durch das Labyrinth der menschlichen Psyche.
Erzählt wird das ganze in zwei verschiedenen Zeitebenen- der Verlauf der Therapie in der Anstalt,
und die Geschehnisse der letzten 7 Tage vor Claude's verhaftung laufen abwechselnd nebeneinander.
Dass der Film beinahe völlig gewaltfrei daherkommt, stört nicht im geringsten- so kann man sich am ehesten auf die sehr gut spielenden Darsteller konzentrieren,
von denen die bei uns eher unbekannte Sylvie Testud ganz klar herausragt.
Die auflösung der Geschichte ist dann gleichzeitig logisch- und trotzdem überraschend...

9/10

DIEB DER WORTE



Der Schriftsteller Rory (Bradley Cooper), kann dank Unterstützung seiner Frau Dora (Zoe Saldana) seinen Traum, Romane zu schreiben, seit einiger Zeit verwirklichen.
Er erhält auch immer wieder positives Feedback zu Inhalt und Stil seines gerade fertiggestellten Buches, aber veröffentlichen will das Buch trotzdem niemand.
Zufällig gerät Rory an ein Skript, welches ihn beim lesen sehr berührt- und beschließt, die Geschichte als von ihm selbst geschrieben auszugeben.
Das Buch erhält beste Kritiken und wird zum Bestseller, Rory kann durch seinen jetzt bekannten Namen auch seine bisherigen Geschichten verkaufen.
Eines Tages jedoch taucht ein alter Mann (Jeremy Irons) auf, und wirft ihm vor, die von ihm geschriebene Geschichte seines Lebens gestohlen zu haben...

Ein sehr ruhiger Film, der hauptsächlich von den Leistungen der Darsteller lebt- und diese sind allesamt sehr gut besetzt.
Theoretisch ein perfekter Film. Ein berührendes Drama, und erstklassig gespielt- nur das Ende war mir dann doch ein wenig zu vorhersehbar.
Trotzdem natürlich absolut empfehlenswert!

9/10

DIRT BOY



Matthew, ein junger, psychisch nicht ganz gefestigter Mann, ist fasziniert von dem Roman „Dirt Boy“.
Er ist fest entschlossen, die Orte die der Roman beschreibt zu suchen, um herauszufinden wodurch der Schreiber sich hat inspirieren lassen.
Nebenbei besorgt sich Matthew noch das Hörbuch und fährt los, an die Orte der scheinbar fiktiven Geschichte.
In dem Wald, in dem im Buch ein Mord begangen wurde, findet er jedoch eine Leiche- ziemlich genau an der beschriebenen Stelle...

Dirt Boy ist ein billiger Amateurfilm, der ohne jegliche Effekte auskommt-
aber eine durchaus interessante, spannende Geschichte mit vielen Wendungen und Verdächtigungen bietet.
Es gibt leider keine deutsche Version des Films, die amerikanische Vanguard-Cinema DVD ist allerdings Codefree.

8/10

DIE DOLMETSCHERIN



Eines abends hört die Dolmetscherin Sylvia Broome (Nicole Kidman) zufällig ein Gespräch in einem kaum noch benutzten afrikanischen Dialekt mit,
in dem ein Anschlag auf den afrikanischen Diktator Dr. Zuwanie, welcher bald zu einem UN-treffen kommen soll, geplant wird.
Am Tag darauf berichtet sie das gehörte der Polizei, doch sie wird nicht besonders ernst genommen.
Trotzdem werden die Polizisten Keller & Woods beauftragt ihr zu folgen, sie zu überwachen und gegebenenfalls zu schützen.
Als sie die Ermittlungen aufnehmen, zunächst mehr gegen Sylvia als gegen alles andere, findet Keller (Sean Penn) in Sylvias Vergangenheit Hinweise,
welche die Glaubwürdigkeit der Dolmetscherin noch mehr in Frage stellen.
Es gibt da mehr als nur eine Verbindung zwischen ihr, Südafrika und dem Diktator...

Regie-Altmeister Sidney Pollack hat hier wieder mal einen spannenden Film gezaubert, welcher mit einigen Überraschungen glänzt.
Definitiv sehenswert!

8/10

DOPPELGÄNGER



Holly Gooding (Drew Barrymore) zieht als Untermieterin bei Patrick Highsmith (George Newbern) ein.
Schon bald geschieht seltsames: Patrick meint sie auf der Straße gesehen zu haben, Holly weiß von nichts-
und erzählt ihm etwas von einer Doppelgängerin, von welcher sie verfolgt wird.
Irgendwann landen die beiden im Bett- doch am nächsten morgen meint Holly, sie sei gar nicht zuhause gewesen...

Spannender Psychothriller, der gegen Ende in einen so nicht zu erwartenden Horrorfilm umschlägt.
Der Film ist von mehreren Billiglabels unter verschiedenen Titeln erhältlich- bekannt sind mir:
„Mask of murder 2“, „Töte!“, „Im Augenblick des Todes“ und „The Evil – Der Todesengel“.
Meine DVD ist vom Label Power Station, mit dem Originaltitel Doppelgänger, und bietet nur deutschen Ton, aber gute Bildqualität.

8/10  

DOUBLE VISION



Mit dem unerklärlichen Tod eines Geschäftsmannes ,der anscheinend in seinem Büro ertrunken ist, beginnt eine unheimliche Mordserie in Taipei.
Da die lokale Polizei mit ihren ermittlungen nicht vorankommt, wird der FBI-Profiler Kevin Richter beordert, bei der ergreifung des Täters mitzuhelfen.
Er wird dem Polizisten Huang Huo-To zugewiesen, der bei seinen Kollegen nicht besonders hoch angesehen ist.
Tatsächlich scheint der Fall durch Richter's Hilfe voranzukommen- alle Indizien führen sie auf die Spur einer sehr alten Sekte die auf der Suche nach Unsterblichkeit ist...

Gute Darsteller, vielschichtige Handlung, interessante Story, und harte Kampfszenen...
...die in den deutschen und englischsprachigenen Importversionen so stümperhaft für ein R-Rating verstümmelt wurden, dass es schon weh tut.
Der Kampf im Tempel, der im Original über 3 Minuten dauert, ist nur wenige Sekunden zu sehen, einige Darsteller tauchen dadurch auf einmal einfach nicht mehr auf.
Die Schnitte sind so massiv und schlecht gesetzt, dass sogar Sätze abgeschnitten werden, bzw mittendrin anfangen.
Uncut gibt es nur DVD's aus dem asiatischen Raum- dann allerdings nur in Originalsprache mit englischen Untertiteln.
Oben zu sehende DVD ist Code 3, und enthält sowohl die unrated, als auch die rated-Fassung.

7/10

DREAM HOME



Hongkong. Platzmangel, Wohnungsnot, Finanzkrise.
Hier lebt die Callcenter-Arbeiterin Cheng-Lai mit ihrem Vater, und spart seit Jahren ihr gesamtes Geld um sich eine eigene schöne Wohnung mit Meerblick leisten zu können.
Gerade in so extrem dicht besiedelten Gebieten ist es aber natürlich sehr schwer, und vor allem teuer, an seine Traumwohnung zu kommen,
die Finanzkrise macht die Situation nicht einfacher.
Noch dazu ist ihr Vater schwer krank, durch seine jahrzehntelange Arbeit hat Asbest seine Lunge stark zerfressen- und es geht ihm immer schlechter.
Eines tages erhält Cheng-Lai die Chance, in einem gepflegten Hochhaus eine Wohnung in guter Lage zu kaufen- doch sie kommt zu spät zum Kauftermin.
Die Verkäufer der Wohnung haben noch dazu inzwischen bemerkt, dass die Wohnung recht begehrt ist, und drücken somit den Preis deutlich nach oben.
Dann erfährt Cheng-Lai auch noch, dass die Versicherung des Vaters aufgrund einer falschangabe weitere Behandlungen nicht bezahlt.
Das Geld reicht nun hinten und vorne nicht mehr, erst recht nicht für beides, also die Behandlung ihres Vaters und ihren Kindheitstraum, der eigenen Wohnung-
für die sie jahrelang alles andere entbehrt hat, und die inzwischen zu einer wahren Besessenheit geworden ist.
So sieht sie irgendwann nur noch einen weg, an ihr Ziel zu kommen:
Alles was ihrem Leben in der eigenen Wohnung im weg steht, muss verschwinden- egal wie...

Wie nennt man solch einen Film denn jetzt? Sozialkritisches Finanzkrisen-Gemetzel im CAT III-Stil?
Die Story ist auch für westliche Zuschauer nachvollziehbar, die allgegenwärtige Enge und das Platzproblem werden oft genug in den vordergrund gerückt.
Das typisch asiatische overacting und der für unsere sehgewohnheiten oft einfach nur peinliche Humor fehlen hier glücklicherweise völlig.
Die ganze Darstellung der Situation, und vor allem der brutalen Szenen, kommen hier größtenteils realistisch, aber immer hoffnungslos und grausam daher.
Wie zu erwarten war, ist die deutsche Version extrem verstümmelt worden.
In diesem Fall muss man sich allerdings fragen, nach welchen Richtlinien man hier gekürzt hat...
Der Großteil der in der Uncut-Version wirklich harten und breit ausgewälzten Szenen ist in der deutschen Version noch vorhanden,
aber eben gekürzt und somit immerhin noch nachvollziehbar.
Warum man allerdings gegen Ende einen kleinkalibrigen Kopfschuss komplett entfernt hat, welchen man nun wirklich in jedem zweiten Actionfilm sieht,
und der auch nicht besonders grausam dargestellt wurde, bleibt mir ein Rätsel.
Immerhin verschwindet damit erstmal nicht nachvollziehbar eine der Figuren aus der Handlung,
auch wenn man kurz darauf die Leiche mit einem kleinen Loch im Kopf herumliegen sieht.
In Österreich gibt es den Film uncut, aber auch die normale deutsche Version ist schon ziemlich hart.
Hier lohnt es sich wirklich mal einen Blick zu riskieren- brutales, gut gemachtes gemetzel mit einer derartigen Hintergrundstory findet man eher selten.

10/10

DREDD



USA, in der Zukunft. Der Großteil des Planeten ist unbewohnbar geworden, die Menschen leben zusammengepfercht in riesigen, in die Höhe gebauten Städten-
den sogenannten "Megacities".
Es herrschen überbevölkerung, armut- und dementsprechend auch Drogen und Verbrechen.
Eine Polizei gibt es nicht mehr, der einzige weg hier noch Ordnung zu schaffen sind die sogenannten Judges, welche Polizei, Richter- und Henker in einer Person darstellen.
Kein Wunder also, dass deren Einsätze meist mit der Todesstrafe enden- und auch unbeteiligte oder sich ergebende diese oft nicht überleben.
Der erfahrene Judge Dredd kriegt eine Anwärterin an seine Seite gestellt, welche eigentlich die Prüfungen zum Judge nicht bestanden hat-
aber über telepathische Fähigkeiten verfügt, und daher eine letzte Chance bekommt, sich zu bewähren.
Schon der erste Einsatz wegen einem Dreifachmord führt die beiden in einen riesigen Hochhaus-Komplex namens Peach Trees, in dem die Drogenbaronin Ma-Ma herrscht.
Diese lässt beim eintreffen der beiden Judges das Hochhaus von einem Hacker durch Stahltüren vor allen Eingängen und Fenstern komplett abriegeln-
so dass keiner mehr hinein oder heraus kann.
Ma-Ma hetzt nun nicht nur ihre eigenen Leute auf die Judges, sondern fordert auch alle Bewohner und Besucher des Gebäudes auf, Jagd auf die Judges zu machen...

Im Vergleich zur doch sehr bemüht, und teils sogar albern wirkenden Version des Stoffes mit Sylvester Stallone hat sich hier einiges getan.
Bedingungslose härte wie in der Comicvorlage, ohne jeglichen Blick auf eine Jugendfreigabe, tun dem Film gut.
Der Gewaltgrad mag durchaus auch einige abschrecken, und mancher wird sich fragen, ob die eine oder andere Gewaltspitze sein musste-
aber es ist nun mal die Verfilmung eines gewalttätigen Comics.
Eine tiefgreifende Handlung darf man hier natürlich nicht erwarten- und auch die Schauwerte halten sich in Grenzen,
da der Großteil des Films innerhalb eines riesigen Gebäudekomplexes spielt.
Karl Urban gibt den Dredd, nimmt aber seinen Helm nie ab- hätte also auch fast jeder andere drunterstecken können.
Lena Headey führt die Gegenseite an, und überzeugt dabei ebenso, wie auch der Rest der ansonsten eher unbekannten Darsteller.
Immerhin hat man es hier geschafft, den Film relativ bunt, und gleichzeitig düster zu gestalten- und wird somit auch der Comic-Vorlage gerecht.
Lediglich die vielen Szenen in Zeitlupe mögen "mal" ganz nett sein, und vielleicht sogar in 3D ganz gut wirken- aber irgendwann ist es dann doch einfach nur noch nervig.
Herausragend dagegen ist der Score... sehr treibend und immer passend eingesetzt.
t
8/10

DUEL PROJECT (2LDK & Aragami)



Der Sinn der Duel Project Filme war es, zwei Regisseuren dieselbe Aufgabe zu stellen:
Zwei Hauptfiguren, ein Raum, eine Nacht, ein Kampf auf Leben und Tod.
Aus dieser Vorgabe haben beide jeweils grundverschiedene Filme gemacht...

FIGHT 1 : 2LDK

Zwei sehr unterschiedliche junge Frauen haben sich um die Hauptrolle eines Yakuzafilms beworben.
Sie teilen sich ein luxuriöses Appartement mitten in Tokyo, welches ihnen vom Filmproduzenten vorübergehend zur Verfügung gestellt wird.
Beide kommen in die engste wahl- und es wird klar, daß eine von ihnen die Rolle bekommen wird.
Für die eine wäre es der ersehnte Einstieg ins Filmgeschäft, für die andere die letzte Chance ihre Filmkarriere zu retten.
Beide wollen alles dafür geben, ohne Mitleid miteinander zu zeigen...

FIGHT 2 : Aragami

Ein verwundeter Samurai irrt durch die Wälder und bricht an der Pforte eines Tempels zusammen.
Als er wieder erwacht, sind seine Wunden geheilt, der Hausherr bittet ihn zu bleiben und erklärt, dass er kein Mensch sondern der Aragami sei, der Gott des Krieges.
Er fordert seinen Gast zu einem ungewöhnlichen Duell heraus:
Der Samurai soll Aragami im Kampf töten, um ihn von seinem ewigen und leidvollen Leben zu erlösen.
Ein erbitterter Kampf beginnt...

Beide Filme sind enthalten in einer sehenswerten DVD-Box, die filme sind aber auch einzeln erhältlich.

Fight 1: 8/10
Fight 2: 7/10


Zuletzt von Retro am Sa Okt 21, 2017 11:50 pm bearbeitet; insgesamt 32-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:22 am

E

EAT THE RICH



Jerry, ein schwuler Kellner, arbeitet im Yuppie-Restaurant „Bastards“- bis sein Chef, der ihn aufgrund seines tuckigen Benehmens nicht abhaben kann, ihn rauswirft.
Vom Leben angepisst will Jerry sich daraufhin an der reichen Gesellschaft rächen, und gründet mit ein paar abgedrehten Freaks eine Rebellengruppe.
Zusammen mit seinen neuen Freunden stürmt Jerry das Bastards und richtet dort ein Massaker an.
Sie töten die Geschäftsführer, die Angestellten und auch die Gäste des Lokals- und stapeln die Leichen in der Küche.
Nun wird das Lokal unter dem Namen „Eat the rich“ neu eröffnet, und zahlreiche Gäste kommen...
Was sie nicht wissen: Jerry und seine Freunde verarbeiten die gestapelten Leichen zu Hackfleisch, und geben es den Gästen zu essen-
wenn das Fleisch ausgeht, werden auch mal Gäste in die Küche geholt.
Als jedoch irgendwann der faschistische, Schwulenhassende, Sex und Dosenbiersüchtige Innenminister Nosher Powell im Restaurant auftaucht,
und bemerkt dass mit dem essen was nicht stimmt, geht das Chaos erst richtig los...

Tiefschwarze Gesellschafts-Satire mit einer etwas anderen Starbesetzung:
Lemmy (mit Motörhead), Wendy O. Williams, Shane McGowan, Paul McCartney, Bill Wyman, Robbie Coltrane...
Soundtrack? Motörhead!
Die Story  ist total abgefahren- aber irgendwo auch vollkommen nachvollziehbar.
Die Schauspieler passen alle perfekt in ihre Rollen, die vielen Gastauftritte sind ebenfalls sehenswert.
„Eat the rich“ bietet Anarchie, tiefschwarzen Humor und gesellschaftliche Kritik- auch wenn wohl nicht jeder mit dem Film warm werden wird...

10/10

EIN FREMDER OHNE NAMEN



Ein unbekannter (Clint Eastwood) kommt in der Stadt Lago an- und tötet bei seiner Ankunft ein paar schießwütige Cowboys einer Bande, welche die Stadt terrorisiert.
Er beschließt länger zu bleiben- was den meisten Bewohnern nicht gefällt, da er alle ziemlich von oben herab behandelt.
Nach der Demonstration seiner Schießkunst wird er aber mit einer hohen Summe, und der Bedingung der totalen Kontrolle über die Stadt,
als Schutz vor den Auftraggebern eben jener Revolverhelden engagiert.
Diese haben zuvor den Marshal der Stadt zu Tode gepeitscht, während alle anderen, aus Angst selbst getötet zu werden, nur tatenlos zusahen.
Der ganze Ort wird umgekrempelt, alle müssen ihre Häuser verlassen- die komplette Stadt wird rot gestrichen und in "Hell" umbenannt,
und man wartet auf die Ankunft der Mörder des Marshals.
Als es soweit ist, stehen die Bewohner alleine da- der Fremde hat sich scheinbar verzogen...

Die letzte Einstellung des Films, bevor Eastwood zurück in die Wüste reitet (und schön zweideutig im Hitzeflimmern verschwindet),
zeigt den einzigen Bewohner des Dorfes dem er freundlich gesonnen war, wie er  Eastwood sagt, dass er immer noch nicht seinen Namen wisse.
Im Oiginalton kommt als Antwort "Yes, you do!" und die Kamera schwenkt auf den Grabstein des ermordeten Marshals.
In der deutschen Version wird ihm leider in den Mund gelegt, dass er der Bruder des verstorbenen sei.
Somit haben wir hier einen leicht übernatürlichen angehauchten Western, der geschickt mit der Rache aus dem Totenreich spielt-
sowohl an den Bewohnern, die nichts unternahmen (die schockierende Erkenntnis, alleine und hilflos dazustehen, wenn der gefürchtete Gegner kommt),
als auch die Hinrichtung der Mörder, die in die "Hölle" kommen.
Meines Erachtens einer der besten Western, die je gedreht wurden.

10/10

EIN KIND ZU TÖTEN



Tom und seine schwangere Freundin Evelyn machen Urlaub in Spanien.
Am eigentlichen Zielort ist ihnen jedoch zuviel los, da dort gefeiert wird, und man dadurch kein gutes Hotelzimmer kriegt-
so dass sie beschließen, ein Boot zur nahegelegenen Insel Almanzora zu mieten, um sich dort einzuqartieren.
Dort angekommen, bemerken sie recht schnell, dass auf der Insel scheinbar nur Kinder sind-
alle Läden und das einzige Hotel sind zwar offen, aber kein einziger Erwachsener ist zu sehen.
Als sie jedoch Zeuge werden, wie ein kleines Mädchen einen alten Mann totprügelt, der versucht hatte sich zu verstecken-
und sie kurz darauf weitere tote finden, vermuten sie, dass die Kinder von einer seltsamen Krankheit besessen sind, die sie alle Erwachsenen als Feinde ansehen lässt.
Scheinbar wussten sich die Erwachsenen nicht gegen die eigenen Kinder zu wehren- und schon bald werden auch Tom und Evelyn angegriffen...

Erstmals ungekürzt und mit übersetztem Originaltitel ist dieser kleine, eher unbekannte spanische Film inzwischen auch bei uns offiziell erschienen-
und vom Index genommen worden.
Die Erstauflage lief bei uns unter dem völlig schwachsinnigen Titel „Tödliche Befehle aus dem All“,
wurde inhaltlich sinnentstellt, der Anfang und das Ende gekürzt- und trotzdem noch indiziert.
Die Story an sich ist sehr interessant, der Schauplatz der recht trostlosen Insel perfekt gewählt- und die Kinder wirken teils wirklich sehr bedrohlich...
Dummerweise verhalten sich die Erwachsenen Hauptdarsteller teils recht unlogisch, so dass es den Film einen Punkt kostet.

8/10

EKEL



Carol (Catherine Deneuve) ist jung, hübsch- und extrem introvertiert. Besonders was den Umgang mit Männern angeht.
Sie lebt mit ihrer Schwester zusammen, und arbeitet in einem Schönheitssalon, ist somit fast ausschließlich von Frauen umgeben.
Trotzdem ist sie auf dem Weg zur Arbeit einem jungen Mann aufgefallen, welcher immer wieder versucht Kontakt zu ihr aufzunehmen.
Als Carol's Schwester einen Freund mit in ihr gemeinsames zuhause bringt, fühlt Carol sich bedroht, und beginnt langsam pParanoia und psychotische züge zu entwickeln.
Richtig schlimm wird es, als ihre Schwester mit ihrem Freund gemeinsam in den Urlaub fährt, und sie alleine in der großen Wohnung zurückbleibt.
Carol steigert sich in düstere Phantasien, wird depressiv, und verliert daraufhin ihren Job.
Dies bemerkt natürlich auch ihr Verehrer, welcher sie daraufhin zuhause ausfindig macht-
doch Carol's Psyche ist inzwischen alles andere als stabil, und sie fühlt sich durch den Besuch eines Mannes bedroht...

Ein Frühwerk von Roman Polanski, in schwarz/weiss gedreht, und sehr langsam, aber eindringlich erzählt.
Wer einfach nur unterhalten werden will, liegt bei diesem Film wohl falsch.
Hier geht es nicht um eine spannende Handlung, sondern um den geistigen Verfall eines Menschen, der von seiner Umgebung nicht als Krank erkannt wurde.
Somit ist "Ekel" eher Drama als Thriller, dies allerdings in Perfektion.
Beängstigend gut gespielt, mit schrägen Kamerawinkeln gefilmt, und auf einen Soundtrack wurde komplett verzichtet.
Pure stille und Einsamkeit kann verstörender wirken, als die beste Musikuntermalung.

10/10

EVIL



Schweden in den 50er Jahren:
Der 16-jährige Erik wird zuhause beinahe täglich von seinem Stiefvater misshandelt,
und fliegt von der Schule als er seinen Frust zum wiederholten male mit brutalen Schlägen an einem Mitschüler auslässt.
Damit er dennoch einen Schulabschluss machen kann, verkauft seine Mutter den Familienschmuck, und schickt ihn mit dem Geld auf das Elite-Internat Stjärnsberg.
Hinter den Mauern der angesehenen Lehranstalt herrscht allerdings ein System aus Gewalt und Erniedrigung,
mit dem ein Schülerrat aus Oberstufenschülern die jüngeren und neuen Mitschüler unterdrückt.
Erik ist seinen Peinigern zwar körperlich überlegen, versucht aber alle Schikanen und Brutalitäten hinzunehmen, um nicht erneut der Schule verwiesen zu werden...

Ein rundum gelungenes und überzeugendes Drama aus Schweden.
Die Darsteller agieren überzeugend, und die Grundaussage des Films ist trotz der dargestellten Gewalt positiv.
Ein kleines, relativ unbekanntes Meisterwerk!

10/10

EXTERMINATOR  



Als Michael Jefferson (Steve James), der beste Freund des Vietnamveteranen John Eastland (Robert Ginty) von einer Strassengang zum Krüppel geschlagen wird,
begibt John sich auf einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen New Yorks Verbrecher, Dealer und Gangs.
Schon bald kennt und fürchtet man ihn überall als den Exterminator...

Uncut teils sehr brutal und generell moralisch fragwürdig, denn Selbstjustiz wird als einzige Problemlösung dargestellt.
Ein klassischer 80'er Jahre Actiontitel, der immerhin so erfolgreich war, dass er eine Fortsetzung nach sich zog.

7/10

EXTERMINATOR II



Der Exterminator John Eastland (Robert Ginty) ist noch immer unterwegs, um die Straßen New Yorks vom Yerbrechen zu säubern.
Das gefällt „X“ (Mario van Peebles), dem Anführer der größten Bande von New York natürlich gar nicht-
so dass dieser mal eben einen Geldtransporter überfällt, um sich mit dem Geld stärkere Waffen zu besorgen.
Als die Bande eine Freundin von John überfällt, schnappt sich dieser seinen Flammenwerfer und einen Mülltransporter, und räumt in der Unterwelt auf...

Völlig unnötige Fortsetzung, die absolut nichts neues bietet.
Gewaltausbrüche, Geballer und Brutalitäten machen eben noch lange keinen guten Film.
Erst recht nicht, wenn auf der Gegenseite Einfallslosigkeit, Unlogik und unfreiwillige Komik stehen.

3/10

DER EXORZIST



Die 12-jährige Regan zeigt plötzlich auftretende Veränderungen ihres Wesens, und schockiert damit ihre Mutter.
Sie benimmt sich seltsam und gibt obszöne Worte von sich.
Das ganze gipfelt zunächst in unerklärlichen Erschütterungen ihres Krankenbettes.
Diverse Ärzte finden keinen Grund für das Verhalten und sind ratlos.
Als die vermeintlichen Anfälle schlimmer werden, und ein Freund der Familie, welcher auf Regan aufpassen sollte,
auf mysteriöse Art aus dem Fenster fällt und stirbt, ist ihre Mutter der Verzweiflung nahe.
Nun steht auch Polizei-Lieutenant William Kinderman vor einem Rätsel, denn der tote wird mit um 180 Grad verdrehten Kopf gefunden.
Erst der hinzugezogene Pater Karras kommt auf die Idee, es einmal mit Exorzismus zu versuchen- und tatsächlich:
Im Körper von Regan hat sich ein Dämon eingenistet, welcher sich als der Teufel selbst bezeichnet.
Pater Merrin, einer der wenigen geistlichen mit Erfahrungen im Exorzismus wird zur Hilfe gerufen- und nimmt den Kampf auf...

Als der Film 1973 in die Kinos kam, war ein großer Teil des Publikums schockiert.
Auch heute noch verfehlt der Film seine Wirkung nicht, die Schauspieler sind erstklassig, und die Tricks immer noch überzeugend.
Man ist zwar inzwischen ähnliches aus dem Horrorfilm-Bereich gewohnt, das macht den "Exorzist" aber nicht schlechter.
Regisseur Friedkin war der richtige Mann für diesen Film, und hat zusammen mit William Peter Blatty, welcher die Romanvorlage geschrieben hat,
hier durchaus ein kleines Meisterwerk vorgelegt, welches Vorbild für diverse andere Filme dieser Art war. Bis heute übrigens.
Meiner Meinung nach zerstört der Director's Cut allerdings ein wenig die Spannung des Films.
Wenn Regan hier schon zu Beginn mit einem Ouija-Brett spielt, ist das schon fast zu offensichtlich-
da kann man ja schon nichts anderes mehr erwarten als Besessenheit.
Andererseits sind die zusätzlichen Szenen der besessenen Regan durchaus sehenswert,
und schlagen Tricktechnisch immer noch so manchen aktuellen Film.

9/10

DER EXORZIST II - DER KETZER



Vier Jahre nach dem Exorzismus ist Regan ein hübscher Teenager geworden, und lebt soweit es ihr möglich ist, wieder ein normales Leben.
Schon bald wird Regan allerdings von quälenden Träumen und bizarren Visionen geplagt, in denen auch der tote Exorzist Pater Merrin vorkommt.
Pater Lamont wird vom Vatikan entsandt um zu helfen- und findet den Ursprung der Besessenheit in Afrika.
Dort war Kokumo, ein afrikanischer Junge, vom Dämon Pazuzu besessen, welcher sich in Form eines Heuschreckenschwarms über die Welt bewegt.
Nun ist Pazuzu wieder in Regan gefahren, und gewinnt immer mehr Kontrolle über sie.
Mit Hypnose, Exorzismus und einer speziell gezüchteten aggressiven Heuschrecken-Art versucht man nun, Pazuzu endgültig zu besiegen...

Trotz guter Besetzung (Richard Burton, Max von Sydow, wieder Linda Blair als Regan)
und dem als geradezu von seinen Filmwerken besessen bekannten Regisseur John Boorman wurde der zweite Teil ein finanzieller Flop.
Dabei bietet dieser Teil durchaus eine durchdachte Handlung, welche die Geschichte gut weiterführt und auch erweitert.
Vielleicht war aber auch genau das sein Problem:
Inhaltlich war der erste Teil ja nur eine recht einfache, aber perfekt umgesetzte Geschichte. Gut gegen Böse.
Boorman dagegen versucht das ganze vielschichtiger zu erzählen, geht mehr auf die Figuren und Hintergründe ein.
So gesehen ist "Exorzist II" vielleicht sogar der anspruchsvollere Film, was diesen allerdings auch deutlich sperriger zu konsumieren macht.
Ich finde ihn keineswegs so schlecht, wie er oft gemacht wird- aber an den ersten Film kommt er trotzdem bei weitem nicht heran.

5/10

DER EXORZIST -III



In Washington geht ein Serienkiller um, welcher seine Opfer verstümmelt.
Er hinterlässt zudem Zeichen, welche auf den sogenannten "Gemini-Killer" schließen lassen.
Das Problem: Dieser wurde vor 15 Jahren hingerichtet. Polizei-Lieutenant William Kinderman steht erneut vor einem Rätsel.
Als er allerdings an einen neuen Tatort in einem Krankenhaus gerufen wird, findet er dort nicht nur einen auf mysteriöse Art ermordeten Pater,
sondern auch einen namenlosen, unbekannten Patienten- welcher dem totgeglaubten Pater Karras äusserst ähnlich sieht.
Kinderman befürchtet das schlimmste- und soll recht behalten...

Die Geschichte um Regan ist abgeschlossen, der dritte "Exorzist" kommt in seiner Grundhandlung größtenteils eigenständig daher,
nimmt aber Bezug auf einige Personen des ersten Films.
William Peter Blatty, Autor und Drehbuchschreiber des Originals, hat hier seinen Roman "Legion" in ein Drehbuch umgewandelt-
und auch selbst die Regie der Verfilmung übernommen.
Mit George C.Scott (welcher den verstorbenen Lee J.Cobb als Lt. Kinderman ersetzt),
Brad Dourif, Scott Wilson und Jason Miller sind auch wieder bekannte Namen dabei.
Rein optisch kommt "Exorzist III" nicht mehr so düster daher wie die beiden Vorgänger- inhaltlich allerdings durchaus.
Die Bilder sind opulent, teilweise regelrecht bunt, jedenfalls wirkt alles deutlich moderner, was aber auch dem Drehjahr (1990) entspricht.
Der Film ist allerdings größtenteils eher Mystery-Thriller als Horror,
erst am Ende kommen zur durchaus spannend erzählten Geschichte auch ein paar Schockmomente dazu.

7/10

EXORZIST - DER ANFANG



1949 reist der junge Pater Merrin nach Afrika, da dort eine scheinbar absichtlich verschüttete Christliche Kirche bei Ausgrabungen gefunden wurde.
Unter der Kirche findet man eine Opferstätte des Dämons Pazuzu, welcher durch die darauf gebaute Kirche gebannt werden sollte.
Schon bald trifft Merrin jedoch auf einen kleinen Jungen, der scheinbar von diesem Dämon besessen ist, und deshalb getötet werden soll...

Diese Version des Films, welche auch im Kino zu sehen war, basiert zwar auf der ursprünglichen Fassung von Regisseur Paul Schrader,
jedoch waren die Produzenten und ein Testpublikum der Meinung, der Film sei zu ruhig- und sogar langweilig.
Daher wurde Action-Spezialist Renny Harlin herangezogen um den Film umzuschneiden,
neue Szenen nachzudrehen, und den Film somit Actionreicher und brutaler zu gestalten- was ihm auch durchaus gelungen ist.

DOMINION – EXORZIST – DER ANFANG DES BÖSEN



Als "Dominion" wurde kurz darauf auf dem DVD-Markt dann doch noch die ursprüngliche Version veröffentlicht.
Die Grundhandlung ist hier natürlich die selbe, aber teils etwas ausführlicher erzählt, und mit nur wenigen Brutalitäten angereichert.
Das muss ja nicht mal unbedingt schlecht sein, auch sind die Teile der Geschichte, die man nur hier sieht, inhaltlich sehr interessant-
allerdings sind in dieser Version auch mehrere Szenen enthalten, die dermaßen schlecht getrickst sind, dass sie den Gesamteindruck leider etwas runterziehen.

Der Film bietet in beiden Versionen eine interessant erzählte Geschichte, gute Schauspieler, eine sehr starke Atmosphäre, aber leider teils miserabel einkopierte Tricks,
die sich bei Renny Harlin in Grenzen halten (die kurze Szene mit den Hyänen), bei Paul Schrader aber einfach nur nervig sind
(mehrere Szenen mit Hyänen und die peinlichen Kühe...).
Für Fans der Exorzist-Filme sind beide Versionen jedoch beinahe pflicht, wird hier doch die komplette Vorgeschichte,
welche in Rückblicken schon im Jahre 500 nach Christus beginnt, der erfolgreichen Filmserie erzählt.
Die Kinoversion bietet mehr für's Auge (und hat den atmosphärischeren Anfang), die Dominion Version bietet dafür aber mehr Geschichte.
Ein Zusammenschnitt beider Filme, und neu überarbeitete Tricks wären hier echt wünschenswert...

Der Anfang: 7/10
Dominion: 6/10

THE EYE



Eine bereits als Kind erblindete junge Frau erhält eine Hornhaut-Transplantation, und kann daraufhin wieder sehen- aber sie sieht mehr als sie sollte...
Schon in der ersten Nacht nach der Operation erkennt sie im Krankenhaus schemenhaft einen Mann, der ihre Bettnachbarin aus dem Zimmer führt-
am nächsten Tag erfährt sie dass die Frau in der Nacht gestorben ist.
Immer öfter sieht sie verschwommen erscheinende Gestalten, bis sie begreift: Sie sieht den Tod, der seine Opfer holt.
Zusammen mit einem jungen Arzt beginnt sie zu erforschen, wer die Hornhaut-Spenderin war, und was es mit ihrer Fähigkeit auf sich hat...

Spannender Japan-Horror der zum Ende hin noch recht brutal in seiner Darstellung wird.

9/10

THE EYE 2



Joey Cheng hat sich von ihrem Freund getrennt und versucht ihren Frust mit Medikamentenkonsum zu lindern.
Dummerweise übertreibt sie es eines Tages, und erwischt eine Überdosis...
Dem Tod nahe, sieht sie seltsame Gestalten um sie herum stehen, dann wird es dunkel.
In letzter Sekunde gerettet, folgt im Krankenhaus der nächste Schock: Joey ist schwanger!
Als ob das noch nicht genug wäre, sieht sie auch weiterhin für andere unsichtbare Personen- und eine davon scheint es auf ihr ungeborenes Kind abgesehen zu haben...

Gute Pseudo-Fortsetzung  (hat Handlungsmäßig nichts mit dem ersten Teil zu tun) mit einigen netten Schocks und  brauchbaren Darstellern.

7/10


Zuletzt von Retro am Fr Okt 20, 2017 11:54 pm bearbeitet; insgesamt 17-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:23 am

F

THE FAST AND THE FURIOUS



Los Angeles: Immer wieder werden LKW-Fahrer von einer Bande in aufgemotzten Autos während der fahrt überfallen, und deren Fracht gestohlen.
Aufgrund der getunten Fahrzeuge glaubt die Polizei, dass die Täter in der illegalen Straßenrennen-Szene zu finden sind,
und schleust den Cop Brian O'Conner (Paul Walker) in die Tuning-Szene ein.
Recht schnell trifft dieser auf Dom Toretto (Vin Diesel), den besten der illegalen Fahrer, und verliebt sich in dessen Schwester Mia (Jordana Brewster).
Dom organisiert zusammen mit seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) die illegalen Rennen, die nicht nur Geld bringen,
sondern durch immer stärkeres Tuning natürlich auch unmengen an Geld kosten- welches durch eben die Überfälle reingeholt wird.
Als die Trucker ankündigen, wegen des anhaltenden Misserfolges der Polizei zur Selbstjustiz zu greifen, und sich bewaffnen, wird das ganze für alle beteiligten gefährlich...

Wer eine intelligente oder gar neue Story sucht, ist hier falsch.
Wenn man aber auf getunte Autos, rasante Rennen, gute Stunts, schnelle, aber nicht hektische Kamerafahrten steht, kommt man hier auf seine kosten.
Die Negativpunkte, zumindest nach meinem Geschmack, sind:
Bis auf wenige ausnahmen gibt’s hier nur getunte Reiskocher, erst am Ende donnert aus der Surround-Anlage der klang eines Musclecars.
Davon hätte ich doch gerne mehr gehabt/gehört.
Der Soundtrack besteht leider größtenteils aus nervigem Hiphop- und wie immer nervt die ekelhafte krass-coole Hackfresse von Michelle Rodriguez.
Fazit: Hirnlos, aber optisch toll umgesetzt- und durchaus unterhaltsam.

7/10

2 FAST 2 FURIOUS

Aufgrund der Ereignisse im Vorgänger wird Brian O'Connor die Dienstmarke entzogen- worauf er sich selbst privat in der Rennszene herumtreibt.
Als er bei einem Rennen von der Polizei gestellt wird, wird er vor die Wahl gestellt: Knast oder gefährlicher Undercover-Einsatz im Milieu.
Ein verdächtiger Geschäftsmann in Miami, der in Drogengeschäfte verwickelt sein soll, und nebenbei auch in die illegalen Straßenrennen verstrickt ist, muss überwacht werden-
so dass Brian seine Marke wiederkriegt.
Da der Auftrag nur schwer alleine zu schaffen ist, stellt er als Bedingung,
seinen ebenfalls einschlägig bekannten alten Kumpel Roman Pearce (Tyrese Gibson) als Verstärkung zu kriegen.
Das Problem ist: Die beiden haben sich zuletzt nicht freundschaftlich getrennt...

Vin Diesel hatte wohl keine Lust mehr bei diesem noch stumpferen Drehbuch als im Vorgänger mitzuspielen, und drehte lieber seinen “Triple X“,
so dass die Last der Hauptrolle hier alleine auf Paul Walker liegt.
Dieser macht seine Sache sogar recht gut, an dem äusserst mittelmäßigen Gesamteindruck des Films kann er aber auch nichts ändern.
Hier stehen die Action, die Mädels, die nervige Musik, und die getunten Reiskocher noch mehr im Vordergrund, die Handlung interessiert kaum.
Lustigerweise hat man auch im zweiten Teil dafür gesorgt, dass dem Zuschauer eine nervige Gesichtsbarracke als Schönheit verkauft werden soll:
War es im Vorgänger noch die nervige Rodriguez, packt man hier nochmal ne Schaufel drauf, und lässt Devon Aoki in die Kameras grinsen.
Für Freunde krasser Checker in getunten Reiskochern und generell Hiphop-Fans ist der Film sicher einen blick wert, ich persönlich fand ihn eher ärgerlich.
Lediglich die Rennszenen selbst sind wieder aufwändig gefilmt und sehenswert.

3/10

THE FAST AND THE FURIOUS – TOKYO DRIFT

Sean Boswell (Lucas Black), ein Autofreak, steht auf illegale Straßenrennen, die ihm schon so oft ärger bereiteten, dass er nun vor der Wahl steht:
Jugendknast, oder das Land verlassen.
Also ab nach Tokyo zu seinem Vater, der dort lebt.
Schon nach kurzer Zeit lernt er einige Leute aus Tokyo's Rennszene kennen, und wird herausgefordert-
doch hier werden keine normalen Rennen gefahren, sondern gedriftet, was er bisher nicht einmal kannte...
Natürlich gibt´s dann auch noch Stress mit anderen aus der Rennszene und sogar der Yakuza.

Musste das denn sein? Nach dem eh schon schwachen zweiten Teil wird die Messlatte gleich noch ein paar Meter weiter runter gesetzt.
Eine Story, die vermutlich ein Kind mit vorliebe für Plastik-Autos geschrieben hat, Schauspieler die wohl dafür bezahlt haben mitspielen zu dürfen,
und hässliche Plastikverspoilerte Reiskocher wohin man sieht.
Dass zum Ende des Films dann auch noch ein Japsen-Motörchen in einen Mustang eingebaut wird setzt dem ganzen dann die Krone der Peinlichkeiten auf.
Einzig und alleine der Schlussgag war ganz nett- ebenso der kurze Auftritt von Sonny Chiba.
Scheinbar hatte nicht mal mehr Paul Walker lust auf diesen Mist, verständlicherweise...

1/10

FAST & FURIOUS

Dom Toretto lebt inzwischen mit Freundin Letty in Costa Rica.
Doch Dom will nicht ewig so weitermachen- und auch nicht Letty's leben zerstören, da er immer noch gesucht wird. Er verlässt sie, und taucht alleine unter.
Einige monate später erfährt Dom, dass Letty in Los Angeles ermordet wurde.
Auf der Suche nach den Mördern kehrt Dom zurück, erfährt dass ein Drogenbaron darin verwickelt sein soll-
und trifft seine Schwester Mia sowie den Ex-Cop, und inzwischen FBI-Agent, O'Conner.
Gemeinsam versucht man nun herauszufinden, was Letty mit der Sache zu tun hatte- und mischt nebenbei natürlich auch das Drogenkartell gewaltig auf...

Ganz klar, die Story ist hier wieder nebensache.
Allerdings entfernt man sich hier erstmals ein Stück von der bisherigen Haupthandlung um illegale Autorennen, und setzt verstärkt auf Action.
Dank der Originalbesetzung funktioniert der Film auch ähnlich gut, wie schon der erste Teil-
toll gefilmte Autorennen durch die nächtliche Stadt und die Mexikanische Wüste machen Laune,
und dass die nervige Rodriguez nur eine kurze Rolle hat, ist in meinen Augen ebenfalls ein Pluspunkt.
Flotte Inszenierung, coole Sprüche, eine schöne Auswahl an Fahrzeugen- und natürlich die Originalbesetzung des ersten Teils garantieren gute Unterhaltung mit wenig Hirn.

7/10

FAST & FURIOUS 5

Dom Toretto wird zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.
Bei der Überführung ins Gefängnis wird er jedoch von seiner Schwester Mia und Brian O'Conner befreit-
so dass sie danach alle untertauchen müssen.
Es gelingt ihnen sich in Rio de Janeiro zu verstecken, doch irgendwann ist man gezwungen, zu Geld zu kommen.
Brian sagt einem bekannten zu, bei einem vermeintlich einfachen Autodiebstahl mitzuhelfen- doch dahinter steckt deutlich mehr.
Der Überfall gelingt, allerdings sterben dabei einige FBI-Beamte, die für den Transport zuständig waren.
Denn die Fahrzeuge wurden vom FBI konfisziert, und gehören Gangsterboss Reyes- und dieser will sie wiederhaben.
In einem der Fahrzeuge sind Hinweise auf alle Verstecke von Reyes' Vermögen auf einem Chip gespeichert.
Somit ist jetzt nicht nur das FBI unter der Führung von Agent Hobbs (Dwayne Johnson) hinter ihnen her, sondern auch die Männer von Reyes.
Man beschliesst, einige alte Bekannte zu kontaktieren, darunter auch O'Conners alten kumpel Roman Pearce, um Reyes sein Vermögen abzunehmen-
und damit endgültig untertauchen zu können.
Doch Hobbs ist ihnen mit seinem schwerbewaffneten Einsatzkommando schon auf den Fersen...

Die Wandlung zum Actionfilm mit einigen Rennszenen, die sich im Vorgänger schon andeutete, ist hier vollzogen.
Mit Dwayne Johnson hat man Vin Diesel einen würdigen Gegner entgegengesetzt,
der nicht nur optisch gut in den Film passt, sondern auch Spaß an seiner Rolle zu haben scheint.
Trotz der eher langen Laufzeit von über zwei Stunden kommt hier keine Langeweile auf, dafür sorgen Prügeleien, große Waffen, tolle Autojagden und coole Sprüche.
Auch die Idee, viele Nebenrollen aus den Vorgängern wieder auftauchen zu lassen ist gelungen.
Lediglich den Schlussgag fand ich diesmal echt daneben... trotzdem der bisher beste Teil der Reihe!

8/10

FAST & FURIOUS 6

Dank der Millionenbeute aus dem letzten Coup führen Dom, Brian und der Rest der Crew ein luxuriöses Leben in Südamerika, da man von dort nicht ausgeliefert wird.    
Eigentlich wollen sie alle nur noch in Ruhe ihr Leben führen, doch es dauert nicht lange bis Agent Hobbs bei Dom auftaucht- mit einem aktuellen Foto von Letty.
Hobbs bittet Dom und sein Team um Unterstützung, da in Moskau ein schwer bewachter Militärtansport überfallen und ausgeraubt wurde.
Da waren Profis mit speziellen Fahrzeugen am Werk- was liegt da näher, als eben solche um Hilfe zu bitten?
Dom lehnt allerdings zunächst ab, bis er erfährt wo das Foto von Letty aufgenommen wurde: Sie war an dem Überfall beteiligt...

Im Grunde eine gelungene Fortsetzung, wenn da nur nicht dieses vollkommen lächerliche Ende wäre...
Die Verfolgungsjagd mit den "Rampcars" am Anfang des Films ist allerdings eines der Highlights der gesamten Reihe.
Ansonsten alles wie gehabt: Spektakuläre, aber übertriebene Action, eine Portion Story, coole Sprüche, und flotte, rasant gefilmte Autorennen samt einem Panzer.
Das unendlich in die Länge gezogene Ende auf der Flugzeugrollbahn zieht den Film allerdings dermaßen runter, dass ich einige Punkte abziehen muss.
Allerdings machen die letzten Szenen im Film, welche den Abspann unterbrechen, durchaus Neugierig auf den nächsten Teil...

6/10

FAST & FURIOUS 7

Owen Shaw, der Anführer der gegnerischen Gruppe aus dem Vorgängerfilm, hat zwar schwer verletzt überlebt, ist aber stark entstellt und nicht mehr ansprechbar.
Allerdings hat er einen Bruder, den extrem brutalen Deckard (Jason Statham), welcher einst für die Regierung die Dreckarbeit erledigte-
und die 20 Mann, die ihn irgendwann töten sollten im Alleingang ausschaltete.
Er verwüstet das komplette Krankenhaus in dem sein Bruder liegt- und erlöst ihn von seinen Qualen.
Danach startet er einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Truppe von Dom Torretto.
Diese kriegen allerdings Unterstützung einer obskuren Regierungsorganistaion unter der Leitung von "Nobody" (Kurt Russel)...

Klar, die F&F Reihe lebt schon immer von teils übertriebenen Actionszenen- aber mit dem siebten Teil werden die Actionszenen langsam echt lächerlich.
Keine Frage: Aufwändig gemacht und toll gefilmt ist das alles immer noch, aber mir wird die Reihe langsam einfach zu Blöd.
Dazu kommt, dass der siebte Teil gleichzeitig eine Fortsetzung vom Vorgänger, aber seltsamerweise auch vom dritten Teil, "Tokyo Drift" ist.
Da hilft es auch nur bedingt, dass die Neuzugänge in der Reihe hervorragend passen, und Statham einen wirklich coolen Gegner abgibt.

6/10

FAST & FURIOUS 8

Dom und Letty verbringen ihre Flitterwochen in Havanna, und versuchen ein normales Leben zu führen.
Das ändert sich schon bald, denn Cyber-Terroristin Cypher taucht aus dem nichts auf-
und es gelingt ihr, Dom durch Erpressung zum Verräter an seiner Familie und seinen Freunden zu machen.
Dom gelingt mit Hilfe von seinem Team und Hobbs eine gefährliche EMP-Waffe zu stehlen.
Kaum haben sie das geschafft, setzt Dom erst Hobbs ausser Gefecht, verschwindet dann mit besagter Waffe, und liefert sie bei Cypher ab.
Auftritt Mr.Nobody: Diesem gelingt es, sowohl Dom's Familie und Team, als auch Hobbs und seinen Erzfeind Deckard an einen Tisch zu kriegen.
Gemeinsam sollen sie alle jetzt Cypher das Handwerk legen, die Waffe zurückholen- und klären, warum Dom scheinbar die Seiten gewechselt hat...

Schon der Einstieg in den Film ist natürlich "dezent" übertrieben- kommt aber zugegebenermaßen cool rüber und ist wie üblich spektakulär gefilmt.
Ebenso rasant (und übertrieben) geht es weiter- nur, dass es diesmal einfach Spaß macht zuzusehen, was man hier für Ideen und Gegner aufgefahren hat.
Die coolsten Szenen haben hier allerdings Johnson und Statham- dagegen können Diesel und seine restliche Crew einpacken.
Russel kommt ebenfalls recht cool daher- er passt inzwischen richtig gut in die Reihe.
Die böse Gegenspielerin des Teams verkörpert Charlize Theron überzeugend, und sogar Helen Mirren hat eine kleine Rolle übernommen.
Nur Scott Eastwood bleibt eher blass, und fällt eigentlich nur durch die unübersehbare Ähnlichkeit zu seinem Vater auf.
Generell geht F&F 8 mehr in Richtung Agentenfilm mit vielen Actionszenen, der Regie-Wechsel zu Gary Grey hat dem Film wahrlich gut getan.
Auch die Auswahl der Fahrzeuge ist diesmal überragend, selten so viele wirklich coole Autos (und Kettenfahrzeuge) in einem Film gesehen.
Bei der Jaws-Anspielung kurz vor Ende musste ich wirklich lachen- macht Spaß, der Film!
Überraschung gelungen. Meiner Meinung nach der bisher beste Teil der Reihe. Hätte ich nach den beiden vorherigen Filmen nicht mehr geglaubt.

9/10

FEED



Ein australischer Cop, der auf Internetkriminalität spezialisiert ist, stößt bei seinen Recherchen auf eine Fetischseite, die sich mit sogenannten „Feedern“ beschäftigt-
Männern, die Frauen solange mästen, bis sie bewegungsunfähig sind.
Bei genaueren Nachforschungen stößt er auf eine vermisst gemeldete 300kg schwere Frau,
und vermutet, dass einige der im Netz gefundenen Frauen eventuell nicht ganz freiwillig auf diesen Seiten zu sehen sind.
Seine Vorgesetzten allerdings sehen in einem Fetisch, der daraus besteht Frauen zu füttern, keinen Grund einzugreifen-
ist ja schließlich nichts ungesetzliches, so dass er auf eigene Faust der einzigen Spur folgt, die er herausfinden konnte- und die ihn nach Ohio führt.
Wie sich recht schnell herausstellt, lag er mit seinem Verdacht richtig, doch der Betreiber der Website ist nicht gerade einfach zu fassen-
ist er doch keinesfalls dumm, psychologisch gebildet und genau wissend, dass er sich in einer gesetzlichen Grauzone bewegt,
solange man ihm keine Entführung, Gefangenhaltung, oder gar einen Mord nachweisen kann...

Der Film ist ganz klar nicht unbedingt für den Mainstream-Zuschauer gemacht, sind hier doch wirklich einige sehr unappetitliche Bilder zu sehen.
Die sexuelle bBefriedigung einiger Männer, die diesem Fett-Fetisch huldigen kann man durchaus seltsam finden, und das ist noch nett ausgedrückt.
Immerhin hat sich hier aber Brett Leonard, also ein ein nicht gerade unbegabter Regisseur an dieses Thema gewagt-
und auch durchaus einiges an kranker Stimmung und Spannung heraufbeschworen.
Die Geschichte beginnt ruhig, stellt allerdings von Anfang an klar, dass es hier um nicht alltägliche Handlungen geht.
Die Hauptfiguren werden gut eingeführt, auch auf die seelischen Probleme der Figuren wird eingegangen,
im Verlauf der Geschichte steigern sich die Spannung und seltsame Grundstimmung des Films bis zum bösen Ende immer weiter.
Die Freigabe ab 18 sollte man in diesem Film übrigens durchaus ernst nehmen, obwohl der Grad an Gewaltdarstellung an sich sehr niedrig ist.
Definitiv sehenswert, solange man sich nicht beim anblick einer nackten 300kg-Frau ekelt...

8/10

FELIDAE



Francis, ein neu in die Gegend gezogener Kater, erfährt von einer Mordserie unter Katzen in seiner Umgebung, und fängt aus reiner neugier an nachzuforschen.
Dabei gerät er in einen Strudel aus Gewalt, Tierversuchen, sexuellem verlangen und bizarren Alpträumen...

Zeichentrick-Verfilmung des Kultromanes von Akif Pirincci.
Dieser Film ist alles mögliche- aber KEIN Kinderfilm! Der eher anspruchsvollen Geschichte mögen Kids ja eventuell noch folgen können-
aber die Gewaltdarstellung in diesem nach dem Cover nett aussehenden Trickfilm ist doch sehr drastisch.
Als Fan des Autors muss man sich den Film natürlich ansehen- und wird angenehm überrascht!
Das Niveau der Zeichnungen ist recht hoch, und die Sprecher sind erstklassig ausgesucht.
(Uwe Ochsenknecht, Helge Schneider, Klaus Maria Brandauer, Mario Adorf...)

10/10

FIDO



Nach den sogenannten „Zombie-Kriegen“:
Die übriggebliebenen Untoten werden von den Menschen mittels eines Halsbandes, welches den Hunger auf Menschenfleisch unterdrückt,
zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft, anders gesagt: Arbeitern und Dienern gemacht.
Wer etwas auf sich hält, hat keinen Hund zuhause, sondern einen Zombie.
Die Familie Robinson kriegt mit dem Zombie Fido ein ganz besonderes Exemplar ab, welches menschliche Gefühle erkennen lässt,
und sich auch mit Timmy, dem Sohn der Familie näher anfreundet.
Eines Tages jedoch geschieht beim spielen mit Timmy ein Missgeschick- und Fido knabbert eine unsympathische Nachbarin an...

Der Versuch, Zombies zu erziehen ist nichts neues:
Schon George Romero hatte dieses Thema in "Day of the dead" aufgegriffen, erstaunlicherweise sogar ebenfalls mit trockenem Humor.
Natürlich kann man die Filme aber nicht vergleichen, trotz ein paar recht herber Szenen ist Fido voll und ganz als Komödie zu verstehen.
Das nette, unverbrauchte 50'er Jahre-Setting und sympathische Darsteller machen den Film sehenswert,
auch wenn man beim anschauen durchgehend meint, da wäre noch ein wenig mehr dringewesen...

7/10

FINAL MISSION



1972, Laos, mitten in einem Angriff feindlicher Soldaten.
Vince Deacon und seine Einheit haben trotz Sabotage in der eigenen Truppe den Kampf gewonnen, und den Verräter ausgemacht.
Die Einheit wird ausgeflogen, der Verräter wird zurückgelassen, im glauben dass der Feind ihn nicht überleben lassen wird.
Ein paar Jahre später: Der damalige Verräter lebt noch- und hat Vince aufgespürt.
Aus Rache, weil dieser ihn zum sterben zurückgelassen hat, legt er einen Sprengsatz im Boot der Familie.
Allerdings ist Vince nicht auf dem Boot, als dieses explodiert- seine Frau und sein Sohn allerdings schon.
Mit Hilfe der Polizei ist nicht zu rechnen, da der Bruder des Verräters der lokale Polizeichef ist-
somit schnappt sich Vince ein großkalibriges Maschinengewehr, und geht auf Rachefeldzug...

Eines der besseren 80'er B-Movies, welche sich hemmungslos bei Filmen wie "Rambo", aber auch beim "Exterminator" bedienen.
Besonders die zweite Hälfte des Films ist schon fast ein Rambo-Remake, nur deutlich billiger.
In die Wälder gehetzt, Wunden selbst verarztet, einer gegen alle- und kurz vor Ende der Versuch, ihn mit seinem ehemaligen Vorgesetzten zum aufgeben zu bewegen.
Die Darsteller sind allesamt eher unbekannt, aber zumindest keine Totalausfälle.
Es ist auch offensichtlich, dass kein großes Budget zur Verfügung stand, besonders bemerkt man das in den Kriegsszenen am Anfang in Laos.
Auf DVD wurde der Film erstmals in Deutschland ungeschnitten veröffentlicht, die DVD enthält sowohl die (geschnittene) Kinofassung, als auch eine Uncut-Version.
Uncut läuft derFilm knappe 5 Minuten länger, was sich aber, bis auf eine Ausnahme, auf eher unwichtige Dialogszenen beschränkt.
Dazu kommt, dass die eingeschnittenen Szenen in englisch ohne Untertitel gehalten sind, und qualitativ nur VHS-Niveau erreichen.
Einerseits ja schön, dass auch so manches nette B-Movie endlich auf DVD erscheint, andererseits ärgerlich, dass man sich nicht viel Mühe gegeben hat.

5/10

FLASHPOINT - DIE GRENZWÖLFE



In der Wüste, an der texanischen Grenze zu Mexiko, finden zwei Grenzbeamte (Kris Kristofferson und Treat Williams) einen fast komplett vom Sand verschütteten Jeep-
mitsamt skelettierter Leiche des Fahrers, einem Präzisionsgewehr und einer Menge an Dollars...
Wer ist der tote, woher stammt das Geld- und was hat es mit dem Scharfschützen-Gewehr auf sich?
Kaum wird der Fund bekannt, schaltet sich neben der Polizei auch sofort das FBI ein, die Ermittlungen der zuständigen Grenzbeamten werden blockiert,
und Ermittlungsergebnisse vertuscht- sogar falsche Spuren werden gelegt.
Die beiden Entdecker des Jeeps suchen inzwischen auf eigene Faust nach Hinweisen- was soll hier mit aller Macht verheimlicht werden?

Ein kleines Highlight, welches völlig zu unrecht etwas untergegangen ist.
Durchgehend spannend, interessante Geschichte, gut gespielt (in Nebenrollen findet man noch Miguel Ferrer und Rip Torn)-
und mit einer überraschenden Auflösung der Geschichte hat man hier eigentlich alles richtig gemacht.

10/10

FLAVIA THE HERETIC (NONNEN BIS AUF'S BLUT GEQUÄLT)



Im 15. Jahrhundert wird Flavia, die Tochter des Großinquisitors, weil sie bei ihrem Vater wegen Gewalt gegen Frauen aufbegehrte, in ein Kloster gesteckt.
Doch auch als Nonne kommen ihr immer mehr Zweifel über die gesellschaftliche Ordnung, und den Stand der Frau- auch innerhalb der Kirche.
Sie erlebt Erniedrigung, Unterdrückung und sogar Vergewaltigung, und wendet sich schließlich an ein Kruzifix mit der Frage: "Warum ist Gott ein Mann?"
Von Gott kommt keine Antwort- aber von der alten Nonne Agatha, welche sie beobachtet hatte.
Das sprechen zu Statuen sei Zeitverschwendung, und in dieser Welt werden starke Frauen mit eigenem willen in Kloster gesperrt,
um sie dort unter Kontrolle zu haben- und sie, wenn nötig, zu schlagen, und zu Foltern.
Als sie kurz darauf mitkriegt, wie die junge Nonne Livia grausam gefoltert und verstümmelt wird, flüchtet sie aus dem Kloster.
Sie gerät an den Muslimischen Krieger Abraham, und vertraut sich diesem an- doch abgesandte ihres Vaters finden sie, und bringen sie zurück ins Kloster.
Es dauert nicht lange, da greifen die Muslime Stadt und Kloster an, um die Christen zu ermorden und zu plündern.
Flavia und Agatha schlagen sich dank Abraham auf die Seite der Angreifer, woraufhin Agatha von den eigenen Truppen mit einem Speer durchbohrt wird.
Mit Hilfe von Abraham startet Flavia nun eine Rachefeldzug an allen Männern und Nonnen, welche sie und andere Frauen peinigten.
Danach gibt sie sich Abraham im Kloster hin, schlägt jedoch aus Angst wieder unterdrückt zu werden, seinen Heiratswunsch ab.
Als Abraham und seine Männer schließlich wieder abziehen, lassen sie Flavia zurück- wohlwissend, dass ein grausames Schicksal auf sie warten wird...

In Deutschland lief der Film unter diversen Namen- am bekanntesten dürfte wohl "Nonnen bis auf's Blut gequält" sein,
welcher auf die erfolgreichen Hexenjäger-Filme zu dieser Zeit anspielte.
Passender war da schon der Titel "Flavia - Leidensweg einer Nonne".
Neben einigen wirklich (zumindest zu dieser Zeit) derben Folterszenen, und auch so mancher Softsex-Szene
hat dieser Film erstaunlicherweise sogar eine richtige Story- und vor allem Aussage.
Der Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen steht zwar nicht alleine im Vordergrund,
auf nackte Haut und extreme Gewaltdarstellung wird hier ebenso wert gelegt, aber ersteres bleibt immer das zentrale Thema.
erstaunlich für einen Exploitationfilm der 70'er Jahre.
Sehenswert. Aber seid gewarnt- die Folterszenen haben es durchaus in sich...

7/10

FLEISCH UND BLUT



West-Europa, 1501: Fürst Arnolfini erobert mit Hilfe einer Söldnertruppe um den Anführer Martin (Rutger Hauer), welcher als Kriegsheld gilt, eine feindliche Burg.
Als Belohnung verspricht er den Söldnern freies plündern, doch kaum ist die Burg eingenommen, bricht er sein versprechen,
nimmt den Söldnern unter Waffengewalt alles wieder ab und vertreibt sie aus der Festung.
Das wollen diese natürlich nicht einfach so hinnehmen- und bleiben in der nähe, um Anlieferungen zu überfallen.
Zufällig gelingt es ihnen dadurch, die mit Schutztruppe anreisende versprochene zukünftige Frau des Sohnes von Arnolfini gefangen zu nehmen,
was man den Gegner natürlich auch wissen lässt.
Inmitten des jetzt folgenden Privatkrieges bricht auch noch die Beulenpest aus, welche keine der beiden Seiten verschont...

Die Geschichte hat noch viele Wendungen und Überraschungen zu bieten, vor allem der Showdown in der Pestverseuchten Burg ist sehr gelungen.
Paul Verhoevens meiner Meinung nach bester Film.
Warum? Weil dieser Film das Mittelalter zeigt, wie es wohl wirklich war: Dreckig, grausam, verblendet und brutal.
Rutger Hauer ist ein absolut überzeugender Glücksgriff gewesen, auch Jennifer Jason Leigh ist hier sehr schön anzusehen- und ein durchtriebenes Luder.

10/10

FLESH GORDON



Flesh Gordon fliegt mit der Sekretärin seines Vaters und dem Wissenschaftler Flexi Juckow in einer selbstgebauten Penisförmigen Rakete zum Planeten Porno.
Von dort sendet der impotente Imperator Hodis Sex-Strahlen zur Erde, um die Bevölkerung daran zu hindern, die bevorstehende ausserirdische Invasion zu bemerken.
Als sie auf dem Planeten Porno ankommen, müssen sie sich mit nymphomanischen Frauen, einem Tittenfixierten Riesenmonster, Königin Klitoria,
Vergewaltigungsrobotern und ähnlich abstrusen Gestalten herumschlagen.
Mit Unterstützung von Prinz Pornis, welcher wie eine ziemlich schwule Variante von Robin Hood daherkommt,
bei jeder Gelegenheit strickt, und nebenbei der eigentliche Herrscher von Porno ist, beginnt der Kampf gegen Imperator Hodis...

Softsex-Komödie aus den 70'ern, die offensichtlich eine verarsche der Flash Gordon Serie aus den 30'er Jahren darstellen soll.
Die Effekte schwanken zwischen (gewollt) unglaublich mies (Laserstrahlen, Raumschiffe...) und für einen solchen Film erstaunlich gut (Stop-Motion Effekte).
Die Dialoge sind wohl beabsichtigt eine einzige Katastrophe, die Darsteller haben Pornoniveau  (wie passend),
die Kostüme sind vermutlich aus der Altkleidersammlung willkürlich zusammengestellt worden,
die Raumschiffe und Waffen sind unglaublich schräg, aber phantasievoll (Strahlenkanone mit Rückspiegel, Penisförmiges Raumschiff).
So schlecht, dass er schon wieder gut ist.

7/10

FLESH GORDON MEETS THE COSMIC CHEERLEADERS

Ein vorerst unerkannt bleibender böser Herrscher mit schwarzer Kapuze (Imperator Hodis aus dem ersten Teil) schickt,
nachdem es damals mit den Sex-Strahlen nicht geklappt hat (ebenfalls erster Teil) nun Impotenz-Strahlen durchs All.
Auf einem erdnahen Planeten wird als Volkssport „Lattenball“ gespielt, wie man dem Namen schon entnehmen kann, wird hier der Ball mit dem erigierten Penis gespielt.
Als die Impotenz-Strahlen dort ankommen, versagt die Heimmannschaft gegen die betrügende, mit den Händen spielende Mannschaft des bösen Herrschers.
Daraufhin reist eine Gruppe Cheerleader zur Erde, um den Superpotenten Flesh Gordon zu entführen, der als einziger noch einen hochkriegt...

Klingt bescheuert? Ist es auch! Hier gibts 'ne Menge doofes zu sehen:
Kackmenschen, furzende Arschteroiden, King Kong, der vom Empire State Building pisst, Penis- und Tittenraumschiffe, welche von kopuliernden Hühnern angetrieben werden,
den schon erwähnten Lattenball Sport, schwule Penismonster, welche Seifen fallen lassen, das Tittengebirge, einen Octo-Pussy Mutanten...
und vor allem unglaublich schlechte Tricks.
War der erste Teil noch ne lustige Trashkomödie, klingt diese Beschreibung hier noch besser, als der Film ist.
Leider ziemlicher Abfall, nicht mal die teils eigentlich witzigen Ideen reissen hier noch viel raus...

1/10

FOUR LIONS



England: Vier muslimische Freunde wollen ein Zeichen für den heiligen Krieg setzen- und als Selbstmord-Attentäter sterben.
Omar ist der Anführer der Truppe, muss aber für seine etwas unterbelichteten Freunde mitdenken:
Waj, der voll in seinem Traum als Attentäter zu sterben aufgeht, aber der dümmste der Truppe ist,
Faisal, der versucht, Krähen als Bombenträger abzurichten, und
Barry, konvertierter Brite, der noch extremere ansichten als der durchgeknallteste muslimische Extremist hat.
Omar und Waj lassen sich sogar in einem Trainingscamp für Selbstmordbomber rekrutieren, werden jedoch schon schnell wegen unfähigkeit wieder rausgeschmissen.
Mittlerweile haben die beiden anderen einen fünften Mann, Hassan, als Botschafter angeheuert, welcher der Welt von ihren geplanten Anschlägen berichten soll.
Dumm nur, dass Hassan seine Videobotschaften am liebsten als Rap vorträgt...
Die Zutaten um Sprengstoff zu basteln werden immer im selben Krämerladen gekauft, damit man nicht erkannt wird aber natürlich jedesmal mit verstellter Stimme.
Nun muss man sich nur noch einigen, was man eigentlich sprengen will.
Barry will eine Moschee sprengen, um das ganze dann westlichen Terroristen in die Schuhe zu schieben,
die anderen wollen sich lieber in einem öffentlichen Marathonlauf sprengen...

Politisch unkorrekter geht's glaube ich fast schon nicht mehr. Tiefschwarzer, britischer Humor trifft auf Religionskritik.
Auch spart der Film nicht an toten und sogar eher tragischen Situationen, bei denen einem das lachen im Halse stecken bleibt.
Sehr gelungene Komödie, die irgendwo zwischen Geschmacklosigkeit, Tragik und Schenkelklopfern pendelt, aber nie unpassend oder peinlich wirkt.

9/10

FRANKENFISH



In den Sümpfen von Louisiana wird ein Fischer von einem mysteriösen Tier angegriffen, ins Wasser gezogen und angeknabbert.
An der Leiche finden sich Biss-spuren, die sich keiner erklären kann, passen sie doch zu keinem einheimischen Tier.
Ein Gerichtsmediziner und eine Biologin kommen daraufhin zur Hausboot-Siedlung der Sumpfbewohner, um die Todesursache des Fischers herauszufinden,
finden jedoch erstmal nur einen abgebissenen Allligatorkopf.
As sie von den Bewohnern erfahren, dass in der Nähe seit kurzem das Wrack eines Schiffes liegt, machen sich die beiden mit einem weiteren Fischer auf den Weg dorthin,
und finden im inneren einige verstümmelte Leichen.
Kaum haben sie das Schiff durchsucht, greift auch schon eine Kreatur an, und verspeist den Fischer- woraufhin die beiden anderen zurück zur Hausboot-Siedlung flüchten.
Dort angekommen bemerken sie sehr schnell: Das Vieh ist ihnen gefolgt- und kann sogar kurzzeitig an Land jagen...

Ich habe nicht viel erwartet- und wurde doch ganz angenehm unterhalten.
Glücklicherweise nimmt sich der Film nicht sonderlich ernst, und präsentiert einige abgedrehte, und klischeehafte Charaktere wie eine Voodoopriesterin,
ein Vietnamveteran, und ein meist nackt herumlaufendes Hippiepärchen.
Auch die Freunde von blutigen Szenen kommen nicht zu kurz.
Die Schauspieler sind unbekannt, aber allesamt erträglich.
Die Effekte sind zwar CGI, aber für eine Billigproduktion recht gelungen.

6/10

FRITZ THE CAT



New York in den 60´ern:
Kater Fritz hat keine Lust mehr auf sein Studentenleben, und will sein Leben lieber mit viel Sex und Drogen genießen.
Zwischen Dogenparties, Orgien und sonstigen Erlebnissen schliesst er sich auch einer Gruppe Öko-Terroristen an, welche ein Kraftwerk sprengen wollen...

Typische 60´er Jahre Musik, knallbunte Drogenschwere Farben,
durchdachte Dialoge und auch die verschiedenen Rollen der Tier-Rassen (Schwarze = Krähen, Polizisten = Schweine...),
machen diesen Film sehr unterhaltsam, kritisch (Rassismus, Patriotismus, Militarismus...), und witzig.
Kurz gesagt: Kein Kindertrickfilm, aber sehr sehenswert.

10/10

DIE NEUN LEBEN VON FRITZ THE CAT

New York in den 70´ern:
Kater Fritz sitzt in seiner total versifften Wohnung auf dem Sofa, während ihm seine Frau die Ohren vollmeckert, er solle doch mal Arbeit suchen.
Fritz missachtet sie nur, zündet sich einen Joint an- und träumt davon, wie seine anderen acht Leben verlaufen könnten, schließlich hat eine Katze ja neun...
Fritz als Adjutant von Hitler, als erster Kater auf dem Mars, als Revoluzzer usw- doch jedes erträumte Abenteuer endet tödlich...

Der Film baut auf ein ähnliches Prinzip wie schon der erste Teil, nur gibt´s hier weniger kritisches, sondern mehr Gewalt und noch absurdere Erlebnisse zu sehen.
Alles in allem ist aber auch die Fortsetzung ein abgefahrener Trickfilm für Erwachsene.

8/10

FRÖHLICHE WEIHNACHT



London, zur Weihnachtszeit.
Ein irrer Killer ist unterwegs, der jede als Weihnachtsmann verkleidete Person grausam tötet.
Scotland Yard ermittelt...

Wenn ich nicht wüsste, dass der Film eine UK-Produktion ist, hätte ich ihn für einen typischen Italo-Slasher der 80'er gehalten.
Hier werden einige wirklich fiese Morde gezeigt, welche tricktechnisch dem Standard der damaligen Zeit entsprechen.
Leider ist das, neben dem teils wirklich gelungenen Carpenter-inspirierten Soundtrack, das einzig bemerkenswerte am Film.
Die Schauspieler sind mittelmäßig, die gleiche "überraschende" Auflösung gab es schon damals in anderen Filmen, und trotz einiger Opfer schleicht sich langweile ein.
Wären die Morde nicht recht hart dargestellt, könnte dies ein durchschnittlicher TV-Krimi sein...

4/10

FRONTIER(S)



Einige Kleinkriminelle begehen in Paris einen Raubüberfall, der komplett schiefgeht.
Auf der Flucht nach Belgien steigen sie in einem Hotel ab, welches von sadistischen Neonazis geleitet wird-
welche nichts besseres zu tun haben, als ihre Gäste zu foltern und danach zu fressen...

Regisseur Xavier Gens arbeitet handwerklich ordentlich, setzt das ganze schön düster in Szene, und hat sogar gute, unbekannte Schauspieler zu bieten.
Der Grad der gezeigten Grausamkeiten liegt äusserst hoch, und wird auch sehr realistisch dargeboten.
Handlung ist erwartungsgemäß Nebensache,
für Splatterfreunde aber durchaus eine gute Wahl- die deutsche Version ist stark geschnitten, in Österreich gibt's den Film ungeschnitten.

7/10

FÜHRER EX



Die zwei 18-Jährigen Kumpels Heiko und Tommy planen mittels einer Grenzpostenkarte einen Fluchtversuch aus der DDR.
Da jedoch die Karte veraltet ist, werden sie auf halbem weg geschnappt. und landen wegen Republikflucht im Gefängnis.
Tommy schließt sich im Knast einer Gruppe Neonazis an, um besseren Schutz vor brutalen übergriffen einiger perverser Häftlinge zu haben,
während Heiko nichts von den Nazis hält- und versucht, sich alleine durchzusetzen.
Eines Tages wird Heiko beim duschen von einem Mithäftling vergewaltigt, und sein Kumpel Tommy ruft seine Nazifreunde zu Hilfe, die sich brutal am Vergewaltiger rächen.
Kurz darauf gelingt Heiko die Flucht, nur wenige Tage vor dem Mauerfall und der Freilassung der Republikflüchtigen gefangenen.
Als sich die beiden nach längerer Zeit wiedertreffen, haben sich die Fronten geändert:
Tommy war nie ein überzeugter Nazi, hielt nur viel von der Gemeinschaft einer Gruppe im Gefängnis.
Heiko dagegen ist durch seine Erfahrung im Gefängnis inzwischen zu einem der führenden Nazis aufgestiegen und handelt aus Überzeugung.
Das führt zu Spannungen zwischen den Freunden- und das wiederum wird von den Nazis nicht gerne gesehen...

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Ex-Neonazis Ingo Hasselbach und ist durchaus hart und realistisch.

10/10


Zuletzt von Retro am Mo Sep 18, 2017 10:23 am bearbeitet; insgesamt 44-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:24 am

G

GANTZ - SPIEL UM DEIN LEBEN



Ein U-Bahnhof in Tokio:
Zwei ehemalige Schulfreunde, welche sich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben, treffen sich zufällig beim warten auf den nächsten Zug.
Kurz vor dem einfahren des Zuges stürzt ein betrunkener auf's Gleis, woraufhin einer der beiden hinuntersteigt, und den betrunkenen rettet.
Beim Versuch, wieder auf den Bahnsteig zu kommen, will sein Freund ihm zu helfen- doch beide stürzen vor den einfahrenden Zug auf das Gleis und werden überrollt...
Beide erwachen direkt danach wieder- unverletzt, und in einem Raum in einer Art Zwischenwelt, welche von einer großen schwarzen Kugel namens Gantz regiert wird.
Auch andere Menschen sind anwesend, und schnell stellt sich heraus, dass alle gerade einen Unfall hatten- oder sich töten wollten.
Schon bald erscheinen Nachrichten auf der Oberfläche der Kugel, welche den überlebenden mitteilen, dass sie tun müssen, was von Gantz verlangt wird.
Die Kugel öffnet sich, und Waffen sowie spezielle Anzüge kommen zum Vorschein.
Es wird erklärt, dass die Menschen unter Zeitdruck in Kämpfe gegen verschiedene Aliens oder Monster geschickt werden- und je nachdem wie sie sich dabei anstellen,
gibt es Erfolgspunkte- sofern man die Mission überlebt.
Für 100 Punkte wird einem entweder das Gedächtnis gelöscht, und man kehrt zurück ins Leben- oder ein Mitspieler nach Wahl darf von den Toten auferstehen...

Schauspielerisch überzeugt der Film, tricktechnisch schwankt er zwischen okay und sehr gut-
allerdings kann ich mir vorstellen, dass so manche Figur im Film zu abgedreht für einige Zuschauer ist.
So ist bereits der erste Gegner der Gruppe das wohl seltsamste, was den Köpfen der Macher entspringen konnte:
Ein sogenanntes Zwiebel-Alien...
Wer mit solch typisch asiatischen Einfällen leben kann, wird definitiv gut unterhalten.
Ein paar blutige Szenen gibt es auch, diese stehen allerdings definitiv nicht im Vordergrund.

7/10

GANTZ - DIE ULTIMATIVE ANTWORT



Die Kämpfer von Gantz sind immer noch auf der Jagd nach Aliens- und Punkten.
Die einen wollen wieder frei sein, die anderen kämpfen immer weiter um ihre toten Freunde zurückzubringen.
Erschwert wird das ganze durch das auftauchen einer zweiten, sehr viel kleineren Kugel, welche ebenfalls Befehle erteilt.
Da die Aufgaben jetzt auf einmal auch gegen zivile Menschen gerichtet sind,
ist sich die Gruppe der Jäger nicht mehr einig wie es weitergehen soll- aber Entscheidungen müssen getroffen werden...

"Die ultimative Antwort" beginnt genau da, wo "Spiel um dein Leben" aufhörte-
so gesehen könnte man beide Filme als ein über Vierstündiges Gesamtwerk verstehen.
Allerdings sieht dieser zweite Film Tricktechnisch deutlich besser aus als sein Vorgänger,
hier hat man nach dem erfolg des ersten Films wohl ordentlich Budget zur Verfügung gehabt.
Die schrägen Ideen bezüglich der Gegner wurden zurückgefahren, diese kommen jetzt in Menschengestalt daher-
dafür sind die Kämpfe mit Schwertern und Großkalibrigen Waffen auf ein höheres Niveau gerückt.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut, generell sind die Tricks sehr ansehnlich geworden,
und die Mischung aus Action und Drama kommt auch atmosphärisch gut rüber.
Nur eines bietet der Film trotz seines Titels leider nicht: Die ultimative Antwort.
Am Ende des Films fühlt man sich zwar hervorragend unterhalten,
aber wer denkt, dass hier jede Frage bezüglich der Kugel geklärt wird, irrt sich.

8/10

GESICHTER DES TODES



Der wohl bekannteste Vertreter des Mondo-Genres, der einige Fortsetzungen und viele Nachahmer nach sich gezogen hat...

Erschienen sind:
Die ursprünglichen 6 Filme der „Faces of Death“-Reihe (1987 – 1992), ein „Faces of Death 7“ genannter Film (1992), dessen Originaltitel allerdings „Death Scenes“ lautet,
sowie die sogenannte „Gesichter des Todes 2000“ Trilogie (1996 – 1998) deren Originaltitel eigentlich „America the violent“ ist,
und welche in jeder beziehung indiskutabler, plakativer, mit „coolem“ HipHop untermalter Müll ist.
Ich beziehe mich im weiteren nur noch auf die ursprünglichen Filme, den Rest kann man eh komplett vergessen.

Diese Serie hat nicht gerade den besten Ruf unter Filmfreaks:
Für die einen ist diese Filmreihe eine pure Aneinanderreihung von Geschmacklosigkeiten, lediglich dazu entstanden, um Brutalitäten zu zeigen-
was im Grunde ja auch stimmt, aber das leben, bzw sterben, ist nun mal auch grausam,
für die anderen ist es eben eine Doku über reale Todesarten, Unfälle, Morde usw., was aber durch einige nachweisbar nachgestellte Szenen,
die einem hier aber als real verkauft werden, etwas unglaubwürdig wirkt.

Die ersten drei Filme sind vom selben Team zusammengestellt, und werden mit Kommentaren und Informationen zum jeweiligen geschehen aufgewertet,
Teil 4-6 fallen dann schon plakativer aus.
Auch hier wird uns zwar ein Erzähler präsentiert, das ganze wirkt jedoch irgendwie billiger,
unglaubwürdiger und irgendwie nur noch ohne wirklich interessante Infos zusammengestellt, um einfach nur zu schocken.
Im Gunde zeigen aber alle Filme dieser Reihe das gleiche:
Echte (teils aber eben nur nachgestellte) Unfälle, menschliche Überschätzung, Morde, Selbstmorde, bzw eben verschiedene Todesarten von Mensch und Tier,
die von einem (angeblichen) Arzt analysiert werden- und mit teils interessanten Informationen zum Tod, bzw den jeweiligen Todesarten dargeboten werden.
Egal welche Meinung man zu solchen Filmen haben mag- es wird nichts gezeigt, was nicht irgendwann/irgendwo wirklich passiert ist.
In meiner Sammlung sind allerdings nur die ersten drei Filme geblieben.

Absichtlich keine Wertung nach Punkten!

GHETTO GANGZ - DIE HÖLLE VOR PARIS



Paris: Der 13. Bezirk wird von kriminellen Jugendbanden beherrscht,
gegen die auch die inzwischen von dort abziehende Polizei nicht mehr ankommt. (Klingt irgendwie bekannt)
Die Regierung beschloss daraufhin, eine große Mauer um diesen Bereich zu bauen,
und die Gangs sich selbst zu überlassen. (Auch das habe ich schon mal wo gesehen)
Eines Tages gelingt es jedoch einer Gang an eine Massenvernichtungswaffe zu kommen,
woraufhin ein Undercover-Cop und ein Ex-Häftling, dessen Schwester vom Obergangster des Bezirks entführt wurde,
in den 13. Bezirk gehen, um sich gegenseitig zu helfen...

Luc Besson hat mal wieder nen lustigen kleinen Hirnlos-Actioner produziert.
Hier gibt's einige spektakuläre, schön gefilmte Stunts- der Schwerpunkt ist Action mit Martial Arts und Schießereien.
Nette Anleihen an John Carpenter-Filme kann man wie oben erwähnt ebenfalls entdecken.
Belanglos und voller Logiklöcher, aber durchgehend Actionreich. Kaum Story, aber niemals langweilig.
Lediglich dass des öfteren irgendwelche hässlich gepimpten Plastik-Proletenschleudern durchs Bild fahren nervt leicht-
und passt auch absolut nicht zur ansonsten eher dreckigen Optik des Films.

7/10

GHETTO GANGZ 2 - ULTIMATUM



An den Zuständen im 13. Bezirk hat sich nichts geändert. Die Mauer steht noch, die Gangs regieren den Bezirk.
Ein korrupter Politiker lässt sich auf einen Deal mit einem vermögenden Bauunternehmer ein,
welcher den Bezirk komplett plattmachen will, um dort ein Luxuswohnviertel entstehen zu lassen.
Den Gangs wird ein Polizistenmord angehängt um Krawalle zu provozieren- und das Problem dann mittels Raketenbeschuss zu erledigen.
Doch da gibt es noch den Cop aus dem ersten Film, und seinen Freund aus dem Bezirk- welche das Spiel durchschauen.
Es bleibt nur eine Möglichkeit das ganze zu überleben und die Wahrheit ans Licht zu bringen: Alle Gangs müssen zusammenarbeiten...

Hirnlos-Action, Teil 2. Der Film schließt direkt an den ersten an, und bietet auch exakt das gleiche.
Insofern kann man zum zweiten Teil das gleiche sagen wie oben.
Wer nicht mehr als einen eher anspruchslosen Actionfilm erwartet, wird auch hier gut bedient.

7/10

GINGER SNAPS – DAS BIEST IN DIR



Die Schwestern Ginger und Brigitte hassen ihre Klassenkameraden, kleiden sich auffällig und ihr liebstes Hobby besteht darin,
sich als scheinbare Tote nach einem Unfall oder Selbstmord zu fotografieren.
In der Nachbarschaft läuft zur gleichen zeit ein Tier herum, welches Hunde tötet und nur noch zerfetzt zurücklässt.
Trotz der Warnungen vor dem wilden Tier sind die Schwestern natürlich Nachts unterwegs, woraufhin sie von einem Wolfs-ähnlichen, großen Tier angegriffen werden,
welches scheinbar durch Ginger's erste Periode angelockt wurde, sie beisst, und danach von einem Lastwagen überfahren wird.
Gingers Verletzungen heilen schnell, aber körperliche und geistige Veränderungen bleiben nicht aus- und fallen auf.
Vor allem natürlich Bridget bemerkt dies, hat auch den richtigen Verdacht was mit ihrer Schwester geschieht-
und versucht nun, etwas gegen die fortschreitende Verwandlung ihrer Schwester zu unternehmen...

Ein klassischer Werwolf-Film, überzeugend gespielt und mit für das geringe Budget recht ansehlichen Tricks.

7/10

GINGER SNAPS II - ENTFESSELT



Brigitte, die im ersten Teil ihre zum Werwolf verwandelte Schwester Ginger getötet hat, kämpft gegen ihre eigene Verwandlung durch ihr im Kampf mit Ginger infiziertes Blut an-
und wird von einem männlichen Werwolf, der sie gewittert hat, verfolgt.
Ihr einziges mittel um die Verwandlung herauszuzögern ist ein natürliches Gift, welches sie sich täglich injiziert.
Nachdem sie einmal zuviel erwischt hat, und einen Blackout erleidet, erwacht sie in einer Entzugsklinik wieder,
wo ihr natürlich keiner glaubt, und wo auch keinerlei Möglichkeit besteht, an ihr Mittel zu kommen.
Der männliche Werwolf hat die Witterung aufgenommen, und ist schon in der nähe der Klinik...

Gute Fortsetzung, schließt direkt am ersten Film an, und erzählt die Geschichte gut und spannend weiter.
Einziger Minuspunkt: Die Tricks sind auch in dieser Fortsetzung nicht gerade auf aktuellem Standard.

8/10

GINGER SNAPS III - DER ANFANG



Kansas, 19. Jahrhundert: Nach dem Tod ihrer Eltern irren Ginger und Bridget durch die verschneiten Wälder, bis sie auf einen einsamen Außenposten treffen,
in welchem sich die letzten überlebenden Soldaten eines Regiments gegen eine Bedrohung außerhalb ihrer Mauern verbarrikadiert haben.
Der Empfang ist dementsprechend wenig herzlich, doch Kommandant Wallace setzt sich schließlich gegen seine Männer durch, und gewährt ihnen Unterkunft.
In der Nacht entdeckt Ginger im Gebäude einen eingesperrten jungen- als sie ihm helfen möchte, wird sie von ihm gebissen , und er verschwindet.
Fortan beginnt sie sich zu verändern, es stellt sich heraus, dass das Fort von einigen Werwölfen belagert wird,
und dass der nun frei herumlaufende Wolfsjunge der Sohn von Wallace ist, welchen er trotz der Verwandlung am leben gelassen hatte.
Als nach einigen Angriffen nur noch wenige von ihnen am leben sind, schlägt die Stimmung auch gegen die Schwestern,
worauf sie sich mit einem indianischen Krieger des Regiments zu einer Stammesweisen flüchten, die ihnen Einzelheiten über den Fluch eröffnet.
Bridget muss sich nun zwischen ihrer Schwester und der Verteidigung gegen die Werwölfe entscheiden, als Ginger zusammen mit den übrigen Werwölfen angreift...

Endlich mal eine Serie die sich von Folge zu Folge sogar steigert-
waren die ersten beiden noch durchschnittlich gute Werwolf-filme, denen man das geringe Budget nur bei den Tricks ansah, hat man diese inzwischen deutlich gesteigert-
man freut sich regelrecht wenn gegen Ende das ganze Rudel Werwölfe angreift.
Auch die Atmosphäre passt- das eingeschneite Fort wirkt dreckig und düster.

9/10

GIVE 'EM HELL, MALONE



Der Privatdetektiv Malone (Thomas Jane) genießt einen gewissen Ruf, nämlich den, sehr zielstrebig und gewalttätig ohne Rücksicht auf Verluste vorzugehen.
Genau diese Eigenschaften bescheren ihm seinen neuesten Auftrag, die Beschaffung eines Koffers unbekannten Inhaltes aus den Händen einer Gangsterbande.
Seine Auftraggeberin braucht den Inhalt des Koffers angeblich als Lösegeld für ihren Bruder, der gefangengehalten wird- doch schon bald geht einiges schief.
Malone's Ex-Partner Boulder (Ving Rhames) macht zusammen mit dem psychopathischen Pyromanen Matchstick Jagd auf ihn,
Malone findet heraus dass seine Auftraggeberin gar keinen Bruder hat- und immer mehr undurchsichtige Personen tauchen auf, die mit dem Fall zu tun haben...

Regisseur Russel Mulcahy hat hier endlich mal wieder einen überdurchschnittlichen Film geschaffen, der sich optisch deutlich von den meisten Filmen abhebt,
und sich diverser bekannt wirkender Figuren und verschiedener Jahrzehnte bedient.
Man könnte fast sagen es handelt sich hier um einen Mix aus Tote schlafen fest (Bogart) und dem Punisher-Remake (ebenfalls Thomas Jane),
optisch an den Zeitmix und die Farbgebung von Walter Hill's "Strassen in Flammen" angelehnt.
Der einzige Fehler, den der Film macht, ist die Actionreiche und vor allem brutale Eingangssequenz, deren hohes Tempo der restliche Film dann nicht mehr halten kann.
Hier werden die Erwartungen an Action hochgesteckt, welche einfach nicht mehr erfüllt werden können- was den Film deswegen aber nicht schlecht macht.
Die Story baut sich langsam auf, einige coole Sprüche und Autojagden inclusive- langweilig wird's trotz im weiteren verlauf weniger Action nicht.

8/10

GOTHIKA



Miranda Grey (Halle Berry) ist Psychiaterin in einer abgelegenen Anstalt, glücklich verheiratet mit ihrem vorgesetzten Douglas (Charles S. Dutton),
und von ihrem Kollegen Pete (Robert Downey Jr.) begehrt.
Eines Nachts muss sie während einer Autofahrt einem seltsamen Mädchen ausweichen, und landet im Straßengraben.
Als sie sich um das Mädchen kümmern will, geht dieses plötzlich in Flammen auf- und Miranda wird ohnmächtig.
Drei Tage später kommt sie wieder zu sich, Douglas ist ermordet worden, und sie sitzt in ihrer eigenen Anstalt fest- als Mörderin ihres Mannes.
Langsam und Bruchstückhaft kommen die Erinnerungen zurück, bis Miranda merkt, dass ein ruheloser Geist sich an sie gehängt hat, mit dessem Tod sie etwas zu tun hatte...

Eine ansprechende Story, düstere Atmosphäre, gute Schauspieler, aber auch eine leicht vorhersehbare Handlung mit riesigen Logiklöchern und unglaubwürdigem Ende.
Warum sperrt man eine Psychiaterin zu ihren eigenen Patienten, die sie eh schon mal angegriffen haben?
Warum lässt die Polizei im Landhaus alle Beweise einfach liegen?
Warum flieht das Opfer nicht aus dem Keller, obwohl dieser weder abgesperrt, noch sie gefesselt ist?
Warum wird man im klaren Wasser des Swimmingpools unsichtbar, wenn man hineinleuchtet?
Und vor allem: Warum ist Halle Berry am Ende des Films frei???

3/10

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE



In einer kleinen Küstenstadt werden mittels diverser Versuche mit wachstumsbeschleunigender DNS neuartige Lachse gezüchtet,
welche nicht nur schneller wachsen, sondern auch größer werden sollen.
Dagegen protestieren einige dort lebende Indianer, welche eine Störung der Natur vorhersagen, jedoch ignoriert werden.
Schon bald entwischen einige dieser Lachse, und werden von anderen Tieren gefressen- somit gelangt die manipulierte, künstliche DNS in den Nahrungskreislauf.
Es entsteht eine neue Art von Lebewesen:
Fischmonster, welche sowohl im Wasser als auch an Land leben können, als Nahrung Fleisch benötigen, und sich mit menschlichen Frauen fortpflanzen...

Produzent und Drehbuchschreiber Roger Corman hat bei diesem 1980'er Trashfilmchen ganz offensichtlich bei einigen großen Vorbildern geklaut.
Die Grundidee stammt aus dem 1979 veröffentlichten „Die Prophezeiung“ von John Frankenheimer,
die entkommenen, genetisch veränderten Fische aus dem 1978 gedrehten „Piranha“ von Joe Dante-
und die letzte Szene des Films ist ganz klar aus Ridley Scott's 1979er Klassiker „Alien“ übernommen worden.
Für Trash-Fans hat der Film trotzdem einiges zu bieten.
Die Fischmonster sind zwar in jeder Szene als Menschen in Gummikostümen erkennbar, aber was den Blutgehalt angeht, geht es hier recht ordentlich zur Sache.
Von ziemlich echt aussehenden tiefen Wunden, halb zerfetzten Gesichtern, abgerissenen Köpfen, bis zu aufgerissenen Bäuchen,
gibt es hier für damalige Zeiten ordentliche Tricks zu bestaunen.
Auch wird schon nach kurzer Zeit beinahe durchgehend Action geboten,
was den Film, zusammen mit seiner kurzen Laufzeit von unter 80 Minuten, schon mal sicher nicht langweilig werden lässt.
Das typische „Erst Sex, dann Tot“-Klischee wird hier auch breit ausgewalzt, nackte Haut gibt es reichlich zu sehen.
Im Vergleich zum Rest wirken die nur vage angedeuteten Vergewaltigungen durch die Fischmonster schon fast zahm.
Wer sich also von den Stichworten Gummimonster, nackte Haut und Trash angesprochen fühlt, kann durchaus einen Blick riskieren- man sollte nur nicht zuviel erwarten.

4/10

GROSSE ERWARTUNGEN



Florida, die 70´er Jahre:
Der 10-jährige Finn wächst bei seiner Schwester und deren Freund Joe auf, welcher als Gärtner und Fischer arbeitet.
Eines Tages fährt er mit Joe zu einem neuen Kunden, und trifft auf dem verwucherten Anwesen einer reichen,
aber leicht verrückten Frau auf deren sehr hübsche Tochter Estella, welche in seinem Alter ist.
Nora, die Hausbesitzerin prophezeit ihm schon beim ersten sehen, dass ihm Estella das Herz brechen wird-
trotzdem, oder gerade deshalb ist er von dem Mädchen fasziniert.
Die Jahre ziehen dahin, die inzwischen verführerische Estella spielt mit den Gefühlen von Finn, lässt sich von ihm Porträtieren und umwerben,
bis er sich eines Tages am Ziel seiner Träume glaubt...
Am Tag darauf ist Estella weg- nach New York um dort zu studieren, und zu bleiben.
Der tief getroffene Finn gibt sein größtes Hobby, das malen, auf- und wird Fischer.
Einige Jahre vergehen, als schließlich ein reicher Anwalt aus New York sich bei Finn meldet,
welcher von ihm gehört hat, und eine Ausstellung mit seinen Bildern machen will.
Finn ergreift diese Chance, trifft aber in New York seine große Liebe wieder, welche kurz davor ist zu heiraten...

Das klingt alles recht kitschig, wird aber so interessant erzählt, dass der Film einen nicht mehr loslässt:
Diverse Nebenstränge der Geschichte sind auch recht interessant, soviel kann man gar nicht in einer kurzen Beschreibung erzählen.
Hervorragend gefilmt, wahnsinnig schöne Settings (Das alte Haus in dem Estella aufwächst),
sehr gut besetzte Rollen und großartige Schauspieler (Robert DeNiro, Ethan Hawke, Gwyneth Paltrow, Anne Bancroft)
machen diesen Film zu einem muss für alle, die nicht nur Action sehen wollen, sondern sich auch mal was romantisches geben können.

10/10

GROTESQUE



Ein Mann entführt ein junges Paar, das sich gerade kennengelernt hat- und foltert dieses langsam zu Tode. Ende.

Handlung? Ist nicht. Die Tricks? Jep, die sind gut. Unterhaltungswert? Nicht gefunden.
Sinn des Films?
Ähnlich wie bei den ersten beiden "Guinea Pig"-Filmen scheint es hier nur darum zu gehen, grausamste Folterszenen möglichst echt aussehen zu lassen.
Das ist auch gelungen. Das Problem:
Die einen finden das gezeigte einfach nur eklig und abartig- die anderen langweilen sich, da es keine Story gibt.
Ohne Scheiss: "Hostel" hat dagegen ein Oscarreifes Drehbuch!
Das Ende ist dann leider komplett misslungen- sowohl was Logik, als auch Effekte angeht.
Wenn man schon ausser derben, handgemachten Szenen nichts drauf hat- warum verwendet man dann am Ende schlechtes CGI?

0/10 für den Film an sich. Nur für Splatter-Effekte-Freaks geeignet.

GUINEA PIG - DEVIL'S EXPERIMENT



Eine Handlung gibt es nicht, nicht mal einen Ansatz davon.
Mehrere Männer foltern ein Frau zu Tode. Keine Vorgeschichte, einfach nur Folterszenen bis zum Tod der Frau.

Der Film wollte seinerzeit wohl schockieren, und als realer Snuff-Film wahrgenommen werden- was ich mir auch durchaus als gelungen vorstellen kann.
Wäre nicht das "Making of Guinea Pig" mit auf der DVD, dürften wirklich ernsthafte Zweifel aufkommen, ob das ganze nicht vielleicht doch echt ist...
Tricktechnisch extremst gut gemacht, auf jede Kleinigkeit wird mit der Kamera draufgehalten, nichts wirkt unecht.
Ich frage mich nur, was der Sinn des Films sein soll.
Wer wirklich ausschließlich extrem gute und grausame Splatter-Effekte sehen will, kann sich das mal reinziehen- aber erwartet nichts anderes.

Technisch gesehen Höchstwertung. Aber als Film generell: 0/10

GUINEA PIG 2 - FLOWERS OF FLESH AND BLOOD

Hier wird ansatzweise versucht, eine Handlung zu präsentieren- und diese als real zu verkaufen.
Ein irrer "Künstler", geschminkt und angezogen wie ein mittelalterlicher Samurai, entführt Menschen um sie langsam zu töten-
um aus deren Körperteilen Kunstwerke zu schaffen.
Sein neuestes Opfer, eine junge Frau, soll am Ende mit herausgequollenen Eingeweiden eine Blume darstellen.
Nachdem sein neues Kunstwerk fertig ist, zeigt er dem Zuschauer seine "Sammlung"- und geht auf die Jagd nach seinem nächsten Opfer.

Im Vorspann wird erzählt, dass dieser Film echt sei, und jemandem zugespielt wurde um ihn zu veröffentlichen.
Dumm nur, dass man die Splatterszenen durchaus als unecht erkennt- der erste Film war, was das angeht, etwas besser...
Von daher beinahe ebenso uninteressant wie der komplett Handlungsfreie Vorgänger.

1/10

GUINEA PIG 3 - HE NEVER DIES

Ein junger Mann ist mit seinem beruflichen und privatem Leben unzufrieden, und will sich umbringen.
Doch jeder Selbstmordversuch scheitert, egal was er sich auch antut- er überlebt, und versucht es auf's neue.

Das erste mal, dass in dieser Serie bewusst eine Handlung gezeigt wird- und das ganze nicht als real verkauft werden soll.
Somit könnte das ganze sogar durchaus als blutige Splatterkomödie durchgehen-
Effektemäßig geht's hier wieder recht ordentlich zur Sache, gut getrickst, aber durch den peinlichen "Humor" stark abgeschwächt.
Leider ist Asiatischer Humor in meinen Augen einfach unerträglich nervig... aber der Schlussgag ist gelungen.

3/10

GUINEA PIG 4 - DEVIL WOMAN DOCTOR

Eine Ärztin (oder eher ein Transvstit) stellt die seltensten Krankheiten der Welt vor.
Menschen deren Kopf platzt wenn sie sich aufregen, sich bewegende Tätowierungen, lebendige Exkremente, oder Menschen mit Zombievirus...

Mit diesem vierten Teil ist der wandel zur Splatterkomödie komplett vollzogen.
Das ganze wirkt wie eine billige, asiatische, geschmacklose Version von Monty Python's flying Circus.
Die schräge Grundidee könnte Garant für eine Trash-Granate sein, die Tricks sind auch auf dementsprechend extrem niedrigen Niveau angesiedelt-
aber die Darsteller sind unglaublich mies. Lediglich der Zombie sticht positiv heraus.
Interessante Grundidee, aber witzig umgesetzt geht anders.

2/10

GUINEA PIG 5 - ANDROID OF NOTRE DAME

Ein kleinwüchsiger Wissenschaftler führt Experimente an menschlichen Körpern durch, um ein Heilmittel für seine schwer herzkranke Schwester zu finden.
Seine Opfer bringt ihm der Menschenhändler Kato, mit dem es jedoch bald zum Streit kommt.
Also wird Kato getötet, und aus ihm ein Android gebaut.
Irgendwann taucht Kato's Freundin auf und wird ebenfalls getötet, um ihr Herz als Spenderorgan zu verwenden.
Die Operation funktioniert- doch der gewünschte Effekt wird nicht dauerhaft erzielt...

Wieder eine komplette Kurskorrektur- aber keineswegs zum positiven.
Von der trashigen Episodenkomödie zum verrückten Splatter-Wissenschaftler.
Miese Tricks, peinliches Plastiklabor, schlechte Schauspieler, bei anderen Filmen geklaute Ideen- einfach unnötig.

0/10

GUINEA PIG 6 - MERMAID IN A MANHOLE

Ein Maler holt sich in der Kanalisation unter der Stadt Ideen für seine verstörenden Bilder.
Eines Tages entdeckt er dort er eine Meerjungfrau, welche er als Kind schon mal gesehen hatte- als dort noch ein natürlicher Fluss, und keine Stadt war.
Er beginnt sie zu malen, und bemerkt dabei, dass sie sie sich in der Kanalisation eine Krankheit geholt hat.
Daraufhin nimmt er sie mit nach Hause, um sie in einer Badewanne gesundzupflegen- und natürlich auch zu malen.
Doch die Krankheit verschlimmert sich rasant, auf ihrem Körper bilden sich blasen, welche der Maler aufgrund ihrer bitte danach aufschneidet.
Schließlich entsteht aus dem austretenden Blut und Eiter sein neuestes Bild: Die sterbende Meerjungfrau.

Und nochmal ein Kurswechsel. Guinea Pig als Kunstfilm?
Dieser letzte Teil der Reihe ist zwar relativ billig produziert, und eher ekelhaft als brutal- aber zumindest sind die beiden Hauptrollen recht gut besetzt,
und die Story pendelt irgendwo zwischen Märchen und ekelhaftem Schocker.
Effektemäßig ist das ganze okay, teils wie erwähnt aber recht eklig anzusehen.

Das durchhalten bis zum Ende hat sich doch noch halbwegs gelohnt.
Der letzte Film der Reihe ist der einzige, den ich wirklich empfehlen kann.
Zumindest sofern man mit der zugegebenermaßen etwas seltsamen Grundidee klarkommt, eine hohe Ekelgrenze hat-
und sich nicht an Blut, Eiter, Schleim, Maden und Würmern stört.

7/10


Zuletzt von Retro am Mi Okt 18, 2017 12:06 pm bearbeitet; insgesamt 21-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:25 am

H

HATCHET



Zitat vom Cover: "Es ist kein Remake. Es ist keine Fortsetzung. Und es ist nicht nach einer japanischen Vorlage. Old School American Horror."
Also: Hirn aus und rein mit der DVD!

Ein entstellter, scheinbar unsterblicher Killer hetzt eine Gruppe jugendlicher durch ein Sumpfgebiet.

Viel mehr Handlung gibt´s nicht- und genau das habe ich auch erwartet.
Purer Splatter-Horror amerikanischer Machart, wie es ihn in den 80'er Jahren massenhaft gab, eben "Old School".
Wenn man genau das erwartet was auf dem Cover steht, wird man auch nicht enttäuscht.
Alle Klischee's werden bedient: Genau wie damals gibt's kaum Handlung, Logiklöcher, brutale Morde in Großaufnahme,
welche allesamt sehr drastisch aber etwas billig anzusehen sind, die typischen Oben-ohne-Mädels, kaum überlebende und das obligatorisch böse, offene Ende.
So ganz nebenbei tauchen auch ein paar kultige Gaststars im Film auf:
Robert Englund, Tony Todd und Kane Hodder, der wieder mal den deformierten, unkaputtbaren Killer spielen darf.
Der überzeugende Score und als Titelsong Marilyn Manson's „The new shit“ passen ebenfalls perfekt.
Wer bei der Beschreibung auf dem Cover ernsthaften Horror erwartet ist selbst schuld- purer Splatterspaß!

10/10

DAS HAUS AN DER FRIEDHOFSMAUER



Ein junges Paar mit Kind bezieht in England ein ländlich gelegenes Haus, das sehr billig zu haben war.
Der Vorbesitzer beging Selbstmord, und vor über hundert Jahren soll dort ein gewisser Dr.Freudstein Versuche mit Menschen gemacht haben,
um hinter das Geheimnis ewigen Lebens zu kommen.
Als man im Keller des Hauses einen Sarg entdeckt, und seltsame Geräusche hört, kommt man dem Geheimnis des Hauses auf die Spur:
Dr. Freudstein lebt immer noch, kann aber seinen Körper nur mittels Tranplantation lebenden Gewebes erhalten...

Der Film ist schön düster gehalten, und mit sehr passender Musik unterlegt- das rettet ihn aber nicht davor,
dass man sich über den Großteil der Zeit nur langweilt, und nur auf die drastischen, aber sehr billigen Effekte wartet.
Logik sucht man vergebens, die erzählte Geschichte ist einfach nur belanglos und alles andere als Originell.
Die Schauspieler sind einfach nur schlecht-vor allem der Sohn der Familie nervt unglaublich.
Beim Angriff der Gummi-Fledermaus am Schnürchen kann man nur noch lachen, so schlecht ist das getrickst.

1/10

DAS HAUS DER DÄMONEN



Wieder mal ein Beispiel, bei dem man sich fragt, was dieser bescheuerte und irreführende deutsche Titel soll...
Dämonen gibt´s in diesem Film nämlich nicht. Originaltitel: The haunting in Connecticut.

Der Krebskranke Matt kann nur noch auf eine bestimmte Therapie hoffen, die in einem weit von seinem Wohnort entfernten Krankenhaus durchgeführt wird-
und zu Halluzinationen führen kann.
Da die langen fahrten ins Krankenhaus seine Familie zu sehr belasten, wird ein Haus gesucht, welches nahe des Krankenhauses liegen soll.
Schon schnell ist ein perfekt gelegenes Haus gefunden, die Andeutung des Vermieters, das Haus habe eine bewegte Vergangenheit,
wird aufgrund des günstigen Mietpreises natürlich ignoriert.
Matt sieht von der ersten Nacht an seltsame Erscheinungen, die seine Familie natürlich auf die Nebenwirkungen der Behandlung zurückführt.
Als man im Keller einen gut gesicherten Raum entdeckt, in dem offensichtlich tote gelagert und präpariert wurden, erlebt die ganze Familie eine Heimsuchung von Geistern...

Obwohl uns der (deutsche) Titel etwas von Dämonen erzählt, haben wir es hier mit einem klassischen Geisterfilm zu tun, der angeblich auf wahren Begebenheiten basiert.
Wem thematisch schon Amityville Horror gefallen hat,
der darf hier dank der wirklich bedrohlich wirkenden und auch recht oft zu sehenden Geister noch ein paar Erwartungen draufpacken.
Die Effekte des Films sind gelungen, die Schauspieler können ebenfalls überzeugen- und wer leicht erschrickt sollte sich im Sessel festbinden...

9/10

HAUS DER 1000 LEICHEN



Vier Freunde fahren quer durch Texas, um Informationen für einen geplanten Reiseführer zu sammeln.
Unterwegs halten sie an Captain Spaulding's Tankstelle an, welche nebenbei auch nach das "Museum of Monsters and Madmen" beherbergt.
Dieser erzählt ihnen vom berüchtigten Serienkiller "Dr.Satan", welcher in der Gegend aktiv war-
und in der Nähe an einem Baum aufgehängt, und danach begraben wurde.
Sie lassen sich den Weg zu besagtem Baum erklären, und nehmen unterwegs eine Anhalterin mit, welche sich als "Baby Firefly" vorstellt.
So landen sie schließlich im Haus der Familie Firefly, deren Mitglieder mehr als nur ein wenig schräg daherkommen.
Scheinbar wird dort gerade eine Halloween-Party gefeiert, deren Gäste (und Opfer) die vier Teenager sein sollen...

Sid Haig als Captain Spaulding ist eine absolut perfekte Idealbesetzung,
und Rob Zombie beweist mit seinem Filmdebüt Sinn für schrägen Humor, und Talent für düstere Filme mit Horrorthematik.
In Nebenrollen tauchen noch Walton Goggins, Bill Moseley, Tom Towles und Rainn Wilson auf- Rob Zombie selbst hat einen Gastauftritt.
Diverse filmische Vorbilder sind erkennbar, werden aber nicht kopiert.
Die Inszenierung ist generell recht dreckig und bietet einige kranke Ideen, aber auch absurd/schräge Charaktere,
welche immer hart an der Grenze zum übertriebenen und lächerlichen agieren- diese aber nicht überschreiten.

9/10

HAUS DER 1000 LEICHEN II - THE DEVIL'S REJECTS



Nachdem die wahnsinnige Firefly-Familie im Vorgängerfilm seinen Bruder getötet hat,
umstellt der rachsüchtige Sheriff das Grundstück der Sippe, die für zahlreiche Morde und Entführungen verantwortlich ist.
Die Polizei nimmt das Haus unter beschuss- Mutter Firefly wird verhaftet, aber Tochter Baby und ihr Bruder Otis können entkommen,
und informieren ihren abwesenden Vater, Captain Spaulding.
Gemeinsam beschießen sie zu seinem Halbbruder zu fliehen, welcher die Familie jedoch an den Sheriff verrät...

War der Vorgänger auch schon krank, aber irgendwo lustig- ist die Fortsetzung etwas anders geraten.
Die Geschichte wird zwar logisch weitergesponnen, vom Witz des Vorgängers ist aber nicht mehr viel zu sehen.
Der ganze Film wirkt durchgehend eher krank, sadistisch, dreckig, verstörend.
Interesant ist die Umkehrung des ersten Teils-
diesmal fliehen nicht die Opfer vor der Familie, sondern eben die Firefly's vor dem beinahe ebenso sadistischen Sheriff.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, sind die vielen Gastauftritte alter Horror- und Actionhelden:
Wer ein Auge dafür hat ,entdeckt Ken Foree, Deborah Van Valkenburgh, Steve Railsback, und Michael Berryman.

9/10

HAZE



Ein Mann erwacht, mit einer blutenden Bauchverletzung, und ohne Erinnerung wie er dorthin kam, in einem Labyrinth aus Stein, welches so eng ist,
dass er sich nur kriechend vorwärts bewegen kann.
In den extrem engen Gängen sind nicht nur mörderische Fallen aufgebaut, sie sind teils auch voller Leichenteile-
einige recht frisch, andere schon verwesend.
Dazu kommt die Gewissheit, dass er an seiner Bauchwunde verbluten könnte, sofern er keine Hilfe findet und sich befreien kann.
Irgendwann stößt er im Labyrinth auf eine Leidensgenossin die ebenfalls eine Bauchwunde hat-
doch mit immer mehr gefundenen Leichen sinkt auch die Hoffnung auf einen Ausweg aus dem Labyrinth.
Doch dann entdecken die beiden in einem Schacht nach oben einen Spalt, durch den Licht scheint...

Haze ist ein Kurzfilm von knapp 50 Minuten, der teils sehr verstörend und grausam daherkommt, ohne allzuviele Brutalitäten zu zeigen.
Dazu kommt noch das in solchen Filmen recht häufige offene Ende, welches den Zuschauer mit einigen Fragen im Kopf entlässt-
somit ist man gedanklich noch eine weile mit dem Film beschäftigt.
Originell, krank und sehenswert- sofern man nicht an Klaustrophobie leidet.

7/10

HEAVEN'S GATE - DAS TOR ZUM HIMMEL



Ein hochkarätig besetzter, aufwendig gefilmter Spätwestern von Michael Cimino.
Besetzung: Kris Kristofferson, Christopher Walken, John Hurt, Brad Dourif, Isabelle Huppert, Joseph Cotten, Jeff Bridges, Mickey Rourke...
Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, dem sogenannten „Johnson County War“ von 1892.

Montana, Ende des 19. Jahrhunderts. Ein weites Land, aber nach Meinung einiger mächtigen Viehzüchter nicht weit genug für alle...
Mit allen mitteln versuchen sie, Einwanderer aus Osteuropa zu vertreiben, es werden sogar Todeslisten an Revolverhelden ausgegeben.
Die Viehbarone bezahlen für den Kampf gegen die unerwünschten Einwanderer auch Kopfgeldjäger,
von denen Nathan Champion (Christopher Walken) zunächst besonders skrupellos heraussticht.
Der einzige, der den Einwanderern zur Seite steht und Verständnis zeigt,
ist der Staatsanwalt James Averill (Kris Kristofferson), der damit den Zorn der Viehzüchter auf sich zieht.
Die beiden Männer kämpfen nicht nur auf gegnerischen Seiten, sondern auch um die Gunst der Bordellbesitzerin Ella (Isabell Huppert),
welche den mächtigen im Land ebenfalls ein Dorn im Auge ist- und auf der Todesliste steht.
Die Rivalität zwischen den Männern wird zu Hass, der nur noch Gewalt kennt-
und in einer langen, blutigen Schlacht zwischen den Parteien endet- bei der am Ende alle etwas verlieren...

Heaven's Gate ist alles andere als ein klassischer Western, obwohl er doch das typische Westernklischee enthält:
Den einsamen Helden, der alleine für das Gesetz kämpft.
Ansonsten aber ist hier ziemlich alles untypisch:
Das Thema des Films ist Fremdenhass, erste Anzeichen einer Modernen Gesellschaft halten Einzug (Rollschuhbahn, komfortable Kutschen...),
die Figuren laufen größtenteils in edlen, teuren Anzügen herum, der klassische dreckige Cowboy kommt hier nicht vor.
Der Film hebt sich somit nicht nur thematisch, sondern auch optisch vom typisch amerikanischen Western ab- obwohl er in den USA gedreht wurde.
Als Zuschauer muss man sich im klaren sein, dass dieser Film über 200 Minuten lang eine Geschichte erzählt-
und nicht auf Schiessereien und Action ausgelegt ist- erst im letzten drittel geht es recht brutal zur Sache, hier gibt's dann packend inszenierte und brutale Gefechte.  
Heaven's Gate schrieb Filmgeschichte- im negativen Sinn.
Regisseur Cimino zeigte hier den Mut, in den USA einen Film zu drehen, der zeigte wie es wirklich war:
Die Amerikaner sind und waren nicht die Helden, in denen sie sich selbst in ihren Western gerne darstellten,
all der Rassismus und Hass den es auch im wirklichen Leben schon immer gab, wird hier gezeigt.
Dementsprechend floppte der Film in den USA an den Kinokassen (Er kostete 50 Millionen Dollar, spielte aber nur einen Bruchteil wieder ein),
kassierte dort beinahe nur negative Kritiken (Im Gegensatz zum Rest der Welt),
und stürzte die Produktionsfirma United Artists in den Ruin- diese wurde daraufhin von MGM aufgekauft.

10/10

HELL COMES TO FROGTOWN



Nach einem Atomkrieg: Die Erde ist zerstört, und zwischen den wenigen überlebenden herrscht Krieg.
Auf der einen Seite mutierte Froschmenschen, auf der anderen die restlichen überlebenden Menschen- welche ein großes Problem haben:
Durch die Strahlung sind beinahe alle Menschen Zeugungsunfähig geworden.
Die einzige männliche Ausnahme hiervon ist der wegen Vergewaltigung im Knast sitzende Sam Hell,
der von der Regierung dazu auserwählt wird, für den Fortbestand der Menschen zu sorgen.
Das Problem: Die einzigen bekannten Frauen, die noch Kinder gebären können, sind in Frogtown gefangen, der gut bewachten Mutantenstadt...

Natürlich ist der Film Trash pur- macht aber durchaus Spaß.
Als Sam Hell darf man Roddy Piper bewundern, als eine seiner Begleiterinnen Sandahl Bergmann.
Der Rest der Darsteller ist weitgehend unbekannt, das Setting typisch Endzeit-Trash billig, ausser Wüsten und alten Fabrikhallen ist nichts zu sehen.

6/10

HELLRAISER - REVELATIONS



Auf die Handlung gehe ich jetzt nicht weiter ein- hierbei handelt es sich Storytechnisch, obwohl keinerlei Angaben dazu gemacht werden,
beinahe um ein Remake des Originalfilms.
Wer also eine echte Fortsetzung erwartet, kann sich das schon mal abschminken...

Leider kann ich generell absolut nichts positives zum Film sagen.
Das beginnt bei bestenfalls mittelmäßigen Schauspielern die allesamt keine Sympathieträger sind, geht über das generell billige Setting,
zu einer nur selten gezeigten und steril aussehenden Cenobiten-Welt, und endet bei den lächerlichsten Cenobiten, welche die Welt je gesehen hat.
Pinhead (erstmals nicht Doug Bradley) und die anderen sehen hier aus wie Kasperlefiguren- und hören sich auch so an.
Das bedrohliche Erscheinungsbild eines Doug Bradley wird hier nie erreicht, man nimmt die Cenobiten einfach nicht ernst-
Pinheads helle Piepsstimme macht das ganze da nicht besser.
Wenn ihr jetzt wegen der 18er Freigabe und dem großen Uncut-Stempel auf dem Cover wenigstens gut gemachte Effekte und Splatter erwartet- vergesst es.
Dreimal kommen die berühmten Haken zum Einsatz, allerdings übelst schlecht getrickst- und ziemlich alles andere wird so gezeigt, dass die Kamera es nicht direkt erfasst.
Dazu kommt der häufige Einsatz von Wackelkamera, sowie die oft nicht nachvollziehbaren Handlungen und Dialoge der Charaktere.
Ein positives hat der Film aber doch: Er läuft uncut gerade mal 70 Minuten, ist also schnell vorbei.

0/10

HEUTE ICH - MORGEN DU!



Nach fünf Jahren unschuldig im Gefängnis wird Bill Kiowa entlassen.
Angeklagt war er für den Mord an seiner Frau, den in Wahrheit der Comanchero Elfego begangen hatte.
Bill hat nur einen Gedanken: Rache!
Er holt sich vier Revolvermänner zu Hilfe, darunter den Steckbrieflich gesuchten Iren O'Banion (Carlo Pedersoli).
Elfego ist schnell gefunden- zusammen mit seiner Bande terrorisiert er das Land und überfällt Postkutschen.
Beim Versuch, Elfego und seine Leute zu überraschen, geraten Bill und O'Banion in einen Hinterhalt, werden gefangen genommen, und brutal zusammengeschlagen.
Sterben soll Kiowa jedoch noch nicht, denn Elfego plant, dass er noch einmal für einen von ihm ausgeheckten Überfall den Kopf hinhalten soll.
Als die Comancheros für den geplanten Überfall das Lager verlassen, befreien die anderen Kiowa und O'Banion-
und gehen erneut auf die Jagd nach Elfego und seinen Comancheros...

Recht harter Rachewestern mit Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer, der hier nicht den Prügelknaben spielt, sondern in einer ernsten Rolle zu bewundern ist.
Solide Italo-Western-Unterhaltung ohne Humor, dafür mit Härte.
Wer den Film in bestmöglicher Qualität haben will, muss zur Blu-ray mit dem unglaublich bescheuerten Titel "Der Dicke ist nicht zu bremsen" greifen.

7/10  

THE HILLS HAVE EYES - HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN (1977)



Familie Carter ist mit Auto und Wohnwagen unterwegs nach Kalifornien- ihr Weg führt sie mitten durch die Wüste.
An einer Tankstelle, deren Besitzer diese gerade schließen und verlassen will, tanken sie noch einmal-
und werden gewarnt auf der Straße zu bleiben, und schnell weiterzufahren.
Es dauert nicht lange, bis ein Unfall passiert- das Auto bleibt mit Achsenbruch mitten in der Wüste liegen.
Laut Straßenkarte steckt man mitten in einem alten Atomversuchsgelände fest.
Vater Carter beschließt, zu Fuß zur Tankstelle zurück zu gehen um Hilfe zu holen, was er bis Einbruch der Dunkelheit schaffen will.
Was keiner ahnt: Eine Gruppe verseuchter, zu Kannibalen mutierter Menschen lebt in diesem Gebiet-
und das Auto der Carters haben sie aus ihrem Standort in den Hügeln schon entdeckt...

Wes Craven's klassischer Terrorfilm ist B-Movie-Trash der günstig produzierten Sorte- welcher aber gerade dadurch teilweise recht herb daherkommt.
Seinerzeit dürfte der Film als ziemlich kontrovers aufgenommen worden sein, nicht nur weil er für damals durchaus als ziemlich brutal gelten dürfte.
Dazu kommt, dass die Amerikaner zur Entstehungszeit des Films wirklich Tests mit Atomwaffen durchführten.
Wer jetzt aber anhand der Kannibalen-Thematik einen Splatterfilm erwartet, dürfte enttäuscht werden.
"Hügel der blutigen Augen" ist zwar nicht gänzlich unblutig und auch relativ hart, lebt aber eher von seiner dreckigen, düsteren Atmosphäre-
und seiner (im OT und der neuen Synchro) als Horrorfilm getarnten Kritik am Einsatz von Atomwaffen.
Mit Dee Wallace und Michael Berryman sind sogar halbwegs bekannte Namen im Cast vertreten.
Seinen Kultfilm-Status hat "Hügel der blutigen Augen" durchaus verdient- Horrorfans sollten ihn mal gesehen haben, aber nicht zu viel erwarten.
Das ist hier ähnlich wie beim Originalen "Texas Chainsaw Massacre". Beide haben/hatten einen Ruf als "Splatterfilm", was beide aber nicht sind...
Die DVD enthält zwei deutschen Tonspuren.
Die alte Synchro, welche damals im Kino und auf VHS eingesetzt wurde, hat erträgliche Synchronsprecher- aber erzählt von "Ausserirdischen".
Die neuere Synchro ist eine deutlich bessere Übersetzung des Originaltons, in dem es Strahlenverseuchte sind- aber katastrophal schlechte Sprecher.

7/10

THE HILLS HAVE EYES 2 - IM TODESTAL DER WÖLFE (1984)



Mitten in der Wüste, genau in dem Gebiet der damaligen Atomtests, soll ein Motocross-Rennen stattfinden.
Ein paar Motorradbegeisterte Freunde sind mit einem alten Schulbus und ihren Crossbikes unterwegs dorthin.
Unter anderem auch die beiden überlebenden des ersten Films.
Dass mitten in der Wüste Schilder stehen, die zu einer offensichtlich bewohnten Hütte,
welche jetzt aber verlassene scheint, führen, findet keiner seltsam.
Blöd, denn wer so dumm ist, hat es nicht anders verdient als von den überlebenden Kannibalen weggeknuspert zu werden.

Man kann es kaum glauben, dass auch hinter der Fortsetzung wieder Wes Craven steckt.
Die Fortsetzung beginnt mit einem Rückblick der Geschehnisse, und schließt somit direkt an den ersten Film an.
Michael Berryman ist auch wieder mit dabei. Das sind dann aber auch schon die einzigen positiven Punkte...
Miese Schauspieler, wieder schwache (und am Anfang verfälschende) Synchro, bescheuertes unglaubwürdiges Verhalten,
kaum Blut, kaum Action- und absolut keine Spannung zeichnen diesen Murks aus.

2/10

THE HILLS HAVE EYES - HÜGEL DER BLUTIGEN AUGEN (2006)



Sehr ordentliches Remake des "Klassikers" von 1977. Handlung siehe weiter oben.

Alexandre Aja (High Tension) hat hier ein derbes, sehr brutales Remake des Klassikers geschaffen,
welches von Start weg unübersehbar mit der Gefahr von Auswirkungen der Atomwaffen spielt- und sich inhaltlich weitgehend an das Original hält.
Produziert von wes Craven, mit durchgehend akzeptablen bis guten Darstellern ausgestattet-
und was den Gewaltgrad angeht an die "Modernen Sehgewohnheiten" angepasst- anders gesagt: Gemetzel vom feinsten mit überzeugenden Tricks.

8/10

THE HILLS HAVE EYES 2 (2007)



Ein Army-Wissenschaftlerteam untersucht die Wüste nach Strahlung, wird jedoch von den überlebenden Mutanten aus dem Vorgänger angegriffen.
Als die Funkverbindung zumTeam in der Wüste abreisst, schickt die Army einen Nachwuchstrupp los, um nach dem rechten zu sehen-
scheint dies doch die richtige Aufgabe für eine Übung der neuen Rekruten zu sein...
Wie praktisch, dass unter den neuen Soldaten auch zwei Frauen sind, haben doch nur Männliche Mutanten den ersten Teil überlebt-
und brauchen jetzt Frauen um Nachwuchs zu zeugen...

Die Story ist hier mal wieder unglaublich dünn, aber wenigstens eine eigenständige Geschichte, die an das Remake anknüpft-
und kein Remake des Original zweiten Teils, der noch deutlich bescheidener war.
Leider fällt das in solchen Filmen übliche saudumme Verhalten der Truppe auch hier negativ auf.
(Waffen irgendwo hinlegen und weggehen, sich von den anderen entfernen um zum pissen zu gehen...)
Ansonsten muss man anmerken, dass der Gewaltgrad im Vergleich zum ersten Teil nochmal zugenommen hat, teils wird’s hier schon wirklich geschmacklos...
Andererseits blitzt an manchen Stellen sogar etwas schwarzer Humor durch, etwa bei der Arm ab-Szene am Berg.
Das Setting ist dreckig und trostlos, die Schauspieler gehen in Ordnung, die Effekte sind drastisch und gut gemacht, langweilig wird’s auch nicht.  

7/10

DIE HORDE



Ein Cop wird tot aufgefunden.
Bei Ermittlungen stellt sich heraus, dass die Markudis-Gang ihn getötet hat, worauf vier seiner ehemaligen Kollegen den toten abseits des Gesetzes rächen wollen.
Die Gang geht Waffen- und Drogengeschäften in einem alten, heruntergekommenen und kaum noch bewohnten Hochhaus nach, welches die Polizisten nachts stürmen-
doch die Aktion geht schief, die Markudis nehmen die Polizisten gefangen.
Es dauert nicht lange, da werden alle von einer dritten Partei angegriffen, welche sich schnell als eine Art menschenfressende Zombies herausstellt,
die inzwischen zu Hunderten das Gebäude- und die ganze Stadt belagern...

Zunächst: Finger weg von der deutschen Version des Films, hier wurde wieder massiv und stümperhaft zensiert.
Es werden gut gemachte Action und Splatter pur geboten, langweilig wird es nie.
Andererseits gibt's keinerlei Hintergrundinfos. Woher kommen die Zombies? Warum wurde das nicht schon früher bemerkt?
Schließlich ist die ganze Stadt schon überrannt worden, und brennt sogar weit sichtbar...
Ergo: Hirn ausschalten, Spaß haben!

7/10

HOT TUB – DER WHIRLPOOL IST NE VERDAMMTE ZEITMASCHINE



Das Jahr 2020. Die drei Freunde Adam, Lou und Nick sind aus jeweils eigenen Gründen mit ihrem Leben unzufrieden- und beschließen spontan, nochmal die Sau rauszulassen.
Schnell wird man sich einig, einen Ski-Resort zu besuchen, wo sie früher regelmäßig Mädels aufgerissen haben.
Adams Neffe Jacob, ein totaler Nerd, wird auch noch mitgenommen, und los geht die fahrt.
Dort angekommen merkt man schon bald: Auch hier ist nichts wie früher.
Frustriert und genervt setzen sich die vier in den Hotel-Whirlpool, welcher sich durch einen technischen Defekt als eine Zeitmaschine herausstellt.
Gleicher Ort, nur 1986: Michael Jackson ist ein schwarzer, Walkmen sind gerade groß im kommen, und Alf läuft im Fernsehen-
von den hässlichen bunten Klamotten ganz zu schweigen.
Zuerst regiert Panik und Verwirrung, doch nach und nach bemerken die Freunde, dass sie ihr Leben ändern können-
doch was gut für die drei älteren laufen kann, ist für den deutlich jüngeren Jacob eventuell Existenzbedrohend...

Das kommt also dabei raus, wenn man „Zurück in die Zukunft“ mit "Hangover" kreuzt.
Teils treffender, teils aber auch recht flapsiger Humor sind geboten, dank einigen bekannten Gesichtern (John Cusack, Crispin Glover, Chevy Chase) gibts nen Bonuspunkt.
Sicher kein Highlight, aber deutlich besser als der blöde deutsche Titel einen glauben lässt. Wer Hangover mochte darf nen Blick riskieren!

7/10

HOUSE OF WAX



Eine Gruppe junger Leute hat eine Autopanne, und kommt auf der Suche nach Ersatzteilen und Hilfe, in eine kleine, versteckte Stadt.
Allerdings scheint dort kaum jemand zu wohnen, die ganze Stadt ist vollgestellt mit Wachsfiguren, nicht nur das überall beworbene Wachsfigurenkabinett ist damit bevölkert.
Nach einer Weile bemerken sie, dass unter der Wachsschicht die Leichen der ehemaligen Bewohner und Besucher der Stadt stecken...

Soweit zwar nix neues- aber der Film fällt dann doch positiver auf als ich dachte.
Zum einen verdient die Idee und Umsetzung des Wachsfigurenkabinetts eine positive Erwähnung (alles, auch das Haus selbst ist aus Wachs),
zum anderen werden hier wieder mal einige nette Brutalitäten ungekürzt gezeigt.
Auf der anderen Seite:
Die Schauspieler sind Kanonenfutter von der Stange, und ähnliche Geschichten gab es schon massenhaft.

5/10

THE HUMAN CENTIPEDE – FIRST SEQUENCE



Irgendwo in Deutschland: Zwei junge Amerikanerinnen, die sich das Land ansehen wollen , haben Nachts auf einer einsamen Straße im Wald eine Autopanne.
Auf der Suche nach Hilfe finden sie das versteckt gelegene Haus des Chirurgen Dr.Heiter,
welcher gerade auf der Suche nach geeigneten Opfern für seinen Traum vom selbstgeschaffenen „Human Centipede“ ist.
Mit einem Betäubungsgewehr geht er auf die Jagd für einen geeigneten dritten Kandidaten, welchen er in einem Asiaten auch schnell findet.
Sein vorhaben: Drei Menschen hintereinander jeweils an Anus an Mund zusammenzunähen, so dass der erste noch normal ernährt werden kann-
und die hinteren von den jeweiligen Ausscheidungen des vorderen leben müssen...

Der Niederländische Regisseur Tom Six, der zuvor nur schwache, hierzulande eher unbekannte Komödien gedreht hat, hat hiermit scheinbar sein Metier gefunden.
Die Idee ist ziemlich krank- die Umsetzung des ganzen ist allerdings ohne allzu große Ekelszenen gelöst worden.
Glaubwürdige Darsteller, nachvollziehbare Handlungen aller beteiligten und die kühle, sterile Umgebung sind ebenfalls klare Pluspunkte.
Vor allem Dieter Laser als durchgeknallter Dr.Heiter sticht heraus, spielt er seine Rolle doch sehr intensiv und glaubhaft.
Ich möchte gar nicht wissen, was man im Ausland nach diesem Film über deutsche Ärzte denkt...
Vorsicht- die Deutsche Version ist um knappe 5 Minuten gekürzt worden! In Österreich kriegt man den Film ungekürzt von NSM.

9/10

THE HUMAN CENTIPEDE 2 - FULL SEQUENCE



Martin Lomax ist Mitte 40, klein, dick, Asthmatiker- und geistig nicht ganz auf der höhe.
Er wurde von seinem Vater früher misshandelt, lebt jetzt bei seiner Mutter, und arbeitet in einem ruhigen Job- als Nachtwächter in einem Parkhaus.
Hier hat er Zeit, seinem einzigen Hobby nachzugehen- den auf seinem Laptop in Dauerschleife laufenden Film "The Human Centipede" anzusehen.
Nebenbei träumt er davon, eines Tages einen eigenen Human Centipede zusammenzustellen- und dabei sein Vorbild aus dem Film, Dr.Heiter, zu überbieten.
Es dauert nicht lange, bis ihm eher zufällig das erste Opfer über den weg läuft.
Damit ist seine letzte Hemmschwelle gefallen- Martin mietet sich eine Lagerhalle, und geht gezielt auf die Jagd nach passenden Opfern...

Als erstes muss man auch in der Fortsetzung zur Wahl des Hauptdarstellers gratulieren.
Regisseur Tom Six, von dem auch der Vorgängerfilm stammt, hat mit Laurence Harvey hier eine perfekte Wahl getroffen.
Soviel Mut zur Hässlichkeit muss man als Schauspieler erstmal haben.
Handwerklich ist auch der zweite Teil solide inszeniert, gut gespielt und nicht zimperlich mit Gewaltdarstellung.
Der komplette Film ist in schwarz/weiss gedreht, was seine Wirkung aber nur unterstreicht- ein paar wenige gezielt eingesetzte Farbspritzer kommen allerdings vor...
Wie ebenfalls schon im Vorgänger, gibt es nur wenige Dialoge, die Geschichte wird hauptsächlich durch die Bilder erzählt.
Hat im ersten Teil noch ein Chirurg die Menschen zusammengenäht, ist es hier ein zurückgebliebener Mann, der natürlich nicht medizinisch ausgebildet ist-
und sich seine Hilfsmittel aus der mütterlichen Küche und dem Werkzeugkasten holt- was den Film nochmal um einiges böser ausfallen lässt.
Nichts für empfindliche Gemüter, aber wer dem Vorgänger etwas abgewinnen konnte macht hier nicht viel falsch.
Aber Finger weg von der deutschen Version! Hier hat man ganze 17 Minuten herausgekürzt, um eine SPIO-Freigabe ab 18 zu erhalten...
Die ungeschnittene NSM-Version aus Österreich ist seit 2014 beschlagnahmt.

8/10

THE HUMAN CENTIPEDE 3 - FINAL SEQUENCE



Gefängnisdirektor Bill Boss hat ein Problem: Seine Insassen sind die härtesten Fälle des Landes- und kaum noch zu bändigen.
Auch härteste Strafen bringen nur wenig, so dass der Gouverneur mit Schließung des Gefängnisses droht.
Die rettende Idee hat dann sein Gehilfe, welcher ein großer Fan der beiden "Human Centipede"-Filme ist:
Alle 500 Insassen des Gefängnisses betäuben, und zu einem gigantischen Human Prison Centipede verbinden-
das bestraft für die Aufstände, und soll andere Kriminelle abschrecken...

Als erstes staunt man hier wohl über die Besetzung:
Dieter Laser (HC 1) hat die Hauptrolle als komplett durchgeknallter Gefängnisdirektor Bill Boss übernommen, sein Gehilfe wird von Laurence Harvey (HC 2) gespielt.
Zudem tauchen noch Regisseur Tom Six als er selbst, Eric Roberts als Gouverneur, und Tommy "Tiny" Lister als Anführer der Insassen im Film auf.
Leider muss man aber sagen, dass der dritte Film nicht die Klasse seiner Vorgänger erreicht.
Dieter Laser zeigt extremstes Overacting, und nuschelt oder schreit teils dermaßen, dass man kaum ein Wort versteht.
Auch lässt man sich in der ersten Hälfte des Films sehr viel Zeit mit für die Story unwichtigen Szenen und hysterischem Gebrüll, was teils nervig, teils langweilig rüberkommt.
Die Ankündigung, den zweiten Teil noch an Abartigkeiten zu überbieten, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt wahr gemacht.
Es gibt zwar eine neue, wirklich überraschende Idee, welche aber nur kurz als Nebeneffekt gezeigt, und nicht in die Handlung integriert wird.
Wirklich schlecht ist auch HC 3 nicht, das Overacting von Dieter Laser nervt zwar, aber ist so gewollt- und die anderen Schauspieler passen ebenfalls.
Nur irgendwie ist das eben (fast) alles schon mal vorher (besser) dagewesen- nur in kleinerem Rahmen. Mehr ist nicht immer besser.
Eine Deutsche Version des Films existiert bisher (Stand 9/2017) nicht!

6/10


Zuletzt von Retro am Di Okt 17, 2017 1:42 pm bearbeitet; insgesamt 23-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:27 am

I

I, ROBOT



Im Jahr 2035 sind Roboter alltägliche Diener der Menschen.
Durch eine Sicherheitsdirektive können die Roboter keine Gewalt gegen Menschen anwenden, und somit auch keine Verbrechen begehen-
bis ein mysteriöser Selbstmord eines Robotik-Wissenschaftlers passiert, an dem offensichtlich ein Roboter beteiligt war, welcher anders als die anderen ist...

Filme mit Will Smith sind ja oft nur ansammlungen Pseudocooler Sprüche, hier hält er sich allerdings zurück, was dem Film gut tut.
Auch die Kampfszenen und Tricks generell sind definitiv sehenswert.
Regisseur Alex Proyas hat für meinen Geschmack zwar schon bessere Filme abgeliefert (The Crow, Dark City), allerdings erkennt man seine Handschrift auch hier wieder-
wenn auch, wie zu erwarten war, etwas näher am Mainstreambereich.

7/10

IMMER ÄRGER MIT BERNIE



Die beiden Buchhalter Larry und Richard werden von ihrem Boss Bernie Lomax in seine Strandvilla eingeladen,
weil sie unregelmäßigkeiten in den Finanzplänen der Firma entdeckt haben.
Natürlich hoffen die beiden jetzt auf eine Beförderung- doch Bernie selbst betrügt die Firma, und will die beiden in seiner Villa von einem Mafiosi umlegen lassen.
Dummerweise wird Bernie selbst vom Killer umgebracht, da er auch mit Mafiageldern zu tun hat- und inzwischen als Sicherheitsrisiko gilt.
Inzwischen sind auch Larry und Richard angekommen- und entdecken Bernie's Leiche.
Noch während sie überlegen was zu tun ist, kommen diverse Freunde von Bernie vorbei, welche die Wochenenden regelmäßig dort in Partystimmung verbringen.
Keiner der Gäste bemerkt zunächst, dass Bernie tot ist, da er wohl für exzentrisches Verhalten bekannt ist.
Larry und Richard tun alles dafür, dass das auch so bleibt- zum einen, weil sie gefallen an dem Gedanken gefunden haben, ein ganzes Wochenende Party zu machen,
zum anderen damit niemand meint, sie wären selbst die Mörder.
Schon bald befindet sich Bernie's Leiche an den seltsamsten Plätzen, und in skurrilsten Situationen.
Als der Killer erfährt, dass Bernie scheinbar noch lebt, kehrt er zurück um sein Werk zu vollenden,
doch Larry und Richard haben inzwischen erfahren dass sie ursprünglich selbst die Opfer sein sollten, und reagieren dementsprechend panisch...

Die Grundsituation ist recht ähnlich zu Hitchcocks Klassiker "Immer ärger mit Harry", nur dass hier genau das Gegenteil versucht wird:
Die Leiche immer wieder möglichst so zu platzieren, dass niemand den Tod von Bernie bemerkt.
Auch hier ist schwarzer Humor allgegenwärtig, wird aber nicht so trocken präsentiert wie im offensichtlichen Vorbild- sondern im typischen Comedy-Stil der 90'er.
Der Film hat eine erstaunlich hohe Gagdichte, rutscht trotz einiger Slapstick-Einlagen nie ins peinliche ab, und funktioniert auch heute noch wunderbar.
Die Darsteller sind perfekt ausgesucht, vor allem Terry Kiser als Bernie leistet hier unglaubliches.
Sich das alles gefallen lassen zu müssen ist sicher schwieriger, als so manche ernste Rolle zu spielen.
Und wie schon beim Vorbild Hitchcock, gibt es auch hier einen kurzen Auftritt von Bernie-Regisseur Kotcheff im Film.
Wenn schon großteils kopiert, dann richtig! Ebenso ein Klassiker der Comedy- wenn auch natürlich etwas moderner als sein offensichtliches Vorbild.

10/10

IMMER ÄRGER MIT HARRY



Ein schöner Herbsttag in Vermont. Diverse Bewohner einer Kleinstadt sind voneinander unabhängig in einem Waldstück in der nähe unterwegs, und genießen den Tag.
Auch ein Kind spielt im Wald- und entdeckt eine Leiche mit einer Kopfwunde.
Noch bevor der junge seiner Mutter von der Entdeckung erzählen kann, findet ein alter Jäger den toten- und glaubt, diesen auf der Jagd versehentlich erschossen zu haben.
Aufgrund eines Briefes in seiner Jackentasche erfährt er, dass der Name des toten Harry ist, und beschließt, die Leiche in einem Gebüsch zu verstecken.
Allerdings kommen immer wieder Spaziergänger vorbei, welche die Leiche teils nicht mal bemerken, komplett missachten, helfen wollen sie verschwinden zu lassen-
oder sich, wie der Jäger, schuldig an Harry's Tod fühlen- wenn auch aus jeweils verschiedenen Gründen.
So kommt es, dass Harry immer wieder mal die Stellung wechselt, an anderer Stelle versteckt wird, begraben wird, wieder ausgegraben wird...

"Wo haben sie Harry diesmal hingelegt?"
"An seinen Stammplatz, hinter der großen Eiche."

Der ganze Witz dieser Krimikomödie beruht auf purem Understatement und staubtrockenem Humor.
Der Tod von Harry wird von jedem als etwas völlig alltägliches wahrgenommen, alle handelnden Figuren sind irgendwo zwischen liebenswert und schrullig einzuordnen,
keiner davon ist böse, alle leben sie in einer scheinbar heilen Welt.
Je länger der Film läuft, desto mehr Personen könnten schuld an Harry's Tod sein, es gibt durchaus einige Überraschungen in der Geschichte.
Für einen Hitchcock-Film ist "Harry" eigentlich absolut untypisch.
Hier überwiegt deutlich der schwarze Humor, auch wenn die eigentliche Krimihandlung genug Spannung und Wendungen in der Geschichte bietet.
Ein Klassiker. Zurecht!

10/10

IMMORTAL



Das Jahr 2095. Über New York, das von Mutanten und Menschen bevölkert wird, erscheint eine schwebende Pyramide, mit der die Götter zur Erde gekommen sind.
Einem der Götter, Horus, wird in sieben Tagen seine Unsterblichkeit genommen.
In dieser Zeit will er einen nachkommen Zeugen, wofür er eine reine, unschuldige Frau- und den perfekten Körper eines Mannes braucht, in den er schlüpfen kann.
Die scheinbar geklonte, geheimnisvolle Jill käme in frage, steht sie doch kurz vor der Verwandlung zum normalen, sterblichen Menschen.
Ebenso der Körper von Nikopol (Thomas Kretschmann), einem durch einen Unfall zu früh aufgetauten eingefrorenen Revolutionär,
dessen Geist nach jahrelangem Kälteschlafstrafe leicht zu kontrollieren scheint.
Doch Nikopol hat durchaus noch einen eigenen willen- er stellt Horus fragen, und verliebt sich in Jill...

Der Film ist rein optisch eine Mischung aus Blade Runner und Das fünfte Element, visuell größtenteils durchaus ansprechend.
Größtenteils sieht man hier CGI-Effekte, echte Schauspieler sind eine Minderheit,
die Götter und auch die meisten Mutanten sind Computergeneriert, was mal mehr, mal weniger gut gelungen ist.
Vor allem die Götter wirken leider teils arg billig, besitzen nicht mal eine Gesichtsanimation beim sprechen.
Die Grundhandlung ist nicht uninteressant, die Umsetzung wirkt allerdings recht schludrig.
Hier wurde wohl versucht, möglichst viel aus der Comic-Vorlage (die ich nicht kenne) auf möglichst kurze Filmlaufzeit zu pressen,
was darin endet, dass einige interessante Themen nur kurz angesprochen werden.
Zum Beispiel illegale Experimente mit Aliens durch einen Bio-Konzern, oder die nur oberflächlichen Infos über die verbotene Zone,
in welcher der Film dann auch noch nicht ganz nachvollziehbar endet.
Eine etwas längere Laufzeit, und somit mehr Erklärungen, wären also ebenso wünschenswert gewesen, wie teils bessere Animationen-
aber ich denke mal, da hat's am Budget gefehlt...
Nicht uninteressant, aber doch weit von einem perfekt erzähltem Film entfernt.

6/10

INFESTATION



Cooper hat nicht den besten Tag erwischt. An seinem Arbeitsplatz wird er gekündigt, und ein seltsames lautes Geräusch lässt ihn kurz darauf in Ohnmacht fallen.
Als er wieder erwacht, ist er, wie andere Menschen neben ihm, in einem Netz gefangen.
Es gelingt ihm, sich zu befreien, den Angriff eines Menschengroßen Käfers abzuwehren, und auch die anderen Menschen freizulassen.
Ein blick auf die Stadt lässt nichts gutes erahnen: Überall in Netzen gefangene Menschen, und riesige Insekten...

Einige nette Sprüche, viel geballer und zersplatternde Insekten sind hier zu begutachten.
B-Movie, Horror-Comedy... nennt es wie ihr wollt. Der Film ist sicher nicht anspruchsvoll, macht aber Spaß!

7/10

INVITATION ONLY



Ein paar junge Leute kriegen eine Einladung zu einer Party, auf der ansonsten ausschließlich die Superreichen der Gesellschaft erwünscht sind.
Natürlich ist man neugierig, und geht dorthin- ohne zu ahnen, dass man selbst die Attraktion des Abends werden soll.
Denn die reichen Partygäste haben alle dafür bezahlt, Live-Folterungen auf einer großen Bühne zu sehen...

Wem schon Hostel gefallen hat macht hier nichts falsch, mir persönlich gefällt dieser Film sogar deutlich besser.
Auf eine lange (und langweilige) Einleitung wie beim Vorbild wird verzichtet, hier stehen auch eher die Fluchtversuche im Vordergrund, nicht nur die Folterszenen.
Leider ist die deutsche DVD massiv gekürzt, hier lohnt der Griff zum Import oder zur Ösi-DVD.

7/10

IRREVERSIBEL



Alexandra (Monica Belucci) und Marcus (Vincent Cassel) amüsieren sich auf einer Discoparty.
Aufgrund eines Streits macht sich Alexandra früher als Marcus auf den Heimweg,
und wird unterwegs von einem sadistischen schwulen anal vergewaltigt, brutalst verprügelt und halb tot getreten.
Als Marcus kurz darauf auf dem Nachhauseweg am Tatort vorbeikommt, sieht er wie seine Freundin im Koma liegend abtransportiert wird.
Rasend vor Wut macht er sich auf die Suche nach dem Täter- welchen er im nahegelegenen Homo-Club "Rectum" vermutet...

Der Film wird konsequent rückwärts erzählt, beginnt mit einem, zu diesem Zeitpunk sinnlos erscheinenden, grausamen Mord an einem schwulen in einem S/M Club.
Ebenfalls eine Besonderheit ist, dass der Film nur extrem wenige Schnitte hat, also die meiste Zeit sehr lange, durchgehende Kamerafahrten zeigt-
was unter anderem auch die dadurch um so grausamer wirkende Vergewaltigungs-Szene betrifft.
Je länger der Film läuft, desto tragischer wirkt das schon gesehene-
das junge Paar ist frisch verliebt, lebt in einer harmonischen Beziehung, man erfährt dass sie schwanger von ihm ist.
Erstaunlich ist allerdings, dass sich hier bekannte Schauspieler tummeln- ganz schön mutig.
Ich gebe volle Punktzahl- denke aber, dass einige andere nicht viel mit dem Film anfangen können, bzw ihn wirklich nur krank finden...

10/10


Zuletzt von Retro am Fr Okt 13, 2017 10:36 am bearbeitet; insgesamt 12-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:27 am

J

DAS JESUS-VIDEO



In einer Ausgrabungsstätte wird ein Skelett gefunden, welches etwa 2000 Jahre alt ist.
Im Grab des Mannes, der um die Zeitenwende herum gelebt haben muss, findet man allerdings eine Bedienungsanleitung für eine Videokamera,
die es bis zum heutigen Tag lediglich als Prototyp gibt.
Als man bei dem toten Hinweise auf ein gedrehtes Video, und künstliche Zahnfüllungen entdeckt, ist man sicher:
Es muss sich hierbei um einen Zeitreisenden aus der Zukunft gehandelt haben.
Scheinbar war er in der Zeit zurückgereist, um Jesus, wie er wirklich war auf Video zu bannen.
Wenn eine solche Aufnahme wirklich existiert, wäre das natürlich eine Sensation.
Manche Archäöologen wittern ein großes Geschäft und vor allem Ruhm, während andere, vor allem der Vatikan,
um jeden Preis verhindern wollen, dass ein eventuell gefundenes Video veröffentlicht wird...

Die Schauspieler sind allesamt relativ unbekannt, aber doch recht gut ausgesucht.
Man merkt zwar, dass es sich um eine TV-Produktion handelt- jedoch wurde das Thema gut rübergebracht, gut besetzt- und auch nicht zu billig inszeniert.
Warum man allerdings das Ende im vergleich zum Buch komplett abgeändert hat, ist für mich ein Rätsel...

7/10

JUDGE DREDD



Die Zukunft: Nach einem nuklearen Krieg leben die Menschen in sogenannten "Megacities",
riesige Stadtkomplexe, welche durch extrem hohe und starke Mauern nach aussen abgesichert sind.
Polizei, Richter und Henker in einem sind die Judges, welche das Gesetz vertreten.
Der härteste unter ihnen ist Judge Dredd, welcher dafür bekannt ist, schuldige Verbrecher gerne sofort zu exekutieren.
Eines Tages gerät er allerdings selbst unter Mordverdacht, alle Beweise inclusive DNA Tests sprechen gegen ihn, obwohl er unschuldig ist.
Dredd wird verhaftet und aus Megacity verbannt, jetzt muss er auf die Hilfe eines Gefangenen zählen, den er selbst ins Gefängnis gebracht hat-
während Judge Hershey, die einzige Kollegin der er noch vertraut, versucht Beweise für seine Unschuld zu finden.
Als Dredd erfährt dass er einen Bruder hat, der auf der anderen Seite des Gesetzes steht,
und welchen er, ohne von seiner Verwandschaft zu wissen glaubt getötet zu haben, wird klar, dass dieser noch leben muss.
Sein offiziell toter Bruder Rico war der Mörder- und durch seine hinterlassene DNA kam man jetzt natürlich auf Dredd...

Während die Motorräder und Uniformen der Judges nach billigem Plastik aussehen, ist der Rest durchaus auf optisch seinerzeit ordentlichem Niveau.
Sylvester Stallone passt durchaus in die Rolle des Judge Dredd, auch die restliche Besetzung ist teils herausragend:
Armand Assante, Diane Lane, Rob Schneider, Jürgen Prochnow, Max von Sydow und Joan Chen sind in weiteren Rollen zu sehen.
Der Film macht als Comicverfilmung durchaus Spaß, nimmt sich nicht allzu ernst- und sieht größtenteils gut aus, wenn auch teils ein wenig Trashig.
Als "ernster" Actionfilm fällt er allerdings durch, zu steril, bunt und teils überdreht wirkt der Film im Gesamteindruck.
Mein größter Kritikpunkt ist der extrem nervige Sidekick, das überzogene Nervenbündel Rob Schneider kostet den Film definitiv einen Punkt.

7/10


Zuletzt von Retro am Sa Okt 21, 2017 2:12 am bearbeitet; insgesamt 9-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:28 am

K

K-PAX



Ausserirdischer, Genie oder Verrückter? Ein Mann (Kevin Spacey) taucht aus dem nichts auf.
Er hat weder einen Ausweis noch sonstwas bei sich, nur die Kleidung die er anhat.
Bei einer Befragung behauptet er vom Planeten „K-Pax“ zu kommen, und nur mal die Erde besuchen zu wollen-
woraufhin er in eine Anstalt eingewiesen wird, deren Insassen sich alle recht schnell mit ihm anfreunden.
Vielen macht er durch seine Geschichten Hoffnung, sie mit auf seinen Planeten zu nehmen- wobei aber nur eine Person ihn begleiten kann.
Gleichzeitig gibt er seinem betreuendem Arzt Jeff Bridges) Informationen über das Sonnensystem, welche so manchen Astrophysiker erstaunen...

Toll gespielt, ruhig erzählt- aber immer mit einer amüsanten Grundstimmung versehen.
Beste Unterhaltung ohne jegliche Gewaltdarstellung oder platten Humor!

10/10

KEOMA



Der Indianermischling Keoma (Franco Nero) kehrt nach dem Bürgerkrieg in seine Heimat zurück, die von einer Pockenseuche heimgesucht wird.
Um eine Epidemie zu vermeiden, und vor allem um den Grundbesitz der sterbenden zu erhalten,
werden die erkrankten vom Tyrannen Caldwell und Keoma's drei Halbbrüdern in einer alten Mine eingepfercht, und von jeglicher medizinischer Versorgung abgeschlossen.
Keoma unternimmt mit seinem einzigen Freund, dem schwarzen Sklaven George, den Versuch den zum Tode verurteilten zu helfen...

Der Film ist schwer zu beschreiben- am ehesten trifft's wohl „Mystischer Endzeit-Western“...
Im Charakter Keoma sind nicht nur optisch parallelen zu Jesus erkennbar- Keoma wird auch an ein Wagenrad "gekreuzigt", und taucht totgeglaubt wieder auf.
Die Anfangs eher verstörende, Western-untypische Musik passt nach einer Gewöhnungszeit gut zum Film-
und erzählt in hypnotischem Gesang einiges über die Geschichte und Keoma selbst.

9/10

KISS & KILL



Jen (Katherine Heigl) wurde von ihrem Freund sitzengelassen, und macht nun Urlaub mit ihren nervigen Eltern.
Ihr Vater (Tom Selleck) ist ein übervorsichtiger Spießer, ihre Mutter hängt meist an irgendeinem alkoholischen Getränk.
Als sie im Aufzug auf den halbnackten Spencer (Ashton Kutcher) trifft, ist sie zuerst überrascht, aber schnell an ihm interessiert.
Dumm nur, dass Spencer ein Auftragskiller ist- der allerdings damit aufhören, und wieder ein normales leben führen will.
So führt er gerade seinen letzten Auftrag aus- verheimlicht aber natürlich Jen seine Vergangenheit.
Schon bald wird geheiratet und ein schönes Haus bezogen- doch die Vergangenheit holt Spencer ein.
Jemand hat 20 Millionen Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt, und plötzlich besteht die halbe Nachbarschaft aus Killern, die schnelles Geld machen wollen...

Überraschend gelungene Actionkomödie. Ashton Kutcher spielt seine Rolle recht gut, auch wenn er für einen Profikiller doch noch recht jung wirkt.
Ein paar nette Wendungen in der Geschichte sind auch vorhanden.
Alles in allem eine Familientaugliche Actionkomödie, die nett besetzt ist!

6/10

KNIGHTRIDERS



Eine Gruppe Mittelalter-Fans lebt nicht nur wie zur Ritterzeit in Zelten wie auf einem Mittelaltermarkt samt Gauklern und Händlern, sondern veranstaltet auch Ritterturniere-
allerdings nicht auf Pferden sondern auf Motorrädern.
Als eines Tages die Medien auf den Trupp aufmerksam werden, und eine menge Geld für die Vermarktung der Turniere anbietet, kommen Spannungen in der Gruppe auf.
Einige leben einfach ihren Traum und sind strikt dagegen, andere riechen den Ruhm und das große Geld...

George Romero hat hier einen für ihn eher untypischen Film geschaffen, der inhaltlich allerdings, wie viele seiner Filme, nicht an Kritik an einem immer aktuellen Thema spart:
In diesem Fall die Mechanismen und Auswirkungen der Kommerzialisierung.
Neben Ed Harris als Sir William, dem Anführer der Truppe,
kann man noch Tom Savini, Ken Foree und Scott Reiniger (allesamt auch aus Romero's „Dawn of the dead“ bekannt) bewundern.

10/10


Zuletzt von Retro am So Sep 10, 2017 8:42 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:30 am

L

LAID TO REST



Eine Frau erwacht ohne jegliche Erinnerung in einem Sarg, kann sich daraus befreien-
und wird den Rest des Films von einem sadistischen Killer mit einer Maske gejagt, der alles und jeden, der ihm über den weg läuft umbringt.

Mehr Handlung gibt's an sich nicht, macht aber nix.
Als reiner Splatterfilm funktioniert das recht gut, auch gibt es in der Uncut-Version teils wirklich herbe Szenen zu bewundern.
Nichts neues, und schon gar nichts besonderes- aber für Splatterfans eine klare Empfehlung!

7/10

THE LAST RIDE



Die 70'er Jahre: Ronnie Purnell (Dennis Hopper) hat neben seiner Familie nur zwei Interessen: Seinen 69'er Pontiac GTO, und Überfälle auf Geldtransporte.
Bei seinem letzten Überfall geht allerdings einiges schief- seine Frau wird erschossen, und Ronnie wird verhaftet.
Da das Urteil 30 Jahre Haft lautet, passt Polizist Daryl Kurtz (Fred Ward) in der Zwischenzeit auf Ronnie's Sohn Aaron  auf.
Was Ronnie erst viel später im Gefängnis erfährt:
Daryl Kurtz war in die Sache verwickelt, und hat inzwischen seinen Sohn Aaron zu einem Gesetzestreuen Polizisten erzogen, der von seinem Vater nichts mehr wissen will...

Man kann diesen Film als die Familiendrama-Variante von „The fast and the furious“ bezeichnen- und liegt damit nicht mal daneben.
Mit einigen Wendungen in der trotz des Familien-Themas nicht kitschigen Story, kann der Film genauso unterhalten, wie mit seinen beiden blechernen Hauptdarstellern-
dem schon erwähnten 69'er und einem 2004'er GTO.
Somit ist der Film kein nachgemachter  „Fast and furious“, sondern, wenn man so will, sogar die intelligentere Variation davon.
Gut gefilmte Rennszenen stehen einer interessanten Story mit guten Schauspielern gegenüber- gelungener Film!
Fans von "Pimp my ride" und der „Fast and the furious“ Reihe könnte der Film eher weniger zusagen- hier ist trotz der schönen Autos nichts auf cool getrimmt,
auf getunte Reiskocher wartet man ebenso (beinahe) vergeblich wie auf halbnackte Mädels und prollig-coole Fahrer illegaler Autorennen..

8/10

LEGION



Gott ist unzufrieden mit seiner Schöpfung, entscheidet deshalb dass die Menschheit untergehen soll- und schickt seine Erzengel zur Erde.
Doch einer der Erzengel, Michael, entdeckt in einem abgelegenen Diner in der Wüste die letzte Hoffnung für die Menschheit:
Die schwangere Charlie, welche den neuen Messias gebären wird.
Michael schlägt sich auf die Seite der Menschen, besorgt sich und den anderen im Diner Waffen-
und rüstet sich zum Kampf gegen Erzengel Gabriel, der mit Hunderten besessenen im Anmarsch auf das Diner ist...

Ganz klar: Innovativ ist an dem Film absolut nichts. Er ist vorhersehbar, bedient sich bei vielen anderen Filmen, und bietet keinerlei Überraschungen.
Andererseits bietet er einige bekannte Gesichter (Dennis Quaid, Paul Bettany, Lucas Black, Charles Dutton), ordentliche Effekte, und keine längen in der Geschichte.
Den schlechten Ruf, den der Film hat kann ich also nicht ganz nachvollziehen.
Als pure Unterhaltung funktioniert er recht gut, auch wenn er weit von seinen offensichtlichen Vorbildern wie "God's Army" oder auch "Assault" entfernt ist.

6/10

LEISE WEHT DER WIND DES TODES



Die Lehrerin Melissa (Candice Bergen) wird von einer Bande Outlaws unter der Führung von Frank Calder (Oliver Reed) entführt, damit sie ihnen lesen und schreiben beibringt.
Melissas Ehemann Brandt Ruger (Gene Hackman), mit dem sie alles andere als glücklich zusammenlebt,
ist nicht nur der mächtigste und reichste Großfarmer der Gegend, sondern auch ein Sadist und fanatischer Sammler von Jagdgewehren.
Als er seine Frau mal wieder betrügt, und gerade eine seiner Gespielinnen mit einer Zigarre quält, erfährt er von der Entführung-
er organisiert ein paar Freunde, verteilt als Geschenk die derzeit besten und teuersten Jagdgewehre- und bläst zur gezielten Menschenjagd...

Zugegeben, die Handlung gibt nicht allzuviel her- für einen Western ist die Story allerdings doch eher ungewöhnlich.
Nicht nur, dass hier recht freizügig sexuelle Handlungen kommentiert werden, auch der Brutalitätsgrad ist recht hoch angesetzt.
Die erste Häfte des Films zieht sich ein wenig, aber im weiteren Verlauf steigt die Spannung deutlich an.
Sehr gute Darsteller, schöne Landschaften, eine nicht alltägliche Story für einen Western- und ein Ende, welches zwar vorauszusehen war- aber auch perfekt passt.
Klare Empfehlung, trotz leichter längen.

8/10

LENINGRAD COWBOYS GO AMERICA



Irgendwo in Sibirien haust und probt die wohl schlechteste, aber am besten gestylte Band der Welt, die Leningrad Cowboys.
Ein Musik-Agent rät der Band und ihrem Manager, nach Amerika zu gehen, da dort selbst der größte Mist erfolg hat.
Dass der Bassist beim nächtlichen üben im freien steifgefroren ist, hindert die anderen nicht daran,
ihn in einen Holzsarg zu packen und auf die große Reise mitzunehmen- schließlich gehört er ja zur Band, ob gefroren oder nicht.
Auf der Reise durch Amerika und später auch nach Mexiko lernen sie den Rock'n'Roll kennen und spielen,
lernen Englisch mit dem Wörterbuch und werden von ihrem Manager Vladimir aufs übelste ausgenutzt...

Regisseur Aki Kaurismäki vermischt hier extrem trockenen Humor, abgefahrene Dialoge, noch abgefahrenere unglaublich coole Darsteller,
und verarscht nebenbei den "American way of life" und das Musik-Business.
Ruhig, und mit relativ wenigen, aber immer treffenden Dialogen erzählt, ist der Film niemals langweilig, sondern immer schön schrullig.
Wer jetzt auch noch mit den abgefahrenen Songs der Leningrad Cowboys klar kommt, MUSS hier zugreifen!
Wie steht's so schön auf dem Filmplakat? "Ugly people – good feelings! Yeah!"

10/10

LENINGRAD COWBOYS MEET MOSES

Irgendwo in der Wüste Mexicos, 5 Jahre nach der Handlung des ersten Films:
Nach ihrem großen Erfolg vor einigen Jahren hat sich die hälfte der Band in Mexiko mit Tequila totgesoffen,
die überlebenden hausen in ihrem im ersten Teil gekauften Auto nebst Holzklo und Grillstelle daneben, wo gegrillte Kakteen verzehrt werden.
Man beschließt, sich wieder auf den Weg in die Heimat zu machen- zurück über Amerika, durch Europa bis nach Sibirien.
Unterwegs treffen sie in Amerika auf ihren ehemaligen Manager Vladimir, der behauptet, von Gott erleuchtet worden zu sein, sich jetzt Moses nennt,
und so ganz nebenbei gesucht wird, da er die Nase der Freiheitsstatue gestohlen hat...

Der Erzählstil des ersten Teils wird konsequent beibehalten, trotzdem kommt dieser Nachfolger nicht so recht in fahrt-
sicher keine schlechte Fortsetzung und immer noch recht unterhaltsam, aber an den ersten Film kommt Regisseur Kaurismäki hier leider nicht mehr ran.
Beide Filme sind bei uns nur in Originalsprache (Finnisch/Englisch) mit deutschen Untertiteln erhältlich.

7/10

LIFEFORCE - DIE TÖDLICHE BEDROHUNG  



Die Raumfähre Churchill erkundet den Halley'schen Komet- und entdeckt ein Objekt ausserirdischer Herkunft.
Bei näheren Untersuchungen findet man im inneren hunderte mumifizierte Leichen, sowie drei gläserne Särge mit zwei Männern und einer Frau.
Die Särge werden geborgen, die Rückreise beginnt- doch als die Churchill auf der Erde ankommt, ist beinahe die komplette Besatzung tot.
Bis auf Kommandant Carlsen, der sich merkwürdig benimmt.
Als man bemerkt, dass die drei Körper eine Art ausserirdische Vampire sind, die ihren Opfern sämtliche Energie & Flüssigkeit absaugen,
ist es schon beinahe zu spät- England versinkt im Chaos...

SciFi-Horror von Tobe Hooper mit Steve Railsback, Patrick Stewart und Mathilda May.
Eine innovative Geschichte, gute Effekte, ein bombastischer Soundtrack, ein Horror-erprobter Regisseur und gute Schauspieler- was will man mehr?
Eine bessere deutsche DVD zum Beispiel...
Bei uns gibt es den Film leider nur in einer stark Handlungsgekürzten Fassung. (Deutsche DVD: 97 Minuten, UK DVD: 111 Minuten...)
Der Film bleibt zwar verständlich, trotzdem ärgerlich dass man soviel Handlung sinnlos herausgeschnitten hat.

9/10

LOST THINGS – STRAND DER VERLORENEN SEELEN



Zwei Teenager-Pärchen machen einen Wochenendtrip an einem einsamen Strand in Australien.
Sie wollen Sonne, Sand, Wellen und Sex- doch irgendetwas stimmt nicht- bald weiß keiner mehr was wahr, Vision oder Traum ist.
Der Ort birgt ein furchtbares Geheimnis, und nur der seltsame Zippo, der als Einsiedler dort lebt, weiß genaueres...

Man vermische Blair Witch Project, Texas Chainsaw Massacre und The Beach- heraus kommt ein unheimlicher, mystischer Horrorthriller.
Die gänzlich unbekannten Darsteller sind okay, die Aufnahmen sehr schön, und es gibt einige geschickte Wendungen in der Geschichte:
Lediglich die FSK 18 ist unverständlich, der Film würde auch locker mit ner 16er-Freigabe leben können.

7/10

LUCKY # SLEVIN



Slevin hat einen miesen Tag erwischt- sein Job, seine Frau und seine Wohnung sind weg.
Als vorübergehende Lösung zieht er in die Wohnung seines Freundes Nick ein, der jedoch unauffindbar ist.
Nun gerät er in einen Kleinkrieg zwischen zwei Geldeintreibern die ihn für Nick halten, muss sich mit seiner Detektivspielenden Nachbarin herumschlagen,
soll hohe Schulden zahlen und jemanden ermorden...

Was wie eine einfache schwarze Komödie klingt, enthält dermaßen viele Wendungen in der Story, dass man sich schon bald fragt wer denn nun hier überhaupt wer ist-
oder wer für oder gegen wen arbeitet...
Schauspielerisch klasse, perfekt besetzt (Bruce Willis, Ben Kingsley, Josh Hartnet, Morgan Freeman, Lucy Liu) und mit massenhaft kultigen Dialogen versehen,
hat man hier einen komplett undurchschaubaren, überraschenden Film im DVD Player, von dem ich absolut nicht verstehen kann warum er nicht im Kino gezeigt wurde.

10/10


Zuletzt von Retro am So Sep 10, 2017 9:05 pm bearbeitet; insgesamt 6-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:30 am

M

THE MACHINIST



Der Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) leidet seit einem Jahr an Schlaflosigkeit- und ist abgemagert bis auf die Knochen.
Seine Arbeitskollegen mögen ihn nicht, die einzigen Freunde die er hat, sind die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh) und die Kellnerin Marie,
bei der er jede Nacht an der Flughafenbar sitzt.
Eines Tages wird Trevor von einem neuen Mitarbeiter abgelenkt- wodurch er einen Unfall verursacht, der seinem Kollegen Miller (Michael Ironside) einen Arm kostet.
Kurz darauf, bei der Untersuchung des Unfalles, erfährt er, dass dieser neue Mitarbeiter angeblich gar nicht existiert...
Als er wieder an die Arbeit geht ist seine neu zugewiesene Maschine defekt, beim reparieren schaltet sie sich von alleine ein.
Trevor schafft es gerade noch die Maschine zu blockieren- kein Kollege hat ihm geholfen, woraufhin er den Vorarbeiter der Fabrik angreift und seine Kündigung kriegt.
Als ihm dann auch noch auf der Straße der rote Wagen des angeblich nicht existierenden Kollegen mehrmals auffällt,
versucht er hinter diese scheinbare Verschwörung gegen ihn zu kommen-
und dringt immer tiefer in einen Strudel aus Verwirrung, Paranoia und Selbstzerstörung ein- bis sich ihm die Lösung offenbart...

Was Christian Bale hier abliefert (Keine Digi-Tricks- er hat sich wirklich für diese Rolle 30 Kilo runtergehungert) beweist,
dass dieser Mann seine Rollen nicht nur spielt, sondern regelrecht lebt.
Ein verstörender Film, absolut überzeugend gespielt, auch die Nebenrollen sind sehr gut ausgearbeitet und besetzt.
Wer mal etwas verstörendes, aber durchaus anspruchsvolles sehen will, sollte hier zugreifen.

10/10

MANNAJA -DAS BEIL DES TODES



Der Kopfgeldjäger Mannaja (Maurizio Merli) hat diesen Namen durch seine Lieblingswaffe erhalten- ein indianisches Wurfbeil.
Bei einem Pokerspiel setzt er den Wert des Kopfgeldes für seinen Gefangenen als Einsatz, gewinnt- und lässt daraufhin den Gefangenen frei.
Das wiederum gefällt McGowan, dem korrupten und brutalen selbsternannten Herrscher der Stadt, mit dem Mannaja noch eine Rechnung offen hat, gar nicht-
es beginnt ein gnadenloser Kampf in der Stadt, den viele nicht überleben...

Ein harter Italo-Western, dem jeglicher Humor fehlt- und das ist gut so.

8/10

THE MARINE



Ein Ex-Marine (John Cena) gerät mit seiner Frau auf der fahrt in den Urlaub an einer Tankstelle in eine Konfrontation zwischen Juwelendieben und der Polizei,
in dessen verlauf die Diebe seine Frau als Geisel entführen.
Das lässt er sich natürlich nicht bieten- und schon beginnt der Alleingang der Ein-Mann-Armee...

Gehirne bitte ausschalten- und sich ganz wie in Schwarzenegger's alten 80'er Jahre-Actionfilmen der gut gefilmten und aufwendig gemachten Action hingeben.
Immerhin ist mit dem Wrestler John Cena ein guter Schwarzenegger-Ersatz gefunden worden, der doch recht gut und überzeugend agiert.
Witzig ist auch, dass der Film offensichtlich genau auf Arnie anspielt- sei es der Satz eines der Entführer "Der kerl ist wie der Terminator",
oder auch die Bösewicht-Rolle Robert Patricks (Terminator 2), welcher auf eben diesen Satz mit einem sehr ernsten Blick reagiert...
Der gesamte Film ist stark auf cool getrimmt, was sich sowohl in den Dialogen, aber auch in der Optik niederschlägt:
Viele Explosionen, aufwendige (übertriebene) Stunts, geballer ohne Ende: Hier wird Action pur geboten.
Negatives gibt es aber auch... Die Logiklöcher und Filmfehler sind teils unglaublich- alleine in der Verfolgungsjagd:
- Der Polizeiwagen hat einen plattgeschossenen Reifen- sehr schön zu sehen, ca 15 Sekunden bevor Cena einsteigt, und mit vier einwandfreien Reifen losfährt.
Übrigens sieht man den Platten vorher sehr deutlich, immerhin klauen die Geiselnehmer deshalb lieber die langsame Familienkutsche von Cena...)
- Da in der Frontscheibe Einschusslöcher sind, drückt Cena diese aus dem Rahmen- bei der Verfolgungsjagd hat er allerdings nie Fahrtwind im Gesicht....
...auch nicht, als sich Cena eine kugelsichere Weste mit einer Hand vor's Gesicht hält, an der so nebenbei auch noch eine ganze MG-Ladung abprallt.
- Dass bei der kompletten Verfolgungsjagd alle nur nach unten gerichtet auf das Auto, aber niemals auf den Fahrer schiessen
(noch nicht mal als dieser am Ende der fahrt sichtbar für alle aus dem Auto fällt)
ist auch lächerlich, ebenso dass bei Hunderten Einschüssen rundum keine einzige Kugel zum Fahrer durchdringt.
Irgendwie musste ich da an Arnie's Phantom Kommando denken, in dem er über eine offene Wiese läuft- während massig Leute mit MG's auf ihn schiessen und keiner trifft...
Sofern man ein Fan hirnloser, aber aufwendig gemachter Action ist, und sein Gehirn abschaltet:

7/10

THE MARINE 2



Der Marine Joe Linwood (Ted DiBiase Jr.) macht mit seiner Frau Urlaub in einem Ferienresort, in welchem seine Frau arbeitet.
Doch an Erholung ist nur kurz zu denken- Terroristen stürmen das Resort, und nehmen die Gäste als Geiseln.
Joe nimmt den Kampf auf- doch die Terroristen sind schwer bewaffnet- und es steckt mehr hinter der Geiselnahme als es den Anschein macht...

Film Nummer 2, Wrestler Nummer 2.
Mit dem ersten Film hat der zweite nichts zu tun- ausser dass der Hauptdarsteller einen Marine darstellt- und von einem Wrestler gespielt wird.
Wie schon im ersten Film der Reihe darf man sich auf einen gelungenen Actionkracher freuen.
Schön gefilmt, mit offensichtlich ordentlichem Budget ausgestattet, und mit einem sehr gelungenem Anfang versehen, gibt es hier einige Schauwerte.
Im Vergleich zum ersten Film hat man diesmal auch auf eine Jugendfreigabe gepfiffen- der zweite kommt ernster, dreckiger und etwas härter daher.
Der typische "80'er Jahre-Style" mit einer Mischung aus Action und Onelinern des ersten Films ist hier komplett verschwunden.
DiBiase bleibt allerdings generell ein wenig blass, John Cena kam da sympathischer rüber.
Für einen ordentlichen Actionfilm ist aber auch er nicht die schlechteste Wahl.
"The Marine 2" ist deutlich über dem Durchschnitt der sonstigen Direct to DVD-Veröffentlichungen.

7/10

THE MARINE 3 - HOMEFRONT





Film Nummer 3, Wrestler Nummer 3.
Macht aber nix, da die "Marine"-Filme scheinbar generell nicht als Fortsetzungen aufgebaut sind- und jeweils eigene Geschichten erzählen.


MENSCHENFEIND



Ausnahmsweise als Inhaltsangabe mal nur der Text auf der Rückseite der DVD- besser kann man es eh nicht beschreiben...:

Dreihundert Francs und eine Pistole.
Das ist alles, was dem früheren Schlachter nach 35 Jahren harter Arbeit und einem Aufenthalt im Knast geblieben ist.
Kein Job, keine Liebe, keine Hoffnung.
Nur Hass.
Blanker, Menschenverachtender, alles verzehrender Hass.
Auf die reichen, die Ausländer, die Schwulen, die Frauen.
Nachdem er seine Schwangere geliebte zusammengeschlagen hat, versteckt er sich in einer billigen Absteige in Paris und steigert sich in seine Rachephantasien hinein.
Er wird zur menschlichen Zeitbombe, die jederzeit hochgehen könnte...

Der ganze Film ist ein einziger verstörender, kranker Abgrund aus Hass und Gewalt.
Gnadenlos, ohne jeglichen Humor und absolut glaubhaft gespielt- nichts für den netten Filmabend im Freundes- oder Familienkreis, aber definitiv sehenswert!

10/10

METALLICA - THROUGH THE NEVER



Während eines Metallica-Konzertes wird der junge Roadie Trip mit einem Reservekanister ausgestattet und auf die Suche nach einem LKW geschickt,
dem irgendwo in der Stadt das Benzin ausgegangen ist.
Die Ladung des Lasters soll wichtig für die Band sein, also ist eile geboten.
Trip wirft sich noch eine bunte Tablette ein, und düst mit seinem alten Van los...
Schon nach kurzer Zeit bemerkt er jedoch einige seltsame Dinge wie Blutverschmierte Schilder und keine Menschen auf den Straßen-
und noch während ihm das auffällt, wird sein Van von einem PKW mit voller Wucht gerammt.
Er geht zu Fuß weiter, und gerät mitten in eine Straßenschlacht gigantischen Ausmaßes, inmitten des ganzen ein maskierter Reiter,
der Menschen mit einem Lasso einfängt, und an Straßenlaternen aufhängt.
Ist Trip auf einem Trip? Oder ist das ganze Real?
Wie auch immer: Er hat einen Auftrag zu erledigen...

Vorab sei gesagt, dass vermutlich nur Metal-Fans so richtig etwas mit dem Film anfangen können, denn das "nebenbei" laufende Konzert steht klar im Vordergrund,
und nimmt den Großteil des gezeigten ein.
Der Film kommt die meiste Zeit ohne jegliche Dialoge aus, und lebt nur von den meist zur Situation passenden Songs, und der Mimik des Hauptdarstellers Dane DeHaan.
Die gesamte Optik kommt erwartungsgemäß rüber wie ein extrem teurer Videoclip, die Rahmenhandlung schafft es auch wirklich,
einige spannende und bedrohliche Bilder einzufangen- die Freigabe ab 16 ist durchaus nachvollziehbar.
Wo andere Bands "nur" einen Konzertmitschnitt vorlegen, gehen Metallica ihren eigenen Weg.
Es scheint, dass der Film eine Art Dank an die Fans ist, welche dementsprechend auch Trip verkörpert, der alles für "seine" Band macht- sogar für sie durch's Feuer geht.
Obwohl das Ende des Films im ersten Moment ein wenig offen bleibt- Ich denke es ging hier nur um eines:
Musik für die Fans, egal unter welchen Umständen. Auch ohne theoretisch wichtiges Beiwerk.

10/10

METRO - IM NETZ DES TODES



Ein ganz normaler Tag in der Moskauer Innenstadt.
Die Metro ist wie immer überfüllt, ein Stadtbekannter Alkoholiker warnt mal wieder davor, dass die Metro zu nah am Moskva gebaut wurde,
und wie üblich nimmt ihn niemand ernst.
Diesmal gibt es allerdings erste Anzeichen, dass es wirklich Probleme geben könnte- in den Metro-Tunnels steht ein wenig Wasser am Boden.
Die undichte Stelle in der Wand wurde allerdings noch nicht entdeckt- und das Wasser somit als normales "Schwitzwasser" abgetan.
Es dauert nicht lange, und die Wand bröckelt langsam immer mehr.
Ein an diese Stelle kommender Zug kann zwar noch eine Notbremsung einleiten als das Wasser durchbricht, entgleist dadurch aber, und bleibt stecken.
Die meisten Menschen im Zug können aussteigen, und sich zum letzten Bahnhof durchkämpfen, welcher höher liegt- und somit noch kein Wasser enthält.
Ein paar wenige sind allerdings vorne in dem verkeilten Zug eingeschlossen- und das Wasser steigt langsam.
Als es ihnen gelingt aus dem Zug zu kommen, kann keiner sagen, welche Tunnels wie stark geflutet sind-
und der eingekeilte Zug hinter ihnen, der einen großen Teil der Wassermassen noch aufhält, beginnt sich langsam unter dem Wasserdruck zu bewegen...

Natürlich kann man es sich leicht machen, und das ganze als Kopie von "Daylight" sehen, nur mit einer U-Bahn statt Autos im Tunnel.
Neu ist diese Geschichte so gesehen natürlich nicht. Man muss dem russischen "Metro" aber durchaus bescheinigen, im Grunde alles richtig gemacht zu haben.
Schauspielerisch ist alles im grünen Bereich, die Synchro ist in Ordnung, das Szenario ist durchaus realistisch,
und auch wenn die Effekte niemals so bombastisch rüberkommen wie in den üblichen Hollywood-Produktionen, kann man hier nicht meckern.
Trotz der Laufzeit von über 2 Stunden bleibt es durchgehend spannend.

8/10

MICHEL VAILLANT



Der Rennstall des Vaillant-Clans ist in beinahe allen Rennklassen klar in Führung.
Die Konkurrenz der Leader ist dermaßen verzweifelt, dass sie auch vor Sabotage nicht zurückschrecken, in deren folge bei einer Rallye ein Pilot aus dem Vaillant Team stirbt.
Beim anstehenden 24 Stunden Rennen von Le Mans wollen die Leader alles tun, um dieses eine mal vor Michel Vaillant und seinen Teamkollegen ins Ziel zu kommen.
Doch diesmal ist es nicht nur Sabotage- auch vor Entführung von Familienmitgliedern der Vaillants wird nicht zurückgeschreckt...

Die Story ist natürlich eher nebensächlich, lehnt sich aber an die Comic-Vorlage an- auch wenn nicht alles Detailgetreu umgesetzt wurde,
und manche Darsteller nicht viel ähnlichkeit mit den Comic-Figuren haben.
Aufwendige, toll gefilmte Rennszenen, sehr schön gewählte Schauplätze, klasse Kameraführung, stylische Hochglanz-Optik.
Vor allem die Szenen, als die Rennwagen unter Zeitdruck vom sabotierten LKW auf der Landstraße zur Rennstrecke gefahren werden, sind optisch gelungen.
An diesem Film stimmt eigentlich alles- sofern man ein Fan der Comics ist, und auf gut gemachte und aufwendig gefilmte Renn-Action steht.
Nur Tiefgang, Logik und eine tolle Handlung sollte man nicht erwarten- dann macht der Film wirklich Spaß!

8/10

MINDHUNTERS



Sieben junge FBI-Agenten werden als Profiler ausgebildet.
Sie sind damit in der lage, sich in die Gedankenwelt von psychopathischen Killern versetzen zu können, um entsprechende Kriminalfälle besser aufzuklären.
In ihrer Abschlussprüfung, die über ihr zukünftiges Einsatzgebiet entscheidet, sollen sie auf einer abgelegenen Insel simulierte Mordfälle untersuchen-
doch aus der Simulation wird plötzlich ernst, als einer von ihnen in einem perfekt inszenierten Hinterhalt tatsächlich einem Mordanschlag zum Opfer fällt.
Der Täter scheint die stärken und vor allem schwächen der angehenden Profiler bestens zu kennen, alles deutet darauf hin,
dass sich auch die anderen Agenten in höchster Lebensgefahr befinden.
Eine fieberhafte Suche nach dem Serienkiller setzt ein, bei der jeder jeden verdächtigt...

Spannender Film, der viele Wendungen hat, und gekonnt mit den Erwartungen und Vermutungen des Zuschauers spielt.
Die Besetzung ist ebenfalls überzeugend, die Morde schön fies und kreativ.

8/10

MIRRORS 2



Max (Nick Stahl) verursachte einen Autounfall, bei dem seine Verlobte starb- und er selbst in letzter Sekunde von den Rettungskräften reanimiert werden konnte.
Seitdem ist er in Psychiatrischer Behandlung und muss starke Medikamente nehmen.
Um ihm wieder auf die Beine zu helfen bietet ihm sein Vater (William Katt) einen einfachen Job in seinem Kaufhaus an- als Nachtwächter.
Schon in der ersten Nacht meint Max, eine Frau in den Spiegeln des Kaufhauses zu sehen- und zweifelt an seinem Verstand.
Als er erfährt, dass vor kurzem eine Angestellte des Kaufhauses, welche der Erscheinung im Spiegel ähnlich sah verschwunden ist,
und sein Vorgänger wahnsinnig geworden ist, will er zunächst den Job aufgeben.
Doch als es mysteriöse Todesfälle bei den Angestellten des Kaufhauses gibt, und er auf die Schwester der verschwundenen trifft,
beginnt er sich für die Geschichte, welche dahinter steckt zu interessieren...

Das Original gehört zu meinen Lieblings-Gruslern aus dem asiatischen Bereich, das Remake von Alexandre Aja mit Kiefer Sutherland war ebenfalls sehr ordentlich,
und jetzt noch ne Direct-to-DVD Fortsetzung, die auf jeden Fall gehobener durchschnitt ist.
Auf dem Regiestuhl sitzt diesmal Victor Garcia, der sich wohl im Bereich der etwas besseren, aber günstig produzierten Horror-Fortsetzungen wohlfühlen zu scheint.
Von ihm stammt auch der durchaus ansehbare Haunted Hill 2.
Mit Nick Stahl und William Katt sind immerhin zwei halbwegs bekannte Gesichter mit dabei, schauspielerisch geht das ganze auch in Ordnung.
Splatterfreaks brauchen sich von der 16er Freigabe nicht erschrecken lassen- der Film ist uncut, und manchmal überraschend blutig ausgefallen.

7/10

MISSION: ROHR FREI!



Dodge (Kelsey Grammer) ist ein unkonventioneller, aber nicht unfähiger Anwärter auf den Kapitänsposten der Atom-U-Boot Flotte-
welcher eigentlich aufgrund seines teils seltsamen Verhaltens immer wieder übergangen wird.
Als jedoch zwei Generäle eine Wette eingehen, ob man mit einem alten Diesel-U-Boot ebenso weit kommen könnte wie mit moderner Technik, schlägt seine große Stunde:
Ein kurzfristig flottgemachtes WWII-Boot wird Dodge unterstellt, zusammen mit einer Crew, die an Schrägheit kaum zu überbieten ist.
Der Auftrag: Eine Übungsfahrt durch "feindliches" Gebiet, das einschleichen in einen Marinestützpunkt-
und das versenken eines bereitgestellten, aber schwer bewachten alten Zielschiffes.
Zunächst kämpft Dodge nicht nur mit dem "Gegner", sondern auch der Crew- doch schon bald entwickelt sich durch den Willen zum Sieg eine zusammenhaltende Truppe...

Das Cover lässt auf Humor der Marke "Unterirdisch" schließen, und vom (einzig genannten) Hauptdarsteller Kelsey Grammer hatte ich zuvor noch nie gehört.
Doch gerade dieser Film entpuppte sich als absolute Überraschung in allen Punkten.
Beinahe jeder Gag sitzt, nichts kommt so platt daher wie befürchtet, der Film ist aufwendig produziert- und vor allem die Besetzung ist hervorragend:
Warum man William H.Macy, Rob Schneider, Bruce Dern, Harry Dean Stanton, Rip Torn und Lauren Holly auf dem Cover verschweigt,
und nur den Hauptdarsteller hervorhebt, ist mir ein echtes Rätsel...
Eine der besten Komödien, die ich seit langem gesehen habe. Einschließlich des Abspanns.

9/10

MONSTER MAN - DIE HÖLLE AUF RÄDERN



Adam, ein junger schüchterner Typ, ist unterwegs zur Hochzeit seiner grossen Liebe.
Sein Ziel: Die Hochzeit verhindern, in dem er ihr endlich seine Liebe gesteht.
Unterwegs muss er feststellen, dass er nicht alleine reist- sein ehemals bester Kumpel Harley, mit dem er sich vor Jahren verkracht hat, hat sich in seinem Wagen versteckt-
und versucht die Feindschaft zu begraben, und einige alte Geschichten klarzustellen.
Kurz nachdem die beiden die Anhalterin Sarah mitnehmen, werden sie plötzlich von einem bedrohlichen, rostigen Monstertruck verfolgt-
ein verstümmelter wahnsinniger, der Monster Man, ist ihnen auf den Fersen...

Irgendwo zwischen Texas Chainsaw Massacre und Jeepers Creepers angesiedelt, kann man weder Hirn noch Schauspielkunst erwarten- wird aber dennoch gut unterhalten.
Witzig, Brutal, Krank! Wie stehts schon auf dem Cover? "Eine wahre Perle des Trash". Stimmt!

7/10

MORD IM PFARRHAUS



In einem kleinen englischen Kaff mit gerade mal 50 Einwohnern lebt eine völlig normale Pfarrersfamilie:
Der Pfarrer (Rowan Atkinson) lebt nur noch für seine Kirche, die Ehefrau betrügt ihren Mann mit dem Golflehrer (Perfekt gecastet: Patrick Swayze),
der Sohn wird in der Schule regelmäßig verspottet, und die Tochter ist ein nymphomanes Flittchen, dass keinen Kerl auslässt.
Als jedoch Grace, eine nette alte Dame als neue Haushaltshilfe in der Familie ankommt, ändert sich alles-
denn keiner weiß, dass diese erst vor kurzem nach 40 Jahren Gefängnis entlassen wurde, da sie ihre damaligen Eheprobleme mit dem Beil gelöst hatte,
und diese bewährten Methoden auch heute noch anwendet...

Eine typische englische Komödie- relativ ruhig und durchdacht erzählt, nette Wendungen und Überraschungen in der Story,
gespickt mit schwarzem Humor und perfekt ausgesuchten Schauspielern.

9/10

THE MOTORCYCLE DIARIES - DIE REISE DES JUNGEN CHE



Zwei junge Argentinier, der Medizinstudent Ernesto und der Biochemiker Alberto, beschließen mit einem klapprigen alten Norton 500 Motorrad eine Reise quer durch Südamerika zu unternehmen.
Das Motorrad ist allerdings ebenso oft defekt, wie es gefahren wird- und irgendwann kommt man nur noch per Anhalter auf diversen Lastwagen oder zu Fuß weiter.
Aufgegeben wird nicht, und das Geld ist knapp- so versuchen die beiden als Lebenskünstler durchzukommen, und ihr jeweiliges Fachwissen als Gegenleistung für Essen und Schlafplätze anzubieten.
Auf ihrer Reise lernen sie Not und Elend der Bevölkerung kennen, und werden mit den sozialen und politischen Problemen des Landes direkt konfrontiert.
Die beiden bis dahin mit dem Leben zufriedenen Freunde denken nun erstmals über eine nötige Revolution nach, denn soziale Gerechtigkeit scheint hier ein Fremdwort...

Basierend auf den Aufzeichnungen des noch jungen Ernesto Guevara und seines Freundes Alberto Granado auf ihrer Reise durch Südamerika ist hier ein Roadmovie entstanden.
Wunderschöne Aufnahmen und generell hervorragende Schauspieler tragen den Film ebenso wie die Geschichte generell- sofern man sich zumindest ein wenig für dieses Thema interessiert.

7/10

MUCHA SANGRE



Zwei Männer brechen aus dem Knast aus- einer von den beiden ist der berüchtigte „Schlitzer“, der es liebt, seinen Opfern die Augen auszustechen,
und der mit einem ehemaligen Kumpanen der ihn gelinkt hat, noch eine Rechnung offen hat.
Als sie diesen schwerbewaffnet besuchen, und ihn und seine Freunde niedermähen, müssen die beiden allerdings feststellen, dass diese nicht so leicht Tot zu kriegen sind.
Sie alle wurden von außerirdischen Parasiten in Besitz genommen, die aus den Männern eine Zombie-Armee gemacht hat,
die sich mittels Analsex fortpflanzt und verweste Frauen als Nahrungsmittel benötigt ...

Man nehme eine Portion Bad Taste, vermische es mit Braindead, und gebe noch jeweils eine Prise Desperado und From dusk till dawn hinzu-
fertig ist das spanische Funsplatter-Meisterwerk.
Eine skurrile Story, total abgedrehte Charaktere, deftiger Humor, literweise Blut und als Soundtrack Metal auf die Ohren, garantieren hier vergnüglichen Filmspaß!
Mucha Sangre ist geschmacklos, leicht pervers, schön brutal, cool, kultig, sehr witzig und garantiert hirnrissig.
Die FSK 16 Fassung ist übrigens UNCUT! Ich verstehe es zwar nicht, aber das kann man bei der USK ja fast nie...  

8/10

MUM & DAD



Die junge Lena hat ihren ersten Arbeitstag in der Putzkolonne eines Flughafens.
Dort freundet sie sich mit der etwa gleichaltrigen Birdie an, mit der sie sich nach der Arbeit noch etwas unterhält.
Dummerweise verpasst sie dadurch den letzten Bus nach Hause, worauf Birdie anbietet, bei ihr zu übernachten.
Gerade in dem abgelegenen Haus angekommen wird Lena bewusstlos geschlagen und gefesselt.
Als sie wieder aufwacht, findet sie sich in den fängen einer komplett verrückten Familie wieder,
deren Mitglieder die psychopathischen Eltern auf die gleiche weise adoptiert haben wie jetzt Lena.
Wer versucht abzuhauen, oder sich wehrt, wird gefoltert. Lena merkt schon bald, dass mitspielen die einzige Chance ist, hier zu überleben...

Reichlich kranker Film, der auch nicht mit Ekelszenen spart.
Die deutsche DVD ist mal wieder stark verstümmelt, die Ösi- und UK-DVD's sind uncut, und dementspechend empfehlenswert!

8/10


Zuletzt von Retro am So Okt 22, 2017 12:52 pm bearbeitet; insgesamt 17-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:31 am

N

NAUFRAGOS - GESTRANDET



Beim ersten bemannten Forschungsflug zum Mars geht einiges schief- und die mit 6 Mann besetzte Raumfähre stürzt auf dem roten Planeten ab.
Beim absturz stirbt der Kommandant der Mission, die restlichen fünf bemerken recht bald, dass Sauerstoff, Nahrung und Energie zum überleben maximal ein Jahr ausreichen-
ein Rettungsteam könnte aber, sofern überhaupt eines kommt, erst nach zwei Jahren eintreffen.
Somit muss man sich entscheiden, wer in der Fähre überleben darf-
und wer mit Raumanzug und Sauerstofftanks bis zu seinem Ende für die Nachwelt die Oberfläche des Mars begeht und filmt...

Die relativ billige, Kammerspielartige Produktion dieses spanischen Films ist zwar nicht zu übersehen, liegt aber dafür doch auf recht hohem Niveau,
lediglich die deutsche Synchro ist leider wirklich mies.
Relativ unbekannter Film, der mir persönlich deutlich besser gefällt als der mit großem Budget aufgepumpte, aber recht ähnliche Mission to Mars,
welcher vermutlich wohl das große Vorbild war...

7/10

NEMESIS GAME



Die Studentin Sara (Carly Pope) sucht nach dem Sinn ihres Lebens.
Da entdeckt Sara zufällig in der nächtlichen U-Bahn ein an die Wand geschmiertes Rätsel, offenbar Teil eines geheimnisvollen Spiels...
Mysteriöse Botschaften- scheinbar wahllos über die ganze Stadt verteilt, führen zu jeweils neuen Botschaften und ermöglichen angeblich,
wenn man fleißig genug weitersucht, irgendwann den Blick auf den Plan des ganzen.
Unterstützt vom etwas undurchsichtigen Mystik-Shopbesitzer Vern (Adrian Paul) geht Sara den Rätseln auf den Grund -
ohne zu ahnen, dass schon mancher Spieler teuer für seine Neugier bezahlte...

Spannende Story, welche zwar die Frage nach dem Sinn im Leben nicht beantwortet- aber über die komplette länge gut unterhalten kann.
Auch die Schauspieler agieren gut, einige interessante Denkansätze bleiben ebenfalls hängen.

7/10  

NICHTS ALS DIE WAHRHEIT



Der Film geht von der Situation aus, dass Josef Mengele noch lebt- und Schwerkrank zurück nach Deutschland kommt.
Ein bekannter Anwalt, der nebenbei einer der größten Experten für das Nazitum ist, wird gezwungen ihn vor Gericht zu vertreten, um seine Unschuld zu beweisen...

Deutsche Produktion mit einem absolut überzeugendem Götz George als Dr. Josef Mengele.
Sehr interessante Geschichte, glaubwürdig gespielt und keine Minute langweilig!

9/10

NIGHT TRAIN



Eine kalte Nacht mit Schneesturm, ein beinahe leerer Zug, zwei Schaffner, und seltsame Fahrgäste, die größtenteils auf einzelne Personenwagen verteilt sind.
Im letzten Wagen des Zuges stirbt ein offensichtlich nervöser, Pillenabhängiger und Alkoholisierter Fahrgast, kurz nachdem er zugestiegen ist, an Herzversagen.
In diesem Abteil sind ausser ihm nur der Verkäufer Pete (Steve Zahn), die Medizinstudentin Chloe (Leelee Sobieski) und der Schaffner Miles (Danny Glover).
Bei dem toten finden die drei eine geheimnisvolle kleine Kiste mit Sehschlitzen-
und nachdem jeder hineingesehen hat steht schon recht bald fest, dass der Fund behalten, und geteilt wird- und die Leiche des Fremden unauffällig verschwinden muss.
Chloe zerteilt die Leiche, die drei stecken die Einzelteile in einen Koffer- und werfen diesen, als der Zug über eine lange Brücke fährt, in den Fluss darunter.
Soweit läuft alles gut- doch bevor man sich daran machen kann, die Beute aus der Kiste zu holen und aufzuteilen, steht der nächste halt an einem Bahnhof an.
Hier steigt dann aber ein Fahrgast ein, der sich nach dem Fremden erkundigt- weil er sich mit diesem im Zug treffen wollte.
Miles verneint, diesen zu kennen- der zweite Schaffner Franky (Matthias Schweighöfer) gibt jedoch bereitwillig Auskunft, hat er doch von alledem nichts mitgekriegt...
Kurz darauf hält die Polizei den Zug an, weil unter der Brücke einige Eisfischer auf dem Fluss den Abwurf einer Leiche aus einem Zug gemeldet haben.
Der Zug wird kurz durchsucht, ein Detective (Geoff Bell) bleibt danach im Zug, um mit ihm zur nächsten Station zu fahren,
wo er als Beweismittel beschlagnahmt und untersucht werden soll.
Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse:
Der neue Fahrgast zieht eine Waffe, die anderen Passagiere des Zuges sind auf einmal ebenfalls interessiert, alle scheinen von der Kiste zu wissen-
und auch unter den drei Entdeckern der Kiste scheinen inzwischen alle bereit, für den eigenen Vorteil über Leichen zu gehen...

Hier muss man seine Erwartungen an einen relativ aktuellen Film ein Stück zurückschrauben...
Zwar sind die Darsteller ausgezeichnet gewählt, aber die Tricks sind ganz klar aus der B-Movie Ecke.
Ein großes Budget stand offensichtlich nicht zur Verfügung, und der Großteil ging wohl für die Schauspieler drauf-
aber dafür ist die Geschichte mal was anderes, und das ganze wird auch recht flott und mit Überraschungen erzählt.
Für Filmfreunde gibt es generell einiges zu entdecken.
In einer kleineren Rolle spielt Richard O'Brien mit, es gibt Anspielungen auf Hitchcock-Filme,
und irgendwie wird man dank der kleinen geheimnisvollen Kiste auch immer wieder ein wenig an Hellraiser erinnert.
Wer sich also von der billigen Optik nicht abschrecken lässt, kriegt hier einen interessanten und gut besetzten Mystery-Thriller zu sehen!

8/10

NINJA ASSASSIN



Raizo wurde von Kindheit an durch einen Ninja-Clan zum eiskalten Killer ausgebildet.
Als eine mit ihm ausgebildete Freundin aussteigen will, und versucht vom Ausbildungsgelände zu fliehen, wird sie gefangen und vor allen anderen hingerichtet.
Daraufhin verlässt auch Raizo den Clan, will seine Freundin rächen- und wird natürlich ebenfalls von den anderen Ninjas gejagt.
Zur gleichen Zeit findet die Europol-Agentin Mika heraus, dass der Ninja-Clan scheinbar mit einigen politischen Morden zu tun hat, was ihre Kollegen zunächst nicht glauben.
Es dauert nicht lange, da wird auch Mika von Ninjas gejagt, doch zum Glück hat Raizo seine ehemaligen Mitstreiter beobachtet,
und tötet die Ninjas, welche auf Mika angesetzt waren.
Gemeinsam versucht man nun zu überleben, die Polizei zu überzeugen, und den Clan zu vernichten...

Wieder mal ein Film, der sowohl viele positive als auch negative Punkte bietet.
Interessant schon mal, dass der Film zum Teil in Berlin spielt.
Auch gibt es beinahe durchgehend Action und gut gefilmte Kampfszenen, vor allem der Kampf auf nächtlicher Straße inmitten diverser Autos ist beeindruckend gemacht.
Auch sonst sind die Stunts und Tricks, bis auf das CGI-Blut, hervorragend gelungen und gefilmt.
Äusserst negativ fällt haber leider der extrem übertrieben hohe, und vor allem lächerlich getrickste Blutanteil der Kämpfe auf.
Nicht nur, dass man hier den Eindruck gewinnt, der menschliche Körper bestehe zu 90% aus Blut, es ist auch noch in absolut jeder Szene klar als CGI erkennbar...
...welches auch noch meist "in der Luft verschwindet", also erst gar nicht auf dem Boden ankommt,
der ist bei den meisten Kämpfen trotz Literweise Blutverlust immer strahlend sauber.
Die Story ist natürlich auch nicht besonders innovativ oder gar neu, Überraschungen in der Geschichte gibt es absolut keine.

6/10

NO WAY UP



Tom Weaver betrügt zusammen mit seinem Kollegen Gavin seine Firma um einige Millionen Dollar.
Kurz darauf, als er zu seinem Auto in der Tiefgarage geht, bereut er dies jedoch schon wieder- und will das ganze noch schnell vor dem nächsten Tag rückgängig machen.
Die Türen sind allerdings auf einmal verschlossen, und den Ausweis, um aus der Garage zu kommen hat er im Büro vergessen.
Als dann auch noch ein Pickup-Truck auftaucht, dessen nicht zu erkennender Fahrer ihn immer wieder angreift,
wird die Situation nicht nur wegen des Betruges Existenzbedrohend, sondern Lebensgefährlich...

Die Story ist minimalistisch- und spielt quasi nur in den Ebenen eines riesigen Parkhaus-Komplexes.
Im Grunde hat man sich hier von Spielberg's „Duell“ inspirieren lassen- aber das ganze in ein kleines Areal gesteckt
(wobei auch direkt auf „Duell“ angespielt wird- z.b. durch den Namen des Hauptdarstellers und ein Auto).
Der Film bietet einiges an toller Kameraarbeit, sehr schöne Einstellungen, und gefällt auch dadurch, dass der Fahrer im Pickup nicht nur plump Jagd auf Tom macht,
sondern ihn regelrecht zum Kampf anstachelt.
Das ganze ist auch nicht unspannend inszeniert, bietet aber leider eine unbefriedigende Auflösung der Geschichte- und einige große Logiklöcher.
-Tom hat in der Garage kein Handynetz- als er aber doch mal Netz hat, redet er lieber mit seiner Frau, als Hilfe zu rufen.
-Die Szene, als Tom sich auf dem Dach des Autos neben dem Pickup versteckt, ist auch komplett unglaubwürdig.
-Meterdicke Betonpfeiler zerbröckeln komplett, wenn der Pickup (ohne danach 'nen Kratzer zu haben) dagegenfährt.
-In der Garage stehen massig Luxuskarren, wenn aber mal ein Auto bei der Jagd draufgeht, ist es immer ne alte Schrottkarre.
-Der blubbernde Motor des Pickups ist oft nicht zu hören, erst wenn er direkt neben Tom steht, hört man ihn plötzlich.
Alles in allem anspruchslose Unterhaltung mit toller Optik, ohne Logik- aber dafür nie langweilig...

5/10

NOMADS - TOD AUS DEM NICHTS



Eileen (Lesley-Anne Down) ist Ärztin in der Notaufnahme der städtischen Klinik.
Es ist ein normaler Arbeitstag, bis ein scheinbar völlig verwirrter Mann (Pierce Brosnan) eingeliefert wird, der die ganze Zeit französisch spricht, selbst aber nicht ansprechbar ist.
Als Eileen versucht, ihn zu behandeln, beisst er sie in den Hals- und stirbt.
Von nun an leidet Eileen unter Visionen, und versucht herauszufinden wer der Mann war.
Sie findet heraus, dass sein Name Jean Charles Pommier war- und dass er ein geordnetes Leben führte.
Es dauert nicht lange, bis sie bemerkt dass ihre Visionen die letzten Tage im Leben von Jean Charles zeigen-
einem völlig normalen Mann, der zufällig sogenannten „Nomaden“ begegnete, Wanderern zwischen verschiedenen Welten...

Hier handelt es sich um das Regie-Debüt von John McTiernan, der auch das Drehbuch geschrieben hat.
Die Story ist durchaus interessant, und die Hauptdarsteller sind passend gewählt.
Zum großen Hit reicht's zwar nicht, aber für ein Regiedebüt ist der Film doch ganz ordentlich geworden.
Leider wirken die arg klischeehaft dargestellten Nomaden optisch eher lächerlich als bedrohlich
(Durchgestylte Mode-Punks, deren Anführer auch noch von Adam Ant dargestellt wird), typische Klischee-80'er Böslinge eben.
Und leider bleiben nach dem Film noch ein paar Fragen offen:
Woher kommen die Nomaden?
Warum belästigen sie nur bestimmte Menschen, wonach werden diese ausgesucht?
Hier hätte ich mir mehr Hintergrundgeschichte, oder auch eine Fortsetzung gewünscht...
Ansonsten spielt der Film überwiegend nachts, ist auch atmosphärisch schön düster, und bietet ein interessantes Ende.
Die Freigabe ab 18 verwundert allerdings mal wieder, brutale Szenen gibt’s hier keine zu sehen.

7/10


Zuletzt von Retro am Mo Sep 11, 2017 10:46 pm bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:32 am

O

ONG BAK



In einem Dorf in Thailand wird der Kopf einer Statue des heiligen Ong Bak gestohlen.
Die Dorfältesten schicken den begabtesten Kämpfer des Dorfes los, um den Kopf wiederzubeschaffen.
Die Spur führt nach Bangkok- kaum dort angekommen, klaut man ihm sein Geld, und er stolpert zufällig in ein illegales Kickbox-Turnier,
bei dem er den Gegner mit einem einzigen Schlag besiegt.
Damit hat er die Aufmerksamkeit eines Gangsterbosses auf sich gezogen, der  zufällig auch noch hinter dem Diebstahl an der heiligen Statue steckt...

Vergesst die Story, vergesst die Schauspielerischen Leistungen der meisten Darsteller-
aber seht euch den Film an, sofern ihr auch nur im geringsten etwas mit Martial Arts-Action anfangen könnt.
Die Stunts sind teils unglaublich, die Kämpfe hart, die Choreographie und Kameraführung absolut gelungen.
Die deutsche Fassung ist zwar cut, allerdings hauptsächlich an Handlung und Szenen mit Drogen-
auch zwei Kämpfe sind leicht gekürzt, aber nicht wegen Gewaltdarstellung.

7/10

OPEN RANGE



Vier Cowboys ziehen mit ihrer Herde durch das freie Land, bis sie das Gebiet von Großrancher Baxter streifen,
welcher kein Freund von freilaufenden Herden ist, die auf "seinem" Gebiet weiden.
Gewaltsam versucht er die Cowboys zu vertreiben- es kommt zum Streit, der schnell eskaliert.
Schon bald gibt es die ersten toten...

140 Minuten Western pur! Sehr schöne Story, teils recht hart, und sehr gut besetzt!
Wieder mal ein richtig großer Western der bis zum (etwas kitschigen) Ende gut unterhält.

7/10

OPEN WATER



Daniel und Susan wollten ihren Urlaub auf den Bahamas mit tauchen verbringen.
Doch die Eheleute finden sich plötzlich, nach einem Tauchgang mit einem kleinen Charterboot und 20 Leuten, alleine im Meer wieder-
nachdem die Crew des Bootes beim durchzählen der Taucher geschlampt hat.
Nach stundenlangem warten dass man ihr fehlen bemerkt, wird die Situation immer heikler,
denn die Gewässer sind von zahlreichen Haien bevölkert, welche in der Dämmerung langsam mehr als nur neugierig werden...

"Blair Witch auf dem Wasser" steht auf dem Cover- und das ist durchaus nicht mal unpassend.
Doch während ich Blair Witch einfach nur lächerlich und langweilig fand, gefiel mir Open Water, wenn man sich durch die erste halbe Stunde gequält hat, sogar recht gut.
Anfangs war ich versucht abzuschalten, denn die dauernd extrem wackelnde und viel zu nah aufzoomende Kamera ist dermaßen hektisch,
dass ich mir vorstellen kann dass viele schon hier vom Film genervt waren.
Sobald dann aber alle im Wasser sind, passt auch die Kameraführung gut zum geschehen-
und als die eigentliche Handlung, also der Überlebenskampf der zurückgelassenen beginnt, ist man auch schon mittendrin, und schaltet sicher nicht mehr ab.
Der anfängliche Optimismus der beiden Taucher (Es fällt doch auf dass wir fehlen, die suchen uns bald...) zerfällt mit der Zeit zusehends, Angst und Wahnsinn sind nahe-
die Stimmung des Films wird durchaus bedrückend, und auch gut an den Zuschauer weitergegeben.

7/10

OPEN WATER 2



Ein paar alte Freunde die sich schon länger nicht mehr gesehen haben treffen sich zu einer Segeltour auf einer großen Yacht.
Nur Amy leidet seit ihrer Kindheit an Angst vor Wasser, vermutete aber eine Art "therapeutische Chance" in diesem Ausflug,
zumal sie ihren Mann und das gemeinsame Baby mit dabei hat, welches sie von ihrer Angst ablenken kann.
Die Stimmung ist locker, der Alkohol fließt- und schließlich wollen alle ins Wasser. Ausser Amy, welche an Bord bleiben will.
Natürlich wird sie deshalb aufgezogen und angestachelt- bis sie sich einer der Männer schnappt, und mit ihr ins Wasser springt.
Die therapeutische Wirkung ist dann zwar gezwungenermaßen vorhanden,
allerdings hat keiner daran gedacht, vorher eine Leiter ins Wasser zu lassen- da ja Amy an Bord bleiben wollte...

Mit dem ersten "Open Water" hat dieser Film zwar nichts zu tun, zumal er aus Deutschland kommt- aber die Grundidee ist natürlich ähnlich.
Auch hier handelt es sich um eine wahre Begebenheit, allerdings sind keine Haie im Spiel- "nur" die Angst vor dem ertrinken.
Und natürlich Lügen, Intrigen und Streit zwischen allen beteiligten.
Die Darsteller machen ihre Sache gut, die Hintergrundmusik untermalt den Film jederzeit passend.
Ein (meiner Meinung nach) deutlicher Vorteil gegenüber dem ersten Film ist die Tatsache,
dass man hier nicht auf den "Found Footage" Stil gesetzt hat, also nie von einer wackeligen Handkamera genervt wird.
Wer den ersten mochte, macht auch mit diesem Pseudo-Nachfolger nichts verkehrt.

7/10

OVERKILL – DURCH DIE HÖLLE ZUR EWIGKEIT

Aus einem Forschungslabor in Leipzig wird ein von der US-Armee entwickelter tödlicher Virus geschmuggelt.
Das Flugzeug, mit dem der Virus transportiert wird, stürzt jedoch ab- und der Virus kann entweichen...
In nur wenigen Tagen breitet sich eine tödlich endende Epidemie rund um die Welt aus, die anfänglich wirkt wie eine normale Erkältung.
Ein Gegenmittel ist bisher nicht bekannt.
Während der Großteil der Erdbevölkerung schon gestorben ist, oder langsam dahinsiecht, gibt es einige bisher nicht betroffene Überlebende-
wie z.B. die Besatzungen von schwer bewaffneten Atom U-Booten mehrerer Nationen, welche nur gefilterte Luft einatmen, und sich jetzt quasi im Krieg wähnen.
Doch wer ist der Feind, auf wen richtet man seine Atomraketen?
Überlebt haben auch Wissenschaftler einer arktischen Forschungsstation- diese finden heraus, dass der Virus sich bei kälte passiv verhält.
Ist das die Gelegenheit, den Virus zu untersuchen und ein Gegenmittel zu finden, bevor Atomraketen abgefeuert werden- oder steht das Leben auf der Erde am Abgrund?

Japanisch/Amerikanischer Film von 1980, der die Story vieler später erschienener ähnlicher Filme vorweg nimmt- und mit einigen damals durchweg großen Schauspielern glänzt:
(George Kennedy, Glenn Ford, Chuck Connors, Sonny Chiba, Edward James Olmos, Olivia Hussey, Henry Silva, Bo Svenson, Robert Vaughn)
Um so erstaunlicher, dass es diesen Film lange Zeit bei uns nur auf VHS und Laserdisc gab- und das auch nur stark gekürzt, und in der Handlungsreihenfolge umgeschnitten.
Wobei es selbst auf VHS in Deutschland mindestens zwei Schnittfassung gab:
Die als "Internationale Fassung" bekannte Fassung, welche dann auf VHS und LD herauskam, sowie eine noch deutlich stärker heruntergekürzte, reine VHS-Fassung, die meines Wissens nur in Deutschland vermarktet wurde.
Die erste Veröffentlichung auf DVD kam erst 9/2008 bei uns heraus- und das auch nur in einer Sci-Fi-Box mit drei anderen, arg Trashlastigen Filmen, zu denen dieser absolut nicht passte.
Zudem war auch diese Fassung noch deutlich gekürzt, aber immerhin wieder in die richtige Reihenfolge gebracht worden- und sogar etwas länger als die alte Version auf VHS.
Seit 8/2016 liegt der Film jetzt erstmals auch in Deutschland in seiner ungekürzten Langfassung vor- auf DVD und sogar Blu-ray, welche auch eine ominöse, schon wieder anders geschnittene "Kinofassung" enthält.

Wer den Film noch von früher, zu VHS-Zeiten kennt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fassung von "Arcade Video" gesehen, welche es in verschiedenen Cover-Auflagen, und sogar als Laserdisc gab.
Laut Cover läuft diese Fassung immerhin 108 Minuten, was leider eine falsche Angabe ist. Nach 95 Minuten kommt bereits der Abspann.
Hier handelt es sich um die sogenannte "Internationale Fassung", welche zum einen stark in der Handlung gekürzt wurde- und zum anderen sogar in der Handlungsfolge geändert wurde.
So beginnt diese Version des Films schon mit dem Ende- die Frage ob die Menschheit überleben wird ist damit zwar nicht komplett beantwortet, aber es geht doch einiges an Spannung verloren.



Eventuell hat man sogar Pech gehabt, und nur die Billig-Auflage im Pappschuber von "Vision Video" erwischt, welche gerade mal 70 Minuten läuft-
und ebenfalls auf der "Internationalen" Fassung beruht, also mit dem Ende beginnt- und noch stärker gekürzt ist.
Fairerweise muss ich allerdings ganz klar sagen, dass selbst die um mehr als die Hälfte gekürzte Fassung immer noch einwandfrei verständlich ist.



Es existiert noch eine Fassung von "Titan Video", welche als "neue Videofassung" betitelt wurde- und mit 113 Min. Länge auf dem Cover angegeben ist. Diese ist mir allerdings nicht selbst bekannt.

Als 2008 endlich die erste DVD mit diesem Film in Deutschland erschien, war die Verwirrung groß.
Kaum jemand hat es überhaupt mitgekriegt, denn der Film kam unter dem Titel "Apocalypse - Das Ende der Welt" in einer "Science Fiction Classic Box",
zusammen mit drei richtig schlechten Trash-Filmen auf den Markt.
Immerhin: Erstmals hat man den Film wieder in seine ursprüngliche Reihenfolge umgeschnitten, und kann sogar mit einer längeren Laufzeit von knapp 114 Minuten punkten.



Seit August 2016 kommen auch wir in Deutschland in den Genuss der ursprünglichen, ungekürzten Fassung von ganzen 156 Minuten.
Da der Film bisher nicht ungekürzt bei uns herauskam, und ursprünglich zweisprachig gedreht wurde, sind alle bei uns bisher unveröffentlichten Szenen nun mit festen Untertiteln versehen.
Und zwar nicht nur den Deutschen... Schon im Original gab es eigene Untertitel, wenn die Amerikaner sprechen sind es japanische, wenn die Japaner sprechen dementsprechend englische Untertitel.
In dieser Version kommen natürlich noch jeweils deutsche Untertitel mit dazu... Das wirkt zwar teils arg unübersichtlich, ist aber wohl besser, als den Film mit einer komplett neuen Synchro eventuell zu versauen.
Die Blu-ray enthält zudem noch eine "Deutsche Kinofassung" von 110 Minuten. Der Schnitt ist auch hier basierend auf der Originalfassung, aber die DVD aus der oben genannten Sci-Fi-Box läuft sogar länger.



Nostalgiker, die "ihre" alte Fassung mal wieder sehen wollen kommen somit nicht um eine VHS herum- denn diese Version existiert nach wie vor nicht auf DVD oder Blu-ray.
Wer den Film aber noch nicht kennt, macht mit der Blu-ray definitiv nichts falsch.
Empfehlen würde ich dann allerdings zuerst die "Kinofassung", welche Dank der guten alten Synchro doch deutlich angenehmer zu sehen ist.

10/10


Zuletzt von Retro am Do Okt 12, 2017 11:46 pm bearbeitet; insgesamt 19-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:33 am

P

PANIC BUTTON



Vier User einer Social Network-Seite werden auserwählt, einen kostenlosen Urlaub mit anreise im Privatjet miteinander zu verbringen.
Während des Fluges zum Urlaubsort besteht noch dazu die Möglichkeit, eine große Menge Geld bei einem Quiz an Bord zu gewinnen-
man muss nur die Nutzungsbedingungen akzeptieren...
Wie das so ist: Man fühlt sich sicher, keiner liest diese genau- und alle vier akzeptieren.
An Bord ist man alleine, lediglich ein Pilot scheint noch anwesend zu sein. Das Quiz läuft über Computermonitore mit einer elektronisch verfremdeten Stimme.
Die Fragen beginnen harmlos, betreffen allesamt die jeweilige Person direkt, und entbehren nicht manch kleinerer Peinlichkeiten.
Doch schon in der zweiten Runde werden die Fragen sehr explizit, und so manches Geheimnis kommt ans Licht-
denn der Quizmaster, der sich nie zu erkennen gibt, kennt die wahren Antworten auf seine Fragen-
die von den Kandidaten teils verleumdet, teils verharmlost werden- und teilt sogar genaue Daten und Fakten mit.
Als dann schließlich in der dritten Runde eröffnet wird,
dass ab jetzt bei falschen Antworten jeweils eine Person der Freundesliste des Kandidaten vor laufender Kamera getötet wird, macht sich Angst und Panik breit...

Verweigerern von Facebook und ähnlichen Seiten wird der Film sicher gefallen-
zeigt er doch genau, wie dumm sich manche Menschen verhalten, die ihren kompletten Lebenslauf anderen mitteilen, und glauben im Netz sei alles anonym...
Die unbekannten Schauspieler machen ihre Sache sehr gut, reagieren nachvollziehbar- und bringen auch Panik und Verzweiflung glaubhaft rüber.
Die Spannung steigert sich ständig und der Film hat keinerlei Leerlauf- trotz seines sehr beengten Settings innerhalb eines Flugzeuges.

9/10

PARANORMAL ACTIVITY - DIE GEZEICHNETEN



Nachdem ich Teil 1-3 einfach nur komplett langweilig und belanglos fand, bin ich hier sehr überrascht worden.
Bei "Die Gezeichneten" hat man das ganze komplett umgekrempelt, und präsentiert eine richtige Handlung rund um Voodoo.
Natürlich wird hier auch weiterhin auf Wackelkamera gesetzt, und auch das Ende bleibt dem Genre geschuldet offen-
aber zum ersten mal fühlte ich mich in dieser Filmreihe gut unterhalten.
Wenn man die ersten 20 Minuten hinter sich gebracht hat, zieht die Spannungskurve immer weiter an.
Erstaunlicherweise nerven im weiteren Verlauf nicht mal mehr die Krass-Coolen Ghetto-Jugendlichen und Gangstas,
wegen denen ich am Anfangs noch leicht die Augen verdrehte...
Das ganze passt zusammen, und ist durchaus empfehlenswert.

7/10

PIGHUNT - DRECK, BLUT UND SCHWEINE



Ein paar Großstädter wollen was erleben- und planen eine Wildschweinjagd.
Da trifft es sich hervorragend, dass der verstorbene Onkel eines der Männer eine Waldhütte hatte, die natürlich dafür aufgesucht wird.
Kaum angekommen, warten schon einige Überraschungen auf die Freunde:
Der Onkel ist offenbar anders gestorben als man dachte, man trifft auf einige Rednecks, und die Bewohner einer Hippie-Kommune, welche nur an Drogen interessiert sind-
und auch die Gerüchte über den "Ripper", ein besonders großes und gefährliches Wildschwein bewahrheiten sich...

Der Film war ein Blindkauf. Und warum? Weil auf dem Cover schön groß das Wörtchen "uncut" steht, und als Regisseur James Isaac genannt wird,
welcher den meines Erachtens äusserst spaßigen "Jason X" gedreht hat.
Uncut ist er wohl auch, keine Frage. Dummerweise passiert ja auch kaum etwas.
Weder der Humor, noch die Gewalt von "Jason X" sind hier irgendwo zu entdecken.
Für eine recht aktuelle Produktion (2008) sind auch die wenigen Tricks eher mäßig, und der Film dreht sich mehr um die Rednecks, als um die Titelgebende Schweinejagd.
Leider enttäuschend, da helfen auch die coolen Fahrzeuge der Rednecks und der gelungene Soundtrack nichts.

4/10

PIRANHA II - FLIEGENDE KILLER



An einem Urlaubsort in der Karibik werden Taucher im Meer von Piranhas angegriffen und getötet.
Eine als Tauchlehrerin arbeitende Meeresbiologin wittert die Gefahr vermehrter Angriffe, und versucht die Menschen zu warnen- doch niemand hört auf sie.
Schon bald werden auch Badegäste am Strand eines Hotels angegriffen- und das nicht nur im Wasser.
Was keiner wusste: Im Auftrag der Regierung wurden Killerfische gezüchtet, welche auch fliegen- und normale Luft atmen können...

Das berühmt/berüchtigte Regiedebüt von James Cameron.
Ganz so schlecht wie man anhand des Titels glauben mag ist der Film nicht- wirklich gut allerdings auch nicht.
Nach Logik sollte man hier natürlich nicht suchen, dass der natürliche Lebensraum von Piranhas eigentlich tropische Flüsse, und nicht das Meer sind, kann man tolerieren-
immerhin gab es schon viele Fälle von ausgesetzten Piranhas in für diese ungewöhnliche Gewässer, und die Fische konnten auch dort überleben.
Dass die Piranhas hier jetzt aber nicht nur fliegen, sondern offensichtlich sogar über längere zeit normale Luft atmen können, ist dann doch "etwas" übertrieben.
Die Stärke des Films sind die gut inszenierten, und teils recht hart dargestellten Piranha-Angriffe und die Überreste deren Opfer.
Die (große) Schwäche sind allerdings die teils unterirdisch schlechten Schauspieler- vor allem diverse Nebenrollen nerven unglaublich... und natürlich die Logik generell.

6/10

DIE PIRATEN - EIN HAUFEN MERKWÜRDIGER TYPEN



Der erfolglose Freibeuter namens Piratenkäpitän und seine leicht trottelige Crew wollen den Titel "Pirat des Jahres" gewinnen-
wozu natürlich eine möglichst große Beute gemacht werden müsste.
Wie der Zufall so will, kapert der Trupp ein Forschungsschiff, auf dem der Wissenschaftler Charles Darwin unterwegs ist.
Darwin erkennt in Polly, dem dicken "Papagei" des Piratenkapitäns eine wahre Sensation- denn dieser ist der letzte, noch lebende Dodo.
Wenn man schon durch Piraterie keine fette Beute machen kann, ist es nun möglich Polly in England zu präsentieren-
und zumindest dafür Auszeichnungen, und eventuell sogar einen hohen Goldpreis zu erhalten.
Dumm nur, dass Königin Viktoria nichts so sehr hasst wie Piraten- und der von ganzen Crew geliebte Schiffs"Papagei" dafür hergegeben werden müsste...

Die Aardman-Studios haben wieder zugeschlagen.
Zwar stammen die Hintergründe des Films größtenteils aus dem Computer, doch die Figuren sind im für dieses Studio typischen Knetmasse-Stil gehalten.
Schöne Animationen, nette Story mit vielen kleinen Anspielungen auf andere Filme, und teils typisch Britisch-schräger Humor unterhalten den Zuschauer sehr gut-
ebenso tauglich für Kinder wie Erwachsene.

8/10

DIE PIRATENBRAUT



Die Piratin Lady Morgan (Geena Davis) ist auf der Suche nach einem großen Piratenschatz,
dessen Lageplan auf drei Stücke einer Schatzkarte verteilt ist- von denen sie bisher eines hat.
Natürlich sind auch noch andere Piraten hinter dem Schatz her, vor allem Lady Morgan's Onkel Dawg (Frank Langella), der auch einen Teil der Schatzkarte besitzt.
Als dann Lady Morgan's Crew meutert, um sich mit Dawg zu verbünden, und sie nur mit einer handvoll ihr treuer Piraten mitten in einem Sturm,
zufällig in der Nähe von Cutthroat Island, wo der Schatz liegen soll ausgesetzt wird, treffen sich beide Parteien auf der Insel wieder...

Hier hat sich Actionspezialist Renny Harlin in den 90'ern mal an einem Familientauglichen Piratenfilm versucht, der an den Kinokassen aber komplett floppte.
Auf der einen Seite hat man richtig hingeklotzt mit schönen Bauten, Schiffen und Kostümen,
auf der anderen Seite sind die meisten Stunts und Tricks dermaßen billig, dass es schon weh tut.
(Schlecht einkopierte Szenen, Stuntmen für Geena Davis mit nem Kreuz wie ein Bodybuilder, Plastikschiffchen mit Plastikbesatzung bei den Sturmszenen auf dem Meer...)
Ausserdem ist der deutsche Titel mal wieder oberpeinlich.
Warum man nicht einfach beim Originaltitel „Cutthroat Island“ geblieben ist, frage ich mich sowieso-
aber selbst wenn es denn unbedingt ein deutscher Titel sein muss: Warum ausgerechnet „Die Piratenbraut“?
Hat sie nen Piraten geheiratet?
Die Piratin wäre dann schon richtiger gewesen, klingt aber wohl nicht so toll.
Alles in allem aber durchgehend spaßig, nicht langweilig und auch meist schön anzusehen.

7/10

POPULATION 436



In dem kleinen Dorf Rockwell Falls lebt seit weit über 100 Jahren immer die exakt gleiche Anzahl an Einwohnern, was einer staatlichen Behörde auffällt.
Es wird ein Volkszähler dorthin geschickt, um das zu überprüfen.
Der im Ort eintreffende Steve (Jeremy Sisto) bemerkt von Anfang an eine seltsame Atmosphäre im Dorf,
alle Bewohner benehmen sich irgendwie gleich- zwar freundlich aber auch sehr distanziert.
Er scheint hier in einer perfekten, heilen Welt gelandet zu sein, in der es keine Verbrechen geben soll,
alles was zum Leben benötigt wird selbst angebaut, und Alkohol selbst gebrannt wird.
Auch der ansässige Arzt kann problemlos ohne Ausbildung und Erlaubnis arbeiten, da sein Wissen über Generationen innerhalb der Familie weitergegeben wurde.
Wer den Ort verlassen will, wird zu krank, und von einem Fieber befallen erklärt- und muss geheilt werden.
Danach tauchen diese Leute entweder seltsam verändert, oder gar nicht wieder auf.
Es werden natürlich auch Kinder geboren, woraufhin sich andere Bewohner mal freiwillig, aber auch mal unfreiwillig opfern, um Platz für den neuen Dorfbewohner zu machen.
Sind diese Erkenntnisse nicht schon schlimm genug, muss Steve nun auch noch erfahren,
dass er in die Dorfgemeinschaft gewählt wurde- und ebenfalls den Ort nicht mehr verlassen darf...

Eine unverbrauchte Story, überzeugende Schauspieler, durchgehend hohe Spannung- und ein böses Ende...

9/10

PRAXIS DOKTOR HASENBEIN



Doktor Angelika Hasenbein (Helge Schneider) lebt mit seinem Sohn Peterchen in der kleinen Stadt Karlsloch, wo jeder jeden kennt.
Seine Lieblingsbeschäftigungen sind hochgeistige Unterhaltungen mit dem Kioskbesitzer an der Ecke, und abends Fernsehschauen mit seinem Rezeptionisten.
Direkt gegenüber steht Tante Uschi's Waisenhaus, in dem neben Tante Uschi einige Rabauken, welche immer Peterchen ärgern, und ein Hamster leben.
Als der Hamster krank wird, rächt sich Doktor Hasenbein am Hamster für die Quälereien an Peterchen.
Bevor daraufhin schlimmeres passiert, bricht der Krieg aus- und Doktor Hasenbein wird eingezogen.
30 Jahre später kommt Doktor Hasenbein zurück- doch nichts ist mehr, wie es war...

Was soll man sagen?  Eine nachvollziehbare Handlung gibt's nicht, aber das habe ich bei Helge auch nicht erwartet.
Vieles ist offensichtlich improvisiert, planlos, und billig- da sind Straßen schon mal nur an die Wand gemalt.
Der Film ist einfach Helge-Humor pur. Das kann man mögen. Muss man aber nicht. Ich mag es.

Fitze Fitze Fatze.

DER PROFI



Der französische Geheimagent Joseph Beaumont (Belmondo) soll in Afrika ein Attentat auf einen Diktator verüben.
Allerdings bietet dieser, noch während Beaumonts hinreise, der französischen Regierung einige ökonomisch interessante Verträge an,
so dass man Beaumont auffliegen lässt, damit dieser aufgehalten wird.
Er wird verhaftet, unter Drogen gesetzt um ihn zum gestehen zu bringen- danach als irrer Einzelgänger verurteilt, und in ein Arbeitslager gesteckt.
Nach zwei Jahren gelingt ihm die Flucht.
Inzwischen hat er sich natürlich Gedanken gemacht, wer ihn verraten hat- und warum keine Versuche gestartet wurden, ihn rauszuholen...
Beaumont reist zurück nach Paris, mit dem Plan, den Diktator, welcher sich gerade anlässlich eines Staatsbesuches in Paris aufhält, doch noch zu beseitigen-
und sich somit an ihm, und auch an seinen ehemaligen Vorgesetzten zu rächen...

Ich bin kein Fan von Belmondo, doch dieser Film war für mich schon immer die große Ausnahme.
Eine gute Geschichte, relativ hart erzählt, und ein fieses Ende!

8/10


Zuletzt von Retro am Mo Sep 11, 2017 10:48 pm bearbeitet; insgesamt 14-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:33 am

R

RAMMBOCK



Der Österreicher Michael fährt nach Berlin, um seiner Exfreundin Gabi ihre Wohnungsschlüssel persönlich (und mit der Hoffnung auf Versöhnung) zurückzugeben.
Gabi ist nicht zuhause- dafür aber ein Handwerker, der sich als Zombie entpuppt- und sofort angreift.
Doch Michael hat Glück- der Handwerker-Azubi kommt ihm zu Hilfe, und gemeinsam können sie den Zombie auf den Hausgang drängen und sich einschließen.
Im Radio hören die beiden, dass eine Seuche ausgebrochen ist, welche Menschen zu Zombies macht- nur starke Beruhigungsmittel können die Verwandlung aufhalten.
Gemeinsam mit anderen Bewohnern des Wohnblocks, mit denen man über die Fenster zum Hinterhof kommuniziert, versucht man nun einen Ausweg zu finden...

Ein Deutsch/Österreichischer Zombiefilm, der an brutalen Effekten zwar weitgehend spart, aber mit schwarzem Humor punkten kann.
Die kurze Laufzeit von einer Stunde garantiert ein kompaktes, kurzweiliges Horrorfilmchen.
Beinahe der komplette Film spielt in einem Berliner Hinterhof, ist auch als Low-Budget Produktion erkennbar- aber mit viel Liebe zum Detail und den Zombies umgesetzt.
Kurios und sehenswert!

7/10

RAMPAGE



Eine spießige amerikanische Kleinstadt: Bill, Anfang zwanzig und noch bei seinen Eltern wohnend, ist frustriert.
Sein Job kotzt ihn an, seine Eltern wollen dass er auszieht, beim essen in einem Fastfood Restaurant schmeisst die Bedienung sein Essen vom Tisch ohne sich zu entschuldigen,
und selbst der bestellte Latte Macchiato im Coffee Shop ist nicht nach seinem Wunsch zubereitet.
Er beschließt, sich an der ganzen Gesellschaft zu rächen, baut sich eine schussfeste Rüstung und beginnt schwerbewaffnet einen Amoklauf durch die Stadt...

Ein Film von Uwe Boll, den man sich wirklich ansehen kann- und der ohne grobe Fehler oder billige Effekte auskommt.
Ausser Boll-Dauerdarsteller Michael Paré in einer Nebenrolle sind die Darsteller unbekannt, aber nicht unbegabt.
Tiefsinnige Unterhaltung darf man hier nicht erwarten, auch wenn Boll einem das gerne erzählt- aber als reiner Actionfilm ist Rampage durchaus sehr gelungen.
Leider ist die deutsche Version stark gekürzt, was man an einigen Stellen deutlich bemerkt.
Selbst das Ende wurde für Deutschland mittels einer Texteinblendung geändert...
In Holland gibt es den Film uncut mit deutscher Tonspur.

8/10

RARE EXPORTS



Irgendwo im eisigen Finnland:
Zwei Kinder schleichen sich auf ein Baugelände, und beobachten Bohrungen und Sprengarbeiten an einem vor Hunderten Jahren von Menschen künstlich angelegten Berg.
Wie sich herausstellt, ist der Berg das eisige Grab des echten Weihnachtsmannes, welcher im Gegensatz zur bekannten,
aber eben erlogenen Geschichte keineswegs Geschenke bringt, sondern Menschen quält- und nebenbei auch noch Fleischfresser ist.
Nach und nach passiert seltsames: Eine Rentierherde wird zerfleischt, ein alter Mann mit langem Bart wird in einer Wolf-falle gefunden-
und sämtliche Heizgeräte aller Dorfbewohner werden gestohlen.
Der junge Pietari ist überzeugt davon, dass der in der Falle gefundene alte Mann der aus dem Berg befreite Weihnachtsmann ist,
welcher vorhat, alle Kinder zu entführen, doch da täuscht er sich gewaltig...

Hier wird eine atmosphärisch-gruselige Grundstimmung geboten, die teils durch schwarzen Humor aufgelockert wird- und am Ende in eine völlig andere Richtung abdriftet.
Leider ist mal wieder ein extrem nerviges, neunmalkluges Kind in einer wichtigen Rolle zu ertragen-
besonders zum Ende hin hofft man regelrecht, dass der Balg gefressen wird...
Handwerklich gesehen ist der Film durchaus recht ordentlich, schöne Bilder und passender Score sind klare Pluspunkte,
auch die Schauspieler sind bis auf das Kind sehr gut und passend gewählt.
Der im Zusammenhang mit der Geschichte etwas seltsam anmutende Filmtitel erklärt sich zum Ende übrigens auch noch recht originell.
Man fühlt sich den kompletten Film über gut unterhalten, allerdings bleibt das Gefühl, dass hier einiges an potential verschenkt wurde-
trotz, oder wegen des überraschenden Ende des Films.

7/10

RAZORBACK



Gamulla, ein kleines Kaff in Australien.
Farmer Jack Cullen lebt hier friedlich mit seinem zweijährigen Enkel, als eines Nachts ein riesiges Wildschwein angreift, die Farm zerstört und auch das Kind verschleppt.
Natürlich glaubt Cullen niemand seine Geschichte, daher wird er wegen Kindermord vor Gericht verurteilt.
Jahre später:
Eine TV-Reporterin ist in der Gegend, um einen Bericht über das abschlachten von Känguruhs zu drehen.
Bei Recherchen trifft sie auch auf einige stadtbekannte Rednecks, welche sie fortan beobachten, und in der nächsten Nacht aus ihrem Auto ziehen, um sie zu vergewaltigen.
Bevor es dazu kommt, greift ein riesiges Wildschwein an, welches allerdings auch die Frau tötet.
Nachdem er tagelang nichts mehr von seiner Frau gehört hat, reist der Ehemann der Reporterin nach Australien, um seine Frau zu suchen-
und trifft bei seinen Nachforschungen unter anderem auf Jack Cullen, der inzwischen seine Strafe abgesessen hat- und welcher ihm seine Geschichte erzählt.
Gemeinsam mit einer bekannten von Cullen rüstet man sich nun zu dritt zur Schweinejagd...

Der Film ist von 1984- und übertrifft aktuellere ähnlich gelagerte Filme wie "Keiler" oder "Pighunt" bei weitem.
Die Effekte um den Razorback sind sparsam eingesetzt aber gut gemacht, die Optik und Kameraführung herausragend, und die Regie von Russel Mulcahy,
der diesen Film direkt vor seinem Highlander drehte, lässt ebenfalls schon erkennen, dass der Mann nicht unbegabt ist.
Lediglich die deutsche Synchro ist stellenweise misslungen, aber dafür kann der Film an sich ja nichts.
Zu beachten ist hier nur, dass es zwei verschiedene FSK 16-Versionen gibt, beide von e-m-s.
Die eine DVD ist völlig unsinnig gekürzt (Es fehlen einige Dialoge und die versuchte Vergewaltigung),
die andere komplett ungekürzt, leicht zu erkennen am Uncut-Schriftzug auf dem Cover.

8/10

REAL STEEL



Im Jahr 2020 gibt es keine Boxkämpfe zwischen Menschen mehr- diese werden jetzt mit großen ferngesteuerten Kampfrobotern ausgefochten.
Der ehemalige Profiboxer Charlie (Hugh Jackman) ist hoch verschuldet, und verliert auch noch seinen Roboter in einem verlorenem Kampf.
Kurz darauf erfährt er, dass seine Ex-Frau verstorben sei-
und deren gemeinsamer elfjähriger Sohn Max, den er aber nicht kennt und auch nicht kennen will, von Gesetzes wegen bei ihm leben soll.
Welch ein Glück dass Debra, die Schwester seiner Ex-Frau nicht nur einen reichen Mann hat- sondern sich auch noch unbedingt um Max kümmern will.
So "verkauft" Charlie seinen Sohn an Debra's Mann- muss aber für das Geld noch eine weile auf ihn aufpassen, bevor er ihn "abgeben" kann.
Doch auch der mit diesem Geld neu gekaufte Kampfroboter ist schnell Schrott, so dass Ersatzteile bzw wieder ein neuer Kampfroboter von Nöten sind.
Gemeinsam mit Max bricht Charlie auf einem Schrottplatz ein, auf dem Max einen alten Sparringroboter findet, den er unbedingt mitnehmen und aufbauen will...

50% Over the top und 50% Rocky, fertig ist die komplette Geschichte.
Das ganze ist offensichtlich mit großem Budget gedreht worden- dummerweise ist die Story eben komplett ausgelutscht,
das Kind einfach nur neunmalklug-nervig, und man merkt dem Streifen durchgehend an dass es eine Produktion von Touchstone / Buena Vista (Disney) ist.
Technisch gibt es absolut nichts zu meckern, und Jackman spielt Zielgruppengerecht (zu) sympathisch den erst uninteressierten, dann aber bereuenden, perfekten Vater.
Zusammengefasst:
Das Schmalz trieft aus allen Ecken des Films, die Handlung ist komplett vorhersehbar, das Kind nervt- aber technisch ist der Film toll.

4/10

DIE RECHTE UND DIE LINKE HAND DES TEUFELS (Lo chiamavano Trinità...)



Joe (Terence Hill, im Original "Trinità", in der US-Version "Trinity" genannt) ist ein hervorragender Schütze,
aber auch fauler Herumtreiber, welcher jede Gelegenheit die sich bietet ausnutzt, um zu Geld zu kommen.
Da wird dann schon mal ein Gefangener von Kopfgeldjägern berfreit, nur um diesen selbst beim nächsten Sheriff abzugeben, und die Belohnung zu kassieren.
Dummerweise ist der Sheriff der nächstgelegenen Stadt ein anderer, als erwartet.
Joe's Bruder, "der kleine" (Bud Spencer, im Original und der US-Version "Bambino" genannt),
hat den eigentlichen Sheriff dort erschossen, und sein Amt übernommen, um einen großen Pferdediebstahl vorzubereiten.
Dumm nur, dass sich die beiden nicht besonders mögen.
Um nicht aufzufliegen muss der neue Sheriff allerdings einigen Siedlern beistehen, welche vom Major (Farley Granger) und seiner Bande terrorisiert werden-
welcher so nebenbei auch noch der Besitzer der ins Auge gefassten Pferde ist.
Also wird Joe überredet, ihm zu helfen- doch auch der Major tut sich mit Mexikanischen Banditen zusammen...

8/10

VIER FÄUSTE FÜR EIN HALLELUJA (...continuavano a chiamarlo Trinità)



Nach den Ereignissen im vorherigen Film treffen sich Trinity (Terence) und Bambi (Bud) bei ihren Eltern, da ihr Vater im sterben liegt.
Bambi ist ist wie üblich nicht begeistert von Trinity's anwesenheit, alleine schon weil dieser seinen geplanten Pferdediebstahl versaut hat.
Allerdings muss Bambi seinem sterbenden Vater versprechen, sich fortan um Trinity zu kümmern, und einen Räuber und Pferdedieb aus ihm zu machen.
Dummerweise kriegen es beide nicht hin, unschuldige auszurauben, im Gegenteil, sie helfen auch noch ihren Opfern.
Um die Tochter ihrer ersten Opfer zu beeindrucken erzählt Trinity, dass die beiden Geheimagenten wären-
was von einem Schergen des örtlichen Großgrundbesitzers und illegalen Waffenhändlers Parker mitgehört wird.
Schon bald werden die beiden von Parker bestochen um wegzusehen, wenn im Kloster mal wieder gegen den Willen der dortigen Mönche mit Waffen gehandelt wird.
Jetzt ausgestattet mit genug Geld für frische Klamotten und gutes Essen, beschließen die beiden den Mönchen zu helfen, die Waffengeschäfte zu unterbinden-
und die steckbrieflich gesuchten Männer von Parker beim nächsten Sheriff gegen Belohnung abzuliefern...

7/10

Ich bin kein großer Freund der Filme von Spencer & Hill, wobei ich manche, in denen sie alleine zu sehen waren durchaus mag.
Immerhin begann aber mit diesen beiden zusammengehörenden Filmen (siehe die Originaltitel) der internationale Aufstieg des Duos,
so dass diese wohl eine Erwähnung wert sind- auch weil sie noch weit entfernt von den späteren, oft nur noch platten Primitiv-Komödien der beiden sind.
Seltsam nur, dass man für die deutsche Synchro des ersten Films die Namen der beiden geändert hat, in der Fortsetzung aber die Originalnamen verwendete.
Konsequent wäre es gewesen, auch im zweiten Film die Namen zu ändern...
Im ersten Film hat Terence Hill auch noch nicht seinen später bekannten Synchronsprecher, und kommt alleine daher schon deutlich ernsthafter rüber.
Einige blöde Sprüche dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen, diese halten sich allerdings stark in Grenzen.
Der zweite Film fällt dann durch den gewohnten Synchronsprecher von Terence, und mehr dummen Sprüchen schon ein wenig ab.
Beide hatten auch vor diesen Filmen schon Western-Erfahrung, allerdings waren diese Filme generell noch deutlich ernsthafter.
Hier wird sich jetzt hauptsächlich geprügelt, und die Waffen werden zwar mal gezogen, aber kaum eingesetzt.
Es wird weitgehend Familientaugliche Unterhaltung geboten, aber die beiden Filme sind meiner Meinung nach die besten, welche die beiden zusammen gedreht haben.

RED HILL



Der Polizist Shane lässt sich in das kleine australische Kaff Red Hill versetzen, weil seine Frau hochschwanger ist, und dort vermeintlich eher ruhige Zustände herrschen.
Jedoch wird er nicht freundlich aufgenommen, seine Kollegen halten ihn wegen der gewünschten Versetzung für einen Feigling.
Schon an seinem ersten Arbeitstag bricht der brutale Jimmy Cooper aus dem Gefängnis aus, um mit der Polizei in Red Hill abzurechnen.
Shane kann jetzt seinen Mut beweisen- doch schon bald kommen ihm Zweifel, ob Jimmy Cooper in dieser Geschichte wirklich der böse ist...

Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich hier Walter Hill auf dem Regiestuhl vermutet.
Was uns Regisseur Patrick Hughes hier in seinem Debüt zeigt, ist offensichtlich stark von Hill inspiriert.
Für diese Art von Film hätte er sich kaum ein besseres Vorbild aussuchen können.
Die Geschichte spielt heute, aber das komplette Setting, das auftreten der Figuren und teils auch die Musik sind einfach nur Western pur.
Das merkt man auch an den offensichtlichen filmischen Vorbildern:
Die Grundgeschichte stammt von „High Noon“, der Hauptdarsteller hört auf den Namen Shane Cooper
(Da denke sicher nicht nur ich an den Klassiker „Mein großer Freund Shane“ und Gary Cooper aus High Noon, oder?),
dazu eine Prise „Ein Fremder ohne Namen“ in Gestalt von Shane, der als Fremder in die Stadt kommt, und erstmal unerwünscht ist.
Die Besetzung ist gut ausgewählt aber größtenteils unbekannt, der Soundtrack ist absolut perfekt,
die Spannung baut sich erst langsam auf, bleibt dann auf hohem Niveau bis zum gelungenen Ende.

10/10

RETROACTIVE



Die Polizeipsychologin Karen hat in der texanischen Wüste eine Autopanne.
Sie hat jedoch das Glück, von einem zufällig vorbeikommenden Pärchen mitgenommen zu werden.
Unterwegs entpuppt sich Frank (James Belushi), der Fahrer, als Psychopath, der seine Frau nach kurzer Zeit wegen einer Kleinigkeit tötet.
Karen versucht zu fliehen, und entdeckt ganz in der nähe ein abgelegenes Labor, in welchem mit Zeitreisen experimentiert wird.
Sie wird in die Vergangenheit zurückversetzt- und findet sich in Frank's Auto wieder.
Seine Frau lebt noch- und Karen versucht, die Situation zu manipulieren.
Bei jedem Versuch, den Mord zu verhindern, verschlimmert sich die Lage noch mehr-
bald sind auch Fremde betroffen, der Verlauf der Zeit scheint sich nur ins negative beeinflussen zu lassen.
Bald kommt auch Frank dahinter, warum sein vermeintliches Opfer so viel über ihn weiß...

James Belushi als eiskalter Psychopath kommt erstaunlich hart rüber, hätte ich ihm nicht zugetraut.
Auch der Rest der Darsteller ist durchweg überzeugend.

8/10

THE RIFFS - DIE GEWALT SIND WIR (1982)
THE RIFFS II - FLUCHT AUS DER BRONX (1983)
THE RIFFS III - DIE RATTEN VON MANHATTAN (1984)



THE RIFFS:

1990. Die Bronx ist komplett in der Hand von skrupellosen Banden.
Die junge Ann, Tochter eines reichen Wirtschaftsbosses, hat genug vom Leben voller Zwänge in der High Society, und haut ab- geradewegs in die Bronx, wo man sie vermeintlich nicht findet.
Dort gerät sie an Trash (Mark Gregory), den Anführer der Motorradgang "Riffs", welcher ihr Unterschlupf bietet.
Ihr Vater schickt inzwischen mit Hammer (Vic Morrow) den härtesten Cop den man finden kann in die Bronx, wo er durch ein Attentat einen Bandenkrieg zwischen den Gangs auslöst, um an Ann heranzukommen.
Trash durchschaut das ganze, und schlägt sich zum Anführer der größten Gang der Bronx, Ogre (Fred Williamson) durch- um mit ihm gemeinsam gegen Hammer anzutreten...

Neben den schon genannten gibt es noch ein paar weitere bekannte Gesichter aus meist Italienischen Action und Horrorfilmen dieser Zeit zu sehen.
In Nebenrollen tauchen auch George Eastman und Christopher Connelly auf- und der damals ebenfalls nicht unbekannte Regisseur des Films, Enzo G. Castellari, gibt den Vize-Präsidenten.
Man merkt schon, woher der Wind weht: Italo-B-Action der gehobenen Klasse wird hier geboten. Immer nah am Trash-Film vorbei, aber unterhaltsam, reich an Action- und, wie zu erwarten, recht Gewalttätig.
Klar, aus heutiger Sicht wirkt der Film noch trashiger als damals, aber er ist nach wie vor einer der besseren Vertreter seiner Art.

7/10

THE RIFFS II:

Die Bronx, Heimat einiger Gangs und nur noch wenigen anderen Bewohnern, soll komplett abgerissen und gesprengt werden.
Allerdings wollen die Bewohner der Bronx ihre Heimat nicht verlassen, so dass von korrupten Politikern schon bald eine brutale Zwangsevakuierung angeordnet wird,
bei welcher die Polizei nicht nur Gewalt anwendet, sondern sogar Tötungsfreigabe bei Widerstand hat.
Das lassen sich die Gangs allerdings nicht so einfach gefallen, und schon bald tobt ein wahrer Krieg in der Bronx...

Mark Gregory hat wieder die Hauptrolle, Enzo G. Castellari hat wieder die Regie und eine kleine Nebenrolle- ansonsten sind die Darsteller größtenteils unbekannt und neu.
Gerade mal ein Mitglied der Riffs aus dem ersten Teil taucht hier (neben Trash) wieder auf, dafür darf sich Henry Silva mal wieder überzeugend als fieses Arschloch auf der Gegenseite zeigen.
Die Fortsetzung kommt um einiges härter, dreckiger und brutaler daher, ansonsten hat sich nicht viel geändert.
Ordentlicher Action-Trash auf ähnlichem Niveau wie der Vorgänger- nur dass die Riffs diesmal nicht als Motorradgang dargestellt werden.
Als Fortsetzung aber durchaus gelungen- sofern man den ersten Teil mochte.

7/10

THE RIFFS III:

2025: Ein Atomkrieg hat fast alles zerstört, aber eine Gruppe Rocker hat die Katastrophe überlebt.
Auf ihren Motorrädern fahren sie durch die Gegend, auf der Suche nach Lebensmitteln. Dabei entdecken sie ein unterirdisches Labor- und werden von aggressiven Ratten angefallen.
Es werden immer mehr Ratten, die Gruppe der Überlebenden kämpft - und flüchtet vor den Ratten, wird aber immer kleiner.
Als man schließlich aus dem Laborkomplex flüchten kann, scheint an der Oberfläche Hilfe in Sicht: Gestalten in Strahlenschutz-Anügen kommen auf sie zu...

Mit den Riffs hat dieser Film gar nichts mehr zu tun. Der Originaltitel sagt schon alles: "Rats - Notte di Terrore".
Hier gibt es nur noch unbekannte und miese Schauspieler, Gummi- und Plüschratten- und ein paar wenige echte, die aber nie gefährlich wirken.
Peinlich schon alleine, wie man hier versucht einem tausende von Ratten vorzugaukeln, obwohl es wohl nicht mal hunderte waren, die man zur Verfügung hatte.
Eine Bedrohung entsteht hier nie, im Gegenteil: Die Viecher spielen im Hintergrund sogar des öfteren mal lustig miteinander.
Regie-Stümper Bruno Mattei hat hier wieder absoluten Schund vorgelegt. Das einzige, was diesen Film noch erträglich macht, ist die letzte Szene, welche wirklich ganz nett geworden ist.

1/10

THE ROAD



Nach einer apokalyptischen Naturkatastrophe: Nur wenige Menschen haben überlebt, die einzigen wertvollen Stoffe sind Trinkwasser und Nahrung.
Ein Vater und sein Sohn versuchen sich vom Landesinneren zum Meer durchzuschlagen, da sie hoffen, dort bessere Lebensbedingungen vorzufinden.
Der Weg ist lang und beschwerlich, die Umgebung meist völlig tot, und ihr weniges hab und gut fahren sie in einem Einkaufswagen mit sich herum.
Dass herumziehende, schwerbewaffnete Banden alles angreifen und ausrauben was sich bewegt, macht es ihnen nicht leichter,
genausowenig, dass zwecks Nahrungsmangel Kannibalismus bei anderen Überlebenden zum Normalzustand wurde.
Hinzu kommt, dass der Gesundheitszustand des Vaters sich langsam verschlechtert...

Nicht nur die Besetzung ist bis in die Nebenrollen sehr gelungen (Viggo Mortensen, Charlize Theron, Guy Pearce, Robert Duvall),
auch das sehr real wirkende, trostlose, dreckige Setting verdient ein Lob.
Mit relativ einfachen mitteln hat man hier maximale Wirkung erzielt, auf F/X-Protzerei wurde weitgehend verzichtet.
Auch ist der Film kein Popcornkino, in dem man von einer Actionszene zur nächsten hetzt, sondern setzt mehr auf die bedrückende Einsamkeit,
und die psychischen Auswirkungen, welche diese auf die Hauptpersonen hat.
Wer schon den Atomkrieg-Klassiker "The day after" mochte, wird hier auf seine kosten kommen- der Film wirkt fast wie eine (sehr gelungene) Fortsetzung!

10/10

THE ROOM



In einem unscheinbaren, nach aussen hin völlig normalem Haus, lebt eine Familie, die sich kaum noch etwas zu sagen hat.
Tochter Melinda ist schwanger, weiß angeblich nicht von wem, und will die Familie verlassen, obwohl sie die einzige ist, die sich um ihren behinderten Bruder kümmert.
Der ältere Sohn, Alex, ist von Geburt an Mongoloid und seit einem Treppensturz, in den die Tochter verwickelt war, auch noch an den Rollstuhl gefesselt.
Der jüngere Sohn ist ein verzogener Arsch, der nichts anderes macht, als seinen Bruder zu ärgern und zu quälen.
Der Vater, Max, ist ein erfolgloser Musiker und totaler Verlierer, der seinen Frust auf seine Familie überträgt und kurz vor dem Wahnsinn steht.
Die Mutter, Marie, lässt alles über sich ergehen und lebt verbittert vor sich hin.
Beim letzten gemeinsamen Abendessen vor dem geplanten Auszug von Melinda ist auch der beste Freund des jüngeren Sohnes mit am Tisch-
und beide machen sich über Alex lustig.
Als der Freund während des Essens kurz ins Bad im oberen Stockwerk gehen will, entdeckt er am Ende des Flures eine mit seltsamen Schriftzeichen verzierte Holztür,
die vorher nicht dort war, öffnet die Tür... und verschwindet mit lautem schreien dahinter.
Als der Sohn seinen Freund daraufhin sucht, verschwindet auch dieser hinter der Tür, woraufhin der Rest der Familie, bis auf Alex natürlich, gemeinsam nach oben geht-
und bemerkt, dass sich weder diese Türe, noch irgendeine andere des Hauses öffnen lässt.
Selbst die Versuche, in Panik die Fenster einzuschlagen und aus dem Haus zu kommen schlagen fehl, so dass die Familie zum einen gefangen in ihrem Haus ist,
zum anderen dazu gezwungen ist, sich menschlich wieder zu nähern- um gemeinsam aus dieser Situation zu entkommen...

Als erstes muss man sagen, dass man das deutsche DVD-Cover nicht schlechter hätte gestalten können.
Die Covergestaltung schürt die Erwartung, hier einen blutigen Horrorfilm vorgesetzt zu kriegen- wer das erwartet, kann eigentlich nur enttäuscht werden.
Auf dem Cover sieht man eine moderne Tür mit Glasscheiben, auf der ein blutiger Handabdruck, und Blutspritzer zu sehen sind-
auf der englischen DVD ist die alte Holztür mit den Schnitzereien, die auch im Film vorkommt- sonst nichts.
Der Film ist eher ein Drama mit übernatürlichem Einschlag, aber KEIN Horrorfilm- was natürlich nicht bedeutet, dass dieser schlecht wäre.
Der Regisseur, Produzent und Drehbuchschreiber Giles Daoust ließ sich hier offensichtlich ein wenig von Shining inspirieren, auf den im Film auch angespielt wird.
Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen- hier wurden wirklich alle perfekt besetzt.
Die nicht alltägliche Story, erzählt mit ein paar netten Überraschungen und mit düsterer Musik untermalt,
gepaart mit Interessanten, ungewöhnlichen Farbtönen und Kamerawinkeln ist ein Film, wie er wohl nie aus Hollywood kommen würde.
Dass „The Room“ fast überall mies bewertet wurde, überrascht mich ehrlich gesagt nicht,
ist er doch weder ein Film für die breite Masse, noch ein Horrorfilm, als der er hier ja angeboten wird.
Wer sich mit diesem Wissen darauf einlässt hat aber gute Chancen, sich angenehm unterhalten zu fühlen- und abseits des Hollywoodkommerz eine kleine Perle zu entdecken.

8/10


Zuletzt von Retro am Do Sep 21, 2017 1:17 am bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:34 am

S

SCANNERS  



Scanner sind telepathisch begabte Menschen, die andere alleine durch die Kraft ihres Willens manipulieren, und  sogar töten können.
Erzählt wird die Geschichte des Telepathen Cameron Vale, der durch den Scanner-Forscher Dr. Ruth über seine besonderen Fähigkeiten,
und die Herkunft seiner Kräfte aufgeklärt wird- und dem man beibringt. seine Fähigkeiten als Waffe einzusetzen.
Neben ihm existieren natürlich noch weitere Scanner, die sich zum großen Teil unter der Führung von Darryl Revok organisieren,
und angeblich aus dem Untergrund gegen den Rest der Menschheit angehen wollen.
Cameron soll nun den angeblich gefährlichen, feindlich gesinnten Revok aufspüren, und mit Hilfe seiner Kräfte und dem ruhigstellenden Mittel Ephemerol unschädlich machen.
Doch je tiefer er in die Welt der Scanner eintaucht, desto mehr muss er sich fragen, ob man ihm die Wahrheit erzählt hat...

Regisseur David Cronenberg hat hier ein kleines Meisterwerk abgeliefert, welches nicht nur auf Effekte setzt,
sondern auch eine intelligente, kritisch anklagende Geschichte mit gut herausgearbeiteten Charakteren erzählt.
Die Scanner werden nicht nur als übermächtige Menschen, bzw eine Bedrohung dargestellt, sondern ebenso als Aussenseiter mit gescheiterter Existenz,
die unter ihren durch Medikamente hervorgerufenen Fähigkeiten leiden.
Die Splatter-Effekte sind für das alter des Films hervorragend gelungen, und werden selten, aber gekonnt eingesetzt- auch die Darsteller wurden passend gewählt.

10/10

SCANNERS 2 – THE NEW ORDER

Inzwischen ist Ärzten und Behörden allgemein bekannt, woher die Fähigkeit der Scanner kommt, die Öffentlichkeit ahnt jedoch nichts von den Fähigkeiten,
die einige Menschen, größtenteils unbewusst, in sich tragen.
Der junge, telepathisch begabte Medizinstudent David erfährt nur zufällig von seiner Fähigkeit, als Forrester, ein hoher Polizist ihn anwirbt,
um Jagd auf alle bekannten Scanner zu machen, die ihre Fähigkeiten schon entdeckt haben- und diese zu verhaften.
Doch ihm geht es nicht darum, gefährliche Scanner unschädlich zu machen, sondern diese sich mit einem neuen Arzneimittel gefügig zu machen,
um sie für seine eigenen Zwecke einzusetzen- obwohl einige an den Experimenten mit dem Mittel elendig zugrunde gingen.
Schon bald durchschaut David diesen Plan, und setzt nun seine langsam erstarkten und trainierten Fähigkeiten im Kampf gegen die Polizei ein,
deren Beamte unter dem Befehl von Forrester natürlich denken, im recht zu sein...

Mit Christian Duguay hat man 10 Jahre nach dem ersten Film einen Regisseur gefunden, der es geschafft hat, mit kleinem Budget einen gut aussehenden Film hinzulegen.
Selbst die allesamt unbekannten Darsteller gehen in Ordnung, nur das Drehbuch lässt etwas zu wünschen übrig.
Die Story ist nicht gerade neu oder überraschend, ausserdem recht vorhersehbar.
Immerhin schafft es Duguay den Film etwas mehr auf Action zu trimmen als das Original, so dass trotz schwächerem Drehbuch keine größeren längen aufkommen.
Die Effekte gehen ebenfalls in Ordnung.

7/10

SCANNERS 3 – THE TAKEOVER  

Helena und ihr Bruder Alex sind Scanner, haben sich aber geschworen, ihre kräfte nicht gegen Menschen einzusetzen.
Als Helena eines Tages überfallen wird, nutzt sie in Notwehr ihre Fähigkeit- doch seitdem plagen sie Kopfschmerzen.
Eine Weiterentwicklung des Medikaments Ephemerol hilft zwar gegen die Kopfschmerzen, aber es machen sich Nebenwirkungen bemerkbar:
Helena wird Aggressiver, und beginnt ihre Fähigkeiten einzusetzen, um Kontrolle über andere Menschen zu erlangen...

War der erste Scanners-Film noch nebenbei eine kritische Mahnung vor Medikamentenmissbrauch und dessen Nebenwirkungen,
wurde schon Scanners 2 mehr ein Actionfilm, wenn auch die Grundthematik noch vorhanden war. Der dritte Teil nun ist leider nur noch eines:
Plakative Action mit ein paar billigen Splatter-Effekten ohne jegliche Aussage und mit schlechter Story.
Warum Christian Duguay, der den zweiten Teil doch sehenswert inszenierte, hier mitgemacht hat, kann ich nicht nachvollziehen.
Das Drehbuch ist nicht nur schwach, sondern komplett anspruchslos und ohne jegliche Originelle Idee- und die Schauspieler sind allesamt Talentfrei.
Das schlimmste am Film ist aber wohl die Idee, ihn in eine humorige Ecke drücken zu wollen, eigentlich alles, was annähernd witzig gemeint war wirkt nur albern,
und passt auch nicht im geringsten zur Thematik der Scanner-Filme. Auch die Effekte sind diesmal, obwohl nur spärlich eingesetzt, allesamt eher billig und schwach.
Lediglich an den Actionszenen des Films erkennt man, dass der Regisseur nicht unbedingt unbegabt ist.
Kurz gesagt: Anspruchslos, albern, schlecht gespielt- unnötig.

3/10

SENNENTUNTSCHI



Schweizer Alpen, heute:
Ein kleines Mädchen sammelt mit seiner Mutter im Wald Pilze.
Ein fremder Junge, der mit einem Spiegel blendet, führt sie mit dem Sonnenlicht zu einer Stelle, an der sehr viele Pilze wachsen.
Dort ragt eine Knochenhand, aus dem Waldboden...
Die Mutter ruft die Polizei, das Mädchen wird natürlich nach dem Jungen gefragt, erkennt ihn auf einem alten Foto- und man erfährt, dass dieser seit 1975 vermisst wird.
Natürlich glaubt keiner der Polizisten daran, dass ein seit Jahrzehnten verschwundener Junge auch heute noch im selben Alter wie zu seinem verschwinden hier herumläuft-
doch die Mutter erwidert nur, dass auch damals schon niemand eine bestimmte Geschichte geglaubt habe, und beginnt zu erzählen...
Schweizer Alpen, 1975:
Ein Pfarrer wird erhängt im Glockenturm gefunden, alles sieht nach Selbstmord aus.
Bei der Beerdigungsprozession durch das Dorf taucht eine Fremde und ziemlich ungepflegt wirkende, stumme junge Frau auf.
Die abergläubische Dorfbevölkerung hält sie für eine böse Sagengestalt (namensgebendes Sennentuntschi), der Kirchdiener erklärt sie sogar kurzerhand zu einem Dämon.
Einzig der Dorfpolizist glaubt nicht an diese Geschichten, und nimmt sie mit zu sich nach Hause,
da sie selbst im kleinen Dorfgefängnis nicht vor den aufgebrachten Dorfbewohnern und dem Kirchdiener sicher ist-
und versucht herauszufinden, woher die Frau kommt und was mit ihr geschehen ist.
Erste Hinweise führen ihn hoch in die Berge, durch ein unwegsames, nur zu Fuß erreichbares Gebiet,
wo Senner Erwin, dessen stummer Sohn Albert, und ein neuer, aus der Stadt kommender Gehilfe leben...

Das ist nur der beginn des Films, quasi die Grundhandlung.
Was einem in diesem Schweizer Film an Hochspannung, Kirchenkritik und Wendungen in der Story geboten wird, ist schon beachtlich.
Allerdings ist es hier angebracht, gut aufzupassen- denn zum einen wird der Film in verschiedenen Zeitebenen erzählt,
zum anderen ist selbst die "deutsche" Sprachfassung teils von einem so fiesen Schweizer Dialekt durchzogen, dass ich manche Wörter nicht verstehen konnte.
Eine Schweizer Sprachfassung ist natürlich auch noch enthalten- für alle die entweder aus der Schweiz kommen- oder einfach gar nichts mehr verstehen wollen. 
Die Geschichte um Aberglaube, Mord, Hexenjagden und menschliche Abgründe ist absolut sehenswert, nicht alltäglich und voller Rätsel-
die am Ende aber beinahe ausnahmslos aufgeklärt werden.

10/10

SESSION 9



Die Arbeiter einer Gebäudereinigungsfirma kriegen den Auftrag, eine stillgelegte Psychiatrische Klinik zu renovieren,
und von Asbest zu befreien, da diese wiedereröffnet werden soll.
Während der Arbeit stoßen sie auf ein verstecktes Tonband, auf dem eine paar merkwürdige Sitzungen mit einer Patientin mit multipler Persönlichkeit aufgezeichnet sind.
Je mehr und länger dem Band gelauscht wird, desto sicherer scheint es, dass in dem Haus nicht ganz human gearbeitet wurde- und auch heute noch etwas nicht stimmt.
Als dann auch noch einer der Arbeiter spurlos verschwindet, kommen erste Anzeichen von Panik auf...

Der erste bei uns veröffentlichte Film von "Machinist"-Regisseur Brad Anderson überzeugt trotz wenig Budget mit einer interessanten Story,
teils sehr spannenden und düsteren Abschnitten und David Caruso in der Hauptrolle.
Sehr gut fand ich auch, dass man hier als Zuschauer verschiedene Spuren und Möglichkeiten vorgelegt kriegt, was denn hier nun eigentlich passiert...
Sind böse Geister der verstorbenen Patienten im Haus?
Hat einer aus dem Team Geheimnisse, von denen die anderen nichts wissen?
Hat einer von ihnen ebenfalls eine Persönlichkeitsspaltung?
Oder ist ein aussenstehender auf dem Gelände unterwegs?
Sehenswert, atmosphärisch und gut gespielt!

7/10

SEXY KILLER



An einem spanischen Campus geschehen mysteriöse Morde.
Was keiner ahnt: Medizinstudentin Barbara ist eine leidenschaftliche Serienkillerin, der schon der kleinste Anlass ausreicht, um ihr gegenüber zu töten.
Zufällig lernt sie den Pathologen Tomas kennen, den sie beim ersten Date aufgrund ihrer Gesprächsthemen rund um den Tod und Serienkiller für einen gleichgesinnten hält.
Tomas ist allerdings das exakte Gegenteil von Barbara- er hat sogar ein Serum entwickelt, welches die schwachen,
noch vorhandenen Gehirnströme von Toten mittels Verkabelung des Schädels auf einen Bildschirm projizieren kann- und will damit die Mordserie am Campus klären.
Dummerweise hat das Serum eine unerwünschte Nebenwirkung...
Nach einigen Minuten stimuliert das Serum nicht nur die Gehirnströme, sondern lässt die Toten wieder auferstehen.
Anfangs ist Tomas begeistert, und die Opfer werden nach und nach wiederbelebt, um sie nach dem Täter zu befragen, sobald deren Gehirn wieder richtig arbeitet.
Der Plan funktioniert zunächst auch- dummerweise lassen mit der Wirkung des Serums auch die Gehirnströme nach, so dass die wiederbelebten alle zu Zombies werden-
und lebende Tote ohne Gehirnfunktion folgen ja, wie wir aus diversen Zombiefilmchen wissen, nur ihrem Instinkt nach Nahrung...

Wenn man davon absieht, dass einige Effekte recht billig aussehen, und der Barbie Girl-Soundtrack unterirdisch grausam ist, kann man mit dem Film definitiv Spaß haben.
Neben einigen Zitaten aus anderen Filmen werden auch generell bekannte Horror-Vorbilder mit in die Handlung eingeflochten.

8/10

SICK NURSES



Ein Hospital wie wohl kein anderes: Sieben Krankenschwestern haben mit dem Arzt ihrer Station ein lukratives Nebengeschäft entwickelt:
Die Leichen verstorbener Patienten, oder einzelne Teile von ihnen, werden meistbietend verkauft.
Dazu kommt noch, dass alle Schwestern der Station ein Verhältnis mit eben jenem Arzt haben.
Eine Zeitlang geht das alles gut, bis eine der Schwestern versucht, besser und lukrativer als der Rest abzuschneiden...
Es kommt wie es kommen muss: Der Rest der Mädels wird eifersüchtig, und killt die junge Dame- die natürlich ebenfalls erstmal konserviert wird, um sie zu verkaufen.
Unruhig werden die anderen erst, als eine Kollegin im Krankenhaus die Geschichte eines Fluches erzählt,
nach dem Mordopfer nach sieben Tagen wiederkehren, um sich an ihrem Mörder zu rächen.
Es dauert nicht lange, und ein weiblicher Geist macht die Krankenhausflure unsicher...

Der Film nimmt sich zum Glück nicht sonderlich ernst, bietet eine schön düstere Atmosphäre- und auch den einen oder anderen herben Mord.
Wenn man mit dem fiesen Thai-geschnatter klarkommt, kann man sogar den vollkommen unbekannten Darstellerinnen nichts negatives nachsagen.
Die englische DVD bietet lediglich thailändischen Originalton mit englischen Untertiteln,
was bei dem dauergeschnatter und hohem gequietsche der Thaimädels extrem nervtötend wirkt.
Eine Deutsch- oder Englischsprachige Version existiert bisher leider nicht, würde den Film aber sicher noch um einen Punkt aufwerten.

6/10

SIEBEN LEBEN



Ben Thomas (Will Smith) trägt starke Schuldgefühle mit sich herum- und hat mit seinem Leben schon abgeschlossen.
Vor seinem geplanten Selbstmord will er aber noch sieben verschiedenen Menschen, denen es aus diversen Gründen schlecht geht, noch etwas gutes tun.
Dabei trifft er ebenso auf Lügner, die seine Hilfe erschwindeln, wie auf die Liebe in Form einer schwer Herzkranken jungen Frau- was seinen Plan nicht einfacher macht...

Wer hier eine Komödie oder einen Actionfilm erwartet, sollte diesen Film meiden-
wer aber auch gerne mal ein anspruchsvolleres Drama, welches sehr gut besetzt ist, sehen will, für den ist dieser Film pflicht!

10/10

SIX-STRING SAMURAI



Die 50'er Jahre: Beinahe ganz Amerika wurde von einer russischen Atombombe zerstört.
Die meisten überlebenden versammeln sich in der Stadt, Lost Vegas, welche unter vom King, Elvis Presley, regiert wird.
Als dieser allerdings stirbt, braucht man einen neuen King- der nun per Radio-Aufruf im ganzen Land gesucht wird.
So kommt es, dass diverse Gestalten sich auf den Weg durch die verseuchten Wüsten rund um Lost Vegas machen, um die nachfolge des King anzutreten.
Einer von ihnen ist der Rock'n'Roll-Samurai Buddy, der sich mit diversen Konkurrenten herumschlagen muss.
Nicht nur Rednecks und russische Soldaten, auch eine Familie Kannibalen, Zombie-Astronauten, und sogar der Tod selbst,
der als Heavy Metal-Fan den Rock'n'Roll unterdrücken will, begegnen ihm auf der Reise nach Vegas...

Man merkt schon an der Beschreibung, dass dieser Film sich nicht ganz ernst nimmt, eher wirkt das ganze wie ein düster gehaltenes, aber jugendfreies Comic-Abenteuer.
Mit offensichtlich recht knappen Budget hat man hier allerdings ein kleines Trash-Meisterwerk abgeliefert,
welches mit einigen schönen Aufnahmen und Kamerawinkeln ebenso glänzen kann, wie mit seiner abgefahrenen Geschichte und einem coolen Hauptdarsteller.
Ausserdem gibt es einige Anspielungen auf andere Filme zu entdecken, und auch so manche Figuren kommen einem seltsam vertraut vor...
Für den absolut perfekt passenden Soundtrack sorgen die "Red Elvises", die auch einen kleinen Auftritt im Film abkriegen.

8/10

SKY CAPTAIN AND THE WORLD OF TOMORROW



New York, irgendwann, in einer anderen Realität:
Fliegende Kampfroboter des bösen "Dr. Totenkopf" greifen die Stadt an, gleichzeitig verschwinden überall auf der Welt angesehene Wissenschaftler.
Überraschung: "Dr. Totenkopf" will mit deren Hilfe die Welt vernichten.

Was für ein Blödsinn ist das denn?
Bescheuerte Dialoge, und oft unsicher wirkende Schauspieler machen diese Mischung aus Real- und CGI-Film zwar optisch ganz nett, aber das war's dann auch schon.

3/10

SOLOMON KANE



England, 17. Jahrhundert: Der Söldner Solomon Kane trifft nach einem seiner blutigen Auftragsmorde auf einen Handlanger Satans persönlich, welcher ihm eröffnet,
dass seine unsterbliche Seele durch seine Taten dazu verdammt ist, in der Hölle zu schmoren- woraufhin Solomon die Flucht ergreift.
Ein Jahr später: Solomon hat sich gewandelt, und sucht Erlösung im christlichen Glauben.
Er wird von der christlichen Familie Crowthorn aufgenommen, die schon kurz darauf von dem bösen Zauberer Malachi und seinen Kriegern angegriffen werden.
Fast die komplette Familie wird getötet, Tochter Meredith wird entführt- und Vater William bittet Solomon, sie zu retten.
Im Gegenzug werde William seine Seele retten.
Das lässt sich Solomon nicht zweimal sagen- und zieht in den Kampf gegen Malachi...

Basierend auf den Romanen von Robert Ervin Howard wird hier Erwachsenengerechte Fantasykost geboten.
Düster, brutal und Actionreich geht's in dieser Geschichte zur Sache.
Gut aussehende Schwert und Axtkampfszenen gibt es zu bewundern, auch wirkt der ganze Film herrlich dreckig.
Die Tricks und Masken gehen ebenfalls absolut in Ordnung.

8/10

SOUTHERN COMFORT - DIE LETZTEN AMERIKANER



Eine Militäreinheit von neun Mann verirrt sich bei einer Übung in den Sümpfen von Louisiana.
Als sie an ein verlassenes Camp einheimischer Jäger kommen, nehmen sie sich deren Kanus, um über einen Fluss zu kommen.
Dummerweise kommen die Jäger, nur französisch sprechende Cajuns, als die Soldaten in der Mitte des Flusses sind zurück, und verstehen die Erklärungsversuche nicht-
worauf die Soldaten um sie zu vertreiben mit ihren Übungs-Platzpatronen auf sie schießen.
Die Cajuns merken dies jedoch nicht, so dass sie aufgrund des Angriffs mit echten Waffen in den Sümpfen auf Soldatenjagd gehen.
Mit einer handvoll echter Patronen pro Mann versucht man jetzt im Sumpf zu überleben- die Männer werden immer weniger, die Fallen der Jäger immer tödlicher...  

Sehr guter, harter Actionfilm- einer der besten von den vielen guten Walter Hill-Filmen!

10/10

STARSHIP TROOPERS 3 - MARAUDER



Noch immer kämpfen die Menschen gegen die Bugs-
allerdings steigt die Zahl der Kriegsgegner bei den Menschen immer weiter an, viele wollen Friedensverhandlungen, die Föderation verliert deutlich an ansehen.
Um dem entgegenzuwirken, setzt die Föderation auf drei Punkte:
Der Kriegsheld Johnny Rico (Casper Van Dien, aus Teil 1) wird reaktiviert, der immer cool bleibende Sky Marshall, nebenbei beliebter Sänger,
wird auf die neuesten Bug-Mutationen angesetzt- und die Geheimwaffe Marauder, was nichts anderes als übergroße Kampfroboter sind.
Dummerweise gibt es einen Verräter in der Truppe- und noch Dümmererweise merkt der Zuschauer von seinem ersten auftreten an schon, wer das sein könnte.

Nach Teil 2 dachte ich, es kann nicht schlechter werden- und stimmt: Teil 3 ist genauso schlecht wie sein Vorgänger.
Der erste Teil bot neben viel Action, und einer eher unnötigen Lovestory, Schwarzen Humor, gute Tricks und toll gefilmte Kämpfe.
Das einzige was der dritte Teil bietet, sind teils recht harte Szenen, die aber meist billig aussehen.
Ansonsten: Miserable Schauspieler, peinliche Dialoge, unmotivierte Synchronsprecher, schlechte Computereffekte, und ein unglaublich nervendes Lied, welches alle im Film toll finden.

1/10

STORAGE



Der jugendliche Jimmy verliert bei einem Raubüberfall seinen Vater. Da er sonst nirgendwohin kann, zieht er zu seinem Onkel Leonard.
Dieser betreibt ein ziemlich dubioses Miet-Lagersystem, dessen Motto es ist, keine Fragen zu stellen.
Jimmy übernimmt den Reinigungsdienst des Lagerkomplexes, und schon bald beobachtet er den zwielichtigen Mieter Francis durch eine angelehnte Türe,
wie dieser in seinem Lagerraum an Frauenkleidern schnüffelt, und eine Waffe versteckt.
Als sich Jimmy und Leonard daraufhin genauer dort umsehen, entdecken sie nicht nur die Waffe, sondern auch blutverschmierte Kleidungsfetzen.
Beim durchsehen der Videobänder der Kamera vor den Lagerräumen entdecken die beiden dann noch,
dass im Kofferraum von Francis' Auto, den er gerade entlädt, scheinbar eine Frauenleiche liegt.
Inzwischen bemerkte Francis allerdings, dass in seinem Lagerraum herumgeschnüffelt wurde, lässt alle Beweise verschwinden- und fährt zu seiner Wohnung.
Jimmy und Leonard verfolgen ihn dorthin, und brechen nachts ein.
Ab diesem Zeitpunkt verläuft der Film völlig anders, als man erwartet hätte...

Durchweg talentierte, unbekannte Darsteller, eine flotte Inszenierung, nette Twists in der Handlung, und nur wenige, dafür aber immer beengend wirkende Schauplätze.
Ein kleines, realistisch gehaltenes Highlight aus Australien.
Leider gibt es bis heute keine deutsche Version des Films, so dass man auf einen Import zurückgreifen muss.

9/10

STREETS OF FIRE - STRASSEN IN FLAMMEN



Der psychopathische Anführer der Biker-Gang "Bombers" (Willem Dafoe) entführt die in ihrer Heimatstadt auftretende Rocksängerin Ellen Aim (Diane Lane) direkt von der Bühne.
Selbst die Polizei ist machtlos im Kampf gegen die Bombers, so dass nur Ellen's Exfreund Cody (Michael Paré) übrig bleibt, um sie zu befreien.
Cody's Schwester (Deborah Van Valkenburgh) bittet ihn um Hilfe- und zusammen mit der Söldnerin McCoy (Amy Madigan) und Ellen's neuem Freund und Manager, Billy Fish (Rick Moranis),
welcher ihm für die Hilfe auch noch 10.000 Dollar bietet, macht sich Cody bereit, Ellen aus den Fängen der Biker zu befreien...

Alleine die Besetzung ist schon perfekt gewählt- aber auch der gesamte Rest ist absolut stimmig, obwohl man den Film nicht einmal einer bestimmten Zeit zuordnen kann- und will.
Irgendwo zwischen den 50'er und 80'er Jahren angesiedelt treffen hier Biker, Söldner, Neonfarben, Motorräder und Rockmusik aufeinander,
was einen hervorragenden Actionfilm ergibt, den man sich immer wieder ansehen kann und will.
Einer der besten von Walter Hill's vielen wirklich guten Filmen.
Die Blu-ray bietet zwar kein perfektes, aber doch ein deutlich besseres Bild als die DVD, zeigt dafür aber den Film nur im Kinoformat 1,85:1. Auf DVD liegt das Originalformat 1,33:1 vor.
Was macht man da, als großer Fan des Films? Naja, eben beide behalten.

10/10 

STUCK



Thomas Bardo (Stephen Rea) verliert seinen Job, kann schon bald seine Miete nicht mehr bezahlen- und landet auf der Straße.
Die Altenpflegerin Brandi erlebt gerade das Gegenteil- sie soll befördert werden.
So kommt es, dass sie die Nachricht mit einer Kollegin und ihrem Freund Rashid in einer Disco feiern- Alkohol und Drogen inclusive.
In der selben Nacht ist Thomas auf der Suche nach einem Schlafplatz, da er von der Polizei aus dem Stadtpark, wo er vorher nächtigte, verjagt wurde.
Brandi, inzwischen trotz Alkohol und Drogen alleine im Auto unterwegs nach Hause, sieht zu spät dass Thomas über die Straße geht...
Die beiden kollidieren, und Thomas bleibt blutend in der Windschutzscheibe auf der Beifahrerseite hängen.
Geschockt und in Panik begeht Brandi Fahrerflucht, und will schließlich zu Hause in der Garage mithilfe ihres Freundes das Totgeglaubte Unfallopfer verschwinden lassen.
Doch Thomas lebt noch, und sein Überlebenswille ist nicht zu unterschätzen...

Regisseur Stuart Gordon überrascht hier mit einer spannenden Geschichte, die weitgehend ohne Brutalitäten auskommt- und recht realistisch dargeboten wird.
Die Schauspieler sind passend besetzt- und beide Hauptpersonen überzeugen in der Wandlung ihrer Persönlichkeit.
Während im klassischen Verlierer Thomas trotz vieler Tiefschläge der Überlebenswille immer stärker wird,
kommt in der fürsorglichen Altenpflegerin Brandi immer mehr der eiskalte Selbsterhaltungstrieb zum Vorschein.
Definitiv sehenswert!

9/10

SUPER



Frank (Rainn Wilson), ein Langweiler wie es schlimmer nicht sein könnte, hat ein Problem.
Offensichtlich ist seine ehemals Drogensüchtige, hübsche Frau (Liv Tyler) gelangweilt, fühlt sich zu einem coolen Dealer (Kevin Bacon) hingezogen- und verlässt ihn für diesen.
Verzweifelt sitzt Frank vor dem Fernseher und lässt sich berieseln- und bleibt bei einer Serie über einen kirchlichen Superhelden hängen.
In ihm reift die Idee, ebenfalls ein Superheld zu werden, und somit sein langweiliges Leben aufzupeppen.
Er holt sich Rat und Unterstützung bei der jungen Comicverkäuferin Libby (Ellen Page), schneidert sich ein Kostüm, nennt sich „Crimson Bolt“, und versucht gutes zu tun-
und nebenbei vielleicht auch noch seine Frau zurückzugewinnen...

„Super“ ist trotz all seiner Komik auch tragisch, und sogar tiefgründig angelegt.
Alleine die Tatsache, dass es wohl wirklich so ähnlich ablaufen würde, wenn ein typischer Loser auf diese Idee kommen würde, macht den Film schon sehenswert.
Natürlich wirkt der „Super“ eher billig, hier gibt es keine toll gefilmten Actionszenen oder überdrehte Spezialeffekte- dazu wäre Crimson Bolt ja gar nicht fähig-
die hochkarätige Besetzung macht das allerdings locker wett.
Wer genau hinschaut, entdeckt sogar noch ein paar bekannte Gesichter (Nathan Filion, Lloyd Kaufman, Michael Rooker, William Katt...) in Gastauftritten oder kleinen Rollen.
Sehr überraschend ist allerdings der im späteren Verlauf des Films teils recht hohe Gewaltgrad, der in manchen Szenen durchschimmert.
Wer kein Blut sehen kann, sei vorgewarnt...

9/10

SUPER TROOPERS



Einige gelangweilte, unterbeschäftigte State Troopers, die nichts anderes zu tun haben als Verkehrssünder zu verarschen, oder Karten zu spielen,
erfahren, dass ihre Dienststelle wegen Erfolglosigkeit aus Kostengründen geschlossen werden soll.
Zufällig stößt man zeitgleich auf einen Schmugglerring, und sieht darin die Chance zu zeigen, wie wichtig diese Dienststelle doch ist-
für diesen Idioten-Trupp aber natürlich alles andere als eine leichte Aufgabe...

Insgesamt eine gelungene Actionkomödie, wenn auch auf manchmal niedrigem Niveau!

6/10

SUPERMAN



Ordentliche Comicverfilmung, auch sehr gut besetzt. Humor und Action halten sich die Waage.
So ganz will der Funke aber nicht überspringen, manche Szenen funktionieren einfach nicht im Film...
Gene Hackman als Lex Luthor und seine dummen Sprüche sind das Highlight.

7/10

SUPERMAN II - ALLEIN GEGEN ALLE

Gleiche Besetzung, aber leider komplett andere Ausrichtung.
Die drei bösen von Krypton sind peinlich und nicht ernstzunehmen, Luthor hat nur 'ne Nebenrolle.
Der Film nimmt sich viel zu ernst, was ihn leider beinahe komplett lächerlich macht.

2/10

SUPERMAN III - DER STÄHLERNE BLITZ

Eher Komödie als Actionfilm. Nette Ideen sind zwar vorhanden, aber die Umsetzung ist Mist.
Der unrasierte und saufende Superman wirkt allerdings männlicher als jemals zuvor...
Leider in keinem Punkt überzeugend, und Richard Pryor nervt einfach nur tierisch...

3/10

SUPERMAN IV - DIE WELT AM ABGRUND

Was war das denn ? Superman gegen einen Faschingsklamotten-Superverbrecher?
Lächerlicher und blöder geht's nicht mehr, einfach nur ärgerliche Zeitverschwendung!
Die Serie am Abgrund...

0/10

SUPERMAN RETURNS

Genau genommen eine Fortsetzung des ersten Films.
Bis auf den schwach besetzten Bubihaften Superman selbst, recht gelungen.
Kevin Spacey als Luthor ist ein überzeugender Hackman-Nachfolger mit ähnlichem Humor wie im ersten Film!

7/10

MAN OF STEEL



Wenn man nur einen Superman-Film sehen will, dann diesen hier! Für mich DER Superhelden-Film überhaupt.
Regisseur Zack Snyder nimmt sich in seinem Reboot auch Zeit für die Vorgeschichte und Nebenhandlungen,
verliert aber nie den Action-Anteil aus den Augen. Perfekte Mischung.
Zudem hervorragend besetzt bis in die Nebenrollen, und mit sehr guten Tricks ausgestattet!

10/10

SWEATSHOP



Ein scheinbar verlassenes Lagerhaus wird als der perfekte Ort auserkoren, eine DJ-Anlage aufzustellen und den gesamten Bekanntenkreis zu einer großen Party zu laden.
Dummerweise ist das Lagerhaus nicht wirklich verlassen-
hier leben ein riesiger Freak mit Schweissermaske und einem aus Amboss und Stahlrohr zusammengebastelten Riesenhammer und seine "Ghoul Girls",
welche sich von dem Lärm gestört fühlen... und auf ihre Art für ruhe sorgen.

Anspruchsvolle Handlung? Spannungsaufbau? Eine Erklärung, woher die Killer kommen, wer sie sind? Vergesst es!
Nichtmal die Darsteller passen optisch zur gespielten Musik, hier hat man Punks, Cybergoths und sonstiges bunt vermischt,
Hauptsache viele durchgeknallte Charaktere gibt es zu schnetzeln.
Schauspielerisch unterdurchschnittlich, musikalisch teils gruslig schlechtes Technogedröhne,
Dialoge die schon wehtun, eine lange, und vor allem langweilige Einführung der uninteressanten Darsteller...
...aber wer nur auf blutige Szenen aus ist, wird in der zweiten Filmhälfte fündig- allerdings nur in Österreich oder in den üblichen englischsprachigen Importen.
Die deutsche Version ist um gute 10 Minuten verstümmelt worden.
In der Uncut-Version gibt es einige der derbsten Kills der letzten Zeit zu bestaunen, optisch recht ordentlich in Szene gesetzt.
Als Gesamtwerk dann aber doch eher ärgerlich schlecht... nur für Splatterfreaks geeignet.

3/10


Zuletzt von Retro am Fr Okt 20, 2017 11:48 pm bearbeitet; insgesamt 15-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:36 am

T

TANK GIRL



Nach einem großen atomaren Krieg: Die wenigen Überlebenden haben sich in verschiedene Gruppen zusammengeschlossen, und kämpfen um das letzte Wasser.
Eine militärisch aufgebaute Einheit hat ein Gerät entwickelt, Menschen zu töten, in dem man ihnen alles Wasser absaugt.
Tank Girl, eine Punkerin mit aufgemotztem Panzer, verbündet sich mit mutierten Känguruhmenschen und sagt den Militärs den Kampf an...

Lori Petty als Tank Girl, Ice-T als aAnführer der Känguruhmenschen. Wirklich gute Wahl.
Wie man schon lesen kann, nimmt sich der Film absolut nicht ernst, macht Spaß und ist überdreht ohne Ende.
Definitiv als Partyfilm geeignet.

8/10

TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES (2014)



Mit den unerträglich peinlichen Filmen aus den 90'ern hat dieser Film nicht mehr viel zu tun, ausser natürlich der Grundgeschichte.
Rein technisch gesehen kann man hier nicht meckern. Die Actionszenen sind oft übertrieben, aber toll inszeniert- und die Turtles sehen richtig gut aus.
Allerdings hätte man aus Shredder etwas mehr machen können.
Dafür, dass er der Super-Bösewicht sein soll, hat er erstaunlich wenig Screentime.
Dass dem geneigten Zuschauer mal wieder Megan Fox aufgezwungen wird,
und sogar mehrmals im Film darauf hingewiesen wird, wie toll die Frau doch aussieht, nervt allerdings tierisch.
Ansonsten spaßiger Film mit einigen gelungenen Gags!

7/10

TEMMINK - THE ULTIMATE FIGHT



Temmink, ein eigentlich harmloser Holländer, sitzt wegen einem Gewaltausbruch gegen einen Skater, der ihn angefahren und genervt hat, im Gefängnis.
Psychisch eher labil, will er nur eines: Raus aus dem Gefängnis, und wenn es den Tod bedeutet.
So entschließt er sich, der "Arena" beizutreten, in welcher Moderne Gladiatorenkämpfe ausgetragen werden, die im Fernsehen übertragen werden-
und meistens mit dem Tod eines Kämpfers enden.
Als Temmink seinen ersten Kampf überraschend gut übersteht, und seinen Gegner mit brutaler Wut tötet, steigt er zum Held der Arena auf, der von der Masse geliebt wird.
Mit dem Erfolg kommen die Annehmlichkeiten, als er sich jedoch in eine Prostituierte verliebt, und sein einziger Kumpel David einen fingierten Kampf verliert,
beginnt er sich zu ändern, und über sein Dasein nachzudenken...

Sozialkritik, brutale Fights, interessante Story, glaubwürdige Darsteller.
Aber Vorsicht: Die Verleihversion ist leider trotz 18er Freigabe stark cut, nur die Kaufversion ist uncut !

8/10  

TETSUO – THE IRON MAN



Ein junger Mann leidet unter seltsamen Träumen, und setzt sich immer wieder Metallteile unter die Haut.
Nach einem Unfall bei dem ihn ein Auto anfährt, beginnt sein Körper sich wie von selbst in etwas metallisches zu verwandeln-
er mutiert zu einem Monster aus Draht, Metall, Maschinenteilen und Waffen.
Der Fahrer des Unfallautos mutiert jedoch auch- und es kommt zu einem Kampf der Metall-Mutanten...

Der gesamte Film ist ein einziger Techno-Alptraum, ein Drogentrip in schwarz/weiss mit wackliger Handkamera gedreht, verstörend, perfekt designt,
mit nur wenigen Dialogen versehen- und eigentlich auch kaum beschreibbar.
Eine Erklärung für das ganze gibt es nicht, ähnlich wie bei David Lynch's Filmen fasziniert das ganze aber- obwohl man es nicht wirklich entschlüsseln kann.

7/10

TETSUO 2 – BODY HAMMER



An den Brüdern Taniguchi und Yatsu wurden Gen-Experimente durchgeführt, die sie zu menschlichen Waffen machten.
Jahre später hat Taniguchi die Experimente verdrängt, und versucht ein normales, unauffälliges leben als kleiner Angestellter zu führen.
Sein Bruder dagegen lebt auf einem alten Fabrikgelände, und terrorisiert mit einigen anderen Mutanten die Stadt, in der beide leben.
Eines Tages entführen und töten die Mutanten allerdings den Sohn von Tanguichi,
welcher auf der Suche nach seinem Sohn ebenfalls in die Fänge der Mutanten und seines Bruders gerät.
Als er gefoltert wird, kehrt die Erinnerung zurück- und er mutiert zur menschlichen Tötungsmaschine.
Nun kommt es zum Kampf Bruder gegen Bruder...

Wie schon beim Vorgänger gibt´s hier jede menge surreale Bilder zu sehen, diesmal jedoch mit deutlich höherem Budget und in Farbe.
Der harte Industrial-Soundtrack passt perfekt zum geschehen, ebenso wie die teils recht schnellen Schnitte und meist bläuliche Einfärbung des Films.
In Deutschland ist der Film beschlagnahmt, obwohl nicht mal eine deutsche Version (also mit deutscher Synchro) existiert.

9/10

TETSUO 3 – THE BULLET MAN



Anthony ist gerade mit seinem kleinen Sohn Tom unterwegs, als ein Fahrzeug auf die beiden zurast.
Beide stellen sich flach an die Wand, als das Auto an Tom vorbeigefahren ist, läuft dieser davon.
Der Fahrer setzt zurück, und überfährt im Rückwärtsgang den kleinen Tom- doch bevor dieser stirbt, zerstört er auf unerklärkliche Weise noch das Auto.
Als am Tag darauf Anthony's Frau Yuriko fragt, warum er sich nicht auf die Jagd nach dem Mörder macht, wird Anthony wütend.
Mit seiner Wut verändert sich auch sein äußeres, er mutiert zu einem metallischen Monster mit Waffen in seinem Körper, einem "Bullet Man".
Er begibt sich nun auf die Suche nach dem Mörder, findet allerdings auch Erkenntnisse über seine eigenes Leben, seine Herkunft- und seine Verwandlung.
Als er schließlich auf seinen Vater trifft, von ihm ein lange totgeschwiegenes Geheimnis seine Familie betreffend erfährt,
und Tom's Mörder auch noch Yuriko entführt, ist seine komplette Verwandlung zu einer reinen Tötungsmaschine kaum noch aufzuhalten...

Wie schon in den Vorgängern besteht auch dieser Film aus schnellen Schnitten, wackeligen Aufnahmen, Industrial-Sounds und brutalen Szenen.
Trotzdem wird hier mehr auf eine Familiendrama-Komponente gesetzt als in den Vorgängern, was den dritten Teil insgesamt etwas schwächer wirken lässt.
Bei gerade mal etwas über einer Stunde Laufzeit wird man nicht überfordert- und auch der Gewaltgrad hat deutlich nachgelassen,
wenngleich auch dieser Film für den "normalen" Filmfan nicht so leicht zu genießen sein dürfte.
Der "Bullet Man" ist schon deutlich "kommerzieller" als die beiden Vorgänger, aber immer noch verstörend genug, um die Meinungen extrem zu spalten.

7/10

THURSDAY - EIN MÖRDERISCHER TAG



Der ehemalige Gangster und Drogendealer Casey (Thomas Jane) lebt als spießbürgerlicher Architekt mit seiner Frau ein normales, ruhiges leben seitdem er ausgestiegen ist-
die beiden wollen zur perfekten Familienidylle auch ein Kind adoptieren.
Eines Tages meldet sich sein alter Kumpel aus Dealer-Zeiten, Nick, für einen Kurzbesuch an, da er in der nähe etwas zu tun habe.
Nick jedoch kommt mit einem gesicherten Koffer, den Casey schon von früheren Dealer-Aktionen her kennt...
Als Nick aus dem Haus ist, um seine Geschäfte zu erledigen, bricht Casey den Koffer auf, der randvoll mit Heroin ist-
und lässt aus Wut alles in den zerkleinerer durch den Küchenabfluss laufen.
Bald darauf tauchen auch schon erste Interessenten am Stoff auf, die da wären:
Ein Rasta-Dealer, Nicks Nymphomane Freundin, ein Elektrokreissägen-Folter-Killer und ein korrupter Cop (Mickey Rourke).
Allesamt sind hinter dem Stoff und/oder Geld her- dazu kommt mittendrin noch der Besuch des Prüfers einer Kinderadoptions-Vermittlung...

Alle Darsteller sind hier in hochform, und spielen ihre abgedrehten Rollen mit viel Liebe.
Der Humor kommt ebensowenig zu kurz, wie einiges an Gewaltdarstellung.
Böse, dreckig, perfekt besetzt und einfach cool.

10/10

TIMELINE



Eine Gruppe junger Archäologen finden bei Ausgrabungen ein Dokument aus dem Jahre 1357- und die Brille ihres vermissten Professors und Freundes.
Ein amerikanischer Forschungskonzern ist bei der Entwicklung eines Teleportationsgerätes auf ein Wurmloch gestoßen, das in die Vergangenheit führt,
wo der Professor nun festsitzt, und für die Freunde Hinweise hinterlassen hat, um gerettet zu werden...

Wie üblich bei Zeitreisefilmen steckt die Handlung voll Logiklöcher, aber davon abgesehen wird man gut unterhalten.
Die Besetzung gibt sich mühe, die Bauten sind aufwändig, und es wird einiges an Action geboten.

7/10

DER TOD KOMMT KRASS



Erkan und Stefan gewinnen bei einer TV-Quiz-Show eine Kreuzfahrt, weil Kathrin, die genervte Produzentin des Showmasters Hardy Flanders,
die Buzzer zum Antworten des arroganten, aber bisher ungeschlagenen Champions der Sendung, Alex, sabotiert hat.
Da Stefan ein großer Fan des schmierigen Moderators Hardy ist, entscheidet er sich statt für den Hauptgewinn von 100.000€, für den Surprise-Preis,
eine Kreuzfahrt mit Hardy und Kathrin.
Natürlich hoffen die beiden, auf dem Luxuskreuzer im warmen Süden ein paar "Bunnys" aufreißen zu können-
dummerweise handelt es sich um eine Rentner-Kreuzfahrt in's Eismeer...
Nebenbei ist auch noch Alex an Bord, der unbedingt klarstellen will, dass er in der Show betrogen wurde.
In der Kabine neben den beiden Gewinnern hat sich Hardy einquartiert, was Stefan als Fan dazu nutzt, diese genauer zu inspizieren.
Dummerweise entdeckt er dabei auch Hardy- genauer gesagt: Seine Leiche.
Natürlich sind jetzt überall die Fingerabdrücke der beiden- so dass erstmal versucht wird, die Leiche an allen möglichen Orten zu verstecken, oder sonstwie zu tarnen.
Jetzt gilt es, den Mörder zu finden- keine leichte Sache, da auch Alex, Kathrin, und ein Sicherheitsoffizier des Schiffes ihnen auf den Fersen sind...

Wenn man nicht viel erwartet, kann man sogar angenehm überrascht werden...
Neben einigen wirklich zu prolligen Sprüchen gibt es auch den einen oder anderen zündenden Gag.
Das Niveau ist im Vergleich zu den offensichtlichen Vorbildern (Immer ärger mit Harry / Immer ärger mit Bernie) natürlich einige Etagen tiefer,
aber die Grundgeschichte funktioniert auch hier noch.
Dazu kommen die herrlich überdreht gespielten Rollen von Hardy, Kathrin und Alex, so dass man sich auch diesen Film durchaus mal ansehen kann.

5/10

DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER



Ein 15-jähriges Mädchen wird erhängt aufgefunden- alles deutet zunächst auf Selbstmord hin.
Inspector Silvestri findet jedoch heraus, dass der Tod schon vor dem erhängen eingetreten sein muss.
Bei weiteren Ermittlungen kommt man einer Organisation auf die Spur, welche ihr Geld mit Kinderprostitution macht- und deren Kunden auch hochrangige Persönlichkeiten sind.
Schon bald taucht auch noch ein komplett in schwarzer Motorradbekleidung steckender Killer auf, der auf alle Jagd macht, die mit diesem Fall zu tun haben...

Wenn man von einigen Logikfehlern in der Handlung absieht, und vom heiklen Thema nicht abgeschreckt ist, wird man hier sehr gut unterhalten.
Regisseur Massimo Dallamano (Bildnis des Dorian Grey, Kaliber 38) ist zwar kein Meisterregisseur, macht aber seine Sache durchaus ordentlich.
Auch die Besetzung ist in Ordnung, Mario Adorf hat aber nur eine etwas größere Nebenrolle.
Erstaunlich ist allerdings, dass Claudio Cassinelli, welcher später größtenteils nur noch in ganz schlechten Trashfilmen zu sehen war, hier durchaus ernsthaft und passend als Inspector rüberkommt.
Der Soundtrack von Stelvio Cipriani geht sofort ins Ohr und bleibt dort hängen. Zuletzt hatte ich den Film in den 80'ern auf VHS (cut) gesehen, aber den Score erkannte ich sofort wieder...
Die Freigabe ab 18 geht auch heute noch in Ordnung, es gibt hier erstaunlich harte Szenen zu sehen, die man nicht unbedingt erwartet.
Tricktechnisch ist das zwar alles sehr leicht zu durchschauen, verfehlt aber seine Wirkung nicht.
Die DVD ist, im Gegensatz zur VHS, ungekürzt. Sehenswert!

8/10

DAS TÖDLICHE WESPENNEST



Eine Bande Einbrecher versucht eine abgelegene Computerfirma leerzuräumen.
Zur gleichen Zeit, ganz in der nähe, wird ein schwer bewachter Gefangenentransport durchgeführt- und von der Gang des Gefangenen angegriffen.
Beim Versuch, dem Angriff zu entkommen, landet man schließlich auf dem Gelände der Firma, in der die Einbrecher nun überrascht werden.
Alle drei Parteien sind bewaffnet- ein tödliches Katz und Maus-Spiel beginnt...

An sich minimale Story, aber Spannung und Action vom feinsten.
Der dämliche deutsche Titel wirkt leider eher abschreckend, lasst euch aber nicht täuschen!

8/10

TOTAL RECALL - DIE TOTALE ERINNERUNG (1990)



Der Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) ist von seinen immer gleichen Tagesabläufen zusehends angeödet.
Zufällig erfährt er von der Firma Rekall, welche mit Gedankenimplantationen für jedermann werben.
Trotz der Warnung eines Kollegen Harry meldet er sich bei Rekall-
doch schon das Gespräch vor der Gedankenimplantation verläuft anders als gedacht:
Plötzlich ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, auch seine Frau (Sharon Stone) entpuppt sich als Agentin, die gegen ihn arbeitet...

Der Film ist der beste Beweis dafür, dass auch eine Interessante Grundhandlung nichts hilft,
wenn die Schauspieler, in diesem Fall sogar der Hauptdarsteller, absolut nicht überzeugend sind.
Schwarzenegger wirkt auf mich fehlbesetzt wie nie zuvor, seine Mimik entgleist ihm hier regelmäßig.
Schade, denn die Umsetzung der Geschichte von Philip K.Dick, mit einem Drehbuch von Dan O'Bannon hat durchaus potential.
Tricktechnisch ist der Film für seine Zeit durchaus ordentlich anzusehen, gegen Paul Verhoeven's Regie ist auch nichts zu sagen.
Nur Schwarzenegger passt einfach so gar nicht in diesen Film...

6/10

TOTAL RECALL (2006)



In der Zukunft gibt es auf der Erde zwei Kolonien, auf entgegengesetzten Seiten des Planeten.
Verbunden sind diese durch einen Tunnel, in dem ein riesiger Expressfahrstuhl durch's Erdinnere führt.
Der Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Colin Farrell) ist ein Pendler, und kann seinem Leben nichts mehr abgewinnen- die immer gleichen Abläufe öden ihn zusehends an.
Zufällig erfährt er von der Firma Rekall, welche mit Gedankenimplantationen für jedermann werben.
Trotz der Warnung seines Kollegen und besten Freundes Harry (Bokeem Woodbine) meldet er sich bei Rekall-
doch schon das Gespräch vor der Gedankenimplantation verläuft anders als gedacht:
Plötzlich ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, auch seine Frau (Kate Beckinsale) entpuppt sich als Agentin, die gegen ihn arbeitet...

Viel negatives habe ich im Vorfeld gehört, das Remake sei eine seelenlose Hochglanzproduktion, komme bei weitem nicht ans Original heran-
und sei somit komplett überflüssig.
Ohne Vorbehalte habe ich mir den Film angesehen- und muss sagen: Ich finde ihn um einiges besser als das Original.
Colin Farrell passt erstaunlich gut in seine Rolle, und kommt glaubhaft rüber.  
Mein größter Kritikpunkt am Original war Schwarzeneggers miserables Schauspiel, da ist Farrell die eindeutig bessere Wahl!
Allgemein ist auch die komplette Umgebung trotz Hightech viel trostloser dargestellt, als noch im Original,
was aber natürlich ohne heutige CGI-Tricks nicht machbar gewesen wäre.
Es gibt neben den generell sehr guten Tricks auch einige Neuerungen in der Grundstory, die sehr gut in die Handlung passen-
und auch bei Kennern der Story keine Langeweile aufkommen lassen.
Was dagegen ganz klar zurückgefahren wurde, ist die Gewaltdarstellung- dafür gibt es beinahe durchgehend gut gemachte Actionszenen zu bestaunen.
Genau so muss dieser Stoff meiner Meinung nach heutzutage aussehen- und kein bisschen anders.

9/10

TOTE PFLASTERN SEINEN WEG



Um an die Drahtzieher und verteiler eines Drogenkartells zu kommen,
lässt die Polizei den jungen Inspektor Massimo Tonani nach einem abgesprochenen Raubüberfall in's Gefängnis stecken.
Der Kopf des Kartells, Giulianeli, agiert aus dem Gefängnis heraus-
durch einige brutale Schlägereien und seine vorgetäuschte Haltung gegen die Polizei verdient sich Massimo sein vertrauen.
Nach einiger Zeit wird ein Gefängnisausbruch arrangiert, bei dem Massimo, Giulianelli und seine rechte Hand Piero entkommen können.
Was keiner weiß: Massimo hat noch ein persönliches Interesse am Kopf des Gangsterbosses, und nicht nur Massimo spielt ein falsches Spiel...

Der Film von 1976 ist auch heute noch ein spannender, und recht brutaler Cop-Thriller mit guter Besetzung.
Vor allem Ray Lovelock als Massimo, der ausser diesem, sowie dem gar nicht üblen "Leichenhaus der lebenden Toten" fast nur schundige Sexfilmchen gedreht hat,
kommt trotz seines harmlosen Aussehens extrem brutal und eiskalt rüber.

8/10

TRESPASS



Zwei Feuerwehrmänner (Bill Paxton und William Sadler) gelangen durch Zufall an eine gezeichnete Karte,
die den weg zu einer nie abgeholten Beute aus einem großen Kirchenraub zeigt.
Der Plan führt die beiden auf ein scheinbar verlassenes Fabrikgelände, welches jedoch von einem Obdachlosen bewohnt wird- und dummerweise auch gerade in dem Moment,
als sie der Beute schon sehr nahe sind, von einer Straßengang (angeführt von Ice-T und Ice Cube) zu einem Drogendeal genutzt wird, bei dem jemand erschossen wird.
Als der Jeep der beiden Schatzsucher von der Gang gefunden wird, gehen sie auf die Suche nach den Besitzern-
denn Zeugen bei einem Mord kann die Gang natürlich nicht brauchen...

Wieder mal ein Actionthriller von Walter Hill, der absolut gelungen ist.
Obwohl der Film beinahe komplett in einem einzigen Gebäude spielt, kommt hier keinerlei Langeweile auf.  

10/10

TUNNEL RATS



Vietnamkrieg, 1968. Eine amerikanische Einheit wird in den vietnamesischen Dschungel geschickt, um unterirdische Tunnelgänge der Vietcong zu suchen und zu "säubern".

Hier habe ich wirklich NICHTS erwartet. Ein film von Uwe Boll, der sich auf dem Cover großspurig mit Apocalypse now und Platoon vergleicht...
Oben beschriebene Handlung ist auch schon wirklich alles. Keine Überraschungen in der Story, keine große Moralkeule, nur Unterhaltung.
Um so erstaunlicher, dass der Film meines Erachtens funktioniert, und durchaus gut unterhält.
Ausser Boll-Dauerschauspieler Michael Pare sind keine großartig bekannten Gesichter dabei, aber auch keine, die negativ auffallen.
Tricktechnisch ist der Film auf höherem Niveau als andere Boll-Werke, Explosionen und teils recht brutale Schusswechsel kommen durchaus realistisch rüber.
Ob man es glaubt oder nicht: die Szenen in den Tunnels sind teils wirklich sehr spannend gemacht.
Und für das Ende hat der Film sich noch einen Bonuspunkt verdient!

7/10

TURISTAS



Ein paar Rucksacktouristen sind in Brasilien mit dem Bus unterwegs, bis ein Defekt die Gruppe zwingt, zu Fuß weiterzugehen.
Schon nach kurzem Fußmarsch geraten sie an einen Strand nebst Bar, scheinbar das perfekte Urlauberparadies- und man beschließt hier erstmal zu bleiben.
Bis spät in die Nacht wird gefeiert, getrunken, geflirtet und getanzt, nur um am nächsten morgen festzustellen,
dass der gesamte Touristentrupp im Vollsuff und Betäubungsmittelschlaf ausgeraubt wurde.
Natürlich will an der Strandbar keiner etwas mitgekriegt haben, so dass die Touris versuchen, zu Fuß weiterzukommen, um das ganze in einer Stadt anzeigen zu können.
Was noch keiner ahnt:
Nicht nur Geld und Ausweise sind weg, sie wurden von den Dieben auch schon an einen Organhändler verkauft, der jetzt auf der Suche nach seinen neuen Opfern ist...

Regisseur John Stockwell, der bisher nur Teeniefilme gedreht hat, liefert hier harten Horror- und offensichtlich hat er dafür ein gutes Händchen.
Die Story wird langsam und spannend aufgebaut, die recht unbekannten Darsteller sind allesamt gut ausgewählt und niemals nervig,
und rein optisch kriegt man hier Lust auf einen Urlaubs-Trip.

8/10

TWILIGHT ZONE - THE MOVIE



Eingeleitet wird der Film durch eine kleine Rahmenhandlung mit Dan Aykroyd.
Zwei Männer fahren im Auto, und kommen nach diversen belanglosen Gesprächen auch irgendwann auf das Thema Twilight Zone zu sprechen,
da beide die Serie aus dem Fernsehen kennen...

Story 1: Time Out, Regie John Landis
Ein Rassist, der in einer Bar über Juden, Farbige und Asiaten herzieht, sieht sich nach dem verlassen der Bar auf einmal in verschiedenen Szenarien,
die ihn als das Objekt seines eigenen Hasses darstellen.
So wird er in Nazideutschland als Jude gejagt, in Amerika vom Ku Klux Klan als schwarzer beinahe erhängt, und in Vietnam von amerikanischen Soldaten als Vietcong gejagt...

Zum Einstieg gibt es diese bis dahin unbekannte Geschichte, die durchaus Interessant erzählt wird- wenn sie auch am Ende etwas hektisch und zerstückelt daherkommt.
Dies liegt wohl am Tod von Hauptdarsteller Vic Morrow, der während der Dreharbeiten starb, worauf das Ende der Story leicht abgeändert wurde.

Story 2: Kick the Can, Regie Steven Spielberg
In einem Altenheim erscheint ein neuer Bewohner, der allen erzählt, dass sie ihre Jugend wiedererlangen können,
wenn sie sich einfach ihren Erinnerungen und Spielen aus der Kindheit hingeben.
So kommt es auch- doch macht die wiedererlangte Jugend die Lebenserfahrenen, im Herzen alten Menschen glücklich?

Gut gespielt, nette Idee- aber leider ein wenig belanglos.

Story 3: It's a good life, Regie Joe Dante
Ein Junge besitzt die Fähigkeit, seine Umgebung und die Menschen nach seinem Willen zu manipulieren.
Wenn er jemanden nicht mag wird eben eine Phantasiefigur aus ihm...

Der Tiefpunkt des Films. Langweilig und knallbunt- passt absolut nicht zu den anderen Geschichten.

Story 4: Nightmare at 20.000 feet, Regie: George Miller
Während eines unruhigen Fluges sieht ein nervöser Passagier beim Blick aus dem Fenster einen Goblin auf der Tragfläche, der langsam beginnt, die Turbine zu zerlegen.
Natürlich glaubt ihm niemand, da in dem Moment als er Alarm schlägt, und alle aus dem Fenster schauen, nichts zu sehen ist- was seine Panik aber nur steigert...

Das Highlight des Films.
Die Gestalt auf der Tragfläche sieht wirklich furchteinflößend aus, und ein wenig schwarzer Humor wird auch geboten.

Hier wurden für eine Kino-Auswertung drei der beliebtesten Folgen der TV-Serie von damals angesagten Regisseuren noch einmal neu gedreht,
sowie eine Geschichte neu dazugenommen- und an den Anfang gestellt.
Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die Import-Blu-ray oder HD-DVD holen, aus dem alten Material hat man noch einiges an Bildschärfe herausgeholt-
die HD-Versionen sind der Deutschen DVD ganz klar deutlich überlegen.

7/10


Zuletzt von Retro am Sa Okt 21, 2017 12:04 am bearbeitet; insgesamt 19-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:37 am

U

U-BOAT



Während des zweiten Weltkrieges wird das deutsche U-Boot U 429 von der amerikanischen USS Swordfish gejagt.
In einem Gefecht gelingt es dem deutschen Kapitän, mit dem letzten Torpedo die Swordfish stark beschädigt zum auftauchen zu zwingen.
Man nimmt die überlebenden als Kriegsgefangene an Bord, nicht ahnend dass der amerikanische Kapitän an der extrem ansteckenden Meningitis leidet,
die dann auch schon bald innerhalb des deutschen Bootes ausbricht.
Ohne ärztliche Versorgung sieht es schlecht aus für alle an Bord- doch der nächstgelegene Hafen ist amerikanisch...

Durchschnittlicher WWII U-Boot-Thriller mit akzeptabler Besetzung.
Bis auf die deutlich sichtbar aus anderen Filmen einkopierten Zerstörer und deren Wasserbomben-Detonationen auch tricktechnisch okay.

5/10

UND JIMMY GING ZUM REGENBOGEN (1971)



Der Argentinier Manuel Aranda kommt nach Wien, um seinen dort verstorbenen Vater zu begraben, und die Ursache seines Todes aufzuklären.
Die Polizei hat zwar ermittelt, konnte aber nicht feststellen ob es sich um Mord oder Selbstmord mit Zyankali gehandelt hat- so dass die Ermittlungen eingestellt wurden.
Da Manuel nicht an einen Selbstmord glaubt, fängt er an, Nachforschungen anzustellen.
Schon bald stößt er auf Hinweise, dass sein Vater ein Nazi-Wissenschaftler war, und heimlich ein Nervengift produzierte, welches er verschiedenen Großmächten anbot.
Es wird auch klar, dass es sich um Mord handelte- allerdings erscheint dieser, aufgrund der taten seines Vaters, fast schon gerechtfertigt.
Mittlerweile sind auch schon Deutsche, Russische und Amerikanische Agenten auf Manuel aufmerksam geworden, und beobachten jeden seiner Schritte-
könnte er doch auch mit diesem Nervengift in Verbindung stehen, hinter dem immer noch die Geheimdienste aller Regierungen her sind...

Verfilmung eines Johannes Mario Simmel-Romans von Edgar Wallace-Stammregisseur Alfred Vohrer.
Die Hauptrolle trägt der weitgehend unbekannte Alain Noury recht souverän, mit Judy Winter und Horst Tappert sind aber auch zwei damals prominente Gesichter anwesend.
Der Film wird in über zwei Stunden recht langsam erzählt, und setzt sehr stark auf Dialoge. Besondere Schauwerte oder gar Action sind nicht geboten.
Die eine oder andere länge hat sich auch durchaus eingeschlichen, obwohl die erzählte Geschichte durchaus interessant, und gut gespielt ist.
Das Ende sticht hier auch noch heraus, ob positiv oder negativ möge jeder selbst entscheiden- mir hat es gefallen.

6/10

UNTER WÖLFEN



Die Angestellten einer Firma machen einen Jagdausflug in den Tschechischen Wäldern.
Es dauert nicht lange, da wird der Chef der Firma erschossen aufgefunden.
Jeder verdächtigt jeden, und jeder hat einen Grund, als Täter in frage zu kommen...

Hat mich sehr überrascht. Spannend, und bis zur Auflösung nicht unbedingt durchschaubar!

9/10

UNTHINKABLE



Ein Terrorist (Martin Sheen) hat Atomsprengköpfe in verschiedenen Städten der USA deponiert.
Dies kündigt er öffentlich an, verrät seinen Namen, und lässt sich widerstandslos und gewollt von FBI-Agentin Brody (Carrie-Ann Moss) verhaften.
Allerdings gibt er nach seiner Festnahme keinerlei Informationen zu den Sprengköpfen preis,
weshalb schon bald der Folterspezialist Humphrey (Samuel L. Jackson) hinzugezogen wird, dem Menschenrechte völlig egal sind...

Nur selten sieht man bekannte Schauspieler in einer derart "bösen" Rolle, wie sie einem Samuel L. Jackson hier vorspielt.
Einerseits der brave Familienvater mit unauffälligem Leben- andererseits ein Folterer, der zu für andere undenkbare mitteln greift, um Informationen zu erhalten.
Der Film bringt einen jedenfalls auch zum nachdenken- ist die Folter eines Menschen gerechtfertigt, wenn man dadurch eventuell viele andere rettet?
Definitiv sehenswert!

9/10

THE UNTOLD STORY  



Wong Chi Hang gerät mit seinem Chef in einen Streit über Spielschulden, da dieser ihn (zurecht) des Falschspielens beschuldigt.
Daraufhin schlägt Wong seinen Chef nieder, und verbrennt ihn bei lebendigem Leibe.
Nach der Tat flüchtet er von HongKong nach Macao, wo er Jahrelang unbehelligt als zweiter Geschäftsführer eines kleinen Restaurants lebt- bis er versucht,
das Restaurant nach dem inszenierten verschwinden seines Geschäftspartners alleine weiterzuführen- und kurz darauf Leichenteile im Meer angeschwemmt werden.
Die Polizei ermittelt nach dem Mörder, stößt auf  weitere verschwundene Personen, und gerät schließlich auch an das kleine Restaurant.
Bei einem ersten Besuch der Polizei serviert ihnen Wong seine Spezialität: Barbecueteigtaschen.
Was die Polizisten nicht wissen: Die Fleischfüllung war bis vor kurzem noch ein Mitarbeiter des Restaurants...
Als Wong den Laden offiziell auf sich überschreiben lassen will, und daran scheitert dass der Mitbesitzer nicht mehr aufzutreiben ist, reagiert er höchst verärgert,
und schafft alle aus dem Weg, die ihm auf die Spur kommen könnten.
Das Geschäft mit den Barbecues erfreut sich derweil zunehmender Beliebtheit, und Nachschub kommt reichlich...

Der Film hat einiges an deftigen Szenen zu bieten, sowohl die vermoderten Leichenteile, als auch die blutigen, extrem brutalen Morde haben es in sich.
Dem gegenüber stehen die dümmlichen Polizisten, die sich immer wieder zum Affen machen.
Mit dem Asiatischen Humor bin ich noch nie warm geworden, erst recht nicht in einem Film wie diesem-
wo es dank der extrem harten und glaubwürdigen Darstellung des Hauptcharakters eigentlich gar nichts zu lachen gibt.

8/10


Zuletzt von Retro am Mo Sep 11, 2017 11:20 pm bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:37 am

V

VERY BAD THINGS



Kurz vor seiner Hochzeit will Kyle nochmal die Sau rauslassen- und feiert mit seinen Kumpels eine Junggesellen-Abschiedsparty in Vegas.
Mit Geld wird nur so um sich geworfen, Alkohol und Koks gibt es reichlich- und als auch noch eine junge Asiatische Stripperin auftaucht, gibt es kein halten mehr-
einer der Jungs schnappt sie sich, verschwindet mit ihr im Bad...
und während des heftigen Liebesspiels im stehen an der Wand, rammt er ihren Kopf versehentlich in einen angeschraubten Kleiderhaken.
Gerade als man sich daraufhin entschließt, die Tote zu entsorgen und nicht die Polizei zu verständigen,
klopft ein Sicherheitsmann des Hotels wegen des Lärms aus dem Zimmer an der Tür, kommt herein und entdeckt die Leiche.
Jetzt gibt es nur noch zwei Möglichkeiten:
Alles erklären- oder auch den Sicherheitsmann beseitigen, was dann auch vom Psycho der Gruppe (Christian Slater), sofort und ohne die anderen zu fragen, erledigt wird.
Neben dem Problem, dass man jetzt zwei Leichen zerteilen und verschwinden lassen muss,
kommen nun noch bedenken, schlechtes gewissen, Überreaktion, Streitereien und Angst innerhalb der Gruppe hinzu...

Was hier an schwarzem Humor geboten wird ist schon wirklich böse.
Gewalttätigkeiten und makaberer Humor steigern sich den ganzen Film über, bis hin zum Genial-bösen Ende.

10/10


Zuletzt von Retro am Mo Sep 11, 2017 11:21 pm bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:38 am

W

WALHALLA RISING



Der stumme und einäugige Krieger "One-Eye" (Mads Mikkelsen) wird von heidnischen Wikingern als Sklave gehalten-
und nur für Kämpfe gegen fremde Krieger aus seinem Käfig geholt.
Eines Tages kann er sich befreien, und tötet alle seine Bewacher- bis auf einen 10 jährigen Jungen, der ihm immer Essen brachte.
Schon bald treffen sie auf christliche Wikinger, die mit ihrem Boot auf einen Kreuzzug nach Jerusalem wollen.
Der Anführer der Christen sieht zunächst einen Erlöser in One-Eye, doch auf der Reise ins heilige Land kommen ihm zweifel...
Als sie nach langer Zeit auf See ein unbekanntes Land entdecken, und ein zunächst nie sichtbarer Feind beginnt, die Wikinger zu dezimieren,
kommt es zu Meinungsverschiedenheiten, in deren verlauf sich auch einige der Wikinger gegenseitig töten...
Ist One-Eye ein Erlöser, oder gar das böse selbst- das alle in den Tod führt? Und wer ist der unbekannte Feind?

Der Film lebt beinahe nur von seiner Bildgewalt und der packenden Musik, Dialoge gibt es nur sehr selten.
Auch wird die Geschichte relativ ruhig erzählt, wenn es jedoch zu kämpfen kommt, geht es äusserst brutal zur Sache.
Da werden Schädel eingeschlagen, Därme herausgerissen und Genicke gebrochen.
Mads Mikkelsen liefert hier eine starke Leistung ab, wirkt unheimlich, mystisch, barbarisch- eine perfekte Besetzung für diese Rolle.

9/10

WAS DAS HERZ BEGEHRT



Der über 60 Jahre alte Harry (Jack Nicholson) ist ein erfolgreicher Plattenproduzent, schwimmt im Geld, und hatte sein ganzes Leben lang immer nur sehr junge Frauen.
Als er mit seiner aktuellen Freundin ein Wochenende im Strandhaus ihrer Mutter verbringen will, geht jedoch einiges schief.
Erika, die Mutter, eine erfolgreiche Theater-Regisseurin und ihre Schwester tauchen auf, und sind wenig erfreut über den neuen Freund der Tochter.
Auf hitzige (und witzige) Debatten soll eine heiße Nacht  folgen, doch Harry erleidet einen Herzinfarkt...
Da er nicht transportfähig ist, verordnet ihm der Arzt (Keanu Reeves) strikte ruhe im Haus von Erika.
Nun wird´s interessant- Harry ist hin-und hergerissen von Erika, welche ihm doch aber zu alt erscheint, der junge Arzt hat ebenfalls ein Auge auf Erika geworfen,
die Tochter lernt einen gleichaltrigen Mann kennen, und irgendwann herrscht bei allen beteiligten ein einziges Gefühlschaos...

An sich eine harmlose Liebesgeschichte, welche aber mit viel Witz und Gefühl erzählt wird, und von bissigem Witz lebt.
Kein muss, aber durchaus genießbar und spaßig!

7/10

DIE WEISHEIT DER KROKODILE



Steven ist gut aussehend, Tageslichttauglich, beruflich erfolgreich und ein Vampir- der oft seine Freundinnen wechselt, die danach verschwinden.
Irgendwann kommt das auch der Polizei verdächtig vor, und er wird beschattet.
Eines Tages verliebt er sich in eines seiner Opfer und kann sich aufgrund seiner Gefühle und der Observierung der Polizei nur unauffällig verhalten-
doch er muss bald wieder Blut saugen, sein Körper beginnt schon langsam zu zerfallen, während er zwischen Liebe, Festnahme und Blutdurst zu entscheiden hat...

Originelle Mischung aus Vampirfilm und Drama- ruhig, aber sehenswert!

8/10

WHITE NOISE - SCHREIE AUS DEM JENSEITS



Anna, die Frau von Jonathan Rivers (Michael Keaton) verschwindet unter mysteriösen Umständen spurlos.
Zuerst glaubt man an eine Entführung, da Rivers ein erfolgreicher Architekt ist,
doch schon bald wird die Leiche seiner Frau aufgefunden, und es scheint sich um einen tragischen Unfall gehandelt zu haben.
Kurz darauf wendet sich Raymond Price (Ian McNeice) an Jonathan, welcher übersinnliches mittels EVP (Electronic Voice Phenomen) erforscht-
und angeblich über das Hintergrundrauschen von Radiowellen, TV und ähnlichem Kontakt zu Anna aufgenommen hat.
Zunächst glaubt Jonathan nicht daran- doch schon bald häufen sich die Kontaktaufnahmen und Hilferufe seiner Frau,
welche auch er immer öfter im "weißen Rauschen" seines Fernsehers erkennen kann.
Er vermutet, dass seine Frau ihm mitteilen will was ihr passiert ist- doch schon bald muss er erkennen,
dass es nicht nur freundlich gestimmte Geister gibt, die mittels EVP mit den lebenden kommunizieren...

Wer einen Horrorfilm erwartet, dürfte enttäuscht werden- vielmehr handelt es sich bei "White Noise" um ein Drama mit übernatürlichem Einschlag.
Die Stimmung des Films ist zunächst eher bedrückend, wird aber mit fortschreitender Dauer immer spannender.
Wer mit eine Mischung aus Mystery-Thriller und Drama leben kann, wird definitiv gut unterhalten.

7/10

WHITE NOISE - FÜRCHTE DAS LICHT



Abe (Nathan Fillion), dessen Frau und Kind von einem scheinbar verwirrten Mann einfach erschossen wurden,
kommt daraufhin mit seinem Leben nicht mehr klar- und begeht einen Selbstmordversuch.
Allerdings wird er, obwohl schon kurzzeitig klinisch Tot, gerettet- was Veränderungen in seinem Leben zur Folge hat.
Seit seiner Nahtod-Erfahrung kann er anhand der Aura eines Menschen erkennen, ob dieser kurz vor seinem Tod steht.
Diese Fähigkeit setzt er nun ein, um Menschen vor dem nahenden Tod zu schützen-
was allerdings immer 72 Stunden nach der Rettung böses für die beteiligten zur Folge hat.
Schon bald bemerkt er, dass die Ermordung seiner Familie mit seiner Begabung,
die auch andere Menschen mit ähnlichen Erlebnissen hatten, zu tun hat...

Der Film ist inhaltlich keine direkte Fortsetzung von "White Noise", aber doch recht ähnlich gelagert.
Man wird hier einige male an die "Final Destination"-Reihe erinnert, da man auch dort dem vorgesehenen Tod nicht entrinnen konnte.
Spannend erzählt, und trotz größtenteils unbekannter Darsteller auch glaubwürdig gespielt,
haben wir hier eine reine DVD-Erstveröffentlichung, die auch eine Kinoauswertung verdient hätte.

7/10

DAS WIEGENLIED VOM TOTSCHLAG



Der patriotische Soldat Honus und die vom Leben bei den Indianern geprägte Cresta überleben als einzige ein Massaker von Cheyenne-Indianern an einer Gruppe Soldaten.
Tagelang schleppen sie sich durch die Wildniss, und trotz ihrer Gegensätze und Meinungsverschiedenheiten kommen sie sich näher.
Dabei findet Honus auch heraus, dass Cresta die Frau des Häuptlings ist, und sie nur deswegen überfallen wurden.
Bei einem erneuten Überfall werden die beiden getrennt-
während Cresta zurück zu den Cheyenne flüchtet, um sie vor einem bevorstehenden Angriff der Army zu warnen, schließt sich Honus eben dieser Armee an.
Beim grausamen Angriff der Soldaten auf wehrlose Männer, Frauen und Kinder muss er mit ansehen, dass sein glauben, der weisse Mann sei im recht, ein Trugschluss war...

Wohl einer der härtesten Western aller Zeiten, neu geprüft und uncut als USK 16 veröffentlicht worden.
Der Film zeigt nicht die übliche "Cowboy gut, Indianer böse" Geschichte, sondern ist trotz der vordergründig grausamen Szenen bewusst anklagend gehalten.
Westernfans, die auch mal ein paar deftig-blutige Szenen vertragen, machen hier nichts verkehrt.
Für Anhänger der klassischen John Wayne Patrioten-Western definitiv NICHT geeignet.

8/10

DER WIXXER



Vor dem ältesten Schloss Englands, Blackwhite Castle (so alt, dass alles nur schwarz/weiss ist),
trifft ein Ostdeutsches  Touristenpärchen auf den Superverbrecher "Mönch mit der Peitsche", welcher, kurz bevor er die beiden angreifen kann,
von einem Mann mit Totenschädelmaske überfahren wird.
Während sich der Mann noch wundert, wird seine Frau vom blinden Diener, genannt "Tauber Jack" (der eigentlich Friseur ist) des Schlossherrren entführt,
um wie man später erfährt, Girlgroups zusammenzustellen und diese illegal ins Ausland zu exportieren.
Scotland Yard wird informiert, und schickt seine besten Polizisten Inspektor Very Long  (der unter einem Trauma leidet, seit sein ehemaliger Partner Rather Short zu Tode kam)
und seinen neuen Partner Even Longer zum Tatort, wo man auf einige sehr seltsame Personen trifft:
Den Schlossherrn und Besitzer einer Mopszucht Earl of Cockwood, die seltsame Haushälterin Miss Drycunt, den diener Alfons Hatler (der sich der Polizei als "Führer" anbietet),
Miss Pennymarket (die wegen der Möpse angestellt wurde) und andere höchst verdächtige Gestalten.
Es stellt sich heraus, dass der Earl of Cockwood auf seinem Schloss die bekanntesten Verbrecher Englands um sich versammelt,
(unter anderem der Frosch mit der Maske, Dr.No, Dr.Yes, der bunte Mönch...)  
um sich mit ihnen gegen einen neuen Superverbrecher, der nach und nach alle anderen liquidiert, genannt "Der Wixxer", zu verbünden...

Eine deutsche Komödie, die (sofern man die alten Edgar Wallace-Filme kennt) wirklich gelungen ist.
Alleine der Vorspann des Films lässt schon viel Liebe zum Detail erkennen,
sogar im DVD-Menü muss man dauernd schmunzeln, wenn Hatler (Christoph Maria Herbst) durch die Extras führt...
Und obwohl ich einige der Darsteller nicht besonders mag (Olli Dittrich, Anke Engelke, Bastian Pastewka),
muss ich zugeben dass hier alle passend besetzt sind- vor allem natürlich Oliver Kalkofe, welcher hier in der Hauptrolle, und als Produzent und Drehbuchschreiber glänzt.

9/10

NEUES VOM WIXXER



Der Wixxer ist wieder da- und terrorisiert immer noch ganz London.
Ein zwielichtiger Informant (Martin Semmelrogge) wird bei einem treffen mit Scotland Yard's besten Männern Very Long und Even Longer (Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka)
auf einem Friedhof erschossen.
Natürlich verfolgen die beiden den Mörder- doch dieser kann entkommen.
Allerdings entdecken sie auf dem Friedhof eine Reihe von Grabsteinen, auf denen die Namen von noch lebenden Menschen stehen- auch Very Long's Name ist dabei.
Ihre Nachforschungen führen sie unter anderem zu einer Irrenanstalt, die von Alfons Hatler (Christoph Maria Herbst) geleitet wird, und in ein altes, schwarz/weisses Kloster...

Neben den Darstellern aus dem ersten Teil sind diesmal noch mehr bekannte Namen in Nebenrollen vertreten-
sogar Joachim Fuchsberger hat diesmal zugesagt, nachdem ihm der erste Film gefallen hatte.
(Ausserdem vertreten: Frank Zander, Roberto Blanco, Hella Von Sinnen, Christian Tramitz, Judy Winter...)
Im Grunde versucht die Fortsetzung genau da weiterzumachen, wo der erste Film aufhörte- nur mit noch mehr Prominenz und noch mehr Blödeleien.
Und genau das dürfte auch das Problem des Films sein: Mehr, aber dafür flachere Gags- und viele Gastauftritte, die leider nicht alle gelungen sind.
Trotzdem ist immer noch ein durchaus unterhaltsamer, größtenteils witziger Film dabei herausgekommen.

7/10

WORLD TRADE CENTER



Zur eigentlichen Handlung muss wohl nicht viel gesagt werden-
ausser, dass es hier weniger um den Anschlag auf das WTC selbst, sondern vielmehr um einige darin verschüttete Polizisten geht... und das ist das Problem des Films.
Oliver Stone hat es hier geschafft, trotz guter Darsteller nur zwei Stunden Langeweile, Patriotismus und religiöse Wahnvorstellungen zu verzapfen.
Spannung kommt leider nie wirklich auf, eher nervt das andauernde "Wir müssen uns wachhalten" Gelaber der Verschütteten.
Rein technisch gesehen kann man nicht meckern, Schauspielerisch geht das ganze auch in Ordnung- aber das war's dann leider auch schon...

3/10


Zuletzt von Retro am Fr Okt 20, 2017 6:35 pm bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:38 am

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Y

YAMAKASI



In Paris hält die Siebenköpfige Yamakasi-Gang, die sich auf Fassadenkletterei- jedoch ohne illegale Aktivitäten- spezialisiert hat, die Polizei auf trab.
Eines Tages braucht ein kleiner Junge aus der Nachbarschaft unbedingt ein neues Herz- doch dieses kostet 400.000 Franc,
und der verzweifelten Mutter bleiben nur 24 Stunden das Geld aufzutreiben, welches sie jedoch nicht hat...
Da sind aber noch die Yamakasi- und die haben schon eine Idee, wie sie an das Geld herankommen, diesmal nicht ganz legal...

Quasi eine Moderne Robin Hood Variante, nett, kurzweilig und auch witzig- wenn auch sehr familienfreundlich gehalten.
Die Fassadenkletterer haben's jedenfalls drauf, alleine deshalb ist der Film schon sehenswert.

5/10

THE YELLOW SEA



Der frischverheiratete chinesische Taxifahrer und Glücksspieler Gu-Nam
lebt mit seiner Tochter und Mutter zusammen in einer sozial und finanziell schlecht gestellten Grenzregion zu Korea.
Seine Frau könnte in Korea gutes Geld verdienen, doch das Ausreisevisum ist teuer.
Also macht Gu-Nam Schulden, um ihr die Ausreise zu ermöglichen. Der Plan ist, dass sie ihm Geld schickt um die Schulden zu zahlen, und dann ebenfalls auszureisen.
Doch kaum ist seine Frau in Korea angekommen, bricht der Kontakt ab...
Der Taxifahrer-Job reicht nicht aus um seine Schulden zurückzuzahlen, und er sorgt sich um seine Frau-
noch dazu mit Spielschulden am Hals nimmt Gu-Nam einen zwielichtigen Auftrag an:
Um alle seine Schulden loszuwerden, soll er nach Korea reisen, dort innerhalb von 10 Tagen jemanden umbringen- und als beweis den Daumen des Opfers mitbringen.
Sollte er dies nicht schaffen, werde man sich an seiner Familie rächen.
Da die Reise nach Korea bezahlt wird, und er dort nebenbei nach seiner Frau suchen kann, nimmt er den Auftrag an.
In Korea angekommen bemerkt er jedoch recht schnell, dass hier nichts nach Plan läuft, und der Auftrag deutlich schwieriger auszuführen ist als gedacht.
Seine Frau scheint einen anderen Mann zu haben, und hat eine Wohnung- ist aber auch hier spurlos verschwunden.
Sein potentielles Opfer lebt in einem gesicherten Haus, und es sind neben Gu-Nam noch mehrere voneinander unabhängige Killer auf die Zielperson angesetzt.
Gu-Nam platzt dadurch mitten in einen Bandenkrieg, und wird nun von allen seiten gejagt. 
Das Zeitlimit sitzt ihm im Nacken- und was mit seiner Frau passiert ist, gilt es auch noch herauszufinden...

Es ist zum kotzen. Da kommt wieder mal ein absolutes Action/Thriller-Highlight aus Korea, und wird in den USA und Deutschland gnadenlos verstümmelt.
Die koreanische Fassung läuft 157 Minuten. 
Für die internationale Auswertung hat der Regisseur einen Director's Cut mit 141 Minuten angefertigt- soweit vertretbar.
Diese Version kann man in England auch auf DVD und Blu-ray kaufen.
Die US-Version jedoch wurde noch dazu auf 137 Minuten heruntergestückelt-ausschließlich in Gewaltszenen.
Wen wundert es da, dass unsere deutsche Version natürlich mit der US-Version identisch ist?
Hoffentlich kommt irgendwann noch eine Uncut-Version über Österreich oder die Schweiz auf den Markt...
Generell ist der Film sehr zu empfehlen, der Hauptdarsteller spielt seine Rolle sehr intensiv und glaubwürdig, auch die vielen Nebenrollen sind gut gewählt und nicht nervig.
Manch einer könnte sich am wechsel der im Grunde eher ruhigen Erzählweise der Geschichte-
und den immer wieder eingestreuten schnellen, brutalen und blutigen Kampfszenen stören, mir hat dieser Kontrast aber gut gefallen.
Die deutsche Fassung ist immer noch ansehbar, die meisten Schnitte sind reine Kürzungen von Gewaltszenen, der Film bleibt verständlich, da nichts komplett fehlt.

9/10

Z

ZODIAC - DIE SPUR DES KILLERS



Sommer 1969. Ein brutaler Serienmörder, der nach jeder Tat absichtlich Hinweise auf sich in verschlüsselten Briefen hinterlässt, ist der Polizei immer einen Schritt voraus.
Nachdem die Polizei nicht weiterkommt, ist man froh, Hinweise eines Journalisten (Robert Downey Jr.) zu erhalten, der sich ebenfalls für diesen Fall interessiert.
Dadurch kommt auch sein Kollege Graysmith (Jake Gyllenhaal), begeisterter Rätsellöser und Codeknacker, mit dem Fall in Kontakt,
und beginnt immer tiefer in die Welt des Killers einzutauchen- was nicht ohne folgen für ihn und sein Umfeld bleibt.
Der Fall zieht sich über Jahre hin, immer wieder von langen Pausen des Killers unterbrochen, nur um dann wieder Opfer und Botschaften zu entdecken.
Aber ist es wirklich derselbe Killer wie zuletzt? Oder ein Nachahmungstäter?
Im lauf der Jahre quittieren einige Polizisten den Dienst, der Journalist verfällt immer mehr Alkohol und Drogen,
lediglich Graysmith ist immer noch konzentriert an dem Fall, schreibt sogar ein Buch darüber.
Irgendwann entdeckt er zufällig eine Verbindung diverser Beweismittel, die zu einem schon lange nicht mehr Verdächtigten führen...

Hier wird weniger Wert auf Brutalitäten oder Schocks gelegt, sondern die wahre Geschichte der Ermittlungen des nie überführten Serienkillers "Zodiac" nacherzählt.
Trotz Überlänge von knapp 3 Stunden bleibt der Film durchgehend interessant und spannend, lediglich das Ende mag manchen Zuschauer enttäuschten-
aber das ist eben der Nachteil an wahren Begebenheiten...

8/10


Zuletzt von Retro am Sa Sep 16, 2017 12:41 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Filmreviews von A-Z

Beitrag von Retro am Mi Okt 08, 2014 9:38 am

SERIEN

HITCHHIKER



Das Konzept hinter Hitchhiker klingt vertraut- und dadurch vielversprechend.
Wie bei der bekannten „Tales from the Crypt“ (Geschichten aus der Gruft) Serie gibt es auch hier diverse Kurzfilme aus dem Horror- und Thriller-Bereich,
welche von einem Erzähler, dem Namensgebenden Hitchhiker, eingeleitet werden.
Ebenso hat man, wie im Vorbild, auch hier einige (damals) bekannte Namen für einzelne Folgen gewinnen können.
Robert Vaughn, Harry Hamlin, Steven Railsback, Gary Busey, Franco Nero, Klaus Kinski und diverse andere.
Die Serie ging über 4 Staffeln mit insgesamt 85 Geschichten, als Import-DVD sind 3 Sets mit wenigen ausgewählten Geschichten erschienen.
In Deutschland gibt es bis heute keine Veröffentlichung auf DVD, in meiner Sammlung stehen die ersten beiden Import-DVD's.
An die Qualität der Tales from the Crypt reicht keine der mir bekannten Folgen heran, alles wirkt relativ billig, was mal mehr, mal weniger störend ist.
Schade um einige gute Ideen, aber insgesamt kann man die Serie nur bedingt empfehlen. Ansehbar. Mehr nicht.

4/10

THE LEAGUE OF GENTLEMEN



Season 1:
Skurrile Geschichten aus der fiktiven, abgelegenen englischen Kleinstadt Royston Vasey.
Hier ist kein einziger Einwohner auch nur annähernd normal.
Ob nun die Shop-Besitzer, die nur  Anwohnern ihre Andenken verkaufen, die bullige und stark behaarte Transe mit ihrem Taxi-Unternehmen,
der Tierarzt, dessen Behandlung garantiert kein Tier überlebt, oder die Jobcenter-Chefin Pauline, welche keine Jobs vermitteln will, da sie ja sonst selbst bald Arbeitslos wäre...



Season 2:
In Staffel 2 kommen zusätzlich diverse schräge Gestalten nach Royston Vasey zu Besuch:
Ein Pädophiler Lehrer aus Royston Vasey's deutscher Partnerstadt samt Schulklasse ist ebenso seltsam, wie der Wanderzirkus von Papa Lazarou, welcher Frauen sammelt...

Hier geht es weniger um eine durchgängige Story, es werden eher abgedrehte Sketche verschiedener Charaktere in eine Grundhandlung gequetscht.
Beiden Staffeln ist eines gemeinsam: Sie sind als klassische Sitcom angelegt. Das kann man mögen, muss man aber nicht...
Mir persönlich gehen die dauernd eingespielten Lacher ziemlich auf den Keks, gerade bei einer dermaßen überdrehten Serie wie dieser ist sowas einfach nur nervig/unnötig.
Positiv anzumerken sind noch die vielen kleinen Anspielungen auf Filme, von American Werewolf über Shining bis zu Night of the Scarecrow entdeckt man so einiges.
Beide Seasons sind als deutsche DVD's von Polyband erhältlich, die Synchro ist eher mittelmäßig.



Season 3:
In der dritten Staffel wurde das komplette Grundkonzept geändert:
Nix mehr Sitcom, sondern eine richtige Geschichte rund um alle bekannten (und ein paar neue) Bewohner von Royston Vasey, welche sich über die gesamte Staffel aufbaut.
Eine besonderheit: Jede Folge endet mit demselben Ereignis- nur aus anderen Blickwinkeln. Erst in der letzten Folge wird klar, was genau passiert ist.
Mit dem neuen Konzept entfallen auch die eingespielten Lacher, was ich durchaus positiv finde.
Andererseits ist die Gagdichte nicht mehr so hoch wie in den ersten beiden Seasons- es sind aber immer noch jede menge seltsame Situationen zu bestaunen.
Season 3 ist nur als Import zu kriegen, eine deutsche Version existiert nicht, lief auch nicht bei uns im Fernsehen.



Apocalypse:
Nach den drei Staffeln der TV-Serie folgte noch ein Kinofilm rund um die Bewohner von Royston Vasey.
Allerdings ist auch dieser nur als Import zu bekommen.

Die fiktiven Bewohner der fiktiven Kleinstadt Royston Vasey bemerken, dass sie nur fiktive Charaktere sind.
Das wäre ja noch nicht so schlimm-
aber die Apokalypse droht, da die Drehbuchschreiber keine weiteren Folgen ihrer Serie mehr schreiben, und somit ihre Welt vom Untergang bedroht ist.
Also entsendet man drei auserwählte aus der Fiktion in die Wirklichkeit, um die League of Gentlemen dazu zu bewegen, weitere Folgen um Royston Vasey zu schreiben.
Die Gentlemen haben allerdings kein Interesse mehr an ihren alten Figuren, da sie ihre ganze Aufmerksamkeit einem neuen Projekt widmen wollen...

Leider sind einige der ursprünglichen Royston Vasey-Einwohner hier nicht mehr dabei, oder haben nur kleine Rollen abgekriegt- ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen.
Fans werden gut unterhalten, wer die League of Gentlemen aber bisher nicht kannte, kann auch gut auf diesen Film verzichten, oder sollte sich zuerst die Serie auf DVD holen.

Gesamtwertung: 7/10

SURFACE



Drei Handlungsstränge fließen ineinander:
Eine Meeresforscherin entdeckt eine bisher unbekannte Lebensform im Wasser.
Beim Versuch, ihre Entdeckung öffentlich zu machen, wird sie jedoch erst nicht ernst genommen, später verleumdet- und schließlich von Regierungsangehörigen gejagt.
Zwei Brüder stoßen beim tauchen auf oben genannte Lebensform- wobei einer der beiden von einem der Wesen in die Tiefe gezogen wird.
Der andere Bruder macht sich schließlich alleine auf die Suche nach den hintergründen, da ihm niemand glaubt- und stößt schon bald in Regierungskreise vor.
Ein junge findet im Wasser ein mysteriöses Ei, welches ins elterliche Aquarium umgesiedelt wird.
Schon bald schlüpft eine Kreatur aus dem Ei, die zwar friedlich scheint, aber starke Stromschläge verteilen kann, wenn sie gereizt ist...

Die Geschichte wird durchaus spannend erzählt, und ist zu keinem Zeitpunkt langweilig.
Auch die Darsteller sind recht ordentlich, aber leider gibt es sonst nur wenig gutes zu vermelden:
Die Effekte um die großen Kreaturen, U-Boote und die Flutwelle sind zum größten Teil extremst billig gemacht, und schlecht ins Bild kopiert.
Das Drehbuch enthält viele Logiklöcher, und lässt die Figuren teils absolut unrealistisch und unüberlegt handeln.
Und das schlimmste: Alles deutet darauf hin, dass die Serie fortgesetzt werden sollte... aber wohl eingestellt wurde.
Die letzte Folge endet mitten in der Geschichte.
Schade, dass man hier nicht etwas mehr Geld in ansehliche Effekte gesteckt hat, das hätte wohl auch trotz hohlem Drehbuch mehr Erfolg für die Serie gebracht,
da die Story an sich interessant daherkommt.
Da hätte man deutlich mehr draus machen können.

5/10

TRAFFIC - DIE MINISERIE



Mike Mckay, ein DEA-Agent, stößt bei Ermittlungen auf Beweise dafür, dass sich sein Land einer ernsthaften Gefahr ausgesetzt sieht.
Zum Schutz der allgemeinen Sicherheit bricht er den Kontakt zu seinen Vorgesetzten und der Familie ab, und ermittelt fortan isoliert.
Währenddessen wird sein Sohn zuhause durch eine neue Freundin langsam mit der Welt der Drogen vertraut gemacht.
Ben Edmonds übernimmt unter seltsamen Umständen den Familienbetrieb seines Vaters.
Hatte er bislang kaum beruflichen Erfolg, wird er nun in eine Welt der Korruption eingeführt, der er nicht gewachsen ist.
Er stellt schon bald fest, dass Chinesische Kartelle ihre Fühler nach dem Unternehmen ausgestreckt haben.
Adam Kadryov, ein illegaler Einwanderer, erwartet Frau und Tochter mit dem nächsten Schiff.
Als er erfährt, dass dieses gesunken ist, und alle Passagiere dabei umkamen, sucht er Kontakt zu den Menschenschmugglern- und stößt auf ein erschreckendes Geheimnis.

Diese nebeneinander erzählten Geschichten mit scheinbar unterschiedlicher Thematik verstricken sich zu einer zusammenhängenden, komplexen Story,
die über die komplette Laufzeit unterhalten kann.
Der hochgelobte Kinofilm, der deutlich kürzer läuft, hat mich nur gelangweilt.
Die Serie führt zwar das Grundkonzept des Kinofilmes weiter, allerdings geht es diesmal nicht nur um Drogen, auch Schmuggler,
Waffenschieber und Menschenhändler werden in die recht komplexe Geschichte eingebaut- was das ganze deutlich Interessanter und abwechslungsreicher macht.

8/10

TREMORS - THE SERIES



Miniserie mit 13 Folgen von 2003, welche direkt an den dritten Film anschließt.
Wie schon im dritten Film, ist auch hier von der ursprünglichen Hauptbesetzung nur noch Michael Gross als Waffenfreak Burt Gummer dabei.
Allerdings schafft er es problemlos, hier die Hauptrolle zu übernehmen- auch der Rest der Besetzung spielt passabel.
In Nebenrollen und Gastauftritten sind unter anderem auch noch Christopher Lloyd, Harrison Page, und Michael Rooker zu sehen.
Der Stoff um die Tremors gibt auch genug her, um den Zuschauer bei Laune zu halten- an Ideen hat es jedenfalls nicht gemangelt,
man bekommt bekannte Kreaturen zu Gesicht, aber auch einige vollkommen neue.
Tricktechnisch liegt man hier im Mittelfeld, manche CGI-Tricks kommen wirklich gut rüber, andere dagegen liegen teils unter durchschnittlichem TV-Niveau.
Humor und Action halten sich gut die Waage- wie schon bei den Filmen.
Leider ist die sehenswerte Serie nie in Deutschland gelaufen, oder auf DVD erschienen- die US-DVD hat Ländercode 1, läuft also nur auf Codefree-Playern.

7/10


Zuletzt von Retro am Fr Sep 15, 2017 10:42 pm bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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